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Gubler & GublerGubler & GublerGubler & Gubler
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Gubler & Gubler Info
Features
Frühstück
Ambiente
Gemütlich
Preislage
Mittel
Kreditkarten
Keine Info
Eröffnungsjahr
2016
Öffnungszeiten
Mo
08:00-20:00
Di
08:00-20:00
Mi
08:00-20:00
Do
08:00-20:00
Fr
08:00-20:00
Sa
09:00-20:00
So
10:00-20:00
Hinzugefügt von:
amarone1977
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Gubler & Gubler

Strozzigasse 42
1080 Wien (8. Bezirk - Josefstadt)
Küche: Schweizerisch, International
Lokaltyp: Bistro
Tel: 01 916 60 90
Lokal teilen:

1 Bewertung für: Gubler & Gubler

Rating Verteilung
Speisen
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Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 3. Oktober 2016
Experte
Gastronaut
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3Speisen
3Ambiente
4Service

Grob kann man das Angebot hier in drei Bereiche unterteilen: da gibt es zum einen den Frühstücksbereich, der vor allem am Wochenende zum Zug kommt. Da ich selber kein Freund von Frühstücken bin, - und nach dem Motto lebe, dass kein Frühstück der Welt besser als ein Mittagessen sein kann, überspringe ich hier den Frühstückssektor und komme gleich zu den beiden anderen Segmenten des Lokals. Da gibt es zum einen vorbereitete Gerichte wie Sandwiches, Süßspeisen und die besagten Wähen (= süße oder salzige Mürbteigkuchen mit unterschiedlichen Füllungen, vergleichbar mit Quiches) oder wechselnde Tagesgerichte. Diese ohne Zeitdruck gemachten Speisen sehen hier in der Vitrine, aber auch dann am Teller nicht nur fantastisch aus, sondern sie sind es auch.

In meinem Fall probierten wir vom aktuellen Tagesgericht, einer Parmigiana Melanzane, also einem gleichzeitig einfachen und irgendwie doch komplexen Gemüseauflauf. Dass es sich hierbei eigentlich um ein italienisches Gericht handelt, ist jetzt vollkommen egal. Denn die Mühe und Liebe, die in dieses Gericht geflossen ist, war in jedem Bissen erkennbar.

Eine unverzichtbare Säule jedes Schweizer Lokals auf diesem und wahrscheinlich auch jedem anderen Planeten, ist geschmolzener Käse. Die genaue Mischung für ihr „Chäsfondue“ ist so geheim, dass Kathrin Gubler sie selbst nicht genau kennt - sie verlässt sich aber in diesem Fall auf die Berner Käsegurus „Jumi“ (eine Wiener Filiale gibt es in der Lange Gasse). Von denen bezieht sie auch ihren Käse für das Raclette, und genau davon probierten wir als nächstes.

Wer hier ein Raclette bestellt, der muss selber ran ans Gerät. Serviert werden lediglich einige sehr dicke Scheiben des Raclette-Käses und ein Rechaud samt Pfännchen. Das Rechaud ist dabei jenes kleine mit Teelichtern betriebene Öfchen, auf das die Pfännchen mit dem Käse gestellt werden. Dazu wird Sauergemüse, also eingelegte Gurkerln, Zwiebelchen und Maiskölbchen gereicht, um diese dann mit dem geschmolzenen Käse zu übergießen. Und eigentlich isst man das Raclette auch mit kleinen gekochten Kartoffeln, doch in unserem Fall hat die Küche wegen zu viel Betrieb offenbar darauf vergessen … Wir sahen also dabei zu wie in Zeitlupe unser Käse schmolz und nach geschätzten 15 Minuten hatte er dann auch jene Konsistenz, um damit etwas zu übergießen. Abgesehen davon, dass uns der Käse ziemlich salzig vorkam, war dieses Raclette eine wirklich feine Sache. Bloß eben, dass die Kartoffeln fehlten. Getunkt haben wir dann aus der Not heraus mit frischem Brot …

Als erste echte frisch zubereitete Speise aus der Küche probierten wir von den „Pastetlis“, also gefüllten Blätterteigpasteten. Mein vegetarisches Gegenüber nahm eine Pastete mit Champignons und Obers-Weißwein-Sauce und ich „Luzerner Chügeli-Pastetli“, die neben dem Inhalt der vegetarischen Pastete auch noch kleine Kügelchen aus Kalbfleisch beinhalteten. Ob der Blätterteig fertig gekauft war, kann ich nur vermuten. Aber die Inhalte waren auf alle Fälle frisch. Bei der Pilzfüllung gab es nichts zu meckern, die Sauce war vollmundig, rund, pikant und leicht sauer gleichzeitig. Also jene schöne Pilzsauce, in der man am liebsten baden möchte und aus der man wahrscheinlich noch 200 andere Gerichte machen kann. Die in Suppe gekochten Kalbfleisch-Kugerln waren im Geschmack verhaltener und haben sich somit den Pilzen untergeordnet. Insgesamt aber eine schöne Speise, auch wenn wir wegen des Betriebes in der Küche, überraschend lange warten „durften“.

Zum Abschluss musste noch ein Klischee-Klassiker her: Zürcher Geschnetzeltes. Auch hier wurden wir leider ein Opfer des regen Betriebes in Küche. Denn als das Geschnetzelte dann letztendlich vor uns stand, war uns weder optisch noch geschmacklich klar, warum wir wieder eine halbe Ewigkeit gewartet haben: das dazu gereichte Rösti war natürlich wie jedes Rösti hier frisch gerieben und gebraten worden. Aber der Rest des Gerichts bestand aus der Obers-Weißweinsauce und den Pilzen, die wir bereits von den Pasteten kannten, sowie einer mittelgroßen Portion von gekochtem grobgeschnetzeltem Hühnerfleisch. Nicht, dass das Gericht schlecht gewesen wäre, überhaupt nicht. Aber bei all der Liebe, die hier im Lokal in sämtliche Details fließt, war ich von der wenig raffinierten Auflösung der Speise ein etwas enttäuscht.

Insgesamt ist das „Gubler & Gubler“ aber eine echte Bereicherung für diesen Teil der Josefstadt, und im Lokal spürt man in jeder Ecke, dass das Bistro nicht nur authentisch sein will, sondern es auch tatsächlich ist. Kathrin Gubler ist Wirtin und Köchin aus Leidenschaft. Nachdem aber gerade geplant wird, die abendlichen Öffnungszeiten auf 22 Uhr zu erweitern und somit die Gäste wohl eher zahlreicher werden könnten, sollte man sich vielleicht überlegen, noch eine weitere, des Kochens mächtige Person in die Küche zu holen. Denn was mir mein Besuch gezeigt hat ist Folgendes: bei allem Talent, bei allem Können und bei aller Liebe die hier herrscht - wenn das Lokal gut besucht ist und nur ein Koch in der Küche werkt, dann verlängern sich die Wartezeiten über Gebühr, wobei die Qualität und die Raffinesse der Speisen sinken. Und das hat sich der Traum von Kathrin und Markus Gubler echt nicht verdient!

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Letzter Kommentar von am 4. Okt 2016 um 01:39

Schade, daß sie keine Schweizer Weine haben.

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Bewertet am 03.10.2016
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