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Montag, 23. Oktober 2017
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Meissl & Schadn Info
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Österreich
Rang: 23
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Wien
Rang: 19
Ambiente
Gemütlich
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Gehoben
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Eröffnungsjahr
2017
Öffnungszeiten
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Meissl & Schadn

Schubertring 10-12
1010 Wien (1. Bezirk - Innere Stadt)
Küche: Österreichisch, Wiener Küche
Lokaltyp: Restaurant
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3 Bewertungen für: Meissl & Schadn

Rating Verteilung
Speisen
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Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 22. Oktober 2017
Experte
Besserwisser
57 Bewertungen
3 Kontakte
Tester-Level 21
4Speisen
3Ambiente
3Service
1 Check-In

Nachdem das Meissl & Schadn von den geschätzten Vorpostern recht ordentliche Referenzen bekommen hat, haben wir uns heute kurzerhand dorthin auf den Weg gemacht.

Wir treffen dort am Nachmittag ein und bekommen links vom Eingang, direkt hinter der Garderrobe (die wohlgemerkt nicht abgegrenzt ist, sondern man sitzt quasi mit dem Rücken zu den Mänteln und Jacken) einen Platz zugewiesen, an dem die Tische sehr nah aneinander gereiht sind. Eine erste kleine Enttäuschung macht sich breit.

Unsere Bestellung - ein Schnitzel, gebacken in Butterschmalz mit Kartoffelsalat sowie einer glacierten Leber mit Kartoffeln - wird recht rasch aufgenommen. Dazu gibt es zwei Seiterl vom unaussprechlichen Bier, kurz Kozel, lang Velkopopvicky Kozel, genannt.

Das Schnitzel, lustigerweise kann man den Köchen in der angegrenzten Küche beim Schnitzelklopfen zuhören, gehört zweifellos zu den Besten, die ich bis jetzt gegessen habe, zart, mager und in frischem Schmalz gebacken. Die Leber war zum Teil leider etwas flaxig, überraschenderweise in einem gulaschartigem Saft serviert.

Das Servicepersonal ist freundlich, man weiß aber eigentlich nie richtig, wer von der gefühlten Hundertschaft zuständig ist. Ja, es ist unkoordiniert.

Vielleicht gibt es ja mehrere und schönere Gastzimmer, der Teil in dem wir waren, hatte eher den Charme eines Warteraumes.

Insgesamt war das Erlebnis in diesem Restaurant nicht schlecht, blieb aber doch unter den Erwartungen.

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Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 1. Oktober 2017
Experte
anita47
72 Bewertungen
27 Kontakte
Tester-Level 20
4Speisen
4Ambiente
3Service

Auf Grund einer kleinen Feier wollten die Familienmitglieder das ,beste Schnitzel' Wiens testen. Da ich eigentlich kein Schnitzel mag, besser gesagt nur wenn ich es selber mache, wurde es bei mir das Rindfleisch, was im Nachhinein gesehen ein Fehler war.

Das Grand Ferdinand ist am Schubertring gelegen, leicht erreichbar mit diversen Straßenbahnen, Parkplätze gibt es rundherum am Samstag keine!

Reservieren über die Website klappte perfekt, wir wurden auch noch am Vortag mit SMS an unsere Reservierung erinnert.

Der Empfang war sehr freundlich, uns wurde ein schön gedeckter großer Tisch zugewiesen. Weiße Tischtücher mit Papierauflage das habe ich schon lange nicht mehr gesehen.

Das Lokal ist brechend voll und eine Menge Kellner wuseln herum, leider teilweise sehr unaufmerksam aber immer freundlich.

Es wurde uns herrliches Brot mit aufgeschlagener Butter zur Begrüßung serviert.

Wir probierten uns erst durch die Vorspeisen, Suppen und Assietten

Kaisersuppe war fantastisch, Kalbseinmachsuppe mit Bries und Zunge kleingeschnitten verfeinert.

Butterfritattensuppe großartig.

Kaisergulasch ebenfalls, mit Erbsen serviert ungewöhnlich aber sehr gut.

Der gebratene Markknochen mit gebähtem Brot war eine schwere Enttäuschung, viel zu klein nur ein winziges Löffelchen Mark, der Knochen sollte auch nicht quer aufgeschnitten sein sondern längs und auch eine gewisse Größe aufweisen, €9.80 ist Raubrittertum für das Gebotene.

Sasak -zerpflücktes Schweinefleisch mit Radieschen (zu dieser Jahreszeit sollte man auf die verzichten) und Türkenpfeffer war total geschmacklos und langweilig.

Das Rahmherz mit Bröselknödel war wieder hervorragend.

Die Weine sind vom Preis der Lokalität angepasst, wir tranken einen Savignon Blanc vom Polz und Cuvée Muschelkalk beide hervorragend.

Hauptspeise, wie schon gesagt alle Wiener Schnitzel Esser waren begeistert vom in Butterschmalz herausgebackenen Kalbsschnitzel, die Panier blond und knusprig das Fleisch 1 A, der Erdäfelsalat sehr gut. Ich durfte kosten, ein sensationelles Schnitzel, Hut ab!

Mein Reinfall ,der Rindfleisch Wagen', an den Tisch kommt erst ein Teller mit Spinat, Erdäpfel Rösti, Apfelkren etc dann erscheint der ,Mann mit dem Wagen' er schneidet schöne Stücke vom Beinfleisch (das keines war) vom Schulterscherzl und von der Zunge ab holt meinen Teller und richtet an, in der Zwischenzeit sind die Beilagen schon kalt. Das Rindfleisch hat viel zu lange in der lauwarmen! Suppe gelegen und war leider schon sehr zerfallen, einzig die Zunge war gut.

Markknochen war aus, es wird 10 Minuten später einer nachgebracht, leider kalt obwohl frisch aus der Küche! Dazu gibt es nur frisches Brot und kein gebähtes, das schmeckt leider nicht!

Die Nachspeisen reißen es dann wieder raus-

Powidltascherln vom Feinsten und die beste Nachspeise schlechthin
Rico Jancsi ein wunderbar feiner Schokoladenkuchen.

Die Atmosphäre ist toll, es rennen viele Kellner mit hübschen weißen Schürzen etwas wild herum, dazwischen einige Mâitre d’Hotel nicht weniger konfus, es ist nicht perfekt, wir fühlen uns trotzdem oder vielleicht sogar deswegen sehr wohl.

Blickfänge sind die wunderschönen Kristalluster, der herrlich opulente Blumenschmuck und der offene Kochbereich wo man den Künstlern der Schnitzel Küche beim ,soufflieren' zu sehen kann.

Wir passen sicher nicht ganz zu der Wiener Schickeria die derzeit dort verkehrt, wir hatten aber einen ganz wunderbaren Abend und wenn der Familie wieder nach Schnitzel gelüstet dann wird auch sicher wieder ein Besuch fällig und das nächste mal esse ich auch eines.

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Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 20. September 2017
Experte
Gastronaut
455 Bewertungen
45 Kontakte
Tester-Level 29
3Speisen
4Ambiente
4Service

Dass die Betreiber des „Meissl & Schadn“ ihr neues Lokal schon jetzt als die Wiedergeburt einer Legende bezeichnen, könnte so mancher als Blasphemie empfinden. Denn das ursprüngliche „Meissl & Schadn“ war seinerzeit ein legendäres Hotel mit angeschlossenem Restaurant am Neuen Markt in Wien. Man kam aber in der Regel nicht zum Nächtigen oder um umgebracht zu werden – wie es hier dem k.k. Ministerpräsidenten Karl Stürgkh 1916 passierte – sondern um Rindfleisch zu essen. Auch wenn in vielen Teilen des heutigen Wien zur vorletzten Jahrhundertwende noch viele Rinder gehalten wurden, war schon damals Rindfleisch etwas Besonderes, da man – wenn überhaupt Fleisch – eher Schwein gegessen hat. Und so labten sich die Reichen, Schönen, Kreativen und deren Mitesser an allerlei Köstlichkeiten, die für viele die ach so gute alte Zeit ausgemacht haben.

Das neue „Meissl & Schadn“ steht nun an einer anderen Stelle, aber immerhin auch als Teil eines Hotels und zwar als eines der Lokale des Grand Ferdinand am Ring. Dieses hatte mit dem „Grand Etage“ unterm Dach und dem „Gulasch & Champagne“ ja schon bisher zwei köstliche Essensausgaben, wobei ich immer noch nicht ins „Gulasch & Champagne“ gehen kann, ohne dass mir 27 Fragezeichen aufgehen … aber das ist eine andere Geschichte! Die Idee zum Wiederaufleben lassen des „Meissl & Schadn“ hatte Florian Weitzer, der Betreiber einiger guter Hotels in Graz und Wien, beim Studium eines alten Reiseführers, und er war sofort von der Vorstellung eines altehrwürdigen Rindfleischtempels angetan. Das Resultat ist nun also ein Lokal, das zwar weder urig noch gutbürgerlich ist, aber trotzdem den Anspruch an sich stellt, gerade in Sachen Wiener Schnitzel und Tafelspitz ganz vorne mitzumischen.

Dass hier tatsächlich im historischen Kochbuch nachgeblättert wurde, zeigt die Auswahl an „Einschiebspeisen“, der sogenannten „Assietten“. Das sind im Wesentlichen altösterreichische „Tapas-Gerichte“, bei denen oft auf Speisen zurückgegriffen wird, von denen man gerne probieren würde, sich aber nicht gleich eine ganze Portion bestellen würde. Stichwort Innereien und Ähnliches. Im „Meissl & Schadn“ sind es aber weniger die Innereien, von gespickten, butterweichen Rahmherzen einmal abgesehen. Die Assietten bewegen sich hier von relativ fadem Beinschinken mit Kren-Rahm, über einen braven Zander im Speckmantel und ordentlichen panierten Erdäpfelwürsten, bis hin zu einem verführerischen Kaisergulasch aus Rindsfilet mit grünen Erbsen. Highlight ist aber das Sasak, von dem ich auch zuerst glaubte, dass so nur ein balinesisches Volk heißt, aber dann von Küchenchef Jürgen Gschwendtner erklärt bekam, dass dies die altösterreichische Version eines Pulled Pork sei. Serviert wird es mit „Türkenpfeffer“ und Radieschen und kostet wie alle Assietten gerade einmal 3,5 Euro. Drei von diesen kleinen Tellerchen und ein ungeübter Esser wäre satt …


Den ersten echten Gang bestritt nun die Suppe. Nachdem hier sehr viel Wert auf die Rindfleischqualität gelegt wird, ist man auch stolz auf die Suppen. Und neben den Klassikern, wird auch eine „Kaisersuppe“ angeboten. Der Name sagt im Gegensatz zu den Klassikern nichts aus, denn man könnte jetzt rein technisch gesehen, sowohl eine Zwiebelsuppe mit Gruyere als auch eine Nudelsuppe mit Tofu als Kaisersuppe bezeichnen. Aber egal, im wiedergeborenen „Meissl & Schadn“ handelt es sich hierbei um eine Kalbseinmachsuppe, mit Bries, Gemüse und Zunge. Die Fleischstücke sind dabei aber schon so angenehm vorzerkleinert, dass man sich keine Gedanken mehr um das ursprüngliche Aussehen der Teile machen muss. Die Suppe selbst ist absolut in Ordnung und fehlerfrei abgeschmeckt. Trotzdem fühlt man sich hier im Rindfleischtempel bei dieser Suppe so wie auf einem Konzert, bei dem man gerne den Haupt-Act sehen möchte, aber zuvor noch die Vorgruppe anhören muss. Nun aber zum Haupt-Act:

Die Schnitzel auf der Karte sind allesamt waschechte Wiener Schnitzel, also vom Kalb. Hier gibt man sich streng traditionell und einem Schweinsschnitzel keine Chance. Dafür wird man vor die wunderbare Wahl gestellt, ob man sein Wiener Schnitzel lieber in Schweineschmalz, Butterschmalz oder Pflanzenöl herausgebacken haben möchte. Wir probierten von zwei Versionen. Sowohl aus dem Schweine- wie auch aus dem Butterschmalz waren die flachen Kälber butterzart und so aromatisch, wie Kalbfleisch eben sein kann. Die Panier war perfekt souffliert und herrlich resch. Nur kann ich mich gerade selbst nicht mit mir einigen, welche Version mir besser geschmeckt hat. Mit dem Schweineschmalz war das Schnitzel natürlich sehr viel intensiver und reichhaltiger, während die Butterschmalzvariante natürlich einen herrlich-buttrigen Touch hat. Die Beilagen waren durchwegs großartig: der Gurkensalat hatte eine dezente Knoblauch-Note, die Petersil-Kartoffeln buttrig-glasig und der Erdäpfelsalat himmlisch abgeschmeckt. Dass die Küchencrew rund um Jürgen Gschwendtner ihren Job beherrscht, ist eine Tatsache. Nach wie vor ist es ja auch das Schnitzel, das mir gemeinsam mit einem Gulasch schon in so vielen Lokalen als Gradmesser für das Können einer Mannschaften gedient hat. Die Portionsgröße kann zwar mit anderen Schnitzeltempeln wie Renner oder Figlmüller nicht mithalten, geschmacklich liegt man hier aber weit drüber.

Das zweite große Highlight soll der klassische Rindfleischwagen sein, bei dem man sich für sein Tafelspitzgericht das passende Rindfleisch aussuchen kann. Zur Wahl stehen natürlich Tafelspitz selbst, Schulterscherzel und Zunge. Dazu kommen noch der obligate Markknochen und ein ganzes Sortiment an Beilagen. Bei den Beilagen war der Kartoffelschmarren erstklassig, der Semmelkren großartig, der Apfelkren herrlich, der Cremespinat wunderbar uns so weiter. Also die Beilagen haben mich schon einmal ziemlich glücklich gemacht. Weniger happy war ich mit dem Fleisch selbst, denn während die Zunge und das Schulterscherzel köstlich, weich und saftig waren, war mein Tafelspitz leider etwas trocken, so dass er ohne den nachgereichte Semmelkren wohl nicht so leicht durch meine Speiseröhre geflutscht wäre. Das war Pech. Hätte ich etwas gesagt, man hätte mir das Stück sofort gegen ein saftigeres ausgetauscht, da bin ich mir sicher.

Bei den Mehlspeisen werden die Liebhaber der Ur-Klassiker im „Meissl & Schadn“ feuchte Augen bekommen, denn hier tut man sich noch viele jener Dinge wieder an, die in anderen Küchen mittlerweile längst ausgestorben sind: Vom frischgezogenen Apfelstrudelteig über luftige Salzburger Nockerln zu meiner geheimen Lieblingstorte, dem ungarischen Rigó Jancsi gehen hier für „Süße“ echte Träume in Erfüllung. Aufgrund meiner schon stark an ihre Grenzen stoßenden Magenkapazität war es dann „nur“ der Apfelstrudel, den ich noch geschafft habe. Der Teig und die Apfelfüllung waren wie aus dem Bilderbuch, nur hätte ich mir vielleicht einen Hauch mehr Biss im Inneren erwartet. Aber das liegt vielleicht auch nur an dem faulen Koch in mir selbst, nachdem ich meine eigenen Strudel immer mit geschnittenen Schnitten „aufpimpe“.

Insgesamt ist es sehr erfreulich, dass es das „Meissl & Schadn“ jetzt erneut gibt. Ob es auch nur im Geringsten mit jenem ursprünglichen Lokal mithalten könnte, nach dem es benannt ist, kann ich nicht sagen. Und logischerweise kann das auch sonst niemand sagen. Aber die liebevolle Rückbesinnung auf alte Traditionen, macht beim Essen tatsächlich großen Spaß, sei es nun beim sensationellen Sasak, dem Wiener Schnitzel aus dem Schweineschmalz oder den klassischen Mehlspeisen. Überraschenderweise hat die Karte auch viele vegetarische Posten, aber bei all den Fleischträumen, war ich leider viel zu beschäftigt, um an das Vegetarische zu denken. Naja, es gibt ja definitiv auch ein nächstes Mal!

Was meinst du zu dieser Bewertung?
Hilfreich?Ja8Gefällt mir7Lesenswert7
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Kommentar von am 30. Sep 2017 um 23:35

Die Kaisersuppe war ein Erlebnis, wahrscheinlich eine der besten Suppen die ich je gegessen habe wenn nicht die beste ! Alles in allem absolut großartig, beim Service klappt es nicht nicht so gut, sehr nette Kellner aber sehr konfus!

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Meissl & Schadn - Karte
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