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L'OsteriaL'OsteriaL'Osteria
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Mo
11:00-24:00
Di
11:00-24:00
Mi
11:00-24:00
Do
11:00-24:00
Fr
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So
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hbg338
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L'Osteria

Am Hauptbahnhof 1
1100 Wien (10. Bezirk - Favoriten)
EG 152
Küche: Pizza
Lokaltyp: Pizzeria
Tel: 01 600 58 71 10Fax: 01 600 58 71 11
Lokal teilen:

6 Bewertungen für: L'Osteria

Rating Verteilung
Speisen
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Rating Details
am 20. September 2016
Bikermike
36
1
5
2Speisen
4Ambiente
2Service
1 Foto1 Check-In

Zuerst das Positive Hr Roland unser Kellner ist sehr freundlich.Das Ambiente ist zweckmäßig in Ordnung. Zu den Speisen das Bruschetta ist großzügig angerichtet (4 stk) und schmeckt sehr gut.Getränke kommen wie bestellt (nicht kalt) Daumen hoch.
Jetzt kommt leider das Negative,die Pizza schwimmt in Öl der Rand ist relativ hart und das Hühnerfleisch ist komplett ungewürzt!!! Das beste kommt zum Schluss,als ich die Serviceleitung verlange sagt sie mir das dass bei Ihnen so üblich sei . Frau "Veronika " scheint aus meiner Sicht nicht qualifiziert zu sein.
In der Filiale im 8,Bezirk ist das komischerweise überhaupt nicht so.

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am 14. Juli 2015
EvaK3
4
1
1
4Speisen
4Ambiente
4Service

Anlässlich einer Reise dachte ich mir, ich muss die l'Osteria am Hauptbahnhof testen. Ich entschied mich nach langer Überlegung für eine Pizza Crudo e Rucola und ich muss sagen die war wirklich ausgezeichnet. Obwohl ich wirklich großen Hunger hatte war die Pizza einfach zu groß für mich

Service war trotz des Massenandrangs schnell und freundlich

Ich werde jedenfalls wiederkommen.

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Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 15. Februar 2015
Experte
BruderBernhard
38
8
19
3Speisen
3Ambiente
5Service

Man liest viel über die Pizza Vienna, angeblich sei sie eine lokalisierte Version der Pizza Italiana. Als grosser Anhänger von Kuriosa jeglicher Kulör konnte ich es mir nicht verkneifen, das letzte Stündlein in Wien, vor Abfahrt des Nachtzuges, noch dieser Spielart des Ungewöhnlichen zu widmen. Und ich wurde nicht enttäuscht.

L'Osteria am Hauptbahnhof ist von aussen ein wirklich eindrückliches Lokal, platschvoll um diese Uhrzeit, 20 Uhr. Da alles quasi im Schaufenster stattfindet, konnte ich schon von weitem die wagenradgrossen Pizzen ausmachen, und draussen war's auch angeschrieben, 45 Centimeter im Durchmesser hat der Fladen. Das Personal ständig in Bewegung, die Küche noch offener als bei McDonalds nebenan, ein grosser Elektroofen, das sah alles schon mal gut aus. Bis auf die ominösen 45 Centimeter natürlich.

Da wirklich kein Platz mehr frei schien, wollte ich zuerst verzichten. Als ich dann doch ins Lokal komme, werde ich sofort von einem Garçon angesprochen, der mich mit schwungvoller Bewegung zu einer Sitzgruppe in der Nähe der Bar weist - halt, zuerst natürlich noch das obligate "Buona Sera" - Politik des Hauses, habe ich gelesen. Der Rest dann in einheimischer Zunge, akzentfrei, bar jeglicher Italianità - schon a weng a Gaudi, hm?

Am Nebentisch teilen sich grad drei Backfische eine dieser Monsterpizzen. Sehr ungewöhnlich, dieser Anblick für mich, sehr billig für sie, denke ich.

Ich bestelle das obligate Trio, die Visitenkarte jeder Pizzeria, eine Margherita, einen gemischten Salat, sorry, Insalata Mista, und normalerweise gehörte jetzt noch ein Boccalino di Merlot dazu, aber leider haben sie das nicht. Egal, Barbera oder Montepulciano sind genau so passend. Letzteren haben sie.

Da ich noch nie in Österreich italienisch gegessen habe, muss ich als Bezugspunkt ein vergleichbares Lokal wählen, die wunderbare Terraza Da Teo in Bellinzona. Schauts allenfalls nach bei Tripadvisor.

Der Garçon, echt nett und auf Trab, geht ab, kurz schiesst mir noch durch den Kopf, dass er mich gar nicht nach der Salatsauce gefragt hat - aber das ist auch nur in unserer Region so, dass die Standardfrage bei der Salatbestellung kommt, "italienische oder französische Sauce?". Aber das ist jetzt wirklich nur spezifisch für unsere Gegend, fällt mir ein.

Die Pizza wird mir nach vielleicht 15 Minuten gebracht, von einer nicht uniformierten Chefin de Service. Zusammen mit der Vorspeise, das habe ich jetzt allerdings so nicht erwartet und ist so auch nicht üblich, das würde mich jetzt normalerweise fuxen. Aber die rundum entwaffnende Nettigkeit lässt gar keine üble Laune aufkommen.

Die Pizza hängt rundum um ca. 7 cm über den Tellerrand und wischt damit unweigerlich bei jeder Bewegung über die Tischplatte. Servieren die das mal so einem Lebensmittelinspektor, ist das Lokal sofort zugesperrt, bis sie die entsprechend grossen Teller angeschafft haben, da bin ich mir aber ganz sicher. Aber auch das gehört halt zum Charme der allgegenwärtigen systematischen Übertreibung in diesem Lokal. Operette eben.

Ich zerschneide mit einigen Schwierigkeiten die immer wieder die Tischplatte wischende Pizza, eine saubere, genügend grosse Unterlage wäre jetzt praktisch. Freue mich aber über den gut gebackenen, leicht krossen Teig, wie ich ihn auch bestellt habe. Er schmeckt mir auch sehr gut und ist auch so dünn, wie ich es von einer Pizza erwarte. Man kann sie sogar falten, das mag ich sehr. Der Belag schaut auch schön aus, der Käse allerdings hat eine ungewöhnliche Konsistenz, einen so sauberen Schnitt bin ich mir nicht unbedingt gewohnt. Er schmeckt auch ungewöhnlich, nämlich nach nicht viel. Zur Tomatensauce kann ich nur sagen, sie ist rot. Wir haben es hier wohl mit einem guten Pizzaiolo zu tun, einem hausgemachten Teig auch, aber ultragünstigen Zutaten, weil es muss halt einfach etwas drauf auf die Unterlage. Ich kann damit leben, bei dem Preis war wirklich nicht mehr zu erwarten.

Der Salat ist der Schocker. Eine schöne Mischung von Cherrytomaten, Grünzeugs, etwas Cicorino Rosso und ein grosszügiges Topping von nicht mehr ganz taufrischem Ruccola. Aber die schöne Mischung wird durch die Politik des Hauses richtiggehend verdorben, so was habe ich jetzt noch überhaupt nie erlebt. Die Sauce ist leicht säuerlich und sehr süss, als ob sie aus eingemachten Weichselkirschen und Extrakt von Granatäpfeln hergestellt worden wäre. Der Salat ist beim allerbesten Willen so nicht essbar. Ich versuche, ihn mit dem Essig auf dem Tisch anzusäuern, eine Halbliterflasche steht da, was die Sache aber nur noch schlimmer macht. Signorina, igge 'abe gare gheine Essig, das ist dieses billige Balsamico-Imitat, das gut gemeinte Speisen auch in Haushalten mit Drang nach Höherem flächendeckend verseucht. Ehrlich, ich bringe keinen Bissen von dem Zeug runter.

Bleibt der Wein - ich würde den als leicht lieblich und ansonsten banal bezeichnen, stand wohl zu lange nahe beim Lambrusco? Passt zum Salat.

Da das Resultat so durchzogen ist, müssen wir jetzt eine Rechnung auftun: Teig 4, Belag 2, Salat 1 (weil Null nicht geht), Wein 2, ergibt 9 durch 4 = 2.25. Wohin jetzt damit, hinauf oder hinunter?

Als der Garçon zum Abräumen kommt, sage ich es ihm, den Salat kann man nicht essen. Er so: "Der kommt aber gut an". Ich so: "Daran habe ich gar keinen Zweifel". Er aber immer nett, deshalb darf ich die Note aufrunden auf eine gefühlte 3. Dass er mir anbietet, den Rest der Pizza einzupacken, ein gutes Drittel noch, hat auf die Bewertung keinen Einfluss, gehört aber unter den Absurditäten erwähnt. Schon mal eine kalte Pizza von gestern aufgewärmt? Das macht man einmal im Leben und dann nie wieder.

Das Lokal brummt weiterhin wie wild, Leute kommen und gehen, Eros Ramazotti ist auch da und beeindruckt seine neue Flamme mit seiner genuinen 'Italianità' - ah nein, er ist es nicht, aber die engen Hosen, das kurze Jacket, die spitzen Schuhe, das etwas fortgeschrittenere Alter - er hätte es sein können. Ergo: Das Lokal ist sicher die perfekte Bühne für solche Spielchen, und die Bedienung spielt da gerne mit, das finde ich richtig toll, hier kriegt man noch was für sein Geld, ein Garçon soll bitte unbedingt Komplize sein. Bravo! Man erwartet jeden Augenblick Groucho Marx, aus der Tiefe des Lokals kommend, Händeschütteln hier, Schulterklopfen da, Oberarm drücken für die Signora, Küsschen für die Signorina, Wangen tätscheln der Bambini, verteilt er seinen Furbi et Orbi im Raum.

Fehlen bloss noch die Autoschlüssel auf den Tischen.

Wlan sehe ich nirgends angezeigt, aber das wäre ja wohl hier auch fehl am Platz. Es ist ein Lokal, wo man gerne hinkommt, es ist einladend, eindrücklich, hat sowohl bequeme Ecken wie auch grosse Tische, man wird auch nicht hinauskomplimentiert, will mir scheinen, aber ein schneller Umschlag der Kundschaft ist halt an dieser Lage und bei diesen Kampfpreisen schon nötig.

Bleibt als Fazit der Eindruck, dass ein sehr emsiges, junges Personal von einem cleveren Management in intensiver Schulung den nötigen Schliff erhält, der für diese Kulissenschieberei notwendig ist, und ich als Gast mache da eigentlich gerne mit. Die sind auf dem besten Weg zum In-Lokal für eine preisbewusste Klientel. Aber dieser Salat...

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Letzter Kommentar von am 15. Feb 2015 um 09:18

ich werde mich das nächste mal unter aller Garantie des Salates enthalten! Umso mehr nach deinen Einbettungen in die lokalen Gepflogenheiten.

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Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 11. November 2014
Experte
StephanS
54
8
18
2Speisen
3Ambiente
4Service

Mit zwei Teenagern mussten wir diese neue Pizza-Systemgastro-Kette natürlich mal testen. Meine Erwartungshaltung war "Vapiano mit Bedienung" - also durchaus hoch - schließlich mag ich das Vapiano; nicht als Restaurant freilich, aber durchaus als hochwertige Fastfood-Option. Dabei noch gemütlich sitzen und bedient werden - das wärs doch!

Leider muss ich weiter suchen....

Die Begrüßung erfolgte freundlich - professionell und ebenso wurden wir zum nicht reservierten Tisch geleitet - da passt alles. Der Tisch ist sauber, nicht vollgeräumt, fast ein bisserl "nackert" - aber das darf so sein in dieser Kategorie von Lokal.

Die Speisekarte beschränkt sich auf die Basics "Pizza", "Pasta", "(Touristen)-"Antipasti" und Salate - das reicht auch! Es gibt eine Wochenkarte, in der es noch mehr von diesen Basics gibt, außerdem Muscheln und noch ein paar Kleinigkeiten. Desserts stehen auf einer eigenen Karte - aber hier herrscht bei uns kein Bedarf -> ist doch im Hauptbahnhof eine Niederlassung der Konditorei Oberlaa untergebracht; für mich die beste von den Ketten-Konditoreien.

Getränke werden bestellt und rasch gebracht, sind erwartungsgemäß ohne Fehl und Tadel.

Die Pizzen: Die Aussicht auf die Nachbartische gibt Gewissheit - wir teilen. Keine Ahnung was dieses Konzept soll, zu rel. hohen Preisen (die Pizzen fangen unter 10 EUR an und gehen je nach Belag deutlich darüber hinaus) absurd große Pizzen anzubieten. Das kennen wir schon vom eatalico im 2. Bez. - und auch dort ist es nicht ansprechend. Hier auch nicht.
Auf der Speisekarte wird angeboten, Resterln einzupacken. Toll. Warum nicht einfach eine kleinere Version anbieten?

Also: eine 4formaggi --> Dezent mit Käse belegt, gschmackig aber nicht überladen. Von der Belag also gut. Der Teig ebenfalls sehr OK; leider halt kein Holzofen - aber für Elektroofen sehr gut. Die Funghi der Töchter auch sehr in Ordnung; frische Champignons - leider keine Selbstverständlichkeit.

Warum dann nur eine 2 fürs Essen?
--> Der Tomatengatsch, der auf jede Pizza geschmiert wird, ist qualitativ einfach schlecht. Keine Ahnung ob hier im Chemielabor gekocht wurde oder miese Grundprodukte verwendet werden - aber das schmeckt wie von einer TK-Pizza vom Lidl. Schade, dass eine gute Qualität durch ein solches Detail zunichte gemacht wird.
Der dazu bestellte Salat: Zu teuer - EUR 4,50 für einen aufgeschnittenen Paradeiser muss wirklich nicht sein; und die paar grobmotorisch zerkleinerten Zwiebelstücke darüber erklären denn Preis auch nicht wirklich. Etwas besser der gemischte Salat (auch so in der Preisklasse) - fast frisch und eine gute Mischung...

Mariniert wird mit Pseudo-Balsamico und charakterlosem Olivenöl, das auf jeden Tisch eingestellt ist. Naja....

Unterm Strich: Das Erfreulichste ist die professionelle, unaufdringliche Bedienung - allerdings sind eingelernte Italo-Wortfetzen ("Buon Giorno", "buon appetito") von Österreichern, die Österreicher mitten in Wien bedienen ein wenig "gewollt" und eigentlich peinlich. Da kann aber das Personal nichts dafür - das ist merkbar Konzernvorgabe. Das Essen ist nicht ganz schlecht, aber weit entfernt von gut - für ein schnelles Essen, wenn man in der Gegend ist, OK - mehr aber nicht.
Der Preis insgesamt erstaunlich niedrig - mir wäre es lieber, 20% mehr zu zahlen, dafür die paar Kleinigkeiten behoben zu wissen.

Ich werde wohl weiter nach meinem "Vapiano mit Bedienung" Schnellimbiss suchen...

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Letzter Kommentar von am 12. Nov 2014 um 14:33

Ich sage auch nicht "alle". Außerdem: ich nehm die Bürste! ;-)))

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am 28. Oktober 2014
Experte
uc0gr
215
47
28
4Speisen
4Ambiente
4Service
56 Fotos9 Check-Ins

Mit der Eröffnung des „Hautbahnhof Wien“ am 10. Oktober 2014 wurde auch eine neue Filiale der „L’Osteria“ eröffnet. Direkt an der Ecke, an der Gürtel, Sonnwendgasse, Favoritenstraße sowie Laxenburger Straße unter der Durchfahrt Südtiroler Platz zusammenlaufen, hat sich das Lokal im neuen Hauptbahnhofgebäude eingemietet. Davor, am leider wieder ausschließlich mit Asphaltplatten gestalteten Platz, befindet sich ein kleiner Gastgarten mit ein paar Tischen und Sonnenschirmen.

Ja, natürlich ist die „L’Osteria“ ein Ristorante an einem Bahnhofsgelände und natürlich ist die „L’Osteria“ auch eine Art Systemgastronomie, aber das weiß man im Vorhinein und daher gibt es diesbezüglich von mir keinerlei Abzüge beim Ambiente. Hinter den österreichischen Filialen der „L’Osteria“ steht die Salzburger Gesellschaft „Alpin Gastronomie GmbH – Salzburg“. In der „L’Osteria“ wird stets frisch gekocht, der Gast wird bedient und muss sich nicht die Speisen selbst irgendwo abholen. Somit ist die „L’Osteria“ ein vollwertiges Ristorante bzw. eine vollwertige Pizzeria.

Wir haben noch bei keinem Besuch reserviert, kamen aber immer außerhalb der Hauptzeiten und erhielten bei jedem Besuch den gewünschten Tisch. Auch wurden wir bei jedem Besuch noch sehr freundlich und herzlich in Empfang genommen, man fühlte sich sofort sehr willkommen.

Direkt nach dem Eintreten in das Lokal befinden sich eine recht große und moderne Schank, große, rote Hängeleuchten und die teils „loungeartige“ und teils „bistrotartige“ Möblierung – ein großer Bildschirm signalisiert die Abfahrtszeiten der Züge vom Hauptbahnhof. Im hinteren Bereich, ebenfalls recht hell, freundlich und einladend, stehen dann eher die klassischen Speisetische mit sehr bequemen Sesseln, die gut gepolstert und breit sind. Sehr bequeme Sitzbänke mit extra Sitzpölsterchen da und dort ergänzen das Interieur. Hier wurden die Möbeln in Naturfarben gewählt – braun, sand- und schlammfarben. Die Zweier-Tische sind leider auch in der „L’Osteria“ eher minimalistisch, besonders bei den hier angebotenen Pizzagrößen.

Im hinteren Bereich befinden sich eine „Brotstelle“, die „Panificio“ (= Bäckerei oder Backstube), in Form einer großen Anrichte mit in Regalen gelagerten, großen Weißbrotwecken sowie die offene Pizzaküche mit einem Steinofen, der aber leider elektrisch betrieben wird. Es ist immer wieder schön, einem Pizzaiolo, der sein Handwerk versteht, bei der Arbeit beobachten zu können. Mit buntem, farbigem Fensterglas wurde eine optische Abtrennung zur teilweise offenen Küche gestaltet. Mittig im Lokal befindet sich eine Kühlvitrine mit den klassischen „Antipasti“-Angeboten – gebratenes Gemüse, Meeresfrüchte, etc.

Zu trinken hatten wir bisher „Paulaner Weisse alkoholfrei“ (EUR 3,80 / 0,5l), ein sehr gutes alkoholfreies Bier, ein „Seidel Helles“ (EUR 2,50 / 0,33l), einmal „Pago Pfirsich mit Leitungswasser“ (EUR 3,30 / 0,5l), einen „Eistee Zitrone“ (EUR 3,30 / 0,5l), einen „Cappuccino“ (EUR 2,50) sowie diverse „Espresso Doppio“ (EUR 2,50). Alle Getränke waren immer tadellos, der Kaffee der Marke „ANDRASCHKO Kaffeemanufaktur Berlin“ war stets ausgezeichnet und hat als Edel-Kaffee in Deutschland bereits „Kultstatus“ (Link). Generell stellt man in der „L’Osteria“ fest, dass die Getränke erfrischend leistbar sind, speziell die günstigen Kaffee-Angebote.

Zu den Speisen wurde bei allen Besuchen eine sehr gute Menage, bestehend aus gutem, nativem Olivenöl, dunklem Balsamico, Meersalz aus Italien und einer Pfeffermühle gereicht. Bei Bedarf gibt es natürlich auch Parmesan, der zwar vorgerieben, aber immer frisch und saftig war. Lobenswert auch, dass bei den Pizze weder Knoblauchrand noch Oregano angeboten werden – das wäre in Italien auch verpönt. Die „L’Osteria“ hat keinerlei Auszeichnungen oder Hauben, und genau in diesem Rahmen und auf diesem Lokalniveau werde ich die Bewertung durchführen.

► „Vitello Tonnato“ (EUR 9,30):
Das Vitello wird hier umgekehrt serviert, Thunfisch-Creme unten und das Fleisch obenauf, was aber wiederum die tolle Fleischqualität zum Vorschein bringt. Ein zartes, rosafarbenes und sehr dünn aufgeschnittenes Kalbfleisch wurde mit einer fein abgeschmeckten „Tonnato“-Creme (vielleicht etwas zu mayonnaiselastig), frischem Rucola, Kapern und Parmesan serviert. Dazu reichte man ein Körbchen mit ausreichend viel Weißbrot, das vor allem auch Geschmack hatte – „SEHR GUT“ (4), sehr wenig nur am Ausgezeichnet vorbei.

► „Carpaccio di Manzo“ (EUR 8,80):
Ein unglaublich dünn geschnittenes aber trotzdem nicht zerrissenes Rinderfilet wurde serviert. Bei der Marinade war man für meinen Geschmack etwas zu zaghaft, jedoch konnte man ja nachwürzen. Die Fleischqualität und der Fleischgeschmack waren jedoch wieder wunderbar. Dekoriert mit frischen Cherrytomaten, frischem Rucola, bereits genanntem Weißbrot und gehobeltem Parmesan war dieser Gang eine Geschmacksfreude - „SEHR GUT“ (4).

► „Pizza Salami“ (EUR 8,00):
Ein 45cm-Wagenrad wurde für die beste Tochter von allen serviert. Diese Pizza besteht aus dem Standard-Pizzakäse, da die beste Tochter von allen leider keinen Mozzarella mag. Die Salami war sehr gut, dünn geschnitten und g’schmackig aber nicht aufdringlich vordergründig. Der Pizzateig hatte einen ausgezeichneten Geschmack und war ausreichend knusprig, der Rand vielleicht nicht ganz so aufgeplustert aber trotzdem schon auch flaumig. Ein glattes „GUT“ (3) für diese Pizza, weil nicht so außergewöhnlich.

► „Pizza Salsiccia Piccante“ (EUR 11,00):
Für den Pizzateig gilt bereits Geschriebenes, diese Pizza war aber definitiv um eine Klasse besser. Eine wunderbare, scharfe Peperoni-Salami, Mozzarella (Fior di Latte), frische und sehr süße Kirschtomaten sowie frisches Basilikum vervollständigten den wahren Genuss und daher gibt es für diese Pizza ein glattes „SEHR GUT“ (4).

► „Rigatoni Gorgonzola“ (EUR 7,80):
Herrlich einfach diese Pasta, etwas Schlagobers, Gorgonzola (vorzugsweise Gorgonzola Dolce Latte) darin schmelzen, Pasta „al dente“ darin schwenken, abschmecken und fertig. Herrlich! Die Rigatoni waren genau richtig al dente, gewünscht hätte ich mir nur einen kleinen Kontrastpunkt – ich nehme dafür gerne Honig oder mache manchmal Birnenmus dazu. In Summe aber ein glattes „SEHR GUT“ (4) in diesem Rahmen.

► „Penne Salsiccia“ (EUR 9,00 - Italienische Bratwurst, scharfes Olivenöl, Porrée):
Wieder ein Beispiel, wie man eine delikate Speise bloß aus zwei, drei erstklassigen Zutaten zaubern kann. Natürlich, bei Pasta gelingt das besonders gut, aber trotzdem war diese Speise ein Schulbeispiel. G’schmackige italienische Bratwurst, gutes „Olio di Peperoncino“, frischer Porrée und etwas Kochwasser von den Nudeln zurückbehalten – das alles vermengt, ergibt genau dieses wunderbare Gericht. Einfach, zugegeben, aber besser machen eben auch kaum möglich – „AUSGEZEICHNET“ (5). Redundant zu erwähnen, dass die Penne genau richtig am Punkt waren.

► „Spaghetti Ragù alla Bolognese“ (EUR 8,80):
Das Ragù nicht ganz mein Fall, mag ich es doch gerne etwas süßer. Es war aber kochtechnisch sehr gut gemacht, sehr gemüsig, pikant, nur das Betonen der Tomatensüße hatte mir doch sehr gefehlt. Dieses „Ragù alla Bolognese“ hatte aber sicher lange gekocht, denn das Faschierte war wunderbar weich und der Fleischgeschmack ging in die gesamte Sauce über. Die beste Tochter von allen meinte, „Papa, wie in Bibione!“ und daher gibt es ein glattes „SEHR GUT“ (4) – auch hier waren die Spaghetti genau auf dem Punkt.

► „Insalata Caesare“ (EUR 6,80):
Hier wurde der Salat mit Romanasalat, Knoblauchcroutons, Parmigiano Reggiano, und geheimnisvollem Ceasare-Dressing serviert. Das Dressing für einen „Caesard’s Salad“ hat zwei Musskomponenten: Sardellenfilets und nur ganz kurz gegarter Eidotter – damit wird dann mit Knoblauch, Zitronensaft, Olivenöl und Worcestershiresauce ein cremiges Dressing aufgeschlagen – wie bei einer Mayonnaise. Fast hätte man das auch hier erreicht, jedoch die Farbe ließ darauf schließen, dass vom Eidotter relativ wenig verarbeitet wurde. In Summe war der knackige Salat ganz O.K., den Knoblauch im Dressing sollte man aber niemals mit Knoblauchcroutons ersetzen – daher gibt es in Summe auch nur ein gutes „MÄSSIG“ (2).

► „Tiramisu“ (EUR 4,80):
Das Tiramisu war handwerklich völlig in Ordnung – keine Biskotten sondern Savoiardi wurden hier verarbeitet. Die Mascarponecreme war sehr harmonisch und luftig leicht. Ein glattes „SEHR GUT“ (4) für ein Tiramisu „außer Haus“.

► „Piccolo Duetto“ (EUR 3,50):
Bei diesem Dessert kann man 2 Süßspeisen aus Tiramisù, Crema di Fragola oder Panna Cotta wählen. Das Tiramisu war eine Klasse schlechter wie das alleinige Pendant, die Panna Cotta war gut, aber mehr auch nicht. „Panna cotta“ = gekochte Milch, gekochtes Obers – dieses Dessert lebt von sehr wenigen Zutaten, eine davon ist beste Vanille. Die gab es hier nicht, geschmacklich war die Vanille zu schmecken, jedoch war kein einziger Punkt von der guten Vanille zu sehen – ergo wurde keine echte Vanille verarbeitet. In Summe daher leider nur „MÄSSIG“ (2).

36 Punkte für 10 Speisenbewertungen ergeben im Durchschnitt 3,6 Punkte und daher gerade noch ein „SEHR GUT“ (4), wobei man darüber hinaus festhalten sollte, dass die Getränke sehr gut waren und vor allem sehr konsumentenfreundlich verrechnet wurden.

Für das Ambiente gebe ich gerne ebenfalls ein „SEHR GUT“ (4) – wer in der „L’Osteria“ Haubenküche oder Umgarnen erwartet, ist sowieso falsch am Platz. Was mir nicht gefällt ist die Tatsache, dass die Teller der angebotenen Pizzagröße nicht entsprechen. Wenn man 45cm-Pizza anbietet, dann sollte der Teller dementsprechend groß sein – ich hasse Essen, das am „Tisch liegt“, auch wenn man diesen Umstand mit Einmal-Papiersets zu umgehen versucht. Was aber toll ist, man bietet endlich einmal sehr gute Pizzamesser („Picard & Wielpütz“), die den Namen auch verdienen. Natürlich ist auch noch alles neu und unverbraucht, trotzdem sieht man aber das Personal während Leerläufen permanent putzen. Die Sanitäranlagen sind TOP gepflegt, die Beschriftung ist originell, der Italienischkurs auf den Toiletten weniger, kennt man das doch bereits vom „eatalico“.

Für den Service gebe ich gerne auch ein „SEHR GUT“ (4), weil hier so viele Nachwuchskräfte am Werk sind – ich mag das sehr. Bisher waren alle Servicekräfte ausgesprochen nett und sehr zuvorkommend. Dem übertriebenen, italienischen Gehabe, das sehr aufgesetzt und per Seminar eingebläut an den Gast kommt, sehe ich nach.

Fazit: ich empfehle die „L’Osteria“ für einen unkomplizierten und angenehmen italienischen Genuss unbedingt. Bei den Pizze sollte man sich für die „Partnervariante“ entscheiden (je eine halbe Pizza pro Person). Jede Pasta, egal welche Sorte, war stets auf den Punkt „al dente“ gegart – TOLL. Schade nur, dass man keinen „Mozzarella di Bufala“ im Programm hat. Abwechslungsreich gestaltet sich aber die Wochenkarte mit saisonalen Empfehlungen. In Summe ist das Preis- / Leistungsverhältnis in der „L’Osteria“ für Speisen und Getränke wirklich sehr gut. Wir kommen sicher immer wieder – schnell, unkompliziert und gut.

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Letzter Kommentar von am 14. Feb 2015 um 21:26

Mozzarella ist eben bei uns leider kein Standard.

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am 23. Oktober 2014
Experte
hbg338
388
56
29
3Speisen
4Ambiente
3Service
8 Fotos1 Check-In

Mit der Eröffnung des Wiener Hauptbahnhofs bekam Wien die zweite L’Osteria Filiale. Sie befindet sich allerdings nicht direkt im Gebäude vom Hauptbahnhof sondern eher im Bereich der Durchfahrt von der Laxenburger Straße zum Gürtel. Das letzte Lokal an der Außenfront rechter Hand wenn man Blickrichtung vom Gürtel zum Bahnhof hat. Die Autobusstation der Autobuslinie 13A und 69A befinden sich unmittelbar vor dem Lokal. Auch der Abgang zur U-Bahn und Schnellbahn ist nur wenige Schritte entfernt.

Vor dem Lokal befindet sich, dank des kalten regnerischen Wetters, ein verwaister Gastgarten. Gleich nach dem Eingang vom Lokal werde ich von einem Angestellten begrüßt und nachdem ich die Frage ob ich alleine bin und etwas essen wolle bestätigte zu einem Tisch für 4 Personen gebracht. Speisekarten liegen griffbereit auf den Tischen. Ebenfalls liegt eine Dessertkarte auf, und vom Kellner wurde eine Tageskarte vorbeigebracht. Das Hauptaugenmerk liegt natürlich auf den Pizzen die es in unzähligen Varianten gibt. Preislich von knapp unter € 7,00 bis zu € 11,00. Meine Wahl fiel auf eine Prosciutto e Funghi und als Getränk der obligate große Apfelsaft gespritzt. Sehr angenehm ist das man hier gar nicht vor die Wahl gestellt wird ob man die Pizza mit Knoblauch wünscht oder nicht. Das gibt es nicht im Angebot.

Zur Einrichtung. Das Lokal könnte von der Inneneinrichtung genauso irgendwo anders sein. Nichts mehr mit Bahnhofflair. Sehr hell eingerichtet mit viel Holz teilweise knallroten Lustern und verschiedenfärbige gestalteten Wänden. Diverse Accessoires an den Wänden verleihen dem ganzen Lokal einen äußerst freundlichen und gemütlichen Eindruck. Sehr angenehm beim Sitzen fand ich die auf der Sitzbank zur Verfügung liegenden Polster. Das Lokal ist komplett rauchfrei. Ebenso ist es barrierefrei gestaltet.

Die Wartezeit auf den Apfelsaft gestaltete sich ungewohnt lange, und als die Pizza vor dem Getränk gebracht wurde ist auch dem jungen Mann schnell klar geworden das er etwas vergessen hatte. Wurde sofort bereinigt und er brachte mir einen großen naturtrüben Apfelsaft. Die Pizza um etliche Zentimeter größer als der Teller. Der Rand hing weit darüber hinaus und lag auf den runden Papieruntersetzern auf. Auch beim Zerteilen war es eine gewisse Herausforderung bei der Größe.

Die Pizza gut belegt. Kein billigsdorfer Pizzaschinken sondern ein geschmacklich sehr dominierend und würziger Schinken. Die Champignons gingen geschmacklich neben dem dominierenden Schinken etwas unter. Der Boden sehr dünn und auch der Pizzarand nicht sehr hoch aufgegangen. Etwas schade für mich, denn ich liebe den Pizzarand ohne Belag abzuschneiden und wie ein Pizzabrot zu essen. Geschmacklich war der Pizzateig auch sehr gut und man merkte das Salz in der richtigen Dosis hinzugeführt werden. Auch wenn es keine Holzofenpizza war, der Geschmack war sehr gut. Im Gegensatz zu meinen Tischnachbarn katte ich den Kampf mit der Pizza gewonnen und sie komplett aufgegessen. Dafür musste ich halt auf eine Nachspeise verzichten.

Der Toilettenbesuch bescherte mir einen Italienischkurs. Aus dem Lautsprecher werden Speisenbezogene Sätze vorgetragen. In italienischer Sprache und ins Deutsche übersetzt. Die Toilettenanlagen sind sehr schön gestaltet und in tadellosen sauberen Zustand.

Zusammenfassend ein sehr gelungenes Essen. Bis auf den kleinen Ausrutscher beim Getränk war das Service in Ordnung. Zwischenfrage während des essen ob es schmeckt, und auch beim Abservieren wurde nachgefragt ob es geschmeckt hat. Preislich der große naturtrübe Apfelsaft um € 3,30 überraschend günstig und die Pizza mit € 9,00 auch akzeptabel, wenn man die Größe mit einberechnet. Von der Optik ein sehr ansprechendes Lokal und die Lage des Lokals könnte auch nicht viel besser sein. Vor allem wenn der Bahnhof dann im Vollbetrieb ist. Das Lokal ist für mich eine absolute Bereicherung des Wiener Hauptbahnhofs.

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Letzter Kommentar von am 23. Okt 2014 um 19:19

Ned unbedingt.. :-)

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