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Buchecker & Sohn Info
Ambiente
Gemütlich
Preislage
Mittel
Kreditkarten
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Eröffnungsjahr
2019
Öffnungszeiten
Mo
10:30-00:00
Di
10:30-00:00
Mi
10:30-00:00
Do
10:30-00:00
Fr
10:30-00:00
Sa
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Buchecker & Sohn

Gußhausstraße 23
1040 Wien (4. Bezirk - Wieden)
Küche: Wiener Küche, Österreichisch
Lokaltyp: Gasthaus, Gasthof, Restaurant
Tel: 019295674

3 Bewertungen für: Buchecker & Sohn

Rating Verteilung
Speisen
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Ambiente
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Service
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Bewertungsschlüssel
Rating Details
Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 14. Juni 2019
Experte
Stammersdorfer
363 Bewertungen
32 Kontakte
Tester-Level 28
4Speisen
3Ambiente
2Service
13 Fotos2 Check-Ins
Gelistet in: INNEREIEN

Seit einigen Monaten gibt es im Vierten ein neues Lokal, das viele Innereien Gerichte auf der Karte hat. Seit den ersten Tagen ist es natürlich auf meinem Radar und was ist da naheliegender, als das der Innereienfan Stammersdorfer, nun (endlich) dem Alt-Wiener Gasthaus BUCHECKER & SOHN einen Besuch abstattet.

Etwa 10 Tage vorher telefonisch einen Tisch für Dienstag den 11.6.2019 um 18:30 reserviert und Jubel, die Lieblingsschwägerin ist auch mit dabei. Dienstag deswegen, weil da wird immer geschlachtet und es gibt noch zusätzliche Schmankerln.

Beim Rathausplatz rein in den D Wagen, bis Station Gußhausstraße gefahren und von das zu Fuß bis zum Haus Nummer 23 geschlendert.

Rein mit Schwung, wir werden recht freundlich von Herrn Buchecker begrüßt und von ihm dann auch, an der mächtigen Schank vorbei, zu unserem Tisch gebracht. Wie sich herausstellen sollte, ist unser Vierertisch da, wo es mit Abstand am besten klimatisiert ist.

Es gibt hier die Möglichkeit am Gehsteig im freien zu sitzen, nein danke. Gleich wenn man rein kommt ist links ein kleiner Raum für etwa 15 Gäste. Der sehr stickig, wie mir eine vorbeieilende Dame berichtete. Dann im Schankraum der Stammtisch, für zumindest 8, wenn man es kuschelig haben will, auch 12 Gäste, sowie einige Hochsessel an der Bar. Dann der Raum wo wir waren, einer mit Steinboden, dunklen Holztischen, samt den dazu passenden Sesseln mit Armlehnen und es gibt noch ein kleinen, an den „Häusln“ vorbei, ganz hinten.

Der Gefälligste ist für mich sicher der mit der schönen, und wahrscheinlich auch recht alten Schank und dem abgelatschten fischgrät Holzboden. Die anderen ja auch recht nett, aber nicht so ganz meines. Heißt aber nicht, dass man sich in dem sauberen und gepflegten Ambiente nicht wohl fühlt.

Das Service ist sicher der Schwachpunkt des Lokals, aber es wird häufig Personal gesucht, wie man im Samstag Kurier lesen kann.
Zwei Damen kellnerieren und eine Schanklerin gibt’s, die auch hin und wieder was zum Tisch bringt. Dazu der Chef, & Sohn schupft mit einigen Helferleins die Küche.
Bei den dreien hatte man den Eindruck sie müssen hier arbeiten. Immer irgendwie hektisch, nicht sonderlich freundlich, aber auch nicht unfreundlich. Aufmerksam geht auch besser, einmal wird Wein nachgeschenkt, dann wieder nicht, einmal geht das Bringen und Abservieren flott, dann stehen die Teller wieder ewig am Tisch. Hin und wieder wird nachgefragt, aber zu selten wie ich finde und das leere Flascherl hat auch niemand bemerkt. Auf die Frage nach Kaffee und Nachspeise warten wir noch immer. Was für mich gar nicht geht, ist das eher ungepflegte Erscheinungsbild der drei, sorry!
Die Aufgaben des Chefs? Ja was eigentlich? Small Talk, sporadisch was servieren und mit verschiedenen Gästen anstoßen und er hat uns alle drei mit Handschlag verabschiedet.

Sehr stark dafür die Küche von & Sohn, das auch der Grund warum ich bald wieder einmal hinschauen werde.

Wir hatten zu Beginn ein kleines Beef Tatar vom Almochsen, also meine Frau, wir durften kosten, sowie zweimal die Ochsenmarkscheiben mit Schwarzbrot getoastet, Knoblauchzehen und nichtssagendem Kren. Das Tatar, sie hat sich für die schärfere Variante entschieden, war großartig. Jemand der aber wirklich gerne scharf isst, hat damit sicher keine Freude, für uns war es perfekt in jeder Hinsicht. Es war ziemlich sicher doppelt faschiert und herrlich gewürzt, einzig die Optik gefiel mir nicht sonderlich, es schaute aus wie ein lieblos hingeklatschter Knödel. Dazu gab es vier halbe Scheiben Toastbrot, roten Zwiebel in ausreichender Menge und eine Butterkugel mit Schnittlauch umhüllt.
Das Ochsenmark kommt in einem Glasschüsserl und ist die perfekt Menge für die vier halben getoasteten Schwarzbrotscheiben. Ich persönlich esse es indem ich mir etwas vom Mark, für einen Bissen, aufs Brot geben, drüber etwas Salz und dazu eine halbe Knoblauchzehe, wobei die nicht sonderlich groß waren. Kren benötige ich nicht. Muss man wollen, ist natürlich recht fett, die Schwester meiner Frau und ich lieben es.

Weiter ging es mit einem Fledermausschnitzel für die Liebste, die Schwägerin hatten einen Kalbskopf, und ich Bries vom Milchkalb. Alle drei Speisen waren gebacken und dazu gibt es jeweils Erdäpfel- Vogerlsalat, der leider, für meine Begriffe, recht säuerlich mariniert war. Über allen drei Speisen war viel frittierte Petersilie, darauf dürfte Buchecker Junior stehen.

Die Fledermaus, das wahrscheinliche beste Stück vom Schwein steht auf der HP, war perfekt. Sehr weich, die Panier schön knusprig, für meine Begriffe vielleicht eine Spur zu dunkel und in Schweineschmalz herausgebacken. Ein super Stück Fleisch, das wir, also sie, da am Teller hatte.
Den Kalbskopf konnte ich kosten und der hat nicht nur mich begeistert. Was auffiel, er war viel fester als ich ihn schon hatte, oftmals ist beim Schneiden schon alles zerfallen. Super gewürzt die zwei Stück und da die Panier schön goldgelb und knusprig. Dazu gibt’s Sauce Tatar von anständiger Qualität, übrigens auch bei meinem Bries dabei.
Da war die Panier auch perfekt, wobei ich es aber schon „cremiger“ hatte, etwas überspitzt ausgedrückt, irgendwie fein bröslig. G’schmeckt hat es mir trotzdem sehr!

Auch flüssig haben wir uns ernährt und zwar zu Beginn mit drei vorzüglichen Prosecci. Weiter ging es mit einem GV Weinviertel DAC 2018, vom Weingut Redl, aus 2073 Schrattenthal, im Bezirk Hollabrunn. Fruchtig, leicht, wenig Säure, wenig Geruch in der Nase und sehr angenehm zu trinken. Den Abschluss machte ein Grüner Veltliner vom Weingut Buchegger, die „Holzgasse“ ebenfalls 2018. Der Winzer ist in 3552 Droß, im Bezirk Krems-Land zu finden. Sehr ähnlich dem Ersten, ein wenig kräftiger vielleicht, auch was die Farbe betrifft, dazu gab es automatisch Leitungswasser.
Der Espresso danach kann was, er war sehr stark, nicht bitter und er kommt mit einem kleinen Glas Wiener Hochquelle daher.

Das Resümee der Gschicht, richtig gut gegessen, dass Ambiente ist Oke, das Service leider schwach. 150 Euro mit Maut wollte man von uns, die haben ich mit Plastik bezahlte. Für diese Art der Bezahlung muss man mit der rescheren der beiden Kellnerin zur Kassa. Nix mit ich komm mit dem Gerät zum Tisch. Naja.

Aber wie gesagt das Gasthaus BUCHECKER & SOHN wir mich aufgrund der vielen Innereien Gerichte sicher wiedersehen. Wer nicht auf sowas steht, die Karte bietet auch viel „normales“.

PS: Ganz voll war die Hütte gestern Abend nicht, also auch für meine Freunde die Glücksritter hätte sich eine Chance ergeben, ja und die Karawanen der ersten Wochen dürften bereits weitergezogen sein.

Und dann war da noch eine andere Geschichte und zwar die vom 17.5.2019.

Nachdem ich nun schon den dritten Tag Strohwitwer war und die Liebste Gattin e nicht so auf Innereien steht, habe ich dem Lokal spontan schon einmal einen Besuch abgestattet. Arbeit aus, Futter fassen. :-)

Anmerkung der „Redaktion“ an dem Standort hat bis vor geraumer Zeit Meister Petz gekocht, also nicht der von der Betthupferl Sendung, aus grauer Vorzeit, sondern der Haubenkoch Christian.

Damals bin ich von Nußdorf kommend, ebenfalls mit dem D Wagen hingefahren. Also quasi Wien Sightseeing. Reserviert hatte ich dazumal nicht, was um 15:30 aber auch nicht notwendig war.

Beim Erstbesuch hatte ich 2 kleine Staro und einen top Espresso von alt Wien Kaffee. Das Essen damals auch schon das Knochenmark vom Ochsen und als Hauptspeise eine super Kalbsleber gebacken. Den frittierten Petersil gabs da auch schon drüber, ebenso wie den Erdäpfel Vogerl. Der hat mir da viel besser geschmeckt, weil eher süßlich mariniert. Beim Zweitbesuch am 11.6. hat den höchst wahrscheinlich jemand anderer gemacht, er war deutlich säuerlicher.

Im Service war seinerzeit Buchecker Senior, dazu die Freundin vom Sohn und zwei Hilfskräfte, eine servierte, bzw. wurde gerade eingeschult, sowie ein Schankler. Ja & Sohn kochte damals ganz für mich alleine.
Da durfte ich am Stammtisch, mit Blick zur Schank sitzen. Am anderen Eck für einige Zeit der Junior, er schrieb am Laptop, an der Speisekarte und fluchte immer wieder vor sich her UND Papa gab gute Tipps. Herrlich, Kabarett quasi umsonst. :-))

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mit dem service hatten wir ähnliche erfahrungen ...

14. Juni 2019 um 15:39|Gefällt mir|Antworten
Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 28. März 2019
Menue1
22 Bewertungen
5 Kontakte
Tester-Level 11
4Speisen
3Ambiente
3Service

Da ist mir hbg338 mit seinem Bericht vom Buchecker & Sohn nun zuvor gekommen, aber das macht nichts. Ich fand es recht spannend, einen zeitnahen Eindruck eines anderen Gastes zu lesen und mit meinen Eindrücken "abzugleichen".

Ich hatte telefonisch reserviert und, da ich des öfteren im Vorgängerlokal in der Leibenfrostgasse war, nach einem Raucherplatz gefragt. Mir wurde mitgeteilt, dass das Lokal nun rauchfrei geführt wird. An der Eingangstüre selbst, stellt das bekannte Piktogramm aber noch beide Möglichkeiten zur Auswahl (dürfte noch vom Vorgänger stammen).

Die Lokaleindrücke, Ausstattung u.Ä. hat hbg338 detailliert beschrieben, nur dass ich den großen Raum zwar als hell, aber doch kahl empfand. Der seltsame Hochtisch mit Blumenschmuck in der Raummitte hat mich eher irritiert, weil er stilistisch so gar nicht dazupassen wollte - mein Geschmack ist es nicht. Auch war die "Betischung" in besagtem Raum seltsam. Die vielen 2er Plätze folgten keiner guten Raumaufteilung und so mussten die beiden Damen aus dem Service immer irgendwie um die Gäste und den Dekotisch herumtänzeln und machten meiner Beobachtung nach, zu viele Leermeter, was angesichts der Auslastung als Nachteil empfunden werden konnte. Ich wäre gern im vorderen Bereich, entweder im Schankraum oder in dem kleinen Raum links vom Eingang gesessen, das sah gemütlicher aus.

Nun zum Wichtigsten, dem Essen - alles davor gesagte ist verzeihlich.
Die Karte ist in beiderlei Hinsicht (inhaltlich und "haptisch") groß. Es gibt viel Gebackenes aber auch Speisen die ich noch nie außerhalb der eigenen Küche wo bekommen konnte. Meine Vorspeisenwahl fiel auf die Markscheiben mit getostetem Schwarzbrot, Knoblauch und Kren und im Hauptgang auf das in Senf und Kren marinierte gekochte und danach panierte Beinfleisch mit Sauce Tartar und Erdäpfel-Vogersalat. Der Spruch "Man kann alles panieren" trifft hier völlig zu.

Die Markscheiben kommen rasch und sind optisch keine Augenweide, aber das liegt einfach an der Konsistenz (braun-grauer Schwabbel) und lässt sich auch durch keinen Küchendekotrick verbessern. Macht aber gar nichts, schmecken muss es. Vier halbe Scheiben gebähtes Schwarzbrot, ein paar Knoblauchhälften zum Abreiben desselben und eine anständige Portion Kren lassen diese Vorspeise an Omas Küche zurückdenken. Dort gab es aber nie genug Mark für alle. Hier ist es fast zu viel, denn eine leichte Angelegenheit ist das bei Gott nicht.

Die Wartezeit bis zur Hauptspeise beträgt einen Tick zu lange und was auffällt, es kommen auch bei den anderen Gästen keine Speisen an - da dürfte die Küche wohl etwas "geschwommen sein". Mich wundert das, denn der Buchecker ist ein Profi und das andere Lokal war gefühlt auch nicht viel kleiner. Dazu kommt, dass die Kellnerinnen keine fixe Station haben, jede nimmt alle Gästewünsche auf und auch der Chef mischt im Service mit. Das führt dazu, dass ich ein weiteres Seidel bestellte und nicht bekam, weil die Weitergabe nicht funktionierte.

Die Überbrückung zu Hauptspeise ist gelungen und was ich orderte war auch für mich eine Prämiere, "Panierter Tafelspitz" quasi zwei Speisen in einer. Die Portionsgröße war, verglichen mit den Schnitzerln die ich an anderen Tischen sah, bescheiden. Die beiden Scheiben waren mit einer lockeren Panier umhüllt, die an der einen oder anderen Stelle aufgebrochen war, vermutlich weil das Fleisch doch etwas feuchter ist. Dazu eine anständige Portion Sauce Tartar und eine kleine Portion Salat.
Ich kann nur sagen, mir hat's geschmeckt - ein lustiges Kaugefühl, weil weich und knusprig zugleich. Das Hirn erwartet ein Schnitzel, bekommt aber gekochtes Rindfleisch. Und - mehr hätte es auch nicht sein dürfen, denn das ganze ist ein ziemlich mächtiges Gericht, das die Konsumation einer Böhmischen Abschlusspalatschinke in weite Ferne rücken ließ. Noch mehr Fett ging nicht. Ein Nachsatz zum Salat sei noch erlaubt. Mir war der Erdäpfelsalat eine Spur zu süß.

Mein Fazit also. Das Essen, super, weil es Speisen gibt, die ich nirgendwo auf einer Karte sah. Das Service an diesem Abend soso-lala. Preis Leistung aber sehr gut, die Hauptspeise lag bei knapp 15 Euro.

Ich hatte mich nach dem Verlassen des Lokals übrigens dazu entschlossen, die Hälfte des Heimwegs zu Fuß zu gehen und es hat mir sehr gut getan.

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4 Kommentare|Zeige alle Kommentare

Das klingt total interessant, noch nie habe ich paniertes Beinfleisch gegessen! Wird probiert.

28. März 2019 um 18:57|Gefällt mir|Antworten

Hier werd ich wohl erst hingehen, wenn die "JuhuuNeuesLokal-Karawane" weitergezogen ist.

28. März 2019 um 12:15|Gefällt mir|Antworten

es war das Beinfleisch - ich hatte es in meinem Beitrag oben auch als solches bezeichnet. Der "panierten Tafelspitz" war als Anspielung auf das Doppelgericht gedacht. Die online-Karte dürfte ziemlich vollständig sein, auch hatte unsere Kellnerin keine weiteren Gerichte außerhalb der Karte genannt.

28. März 2019 um 11:21|Gefällt mir1|Antworten
Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 27. März 2019
Experte
hbg338
516 Bewertungen
60 Kontakte
Tester-Level 29
4Speisen
4Ambiente
3Service
16 Fotos1 Check-In

Das Gasthaus Buchecker & Sohn ist seit Anfang März im ehemaligen Gasthaus von Christian Petz eröffnet worden. Die Anfahrt erfolgt mit der U1 bis zur Haltestelle Taubstummengasse und danach die Favoritenstraße stadteinwärts und rechts in die Gußhausstraße. Oder mit der Straßenbahnlinie D bis zur Station Gußhausstraße und danach die Gußhausstraße bis zum Lokal. Parkplätze sind im Nahbereich des Lokals trotz Parkpickerl Mangelware.

Über zwei Stufen gelangt man in das Lokal. Hier ist, entgegen anderslautenden Meldungen Nichtrauchen angesagt. In einem kleinen Bereich, einem Salettl, welches ich aber nicht entdeckt habe, wo kein Speisenbereich ist darf geraucht werden. Essen und dann gleich die Zigarette danach geht nicht. Rechts vom Eingang ist der Schankbereich, links vom Eingang ist ein kleiner Raum mit drei kleineren Tischen. Geradeaus geht es in den Speiseraum, wo es weiter zu den Toiletten und noch in einen weiteren kleineren Extraraum geht. Der Schankraum mit altem Parkettboden. Die anderen Räume gefliest. Der Speisenraum hell und freundlich obwohl keine Fenster sind. Einige Bilder und Deko an den geweißten Wänden. Nett gestaltet. Der kleinere Raum nach den Toilettenzugang etwas nüchtern. Die eine Wand mit einem Großen Spiegel bestückt, was den Raum größer erscheinen lässt. Im Schankraum gibt es zwei kleine Hochtische an der Wand. Ein großer alter Tisch in der Raumecke ist als Stammtisch deklariert, hier wird mir ein Platz von einer der beiden weiblichen Servicekräften zugewiesen. Drei männliche Gäste sitzen schon hier. Der Tisch bietet aber genügen Platz für noch ein paar Gäste.

Nach einer etwas ungewöhnlich langen Wartezeit werde ich nach meinem Getränkewunsch gefragt. Dies obwohl ich noch keine Karte hatte. Also wird mein Standardgetränk, wenn ich keine Alternative habe gewählt. Der große gespritzte Apfelsaft mit Sodawasser (€ 3,90). Auch verlange ich nach der Speisekarte, welche sofort gebracht wird. Dadurch das ich mich schon online schlau gemacht habe dauert meine Wahl nicht lange. Eine Leberknödelsuppe klein (€ 2,90) Klein bedeutet mit einem Knödel. Bei der großen Variante gibt es zwei Knödel. Danach wählte ich das Beef Tatar klein in der Vorspeisenvariante (€ 6,50), und als Hauptspeise das gebackene Fledermausschnitzel (€ 13,90).

Der rasch servierte gespritzte Apfelsaft war eine leichte Enttäuschung. Ich hätte mir schon ein qualitativ höherwertiges Produkt erwartet, als einen Pagoapfelsaft. Naturtrüb währe nicht schlecht gewesen. Die Suppe wurde nach einer längeren Wartezeit serviert. In einer moderneren Suppenschüssel wurde eine ausgezeichnete Rindsuppe welche reichlich mit Gemüse verfeinert war serviert. Der Knödel mittelgroß, perfekter Härtegrad und feiner püriert. Die Suppe erfüllte meinen doch recht hohen Erwartungen.

Das Beef Tatar wurde auf einem rechteckigen länglichen Porzellan Tablet serviert. Drei halbe Stück Toastbrot, nicht zu dunkel getoastet, reichlich frisch geschnittener Zwiebel und eine in Schnittlauch gewälzte Butterportion. Die Portionsgröße des Beef Tatar war ideal als Vorspeise. Geschmacklich ausgezeichnet. Sehr gut gewürzt und fein gehackt, ohne jedoch matschig zu sein. Die Butter mit perfekter Konsistenz. Tadellos streichfähig. So bekommt man sie selten serviert. Die Idee mit dem Schnittlauch fand ich persönlich sehr gut und auch das Geschmackserlebnis wurde dadurch gesteigert. Auch das Beef Tatar konnte mich restlos überzeugen.

Die Wartezeit auf meine Hauptspeise verkürzte ich mit einem Besuch der Toiletten. Diese nicht sehr groß. Für Rollstuhlfahrer, die den Eingang mit einiger Hilfe überwunden haben, ist allerding hier Endstation. Zu Eng hier. Der Toilettenbereich sehr gepflegt und sauber.

Zurück am Tisch verabschiedeten sich meine drei Tischnachbarn, und ich musste noch kurze Zeit auf mein Fledermausschnitzel warten. Serviert wurde in einer Glasschüssel der Erdäpfel-Vogerlsalat. Verfeinert mit rotem Zwiebel und sehr gut abgeschmeckt. Die Erdäpfel nicht zu dünn geschnitten. Der Vogerlsalat knackig. Auf einem Porzellanteller wurde zwei mittelgroße Stück Fleisch serviert. Garniert mit frittierter Petersilie. Dazu gab es ein große Stück Zitrone. Die Menge vom Saft reichte problemlos für die beiden Fleischstücke. Das Fleisch hervorragend. Nicht zu dünn geschnitten. Saftig wie es sich für das Stück Fleisch welches Fledermaus (Link) genannt wird, gehört. Die Panier hervorragend. Leicht souffliert und sehr geschmackvoll wie es nun einmal ist, wenn man es in der Pfanne und nicht in der Fritteuse bäckt. Das Hautgericht so wie die beiden anderen tadellos.

Zum Abschluss bestellte ich noch einen Großen Braunen (€ 4,10). Dieser von der Rösterei Alt-Wien. Einer Rösterei aus dem vierten Wiener Bezirk. Der Kaffee wurde mit einem Glas Wasser, einer kleinen Kanne Milch und einem Mini-Mars serviert. Geschmacklich sehr gut der Kaffee.

Das Service hinkt der Küchenleistung hinten nach. Der Beginn mit der fehlenden Speisekarte, etwas holprig, das Leergeschirr blieb länger am Tisch stehen. Nachgefragt ob es geschmeckt hat wurde auch nicht. Auch ob es eine Nachspeise sein darf wurde nicht gefragt. Der Bezahlvorgang erfolgte rasch mit Nachfrage ob Bar oder mit Karte bezahlt werden will. MwSt. Rechnung wurde ausgefolgt.

Mein Fazit – Ein optisch sehr nettes Lokal mit tadelloser Küche. Hoffentlich spielt sich das Service noch etwas besser ein. Ist ja erst drei Wochen seit der Eröffnung her, sodass man noch einige Anfangsschwächen ausmerzen kann. Auch soll, wie einer der drei Herren am Stammtisch erwähnte, ein Gastgarten kommen. Ob allerdings dieser, wenn er vor dem Lokal in der Gußhausstraße liegt ein Highlight sein wird, wage ich zu bezweifeln. Kulinarisch wurde hier alles richtig gemacht. Sehr gute Küchenleistung.

Was meinst du zu dieser Bewertung?
Hilfreich?Ja12Gefällt mir10Lesenswert8
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Zitronensaft

27. März 2019 um 20:20|Gefällt mir|Antworten

Was meinst du mit dem Saft für beide Fleischstücke?

27. März 2019 um 20:18|Gefällt mir|Antworten
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