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SpeisekammerSpeisekammerSpeisekammer
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Speisekammer Info
Ambiente
Gemütlich
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Mittel
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Eröffnungsjahr
2013
Öffnungszeiten
Mo
geschlossen
Di
18:00-22:30
Mi
18:00-22:30
Do
18:00-22:30
Fr
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Speisekammer

Tigergasse 31
1080 Wien (8. Bezirk - Josefstadt)
Küche: Österreichisch, International
Lokaltyp: Restaurant
Tel: 0680 440 63 38
Lokal teilen:

3 Bewertungen für: Speisekammer

Rating Verteilung
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Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 6. Mai 2013
Experte
amarone1977
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4Speisen
3Ambiente
3Service
5 Fotos1 Check-In
Gelistet in: Wien - Jo heast'!!

schlitzaugeseiwachsam vs. amarone1977 reloaded.

Die Josefstadt ruft. Hier gibt’s so manch nettes Lokal. Dank Tipp und Reservierung meines wachsamen Lieblings-Wahlwieners auch eine Speisekammer. Der namensgebende, fast wichtigste Raum einer – und auch meiner – Wohnung ist ob der Inhalte vor allem mal von innen als solcher erkennbar.
Aber auch von außen?

Dazu muss ich vorweg noch sagen, dass ich ja als so genannter G’scherter (Definition Stermann & Grissemann: jeder „Wiener und Nichtwiener“) mit so manchen Details der Wiener Seele und Kultur noch immer nicht vertraut bin. Und als ruraler G’scherter und „Jugogermane“ wundere ich mich dann natürlich anfangs über so Besonderheiten wie ein Mezzanin (mezzo = halb, also das Halbgeschoss) im gründerzeitlichen Hotel.

Oder über das Souterrain. Während das Mezzanin aus dem Italienischen kommt (warum weiß gerade amarone sowas nicht?) ist Souterrain französisch und bedeutet „unterirdisch“: das Tiefparterre. Während also die Italiener halbhoch stapeln, stapeln die Franzosen (halb)tief. Sowohl das eine als auch das andere konnte ich bis dato nicht bestätigen, zumindest was die Politiker angeht. Obwohl, beim letzten Möchtegern-Napoleon wäre „Mezzanin" ja vortrefflich gewählt.

Tigergasse 31. Gleich von der Josefstädter Straße rechts rein – und prompt dran vorbeigegangen.
Ja wo ist die denn, die Speisekammer. Zwei Lokale, aber keines davon kann es sein.
Mein wachsamer Gastgeber hilft mir dank meines hilfesuchenden Anrufs auf die Sprünge und kommt aus dem Lokal raus. Und tatsächlich: das Lokal ist im besagten Souterrain – und man stapelt tatsächlich tief: keine Werbung, keine Aufschrift, kein Menü am Eingang.

Die paar Stufen führen in einen äußerst schlicht gehaltenen Raum, der wirklich nur das Wesentlichste bietet. Einfachste Tische mit allerdings robuster Eichenholzplatte, sogar die Schank wirkt irgendwie selbst gezimmert – vielleicht ist sie’s ja.

Die männlich dominierte Mannschaft ist total relaxed, Stress kennt hier – Gott sei Dank – niemand.
Man serviert offensichtlich ohne irgendwelche Preise für Serviertechnik gewonnen zu haben. Alles deutet irgendwie darauf hin – „das ist unser Lokal“ – „so wie wir uns das vorstellen“.
Was ich aber zuerst nicht wusste: der Koch kocht nicht nur – er serviert auch. Nicht alltäglich.

Menü: ein Blatt Papier. 3-, 4- oder 7gängig. Hallo! Der Preis ist heiß. Spargel hier, Fisch dort. Alternativ ein Fleischmenü. Für jeden was dabei.

Die Küche grüßt – allerdings an mir vorbei.
Spargelsalat. Spargel ist schon ein Problem, löst auch interessante allergische Reaktionen aus – ich werde gerne rot, aber nur im Beisein einer Frau. Also kein Spargel, Alternative wird mir allerdings keine geboten. Wie’s geschmeckt hat, kann also in schlitzaugeseichwachsam’s Bericht nachgelesen werden.

Vorspeise: hier wird’s dann endlich so interessant, wie’s auf der Karte beschrieben war. Denn das Lokal ist zwar im Souterrain in aller Bescheidenheit eingerichtet, aber unterirdisch ist es deswegen nicht.
Zwar rührt der heikle Gaumen die Tomaten nicht an, doch die Kombination von Zwiebel, cremig-fein abgemacht und ebenso abgeschmeckt, und einem butterzarten Lachsfilet ist dann doch sehr überzeugend.

Die Suppe: eine Karfiolsuppe, mit Kürbiskernöl garniert. Hier muss ich meinem Vorredner klar widersprechen. Die Suppe ist keineswegs dünn, wenn auch nicht verdächtig eingedickt. Mäßig gesalzen, mit dem nötigen Aroma der Kohlfamilie ausgestattet. Etwas zum endlich mal daheim nachkochen.
Sehr gut.

Hauptgang: ein Kalbsbackerl dort, ein Zander hier. Mein Entwicklungshelfer in Sachen fernöstlicher und fernwestlicher Gastronomie schwärmt vom ersten Bissen an von seinem Kalbsbackerl. Es ist ja wirklich eine Augenweide – und eine solche auch für den Gaumen. Butterzart, mit dem nötigen „Gelee“ durchzogen und nicht wie so oft mit „trockener Kruste“. Perfekter Salzgrad, für Geschmortes ebenfalls nicht selbstverständlich.

Fast will ich ihn schon um sein Festmahl beneiden, doch auch der Zander zeigt, was er kann.
Wer kennt das nicht: Zanderfilet mit Erdäpfel und Salat. Meistens bekommt man in der Gastronomie einen bemitleidenswerten Fisch, der sich in der Pfanne aufbiegt wie viel zu kleine orthopädische Einlagen.
Keine Rede davon hier: das Filet lässt sich – ganz leger – mit der Gabel essen, Stück für Stück. Frische Grundware, einfach und gekonnt umgesetzt.
Subtil: die feinen Brösel. Der Fisch ist nicht fett in der Butter paniert, sondern schon „eingebröselt“ worden.
Mit von der Partie: Püree, aber nicht von der Instantfraktion. Dazu ein grünes Duett, kleine Hülsen (nein, nicht aus Ottakring) und ein paar ausgelöste Erbslein.

Emulgator(en): ein biologischer Sauvignon aus der Südsteiermark, sehr angenehm zu trinken. Endlich mal kein „verpolzter“, krankhaft nach Holunder riechender Zahnsteinentferner. Ebenso eine feine Sache: der grundehrliche Blaufränker aus dem Südburgenland. Winzer? Keine Ahnung – aber allemal besser als Carnuntum und Mittelburgenland zusammen.

Dessert: eine dünne, zarte Palatschinke, Schoko und (kandiert-geröstete) Haselnuss – und eine Art Topfencreme. Ganz gut, wenn auch sicher nicht unterirdisch. Sagen mir mal „mezzanin“.
Zum Nachgießen: Espresso (fein, mild, aber ein bisschen dünn geraten) und der fast schon obligate hochprozentige ammazzacaffè.

Fazit: ich betrachte das Lokal mal als Projekt. In meiner Branche wäre dieses, sich ganz auf die erfolgreiche Mundpropaganda verlassende Lokal nicht zu retten.
Doch wir sind hier in Wien – und in der bürgerlich-belesenen Josefstadt. Auch hier – oder gerade hier – spricht sich das wohl schnell herum.
Und so passt ein solches Projekt – bei dem was geboten wird – wiederum perfekt in den 8. Bezirk. Frische Produkte, einfach und unprätentiös vorgetragen.
So findet man sich wieder auf Augenhöhe mit Lokalen wie etwa dem Hohensinn, auch wenn dort ganz anders gekocht wird als in der Speisekammer.

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Letzter Kommentar von am 6. Mai 2013 um 14:51

magica: tja, man lernt nie aus, danke!

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Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 26. April 2013
Experte
schlitzaugeseiwachsam
152
83
21
4Speisen
3Ambiente
3Service

Kollege Amarone sendet mir eine SMS, dass er sich wieder in Wien aufhält. Das schreit wieder nach einem gemeinsamen Testessen am Abend!

Wir entscheiden uns für die Speisekammer im Achten.

Das Lokal ist minimalistisch eingerichtet und befindet sich im Halbkeller. Kollege Amarone hatte Schwierigkeiten es zu finden...kein Wunder...ist draussen am Eingang nichts was auf ein Lokal hindeutet...ist das Absicht? Soll es ein kulinarischer Geheimtipp bleiben?

Das Service wirkt professionel. Wir können wählen zwischen verschieden drei bis sechsgängigen Menües, wobei das sechsgängige ein Überraschungsmenü darstellt. Auf der Speisekarte sind für dieses besondere Menü nur die Zutaten aufgeschrieben. Was man letztendlich bekommt ist nicht zu erraten. Sehr spannend....

Trotzdem entscheiden wir uns jeweils nur für das viergängige Menü.

Vorweg ein Gruß aus der Küche:

SERVUUUUUUSSS.....Spargelsalat mit Kresse, wobei man alle Komponenten sehr gut herausschmecken konnte. Ein guter Anfang. Note 3 nach Retestandard.

Vorspeise: Mit warmen Zwiebeln gefüllte gelbe Paradeiser und Lachsfilet-sehr zart wo es sein soll und knackig wo es wünschenswert ist. Die Zwiebeln waren nicht zu scharf und harmonierten perfekt mit den Paradeisern, die als Aussenhaut diente. Optisch und geschmacklich mal was anderes. Note 4 nach Retestandard.

Die Karfiolsuppe mit Kernöl gut abgeschmeckt. Ein bisschen dünn geraten.Geschmacklich Note 3 nach Retestandard.

Der Hauptgang meinerseits (Kollege A. hatte Zander und ich die Kalbsbackerln) SUPERB!!!!
Die geschmorten Backerln waren dermassen zart...sie schmolzen buchstäblich auf der Zunge mit einer herrvorragenden Jus, welche nicht alles ertränkte vom Geschmack her. Note 5!!!!! nach Retestandard.
Die Beilagen (Topfenirgendwas und Radieschen) wurden total dadurch unwichtig unter liefen unter "Ferner kam dazu".

Das Dessert bestand aus einem Schokopalatschinken mit Topfencreme und kandierten gerösteten Haselnüssen.Nicht zu süß und angenehm im Geschmack.
Note 3 nach Retestandard.

Der dazugehörige Wein (weisser) mit einen vollen Körper und Substanz, krätig, duftig...sehr gut...nur leider ist mir der Name entfallen...irgendein biologischer Anbauwein war das....hmmm...Vielleicht erinnert sich Kollege Amarone an den Namen?

Alles in allem ein angenehmer kulinarischer Abend. Für 43 Euro inkl. Wein und Wasser Begleitung ein mehr als fairer Preis.

Das Ambiente so minimalistisch, das man gezwungen ist sich auf seinen Tischgenossen und vor allem auf das Essen zu konzentrieren. aber mit Kollege Amarone immer wieder ein grosses Vergnügen!

(Service war in Ordnung, NR, Nicht Behindertengerecht weil Stufen in den Halbkeller , kein Rollilift vorhanden.)

Auch durchaus eine Location für ein Retetreffen in der Zukunft. Dann aber mit Überraschungsmenü!!! :)

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Hilfreich?Ja18Gefällt mir11Lesenswert9
Letzter Kommentar von am 27. Apr 2013 um 09:27

Der retenotenstandard ist das benotungssystem auf dieser Seite. 0 bedeutet sehr schlecht und 5 bedeutet sehr gut. Anders als beim schulnotensystem halt.

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am 14. März 2013
SusanneD2
1
1
5Speisen
3Ambiente
4Service

gar wunderbares wird hier gezaubert, in ungewöhnlichen kombinationen!

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Hilfreich?Ja2Gefällt mirLesenswert
Kommentar von am 5. Apr 2013 um 22:35

gar unnützes wird hier geschrieben, in gewöhnlichen kombinationen!

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