RestaurantTester.at
Home Mein Profil Lokal Guides Events Lokal eintragen
Speisen
Ambiente
Service
42
31
31
Gesamtrating
35
7 Bewertungen
Alle Ratings 0 - 50
Bewertungsschlüssel
Rating Details
Rating Details
Close X
Loading
PETZ im GußhausPETZ im GußhausPETZ im Gußhaus
Alle Fotos (19)
Event eintragen
PETZ im Gußhaus Info
Features
Gastgarten, Schanigarten
Ambiente
Gemütlich
Preislage
Gehoben
Kreditkarten
Gängige Karten
Eröffnungsjahr
2015
Öffnungszeiten
Mo
geschlossen
Di
17:30-24:00
Mi
17:30-24:00
Do
17:30-24:00
Fr
17:30-24:00
Sa
17:30-24:00
So
geschlossen
Hinzugefügt von:
hbg338
Letztes Update von:
cmling
Lokalinhaber?
Lokalinhaber-Konto
Close X
Loading

PETZ im Gußhaus

Gußhausstraße 23
1040 Wien (4. Bezirk - Wieden)
Küche: Österreichisch, Wiener Küche
Lokaltyp: Restaurant, Gasthaus, Gasthof
Tel: 01 504 47 50
Lokal teilen:

7 Bewertungen für: PETZ im Gußhaus

Rating Verteilung
Speisen
5
2
4
4
3
1
2
1
0
Ambiente
5
4
1
3
5
2
1
1
0
Service
5
4
2
3
3
2
2
1
0
Bewertungsschlüssel
Rating Details
am 16. Oktober 2016
Update am 20. Oktober 2016
Experte
cmling
48
22
18
5Speisen
4Ambiente
3Service

Lebhafte Empfehlung!

Absolut gekonnte Würzung (seine Rahmkohlrabi mit Eierschwammerln sind so subtil mit Kräutern versehen, daß man sukzessive erkennt, daß man eigentlich noch vier bis acht Teller davon essen möchte; Bigoli mit Ricotta und grünem Curry + Wiener Weinbergschnecken zeigen die Handschrift eines Meisters, der Ricotta federt den extrem intensiven Curry gerade soweit ab, daß man an den Schnecken auch noch Freude hat, und eine andere Pasta dazu kann man sich nachher kaum vorstellen), interessante Weine zu teilweise erfreulichen Preisen.

Der Laden brummt, es ist gemütlich und alles dauert ein Weilchen. Personal einheitlich freundlich mit uneinheitlichem Wissensstand.

[Diese Bewertung wird wahrscheinlich noch ausgedehnt.]
Erste Ausdehnung. Ich erinnere mich an Gerichte, die meine Tischgenossen hatten (Terrine von Wildhasenlebern!) und runde den fetten Vierer für die Speisen freudig auf.
Zweite Ausdehnung: Öffnet nicht um 1130 sondern um 1730. Alle Kreditkarten außer JCB. Administrator mag kein Update machen.

Was meinst du zu dieser Bewertung?
Hilfreich?Ja6Gefällt mir2Lesenswert
Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 5. Mai 2016
Experte
Stammersdorfer
234
28
27
4Speisen
3Ambiente
3Service
9 Fotos1 Check-In
Gelistet in: INNEREIEN

Vorgestern Abend mit lieben Freunden zu Gast bei Meister PETZ im GUSSHAUS, in der gleichnamigen Straße, auf Haus 23, im Vierten. Der letzte Besuch bei ihm war, als er noch beim Meinl am Graben kochte, ist also schon einige Tage her. :-)
Die Anfahrt mit dem großen roten Schienenfahrzeug der Linie D bis zum Schwarzenbergplatz, dann einige Minuten zu Fuß stadtauswärts. Mit der 2er Bim kommt man auch recht gut hin.

Die telefonische Reservierung schon einige Wochen zuvor, denn die letzten beiden, allerdings recht kurzfristigen Versuche, sind kläglich gescheitert. Aber wie heißt es so schön, aller guten Dinge sind bekanntlich drei. Die Hütte war übrigens auch am Dienstag den 3.5.2016 wieder voll.

Übers Ambiente wurde hier im Forum schon einiges geschrieben. Wenn man rein kommt der kleine gemütliche Schankraum, wo man sich nach wie vor eine ins Gesicht stecken kann. Wir hatten unseren Tisch im hinteren Raum, da geht es leider etwas kühler zu. Roter kalter Steinboden, weiße Wände, mit einigen mehr oder weniger geschmackvollen Bildern, Holzsesseln und -tische. Auch der Versuch mit zwei Weinschränken, einer Holzkommode und einem Spiegel, etwas Gemütlichkeit zu vermitteln, gelingt nur bedingt.

Der Start in den Abend mit 2 Glas Rose Sekt vom Loimer aus Langenlois, gut, sogar sehr gut, nur leider gabs hier, für uns vier, keinen Prosecco :-(

Nachdem wir ausreichend Zeit hatten die Speisekarte zu studieren, kam das Gedeck, bestehend aus Fleischaufstrich, Butter und dem gut sortierten Körberl, später dann noch ein Zweites. Der Aufstrich undefinierbar, hat irgendwie nach Curry, aber auch Zeller? geschmeckt, er hat uns nicht recht überzeugt, fehlerlos, aber irgendwie „eigen“. Die Butter war streichfähig, Brot und Gebäck frisch.

Das erste Flascherl des Abends war der Kumarod, vom Weingut Schwarz, aus Andau im Burgenland. Ein Weißweincuvee (gibt’s auch in rot) zu je einem Drittel aus Sauvignon Blanc, Chardonnay und Scheurebe. (auch Sämling 88) Der war schlicht gewaltig, sehr fruchtig, etwas schwerer, von kräftiger gelber Farbe und etwas Restsüße.
So blieb dann leider der darauf folgende Pinot Blanc „Gola“ aus 2014, vom Weingut Wohlmuth, aus Kitzeck im Sausal, Südsteiermark, etwas zurück. Auch ein erfrischender, fruchtiger Weißer, sogar ausgezeichnet, nur hätte man ihn vor dem Kumarod trinken sollen, aber egal.
Von der Wiener Hochquelle, einmal bestellt, stand immer eine Karaffe am Tisch, ohne dass sie danach auf der Rechnung stand.

Was hatten wir zu futtern? Da waren zwei Vorspeisen, einmal Vitello Dorschato mit Lardocrostini und Beef Tartar samt Avocado. Für mich ein Zwischengericht, das Hausbeuscherl in der kleinen Version, mit Serviettenknödel und Hendlherzen. Sowie als Hauptspeise Backhuhn mit Salat und Kalbsherz in einer Morchelsauce, dazu irgendwas Eierteigiges? Eine Nachspeise gabs auch und zwar Schokolade aus der Xocolat-Manufaktur, wobei ich da bei der Bestellung etwas anderes vor Augen hatte?

Das Vitello großartig, mit sehr dünn geschnittenem Kalbfleisch, sehr fein und weich, dazu eine grandiose Dorschlebermayo. Die nicht geil, mit tollem Fischgeschmack, einfach herrlich. Der leicht salzige Speck auf den Crostini sehr gschmackig.
Das Tartar eines von der gröberen Machart, gut gewürzt, wobei die Avocado etwas unter geht, da gibt’s bessere. Das Körberl kam auch hier zum Einsatz.

Mein Beuscherl beim Petz Bär, hat mich voll überzeugt. Nicht flüssig, eher cremig, die Kalbslunge in längliche Streifen geschnitten, die Herzen geviertelt, alles nicht zu hart, nicht zu weich, ein sehr harmonisches Gericht. Dazu ein kleines Stück eines angebratenen Knödels. Vorzüglich, ein Muss für jemanden der Innereien liebt!

Der Hauptgang meiner liebsten Frau, Henderl (Stubenküken?) gebacken. Die Panier goldgelb, sehr knusprig, wobei da irgendein Geschmack dabei war, den wir nicht kannten? Das Fleisch nicht ganz so weich wie wir uns das vorstellten und bei einem der 3 Teile, war geringfügig Blut beim Kochen. Gut wars dennoch. Und dann war da noch der Salat dazu, der wiederum der Hammer. Ein Erdäpfel-Mayonnaisesalat, wobei sich da drinnen auch Essiggurkerln, Spargel und Vogerlsalat fand. Perfekt, leicht süßlich mariniert, das hat alles wunderbar harmoniert und ein richtiger Berg wars außerdem.
Und dann war da noch mein bissfestes Herz vom Kalb in Scheiben geschnitten. Das Ganze in einem sämigen dunkelbraunen vorzüglichen Safterl, mit vielen Morcheln und frischem Jungzwiebel. Top!

Zur Nachspeise tranken wir wieder einen vom Schwarz, seinen 2012er Rebell, ein Cuvee aus Cabernet Sauvignon, Merlot und St. Laurent. Dunkelrot, weich, lange am Gaumen, der perfekte Begleiter zu Käse und Schokolade.
A ja meine Nachspeise, teils verschiedene Schokokugeln, in einem schönen Holzkisterl serviert. Wobei vier Plätze frei blieben, aber auch die 12 die kamen, waren mehr als genug. Einige wenige schmeckten etwas nach Minze, brauch ich weniger, die anderen alle irgendwie mit Nougat gefüllt, die waren richtig gut.

Der kleine schwarze und sehr starke danach, kam von der Rösterei Grandoro aus 1070 Wien, einzig ein wenig zu bitter war er mir.

Unsere Freunde hatten ebenfalls Sekt, 2 Vor-, 2 Haupt- sowie 2 Nachspeisen und beide auch einen Espresso. Sie waren mit dem Gebotenen durchwegs sehr zufrieden!

Das Personal an dem Abend, zwei für uns zuständige Damen. Die beiden Herren hatten einen anderen Bereich über. Sie waren sehr freundich, weitgehend flott, aber nicht immer ganz aufmerksam. Manches wurde sehr rasch abgeräumt, einiges stand ewig am Tisch. Das mit dem Wein nachschenken hat mal funktioniert, dann sind wir wieder vor leeren Gläsern gesessen. Die Wartezeiten auf die Speisen zu Beginn sehr kurz, später dann deutlich länger, der letzte Tisch der ankam, hat eine gefühlte Ewigkeit gewartet, wobei sich das Personal mehrfach dafür entschuldigt hat. Und wenn man einige Male an einen Gast anstößt, dann sollte man sich wenigstens entschuldigen. Gesamt betrachtet Service gerade noch gut.

Die Kulinarik hat uns überzeugt, das Ambiente weniger, der hintere Raum etwas zu kühl, mit recht schlechter Akustik, auch da gerade noch drei. Das Servicepersonal mit Luft nach oben.

Die Rechnung beim PETZ im GUSSHAUS, alles zusammen 320,-- Euro mit Trinkgeld und sie wurde mit Plastikgeld bezahlt.

Was meinst du zu dieser Bewertung?
Hilfreich?Ja13Gefällt mir11Lesenswert11
Letzter Kommentar von am 20. Okt 2016 um 10:29

"...nur leider gabs hier, für uns vier, keinen Prosecco :-(... " Es ist für mich vorstellbar, daß Herr Petz, gerade weil er offensichtlich viel von Wein versteht, keinen Prosecco gefunden hat, den er seinen Gästen servieren möchte. Das ist nämlich eine überaus schwierige Aufgabe, die er vielleicht als aussichtslos empfand.

Gefällt mir
Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 19. März 2016
MichaelA2
10
1
8
4Speisen
3Ambiente
3Service

"Super Wirtshausküche", "Beste Wirtshaus Wiens, wenn nicht gar Österreichs oder der ganzen Welt", mit diesen oder ähnlichen Lobgesängen wird derzeit das "PETZ im Gußhaus" bedacht. Grund genug, sich davon selbst ein Bild machen zu wollen.

Der erste Eindruck beim Betreten: Schöne Schank, einfache aber passende Holztische auf einem wunderschönen Fischgrät-Holzparkett, der erste Eindruck stimmt also. Nach etwas unentschlossenem Herumstehen wurden wir dann schließlich zu unserem Tisch gebracht, dieser war leider im Nebenraum, welcher ganz anders vom Ambiente ist: braune Fliesen, ein paar Bilder an der Wand, wirkte wirgendwie etwas kühler und nicht ganz so heimelig wie der erste Raum.

Dann endlich einen ersten Blick in die Karte geworfen, dazu einen Sloe Gin Tonic (Reisetbauer Sloeberry Gin und Fever Free Tonic): sehr gutes Verhältnis von Gin & Tonic, schon gekühlt, sehr lecker.

Wir haben uns dann für die folgenden 4 Gänge entschieden:

* Beef Tartare und Avocado
Beet Tartare ist immer ein bißi Geschmackssache, ich für meinen Teil kann auf große Experimente gerne verzichten und damit hatte ich hier Glück: Das Tartare an uns sich eher klassisch, schön mit einer deutlichen Senfnote abgeschmeckt. Darauf dann noch ein Art Creme von der Avocado, hat nicht schlecht geschmeckt und passte auch ganz gut, ging nur irgendwie unter am Beeftartare

* Rahmsuppe von rotem Mangold mit Topfentascherln
Eher ein etwas enttäuschender Gang, hatte ich mir mehr erwartet. Suppe etwas dünn, dein Teigtascherl auch nicht wirklich spektaktulä und eine sehr kleine Portion. Nicht schlecht, aber definitiv der schwächste Gang für mich.

* Gebratener Pulpo in roter Currysauce mit Romanesco und Chiasamen
Der Pulpo kam als winziger Zwischengang (mehr zum Warum wenn ich über das Service spreche) und schmeckte wirklich hervorragend! Sehr weicher Pulpo, extrem gut gewürzt, die Currysauce dazu extrem stimmig. Ein wirklich leckeres Gericht, auch wenn mir eine ganze Portion dann schon zu viel der Würze gewesen wäre.

* Meeräsche mit Fenchel & Bratkartoffeln
Der Fisch wunderbar gebraten, Fenchel muss man halt mögen (ich tue es sehr), war sehr gut zubereitet: Schönen Knack noch, dürfte wenn ich mich nicht täusche auch etwas eingelegt oder mariniert gewesen. Die Erdäpfeln dazu auch fein zubereitet. In Summe ein sehr solider Gang!

* Apfeltarte „Tatin“ mit Calvadoskaramel
Auch der Dessertgang hat mich überzeugt: Klassisch wie eine Tarte Tartin zubereitet, der Blätterteig vielleicht etwas schwer zu schneiden, die Äpfel aber schön weich und süss, das Karamel dazu hat hervorragend gepasst, dazu eine Kugel Vanilleeis (schmeckte leider nicht selbst gemacht) und etwas Schlagobers. Eher deftiges Dessert aber sehr lecker!

Die Weinkarte bietet einige gute Positionen zu (halbwegs) vernünftigen Preisen, dazu gibt es noch eine Art Raritäten-Weinschrank zum selber Stöbern, leider haben wir diesen nicht gefunden.

Nun zum Service:
Das Service war durchwegs freundlich, auch wenn teilweise etwas unaufmerksam oder einfach unterbesetzt, war doch ziemlich voll an dem Abend. Mein Hauptgang wurde dann leider falsch aufgenommen (Mir wurde Pulpo anstatt der Meeräsche gebracht). Gut, Fehler können passieren, für mich zählt immer nur, wie man damit dann umgeht und ich muss sagen in dem Falls extrem positiv: Mir wurde um die Wartezeit zu überbrücken eine sehr kleine Probe-Portion des Pulpo gebracht, kaum hatte ich diesen aufgegessen war auch schon mein Fisch bereit. Ganz tolle Reaktion des Service! Auf der anderen Seite: Beim Servieren des Desserts wurde von unserer Servicekraft mit den Worten "Ui, jetzt ist es verrutscht", mein Dessert mit den Fingern wieder zurechtgerutscht. Für mich ein absolutes No-Go, mit den Fingern in den Speisen der Gästen herumzufummeln. Für mich also so eine Sache: Irgendwie extremes Licht und Schatten an diesem Abend in Sachen Service.

Mein Fazit:
Auch wenn ich den aktuellen Hype nicht ganz nachvollziehen kann, bot das Petz im Gußhaus doch sehr gute Küche in unterschiedlichem Ambiente (erster Raum sehr gemütlich, zweiter Raum etwas kühler), das Service ist größtenteils sehr freundlich aber gefühlsmässig manchmal überfordert, das Preisniveau natürlich doch deutlich über klassischen Wirtshäusern.

Trotz Allem: Ich denke wir werden wenn auch nicht gleich morgen aber doch wieder kommen.

Was meinst du zu dieser Bewertung?
Hilfreich?Ja10Gefällt mir9Lesenswert6
Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 28. September 2015
Experte
StephanS
54
8
18
5Speisen
3Ambiente
4Service

Es wurde schon viel geschrieben und viel gehyped, als Herr Petz endlich sein eigenes Wirtshaus auf der Wieden aufsperrte. Soviel, dass wir zunächst einige Monate ins Land ziehen lassen wollte, bis sich die Nebelgranaten der Neueröffnung, die Möchte-Gern-Promis und die Adabeis wieder verzogen haben - und der Fokus auf das gelegt werden kann, weswegen man eigentlich eine solche Lokalität aufsucht: Das Essen.

Der Zeitpunkt schien nun gekommen - Reservierung war am gleichen Tag für den Abend möglich - sehr früh, gegen 18:00 Uhr betreten wir den Ort des Geschehens. Der prominente Chef begrüßt persönlich die Gäste - auch der Rest der Personals durch die Bank höflich - wir fühlen uns willkommen. Die Tische schlicht, aber adrett mit Stoffservietten eingedeckt, auf einer Anrichte das Kochbuch des Meisters präsentiert. Insgesamt sehr gemütlich - hoher Wohlfühlfaktor. Dass im Vorraum, bei der Schank geraucht wird, ist trotz der stets offenen Türe zum Speisezimmer (dieses fensterlos) erträglich, da die Temperaturen eine stehts offene Eingangstüre erlauben und so für Durchlüftung gesorgt ist. Im Winter fürchte ich da aber massive Geruchsbelästigung - es wäre schade, das Lokal deshalb in der kalten Jahreszeit meiden zu müssen.

Vorspeise. Vitello Dorschato. Natürlich - was sonst hier. Es wird seinem legendären Ruf gerecht - überaus köstlich, die Sauce deutlich nach Fisch schmeckend; ein Gedicht. Der Salat der Liebsten ebenfalls deutlichst über Durchschnitt, perfekt mariniert - was will man mehr.

Die Suppen auch ein wenig aus der Norm und den hohen Level haltend. Jeder Löffel eine Freude.

Und dann: Die Hauptspeisen: Einmal Octopus mit Gemüse und Curry-Risotto-Kugerln. Ein einfaches Gericht - eigentlich. Aber so perfekt gewürzt, so perfekt in der Konsistenz - so toll abgeschmeckt: Das Gespräch am Tisch verstummt - vor Ehrfurcht, nein vor Freude über diese gelungene Essen. Die Liebste isst (hier muss ich aufpassen - beim "isst" in diesem Satz ein "s" zu vergessen wäre fatal) ein Pilzgericht - verstummt auch um dann mit mir gemeinsam zu schwärmen. Eine/r von uns beiden findet normalerweise immer was zu mäkeln - auf noch so hohem Niveau. Hier nicht. Uns fiele kein Detail ein, das in irgendeinem noch so kleinen Detail verbesserbar gewesen wäre.

Nachtisch: Pralinen von Xocolat für die Liebste - erwartbar köstlich, aber gar reichlich in der Menge. Macht nichts - ich helfe ja gerne...nach meinen Käsevariationen: Viel Kritik musste Petz dafür einstecken, die Stücke von Bernard Antony gänzlich ohne Deko und Begleitung auf den Teller zu legen. Stur bleibt er dabei. Und er hat Recht: Dieser Käse braucht keine Marmelade in scharf, keine Weintrauben, keine Gelees und kein sonstiges ChiChi. Dieser Käse spricht für sich - und jede Ergänzung würde die Perfektion stören. Das Brot dazu das Gleiche wie beim Gedeck - da es sich aber um ein überaus köstliches, ganz frisches handelt, geht das OK.

Die Rechnung - getrunken wurde nur Wasser und 1 oder 2 Bier - machte dann 125,-- EUR aus - einerseits nicht billig für dieses "Wirtshaus" - andererseits ein absolutes Schnäppchen für diese Qualität.

Dieses Lokal ist etwas besonderes - schön, dass wir das in Wien haben!

Was meinst du zu dieser Bewertung?
Hilfreich?Ja10Gefällt mir10Lesenswert8
Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 6. Juli 2015
Experte
PrinzessinisstdieErbse
48
6
19
4Speisen
3Ambiente
2Service

Nein Prinzessin ist nicht kurzzeitig in ein anderes Königreich entschwunden, das steht erst bevor… by the way…jippiiii…. Und nein Prinzessin hat auch nicht den kulinarischen Genüssen den Rücken gekehrt… hol mich der böse Wolf eher das Gegenteil war der Fall!
Und daher werden in den nächsten Tagen meine kleinen adeligen Finger glühen wie Rumpelstilzchens Füße wenn´s wieder mal glaubt, wie verrückt im Kreis hüpfen zu müssen.

Fangen wir mal an mit dem Herrn Petz, ja ich hab es endlich geschafft!

Man könnte ja glauben, ich will euch ein Märchen aufbinden, aber nein, tatsächlich spontan am Freitag für Samstag einen Tisch bekommen, war aber sicher ein Ausfall, weil das Gasthaus war komplett voll. Wie ja schon von allen Seiten zur Genüge gehört und gelesen wurde am alten Gußhaus nicht wirklich etwas geändert, das finde ich schön (außer die Damen-Toiletten, schade die hatten schlimmen Baustellen-Charakter).

Karte studiert und dann wurde fürs selbst zusammenstellbare Menü entschieden.

Bisschen schade war der Blick der Kellnerin, als ich mir erlaubte zu sagen, dass die bestellte Flasche Weißwein etwas zu warm war „steht jetzt eh im Eis“ und wir ein Wasserglas statt des Vöslauer-Zahnputzbecher verlangten. Eben diese Kellnerin wurde auch im Laufe des Abends mehrmals von Herrn Petz vor den Gästen ziemlich forsch zurecht gewiesen… muss auch nicht sein.

Apropos Wein… die Weinkarte ist mehr als ambitioniert, sehr umfangreich… schöne Sachen dabei auch international, wobei die Preise teilweise sehr selbstbewusst kalkuliert sind…

Aber lasst uns die Spiele beim Petz endlich beginnen:

„Beef Tartare mit Erdäpfelkäs“ – braves Beef Tartare… der Erdäpfelkas harmonierte für meinen Geschmack nicht so ganz rund mit dem Fleisch, da überzeugte mich seine alte berühmte Kombi mit Avocado im Holy Moly mehr, macht aber halt auch schon jeder „wink“-Emoticon Schade, dass kein Toastbrot dazu kam, sondern nur nochmals ein Brotkorb wie schon zuvor zur Butter, leider eher fad und angetrocknet. Wenn schon klassisch dann hätte ich gerne das Gesamtpaket.

„Vitello Dorschato (Kalbfleisch, Dorschlebermayonnaise) mit Paprikagelee“ – selbstverständlich! Mutierte es ja innerhalb weniger Wochen quasi zum Signature Dish. Und ich muss sagen… Wirklich ausgezeichnet!

Dann kam als Gruß der Küche vom Herren des Hauses persönlich serviert ein Eierschwammerl-Gulasch mit Semmelknödel und Ochsenmaul….. Hol mich der böse Wolf! Noch nie… wirklich noch nie hab ich auswärts solche Eierschwammerln serviert bekommen! Genau die kleinen gschmackigen, die es nie zu kaufen gibt, die man selber im Wald findet, bzw. die Dumpfbacke Rotkäppchen ständig zu finden versucht! Wirklich ein Gedicht! Auch aufmerksam, dass Prinzchen auch eine Portion abbekam, obwohl er kein Menü bestellt hatte.

Dann ging es weiter mit „Gebratenes Königsbrassenfilet auf Augenbohnen „Feijoada““ sehr gut und
„Kalbsbeuscherl“. Ich bin ja normalerweise kein Beuscherl-Fan, kosten beim Prinzen ist aber drinnen und es das war wirklich ausgezeichnet.

Weiter mit dem Hauptgang:
„Backhenderl mit Kopfsalatherzen in Thousand-Islanddressing“, laut Gemahl, wäre es genügend gesalzen gewesen, das Beste, dass er je serviert bekommen hatte, schade, beim Nachwürzen wird’s dann nicht mehr so.

„Entrecôte in grüner Pfefferrahmsauce mit Erdäpfelkuchen“, erinnerte mich ein bissi an die 80er und war auch etwas ungesalzen, aber durchaus gut.

Nun zum guten Schluss…. oder wie Prinzessin am Ende doch herb enttäuscht wurde:

Einmal „Marillenpalatschinken“, einmal „Schokolade aus der Xocolat-Manufaktur (8 Stück Pralinen und Katzenzungen)“ und zweimal „3 Stück Käse von Maitre Bernard Antony mit Brot und Butter“

Die Pralinen und Katzenzungen waren leider eine komplette Enttäuschung, der Käse… französische Reduziertheit hin oder her, aber 3 Stk. Käse und bei einer Portion noch dazu ein absolutes Randstück auf einen Teller zu klatschen und das Servicepersonal nicht auf die Käsesorten einzuschulen ist dann doch ein bissi wenig. Aber die Qualität des Käses war gut, im Gegensatz zu dem Brot, dass ja auch schon zum dritten Mal in gleicher Form serviert wurde.

So aber… die Marillenpalatschinken waren ein Traum, wirklich ein Traum! Nämlich so gut, dass Prinz und Prinzchen sich nochmals eine Portion (2 Stk.) zum Teilen bestellten…..
.....NUR: Wir hatten zu viert eine Rechnung von € 300,00…. Da wurde Prinzessin dann wirklich sprachlos, als für die nachbestellte Portion Palatschinken statt € 6,00 nun € 8,00 verrechnet wurden, weil ja ein zweiter Teller beschmutzt wurde!!!

Wahrscheinlich war es besser, dass es mir kurzzeitig die Sprache verschlug und ich erst am Nachhauseweg dann doch auch gewisse Ähnlichkeiten mit dem bereits erwähnten Gesellen Rumpelstilzchen nicht leugnen konnte……

Was meinst du zu dieser Bewertung?
Hilfreich?Ja19Gefällt mir13Lesenswert11
Letzter Kommentar von am 7. Jul 2015 um 17:25

Das Kalbsbeuschel ist wirklich erstklassig. Es ist quasi mit kleinen Hühnerherzen garniert und die passen hervorragend. Die Kellner alledings sind in der Tat etwas entrisch, mal freundlich ausgedrückt.

Gefällt mir2
Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 1. Februar 2015
Experte
laurent
301
58
27
4Speisen
3Ambiente
4Service

Ist ja nicht auszuhalten, scheint ja in Wien und den Tages-, Wochen- und Monatszeitschriften, in allen Foren welche sich nur ansatzweise mit Kulinarik beschäftigen nur noch ein Thema zu geben: Top-Koch Christian Petz ist wieder da. Erstmals mit eigenem Lokal. Endlich!.. kocht besser als je zuvor ( also besser als 4 Hauben?)….. Wohlgeschmack der einen bis in die Träume verfolgt….. ziemlich sehr gut sogar…..präsentieren sich nämlich noch einen guten Deut aufregender und komplexer……
Da muss man ja hin um auch mitreden zu können „Beim Reservieren wird Geduld angesagt sein“ ist da zu lesen; war dann nicht so schlimm. Ein Tisch im Raum hinter der Schank, nicht allzu groß aber ausreichend; ganz akkurat gedeckt, frische Blumen, gute Glaskultur, Porzellan das zwar hübsch aber oftmals ungeeignet ist um darauf Speisen ( speziell mit Marinade oder Sauce) anzurichten, auch der Vöslauer-Trinkbecher ist nicht so der meine…. Das Getränkeangebot ganz und gar klassisch, das Weinangebot mehr als ausreichend ( so an die 140 Positionen) mit einigen vinophilen Gustostückerln, der Service wirklich gut, freundlich und kommunikativ und über das Angebot bestens informiert > für ein Wirtshaus. Sehr aufmerksam beim Nachschenken von Wein und Wasser, etwas weniger beim Nachreichen vom Gebäck
Was gibt’s so zu essen: Der Klassiker – Beef Tatar war gut gewürzt, das trockene, kalte Schwarterl dazu ein netter Gag. Ganz zart gebeizter Heilbutt mit Salzzitrone und Puntarelle welche einen angenehm dezent-bittrigen Geschmack hinterlies, Pfefferkarpfen mit sehr naturbelassenem Pak Choi und Mangoreis. Über das Vitello Dorschato wird ja eh in jedem Bericht geschrieben („ ….. in höchstem Maß suchtgefährdend“): Zarter, saftiger, zart rosa gebratener Kalbsrücken mit Dorschlebermayonnnaise: Großartig originell, geschmacklich sehr gut wenn auch die Mayo sehr, sehr flüssig. Genial-gemein-gut das Beuscherl mit Limonen: GROSSARTIGST!, gleichzusetzen mit der aber sowas von aromatischen Grünerbsensuppe mit Curry und Koriander.
Luft nach oben gibt’s bei den Desserts, dem Gebäck und der Kalkulation mancher Speisen. Auch wenn manch Gastrokritiker meint:…“ so gut, dass einem die Augen feucht werden“; ja; allerdings bei manchen Gerichte zB. den Bröselfisolen passt der Preis absolut nicht.

Was meinst du zu dieser Bewertung?
Hilfreich?Ja16Gefällt mir12Lesenswert11
am 22. Jänner 2015
ManfredF
1
1
3Speisen
2Ambiente
2Service

Na ja. Das ist für mich die passende Beschreibung für das neueröffnete Lokal von Christian Petz. Im Gastraum ist es mittags wirklich saukalt und zugig. Insgesamt passt es aber zum Raum, der ebenfalls extrem kalt wirkt. Das Service von freundlich zu mäßig bis schroff mit einem Touch rechthaberisch (es waren 3 verschiedene Kellner bei uns am Tisch).
Das Essen auch na ja. Der Brotkorb mit 08/15 Brot und 08/15 Butter. Die rote rübensuppe mit einer Einlage die wie ein kleines griessnockerl geschmeckt hat war nicht schlecht aber nix besonders. Die perlhuhnkeule (was wahrscheinlich keine war, sie hatte die Größe einer hendlkeule) mit knusprigen Kartoffeln (Stand aber nur auf der Karte, die am Teller waren's sicher nicht) und einer Sauce war auch nicht schlecht aber eben auch nicht mehr.
Alles zusammen kein Grund wieder hinzugehen (zumindest nicht in den nächsten Monaten)

Was meinst du zu dieser Bewertung?
Hilfreich?Ja10Gefällt mirLesenswert
Letzter Kommentar von am 18. Sep 2016 um 13:10

Ein Perlhuhn ist kein Zwerghendl ;-) Link

Gefällt mir
PETZ im Gußhaus - Karte
Lokale i. d. Nähe:

Auch interessant

1100 Wien
11 Bewertungen
1010 Wien
14 Bewertungen
1010 Wien
25 Bewertungen
1110 Wien
13 Bewertungen
1010 Wien
10 Bewertungen
Mehr Hot Lists »

In 1 Lokal Guide gelistet

INNEREIEN

Manche lieben sie (so wie ich) viele kosten sie nicht ein...

Mehr Guides »

Tags für dieses Lokal

Erst-Tester

Bewertet am 22.01.2015

Master

1 Check-In
Master
Home|Sitemap|Neue Lokaleinträge|Neu anmelden|Lokal eintragen|Hilfe|AGB & Datenschutz

Copyright © 2008-2016 RestaurantTester.at
Cookies helfen uns, Ihnen eine bessere Erfahrung auf dieser Website zu bieten.
Mit der Nutzung dieser Website stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu. Mehr Info
OK