RestaurantTester.at
So, 18. April 2021
Zurück

Dank an die aktiven ReTe-Kritiker

am 15. Apr 2018, 09:52

Dank euch habe ich eine Seite von Wien kennen gelernt, die den meisten Touristen verschlossen bleibt. Dank euch komme ich nun jedes Jahr mehrmals nach Wien, so oft als möglich gar. Ich könnte wohl schon ein Buch schreiben. Immerhin wurde ich nun für einen Artikel angefragt - die Hälfte des Textes musste ich wegkürzen, wären sonst wohl vier Druckseiten geworden... Hier der Link zur Sonntagslektüre (pdf, wird je nach Browser automatisch herunter geladen): Link

Gefällt mir1
Antworten
am 15. Apr 2018, 16:28

Im Text steht: "...in Österreich haben sie wirklich ein Naziproblem. Um einer geschichtswissenschaftliehen Einordnung willen reden wir aber lieber von Burschenschaften, das ist unbestritten und belegt. " - voilà. Im Übrigen kann ich wirklich zu jedem Wort stehen. Dass bei zwei Seiten vielleicht nicht die ganze Karte vom Schweizerhaus gewürdigt werden kann, ist einsichtig. Aber es ist alles belegt, sei es durch eigene Erfahrung, sei es durch Kritiken, nicht zuletzt hier auf ReTe. Du selber sagst ja, dass z.B. der Doggy Bag Passus zutrifft - dort, wo ich verkehre. Der Dank ist völlig ernst gemeint. Und wenn ich dann das Buch schreibe, werde ich Platz für eine 360°-Würdigung haben, dann reden wir auch über die "gutbürgerliche" Wiener Gastronomie - wo meines Wissens auch das Nussgartl unterdessen dazu gehört..

Gefällt mir
Antworten
am 15. Apr 2018, 17:00

ein PS muss sein, denn wenn mir Worte in die Feder gelegt werden, werde ich zickig: Ich bezeichne Gulasch etc. nicht als Wiener Küche. "... wie banal die viel gelobte Braten-, Schnitzel- und Gulaschküche Österreichs doch leider ist. " Es wäre toll, wenn Du dich beim Raushauen von starken Worten auf das wirklich Geschriebene beziehen würdest.

Gefällt mir
Antworten
am 15. Apr 2018, 17:27

Wer sich für Politik interessiert, liest zwingend Hans-Henning Scharsach, Stille Machtergreifung - Hofer, Strache und die Burschenschaften. Ich will das Buch hier nicht nacherzählen, aber tu mal einen Griff ins Regal und lies ab Seite 166. Wurde Scharsach verklagt? Er nennt Namen... Mehr Politik will ich hier aus Respekt gegenüber ReTe nicht diskutieren.

Gefällt mir1
Antworten
am 16. Apr 2018, 08:43

Lieber Bernhard, ich fühle mich auch hin- und hergerissen von deinem Text. Weshalb die MIschung von kulinarischer politischer Kritik in demselben Text sein muss erschließt sich mir nicht so ganz - ich kenne das Medium "ensuite" aber sonst nicht, vielleicht ist das dort Blattlinie.
Jede Kritik an der Regierung hat ihre Berechtigung, auch jene an der Verharmlosung des Treibens der Burschenschafter. Aber man muss diesen Bezug nicht überall herauslesen wollen....aus der Bezeichung von "Melanzani" gleich ein Faible für das faschistische Italien der Mussolini Zeit erkennen zu wollen erscheint mir reichlich übertrieben. Große Teile Italiens haben bereits lange Zeit zuvor zu Österreich gehört - und kulinarisch haben uns diese Zeiten beispielsweise ja auch das Wiener Schnitzel als Variante des scaloppa milanaise beschert. Dieser Umstand, ebenso wie die Bezeichnung der Melanzani haben ihre Wurzeln also weit vor den 30er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts.
Auch die Nicht-Auffindbarkeit einschlägiger Literatur zur Judenvertreibung in Wiener Buchhandlungen ist für mich nicht nachvollziehbar - es sei denn, du hast den Begriff "Antiquariat" im Text wörtlich genommen, die Buchauswahl, die bis vor einigen Jahrzehnten verlegt wurde hatte diesen Mangel nachvollziehbarerweise natürlich schon noch. Aber daraus Schlüsse auf den Zustand der aktuell in Österreich verfügbaren Literatur zu ziehen ist für mich nicht objektiv vertretbar.
Und eigentlich hatte ich nicht angenommen, mich mit derartigen Themen in einem Restaurantkritikerforum auseinandersetzen zu müssen.

Gefällt mir7
Antworten
am 16. Apr 2018, 11:54

Lieber misenplace, danke für deine überlegte Kritik. Mein Text enthält zahlreiche Eindrücke und Erlebnisse aus Wien, die durch Scharniere verbunden werden. Diese sind auch ganz absichtlich knirschend, zäh und unverschämt gesucht montiert, vielleicht spürt man dann auch, dass das nicht todernst zu nehmen ist. Das ist halt eines meiner bevorzugten Stilelemente und Geschmackssache. Melanzani ist eins, Japan ist eins - um dann aber ernste Fragen zu behandeln, zu denen ich mich, wo nicht selbst erlebt, wirklich kundig gemacht habe. Als Halbösterreicher und ehemals Buchhändler weiss ich, wie mager lange die Aufarbeitungsliteratur in Österreich gesät war. Im Text steht auch deutlich, dass sich das verbessert hat. Dass mir in den zwei zuerst besuchten Buchhandlungen die blanke Unkenntnis entgegenschlug, ist halt Tatsache und für mich einigermassen erschreckend. Hocherfreut bin ich über die Neuerscheinungen 2017, deren ich auch einige nach Hause gebracht habe. Ich habe jetzt aber die zweite Seite des Textes entfernt, wo nicht mehr gegessen wird, und lasse nur den kulinarischen Teil ein paar Tage noch stehen, weil eine politische Diskussion sprengt den Rahmen von ReTe, das ist klar.

Gefällt mir
Antworten
am 16. Apr 2018, 15:16

Ich finde Scharsach hat da ganz gut recherchiert!

Gefällt mir1
Antworten
am 16. Apr 2018, 22:08

Ich mag zwar auch nicht, dass in diesemForum politisiert wird, aber in meinem Gymnasium ist das Wort Hitler auch nie gefallen.
Mit diesem letzten polit. Kommentar in diesem Forum verabschiede ich mich zu diesem Thema.
BB hat Recht!

Gefällt mir
Antworten
am 16. Apr 2018, 22:11

Naja, ich habe 1988 maturiert - und glaubt mir, dieses Thema war in diesem Jahr sehr präsent.

Gefällt mir
Antworten
am 16. Apr 2018, 22:22

Wollte nichts mehr zum Thema schreiben, aber in meinen Fingern juckt es. Mis du bist jünger als ich. Zu meiner Zeit gab es nur Unschuldige!
Sehr viele meiner Profs waren ehem. Mitglieder dieser "Vereinigung"

Gefällt mir1
Antworten
am 16. Apr 2018, 22:56

Und ich dachte eigentlich, dass ich den Altersschnitt hier hebe. ;-)

Gefällt mir1
Antworten
am 16. Apr 2018, 23:18

Ich möchte den Rest sehen.

Gefällt mir
Antworten
am 6. Jun 2019, 18:26

Ja, bei mir auch.Allerdings maturierte meine Freundin 1975 in Linz und bei ihr hörte der Zeitgeschichte-Unterricht 1919 auf..

Gefällt mir
Antworten
Diese Website verwendet Cookies
Cookies helfen uns, Ihnen eine bessere Erfahrung auf dieser Website zu bieten.
Wir und unsere Partner (Drittanbieter) erheben Daten und verwenden Cookies, um personalisierte Anzeigen und Inhalte einzublenden und Messwerte zu erfassen. Mit der Nutzung dieser Website stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Sie können Ihre Zustimmung zur Verwendung von Cookies jederzeit widerrufen. Mehr Info
Cookie Einstellungen
Cookie Einstellungen
Unbedingt erforderliche Cookies
Immer aktiv
Diese Cookies sind für den Betrieb der Website technisch notwendig und für bestimmte Funktionen (z.B. Speichern von Einstellungen, Anmeldung, Erleichterte Navigation) unbedingt erforderlich. Die meisten dieser Cookies werden bei von Ihnen getätigten Aktionen gesetzt. Sie können diese Cookies in Ihren Browsereinstellungen deaktivieren. Beachten Sie bitte, dass Ihnen in diesem Fall das Angebot der Webseite nur mehr eingeschränkt zur Verfügung steht.
Inhalte und Dienste von Drittanbietern (z.B. Google Maps)
Wir binden auf der Website Inhalte oder Dienste von Drittanbietern ein, um unsere Inhalte mit den Inhalten der Drittanbieter zu ergänzen (z.B. mit Landkarten) oder um die Funktionen dieser Website zu erweitern. Wenn diese Option ausgeschaltet ist, stehen diese Inhalte und Dienste nicht oder nur eingeschränkt zur Verfügung. Drittanbieter verarbeiten Daten und verwenden Cookies oder vergleichbare Technologien.
Personalisierte Anzeigen
Wir verwenden Werbenetzwerke (z.B. Google Adsense), um Ihnen für Sie relevante personalisierte Anzeigen auf der Website einzublenden. Wenn diese Option ausgeschaltet ist, werden Ihnen keine personalisierten Anzeigen gezeigt. Werbenetzwerke verarbeiten Daten und verwenden Cookies oder vergleichbare Technologien.