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38
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Schlosswirt Info
Features
Gastgarten, Schanigarten
Preislage
Mittel
Kreditkarten
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Eröffnungsjahr
2017
Öffnungszeiten
Mo
11:00-22:00
Di
11:00-22:00
Mi
geschlossen
Do
11:00-22:00
Fr
11:00-22:00
Sa
11:00-22:00
So
10:30-22:00
Hinzugefügt von
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Schlosswirt

Hauptstraße 1a
2102 Bisamberg
Niederösterreich
Küche: Österreichisch
Lokaltyp: Gasthaus, Gasthof
Tel: 0664 3902092

2 Bewertungen für: Schlosswirt

Rating Verteilung
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Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 25. Februar 2018
Experte
adn1966
109 Bewertungen
50 Kontakte
Tester-Level 25
4Speisen
4Ambiente
5Service
5 Fotos2 Check-Ins

Ein geschäftlicher Termin führt uns zum Schlosswirt, mitten ins Zentrum von Bisamberg. Es ist Sonntag Nachmittag, das Mittagsgeschäft neigt sich dem Ende zu und es sind einige Tische frei. Der Schlosswirt ist vergleichsweise neu, der Besitzer hat das Lokal mit seiner Frau vor 9 Monaten von einem Vorgänger übernommen, der mit dem Lokal, sagen wir einmal, nicht den besten Ruf im Ort hatte, die Qualität des Essens ließ offenbar viel Luft nach oben. Der neue Besitzer will nicht nur das Lokal mit guter, regionaler, gutbürgerlicher Küche bespielen, sondern legt den Fokus auch auf Veranstaltungen, Feiern, Hochzeiten, für die das Schloss ein tolles Ambiente abgibt, aber auch für gemütliches Zusammensitzen in einem Kellergewölbe, das kurz vor Renovierungsende ist und bald den Betrieb aufnehmen wird.

Das Lokal selbst ist angenehm modern, trotzdem gemütlich, ohne zu rustikal zu sein. Ein guter Mix. Aufgeräumt, kein unnötiger Kitsch und keine unnötigen Staubfänger. Dezent dekoriert und hell, sehr nett.

Die Speisekarte ist recht umfangreich und spannt einen breiten Bogen über die österreichische Küche, Wildspezialitäten, Innereien und Klassiker (Link).

Ich bestellte vorab eine Frittatensuppe, die Liebste wählte als Vorspeise einen kleinen gemischten Salat. Danach sollte es für mich das Kalbsbeusch’l sein, das nicht auf der Karte stand. Schwierig, ich hatte mich nach Studium der HP bereits auf die Rindsrouladen mit hausgemachtem Püree gefreut, die werden halt das nächste Mal probiert. Die Liebste wählte als Hauptgang Erdäpfelteigtaschen mit Ricotta- und Steinpilzfüllung mit Blattsalat.

Der sehr freundliche Kellner brachte die bestellten Getränke, ein Himbeersoda für die Liebste, ein kleines Bier für mich. Ein sehr netter Herr, flink, sehr aufmerksam (er kam sogar nach draußen, als wir unser Zwischengangszigaretterl in klirrender Kälte ohne Heizschwammerl genossen, um uns zu sagen, die Hauptspeisen würden nun gleich serviert werden).

Auftritt Frittatensuppe: in einem tiefen Teller serviert, eine reichlich große Portion mit der gerade richtigen Menge Frittaten. Eine der besseren Suppen, die ich jemals in einem Gasthaus gegessen habe. Sehr kräftig, eindeutig hausgemacht, herrlich. Die Frittaten nicht zu dick, nicht zu breit, gerade richtig, ebenfalls eindeutig hausgemacht. Sehr, sehr gut. Für mich jedenfalls, ich mag Suppen eher auf der salzigen Seite, die Liebste hätte dem Koch möglicherweise unterstellt, verliebt zu sein.

Der Salat der Liebsten war in Ordnung, leider nicht mehr. Wobei, der Liebsten kann man’s hier schwer Recht machen, zu groß ist ihre Liebe zu Salaten, zu hoch ist der Salat-Standard in ihrer Heimat Bulgarien. Dort versuchen gute Restaurants, einander in Varianten und Kreativität bei Salaten nachgerade zu überbieten, die klassische österreichische Küche kennt halt nur wenige Varianten satisfaktionsfähiger Vorspeisensalate, viel mehr als klassische Salatbuffets oder eben den „kleinen G’mischten“ findet man landein-landab bei uns nicht oft, von Restaurants der gehobenen Küche einmal abgesehen.

Ein bisschen Drehen an der Kreativitätsschraube täte hier also nicht schlecht, die ein oder andere etwas witzigere Salatkomposition kämen auch beim Schlosswirt sicherlich gut an, die Liebste würde es ihm danken.

Auftritt der Hauptspeisen nach erwähnten Zwischenzigaretterl (macht bei -5° echt nur sehr bedingt Spaß).

Mein Beusch’l kommt ebenfalls in einem tiefen Teller, recht gut papriziert, ziemlich rötlich und mit drei Semmelknödelscheiben versehen, daher. Die Zutaten sind fein geschnitten, für mich eine der Grundvoraussetzungen für ein gutes Beuscherl. Was hab ich hier schon an grobmotorischen Auswüchsen gesehen, furchtbar. Nein, dieses Beuscherl war sehr fein, gut balancierte Säure, aber auch hier: für mich gerade salzig genug, das könnte der/dem ein oder anderen zu salzig sein. Ein wenig schade ist, dass durch die doch recht intensive Würzung der Eigengeschmack des Beuschels sehr in den Hintergrund gedrängt wurde, aber insgesamt war es eine sehr gute Mahlzeit. Allein die Knödelscheiben ließen mich etwas ratlos zurück. Zu trocken, fast schon wie Weißbrotscheiben, zwar ein bisschen angeröstet, hier bevorzuge ich aber die klassischen, flaumigen Semmelknödel mit etwas Textur, vorzugsweise sogar mit etwas Speck.

Die Liebste lobte ihre Teigtaschen in den höchsten Tönen. Der Teig perfekt, die Füllung dezent und sehr g’schmackig, etwas Salat, ein paar Thymianzweige als Deko, ein stimmiges Gericht.

Zum Abschluss nahmen wir noch zwei wirklich kurze und gute Caffè Espresso, dann mussten wir auch schon wieder weiter. Ob das Lokal Karten akzeptiert, kann ich nicht sagen, heute hatten wir ausnahmsweise Bargeld mit, die Rechnung betrug mit Trinkgeld € 50,00, absolut in Ordnung.

Wir werden den Schlosswirt öfter besuchen, Bisamberg ist ja nicht wirklich weit weg, und speziell in der warmen Jahreszeit stelle ich mir das gemütliche Verweilen auf der Terrasse sehr angenehm vor. Die beiden Besitzer sind sehr nette Leute, man spürt, wie sehr sie mit Herz und Leidenschaft daran sind, dieses Restaurant durch gute Küche, guten Service und nettem Ambiente zum Erfolg zu führen.

Die Karte bietet noch vieles, das ich probieren möchte, ich freue mich schon auf den nächsten Besuch.

So, morgen brechen die Liebste und ich zu einer kulinarischen Genussreise nach Virginia und Washington auf, insofern war’s nett, heute noch einmal eine Frittatensuppe und ein echtes Beuscherl mit Knödel zu essen. Ab morgen ist die Devise ja eher Steak, Burger, ein bisschen Südstaaten und natürlich italienisch. ☺

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Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 28. Juni 2017
Experte
Stammersdorfer
325 Bewertungen
32 Kontakte
Tester-Level 28
3Speisen
4Ambiente
3Service
19 Fotos1 Check-In

Wegen eines Termines waren wir wieder einmal in Bisamberg, und nachdem im Schloss seit dem 24.4.17 ein neuer Wirt ist, bezeichnenderweise der SCHLOSSWIRT, haben wir ihm am Dienstag den 27.6.2017, um 17h, einen vorher reservierten Besuch abgestattet. Wir wollten unbedingt im schönen Schlosspark einen Sitzplatz, da gelang auch. Was allerdings zu denken gab, dass außer uns, in den nächsten zwei Stunden, noch gezählte 3 Gäste da waren.

Parkplätze gibt’s in der Umgebung ausreichend und auch der vom Bahnhof Flodorf kommende Bus der Linie 232 hält fast vis a vis. Der fährt übrigens alle 30 Minuten und braucht 20 um bei der Station Schloss Bisamberg zu sein.

Das Ambiente ist sehr schön, man sitzt im Grünen auf einer Terrasse mit Holzboden. War das wirklich Holz, ich hab so meine Zweifel!? Mehr oder weniger geschmackvolle Schirme spenden Schatten, die gemütlichen Sessel in Rattanoptik, also aus Kunststoff, mit Armlehnen, dazu Tische mit Holzplatte und Metallfüßen. Ganz ruhig ist es allerdings nicht, da die Hauptstraße durch den Ort in Sicht- und eben auch Hörweite ist. Der Ort lädt dennoch zum Verweilen ein.

Es gibt einen Kellner, der macht einen recht ordentlichen Job, ist freundlich, fragt nach, vergisst auch mal was, ist halbwegs flott, lässt ausreichend Zeit um die Karte zu studieren und ist aufmerksam. Für mich fällt er allerdings unter die Kategorie versucht lustig zu sein, gelingt aber nicht ganz.

Wir starten mit einem grandiosen Frizzante von der Rösler Traube, der war nicht nur schön kalt, sondern auch sehr fruchtig und spritzig. Er kommt vom Weingut Zöch, Hauptstraße 27, aus dem Ort. Von ihm war auch das Fluchtachterl meiner Frau, Schankwein weiß, vermutlich ein GV, einfach perfekt wie sie meinte. Dazu kam automatisch ein Glas Leitungswasser. Weiters hatten wir 4 Spritzweine in Weiß, auch da wurde sehr guter Wein verwendet.

Ja und dann las ich im Vorfeld folgendes auf der HP vom Wirten: Wir wollen zu allererst unseren Kaffee-Butler vorstellen - nagelneues Modell, eine der Serienersten direkt aus einem Vorort von Treviso: Die Napoli von Sanremo, ein kleiner Ferrari unter den macchine per espresso. Eine Kolbenmaschine, keine Pumpe, sondern rein mechanisch. Der Druck kommt vom Kolben, der durch den Zylinder von oben das Wasser nach unten durch den Kaffee presst. Fast geräuschlos, alles was man hören kann, ist das Wasser, das angesaugt wird. Einfach schön und ganz besonders.
Das da die Erwartungshaltung nach klein schwarz stark nicht bitter und perfekte Temperatur natürlich sehr hoch war ist klar. Ich kann nur sagen absolut top, der Löffel steht drinnen. Dazu auch hier ein Glas Wasser.

Wir hatten gemeinsam eine Vorspeise und zwar Matjes Tatar in Ermangelung von Beef Tatar. Stand zwar in der Karte war aber nicht verfügbar, dazu frisches Weißbrot. Schwer zu beschreiben das Ganze, schmeckte schon nach Matjes, roter Zwiebel war da, Gurkerln und was weiß ich was da noch alle drinnen war und in Ziegelform. Geschmacklich irgendwie fad und es kam mit Sicherheit direkt aus dem Kühlschrank, kaum bestellt schon war es da, naja.....

Wesentlich mehr haben uns da schon die beiden Hauptspeisen überzeugt und zwar Fledermaus und Hendlhaxerl ausgelöst, beides gebacken, dazu jeweils ein Gemischter. Die „Maus“ top, durchzogen, saftig, die Panier von schöner goldgelber Farbe, sehr knusprig und was auffiel, sie war recht dick, aber ich mag das. Auch das eine Hendlhaxerl meiner lieben Frau war sehr saftig und die Panier wie bei der Maus super knusprig. An Deko fand sich am Teller ein Blattl Grünfutter, etwas Rettich und natürlich die für mich überflüssige Zitrone. Ich will einfach nicht verstehen warum muss ich ein so gutes Essen durch Zitronensaft sauer machen..... Dann war da noch der Salat aus Erdäpfeln mit Zwiebel, Kraut mit zu viel Kümmel, Paradeiser, Gurke und am besten der Radi mit Jungzwiebel. Von einer guten Salatmarinade haben die da leider keine Ahnung, die war schlicht und einfach fad, Salz und Pfeffer halfen etwas.

Die Moral von der Geschicht, Essen mit Licht und Schatten, das Ambiente ausgesprochen schön, nur der Straßenlärm stört etwas und dazu ein Kellner der einen halbwegs guten Job macht.
Alles in allem haben wir 57 Euro mit Trinkgeld beim SCHLOSSWIRT in Biberg gezahlt.

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