Speisen
Ambiente
Service
40
39
43
Gesamtrating
41
4 Bewertungen
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El Gaucho Info
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RESTOmeter Trend
Popularitätsrang
Österreich
Rang: 25
|
1906
Wien
Rang: 17
Features
Frühstück
Ambiente
Trendy
Stylish
Preislage
Gehoben
Kreditkarten
Gängige Karten
Eröffnungsjahr
2017
Öffnungszeiten
Mo
09:00-02:00
Di
09:00-02:00
Mi
09:00-02:00
Do
09:00-02:00
Fr
09:00-02:00
Sa
09:00-02:00
So
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El Gaucho

Rochusplatz 1
1030 Wien (3. Bezirk - Landstraße)
am Rochusmarkt
Küche: International
Lokaltyp: Restaurant, Steakhouse
Tel: 01 381000

4 Bewertungen für: El Gaucho

Rating Verteilung
Speisen
5
4
4
3
2
1
0
Ambiente
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Service
5
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4
3
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0
Bewertungsschlüssel
Rating Details
am 30. November 2018
woeff
21 Bewertungen
1 Kontakt
Tester-Level 5
4Speisen
3Ambiente
3Service

Als Vegetarier bin ich ja nicht ganz so berufen, ein Steakhouse zu bewerten.. aber die Steaks und Bürger schauen wirklich ganz ordentlich aus. Die vegetarische Auswahl ist (wie zu erwarten) sehr überschaubar aber durchaus annehmbar. Die Linguine mit Trompetenpilzen und Herbsttrüffeln waren zwar nicht billig aber wirklich ausgezeichnet. Auch die Weinauswahl ( mein Favorit der Hauswein - El Goucho - ein Cuveé von Schwarz aus Andau) ist absolut ok.
Verbesserungsbedürftig ist das Service - Ja das El Gaucho ist momentan total hip und angesagt- und deshalb auch gut gebucht, trotzdem mir ist das Service zu hektisch unkoordiniert und im Endeffekt doch auch zu unaufmerksam..,

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Sorry, aber ich kann es nicht nachvollziehen. Du schreibst "Service zu hektisch, unkoordiniert und im Endeffekt doch auch zu unaufmerksam" und benotest es andererseits mit GUT.

2. Dezember 2018 um 15:29|Gefällt mir|Antworten

Weil noch viel Verbesserungspotential besteht, ich in Wien aber auch schon oft viiiel schlechteres Service erlebt habe...

1. Dezember 2018 um 21:25|Gefällt mir|Antworten

Warum vergibst du dann ein gut fürs Service?

1. Dezember 2018 um 10:54|Gefällt mir2|Antworten
Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 29. August 2018
Experte
StephanS
64 Bewertungen
9 Kontakte
Tester-Level 18
4Speisen
4Ambiente
3Service

Wir hatten vor ein paar Tagen im Gastgarten reserviert und betraten um 10 Minuten zu früh das Lokal um uns beim Empfang anzumelden. Von einer sehr jungen Kraft wurden wir forsch darauf hingewiesen, dass wir zu früh wären....verblüfft bestätigten wir das - und es blieb der einzige Service-Lapsus an diesem Abend. Nicht tragisch und wohl der Unerfahrenheit der Dame geschuldet.

Das Lokal selbst wunderschön designt, Rohschinken hängen von der Decke (wir fragen nach: sie sind echt), wir werden zu unserem reservierten Platz im Garten geführt. Ein paar Stufen/Kanten sind zu überwinden - wohl nicht völlig barrierefrei, aber mit Hilfe dürfte das zu bewältigen sein. Die Getränke - reichlich Auswahl, es mangelt an nichts, verschiedene Biere, Weinkarte, Cocktails....wirklich eine gut sortierte Bar - werden abgefragt (leider bevor die Getränkekarten gebracht wurden; der zweite harmlose Service-Lapsus) und gemeinsam mit dem Gruß aus der Küche (Aufstriche, Oliven, Brot - alles "eh gut", aber kein wow-Effekt) gebracht.

Ich verzichte in diesem Bericht auf Preisangaben: Diese können auf der Online-Karte eingesehen werden. Ein sehr lobenswerter Zug des Lokals - ich ärgere mich immer, wenn diese Info schamhaft verschwiegen wird (oder halt die Preise öfters angehoben werden als die Homepage aktualisiert wird...).

Bei uns am Tisch wird als Vorspeise eine Gazpacho (mit Wassermelone und Garnele - kannte ich so nicht) sowie eine Tom Yang gewählt: diese schmecken nicht nur ganz und gar großartig, sondern sind mit derart viel Liebe zum Detail angerichtet, dass einem ganz warm ums Herz wird. Großartig.

Zum Hauptgang - Überraschung in diesem Lokal - Steaks: Filet und Ribeye - beide sind überaus perfekt. Lediglich die Garstufe wird nicht ganz erwischt (medium statt medium-rare), aber das tut dem Genuss keinerlei Abbruch. Toll, besser geht Steak nicht.

Eine Besonderheit in dem Lokal sind die optional zum Steak erhältlichen Softshell-Krebse: Die Tiere werden nach der Häutung gefangen, besitzen somit keinen Panzer und können daher - hier werden sie vorher frittiert - unkompliziert gegessen werden. Sie schmecken ein bisserl wie Calamari, nur mit komplexeren Geschmacksnuancen.

Ebenso hervorzuheben ist die Beilagenkarte: Es gibt _wesentlich_ mehr als die Standard Steak Beilagen - und es gelingt alles vorzüglich. Das Risotto ebenso wie die gebackene Avocado mit Tomaten und Salsa - die Beilagen werden trotz der herrlichen Steaks nicht vernachlässigt, sondern im Gegenteil kultiviert: Das macht Freude.

Nach dem Hauptgang bricht ein richtig starkes Gewitter los - und das Lokal sammelt den nächsten Pluspunkt: Jeder Tisch im Freien findet sein reserviertes Pendat im Inneren. So solls sein.

Wir lassen den Abend ohne Dessert, aber bei einem Drink ausklingen und sind schlicht beeindruckt ob der Qualität dieses Lokals. Ich hätte nicht gedacht, dass das bei einem Ketten-Lokal (immerhin gibts in AT schon 4 Niederlassungen und eine weitere in München; ein gleichnamiges Lokal in Bratislava dürfte aber nichts damit zu tun haben) überhaupt möglich ist.

Fazit: Sehr bald wieder!

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Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 18. Dezember 2017
Experte
hbg338
480 Bewertungen
59 Kontakte
Tester-Level 29
4Speisen
4Ambiente
5Service
12 Fotos1 Check-In

Das Im Jahr 2017 eröffneten Einkaufszentrum “Post am Rochus“ beherbergt das jüngste der mittlerweile fünf Steaklokale der Familie Grossauer. Das zweite Lokal welches in Wien beheimatet ist. Das Lokal befindet sich direkt an der Ecke Rochusplatz/Erdbergstraße. Nicht zu verfehlen und zu übersehen dank der großen Fensterfront. Die Station der U3 befindet sich genau neben dem Lokal. Es gibt auch eine kostenpflichtige Garage im Gebäude (€ 3,00 je Stunde). Für mich war es nach Baden, 1020 Wien und München heuer im September im Zuge des Rolling Stones Konzerts, der vierte Besuch in einem El Gaucho Restaurant.

Es gibt zwei Lokaleingänge. Einer durch das Einkaufszentrum und der andere von der Straßenseite. Beide ohne Niveauunterschied. Nach dem Eingang befindet sich der Empfang. Auch die Treppe ins Obergeschoß befindet sich beim Empfang. An der einen Seite des Raums die große Glasfront zur Erdbergstraße, gegenüber der Barbereich. Hier wurde mir von einer Servicedame im Erdgeschoß ein Platz an einem der Hochtische zugewiesen. Sehr schöne Tische mit Holztischplatten. Dazu die passenden Hochstühle. Sehr angenehm zu sitzen. Auf den Tischen Salz und Pfeffermühle und in einem Schälchen eine Gewürzmischung. Ich saß in der Mitte des Raums, rechter Hand der große freieinsehbare Küchenbereich.

Die Servicedame hatte gleich die Speisekarte, diese in Form einer Tafel in der die Karte in A3 Format eingespannt war, mitgebracht und nahm meine Getränkebestellung auf. Als sie mir die diversen Säfte aufgezählt hatte entschied ich mich für einen großen Birnensaft gespritzt mit Sodawasser (€ 3,80). Dieser sehr gut und fruchtig. Obwohl ich eigentlich den Vorsatz hatte ein Steak zu essen änderte ich meinen Plan nachdem ich die Karte gelesen hatte. Ich wählte den Gaucho Spieß 300 Gramm (€30,00) und als Beilage den Ofenerdapfel mit Sour Creme (€ 3,00) und die aufgeschlagene Kräuterbutter (€2,00).

Um die Wartezeit auf mein Essen zu überbrücken besuchte ich die Toiletten. Durch einen etwas schmalen Gang gelangt man zu den Toilettenbereichen. Dieser recht klein. Ein WC und ein Pissoir und dazu ein großes Waschbecken. Vermutlich auch zu klein um als behindertengerecht durchzugehen. Natürlich modern und auch in tadellosem Zustand und sauber.

Etwas musste ich mich noch gedulden bis mein Essen serviert wurde. Auf einen länglichen Porzellanteller vier Stück Fleisch am Metallspieß. Jedes Fleischstück mit einem Fähnchen mit der Beschriftung des Fleischtyps bestückt. Rib Eye-, Huft-, Filet- und ein Rump Steak. In einer Schüssel der große Ofenerdapfel und in einer kleinen Schüssel die Kräuterbutter. Das Fleisch ging leicht vom Spieß. Die bei der Bestellung angegebene Garstufe wurde perfekt getroffen. Das Fleisch perfekt gewürzt. Butterweich und saftig. Die gewohnte Grossauer Qualität, wie von mir erwartet. Auch hier war das von mir bevorzugte Rib Eye Steak der Geschmackssieger. Dezent mit einer kleinen Fettspur, statt dem Fettauge, durchzogen. Doch auch alle anderen Fleischstücke waren perfekt. Der Ofenerdapfel ebenfalls sehr geschmackvoll. Etwas enttäuschend im Vergleich zu den anderen Speisen die Kräuterbutter. Nicht nur mengenmäßig, sondern auch geschmacklich. Von Kräutern war nicht viel zu schmecken.

Das Leergeschirr wurde rasch abserviert und die Dessertkarte wurde ohne diese extra zu verlangen vorbeigebracht. Auch nach einem eventuellen Kaffeewunsch wurde gefragt. Dieser wurde in Form eines doppelten Espresso (€ 3,90) bestellt. Als Schokoladefreak blieb mein Blick auf der Dessertkarte recht oben hängen. Worlds best. Chocolat (€ 10,00) stand hier. Dazu noch eiskalt, cremig und gebrochen & luftig. Horcht sich vielversprechend und wie für mich gemacht an. Also wurde nicht mehr weitergelesen, sondern bestellt.

Der Kaffee nicht einer wo der Löffel drinnen steht auch nicht bitter aber schmackhaft. Dazu wurde kein Glas Wasser, sondern gleich ein Krug mit Wasser serviert. Das Schokoladendessert auf einen länglichen Glasteller serviert. Ein gefrorenes einer größeren Praline ähnlichem Konfekt. Ein Stück helle Schokolade auf welcher etwas dunklere Schokolade in Mouse Form aufgebracht war und mit Bitterschokolade garniert. Zu guter Letzt ein Glas Schokomousse. Das gefrorene Stück Praline etwas schwer zu zerteilen, aber alle drei Sorten geschmacklich ein Traum. Doch jetzt war ich satt. Auch hier wurde das Leergeschirr rasch abserviert.

Das Service schloss sich dem sehr guten Essen nahtlos an. Freundlich, aufmerksam eine Servicekraft wie man sie sich wünscht. Die Rechnung wurde in einer Mappe überbracht. Mit dem Retourgeld wurde dann die MwSt. Rechnung überbracht.

Mein Fazit – Wie erwartet das Essen in gewohnter tadelloser Qualität. Die Serviceleistung war in diesem Lokal die beste von meinem El Gaucho besuchen. Auch das Ambiente hat mich voll und ganz überzeugt auch wenn ich den oberen Lokalbereich nicht zu Gesicht bekam.

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6 Kommentare|Zeige alle Kommentare

Ich habe mich ja schon einmal über die sprachliche Mißgeburt "sour creme" geärgert. Das fortschreitende Lebensalter stimmt mich nicht milder. Danke für die informative Bewertung!

29. Dezember 2017 um 23:14|Gefällt mir|Antworten

Ich glaub´, wenn du die Stones nach Graz schaffen könntest, spätestens dann testet unser hbg auch dieses Lokal! *lautlach*

20. Dezember 2017 um 22:08|Gefällt mir1|Antworten

Danke magic - gemeint war eher, wann hbg nach Graz kommt, um das von ihm noch nicht getestete 5. Gaucho ebenfalls zu besuchen :-)

20. Dezember 2017 um 21:55|Gefällt mir|Antworten
Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 14. November 2017
Experte
Gastronaut
475 Bewertungen
45 Kontakte
Tester-Level 29
4Speisen
4Ambiente
5Service

Wer will schon eine Speisekarte, wenn er gleich vier haben kann! Nachdem das neue El Gaucho am Rochusmarkt in ein ebenfalls neues Einkaufszentrum integriert ist, wurden auch die Öffnungszeiten dementsprechend angepasst. Es soll ja kein potentieller Gast des Hauses vor verschlossenen Türen stehen. Denn nun offeriert das Gastro-Imperium rund um die steirische Grossauer-Dynastie auch erstmals Frühstück. Wer unbedingt möchte, kann hier natürlich auch Gebäck mit Marmelade bekommen, aber das gibt es ja anderswo auch – ganz im Gegensatz zu einigen Stars der neuen Frühstückkarte wie Beef Tartar auf Toast, pochierte Eier auf Avocado-Roggentoast, Pancakes mit Ahornsirup und Chocolate Chips oder einem Frühstücks-Burger mit Ei, Speck und Käse. Wäre ich ein Frühstücker, so würde ich wohl hier einziehen. Aber es bleiben ja noch drei Karten …

Die Restaurant-Karte im neuen El Gaucho ist die gleiche wie in den anderen Lokalen der Gruppe, und diese ist im Prinzip für den oberen Bereich, den Restaurant-Teil gedacht. Diese Karte umfasst alle „herkömmlichen“ Steaks, die Specials wie z.B. die legendären Steinpilzravioli, einen Burger und sämtliche Beilagen. Zum Start hatten wir von dieser Karte zweimal Tartar, eines vom Rind und eines von Thunfisch. Das Rinder-Tartar kam klassisch mit groben Karpernstücken und einer feinen Senfnote daher. Um den Eigengeschmack des Fleisches nicht zu erschlagen war das Tartar eher mild gewürzt. Zu sagen, dass es viel zu mild gewürzt war, wäre gemein. Aber es war mir persönlich zu wenig. Dafür war die fischige Variante mit dem irreführenden Namen „Thunfisch aus der Dose“ ein Traum aus Thunfisch in Sashimi-Qualität und einem Avocado-Mousse. Die Balance zwischen Süße und Säure war betörend und das Gesamtwerk herrlich abgeschmeckt. Die dazu gereichten Hummerchips sollten dem Ganzen noch zusätzlichen Biss verleihen, waren in Wirklichkeit aber nur Statisten. So kennt man das El Gaucho und so ist es auch gut! Bleiben zwei Karten.

Vollkommen neu ist die Bar-Karte, die für den unteren Bereich des Lokals gedacht ist. Hier stehen hauptsächlich Hochtische, die den Unterscheid zwischen dem „Fine Dining“ im oberen Stock und dem „Casual Dining“ im Erdgeschoss noch einmal unterstreichen. Dass man an jedem Ort des Lokals trotzdem alle Speisen bestellen kann, wird zwar nicht groß kommuniziert, ist aber so. Die Bar-Karte enthält Dinge, die ich sofort essen wollen würde: Allerlei Spieße und Pinchos mit Rindfleisch, Garnelen, Schwein oder Huhn, mehrere Burger, einige Suppen, Salate und noch viel mehr. Die Grundprodukte sind die gleichen, aber die Auswahl geht viel mehr in die Tiefe. Bleibt eine Karte …

Das absolute Highlight ist aber die Karte mit den sogenannten „Signature Cuts“, also jenen Schnitten, die ein guter Fleischhauer beim Zerteilen des Rindes so bewerkstelligt, dass dadurch ganz neue Steak-Arten entstehen, die sich in Textur, Marmorierung und Zubereitungsmöglichkeiten vollkommen von ihren „Artgenossen“ unterscheiden. Unser erster Schnitt war ein „Brasilianer“. Beim Churrasco Hüftsteak wurde ein dünner Lappen gegen die Fleischfaser geschnitten. Wer bisher eher skeptisch war, was Hüftsteak betrifft und diesen Fleischteil als unerträgliche Diva betrachtet hat, dem könnte sich hier eine neue Welt erschließen. Denn Hüfte hat ja die Tendenz sehr leicht zu einem schuhlederzähen Etwas zu werden, wenn bei den Komponenten Fleischqualität (= Rasse & Futter & Aufzucht), Lagerung, Reifezeit, Würzung, Zubereitung & Rastzeit auch nur ein einziger kleiner Mangel auftritt. Einem Filet ist das wurscht, das verzeiht (fast) alles. Deswegen ist es auch so teuer. Aber bei einer Hüfte geht schnell etwas schief. Bei dieser Churrasco Hüfte trat aber der wunderbare Fall ein, dass nicht nur sämtliche genannten Kriterien erfüllt wurden, sondern dass der Schnitt zusätzlich dafür sorgen konnte, dass nichts auch nur ansatzweise zäh werden konnte. Das Resultat war ein Stück Steak, dass so butterweich wie ein saftiges Rumpsteak oder ein fast rohes Filet war, aber gleichzeitig so herrlich mürbe wie man es sich nur erträumen kann. Die Garstufe war ein halber Millimeter unterhalb von medium und das Rosa des dünnen Fleisches einfach nur betörend. Wahrscheinlich hätte es die Knoblauch-Petersil-Mischung als Krönung gar nicht gebraucht, aber nachdem sie schon oben drauf war, hat sie sich dann perfekt ins Bild eingefügt.

Der zweite Signature Cut war ein längliches Ribeye der Schnittrichtung „Tira de Ancho“. Dieses wunderbar durchzogene Steak war bereits medium rare herrlich saftig, also bei einer Garstufe, bei der sonst noch nicht alles Fett schmelzen konnte. Das Fleisch hatte zwar eine Spur mehr Biss als die Hüfte, aber der Geschmack war atemberaubend intensiv. Auch bei diesem Cut gilt, dass so ein Schnitt locker zwei Menschen satt machen kann, was die leicht gehobeneren Preise der Signature Cuts gleich wieder relativiert. Diese Schnitte gibt es übrigens in allen El Gauchos, man muss nur danach fragen …

Und nun noch zu den Beilagen: Es gibt Restaurants, bei denen die Beilagen einfach nur relativ belanglose Begleiter zu sonst großartigen Gerichten sind. Vor allem bei echten „Fleisch-Lokalen“ ist das so. Wenn sich dann ein Vegetarier in ein solches hineinverirrt und gerne eine vegetarische Speise hätte, bekommt er oftmals nur eine lieblose Ansammlung der Beilagen als Hauptspeise. In einem der Plachutta-Lokale durfte ich einst mit eigenen Augen beobachten, wie einer entsetzten Vegetarierin ein Teller mit Dill-Fisolen, Rösti und Spinat als „Gemüseteller“ vorgesetzt wurde. Im El Gaucho ist man zwar auch nicht gerade auf die Fleisch-Verweigerer spezialisiert, bietet aber – siehe Steinpilz-Ravioli – echte Alternativen. Und, um auf den Punkt zu kommen, man offeriert hier so durchdacht großartige Beilagen, dass sogar die „Beilagen-Hauptspeise“ funktionieren würde: Die Trüffel-Gnocchi sind köstlich, der Wok mit Erbsenschoten, Sojasprossen, Pak Choi und Pilzen war ein Gedicht, die gefüllten Humitas-Maistaschen sehr gut, und die beiden Chimichurris (mild oder scharf) sind sowieso legendär. Die beste Beilage mit Fleisch waren übrigens geröstete Kohlsprossen mit Speck und Kapern. Also ich kann hier ohne Übertreibung sagen, dass die Beilagen die Steaks wirklich matchen!

Nach dem Essen dürfte zwar rein rechnerisch kein Platz für irgendetwas anderes mehr sein, trotzdem konnten wir uns überzeugen, dass hier wirklich alles was mit Schokolade oder Käse zu tun hat, einen besonders würdigen Abschluss bietet.

Was meinst du zu dieser Bewertung?
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Offenbar ist man von dem Konzept recht rasch wieder abgekommen: Die Barkarte differiert nur mehr hinsichtlich der Beilagen minimalst von der Restaurant Karte; die besonderen Schnitte haben sich auf den Churrasco reduziert.

29. August 2018 um 14:32|Gefällt mir|Antworten
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Bewertet am 14.11.2017

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