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Dienstag, 21. August 2018

Wo gibt es in Wien noch richtige Backstuben?

Gestartet von am 20. Jänner 2018 um 09:04

Noch jedes hier gekaufte Brot stellte sich als aufgebackener Teigling heraus. So gut dessen Qualität, so hoch sein Preis auch sein mag, mit einem traditionell hergestellten Brot hat das nichts mehr zu tun. Ich kenne noch Bäcker, die um zwei, drei Uhr in der Früh in der Backstube stehen. Rechnet sich das in Wien nicht mehr, so dass diese Herstellungsart endgültig ausgestorben ist?

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Antwort von am 20. Jänner 2018 um 13:31

Du sprichst ein echtes Problem an, es ist eine Schande für Wien. Die wenig empfehlenswerfen sind:
www.joseph.co.at gibts im Ersten 2x, im Dritten und im Neunzehnten sowie in Biosupermärkten sowie in manchem Radatz Filialen. Absolut großartige Qualität - aber halt auch ein bisserl überteuert. Die neueste Brotkrwation, mit Urgetreide und abartig gut, hat einen Kilopreis von über EUR 14 - das genzt dann schon an Frechheit
www.gragger.at Schmeckt mir noch besser als Joseph, hat außerdem faire Preise, meine absolute Top Empfehlung. Im Ersten und im Siebentem zu finden.
www.felzl.at 2x im Siebenten, im Fünften und im Ersten zu finden. Ich find ihn einen Tick schwächer als den Gragger, aber immer noch ganz großes Kino.

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Antwort von am 20. Jänner 2018 um 13:44

missverständlich...ich meinte natürlich „die wenigen, die man noch empfehlen kann...“

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Antwort von am 20. Jänner 2018 um 14:04

ja, Stephan, Felzl z.B. habe ich ausprobiert und der ist letztlich der Grund meines Beitrags. Aufbackware ist es, wie überall, wo eine Kette dahinter steht. Und überall ist Kette, offenbar. Nein, ich meine wirklich den Bäckermeister alter Schule. Gibt es also nicht mehr, nirgends? Wahnsinn, wenn ich denke, bei uns gibt es das noch, Backstube hinten, Verkauf vorne - das Kilo 4 Euro! Und dieses Kilo kann ich während mehrerer Tage aufbrauchen. Ich kenne halt noch das Österreicher Brot der 60er Jahre bei meinen Grosseltern in Rust... ein Traum war das.

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Antwort von am 20. Jänner 2018 um 14:09

Felzl verwendet m.W. keine Teiglinge!
Dass nicht vot Ort gebacken wird ist mir wiederum egal, Joseph etwa bäckt im Waldviertel, weil dort einfach Miete und Arbeitskraft viel billiger sind. Aber das ändert ja nichts am Geschmack...die 1 1/2 Stunden im Lieferwagen tun der Qualität keinen Abbruch!
Aber mein Haupt-Tipp war sowieso der Gragger: und dessen Holzofen steht tatsächlich im Geschäft in der Dorotheergasse

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Antwort von am 20. Jänner 2018 um 14:35

danke, werde ich den Gragger mal ausprobieren, das tönt gut

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Antwort von am 20. Jänner 2018 um 16:51

Warum grad in Wien in so einer großen Stadt das Handwerk keinen goldenen Boden mehr hat, ist mir ein Rätsel. Naja die Supermärkte haben sehr viel dazu beigetragen das es fast keine Fleischer und Bäcker mehr gibt. In jeder halb so großen Stadt in Frankreich, Italien oder Deutschland gibt es mehr Metzger und Bäcker. Was ich auch sehr schade finde ist, das sich die guten Betriebe wie Josef, Felzl, Gragger nur innerhalb des Gürtels ansiedeln. Wie schon BruderBernhard bemerkt hat ist bei uns aber der Preis ein Wahnsinn.
Hier 2 Artikel zum Thema Bäcker:
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Antwort von am 22. Jänner 2018 um 18:19

Ich hatte eine Schulfreundin deren Eltern noch eine richtige Bäckerei betrieben. So gute Semmeln wird es in meinem Leben für mich nicht mehr geben. Vater und 1 Geselle in der Backstube im Keller, Mutter oben im Verkauf.
3 Kinder, aber keines wollte übernehmen als die Eltern in Pension gingen. Gewinnspannen zu gering, Arbeitszeiten arg.

Wir kaufen unser Brot in der Steiermark bei einem richtigen Bäcker in größeren Mengen, schneiden daheim in Scheiben, portionieren und frieren ein.

Es ist echt traurig in einer sogenannten Weltstadt zu leben und man fast kein gutes Brot kriegt!!!

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Antwort von am 22. Jänner 2018 um 22:38

Falls jemand von euch einmal in der Nähe sein sollte: wachmannmuehle.at in der Steiermark. Jeden Tag gibt es hier total gutes und frisches Brot. Preise ganz normal.

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Antwort von am 3. Februar 2018 um 01:10

Ich begrüße hohe Preise für hohe Qualität. Der Markt soll das Vorzügliche ruhig reich belohnen.

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Antwort von am 6. Februar 2018 um 15:04

Wenn sie kein Brot haben, sollen sie doch Kuchen essen.
Hätte dieser Satz nicht schon einige Jahrhunderte auf dem Buckel, er könnte von dir stammen.
Ich bin der Meinung, dass jede Einkommensklasse das Recht auf sehr gute Qualität zu normalen Preisen bei Grundnahrungsmitteln (wie z. B. eben Brot) hat!

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Antwort von am 6. Februar 2018 um 15:22

Einverstanden! Ich lasse mich auch gerne subventionieren.

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Antwort von am 6. Februar 2018 um 16:34

Wenn die Herzensbildung fehlt, hilft auch die beste Allgemeinbildung nichts!

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Antwort von am 6. Februar 2018 um 16:46

Regnet es am SIebenschläfertag, der Regen sieben Wochen nicht weichen mag.

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Antwort von am 14. Februar 2018 um 21:51

Als gebürtiger Grazer, wo man Brot und Konditorwaren auf GANZ anderem und dennoch preislich akzeptablen Niveau findet, teile ich Deinen Schmerz. All die genannten Joseph, Gragger, Gradwohl, Sziehn, Felzl und wie sie heissen, hab ich probiert und haben mich alle nicht überzeugt. Es gibt aber meines Wissens im 1. (Plankengasse 1, Wien) eine Filiale des Grazer Bäckers Martin Auer, den ich empfehlen kann. In Wien nie probiert, da für mich abseits gelegen, der wird täglich aus Graz beliefert, soweit ich weiss. Eine Sensation sind auch die Wagner Brezen der Bäckerei Strohmayer aus Graz, die es sonst nirgends zu geben scheint. Konditorwaren von Zafita aus Graz - da kommt laaaaange nichts (Cafe Souffle, Erdbeerschifferl, Dobos, Ischler, Krapfen zur Faschingszeit mmmhhh). Die Krapfen in Wien ein Trauerspiel.

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Antwort von am 15. Februar 2018 um 00:15

Ich wäre erstaunt, wenn die Dobostorte vom Demel nicht konkurrenzfähig wäre.

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Antwort von am 15. Februar 2018 um 16:12

Ja, aber bei der Dobos kann auch der Heiner mithalten - beim Rest nicht. Sagenhaft wie eine vermeintliche 0815 Mehlspeise wie eine Ischler schmecken kann, sage ich euch.

Allgemein ist der Do&Co Demel keine sichere Bank - sehr enttäuschend fand ich etwa die Nuss/Mohnpotize von Demel, von Auer (mehr Bäcker als Konditor) deutlich besser; und auch die Torten erfüllen für mich (en gros) nicht, was der Preis verspricht.

Die Krapfen von Zafita sind konkurrenzlos, Nr. 2 Philipp in Graz (werden aber leider nur zur Faschingszeit angeboten) - lasse mich aber gern durch Empfehlungen eines besseren belehren. Der in Wien oft gelobte Groissböck ist ein unterdurchschnittlicher Industriekrapfen dagegen.

Die vom Blocher in der Stiftgasse sind für Wiener Verhältnisse nicht schlecht, haben hausgemachten Charme - muss man aber frisch erwischen.

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Antwort von am 15. Februar 2018 um 16:37

Ich bin mit Wien versöhnt. Bei Ströck habe ich die Roggenbrotlaibe meiner Urlaubstage als Kind bei den Grosseltern in Rust gefunden, mit dem säuerlichen Geruch und der eingebrannten Mehlpampe oben drüber. Grossartig. Zudem habe ich noch nach zwei Tagen davon gegessen, war durchaus annehmbar. Werde einen Laib mit nach Hause nehmen! Bin über das doppelt so teure Laurenzio-Brot auf die Bäckerei gestossen. Habe verglichen. Das günstigere schmeckt mir deutlich besser.

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Antwort von am 15. Februar 2018 um 16:48

Von den Auer-Filialen kenne ich nur das Geschäft in Leoben am Hauptplatz. Das Brot, das wir kauften um es daheim dann scheibenweise einzufrieren, war echt wirklich gut.

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Antwort von am 15. Februar 2018 um 17:02

Leoben kenn ich nicht, aber bei der Gelegenheit sei gesagt: es gibt die konkurrierenden Martin Auer und Hubert Auer, ursprünglich derselbe "Clan", gehört Hubert Auer aber mittlerweile deutscher Kette - und schmeckt auch so...

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Antwort von am 17. Februar 2018 um 12:01

Hab gleich recherchiert. Das Geschäft in Leoben gehört demnach dem Hubert Auer. Also wie ein Brot von einer Kette schmeckt es überhaupt nicht! Es schmeckt total gut und eben wie noch "richtiges" Brot!

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Antwort von am 17. Februar 2018 um 19:29

Ein paar Schritte von meinem Hotel entfernt liegt das Parémi, eine sehr erfolgreiche Neueröffnung. Wirkt von aussen vertrauenerweckend, erinnert tatsächlich an die Bäckerein in Frankreich, was auch ihr Geschäftsmodell, ihre Kernkompetenz ist. Um 8:30 eine lange Schlange im Lokal, ich habe dann mein Vorhaben, dort zum Abschluss meiner Reise früh zu stücken fallen gelassen und für weniger als den halben Preis eines Croissants im Spar drei Kaisersemmel eingekauft, jene aus der besseren Qualitätsstufe. Parémi macht einen ausgezeichneten Eindruck. Sie können nichts dafür, ich weiss, aber vergleichbare französische handwerkliche Holzofenbäckerein sind in der Schweiz halb so teuer. Das ist die Konsequenz, wenn bei Spar & Co. gekauft wird - ganz normale Ware wird zum Luxus. Das nur am Rande. Der Laden scheint's auf jeden Fall sehr gut zu machen, und den jungen Bäckern wünsche ich viel Erfolg.

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Antwort von am 17. Februar 2018 um 19:32

Die Baguettes im Paremi sind die Wartezeit tatsächlich mehr als wert

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Antwort von am 17. Februar 2018 um 21:08

Leider wird der Zugang zu guter Bäckerware nur in den inneren Bezirken gewährt. Durch horrende Lokalmieten oder weil sich die Betreiber eine goldene Nase verdienen wollen kommen dann solche Preise zu stande.
In allen anderen Ländern, sogar in der hochpreisigen Schweiz ist man fähig gleichwertige Qualität zu einem weit geringeren Preis anzubieten.

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Antwort von am 18. Februar 2018 um 20:27

Paremi ist auch abseits von 8.30h sehr voll und überlaufen. Daher konnte ich die Baguettes nicht probieren, aber habe mir ein Buttercroissant geholt.

Sie sind tatsächlich zum dahinschmelzen!

Preise sind hoch, aber man isst ja nicht nur um zu überleben.

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