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Essen wegwerfen in Restaurants?

Gestartet von am 8. Mai 2016 um 13:53

Hallo liebe Genießer! Vor einiger Zeit habe ich etwas im ORF zum Themenschwerpunkt "Mutter Erde" gesehen, was mich sehr schockiert hat. Da ging es um das große Ausmaß der Lebensmittelverschwendung auch in Österreich. Jetzt frage ich mich, wie ist die Situation eigentlich bei uns in den Restaurants? Kann mir vorstellen, dass viele Restaurantbesitzer nicht so sorgsam mit den Lebensmitteln umgehen, aber gleichzeitig fehlt mir auch die Perspektive? Würde mich also sehr über "Insider"-Perspektiven und konstruktive Diskussionen freuen :)

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Antwort von am 12. Mai 2016 um 00:01

Wirklich etwas zu diesem Thema beisteuern kann ich nicht, aber Bekannte von uns hatten eine Trattoria im 6. Bezirk.
Weihnachtsfeier einer Firma mit einem traumhaften Buffet, vom Chef bezahlt. Mehr als die Hälfte blieb übrig; die Herrschaften waren sich zu gut für das Essen - das wirklich alle Stückerln spielte.
Als die Leute weg waren wurden wir beiden gefragt, ob wir uns etwas davon mitnehmen wollten. Haben wir auch gemacht.

Den Rest mussten sie wegwerfen, weil es angeblich so sein muss (Gesetz).
Auf der anderen Seite, was hätten sie um Mitternacht machen sollen? Bettler suchen gehen?

Experte
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Antwort von am 14. Mai 2016 um 00:10

Ok das ist das was ich befürchtet hatte, das es da tatsächlich gesetzliche Vorschriften gibt! Kennst sich da jemand genauer aus? Da würden mich die Details interessieren. Und man muss das Essen ja nicht unbedingt noch um Mitternacht verteilen, vielleicht halt am nächsten Tag dann ;)

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Antwort von am 14. Mai 2016 um 14:57

Ist es wirklich Verschwendung? Wir produzieren in AT dermaßen viele Lebensmittel, dass "genug für alle" sicher nicht an deren Mengen, sondern der Logistik und am Geld scheitert. Wenn nun ein "nicht benötigtes" Lebensmittel weggeschmissen wird, ändert die Verhinderung dieses Wegwerfens wohl nichts an logistischen und finanziellen Problemen.

M.E. wird daher hier der falsche Baum angebellt: Bevor sich "die Reichen" zwingen, immer dicker und dicker zu werden (um nichts zu "verschwenden"), wäre eine vernünftige Umverteilung von oben nach unten - etwa über Vermögenszuwachssteuern, über höhere Besteuerung von Luxusartikeln (gerne auch Lebensmittel) - der ehrlichere und erfolgversprechendere Weg.

Experte
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Antwort von am 14. Mai 2016 um 19:00

Es stimmt schon, dass z. B. bei der irischen Kartoffelkrise (19. Jh.) die zielführendste Maßnahme gewesen wäre, den Hungernden Geld zu geben (denn zu kaufen gab es genug), und dass Analoges für Hungersnöte heute zutrifft (würde örtlichen Produzenten nützen).

Trotzdem ist es ebenso sinnvoll, punktuell entstehende Überschüsse hier an die hier ansässigen Bedürftigen zu verteilen ("Die Tafel", Sozialmärkte, Ausspeisungen, private Initiativen...).

Experte
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Antwort von am 16. Mai 2016 um 21:39

Das Thema Lebensmittelverschwendung beinhaltet meiner Meinung nach nicht nur die Frage ob genug für alle da ist, sondern auch wie mit den vorhandenen Ressourcen umgegangen wird. Lebensmittel fallen nicht vom Himmel, sondern werden angebaut und produziert. Und schon bei diesen Schritten fällt Verschwendung an. Obst und Gemüse, das den Ansprüchen des Marktes nicht genügt, wird zum Teil ja gar nicht erst geerntet. Und ja, ich denke schon, dass man da mit eindeutigeren gesetzlichen Vorgaben schon was machen könnte. Frankreich hat ja erst vor einem Weilchen einen Entwurf dazu durchgebracht.

Aber meiner Meinung nach gehört da nicht nur was bezüglich Gastronomie und Landwirtschaft geändert, auch am Mindesthaltbarkeitsdatum gehört was gemacht. Ist ja verdammt vielen nicht klar, dass MHD und Verbrauchsdatum nicht das gleiche sind: Link Dadurch landet auch deutlich zu viel Essen im Mist :-/

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