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So, 29. Mai 2022
In der Umgebung

Restaurant Bauer

1 Bewertung
Sonnenfelsgasse 17, 1010 Wien
Küche: Internationale Küche, Österreichische Küche
Lokaltyp: Restaurant
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Zweierlei vom Lamm, ein Traum! - Restaurant Bauer - Wien"Unser" Zwiebelrostbraten..... - Restaurant Bauer - WienFasanravioli, auch sehr gut..... - Restaurant Bauer - Wien
Skrei, besser bekannt als Kabeljau, grandios! - Restaurant Bauer - WienGanslleber, spitze! - Restaurant Bauer - WienCarpaccio vom Angusrind mit Senfsauce, ein Traum! - Restaurant Bauer - Wien25 Fotos

Bewertungen (1)

Gesamtwertung

43
1 Bewertung
Speisen
40
Ambiente
40
Service
50
am 12. Jänner 2018
Stammersdorfer
Experte
389
31
SpeisenAmbienteService
Seit 29 Jahren gibt es das RESTAURANT WALTER BAUER im Ersten heuer bereits, also fast schon eine Institution. Der Namensgeber ist übrigens nach wie vor auch der Betreiber. Bekocht wird es seit 2011 von Michael Feierabend. Ausgezeichnet ist es/er mit "Kopfbedeckungen“ „Esswerkzeugen“ und „Himmel... MehrSeit 29 Jahren gibt es das RESTAURANT WALTER BAUER im Ersten heuer bereits, also fast schon eine Institution. Der Namensgeber ist übrigens nach wie vor auch der Betreiber. Bekocht wird es seit 2011 von Michael Feierabend. Ausgezeichnet ist es/er mit "Kopfbedeckungen“ „Esswerkzeugen“ und
„Himmelskörpern“ Also warum nicht hin, hatten wir doch etwas zu feiern.

Die telefonische Reservierung für den 9.1.18 erst einen Tag zuvor, da bis incl. 7.1. wegen Weihnachtsurlaub geschlossen war. Der Gesprächspartner auf der anderen Seite klang schon einmal überaus nett, der Chef selber hebt ab, wie wir bei unserem Besuch an diesem Dienstagabend mitbekamen.

Die Anreise zu Fuß vom 8ten kommend, in die Sonnenfelsgasse 17, Ecke Schönlaterngasse. Die U-Bahn-Stationen Stephansplatz, Stubentor und Schwedenplatz sind allesamt nicht sehr weit weg, am nächsten kommt man dem Lokal aber mit dem Bus 3A, Station Riemergasse.

Das Lokal ist in einem Altbau untergebracht, ein Gewölbelokal triffts wahrscheinlich am besten, mit beruhigenden Farben und perfekter Akustik, also man kann sich sehr gut unterhalten und braucht sich nicht anschreien. Wenn man rein kommt ist links die lange Bar/Schank, rechts und nach hinten wird gesessen und das in ausreichendem Abstand zum Nachbarn und mitten im Raum eine massive Säule, die irgendwie auch abtrennt. Es finden kaum 30 Gäste Platz, 17 davon waren da. Alles macht einen sehr gepflegten und sauberen Eindruck und die Lederbänke auf den wir saßen waren richtig gemütlich. Die Tische schön in weiß eingedeckt, man bekommt zu jedem Gang das den Speisen entsprechende Werkzeug und die Glaskultur passt auch. Wir beide haben uns auf Anhieb wohl gefühlt, auch wenn manche vielleicht sagen, die Räumlichkeiten brauchen eine Auffrischung. Damit haben sie wahrscheinlich auch recht.

So sollte Service sein! Sie und er machen einfach alles richtig. Der Chef hilft mit und er ist sich auch nicht zu schade Gläser zu wischen, wenn sie aus dem Spühli kommen. Hier lebt/liebt einer die Gastronomie! Auch untereinander verstehen sie sich, es wird gelächelt und auch ein wenig gescherzt, aber immer mit Blick auf den Gast und das sehr unauffällig. Wie gesagt so stellen wir beiden uns perfektes Service vor!

Zur „photolosen“ Kulinarik ist zu sagen, die Bilder sind dermal nur in unseren Köpfen, das alles sehr schön anzuschauen war, kreativ, aber nicht mit irgendwelchem zu überflüssigem Firlefanz überladen.

Das Gedeck bestand aus Brot hell und dunkel, frisch, köstlich, dazu gesalzene Butter. Sie kam unaufgefordert nach, aber so unauffällig, dass wir beide es nicht einmal mitbekommen haben, quasi untergeschoben. :-)

Der Gruß aus der Küche war traditionell ein kleines Stück Leberkäse, etwa 2 Bissen, mit pikantem Zwiebelsenf. Himmlisch, wir lieben Leberkäs!

Die liebe Frau entschied sich für Vor- und Hauptspeise, ich mich für das 4 Gang Menü. (Aber kosten darf ich schon, meinte sie)

Sie hatte ein ganz dünn geschnittenes Carpaccio vom Angusrind, mit Senfsauce die von der Kellnerin erst am Tisch drüber geleert wurde. Es hatte einen wunderbaren Eigengeschmack und war sehr zart. (Auch ich durfte natürlich kosten)
Die Hauptspeise waren zwei Stück Lamm am Knochen, perfekt gebraten, in der Mitte noch rosa, mit Fettrand, einfach himmlisch, mehr fällt mir dazu nicht ein. Am Teller weiters kleine Artischocken, Chorizo (die spanische Wurst) in Scheiben geschnitten und knusprig gebraten, sowie ein kleiner Langos.

Mein Gang eins war eine cremige Ganslleber mit Pomelo und Earl Grey. Die Leber geschmacksintensiv und wirklich sehr cremig, drüber war so eine Art Gerüst aus Zuckerguss, mit etwas Grünfutter eingeflochten. Hat alles sehr gut harmoniert und war wunderschön anzuschauen.
Der Zweite, ein sehr feines Kalbsbries, mit gschmackigem Saftl und einer der Länge nach aufgeschnitten Schwarzwurzel. Die allerdings etwas bitter, da nicht geschält und Tamarillo. (Baumparadeiser)
Als dritten Gang hatte ich Petersfisch mit knusprig gebratener Haut. Ein sehr fester, weißer Fisch, der auch geschmacklich überzeugt hat. Dazu Kürbis, Erbsen und Risotto, eines vom Feinsten.
Der Letzte und auch absoluter Höhepunkt war ein zart rosa gebratenes Reh, mit Chicoree, Datteln und sehr (zu) kleinem Briocheknödel. Das Fleisch etwas mürb und so weich, dass man es fast mit der Zunge zerdrücken konnte. Einfach nur grandios, besser geht es nicht!

Gibt es auch als 3 Gang Menü, dann ohne Kalbsbries.

Ganz allgemein sei erwähnt, jene welche die sehr gerne Beilagen essen, und da kenn ich in meinem Freundeskreis einige, die sind hier eher benachteiligt. Aber mia is wuascht. :-)

Wir wurden von der Küche auch wieder verabschiedet und zwar mit 4 kleinen „Süßigkeiten“. Was von der Haselnuss, was helles cremiges und zweimal was Schokoladiges. Gelungen!

Nun noch ein kleiner Ausflug zu den Getränken des Abends und hier sind für uns auch die einzigen kleinen Schwächen zu finden.
Den Start machten 2 Glas eines perfekten Prosecco, nur besser gekühlt hätten wir ihn uns gewünscht. Das selbe stellten wir auch bei den beiden Fluchtachterln fest, etwas zu warm.
Zum Essen tranken wir einen 2015er Sauvignon Blanc, vom Gross, aus Ratsch an der Weinstraße in der Südsteiermark. Wieder ein ganz typischer für die Region, stachelbeerig, grasig, so wie wir sie lieben. Danach hatten wir noch zwei Achtel Weißburgunder vom Sattlerhof, auch der richtig gut, sehr fruchtig, den wählten wir in Ermangelung eines offenen Roten der uns zugesagt hätte. Es gab zwar drei zur Auswahl, aber allesamt nicht unseres.
Der Espresso von Hausbrandt war sehr gut, stark, schöne Creme, kaum bitter, aber der muss für mich heißer sein.
Den Abschluss machte ein Williams vom Rochelt, seine rote Williams war leider aus, in seinem Original Glas serviert. Die rote Williams probierten wir dann vom Reisetbauer, auch der hat seine eigenen Gläser. Zwei ganz feine Schnapsln, man glaubt in eine Birne zu beißen.
Zu jeder Zeit gab es auf unseren Wunsch Leitungswasser, das natürlich nicht verrechnet wurde, ja und selbst das wurde nachgeschenkt.

Die Moral von der Geschicht, Speisen top, auch von der Größe der Portionen, einziger Schwachpunkt waren aus unser Sicht die Temperaturen der Getränke, Hier hätte ich sehr gerne wieder 4,5 vergeben. Das gediegene Ambiente gefällt und am Service gab es absolut nichts, aber schon gar nichts auszusetzen. Mit Kreditkarte bezahlte 225 Euro samt Trinkgeld wollte man von uns. Sehr gerne!

Sicher ein Lokal wo man nicht jeden Tag hingeht, aber perfekt, wenn man etwas zu feiern hat.

Was sonst noch auffiel: Homepage? nein die gibt es nicht. Die sehr umfangreiche Weinkarte kommt fast an die vom Floh in Langenlebarn heran und ja, hier gibt es 0,75 Liter Flascherln die vierstellig kosten.
Selbst ein namhafter 3 Mützenkoch war da und ließ sich verwöhnen, wir waren allerdings etwas verwundert ihn hier anzutreffen, hatten doch seine beiden Lokale in der Dominikanerbastei heute geöffnet.....

Es gibt eigentlich nur einen wirklich gravierenden Fehler den das RESTAURANT WALTER BAUER hat, der Chef dürfte Fan des grün weißen Erzrivalen sein, hängt doch eine entsprechende Fahne in der Nähe der Toiletten (die gehört e dahin, denken sich jetzt sicher einige) und zur Unterfertigung des Visa Beleges bekommt man einen Kugelschreiber in den Vereinsfarben. Und das wo uns das Lokal doch gerade richtig sympathisch wurde. :-))
Zweierlei vom Lamm, ein Traum! - Restaurant Bauer - Wien"Unser" Zwiebelrostbraten..... - Restaurant Bauer - WienFasanravioli, auch sehr gut..... - Restaurant Bauer - Wien
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Sonnenfelsgasse 17, 1010 Wien
1. Bezirk - Innere Stadt

Details

Kreditkarten: Gängige Karten
Öffnungszeiten: Keine Info
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