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Speisen
Ambiente
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43
38
45
Gesamtrating
42
7 Bewertungen
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motiWirt!n - Das junge Wiener BeislmotiWirt!n - Das junge Wiener BeislmotiWirt!n - Das junge Wiener Beisl
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motiWirt!n - Das junge Wiener Beisl Info
Features
Gastgarten, Schanigarten
Fußball Übertragungen
Ambiente
Trendy
Gemütlich
Preislage
Mittel
Kreditkarten
Keine
Öffnungszeiten
Mo
11:00-23:00
Di
11:00-23:00
Mi
11:00-23:00
Do
11:00-23:00
Fr
11:00-23:00
Sa
geschlossen
So
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Letztes Update von:
Stammersdor.
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motiWirt!n - Das junge Wiener Beisl

Berggasse 7
1090 Wien (9. Bezirk - Alsergrund)
Küche: Österreichisch, Wiener Küche
Lokaltyp: Beisl
Tel: 0680 2476995
Lokal teilen:

7 Bewertungen für: motiWirt!n - Das junge Wiener Beisl

Rating Verteilung
Speisen
5
3
4
3
3
2
1
1
0
Ambiente
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Service
5
3
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3
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Bewertungsschlüssel
Rating Details
Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 11. Juni 2016
Experte
Stammersdorfer
234
28
27
4Speisen
4Ambiente
4Service
6 Fotos1 Check-In

Es ist Freitag der 10.06.2016, endlich beginnt die EM in Frankreich werden viele sagen, manchen wird es aber auch ziemlich egal sein. Stammersdorfer gehört zu den Ersteren, aber das nur ein kleiner Exkurs zum heutigen Tag.....

Zu Mittag treffe ich mich mit einer lieben Freundin zum Essen bei der motiWirt!n in 1090 Wien, Berggasse 7. „Oben“ in der Währinger Straße bimmeln 37 38 40 41 und 42 vorbei , bzw. halten bei der Station Schwarzspanierstraße. Auch der D Wagen hält nur wenige Gehminuten entfernt, man steigt am Schlickplatz aus.

Gestern früh die Reservierung per Mail. Kaum eine Stunde später kommt auch schon die Bestätigung von Wirtin Lisa.
Ich freu mich da schon richtig auf den Besuch, zumal es nur Gutes über hier im Forum über „das junge Wiener Beisl“ zu lesen gibt, wie etwa die Bewertungen von Fay oder antia47. Und um es gleich vorweg zu nehmen, ich wurde nicht entäuscht.

Hinein mit Schwung, wir werden freundlich empfangen und bekommen den Hochtisch vorne beim Fenster. Der schönste im Lokal wie ich finde, weil es da besonders hell und freundlich ist. Es gibt einen kleinen Raum, getrennt durch eine Glastüre, da darf (noch) geraucht werden. Außer einem einzigen frönt dem Laster aber keiner. Das Lokal gut besucht aber nicht voll. Das Ambiente eines zum sofort wohlfühlen. Heller Holzboden, dunkle Holztische, die Sitzgelegenheiten mit hellem Leder bezogen, sehr gemütlich, wie ich finde. Überhaupt habe ich den Eindruck schon unzählige Male da gewesen zu sein. Sehr auffällig auch die Bar und ganz hinten im Lokal die eine Wand aus kleinen Ziegelsteinen, der Rest weiß ausgemalt. An der Decke finden sich die Ikea Leuchten Marke Schiffskabine. :-))
Einen kleinen "Gastgarten" mit 4 Tischen, in der doch recht stark befahrenen Berggasse, gibt’s auch. Aber das muss es für mich nicht unbedingt sein.

Das Servicepersonal besteht aus Frau Lisa der Chefin und aus. Super freundlich das Mädl, sehr sympathisch und herzlich. Den Job dürfte sie gelernt haben und sie macht ihn mit Begeisterung. Alles geht sehr flott, es wird nachgefragt und weitgehend aufmerksam ist sie auch. Und auf die Frage wofür moti steht, meinte sie motiviert. Naja, hätt ich mir denken können, wenn ich mir den Lokalnamen genau angeschaut hätte. Und JA den Eindruck hatte ich, sie ist moti......

Die Speisekarte klein und überschaubar, was nix schlechtes ist und es gibt täglich ein Menü. Heute wäre es ein Paprikahendl gewesen (glaub ich?) samt Suppe um € 6,90.
Nein das wurde es nicht, sondern ich entschied mich wieder einmal für eine Leberknödelsuppe und als Hauptspeise Berner Würstel, die hatte ich schon ewig nicht.
Die Suppe und das vielelleicht das einzige kleine Manko, hätte für mich etwas kräftiger ausfallen können, man hat es ihr auch angesehen, wiewohl geschmacklich war sie top. Die zwei kleinen Knödel waren der Hammer, recht fest und im Gegensatz zu vielen anderen relativ grob. Ich weiß nicht wie man dazu sagt, faschiert vielleicht? Sie haben herrlich nach Leber geschmeckt und waren perfekt gewürzt. Es besteht Suchtgefahr.
Die Würstel ordentlich angebraten, der Speck wie auch der Käse gschmackig und auch die dazu gereichten Pommes Frites haben entsprochen, sie waren Großteils recht knusprig. Selbst gemacht? eher nicht, ist mir aber vollkommen egal, guat woans. Das Ganze wurde mit Zwiebelsenf und Ketchup, in einem kleinen Glasl serviert.
Zu trinken hatte ich einen sehr guten naturtrüben Apfelsaft mit Soda aufgespritzt auf 0,5. Man konnte die Äpfel nicht nur schmecken, sondern auch riechen.
Der Espresso danach wurde mit eine Glas Wasser serviert, er war guter Durchschnitt, nicht bitter, nur hätte er wie fast immer stärker für mich sein können.

Mein vis a vis hatte auch einen Espresso, davor ebenfalls einen naturtrüben Apfelsaft, allerdings mit Leitung auf 0,5. Auch ihre Hauptspeise waren Berner und als Vorspeise hatte sie Blunznradln gebacken, mit Erdäpfelsalat und Grünfutter. Ich durfte zusammenessen. :-) Die haben mich ebenfalls begeistert, die Panier hätte zwar etwas knuspriger ausfallen können, aber die Blunzn mit einem tollen Eigengeschmack, wie ich sie schon lange nicht hatte. Top!

Die Zeche mit Maut für uns zwei, waren 42,-- Euro. Das was man für sein Geld bei der motivierten Wirt!n da im 9ten Hieb bekommt, ist sehr erfreulich und das Lokal gefällt. A ja der Herr Motiwirt Christian steht in der Küche, wie mir die Homepage verriet.

Eine meiner wenigen Lokalempfehlungen und JA ich komme gerne wieder.

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Kommentar von am 11. Jun 2016 um 10:01

Ah freut mich :)

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am 21. März 2016
Experte
anita47
67
22
19
5Speisen
3Ambiente
5Service

Ich gehe ja nicht sehr oft so früh essen, ich werde danach immer sehr müde und möchte dann gar nicht mehr arbeiten!! Manchmal aber treffe ich mich mit einem guten Bekannten zum Mitaggessen.

Heute waren wir im 9ten Bezirk unterwegs da erinnerte ich mich an die gute Bewertung von Fay für die Motiwirtin, gesagt getan, telefonisch reserviert, sehr freundliche Entgegennahme und es hat auch geklappt, ein schöner Vierertisch wurde für uns bereitgestellt.

Das Lokal ist klein nett eingerichtet und sehr sauber, es gibt noch einen Extra Raum der mit einer Glastüre abgeteilt ist, ich weiß jetzt nicht ob das vielleicht ein Raucherraum war.

Draußen stehen ein paar Tische, aber heute wars noch nicht so richtig warm und die Autos fahren schon relativ knapp vorbei und sehr schnell die Berggasse runter.

Die Bestellung wurde schnell und sehr freundlich engegengenommen, wir entschieden uns für das heutige Menü, klare Rindsuppe mit Kaspressknödel, und gekochtes Gustostückerl vom Rind mit Spinat, Rösti und Juliennegemüse.

Die Suppe hervorragend eine richtig kräftige hausgemachte Rindsuppe, das Kaspressknödel groß saftig und gut abgeschmeckt.

Das Rindfleisch war erste Qualität, bissfest aber nicht zäh und definitiv nicht verkocht sondern so richtig saftig und geschmacksintensiv, das gelingt nicht jedem. Wie oft bekommt man entweder zähes und trockenes oder patzweiches Fleisch vorgesetzt hier stimmte nicht nur das Produkt sondern auch die Kunst des Kochs, Rösti picobello und das Gemüse brauchte sich auch nicht verstecken. Die Portionen wirklich reichlich.

Wir hatten eine 0,75 Mineral, zwei Tagesmenüs und zwei kleine Braune (vom Julius, ok) die Rechnung €22.50 für zwei Personen!

Dieses günstige Angebot nützen auch viele Leute aus den umliegenden Büros, am Donnerstag gibt es als Tagesmenü übrigens immer Schnitzel.

Abgesehen vom guten Essen beeindruckte uns auch noch das großartige Service, man wird freundlich begrüßt und mit Herzlichkeit und Freude bedient. Ein wirklich schönes Esserlebnis.

Kommen wir wieder ? Ganz sicher sogar und das sehr bald!

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Letzter Kommentar von am 22. Mär 2016 um 14:56

@Fay, ein Mittagsmenü vom Feinsten um einen wirklich super günstigen Preis, nächstes Mal werden wir am Abend kommen, die Weine sehen auch interessant aus !

Gefällt mir1
Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 11. Dezember 2015
Experte
Fay
121
21
20
4Speisen
3Ambiente
4Service

Also vieles wurde ja ohnehin von uc0gr schon vorweggenommen, daher schreibe ich zur Lage mal nichts. Auch sonst wird es eine eher zusammenfassende Bewertung von meinen mittlerweile drei Besuchen.

Ambiente (3): Ein recht kleines Lokal, wodurch man schon etwas eng zusammensitzt (also nicht am Tisch direkt, sondern zu den anderen Tischen hin). Sonst ist es recht nett eingerichtet, dunkles Holz, helle Wände, schöne Bar. Die Sanitäranlagen sind leider nicht barrierefrei zugänglich, sondern die Stiege hinunter.

Speisen (4): Ich war bislangs immer nur mittags dort und ich muss sagen, das Mittagsmenü ist mit 6,90 Euro (inkl. Suppe) schon ein Wahnsinn. Also weil eben recht günstig, große Portionen und mit viel Liebe gekocht (und das schmeckt man!). Mein persönliches Highlight bis jetzt waren die Fleischlaberl mit Erdäpfelpüree. Das Fleischlaberl sehr zart, gut abgeschmeckt, mit einem tollen Bratensaft, das Püree natürlich selbstgemacht, mit der für mich perfekten Konsistenz (nicht zu dick und nicht zu flüssig, schön cremig).

Service (4): Total freundlich, persönlich, schon nach wenigen Besuchen wird man wie ein Stammgast behandelt. Mir taugts.

Fazit: Wer gerne eher deftig isst und große Portionen mit viel Geschmack war, der ist hier richtig. Besonders das Mittagsmenü kann ich wirklich sehr empfehlen!

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Hilfreich?Ja8Gefällt mir10Lesenswert4
am 2. Dezember 2014
Boonz
19
1
4
4Speisen
3Ambiente
4Service

Zeit das Lokal zu Bewerten in dem ich schon soviele Schnitzel gegessen habe.

Die Lage ist nicht schlecht, die Ecke hat sich jedoch bis jetzt als wenig erfolgreich für etliche Lokale präsentiert.
Beim Einzug der Motiwirtin klang das Konzept schon interessant.

Im Endeffekt ein kleines Restaurant mit kleiner Karte, dafür mit viel Herz.

Die Besitzer haben mich und meine Kollegen bereits nach kurzer Zeit in Erinnerung gehalten, begrüßt wird man sogar wenn man sich hunderte Meter entfernt auf der Straße entgegen kommt.

Das Essen ist durchwegs gelungen, wenn auch meistens simpel gehalten. Der Kuchen kommt von der Omama, was soll man dazu schlechtes sagen?

Die Schnitzel sind für mich ein Highlight, dass nur durch ausgewählte Schnitzelgötter in Wien überboten wird. Dünn und knusprig, so gehört sich das.

Auf Spezialwünsche wird immer eingangen, der Koch kommt gerne mal auf ein kurzes Gespräch raus wenn Zeit ist, dazwischen läuft die kleine Hundewurst durchs Lokal, stört aber nie.

Aufgrund der netten Besitzer und des guten Essens wurden schon einige kleinere Firmenfeiern dort veranstaltet und jedesmal war es gemütlich. Spezielle Menüs wurden abgesprochen und 1A umgesetzt.

Die Motiwirtin ist vielleicht nicht typisch "Bobo" weil eben eine moderne, aber am Boden gebliebene Version eines Gasthauses, aber genau das macht sie für die meisten Gäste einladender.

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Letzter Kommentar von am 2. Dez 2014 um 13:33

niemals!

Gefällt mir
am 1. Dezember 2014
Mitzikatzi
7
1
2
2Speisen
3Ambiente
4Service

Die MotiWirt!n hält was sie verspricht: Ein junges Wiener Beisl. Aufgrund der wirklich günstigen Preise erfreut sie sich vor Allem bei Stundenten großer Beliebtheit. Das Mittagsmenü mit Suppe gibt es um ca. 7 Eur; Vegetarier müssen leider meistens auf die normale Karte ausweichen.

Abends hat sie leider nicht viel zu bieten: Es gibt nur ein paar Gerichte und die sind alle ganz einfach (Schnitzel ist noch das aufwendigste). Alles wird mit viel Liebe zubereitet aber die MotiWirt!n ist halt ein Beisl und kein Restaurant. Die Gäste kommen zu einem gemütlichen Bier und essen halt etwas wenn sie schon da sind. Dabei wären es die Salate fast wert extra wegen ihnen zu kommen.

Getrunken wird hier in erster Linie Bier (zwei offene von Ottakringer und Schneider Weisse aus der Flasche). Auf der Weinkarte stehen je eine Hand voll rote und weiße (alle aus Österreich) und ob sie bestellt werden ist eine andere Frage.

Die Atmosphäre ist modern und allein schon weil es ein bisschen eng ist es gemütlich; wie in einem Beisl fühlt man sich aber nicht Das Personal ist total freundlich - da gibt's nichts zu kritisieren.

Die Portionen sind (auch für Männer) völlig ausreichend. Die Preise sind recht billig.

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Letzter Kommentar von am 16. Dez 2014 um 20:15

Ein Beisl sollte im Rahmen eines Beisls und ein Restaurant im Rahmen eines Restaurants bewertet werden!

Gefällt mir1
am 19. November 2014
ostbahn
4
1
1
5Speisen
5Ambiente
5Service

Von außen eher unscheinbar, erschließt sich nach dem Eintreten ein jugendliches Lokal mit freundlichem und erfrischenden Ambiente! Ergänzt wird das sich einstellende Wohlfühlgefühl durch die überaus nette Betreuung und Bedienung durch die Wirtin und dem Koch des Lokales! Das Lokal eignet sich hervorragend zum abhängen und chillen bzw. zur netten Unterhaltung im kleinen Kreis. Da ich Raucher bin, finde ich den abgetrennten Raucherbereich auch sehr nett eingerichtet und nicht, wie in manchen Lokalen als Auslagenbereicherung. Ganz wichtig zum Gesamteindruck des Lokales gehört für mich die Hygiene der WC - Anlagen, bzw. die Optik des Ganzen. Auch da gab es nicht zu bemängeln, und lädt förmlich zu einer längeren Sitzung zur täglichen Lesung der Zeitung ein. Ein altes Sprichwort sagt, die Sauberkeit der WC´s wiederspieglt die Sauberkeit in der Küche. ;-) ! Und nun zu den Speisen: Ich habe am heutigen Tag lediglich eine Kleinigkeit zu mir genommen, meine Wahl fiel auf gebackene Hühnerstreifen auf Blattsalat und als Getränk ein achterl Weisswein. Klingt zwar nur nach einer einfachen Mahlzeit, war aber dennoch sehr lecker, und hatte auf jedenfall seine eigene Geschmacksnote und das überaus nett und flott serviert. Dankesgrüße an die Küche, es war wirklich lecker! Fazit: Ich kann dieses Lokal jedem jungen Publikum und jung gebliebenen nur ans Herz legen! Mir taugts hier und ich komme auf jedenfall gerne wieder!!

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Letzter Kommentar von am 19. Nov 2014 um 17:57

Schöner Bericht, bis auf das Unwort l..... :-)

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am 1. Oktober 2014
Update am 28. November 2014
Experte
uc0gr
215
47
28
5Speisen
5Ambiente
5Service
42 Fotos2 Check-Ins

► ► ► ► UPDATE VOM 27.11.2014 ◄ ◄ ◄ ◄

Abermals wurden wir bei der „motiWirt!n“ völlig „eingekocht“ – diesmal mit einem herrlichen Gansl-Menü.

► Gruß aus der Küche – „Hausgemachtes Ganslschmalz mit Bauernbrot“:
Wunderbares, dunkles und frisches Brot trifft auf herrlich g’schmackiges Ganslschmalz – einfach traumhaft „AUSGEZEICHNET“ (5) – „wenn i nur aufhören könnt‘!“

► Vorspeise – „Glacierte Ganslleber mit Apfelscheiben und Zwiebel“:
Tatsächlich kann man dieses Gericht kaum besser und zarter zubereiten. Die Leber, saftig und fein, war so etwas von weich, fast schon zum Aufstreichen. Die dazu gereichten gebratenen Apfelscheiben mit leichtem Bratapfelaroma, gerösteten Zwiebeln, ergänzt mit einem wunderbaren Safterl, machten die Vorspeise zu einem lukullischen Hochgenuss. Ein glattes „AUSGEZEICHNET“ (5).

► Hauptspeise – „Gebratenes Gansl im Natursaftl mit Rotkraut und Erdäpfelknödel“ (EUR 17,90):
Die BIO-Gans hatte wunderbar zartes Fleisch und wurde zur Perfektion gebraten. Saftig, knusprige Haut, dezent, aber genau richtig unter dem Motto „Gutes Fleisch braucht nur wenig Würze!“ gewürzt, zartes und sehr geschmackvolles Fleisch, ein herrliches Natursaftl dazu gereicht – so präsentierte sich das Gansl. Der Erdäpfelknödel ausreichend groß, flaumig und tadellos, das Rotkraut gut gewürzt und absolute Klasse. Zusätzlicher Bratensaft wurde von der „Herrin des Hauses“, ohne es überhaupt noch erwähnen zu können, sofort dazu gereicht! Eine der besten Gansln, die ich bisher in Wien gegessen habe – in jedem Fall unter meinen TOP 5 und daher auch hierfür ein glattes „AUSGEZEICHNET“ (5).

► Dessert – „Eis-Palatschinken mit Vanilleeis auf Erdbeerspiegel“ (EUR 4,90):
Eine Nachspeise, die es eigentlich auf der Karte nicht gibt. Aber genau auch das macht die „motiWirt!n“ so sehr sympathisch – zwei Tage davor den Wunsch geäußert, und Christian, der „Küchenbaron“, machte es einfach für uns. Tadellos flaumige Palatschinken mit natürlich nicht hausgemachtem Vanilleeis, was ich bereits von vorhinein aber auch vorschlug, machten einen würdigen und „SEHR GUTEN“ (4) Abschluss.

Dass sowohl das „Wiener Schnitzel vom Schwein“ (EUR 8,90), der hausgemachte „Erdäpfelsalat“ sowie die „Frittatensuppe“ (EUR 3,50), bestellt von der besten Tochter von allen, ebenso tadellos waren, sei noch der Vollständigkeit halber erwähnt.

Ohne Wenn und Aber, würde ich die „motiWirt!n“, in diesem Rahmen und auf diesem zu erwartenden Lokalniveau, ein junges Wiener Beisl, sehr empfehlen und erhöhe die Benotung für die Speisen auf ein für mich sehr selten gegebenes „AUSGEZEICHNET“ (5) – Beislküche in nahezu absoluter Vollendung. Es war sicher wieder nicht unser letzter Besuch hier.

► ► ► ► UPDATE VOM 27.11.2014 - ENDE ◄ ◄ ◄ ◄



♡♥♡ Nein, die Geschichte hinter der „motiWirt!n“ ist kein „Ärzte-Liebesroman“ sondern vielmehr eine wahre „Gastro-Liebesgeschichte“, wie sie nur das Leben schreiben kann. Sie, Lisa-Marie Köhler, besuchte nach der Matura das Kolleg für Hotel- und Tourismusmanagement in Salzburg-Klessheim und sammelte danach praktische Erfahrungen auf der griechischen Insel Kos. Danach stieg sie in die Marriott-Hotelkette in Wien ein, wo sie es immerhin bis zur Restaurantleiterin schaffte. Er hingegen, Christian Nassek, absolvierte derweilen die Lehre für Koch und Kellner („Hotel zur Linde“ in Mistelbach) und ebenso wie Lisa zog es ihn danach in die Hotellerie. Wie es das Schicksal so wollte, arbeitete er ebenfalls im Marriott in Wien und in Paris – bis zum Erreichen des Bankettmanagers. Der Marriott-Bankettmanager lernt die Marriott-Restaurantmanagerin kennen und lieben, und zusammen erfüllen sie sich den immer schon gehegten Traum vom eigenen Lokal – das junge Beisl „motiWirt!n“ wurde im August 2012 geboren. ♡♥♡

Lisa, die Chefin, steht täglich hinter der Schank und betreut mit ihrem absolut freundlichen und herzlichen Service die Gäste, Christian kocht in seiner Küche und fertigt, auf Basis der „Alt Wiener Küche“, klassische Gerichte, die man halt in einem Beisl erwarten würde – alles wird stets frisch zubereitet. Man verspricht gemütliche Atmosphäre, ein schmackhaftes und schnelles Mittagsmenü (Tagessuppe & Hauptspeise EUR 6,90), klassische junge Beislküche, guten Wiener Kaffee, kaltes Wiener Bier vom Fass (Ottakringer), regionale Weine (durchaus auch Geheimtipps) und vor allem persönliche und freundliche Bewirtung. Ich empfinde es als eine Art „Neuauflage“ der immer mehr in Vergessenheit geratenen „Wiener Beislkultur“ und gleichzeitig aber auch als Modernisierung des vielleicht schon etwas verstaubten Bildes der ursprünglichen „Wiener Beisl-Szene“ – sehr begrüßenswert!

Die „motiWirt!n“ befindet sich Ecke Berggasse und Wasagasse im neunten Bezirk, und bedingt durch die Parkzone war es kein Problem, einen Parkplatz zu finden. Außen bereits gut sichtbar handschriftlich die derzeitigen Aktionen und Angebote per Tafeln verlautbart, lesen wir von merkbar saisonalen Angeboten – so soll es sein. Durch einen Doppeltüren-Windfang betritt man das Lokal, das rechter Hand einen sehr gut abgetrennten Raucherbereich bietet. Der Lokaleingang führt direkt in den Nichtraucherbereich und die Sanitäranlagen sind ebenfalls über diesen zu erreichen. Ein schönes Gewölbe findet man in der „motiWirt!n“ vor, das an einer Wand durch nicht verputzte Ziegel besonders schön zur Geltung kommt. Ein paar Hochstühle & -tische und ein paar „normale“ Speisetische aus dunklem Holz, die Sitzmöbel mit hellem Kunstlederbezug laden zum Verweilen ein. Das Lokal ist eher schlicht aber mit ansprechenden Akzenten sehr nett und mit hohem Wohlfühlfaktor eingerichtet. Ja, hier gibt es kein mit dicker Patina aus vergangenen Tagen altes Beislambiente, aber das will man auch offensichtlich gar nicht. Die „motiWirt!n“ will vielmehr ein modernes und junges Wiener Beisl sein, und das gelingt auch tatsächlich.

Zu trinken hatten wir einen sehr guten „Apfelsaft Naturtrüb mit Leitungswasser“ (EUR 2,80 / 0,5l), ein „Null Komma Josef Alkoholfrei“ (EUR 2,80 / 0,33l) sowie einen brauchbaren „Doppelten Espresso“ (EUR 3,80) von Julius Meinl.

Für die Speisen hatten wir einen Gutschein unter dem Motto: „Der ultimative Schnitzel-Gaumenkitzel – der herzhafte XXL-Schnitzel- und Palatschinkenschmaus (AYCE) für 2 Personen im Beisl motiWirt!n“

Ein Tag ohne Suppe ist für die beste Tochter von allen ein verlorener Tag, und daher bestellten wir auch eine „Frittatensuppe“ (EUR 3,50). Die Suppe kam brennheiß an den Tisch, war kräftig und definitiv mit ordentlich Gemüse, Fleisch und Knochen hausgemacht. Ebenso hausgemacht die zahlreichen Frittaten in der Suppe, die noch dazu sehr flaumig waren – ein glattes „AUSGEZEICHNET“ (5) für ein tolle „Beisl-Suppe“.

„XXL-Schnitzel vom Schwein Wiener Art“:
Jeweils drei Stück gar nicht so kleine „Einzelschnitzel“ befanden sich auf jedem Teller. Der Fleischgeschmack war sehr gut, das Fleisch generell sehr mürbe und gut gewürzt. Die Panier schmeckte hervorragend und die Schnitzel waren fast fettfrei gut abgetropft. Über die Stärke des Fleisches kann man streiten, wir fanden sie so gerade recht, weil eher dünn. Nicht jedoch kann man darüber streiten, dass ein Schnitzel aus der Pfanne mit Butterschmalz kommen sollte. Daher gibt es auch „nur“ ein „SEHR GUT“ (4) hierfür. Der Erdäpfelsalat dazu war natürlich ebenfalls hausgemacht, noch lauwarm und eher würzig denn typisch „wienerisch süß“ abgeschmeckt. Außerdem waren die Erdäpfel schön blättrig geschnitten, und es wurden, wie erforderlich, rote Zwiebeln verwendet.

Einmal die „Hausgemachte Palatschinke mit Marillenmarmelade“:
Wir konnten einfach nicht mehr als eine Palatschinke essen, obwohl hier „AYCE“ gegolten hätte. Die Palatschinke wurde einfach und schlicht präsentiert, was aber dem Genuss keinen Abbruch tat. Ein zarter, flaumiger Teig, die Marmelade (von der Oma hausgemacht!) wurde, wie es sein sollte, angewärmt und nicht eiskalt in die Palatschinke gefüllt. Aber vor allem wurde die Palatschinke EINGEROLLT, nicht gefaltet. Sowohl Marmeladen (Marille, Ribisel) als auch diverse Mehlspeisen stammen von Christians Oma. Für ein „Wiener Beisl“ einfach „AUSGEZEICHNET“ (5) – ich brauche kein Schlagobers aus der Dose oder Schokoladensauce aus dem Metro-Fläschchen als Pseudo-Deko.

Für die Speisen gebe ich gerne ein glattes „SEHR GUT“ (4) - in diesem Rahmen und auf dem Niveau eines modernen Beisls. Die Note „Ausgezeichnet“ kann ich nur wegen des Schnitzels nicht geben – das muss aus der Pfanne mit Butterschmalz sein. Das Fleisch bezieht man aus dem Weinviertel, direkt vom Onkel aus Asparn an der Zaya, und das schmeckt man – tolle Qualität. Manchmal, so hört man, ist schon einmal eine Speise „leergegessen“, aber das macht das Lokal noch viel sympathischer, weil es ein Beweis der frischen und akkuraten Küche ist. Auch die Speisekarte ist überschaubar und zeugt daher von Frische und saisonalem Wareneinsatz – es müssen nicht immer 100 verschiedene Speisen sein, von denen die Zutaten teilweise sowieso keine Saison haben und eher „geheimnisvoller“ Herkunft, denn frisch vom Markt sind. Außerdem gibt es bei der „motiWirt!n“ gute und recht große Portionen - hungrig geht man von hier sicher nicht nach Hause.

Für das Ambiente, die „motiWirt!n“ ist ein junges, frisches Beisl ohne Schnick-Schnack, gebe ich in diesem Rahmen gerne eines meiner seltenen „AUSGEZEICHNET“ (5). Modern und trotzdem außerordentlich wohlig fühlt man sich hier als Gast. Man sitzt bequem, die modernen, großzügigen und sehr gepflegten Sanitäranlagen ergänzen den so positiven Gesamteindruck. Im Untergeschoß, bei den Sanitäranlagen, hängen zahlreiche „White-Boards“ unter dem Motto „Wir bitten euch um Vorschläge für’s Mittagsmenü“ – sehr sympathisch, man will die Gäste mit einbeziehen. Nicht unerwähnt dürfen die Stoffservietten bleiben und die an der Schank / Bar angebrachten Haken für die Handtaschen der besseren Hälften.

Auch der Service, die Chefin Lisa, erhält von mir in diesem Rahmen und auf diesem Lokalniveau ein glattes „AUSGEZEICHNET“ (5). Selten noch haben wir uns so willkommen und gerne gesehen, obwohl erst das erste Mal dort gewesen, gefühlt. Eine so spürbare Gastfreundlichkeit, Herzlichkeit und so viel Freude bei der Arbeit findet man in der Gastronomie leider nur selten. Unaufgefordert erhielten wir für die übrig gelassenen Schnitzel und den übrigen Erdäpfelsalat eine „Schwächelfolie“ und ein Einweggeschirr – auch am Nebentisch, hausgemachte Käsespätzle, war es ebenso zu beobachten. Auch das macht ein Beisl aus, was man jetzt nicht mehr kann, wird später zu Hause gegessen. Die Verabschiedung war ebenso herzlich, ich zitiere: „Schön, dass ihr da wart!“. Auch der Koch, Christian, schaute immer wieder aus der Küche vorbei und fragte nach, ob es eh schmecken und passen würde. Hier sind ganz offensichtlich zwei Gastronomen mit Leib und Seele am Werken – so erfrischend als Gast und daher ist das „Ausgezeichnet“ auch hier völlig verdient.

Fazit: man hat mich offensichtlich eingefangen, eingelullt, eingekocht, vereinnahmt, überzeugt und was weiß ich noch – das ist ein Beisl der heutigen Zeit mit einer Herzlichkeit, die oft in Hauben-Lokalen vermisst wird. Ebenso schön ist es aber, wenn man als Gast lobt und gleichzeitig auch spürt, wie sehr sich die Beiden über dieses Lob freuen können. Der Name ist Programm: man ist hier tatsächlich zu 100% motiviert. Jeden Mittwochabend gibt es Fondue - um nur EUR 17,90 pro Person kann man schlemmen, soviel das Herz begehrt: Rind, Huhn, Shrimps, Schwein, Gemüse, Saucen und Baguette! Ab 18:00h gibt es derzeit den Feuerfleck, der frisch gefertigt wird, und die Mittagsmenüs werden täglich (außer Feiertag) von 11:30 Uhr bis 14:30 Uhr angeboten. Leider gibt es keine Kartenzahlung, dafür aber einen sehr guten Internetauftritt. Das Preis-/Leistungsverhältnis ist definitiv sehr angemessen. Eine Hommage an die „motiWirt!n“? Ja, mag sein, aber ich meine es ehrlich und empfehle das Lokal unbedingt.

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Hilfreich?Ja21Gefällt mir16Lesenswert15
Letzter Kommentar von am 28. Nov 2014 um 14:24

Schöner Schmäh, Helmuth, "oben" bist ja gar nicht da! ? Hihi...Gerry

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motiWirt!n - Das junge Wiener Beisl - Karte
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Bewertet am 01.10.2014

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