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die Völlerei

Yppenplatz 4
1160 Wien (16. Bezirk - Ottakring)
Küche: Österreichisch
Lokaltyp: Beisl
Tel: 01 9426537

1 Bewertung für: die Völlerei

Rating Verteilung
Speisen
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Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 15. April 2018
Experte
laurent
327 Bewertungen
59 Kontakte
Tester-Level 27
3Speisen
2Ambiente
3Service
2 Check-Ins

Ich habe in den letzten 10 Jahren hunderte von Lokalen besucht, über 400 auch hier bei restauranttester.at bewertet und dabei 15 x die Höchstnote für die Küche- u.a. auch für die Völlerei vergeben. Und genau mit dieser Erwartungshaltung kürzlich wieder in der Völlerei gewesen: Dritter Besuch innerhalb eines Jahres- und dabei aus meiner Best of "Feine Restaurants" in Österreich -Liste verschwunden

Ambiente unverändert- näheres nachzulesen bei den beiden letzten Bewertungen

Service: War die Letztbewertung noch mit Sehr gut zu bewerten ist´s diesmal ein Gut geworden. Eventmanagerin Dina Fritz ist zwar nett und freundlich, zweckdienlich dienlich; fungiert eher als ordertaker mit Laptopanschluss than Gastgeberin. Das Frastanzer-Bier überlaufend, das belanglose Weissbrot geschmacksbefreit

Küche: Philipp Hauer, der Küchenchef der Völlerei, hat das Haus verlassen und arbeitet jetzt als Souchef bei Anna&Jagetsberger im 14. Bezirk. Und ja, das merkt, sieht und schmeckt man.

Schon das Speisenangebot erscheint vereinfacht und reduziert, nur noch acht Speisen werden angeboten: Eine Suppe, Rindfleischsalat, Rindsgulasch, Bratwurst und Spinatknödl und ein Dessert.

Süßkartoffelsuppe mit Kokosmilch (5,50): Sowohl Intensität als auch Konsistenz wirklich sehr gut. Allerdings mit gehackter Petersilie und einer Unmenge frischem Paprika- mag zwar optisch nett ausschauen, geschmacklich aber in dieser Suppe absolut fehl am Platz

Mit schwarzem Sesam Gebackene Blunzradl (es war ein gebackenes) mit einem hervorragenden Apfel-Karottensalat mit pikantem Süß-Säure-Spiel sehr erfrischend; macht sich neben der Deftigkeit der Blunzn sehr angenehm. Dazu gabs noch einen Pinselstrich einer wässrigen Rote-Bete-Mayo, welche so gar nicht mit einer Mayonnaise zu tun hatte. (6,50)

Vorarlberger Kalbsbratwurst mit Rösti (und Lustenauer Senf- Selfservice aus der Tube) (14,50). Sehr feines, zart gewürztes Brät, die Wurst geschröpft und richtig knusprig gebraten, die Rösti; naja: Das war ein Erdäplschmarrn; mit dem Original hat das nichts zu tun gehabt

Schoko-Mokka-Panna Cotta mit Amarettini (5. --) Geschmacklich sehr ausgewogen, die Konsistenz zu gummiartig.

In Summe- aus zu kleiner Auswahl- gutes Essen, sehr spannendes Getränkeangebot. Allerdings kein Vergleich zu vor einem Jahr.

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Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
Diese Review zählt nicht für die Gesamtwertung des Lokals, da dieser Tester dieses Lokal bereits neuerlich bewertet hat.
am 14. September 2017
Experte
laurent
327 Bewertungen
59 Kontakte
Tester-Level 27
5Speisen
2Ambiente
4Service
2 Check-Ins

Neuerlicher Besuch- siehe laurent am 18. Mai 2017- Unveränderte Bewertung
Ambiente 2 für den Außenbereich:
OK, die Lage direkt neben verwaisten Verkaufsstandln vom Brunnenmarkt; dafür kann das Lokal nichts. Aber einfach Tische -ohne Irgendwas draufzutun- hinzustellen, Retrostühle mit null Sitzkomfort; das geht für an Spritzwein aber nicht für wirklich exzellentes Essen.
Service 4: Eine junge Dame, locker duzend unterwegs, sehr hilfreich und gut beratend, sehr aufmerksam. Da ich die Standardbegrüßung ( „was zu trinken…!) verneinte, wollte erst schauen was es denn so gibt- Fritz Rhabarber entdeckt!-, empfand ich es schon als seltsam dass nicht einmal beim Servieren der Vorspeise gefragt wird ab man einen Getränkewunsch habe

Speisen 5: Um ein bisserl jugendlich-hipper zu wirken: Leider geil!
Beef Tartar 10,50: Selbstredend nicht faschiert sondern gehackt; nicht zu fein, toll gewürzt. Herrlich dazu die Röstzwiebelmajonäse (Mayonnaise), die in hellem und dunklem Sesam gebackenen Kapernbeeren; einzig beim dazu gereichten Toast wäre qualitativ noch Luft nach oben…..

Geschmorte Lammschulter mit Mandel-Knoblauchcreme, Marille auf ach so unglaublich kräuterlich gewürztem, kalten CousCous-Salat (14.--). Herrlich, himmlisch, perfekt.

Hausgemachte Schoko-Trüffel (7.--) mit Salz und Schweinsgrammeln: Nein, das ist nicht kreativ um der Kreativität willen; das war eine großartige Dessertkombination.

Am abschließenden Macchiato gab´s ( außer dem Preis von 2,90) nichts auszusetzen

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Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
Diese Review zählt nicht für die Gesamtwertung des Lokals, da dieser Tester dieses Lokal bereits neuerlich bewertet hat.
am 18. Mai 2017
Experte
laurent
327 Bewertungen
59 Kontakte
Tester-Level 27
5Speisen
2Ambiente
4Service
2 Check-Ins

Wenn man nichts erwartet kann man nicht enttäuscht werden; andererseits auch besonders überrascht werden.
Über den ja jetzt ziemlich boomenden und angesagten Yppenplatz gebummelt, am Cafe Berger /Engelmaier ein neues Lokalschild gesehen „Die Völlerei“ und gleich mal Platz genommen. Eigentlich sollte es ein Platz im Gastgarten werden; aber bei perfektem Terrassenwetter war nichts frei. Andererseits: Wegen des besonderen Ambientes des Gastgarten braucht man dort nicht zu sitzen. Drei kleine Kaffeehaustischerl plus drei größere, rustikale Heurigentische mit dazugehörenden Bankerln; mag effizient aber sicher nicht gemütlich, schön oder gefällig sein.
Auch das Innere des Lokales eher spartanisch eingerichtet: Alter Holzboden, grün gekachelte Schank, die Tische einfach ohne was drauf (außer einer deplatzierten Nelke), ein alter Ofen, über der Schank eine Menge an angesagter Spirituosen. Retro-Chic so nennt man das jetzt, die Musikberieslung fällt hier eher unter Beschallung: Hardrock, Marley bis Kalkbrenner

Der Chef des Hauses war schnell bei Tisch (trotz vollem Garten) sehr freundlich, brachte die Getränkekarte (Papier auf Schieferplatte) plus Speisenkarte in Form einer großen Kreidetafel, welche er in Tischnähe, gut leserlich, platzierte. Fritz Rhababer-Spritz, Tirola Kola; beim Bier zeigt man höchste Kompetenz: Blak stoc wild street serious craft cider (geiler Scheiß), gezapftes Bevok tak pale ale aus der Steiermark nebst Franstanzer, August-Gin, Tio Pepe´s fino gibt’s als Spirituose in 2 cl und natürlich Hausbrandt-Kaffee. Beim Wein glasweise zeigt man sich noch verhalten, 3 Weiße und zwei Rote im Angebot; per Flasche einige Schmankerl wie die Triade 2011 von Maria Kerschbaum oder den ausgezeichneten Terra o vom Heinrich, 2011er um 65€.
Also all die Dinge die angesagt sind um angesagt zu sein. „Hypp“ auch das Erscheinungsbild des Chefs: Trendkappe am Kopf, Tatoos und Piercing.
Aber wie schon erwähnt: Ein ausgesucht engagierter Mensch, flott und zackig unterwegs, dabei aufmerksam und durchaus Schmäh drauf (darf das ein Vorarlberger denn?)

Das Speisenangebot: 2 Vorspeisen, 1 Suppe, 3 Hauptspeisen und ein Dessert- thats it; wobei im Laufe des Abends eine Vorspeise durch eine andere ersetzt wurde-
Philipp Hauer, welcher vorher im Roten Bären im 9. werkte, hat hier ein Betätigungsfeld, wo er sich und seine Küchenlinie, so scheint und schmeckt es, perfekt umsetzt.

Vorspeise: Saibling, 7,50: Mit einem Teller abgedeckt kam hier ein ganz und gar tolles Fischprodukt auf den Tisch; den Teller abgehoben- Rauchquoll hervor; ja auch für die Optik und den Showeffekt wird hier was getan. Zarte Raucharomen über das edle Stück, eine genial grün-vegetale Sauce dazu eine herrliche Granitèe mit körniger Substanz, einzig der Pumpernickel-Crumble geriet zu bissfest

Ein ganz und gar perfekter, rosa gebratener Lammrücken; wunderbar aromatisch und butterweich am Knochen gebraten, cremige Parmesanpolenta mit Oliven, Cherrytomaten, Erbsen, Lauch und Kräutern: Was sich wie eine Auflistung verschiedener Zutaten liest ergibt, mit dem extra dazu gereichten Marillenmus ein absolut stimmiges Aromengericht (€ 20,--) Dazu ein Glas Heideboden wo Keringer, welcher leider bei Raum (23 Grad)-Temperatur, freundlicherweise mit einem Glas eiskaltem Wasser) serviert wurde

Dessert: Lavakuchen mit Malz, Mispelkerneis, Rhababer (7,50): Eines meiner besten, stimmigsten Desserts der letzten Jahre: Schokokuchen mit flüssigem Kern ist ja keine Neuheit, wurde aber perfekt zubereitet. Genial die Geschmackskombination aus grobkörnigem, salzig-bittrigem Malzstreusel (wiewohl man das nun Crumble nennt), der zarten, süßen Herbheit vom Mispelkerneis, dazu ein mit frischer Minze marinierter Rhabarbersalat: Ein perfektes, großartiges Dessert

Ich habe in den letzten 8 Jahren hunderte von Lokalen besucht, 323 auch hier bei restauranttester.at bewertet und dabei 15 x die Höchstnote für die Küche vergeben; nun ist es wieder einmal soweit. Nachdem ich lese für welche Lokale/Küchenleistungen da oftmals die Höchstbewertung vergeben wird: Mit besten Gewissen kann ich das Lokal „Die Völlerei“ empfehlen. Ganz exzellente Küchenleistung, ein Service der optisch meiner Generation etwas eigen erscheint aber ganz und gar Gästeorientiert ist, einzig das minimalistische Ambiente ist nicht so meines

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