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Gesamtrating
42
13 Bewertungen
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HillHillHill
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Hill Info
Features
Gastgarten, Schanigarten
Catering, Partyservice
Preislage
Gehoben
Kreditkarten
Gängige Karten
Öffnungszeiten
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geschlossen
Di
17:00-24:00
Mi
17:00-24:00
Do
17:00-24:00
Fr
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Sa
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Hill

Sieveringer Straße 137
1190 Wien (19. Bezirk - Döbling)
Küche: Österreichisch
Lokaltyp: Restaurant
Tel: 01 320 11 11Fax: 01 320 11 12
Lokal teilen:

13 Bewertungen für: Hill

Rating Verteilung
Speisen
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Bewertungsschlüssel
Rating Details
Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 16. Juni 2016
MichaelA2
10
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4Speisen
4Ambiente
5Service

Schon lange wollten wir das Hill besuchen, haben wir bisher doch durchwegs gute Sachen gehört, allein wenn man eher innerstädtisch wohnt, ist es ins Hill doch ein „brader Weg“. Gestern dann endlich im Zuge unseres schon traditionellen und quartalsmässigen Gourmet-Jour Fix mit Freunden war es dann so weit.
Mehr oder weniger pünktlich gegen 19:30 angekommen fiel zuerst auf: Der Eingang recht unscheinbar in einem recht kleinen aber wie ich finde hübsch anzusehenden Häuschen. Der Empfang sehr unaufdringlich und professionell, das Ambiente wie ich finde sehr gemütlich, alles eher auf Wirtshaus getrimmt, Atmosphäre sehr entspannt. Der Tisch war für uns 6 ausreichend groß, das Lokal an sich war nicht sehr voll, die Tischdeko recht unaufdringlich. Der relativ kleine Garten sah auch recht hübsch aus, war dann aber doch zu frisch.
Als Aperitif entschied ich mich für einen Campari Soda, eines meiner Lieblingsaperitifs im Sommer, gute Mischung, mit noch einer Karaffe extra Soda zum verdünnen, Zitronenscheibe, sehr gut, aber da kann man ja wahrlich nichts falsch machen. Ansonsten wurde bei uns am Tisch dann noch Champagner und Rosé-Sekt getrunken, habe leider beim Angebot nicht aufgepasst, daher weiß ich nicht mehr dazu, dürfte aber geschmeckt haben.
Als kleinen Beginn gab es dann einen Teller mit Butter, Olivenöl, Kapern in Salzkruste (klangen jetzt spannender als sie waren) und ein paar Scheiben Rohschinken. Dazu ein Brotkorb mit unterschiedlichen, frischen Brotvarianten. Soweit, so gut.
Wir entschieden uns dann für eine wie ich finde spannende Menüvariante: Ein viergängiges Überraschungsmenü mit einem besonderen Twist: In (fast) jedem Gang gab es unterschiedliche Gerichte in der Mitte des Tisches platziert, jeder hat sich dann genommen, was er wollte. Ein sehr interessantes Konzept, das ich in der besseren Gastronomie so noch nicht erlebt habe. Hatte etwas sehr Geselliges und zusätzlich den Vorteil, dass man sehr viele Dinge probieren konnte. Aber wir waren uns auch einig, dass das vielleicht nicht Jedem gefallen muss und dass es vielleicht nicht für jede Gruppe geeignet ist, ich glaube nicht, dass ich es für ein Geschäftsessen beispielsweise gute fände. Wir fanden es aber eine wunderbare Idee und gab dem Abend wirklich den besonderen Touch.
Nun aber zu den Gängen:
Als Vorspeise wurden uns 4 Speisen gebracht: Ein Salat von grünem Spargel, sehr frisch abgeschmeckt, nichts was man noch nicht gegessen hätte, aber gut. Außerdem kam eine (für uns 6 wirklich ausreichend große) Portion Beet Tartare, garniert mit etwas Lardo. Das Beef Tartare war eher klassisch zubereitet, ich weiß, das ist wirklich Geschmackssache, aber ich bin halt eher Fan von würziger Zubereitung, hier hat mir dann einfach auch etwas Senfnote, der Lardo dazu war gut, hätte ich aber nicht gebraucht. Dritte Speise war dann Kaninchen gebraten in einem Teig aus dünnen Teigfäden (irgendwie ähnlich Baklava), ein wirklich traumhafter Gang: Das Fleisch perfekt gebraten, extrem saftig, die Panier / Teighülle sehr knusprig dazu, für mich der beste Vorspeisengang. Als vierter Teller kam dann kleine Stücke gebratener Saibling in einem sehr geschmackigen Gemüsesud mit kleinen Karotten. Der Fisch wunderbar am Punkt gebraten mit knuspriger Haut, der Sud wirklich sehr intensiv im Geschmack, perfekt um ihn mit dem restlichen Brot aufzusaugen, auch ein perfekter Gang.
Im Anschluss gab es dann einen Gang für jeden von uns gleich: Ein kleine Suppenschüssel mit dünn aufgeschnittener Entenbrust, Erdäpfelpüree und Eierschwammerl, aufgegossen dann mit einem Erdäpfelsud. Die Zutaten zusammen allesamt sehr gut, in der Kombination aber irgendwie schwer einzuordnen: War es Suppe mit extrem dichter Einlage? Oder eher Die Entenbrust mit Beilagen und etwas viel Saft? Seis drum: Geschmacklich sehr gut!
Zum Hauptgang kam dann einerseits ein großes Stück Beiried, noch im Ganzen in der heißen Pfanne brutzelnd, das dann direkt am Tisch aufgeschnitten wurde. Also Fisch wurde ein im Ganzen gebratener Seesaibling serviert und auch direkt am Tisch filetiert. Das Fleisch war mit einer zarten Fettkruste, dadurch sehr saftig, vom Garpunkt sehr schön rosa. Der Fisch wurde sehr gekonnt zerlegt und geschmacklich auch sehr gut mit schön festem Fleisch. Dazu wurden mehrere Töpfchen mit Beilagen gereicht: Blattspinat (leichte Knoblauchnote und noch schön bißfest), Erdäpfelpüree (schöne Konsistenz und auch geschmacklich gut, wenn auch unaufregend), etwas Sauce Hollondaise (sehr gut und weniger fett als erwartet), weiße Spargelspitzen mit Erbsen (sowohl Erbsen als auch Spargel sehr, sehr guten Biß, in etwas Butter geschwenkt), Eierschwammerl (mit etwas Petersilie, schön gebraten). Die Menge war für uns 6 mehr als ausreichend, sowohl Fleisch als auch Fisch sicher nicht superkreativ, aber ein einfaches und sehr gut zubereitetes Mahl.
Nachdem sich jetzt schon gewisses Sättigungsgefühlt eingestellt hat, konnten wir den nun folgenden Digestif gut gebrauchen: Ich habe mich für eine Rote Williams entschieden (mir ist leider der Produzent entfallen), die eine sehr schöne Frucht hatte und nicht allzuviel Schärfe. Nachdem wir alle unseren Wunsch Schnaps bestellt hatten meinte unser Kellner, dass der Chef heute zwar nicht da ist, er aber drauf bestehen würde uns auf diese Runde einzuladen, ein richtig feiner Zug wie ich finde und wahrlich nicht üblich.
Als Dessertvariation gab es dann eine Auswahl an Sorbets (Guave, Maracuja, Limette. Geschmacklich sehr gut, für ein Sorbet fast schon cremig, überraschend gut), kleine Schokotartes mit eingelegten Kirschen (war das Highlight bei uns am Tisch, ich persönlich konnte die Aufregung nicht ganz nachvollziehen, bin jetzt aber auch kein klassischer Schokotiger) und schlussendlich dann der berühmte Topfenschmarrn in der Pfanne serviert mit Apfelkompott: Sehr, sehr fluffig, schöne Rahmnote, trotzdem genügend Süße, könnte ich mir gut auch als Hauptgang vorstellen!
Ein Wort zum Service: Man muss natürlich dazu sagen, dass das Restaurant kaum besetzt war, der für uns zuständige Herr hat uns aber wirklich perfekt und sehr charmant betreut. Die Weinempfehlungen waren allesamt sehr gut (Ein Tement Sauvignon Blanc Ottenberger, danach ein JOIS Cuvée Altenburger und schließlich noch eine Flasche Cuvée Xur von Werner Achs). Wir haben uns jedenfalls sauwohl und toll betreut gefühlt, hier hatten wir absolut nichts auszusetzen.
Preislich war das Überraschungsmenü mit € 72,00 sicher nicht billig, aber im Anbetracht der Leistung wie ich finde durchaus gerechtfertigt. Die Weinpreise waren fair kalkuliert und der Schnaps ging wie gesagt aufs Haus.
Fazit: Wir hatten einen sehr gelungen Abend und haben uns sehr wohl gefühlt, das Konzept eines gemeinsamen Menüs in der Mitte des Tisches hat uns sehr gefallen (ist sicherlich Geschmackssache), die Speisen waren allesamt eher bodenständig, handwerklich top zubereitet und geschmacklich sehr gut, ein großes Lob für das Service. Wir werden uns ganz sicher nochmals auf die weite Reise an den Rand des 19. Bezirkes machen und das Hill besuchen.

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Kommentar von am 17. Jun 2016 um 04:40

Konzept ungeeignet für ein Geschäftsessen? Frag einen Chinesen. ;-)

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am 15. März 2015
FloV
10
40
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4Speisen
3Ambiente
3Service

Es kann nicht jeden Tag Haubenküche sein, aber 2-3 mal die Woche ist schon Pflicht (zumindest wenn es sich um die Restaurantwoche Wien handelt). Wenn ich dazu dann noch nicht einmal den Bezirk verlassen muss, herrlich!

So fiel unsere Wahl auf das Hill in der Sieveringer Straße 137 in 1190 Wien.

Von aussen unscheinbar, strahlte uns beim Näherkommen, vom Interieur des Lokals, aber das französische Licht in unsere eingeschüchterten Äuglein.

In vorfreudiger Anspannung betreten wir das Lokal, wo wir sogleich freundlich von einem kompetenten Kellner in Empfang genommen und professionell unserer Jacken entledigt werden. Anschliessend werden wir an unseren Tisch geleitet.

Wie bei Haubenlokalen üblich, verhält sich die Beleuchtung zur Lautstärke des gesamten Lokals direkt proportional: gedämpft.

Man hat stets das Gefühl, dass ein zu lautes Wort eine proletoide Fleischwunde in die nobel aristokratische Atmosphäre reissen könnte.

Dabei tut das Hill alles, um das Gefühl der Gezwungenheit und der noblen Einschüchterung zu minimieren: statt Perserteppichen finden wir hier kargen Parkettboden, statt Seidentapeten bloß bemalte Wände, statt Tischtüchern schlichte "Essensdackerln",statt Kellnern im Smoking, "Kumpels" in Hemden mit aufgekrempelten Ärmeln und lässiger Krawatte, "verkrampft entspannt" und selbst die Wandleuchten wurden anscheinend beim IKEA gekauft.

Das Ambiente des Hill folgt damit dem Mainstream der regionalen "Spitzengastronomie", um jeden Preis entspannt sein zu wollen (klassischer 2-Hauber): intensives Understatement, hochkonzentriert, in Reinkultur.

Aber was soll's?

Es funktioniert. Wir beginnen uns wohlzufühlen.

Schon mit unserem Aperitivwunsch stellen wir den "Koch" vor eine Herausforderung:"antialkoholisch, Bitte!" Prompt wird unserem Wunsch genüge getan, es kommt die antialkoholische Variante eines Mojitos mit Ingwer, Kostenpunkt ca. 8€ und schmeckt gut (macht aber nicht betrunken)

Das gute bei der Restaurantwoche ist, dass man sich die Qual der Wahl der Speisenfolge erspart. Mehr oder weniger, denn wie uns der charmante Kellner mitteilt, ist es möglich Zusatzgänge zu je 10€ zum Restaurantwochenmenü um 39€ hinzuzufügen.

So entscheiden wir uns, weil wir dem typischen Haubenkoch in Bezug auf die Wahl der Portionsgröße, grundsätzlich nicht vertrauen, getrieben von unserem schier unbändigbaren Verlangen nach Rindfleisch, vorzugsweise roh: "2 Beef Tartar als Zwischengang, bitte!"

Als wir nun auf die Vorspeise bzw. das Gedeck warten und ich meinen Mitesser darauf aufmerksam machen muss, dass er es doch bitte unterlassen solle die Dekoration am Tisch ( welche doch sehr schön anzusehen ist) in den Mund zu stecken, da wir uns hier in "besserer Gesellschaft" befinden und ich mich für ihn genieren muss, erwidert dieser, dass ich ein bäuerlicher Prolet sei, denn die Deko ist zum Essen da, und wir bezahlen ja schliesslich auch dafür.

Er zwingt mich das "fladenbrotähnliche" mit Nüssen bestreutes "Kunstwerk" welches wie das berühmte Schwert Excalibur in einem Stein steckt, aus diesem herauszuziehen und es zu kosten. Es schmeckt gut!, lang lebe der König!

Als mein Mitesser dann allerdings beginnt, auch an dem Stein zu knabbern, muss ich dem Ganzen, Prolet hin oder her, Einhalt gebieten und nehme ihn ihm weg.

Zum Glück kommt nun die Vorspeise:
gekühlter Erbsen Spinatbecher, Forelle, Kerbel - Minzsalat.
Für mich DAS Highlight des Abends, stellt es für meinen Mitesser, gleichermaßen begeistert, EIN Highlight dar.

Serviert in einem Martiniglas, ruht ein Stückchen Forelle, garniert mit Forellenkaviar auf einer Schicht Spinat, daruntert eine Schicht Erbsenpüree und am Grund Erbsen.

Abgesehen davon, dass die Harmonie der Elemente genial war, ergab sich zwischen den Erbsen und dem Kavier eine Art "symmetrische Seelenverwandschaft" welche sich darin äusserte, dass das Gericht mit Kügelchen begann und mit Kügelchen schloss. Genial!

Nachdem wir die Vorspeise beendet hatten, heller Aufruhr, der Kellner entschuldigt sich bei uns, und reicht uns das Gedeck, 5,40€ (zusätzlich zum Menü zu bezahlen), nach, welches vorher vergessen wurde. Gereicht wurde: herrlich zarte Butter, fantastische, getrocknete Salzkapern, rosa Salz, 2 kleine Prosciutto Röllchen und hochwertiges Olivenöl, für die ich auch gerne bereit gewesen wäre 5,40€ zu bezahlen, wären sie denn auch zeitgerecht serviert worden. Das ein eindeutiger Kritikpunkt am sonst guten Service.

Dafür aber war das dazu servierte Brot eines der Besten das wir je gegessen haben. "Wo bekommen die das nur her ?" ist die Frage die einem durch den Kopf schiesst wenn man wirklich nicht alltägliches vor sich hat. Der Mitesser meinte hierzu: "Die wahre Kunst liegt in den Kleinigkeiten."

Nächste Runde: Hill Tartar vom Wienerwald Weiderind mit getoastetem Johannbrot.

Bescheiden in der Größe präsentiert sich unser Zwischengang, garniert mit Kräutern und Salat, 5 Tupfen hausgemachter, guter Majonäse und einem Klecks Chutney welches ihm eine "exotische Currynote" verleiht: recht gut, allerdings geschmacklich zu schwach, zu wässrig, um sich gegen besagtes Curryaroma behaupten zu können, wenngleich die Qualität des Fleisches nicht schlecht war.

Das dazu gereichte Johannbrot war wiederum ausgezeichnet.

Offensichtlich ist die gesamte Brotkultur im Hill spitzenklasse!

Womit wir beim Hauptgang wären:
Knuspriger Seesaibling, weiße und grüne Bohnen, würziger Basilikumfond.
Der Fisch sehr lecker und wie versprochen knusprig, die Portion überschaubar, aber ok, und durch das Erbsenmousse von einer sublimen Gewürznote, zeigt sich das Gesamtbild dieses Gerichts eher konservativ und wenig wagemutig.

Mir persönlich waren ausserdem die Bohnen zu bissfest, eine "Problematik" die mein Mitesser geschmacklich nicht als solche empfand.

Irgendwie schien uns, der Koch habe sich auf die Qualität der Zutaten verlassen, ohne dabei ein zu großes Risiko eingehen zu wollen. (Der Fisch war aber auch wirklich Spitzenklasse.)

Der Unterschied zwischen Spitzenlokalen und Weltelite scheint tatsächlich in der Kreativität der Hauptgerichte
zu liegen....

Dessert:
Gestürtztes Topfensoufflee, Weintraubenragout, Topfen-Sauerrahmeis:

Das Topfensoufflee heiß, extrem flaumig und geschmacksintensiv, rief es beim Mitesser Begeisterung hervor.

Ich allerdings fand den Kontrast zwischen "heiß" Topfensoufflee, "kalt" Sauerrahmeis zu überbetont und lenkte vom vermutlich guten Geschmackserlebnis zu sehr ab. Reine Effekthascherei!

Der Mitesser war anderer Meinung, vor allem die Intensität des Topfeneises und die Harmonie mit dem Weinschaum, der angenehm dezent und nicht über-alkoholisch war, befand er als sehr gelungen.

Zusammenfassend kann man sagen, dass das Hill, abgesehen von der Hauptspeise und dem Beef Tartar und einigen kleinen Mängeln im Service, durchaus das Potential gezeigt hat, in einer erweiterten, gastronomischen Elite mitzuspielen und dazu einlädt, gerne länger dort zu verweilen.

Wenn man es denn mit der Entspannungspolitik nicht so weit getrieben hätte,bequeme Fauteuils, durch zwar lässig aussehende, aber katastrophal unbequeme Holzsessel zu ersetzen. Bitte "Herr Hill" ändern sie das, denn uns tat nach 3 Stunden der Hintern weh!

Der gelungene, gediegene Abend kostete uns, trotz Restaurantwoche, 137€, Gruss aus der Küche haben wir nicht gesehen,
Auf Wiedersehen!

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Letzter Kommentar von am 16. Mär 2015 um 00:05

Ich werde das Lokal nie besuchen, aber der Bericht war gschmackig, hervorragend, köstlich, auf den Punkt... ev einen Hauch zu lange... Die Episode mit Schwert und Stein... 2 Hauben. Minimum!

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am 8. September 2014
AlexanderM2
1
1
5Speisen
5Ambiente
5Service

War mit meiner Freundin dort, haben ein 3-Gänge Menü genossen - Ausgezeichnet! Hatte als Hauptgang Dry Aged Beiried mit grünen Bohnen und Bratkartoffeln.... Hervorragend... Die Küche dort ist Kunst, der Service sehr sympathisch und überzeugt mit Witz und Fachwissen! Werden garantiert wiederkommen.

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am 2. Mai 2014
Experte
dieBrotvernichter
67
17
18
5Speisen
3Ambiente
4Service

Vor einem Jahr gehört, dass einer der beiden Inhaber angeblich sehr kompetent in Sachen Kochen und Geschmack sein soll. Jetzt wo nicht mehr der Chef selbst kocht, sondern Thomas Göls (für Österreich 2007 beim Boceuse d'Or, Begleiter von Gradwohl im Meinl am Graben & Fabios) wird's irgendwie noch spannender für uns. Mit 2 Gabeln versehen - genau richtig, wir kommen nur zu zweit - das reicht dann für uns beide als Speisewerkzeug.

18h recht früh - wir sind die ersten mit Hunger im Lokal. Als hätten die jungen Leut' vom Service das gewusst, haben die da schon einmal was für uns am Tisch vorbereitet. Das "was" wir sehen gefällt uns - nur das "wo" leider nicht. Unser reservierter Tisch für zwei, ist zwar gut bestückt und schön vorbereitet, nur steht der an der miesesten Stelle des Restaurants. In einem Winkerl. Ganz weit weg von den anderen potenziellen Gästen - im Souterrain quasi oder im Durchzugsbereich vom Personaleingang. Wir waren zwar noch nie am Cover der Vogue, aber so verstecken muss man uns dann auch wieder nicht.

Ok, wir nehmen's jetzt einmal positiv: wir bleiben eh gern unter uns. Und wir sind gerade mild gestimmt, weil das Gedeck das da schon auf uns wartet so großzügig raffiniert ist. Wir mögen das, wenn wir gleich beim Ankommen mit ein bisschen was Essbarem bewirtet werden. Es gibt aufgeschlagene Butter, viele winzige knusprige Salzkarpern, Wildschweinsalami und drei verschiedene außergewöhnlich gute Brotsorten. Das weiße, mediterran Gewürzte war schön flaumig und weich. Das Dunkle mit der guten Kruste - dünn aufgeschnitten - schön speckig, saftig und typisch im Geschmack der traditionellen Brotgewürze. Und dann war da noch eine Art Kletzenbrot - noch dünner aufgeschnitten - Brotcarpaccio könnt' man meinen. Und eine extravagante gelungene Ergänzung zu dieser Wildsalami. Butter passt immer. Olivenöl war auch noch dabei. Wir würzen beides mit zerbröselten Salzkarpern. Streichen, tunken, beißen und genießen. Aber da war noch was: Riesenbrotchips - zum Knabbern, zum Wein. Ein besserer Einstieg um € 2,50 pro Person geht ja kaum.

Leitungswasserkaraffe kommt ungefragt zum Wein. Das ist angenehm. Für unsere Vorspeisen wollen wir wieder was Helles. Zum Einen gibt's da einen Gelben Muskateller (Tschermonegg € 4,50)Fan und der trinkt den auch zum Beef Tartar. Als Riesling-Fan (Kroiss € 4,80) ist man da schon wendiger unterwegs, der passt sowohl als auch zum vegetarischen Portopello-Champignon. Weine werden dort leider nur in 0,1 ausgeschenkt - für uns eine ganz blöde Nepperei. Aber ok - beide Weine waren wirklich gut. Wir wurden also auch gut beraten.

Beef Tartar (die Männerportion € 18,50) außergewöhnlich klein und kombiniert mit einer Roten Rüben Püree Nocke, die mit Kreuzkümmel (o.ä.) orientalisch gewürzt war - sonst klassisch perfekt gewürztes und qualitativ hochwertiges rohes Rindfleisch mit senfartig marinierten feinen Salatblättchen zusätzlich garniert. Sehr gut.
Brot muss nachbestellt werden - noch einmal das ganze Set um € 3,00. Da hat auch die Vorspeisen-Vegetarierin was davon: Zwei Riesenchampignons (€12,50) von mittlerer Größe, mit würzigem Sauerrahm gefüllt und weich überbacken mit dünner Käsekruste, ebenso Salatblättchen und geschmorte Zwiebel anbei. Bislang die beste vegetarische Vorspeise, die von uns je verkostet wurde.

Service immer angenehm aufmerksam und bemüht. Weinnachschub wird gebraucht. Sind ja nur 100 ml. Zu den Hauptspeisen muss was Rotes her. Fleischeslust. Zweierlei vom Kalb und einerlei Kaninchen. Dazu wird uns ein Blaufränkischer Schiefer empfohlen (€ 5,40), gebracht und von uns getrunken. Sehr gut. Danke. Mit Speisenbegleitung noch viel besser:

Unauffällig gut und klein portioniert, die zweierlei Kalbvariation. Das rosa gebratene Stückerl vom Filet war ausgezeichnet. Das Lauch-Karottengemüse dazu war fein gedünstet und wirklich gut abgeschmeckt. Auch das geschmorte Backerl vom Kalb war top zubereitet - nur leider gar nicht nach dem bevorzugten Mundgefühl. Viel zu viele schmierige, geleeartige Einlagerungen im Fleisch. Vielleicht einfach pech gehabt, vielleicht nicht die richtige Person, am richtigen Tag zum richtigen Fleisch. Egal - der Schmorsaft dazu, war umso stimmiger mit dem feinen Parmesan-Erdäpfelpüree. Sie ist zufrieden. Aber noch nicht satt.

Das folgende Gericht aber, ist einfach unschlagbar gut und um einiges besser! Die Kaninchenkeule mit fruchtigen kleinen halbgetrockneten Paradeisern, frischen Artischocken und schwarzen Oliven geschmort. In der gusseisenen Pfanne serviert, vom eigenen Saft und Parmesan-Erdäpfel-Püree begleitet. Herrlich! Saftig weich geschmort. Aromen gekonnt abgestimmt. Ein perfektes mediterranes Gericht - ganz detailliert, auf Höchstniveau gekonnt zubereitet. Und vom Serviceexperten und Co-Partner von Herrn Nitsche gredenzt und ausgeschöpft. Wow, hat der ein Parfumflascherl zu Hause. Vermutlich 1000 ml. Leider ganz ungut, dieser Parfumduft beim Essen. Riesenportion - daher noch einmal 100 ml rot dazu.

Und weil alles so gut war, sie noch nicht satt, er richtig voll aber zum Topfenschmarrn nicht nein sagen kann - wird dieser zum Dessert auserchoren. Den gibt's nur ab 2. 2 Gabeln, 2 Personen = 1 Topfenschmarrn. Passt perfekt - und ja wirklich, bis jetzt der perfekteste Topfenschmarrn unseres gemeinsamen Lebens. Das war kein Schmarrn, das waren luftige Topfenwolken. Wieder: Riesenportion. Wieder: in der Pfanne serviert. Wieder vom Herrn Chef Sael mit Parfumwolke und die hat Ausdauer. Nun ja, nach dem die abgezogen ist, können wir uns unseren Schüsserln mit Rhabarberkompott (leicht säuerlich, süß vanillig) und dem Topfenschmarrn widmen. Außen leicht karamellisiert und innen ganz locker luftig. Da war kaum Mehl im Einsatz. Wolken gibt's am Himmel, den Schmarrn dann dort oben hoffentlich auch.

Bei nächster Gelegenheit kommen wir wieder.

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Letzter Kommentar von am 2. Mai 2014 um 18:41

HGL! (Schon wieder...Gähn!)

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am 27. Oktober 2012
tobias
46
2
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4Speisen
4Ambiente
5Service
5 Fotos7 Check-Ins

ein ganz reizendes lokal, sehr aufmerksame bedienung sowie für mich das beste brotkörberl nur so nebenbei

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Letzter Kommentar von am 9. Dez 2012 um 12:23

tobias: du hast immerhin schon 40 Bewertungen am Buckel, kann man da nicht mehr erzählen als über das Brotkörberl? Ein Satz??? Soll dann ganz Österreich deswegen darauf aufmerksam werden und von Dornbirn direttissima in den 19. Bezirk fahren?

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am 11. Oktober 2012
hanneszi
19
1
2
5Speisen
4Ambiente
5Service

kann mich nur voll und ganz der Meinung von "hartaberfair" anschließen :-)
wir hatten ein Diners-Angebot. Manchmal meinen ja Lokale in solchen Fällen, man sei dann Gast zweiter Klasse, wenn man das von ihnen gemachte Angebot auch annimmt.
In diesem Fall war das aber ganz und gar nicht der Fall. Wir werden wieder hingehen.

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am 29. September 2012
Hartaberfair
55
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5Speisen
4Ambiente
4Service
1 Check-In

Aufgrund der mit einer Ausnahme sehr guten Bewertungen hier haben wir dem HILL am letzten Wochenende selbst einen Besuch abgestattet. Und ich kann schon vorweg sagen, wir waren begeistert.

Das Essen: Die Karte ist wie in gehobenen Restaurants üblich eher übersichtlich und passt auf zwei Seiten. Es handelt sich um zwei Menüs bestehend aus je 9 Gerichten. Aus diesen beiden Menüs kann man sich sein persönliches 3-,4-,5- oder 8-Gang Menü beliebig zusammenstellen. Das tolle dabei ist, dass auch die einzelnen Gänge völlig frei wählbar sind. D.h. man könnte beim 5-Gang Menü auch fünfmal dieselbe Hauptspeise wählen oder man könnte fünfmal das Dessert bestellen. Am Preis von 42 Euro (3 Gänge) bis 92 Euro (8-Gänge) ändert sich nichts. Wir haben zweimal das 4-Gang Menü gewählt.

Als Vorspeise einmal Beef Tartar mit Gänseleber und einmal nur die Gänseleber. Die Leber war ein Traum und butterzart gebraten, so dass sie einem quasi auf der Zunge zergangen ist. Zur Leber gab es eine sogenannte „falsche Dotterravioli“. Unter einem mit rote Beete eingefärbten Teigplättchen verbarg sich ein Eidotter, der innen komplett flüssig war. Selleriecréme und Haselnussschaum rundeten dieses Geschmackserlebnis ab. Das Beef Tartar war perfekt abgeschmeckt und eines der besten, das wir in Wien bisher gegessen haben.

Als Zwischengang wählten wir zweimal dreierlei von der Ente. Die Entenbrust war wunderbar rosa gebraten, das Keulenfleisch wurde als Füllung in einem Teigmantel serviert und schmeckte traumhaft. Die Entenleber kam in Form einer kleinen Pastete. Der Biscuitboden dieser Pastete war leicht süßlich und harmonierte perfekt mit der Leber. Dazu gab es Steinpilze.

Als Hauptgang wählten wir einmal den Wolfsbarsch mit Melanzane, Blunznravioli und Fenchel. Der Fisch war butterzart auf den Punkt gegart. Die Blunznravioli würden wir uns eigentlich nie bestellen, müssen aber zugeben, dass die äußerst lecker waren. Nur zum Fisch haben sie unserer Meinung nach nicht optimal harmoniert, da ihr kräftiger Geschmack dem Fisch kaum eine Chance ließ. Mein Rind war ebenfalls ein Traum. Das Filet rosa gebraten und auf den Punkt, die geschmorten Bäckchen in einer Soße zum reinlegen. Dazu gab es Eblyweizen. Davon bin ich kein Fan, aber er hat gut geschmeckt.

Als Abschluss wählten wir beide das Dreierlei vom Käse. Es gab zweimal Rohmilchkäse und einen Hartkäse (Manchego). Der Käse war gut aber nichts besonderes, also keine außergewöhnlichen Sorten. Dazu gab es Weintrauben und einen fantastischen getrüffelten Honig.

Hervorheben möchte ich noch das als Gedeck und zum Käse gereichte Brot. Wohl das Beste, das wir bisher in Wien in einem Restaurant bekommen haben. Insbesondere das hausgemachte Pflaumen-Nuss-Brot hat Suchtpotenzial.

Die Weinbegleitung zum Menü hat uns sehr gut gefallen. Ich erspare die Aufzählung jedes einzelnen Weines und sage nur, dass diese von gut bis ausgezeichnet reichten. Auch mit unserem Apéritif (Rosé Sekt und Bellini) waren wir sehr glücklich.

Der Service: Einen Kellner mit ostdeutschem Dialekt konnten wir zwar nicht ausmachen, wir waren aber auch so vom sehr freundlichen und zuvorkommenden Service der beiden anwesenden Kellner angetan. Hervorheben möchte ich hier die Weinbegleitung. Es war ohne Probleme möglich 16tel statt 8tel Gläser zu bekommen und auch mein Wunsch, ausschließlich Rotwein zum Essen zu bekommen wurde ohne Probleme erfüllt. Dazu waren die Gläser immer sehr gut eingeschenkt. Obwohl an diesem Abend alle Tische besetzt waren, wurden uns ständig die Wassergläser nachgeschenkt und wir hatten nie das Gefühl, dass die beiden Kellner überfordert wären.

Das Ambiente: Das HILL ist eher bodenständig und in meinen Augen schlicht eingerichtet. Nicht zu vergleichen zum Beispiel mit dem at eight, das ich rein vom Können der Küche in dieselbe Kategorie zählen würde. Das Restaurant ist eher klein und mehr als 10 Tische gibt es wohl nicht im Nichtraucherbereich Dadurch wirkt alles eher gemütlich und familiär.

Fazit: Für uns ist das HILL eine echte Entdeckung. Das Preis-Leistungsverhältnis ist ausgezeichnet und die Küche zaubert nicht nur geschmacklich, sondern auch optisch mit jedem Gang ein kleines Kunstwerk auf den Teller. Für unsere zweimal 4-Gänge mit Weinbegleitung, Apéritif, Espresso und zwei Flaschen Wasser haben wir am Ende 180 Euro bezahlt. Wir werden ab jetzt auf jeden Fall regelmäßige Besucher werden.

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Letzter Kommentar von Niels am 29. Sep 2012 um 22:23

Soviel sei gesagt der ostdeusche war auch an diesem Abend am wirken ;)

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am 19. September 2012
starlit1
1
1
5Speisen
5Ambiente
5Service

Also eigentlich waren wir auf der Suche nach einer geeigneten Location für unsere internationalen Gäste, die großteils aber aus Paris stammen und daher seeehr anspruchsvoll sind. Wir haben uns also von der klaren Karottensuppe, über die Gänseleber bis zum Sorbet durchgekostet und sind aus dem Staunen nicht mehr hinaus gekommen. Nicht nur dass die Speisen ein Zusammenspiel an Aromen zu bieten hatten das seinesgleichen sucht, war es dann auch für unsere Augen ein echter Genuss. Das Service war unaufdringlich und doch immer zur rechten Zeit am rechten Platz. Verwundert hat mich, dass dieses wunderbare Lokal über weite Strecken so unbekannt ist - sind doch Motto am Fluss, Grünauer oder ähnliche jedenfalls ohne Berechtigung in den Bewertungen ziemlich weit oben. Ein Lob an den Küchenchef Aurelio Nitsche und sein Team.

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am 29. April 2012
Update am 5. Mai 2012
leckermaeulchen
38
7
14
5Speisen
5Ambiente
5Service
2 Check-Ins

Wohnhaft in Döbling ist man an kulinarischen Möglichkeiten nicht gerade verwöhnt. In der Disziplin wohin nach dem Kino - also in unserem Fall 21.00 Uhr, fiel uns nur (und das sehr gerne) Hill ein. Warum Hill? Gemütlich, herzlich, leichtes Essen, hervorragend zubereitet. Diesmal durften wir im Garten sitzen, nur sechs Tische haben hier Platz - deshalb auch dieser schöne angenehme Flair. Wir bekamen Reinanke mit roter Rübe als Vorspeise. Sensationell!! Der Fisch war zart gebeizt, die roten Rüben kamen als Eis!! dazu. Fazit: großartig! Weiters gab es Pasta mit Spargel- Orangenragout- ebenfalls sehr gut. Als Hauptgang wurde uns Lachsforelle mit Krebsenpolenta!! serviert. Fazit: unglaublich gut. Weil es so gut war, bestellten wir als Dessert einen Bananensplit. Gut gemacht und auch so gemeint, konnte aber das Niveau der vorigen Speisen nicht topen. Weinbegleitung war ebenfalls sehr gut. Wir sind häufiger in diesem Restaurant. Das Eigentümerduo sind top Profis. Die Servicemannschaft ist seit 2 Jahren unverändert, dass spricht auch schon für sich. Unsere Erwartungen (durchaus hoch) werden immer wieder aufs
neue erfüllt bis übertroffen. Mit der Rechnung reicht der Service noch hausgemachte Pralinen aus der eigenen Konditorei Prenner (1180 Wien) Natürlich schmecken auch die so gut wie der ganze restliche Betrieb. Will man hier Stammgast werden?? Sicher!

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am 8. Oktober 2011
docflo
33
3
4
5Speisen
5Ambiente
5Service

Der 19. Bezirk ist ähnlich wie der 18. Bezirk kulinarisch gesehen ein sehr schwieriges Pflaster. Was eigentlich eigenartig und nicht zu verstehen ist - die Klientel für gute Restaurants sollte hier eigentlich zu finden sein, aber so viele Lokale wie hier, die gekommen und rasch wieder gegangen sind gibt es sonst nirgends.
Auch das Hill hat eine Geschichte mit grossen Höhen und tiefen Tiefen hinter sich. Vorweg - derzeit ist es an einem neuen und absoluten Höhepunkt angelangt.

Das Lokal ist wie schon längere Zeit extrem gemütlich - in kaum einem anderen Lokal fühlt man sich derartig geborgen und einfach wie zuhause.
Die Speisekarte enthält Menü I und Menü II und hier sind jeweils 8 verschiedene Speisen zu finden die zu einem 3, 4, 5 oder sogar 8-gängigen Menü (35-85€) kombiniert werden können. Die Kombination der verschiedenen Speisen ist sehr gelungen - es fällt einem daher sehr, sehr schwer sich für die eine oder andere Speise zu entscheiden.
"Der Scampi" war bei mir die Vorspeise (ein herrlicher Scampi mit gelben Tomaten und Räucherlachsfond). Als Hauptspeise durfte ich ein Lachs-Rückenstück mit Vongolefond, Fenchel, Kürbis und Haselnussöl geniessen. Der Lachs war perfekt und das Rundherum ausgefallen und einfach gut.
Auch die Nachspeise bzw. der Käse waren perfekt.

Fazit: Bitte, liebes Hill-Team - versucht mit allen Mitteln das derzeitige Niveau zu halten, wir werden ganz oft wieder kommen. Und Bitte, liebe Gäste - kommt ganz oft wieder, damit das Hill nicht wieder verschwindet, neu übernommen wird oder was auch immer.
Danke.



docflo.at

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am 22. Februar 2011
Experte
Gastronaut
428
45
29
2Speisen
3Ambiente
3Service

Als wir nun das Lokal in Döbling besuchten waren wir gegen 18.45 Uhr die ersten Gäste und es dauerte geschlagene zehn Minuten, bis die ohrenbetäubende Chart-Musik auf ein erträgliches Niveau reduziert wurde. Nachdem uns der phonetisch extrem ostdeutsche Kellner die Vorzüge der Sieveringer Weine erklärt hatte - was nicht ganz ohne humoristische Komponente war - bestellten wir eine Flasche Zweigelt von Kroiss!
Knapp zehn Sekunden nach dem Wein kam unser Gruß aus der Küche, spartanischerweise nur bestehend aus Brot, Butter und zwei Sorten Salz. Bei einem Abendmenü, und genau das hatten wir bestellt, erwartet man sich eigentlich schon etwas mehr...
Offenbar haben es die Leute im Hill ungewöhnlich eilig, denn kaum stand das Brot auf dem Tisch kam auch schon die Vorspeise. Zwei von uns bekamen Kaninchenravioli mit Garnele, die beiden anderen Ziegenfrischkäse auf Blattsalat!
Die Kaninchenravioli - jeweils abgezählte drei Täschchen - waren in Ordnung, der Garnele fehlte aber Biss und Rafinesse! Und Salz...
Der Ziegenfrischkäse ging bestenfalls als Aufstrich durch, der dazu servierte Salat bestand dafür nur aus zwölf kümmerlichen Streifchen.
Die Hauptspeise der drei Fleischesser bestand aus einer rosa gebratenen Entenbrust mit zu Tode frittierten Mandelbällchen. Letztere waren trocken, die Entenbrust war dafür sehr OK und hätte definitiv eine bessere Beilage verdient!
Die Vegetarierin am Tisch bekam gefüllten im Ofen gebackenen Fenchel und suchte bis zuletzt nach dem Geschmack des Gemüses.
Zum Schluss bekamen wir noch ein Orangensorbet für das viel zu viele Orangenschalen verwendet wurden, sodss das Sorbet ungenießbar bitter war!
Insgesamt ist zu sagen, dass man hier zwar mit wirklich guten Zutaten kocht, die Verarbeitung und Zubereitung mancher Speisen aber leider zu wünschen übrig lässt! Unwahrscheinlich, dass wir jemals wiederkommen werden....

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Letzter Kommentar von gastroscout am 4. Mär 2011 um 13:48

... ein gutes gedächtnis ist auch nötig, um kritiken hier zu schreiben... ich bin weder braver soldat, noch bezahlter söldner, sondern stammgast, der eigentlich immer zufrieden war, auch in der restaurantwoche. punkt. Und daher konnte ich die negative Kritik hier nicht ganz verstehen und in gewisser Weise nicht nachvollziehen. Zumal IHRE Kroketten auf IHREM Foto nicht verbrannt aussahen. Dass das Gedeck toll war, hab ich nie geschrieben.. aber Gedeck ist Gedeck, und ein Gruss aus der Küche ist was anderes.. und ich war in 4 Lokalen im Zuge der Restaurantwoche, in einem bekam ich besagten Gruss...im Hill, Hungerberg und Eisvogel nicht.. Aber gottseidank haben wir alle hier unsere subjektiven Meinungen und Lieblingslokale, sonst träfen wir uns alle jeden Tag im gleichen Lokal...sei es im schnitzelhaus oder in meinem, wie sie es so schön formulierten, heißgeliebten Hill... wär ja auch langweilig, oder?

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am 7. Februar 2010
pumuckels
60
4
5
5Speisen
4Ambiente
5Service

Ich kannte es ja noch als Meyers, doch schon vor einer ganzen Weile wurde es von der Schwester des Seitenblickewinzers Hillinger als 'Hill' neu eröffnet und dann relativ schnell wieder im Stich gelassen. Tut der Sache aber keinen Abbruch, denn zumindest seit Aurelio Nitsche dort kocht ist es allemal einen Besuch wert. Am Ambiente hat sich, soweit ich mich erinnern kann, wenig geändert. Eher schlicht, holzgetäfelt aber dank (sehr) gedämpften Licht gemütlich bei guter Glas- und Tischkultur. Sehr freundliches, zuvorkommendes Service, das obzwar bei unserem Besuch nur zwei Mann hoch die Gäste auch im zunehmend vollen Lokal effizient und flott bediente. Übersichtliche Karte mit vielen interessanten Highlights, besonders spannende Kombinationen. Wir waren zu viert und assen vorweg fünferlei vom Thunfisch, weiches Ei auf getrüffeltem Brokkolipürée mit Blutwurst, Frischkäsecanneloni und lauwarme Sardinen auf knusprigen Toast (alles meisterlich balanciert), danach vom klassischen Teil der Karte (auf dem z.B. auch Backhendl oder Butterschnitzerl zu finden wäre) ein ganz klassiches gekochtes Rindfleischduo (Tafelspitz und Schulterscherzl), Skrei in (diskreter) Zitronengrasbutter mit Bohnen, zart geschmorte Kalbshaxe mit Krenrüben und Griesstrudel und knuspriges Spanferklbratl plus Medaillon mit Honig-Pizcreme zu, letzteres zu einem originellen grünen Päckchen verpackt. Bei dem süssen Abschluss kapitulierten die ersten und beschruankten sich auf Port, wir probierten und dennoch durch karamelisierte Bananen, Orangencreme und einen wunderbaren, intensiven warmen Schokokuchen. Ein herrlicher Abend, wenn auch nicht ganz billig: 4 Personen mit je 1 Glas Aperitif, gemeinsam eine Flasche Weisswein, Mineralwasser, je 1 Glas Port und Champagner hintnach nicht ganz EUR 230 ohne Trinkgeld. Dringen empfohlen! Gezahlt haben wir uubrigens mit VISA, also ist der Eintrag hier nicht ganz aktuell...

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am 22. September 2008
chris
1
1
5Speisen
5Ambiente
4Service

Hervoragend zubereitete Speisen .
Der Koch zaubert immer wieder neue Kreationen auf den Tisch .
Sehr gutes und unaufdringliches Service !
Sehr schnelles Service & Speisen werden in erstaunlich kurzer Zeit zubereitet und serviert , obwohl das Lokal nahezu
vollständig belegt war !
Fazit: Absolut empfehlenswert!

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Hill - Karte
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Bewertet am 22.09.2008

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