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Sagmeister Info
Features
Gastgarten, Schanigarten
Ambiente
Gemütlich
Preislage
Mittel
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VISA MC
Öffnungszeiten
Mo
11:00-14:30
17:30-22:00
Di
11:00-14:30
17:30-22:00
Mi
geschlossen
Do
11:00-14:30
17:30-22:00
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Sa
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Sagmeister

Schimmelgasse 11
1030 Wien (3. Bezirk - Landstraße)
Küche: Wiener Küche
Lokaltyp: Gasthaus, Gasthof
Tel: 01 7133199

6 Bewertungen für: Sagmeister

Rating Verteilung
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Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 2. April 2018
Experte
adn1966
106 Bewertungen
49 Kontakte
Tester-Level 25
2Speisen
2Ambiente
4Service
8 Fotos1 Check-In

adn1966 goes Beisl, die Siebenundfünfzigste.

Irgendwie schlagen hier ja zwei Herzen in meiner Brust, einerseits schätze ich die alten, originalen Wiener Gasthäuser als wichtigen, urigen und wertvollen Teil unserer Kultur und Geschichte, andererseits – was hab ich nicht schon alles an schlechter, einfallsloser Küche in ebenso einfallslosem Ambiente erlebt, wenn ich mich auf Beisltour begeben habe. Ich halte es hier mit meinem geschätzten Testerkollegen Meidlinger: es ist traurig zu sehen, wie viele dieser Beisln zusperren, dort wo ich mit ihm nicht mehr ganz einer Meinung bin: viele Beisln sterben aus, weil sie es verabsäumen, mit der Zeit zu gehen. Der alte Spruch „Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit“ darf hier strapaziert werden. Und nein, mit der Zeit gehen bedeutet nicht, ultramodern oder „hip“ zu sein, es bedeutet nur einzugestehen, dass sich die Bedürfnisse der Gäste ändern, dass sich auch die klassische Wiener Küche weiterentwickelt, dass Kreativität oder Pfiffigkeit, und sei’s nur die Bereitschaft, die Art, wie man einen Salat die letzten 50 Jahre serviert hat, zu überdenken, nichts Negatives sind, - au contraire.

Doch heute war’s nicht die Neugier auf Beisltour, die mich ins Sagmeister geführt hat, heute war es die Kombination aus Hunger und Müdigkeit. Um 04:30 aufgestanden, nach Köln und zurück geflogen, dann als Draufgabe noch nach Moldawien und wieder zurück, mit Turbulenzen, Seitenwind und scharf. Zu müde, um noch etwas zu kochen (zumal unsere Ladenschlussgesetze nach wie vor darauf fußen, am Ostermontag möchte niemand einkaufen), zu müde, um nach 11 Stunden Fliegerei noch ins Auto zu steigen, um ein Lokal zu besuchen, das am Ostermontag geöffnet hat. Also spuckt die „Maps“ Funktion einer prominenten Suchmaschine das „Sagmeister“ aus, einen Steinwurf von mir entfernt und, so man der Suchmaschine glauben mag, auch geöffnet. What shall’s, wie der anglophile Wiener sagt, irgendein Schnitzel werden sie dort wohl zusammenbringen. Also nichts wie hin in die Schimmelgasse.

Das Sagmeister ist tatsächlich offen und, von ein paar Stammgästen an der Bar einmal abgesehen, leer. Eine freundliche Dame (die Wirtin?) empfängt mich wirklich herzlich und reicht mir gleich die Speisekarte(n). Ja, Mehrzahl, es gibt auch eine Osterkarte. Auf Nachfrage, wie man es im Sagmeister mit dem Rauchen hält, werde ich in einen Extraraum geführt, der den Rauchern vorbehalten ist. Dort gibt’s eine große Tafel und einen 4er Tisch, den ich mir aussuche. Die Tafel wäre dann doch ein bisschen „too much“.

Das Beste vorab: der Service.

Die Dame ist freundlich, flott, bemüht und wird der Erwartungshaltung, die ich an ein Wiener Gasthaus stelle, gerecht. Charmant, nicht aufdringlich, effizient und doch Gemütlichkeit vermittelnd, das trifft’s wohl am besten.

Die „Osterkarte“ bietet nebst Bärlauchsuppe auch Osterschinken mit Bärlauchpüree, Boeuf Stroganoff (wollen wir das wirklich in einem Beisl probieren, zumal es als „Stroganoff mit Teigwaren“ ausgewiesen ist? – ich denke, nein), die klassische Karte bietet, nun ja, die klassische Beislküche, von Schnitzel über Cordon Bleu, gebackene Leber, Zander und Eiernockerl bis hin zum Gulasch. Soweit, so klassisch.

Ich entscheide mich für die Frittatensuppe, schließlich sagt eine Suppe schon einmal viel über die Küche und die Philosophie des Kochs aus, danach soll’s ein Schnitzel sein. Es gibt das Wiener (wobei ich angesichts des Preises leichte Zweifel habe, ob es vom Kalb ist), ein Surschnitzel und sogar eine Schnitzelpotpourri, also quasi verschiedene Schnitzel in verschiedener Panier. Eh lieb, aber das schaffe ich nach der Suppe garantiert nicht. Also soll’s das Surschnitzel mit Erdäpfelsalat sein, ist ja eine feine Sache, wenn fachmännisch zubereitet.

Die charmante Servicemitarbeiterin (oder Wirtin) kommt ins (zwar abgetrennte, aber unverschlossene) Raucherkammerl und fragt nach meinen Getränkewünschen. Auf die Frage, welch satisfaktionsfähigen Rotwein man im Sagmeister so kredenzt, meint sie, es gäbe „einen Cuvee“. Nun gut, ich denke „this is as good as it gets here“ und bestelle diesen. Auf Nachfrage, aus welchen Sorten diese Cuvee besteht, kommt leider nur ein „ist sehr gut“. Na dann, wir lassen uns überraschen.

Der Wein kommt in einer bauchigen Karaffe in Begleitung eines kleinen Mineral mit Kugerln. Auch die Flasche (mit Kronenkorken, jessas) gibt keinen Aufschluss auf die verwendeten Sorten, auf einem relativ puristischen Etikett steht „Zweigelt – Cuvee“. Das nenne ich Realsatire.

Zugegeben, der Zweigelt-Cuvee (bruhaha) ist jetzt nicht wirklich schlecht, schmeckt wie ein braver, sortenreiner Zweigelt, möglicherweise hat hier der Winzer (dessen Namen ich sofort vergessen/verdrängt habe) Spurenelemente anderer, übrig gebliebenen Weinsorten mit eingepflegt, man weiß es nicht so genau. Was immer den guten Mann/die gute Frau geritten hat, diesen Wein „Zweigelt Cuvee“ ohne weitere Erklärung zu taufen, verschließt sich mir.

Nach gefühlten 10 Sekunden kommt auch schon meine Suppe. Eine stattliche Portion, im Porzellan-Suppentopf, wird mir gereicht. Heiß, mit reichlich Frittaten, selbige meiner Einschätzung nach hausgemacht. Die Suppe ist kräftig, ich unterstelle ob des Salzgrades und Geschmacks, dass hier ein wenig mit Pulver „gepimpt“ wurde. Schade eigentlich. Ein Wirtshaus, Gasthaus oder Beisl sollte eine echte, kräftige Rindsuppe herstellen, wie damals Sonntags bei Muttern, oder so ist halt das Klischee. M*ggi/Kn*rr – Tuning ist ein Foul, das muss nicht sein.

Kurz nachdem ich die Suppe aufgegessen habe, kommt auch mein Surschnitzel. Zwei stattliche Schnitzel, in Begleitung einer doch recht ansehnlich großen Schüssel Erdäpfelsalat. Dieser ist klassisch Wienerisch angemacht, also etwas süßlich (mag ich jetzt nicht so), die Erdäpfel aber von guter Qualität. Ein bisschen rote Zwiebel, die ob der Quantität eher der Optik dienen, und gut ist’s. Etwas weniger Süße wäre hier ein Gewinn, ebenso etwas mehr Zeit bei der Herstellung. Peu a peu Rindsuppe zugeben, bis die Erdäpfel keine Flüssigkeit mehr aufnehmen, dann wird er so richtig „schlatzig“, wie ein Erdäpfelsalat nach meinem Dafürhalten sein muss. Dieser Salat wurde ein wenig zu schnell, zu lieblos zubereitet. Gut, aber es ginge noch besser.

Das „Low-light“ des Abends: das Surschnitzel. Bemüht, gut gemeint, aber leider, leider nicht wirklich gelungen. Passable Fleischqualität (eher auf der trockenen Seite), das Schnitzel aus der Fritteuse (man probiere einmal die klassische Pfanne, würde der Panier gut tun), ergo die Panier komplett vom Schnitzel losgelöst.

Ein Surschnitzel sollte salzig sein, rosa, mit diesem typischen „Surgeschmack“. Dieses Exemplar war off-white und nicht einmal im Ansatz salzig. Die Süße des Erdäpfelsalats gab dem Ganzen noch den Rest, nach jedem Bissen versuchte ich, durch Nachsalzen dem Surschnitzel zur gewünschten Salzhaltigkeit zu verhelfen, vergeblich. Schade, schade, schade. Ein Schnitzel, auch ein Surschnitzel , ist jetzt nicht „haute cuisine“, ein paar Dinge gilt es aber doch zu beachten. Gutes, gesurtes Fleisch, das dem Namen gerecht wird, in Butterschmalz in der Pfanne herausgebacken and Bob’s your uncle.

Ich fasse zusammen:

Service: top. Nett, ehrlich, bemüht, freundlich, tadellos.

Ambiente: wenn nicht in den 80ern, dann in den 90ern steckengeblieben. Helle Einbauschränke, Tische, Holzvertäfelungen, Halogenspots gepaart mit „modernen“ Lampen. Warum? Sollte ein Gasthaus nicht Geschichte vermitteln, altes Holz, alten, Wiener Stil? Oder, wenn man „the modern road“ gehen will, dann aber bitte auch mit der Zeit gehen, die 80er/90er sind mittlerweile vorbei.

Und ganz wichtig: es wundert mich nach meiner heutigen Erfahrung umso weniger, dass viele der „klassischen“ Wiener Wirten und Beisln zusperren, - Meidlinger, verzeih’ mir – es ist nicht die Globalisierung, die Jugend, die mangelnde Nachfrage, die Registrierkassen: ein Teil des Problems ist einfach die Weigerung dieser Wirtshäuser, auch nur annähernd mit der Zeit zu gehen oder ihre Karte zu hinterfragen, ein anderer Teil ist das Unvermögen einer modernen, den realen Kosten angepassten Produktkalkulation. Eine Riesenschüssel Erdäpfelsalat ist gut gemeint, braucht aber kein Mensch. Eine Portion Surschnitzel, die handwerklich dürftig umgesetzt ist, aber dafür durch zwei große Stücke Schnitzel vertreten ist, braucht auch kein Mensch. Ich bezweifle, dass die Produktkosten hier unter der magischen, fatalen Grenze von 30% des Verkaufspreises liegen, ich gehe eher davon aus, dass sich das niemand so genau durchgerechnet hat. War halt schon immer so, die Stammgäste wollen's so, am Ende bleibt halt nichts über, hollodero.

Just a thought: Was würde es denn kosten, die Suppe nicht mit Pulver zu pimpen, ein paar Karotten zu schneiden und in die Suppe zu geben? Was würde es denn mehr kosten, nur EIN Schnitzel pro Portion zu servieren, das aber von guter Qualität und erstklassigem Geschmack, in der Pfanne in Butterschmalz herausgebacken? Würden nicht mehr Leute kommen, wissend, dass es hier ein echt tolles Surschnitzel gibt, nicht zwei fade, blasse, trockene Stücke Fleisch, von denen sich die Panier schon beim Hinschauen löst?

Der Wein war skurril, aber durchaus ok, der Bauch ist voll, die 25 € (!) für Essen und Getränke mehr als wohlfeil. Hat mich das Sagmeister mit dem Gefühl zurückgelassen, wiederkommen zu wollen? Leider nein.

Und genau das ist doch schade.

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10 Kommentare|Zeige alle Kommentare

Ich kenne den Sagmeister jetzt einige Jahrzehnte und in den 80er/90ern bekam man hier tatsächlich gute Wirtshauskost. Leider lies es danach kontinuierlich ab und seit der Neuübernahme vor einigen Jahren kann man es leider nicht mehr empfehlen. Das Hauptaugenmerk liegt hier auf Quantität, das von adn erwähnte Potpourri beispielsweise ist eine Unmenge an Essen für den gebotenen Preis.......die Qualität lässt leider durch die Bank zu wünschen übrig. Als Beisl würde ich das Lokal gar nicht mehr bezeichnen, eigentlich hat man wohl versucht den Weg mehr Richtung Restaurant/gehobeneres Gasthaus einzuschlagen, daher auch die hellere Einrichtung etc........da ist man leider etwas gescheitert und hat jetzt einen Mischmasch und von keiner Seite was gescheites. Sehr schade muss man schon sagen, im Sommer sitzt es sich im Gastgarten nämlich auch ganz nett. Und für eine gesellige Kegelrunde ist es auch immer gut gewesen, ich weiß nicht was gegen die Kegelbahnen spricht.......wenn du oben im Gasthaus sitzt bekommt man die ja nicht einmal mit?! Ansonsten kann ich dajonny beipflichten, der Wagner ums Eck steht tatsächlich noch für bodenständige feine Küche und die Beislatmosphäre ist hier auch noch stimmig, leider schränken die Öffnungszeiten manchmal etwas ein.

5. April 2018 um 12:28|Antworten|Gefällt mir3

Ich war früher auch bowlen in der Brunswick im 2. Bezirk; aber nur immer beim Training - für mehr hat es nícht gereicht; Mann hatte Meisterschaft gespielt und die Frau eines Cousins von mir wurde sogar WM(erin). Eigene Bowling-Kugel - eigenes Loch gebohrt fingergerecht. Eigene Tasche und eigene Schuhe (nicht die verstunkenen geliehenen), das hatte schon was! Da kann man mir schon verzeihen, wenn ich die "Kegler" einfach etwas weniger mag. Mag sicher ein Vorurteil sein, aber beim Bowlen musst nüchtern sein, beim Kegeln (zusehen) war das für mich eher eine "Saufpartie". Entschuldigung, falls ich zu einigen nicht ganz gerecht bin.

3. April 2018 um 21:04|Antworten|Gefällt mir

Vielen Dank, laurent.

3. April 2018 um 15:42|Antworten|Gefällt mir
am 21. Oktober 2012
Turowski
2 Bewertungen
1 Kontakt
-Speisen
-Ambiente
1Service

Wollte am 21.10.2012 beim Sagmeister gegen 16 Uhr essen. Laut Internetseite ist von 11 bis 22 Uhr geöffnet. Ich bekam aber zu hören, dass die Küche erst wieder um 17.30 Uhr öffnet. Es wäre doch "TOLL" solche Zeiten auch auf der internetseite zu veröffentlichen?!

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am 15. August 2012
Maxlrain
2 Bewertungen
1 Kontakt
4Speisen
4Ambiente
5Service

Gutes Essen, sehr nette freundliche Bedienung, eine angenehme Atmosphäre, kleiner aber schöner Garten zum Draussensitzen

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am 9. April 2012
tanson
10 Bewertungen
1 Kontakt
Tester-Level 2
2Speisen
1Ambiente
0Service

Ich habe leider keine Gute Erfahrung gemacht da die Reservierung für knapp 15Personen inkl. Kegelbahn vergessen wurde und die Notlösung war dann ein Raucherbereich ( wir Nichtraucher ) . Kegelbahn wurde falsch abgerechnet und daher entstanden Diskussionen genauso wie bei den Speisen und Service . Mich sieht dieses Lokal nicht mehr Sorry .

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am 9. April 2012
Berko
1 Bewertung
1 Kontakt
5Speisen
5Ambiente
5Service

Super Ripperln ,Große Portionen, schmeckt sehr Lecker, Stiegl und Murauer Bier vom Fass, Edelbrände,
Gemütliche Kegelbahn

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am 22. November 2009
moni1958
4 Bewertungen
1 Kontakt
Tester-Level 1
5Speisen
5Ambiente
5Service

große portionen freundliche bedienung saubere küche

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