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Gastwirtschaft zum alten HellerGastwirtschaft zum alten HellerGastwirtschaft zum alten Heller
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Gastwirtschaft zum alten Heller Info
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Österreich
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|
74
Wien
Rang: 192
Features
Gastgarten, Schanigarten
Ambiente
Urig
Preislage
Mittel
Kreditkarten
VISA MC DINERS
Öffnungszeiten
Mo
geschlossen
Di
11:00-23:00
Mi
11:00-23:00
Do
11:00-23:00
Fr
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Sa
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Gastwirtschaft zum alten Heller

Hinweis: Lokal wurde von ReTe Usern als geschlossen gemeldet
Ungargasse 34
1030 Wien (3. Bezirk - Landstraße)
Küche: Wiener Küche
Lokaltyp: Gasthaus, Gasthof
News18. Sep 2016 von
Stammersdorfer

Der alte Heller, er war einmal, das Lokal hat seine Pforten geschlossen.

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8 Bewertungen für: Gastwirtschaft zum alten Heller

Rating Verteilung
Speisen
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Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 22. Jänner 2016
Experte
Stammersdorfer
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4Speisen
3Ambiente
4Service
13 Fotos1 Check-In

Schon ewige Zeiten nicht mehr im Restaurant ZUM ALTEN HELLER gewesen. Am 21.1.2016 des Abends war es endlich wieder einmal soweit. Seit 1962 heißt er so, davor war es einmal die Kaiserkrone, wie mir die etwas unübersichtliche Homepage verriet.

Wir haben wie fast immer und überall, am Tag zuvor, telefonisch einen Tisch für zwei reserviert, hat übrigens ganz problemlos geklappt.

Der O Wagen (Bim) hat eine Station, Sechskrügelgasse fast vor der Tür. Wir sind allerdings mit dem 2er nur bis Stubentor gefahren und dann die etwa 15 Minuten zu Fuß bis zu Ungargasse 34 im Dritten gegangen. Es warad wegen da Bewegung :-))

Man kommt hinein und steht in einem kleinen Gastraum vor der Schank, drei Tische gibt’s da. Wir hatten unseren im hinteren Teil des Lokals, da sind es gezählte 7. Man bringt mit viel Phantasie 50 Gäste unter, etwa halb so viele waren gestern da, was mich etwas verwundert hat.

Das NR Lokal schon etwas abgewohnt, ein Wiener Gasthaus im Stil der 70er Jahre, auf urig fehlt mir persönlich aber ein wenig. Viel dunkles Holz überall, von den Sesseln über die Bänke, der Wandvertäfelung und den Teilern zwischen den Tischen bis zur Garderobe. Der Boden etwas heller, mit dunkelgrauen Teppichen drüber. Die Wände mit einem ganz hellen grün bemalt, da wäre neue Farbe wieder mal nicht schlecht und überall hängen viele mehr oder weniger geschmackvolle Bilder. Es ist alles weitgehend sauber und man fühlt sich wohl.

Einen sehr schönen Hinterhof Gastgarten soll es auch irgendwo geben, wie mir der Internetauftritt und einige geschätzte Vortester verrieten.

Das Service an diesem Donnerstagabend ein Zahl- und ein Hilfskellner und die waren beide wirklich freundlich, ein wenig gespielt vielleicht, aber das passt schon. Sie haben ihren Job gelernt, waren sehr flott und aufmerksam. Es wird regelmäßig unauffällig nachgefragt und nichts steht länger als nötig am Tisch. Das sind Profis am Werk.
Als wir kamen und gingen stand auch an älterer Herr an der Schank der (Senior)Chef, er hat uns jedenfalls freundlich begrüßt und verabschiedet.

Zu Beginn hatten wir 2 Glas Sekt, sehr fruchtig und angenehm zu trinken. Gefolgt von 2 Achtln Grüner Weltliner DAC vom Weingut Gmeinböck aus Poysdorf, Weinviertel, NÖ. Ein sehr fruchtiger Weißer mit wenig Geruch und Säure. Etwas später dann den Wiener Gemischten Satz vom Mayer am Pfarrplatz in 1190 Wien. Auch der hat uns mit einem sehr harmonischen Abgang überzeugt. Das Fluchtachterl kam vom Weingut Markowitsch aus Göttlesbrunn, NÖ, und zwar sein Primus Carnuntum, ein Cuvee aus ZW und ME. Der war ein Traum, sehr weich und samtig, lange, sehr lange am Gaumen und für einen vor kurzem abgefüllten Roten schon sehr reif. Wiener Hochquelle gabs unaufgefordert glasweise dazu.
Der kleine Julius zum Schluss sah zwar sehr gut aus, meine Frau meinte noch, den haben sie richtig kurz gemacht, er war aber leider recht dünn, dafür kaum bitter. Naja.

Das Mahl begannen wir mit einem Matjesfilet, drauf Apfelscheiben, drüber Sauerrahm und roter Zwiebel, als Deko eine Paradeiserscheibe und ein Salatblattl. Dazu, aus dem Körberl, ein noch recht knuspriges Salzstangerl. Der Fisch mit diesem feinen salzigen Geschmack, es hat alles sehr gut harmoniert.
Ich hatte gleichzeitig eine schon ewig nicht mehr gegessene Leberreissuppe. Die Einlage mit viel Leber und wenig Semmelbrösel, noch bissfest, einfach herrlich, in einer Suppe die zwar optisch dünn aussah, aber eine sehr gute, kräftige Rindssuppe war.

Meine liebe Gattin hatte weiters das Rumpsteak a l’Anglaise (auf englische Art) mit sehr gschmackigem, gebratenen Speck, etwas zu lange gekochten Fisolen, aber sonst in Ordnung und Pommes. Das Fleisch kam wie gewünscht, fast durchgebraten und war ausgesprochen weich, mit kaum Fett am Rand. Der leicht sämige Saft drüber, sehr gelungen und überaus harmonisch wie wir fanden. Ja und die länglichen blassen Erdäpfelstäbchen :-) die haben zwar nix gleich gschaut, waren aber einigermaßen knusprig und haben gut geschmeckt.
Meine Hauptspeise Rindslungenbraten gebacken mit Reis und Mayonnaissalat, wobei das Fleisch grundsätzlich alleine serviert wird, die Beilagen sucht man sich selbst dazu. Die Panier war schön goldbraun, hätte aber noch etwas knuspriger sein können, der Lungenbraten aber zart und butterweich. Ich weiß nicht, ob ich den schon jemals so gegessen habe, er hat mich überzeugt. Als Deko die üblichen Verdächtigen, Paradeiser, Gurke, Salatblatt und für mich überflüssige Zitrone.

Fazit vom ALTEN HELLER, der Weg vom Achten in den Dritten hat sich gelohnt, wir haben sehr gut gegessen. Was das Ambiente betrifft, da gibt es urigere Wiener Wirtshäuser, mit Personal das einen nahezu perfekten Job macht. Wir haben mit Maut 95,-- Euro gezahlt und sind mit Essensgeruch im Gewand zufrieden von dannen gezogen.

A ja auf unserer Rechnung standen auch noch zusätzlich vier Pivo, der Fehler wurde vom Kellner sehr souverän und mit einer Entschuldigung behandelt. Bravo!

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Letzter Kommentar von am 22. Jän 2016 um 21:31

Interessant Zap1501, bei uns wurde nicht geraucht, es war kein einziger Aschenbecher auf den Tischen und es roch auch nicht nach Rauch.......

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am 14. Dezember 2015
ReinhardA
1
1
5Speisen
5Ambiente
5Service

Der alte Heller in der Ungargasse ist super, viele Fleischgerichte, aber leider wenig VEGETARISCHES.

Das Service war prompt und sehr freundlich, denn unsere Speisen und Getränke kamen in Rekordzeit.

Zu den Beilagen und der Deko können wir sagen, dass es ein typisches Wiener Wirtshaus ist. HERVORRAGEND!!!!

Doch wie gesagt – die Gastwirtschaft zum alten Heller in der Ungargasse 34 ist sicher mehr für die Fleischqualität bekannt und berühmt im Dritten, als für Beilagen und Salate.

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Kommentar von am 15. Dez 2015 um 08:26

Nichts Vegetarisches? Also keine Schinkenfleckerl? ;-)

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am 15. April 2015
RolandS3
30
4
9
3Speisen
4Ambiente
4Service

Der alte Heller in der Ungargasse glänzt durch seine Wiener Küche und die vorwiegenden Fleischgerichte. Unser Fehler war, dass wir nur kurz eine Kleinigkeit speisen wollten und uns die diversen Steak- und Rostbratvariationen zu viel waren. Daher entschieden wir uns beide für ein einfaches Schweinsschnitzel mit Petersilerdäpfel und grünen Salat mit Kernöl.

Das Service war prompt und sehr freundlich, denn unsere Speisen und Getränke kamen in Rekordzeit.
Die Schnitzel – hervorragend. Ausgezeichnete in der Fleischqualität und im Geschmack. Groß, nicht zu dünn und nicht zu dick, sehr saftig mit einer perfekten Panier.

Zu den Beilagen und der Deko können wir nur wie der Benno Berghammer sagen: „ned g´schimpft, is globt gnua.“
Der Salat, sowie das Kernöl fad und eher geschmacklos.
Die Erdäpfel wässrig mit sicher keiner frischen Petersilie.

Doch wie gesagt – die Gastwirtschaft zum alten Heller in der Ungargasse 34 ist sicher mehr für die Fleischqualität bekannt und berühmt im Dritten, als für Beilagen und Salate.

Das Ambiente und Preise haben der Herr uc0gr und der Herr hbg338 hier schon ausreichen und treffen beschrieben.

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Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 28. November 2014
Experte
uc0gr
215
47
28
4Speisen
4Ambiente
5Service
36 Fotos1 Check-In

Das Gasthaus „Zum alten Heller“ nennt sich selbst eine „Gastwirtschaft“ und einen Ort der „Alt-Wiener-Küchentradition“. Die Geschichte hinter dem Lokal ist lang, daher schreibe ich davon nur im Telegrammstil (Quelle: teilweise Homepage des Lokals):

Vermutlich ist das schöne Biedermeierhaus das älteste Zinshaus von Wien, bereits in der Zwischenkriegszeit beherbergte man hier ein Gasthaus namens „Zur Kaiserkrone“, seit 1962 ist das Lokal als „Zum alten Heller“ im Besitz der Familie Fügert und wird von Karl und Gertrude Fügert sen. und Karl Fügert jun. geführt.

Karl Fügert sen., dem der Ruf vorauseilt, einer der besten Küchenfleischhauer Wiens zu sein, verarbeitet das Fleisch natürlich vom ganzen Stück weg. Damit sichert man aber für die Gäste Schmankerln wie die schmackhaften und gesunden Nebenprodukte wie Innereien, die in ihrer authentischen Zubereitungsart angeboten werden: Bruckfleisch, Bries, Hirn oder Nierndln werden oft als Tagesteller für die Mittagsküche frisch zubereitet. Gut bürgerliche und vor allem möglichst authentische „Wiener Küche“ mit großem Augenmerk auf die „Wiener Rindfleischküche“ – das bietet der „Zum alten Heller“. Eine ganz besondere Spezialität des Hauses sind neun verschiedene Arten von Rostbraten, angefangen vom klassischen Zwiebelrostbraten über Varianten von scharf bis pikant, gebacken oder mit Champignons zubereitet. Klassiker wie einen Kalbsnierenbraten, im eigenen Nierenfett gegart, findet man hier ebenso. Relativ neu bietet man mittlerweile auch ein Ribeye-Steak vom US Black Angus-Rind auf der Speisekarte an. Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass sich das Gasthaus „Zum alten Heller“ mittlerweile seit bereits mehr als fünf Jahrzehnten als Familienbetrieb präsentiert – auch das ist sehr bemerkenswert und zeugt von steter, hoher Qualität.

Von außen wirkt das „Zum alten Heller“ relativ unscheinbar, lediglich ein beleuchtetes „Puntigamer“-Nasenschild und ein paar alte, schmiedeeiserne Laternen fallen ins Auge. Man darf sich aber nicht täuschen lassen, das Lokal ist viel größer, als man es von außen vermuten würde. Einige Werbetafeln an der Hauswand bewerben Mittagsmenü und diverse saisonale Tagesempfehlungen. Durch einen klassischen Windfang, wie für Wirtshäuser früher obligat, betritt man den „Zum alten Heller“ durch die innere, wunderschöne, alte und bleiverglaste Eingangstüre. Das Entree führt direkt in den NR-Bereich, zugleich der Schankraum. Eine sehr beeindruckende und tolle, alte Holzschank, dahinter die alten Kühlschränke mit den klassischen Metallhebeln und ein riesiger, schwerer, schmiedeeiserner Luster dominieren diesen Raum. An der Schank geradeaus vorbei geht es in den gut abgetrennten Raucherbereich und zur Küche, nach rechts in den größeren Nichtraucherbereich und zu den Sanitäranlagen.

Ich hatte übrigens nicht reserviert, was sich aber als problemlos darstellte. Nach Eintreten in das Lokal wurde ich, offensichtlich von der Chefin, freundlichst begrüßt. Ich wählte den völlig leeren Raucherbereich, weil aus dem Nichtraucherbereich lautes Kinderparty-Geschrei tönte. Urwienerisches Ambiente, Holz in mittelbraun dominiert die Wände und die Möbeln, ein altes Gewölbe zieht sich durch den Raucher-Gastraum – dürfte offenbar der ältere Gebäudeteil des Lokals sein. Jugendgefühle kommen auf – ist hier die Zeit stehen geblieben? Zweifellos und genau das ist gut so!

Die umfangreiche, aber nicht den Gast überfordernd große Speisekarte studiert, bestätigte mich in der angenommenen, tatsächlich großen Affinität zur „Urtümlichen Wiener Küche“. Nierenbraten, gekochte Rindfleischspezialitäten (Weißes Scherzel, Hüferl, Wurzelrindfleisch, Tafelspitz,…), eine wunderbare „Alt-Wiener“ Dessertauswahl (Böhmische Palatschinken, Asperl-Mus,…) und diverse Rostbratenspezialitäten zeugten davon. Aber auch die sehr ansprechende saisonale Speisekarte, derzeit natürlich ebenfalls mit diversen Gansl-Spezialitäten im Offerte, konnte vollends überzeugen.

Zu trinken hatte ich ein „Gösser Naturgold Alkoholfrei“ (EUR 3,80 / 0,5l und hier sogar vom Fass!) sowie einen „Doppelten Espresso“ (EUR 3,40) der Wirtshaus-Mittelklasse.

► „Gansl-Einmachsuppe mit Bröselknödel“ (EUR 4,00):
Eine absolut tolle Einmachsuppe wurde serviert. Die Suppe mit ausreichend Gänseklein (Herzerl, Magerl, Kragerlfleisch, etc.) und Gemüsewürfel versehen, nicht zu stark gebunden und von herausragendem Geschmack habe ich beim „Zum alten Heller“ erhalten. Der Bröselknödel war ausreichend groß, saftig und von weicher, sämiger Konsistenz und auch in diesem wurde etwas Ganslfleisch mit verarbeitet. Einfach „SEHR GUT“ (4), ganz nahe am Ausgezeichnet.

► „Gebackene Ganslleber mit Mayonnaise-Erdäpfelsalat“ (EUR 14,50):
Die Leber, natürlich keine Stopfleber, war butterzart, fast schon auf der Zunge schmelzend, sehr gut pariert und noch besser paniert und gebacken – knusprig und bestens abgetropft wurde sie serviert. Der hausgemachte Mayonnaise-Erdäpfelsalat war sehr gut, lediglich rote statt weiße Zwiebel hätte ich mir gewünscht. Die separat bestellte und hausgemachte „Sauce Tartare“ (EUR 1,50) war tadellos und brav. In Summe gebe ich für diesen sehr üppigen und wohlschmeckenden Hauptgang ein glattes „SEHR GUT“ (4).

► „Böhmische Palatschinken 'Netolitz'“ (EUR 5,00):
Benannt nach „Netolitz“, einer Stadt in Tschechien aus dem Kronland Böhmen, wurde eine natürlich hausgemachte Palatschinke serviert. Bester Mohn und noch besserer, hausgemachter Powidl wurde für die Vollendung verwandt – schwer beeindruckt war ich als selbst auch „Powidl-Einkochender“ vom ausgezeichneten Geschmack desselben. Dafür muss ich die Höchstnote geben, ein glattes „AUSGEZEICHNET“ (5).

13 Punkte in Summe für drei Speisen ergeben im Durchschnitt 4,33 Punkte und daher ein glattes „SEHR GUT“ (4). Ich war nicht nur sehr satt sondern vor allem auch tatsächlich glücklich und zufrieden. Im „Zum alten Heller“ wird frisch, sehr gut, bodenständig, gutbürgerlich und anständig gekocht, sogar „Nebensächlichkeiten“ wie Powidl macht man hier selbst – sehr, sehr beeindruckend! Weine aus österreichischen Anbaugebieten wie Weinviertel, Burgenland und Steiermark, direkt vom heimischen Winzer, vervollständigen den kulinarischen Genuss.

Dem Ambiente gebe ich ebenfalls gerne ein „SEHR GUT“ (4) – typische, gepflegte „Wiener Wirtshausatmosphäre“, eine klassische Veranda für diverse Feierlichkeiten sowie ein idyllischer Gastgarten im Innenhof sind einfach wunderbar. Die Sanitäranlagen jedoch sind etwas „rustikal“, andererseits aber sehr sauber. Der Stierkopf am Weg dorthin begeistert mich persönlich, wenn ich an Kinder denke, jedoch wenig.

Der Service, „geschupft“ von der souveränen Chefin, erhält von mir in diesem Rahmen und auf diesem Lokalniveau ein glattes „AUSGEZEICHNET“ (5). Stets präsent, trotz einiger Besucher im NR-Raum und darüber hinaus auch noch alleine im Service, immer nach meinem Befinden fragend und jeden Wunsch erfüllend – was will man in einem klassischen Wirtshaus mehr? Eine herzliche Verabschiedung mit den Worten „Sie kommen aber bitte schon wieder, gell?“ gibt einem ein erfrischendes, herzerwärmendes Gefühl gerne als Gast gesehen zu werden. Jede Frage meinerseits wurde ehrlich und ausführlich beantwortet.

Fazit: für diese „Perle“ der „Alt-Wiener Wirtshauskultur“ mitten im „Dritten“ kann ich nur eine absolute Empfehlung aussprechen und tue das hiermit gerne und mit ruhigem Gewissen. Hier kann man die Seele baumeln lassen, der „guten, alten Zeit“ nachtrauern, die allerdings objektiv auch ihre Tücken hatte und in der Vergangenheit schwelgen. Viel Zeit ist vergangen seit meiner Jugend, im „Zum alten Heller“ aber blieb sie glücklicherweise stehen. Mittagsmenüs (zwei Gänge zu EUR 7,50, Dienstag – Freitag, nicht an Feiertagen) und sehr üppige Portionen in bester Qualität zu sehr gerechtfertigten Preisen machen diese Gastwirtschaft noch sympathischer. Ich komme sicher wieder und wer typische „Wiener Wirtshauskultur“ liebt, wird an einem Besuch beim „Zum alten Heller“ nicht vorbei kommen!

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Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 10. September 2014
Experte
hbg338
389
56
29
4Speisen
4Ambiente
4Service
13 Fotos1 Check-In

Das Restaurant zum alten Heller befindet sich nur wenige Gehminuten von der U3 Station Rochusgasse. Quer durch die Sechskrügelgasse und man mündet genau vor dem Lokal in die Ungargasse. In der Sechskrügelgasse befindet sich auch eine Parkgarage für die Autofahrer da der 3. Bezirk ein Parkpickerlbezirk ist.
Man erwartet wenn man vor dem Lokal steht das man in ein altes Wiener Gasthaus einkehrt. Genau dieser Eindruck wird beim Öffnen der Eingangstüre bestätigt. Ein vom Ambiente typisches altes Wiener Gasthaus. Mit alter Schank, viel Holz mit Verzierungen, alten geschmiedeter Gusseisernen Luster.
Vom Schankraum welcher der Nichtraucherbereich ist und nur wenige Sitzplätze bietet, erstreckt sich rechts über einige Stufen ein großer Extraraum der sich sehr gut für diverse Feierlichkeiten eignet. Geradeaus ist ein kleinerer Raum an diesen auch der Küchenbereich angrenzt. Linker Hand ist der Ausgang zum sehr schönen Gastgarten. Dieser ist natürlich wenn die Witterung passt ein Highlight. Da man in dieser Gegend nicht so eine grün Oase erwartet. Die in teilweise überdachten Lauben aufgestellten Tische vermitteln einen äußerst gemütlichen Eindruck. Ich blieb jedoch im Schankraum nachdem ich mich zur Sicherheit vergewissert hatte ob durchgehender Küchenbetrieb sei und ich etwas zum Essen bekam. 15:00 ist nicht gerade eine gängige Uhrzeit um zu speisen.

Den obligaten großen Apfelsaft gespritzt gleich beim Überbringen der Speisekarte bestellt. Nach Rückfrage der äußerst freundlichen und aufmerksamen Servicedame ob es ein naturtrüber sein darf meine Bestellung in diese Richtung abgeändert. Denn wenn ich schon die Auswahl habe, dann ziehe ich Naturtrüb vor. Dieser belief sich auf der Rechnung mit € 4,00.
Die Speisekarte bietet saisonale Schmankerln, wie derzeit Pilzgerichte aber natürlich alles was man in der Wiener Gasthausküche erwartet. Sehr viele Rindfleischgerichte bis hin zum Rib Eye Steak. Dank der vielen Rindfleischgerichte bestellte ich eine hoffentlich kräftige Rindsuppe mit einem Leberknödel(€ 3,50). Als Hauptspeise einen gebackenen Rostbraten(€ 10,50) und dazu einen Pardeissalat(€ 3,50).

Die Suppe kam nach kurzer Wartezeit. Die Suppenschüssel bis zum Rand gefüllt, sehr viel Schnittlauch und ein Leberknödel von größerer Dimension. Sehr gut das die Suppe nicht brennend heiß war sondern man gleich zu essen beginnen konnte. Meine Erwartungen bezüglich der Rindsuppe wurden erfüllt. Kräftig im Geschmack und auch farblich tadellos. Der Leberknödel schloss sich qualitativ nahtlos an die Rindsuppe an. Fest aber nicht hart. Richtige Konsistenz . Nicht zu fein und auch nicht zu grob. Eine Suppe wo man auf Salz und Pfeffer verzichten kann. Auch das sowieso nicht vorhandene Flüssiggewürzflascherl ging nicht ab. So soll eine Rindsuppe für mich schmecken.

Dank der ungewohnte Zeit war auch die Wartezeit auf meinen Rostbraten nicht lange. Der schön angerichtete Paradeissalat mit reichlich Zwiebel vorweg war schon ein Augenschmaus. Der Rostbraten von mittlerer Größe, natürlich keine Schnitzelgröße, mit der idealen Fleischstärke entpuppte sich als Gaumenfreude. Sehr weiches Fleisch, ohne merkbares Fett aber trotzdem saftig. Flaxen auch Fehlanzeige. Als Garnierung ein großes Salatblatt Paradeiser- und Gurkenscheibe. Natürlich die Zitrone nicht zu vergessen, die endlich mal saftmäßig für das ganze Stück Fleisch ausreichte. Dazu der sehr süffige und gutschmeckende Apfelsaft. Was will man mehr.

Ich kann die negativen Bewertungen absolut nicht nachvollziehen. Gehe mit „hautschis“ Bewertung absolut konform. Von den Speisen bis zu den alten aber hygienisch einwandfreien Toiletten. Ein typisches Wiener Gasthaus mit sehr guter Küche, Ambiente und Service. Absolut empfehlenswert.

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Letzter Kommentar von am 10. Sep 2014 um 18:50

Für Faule: Die Station Sechskrügelgasse des 0-Wagens ist noch näher.

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Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 21. April 2013
Experte
hautschi
107
33
24
4Speisen
4Ambiente
4Service
1 Check-In

Ein Termin bei der Wiener Landesregierung führte meine Frau und mich vergangene Woche zum Mittagessen in den alten Heller.
Das Lokal befindet sich in der Ungargasse 34, öffentlich sehr gut erreichbar, die Parkplatzsituation trotz Kurzparkzone im dritten Wiener Gemeindebezirk eher problematisch.

Betreten wird das Lokal durch eine Toreinfahrt, rechts ab geht es ins Lokal, gerade weiter in den sehr nett angelegten Innenhof-Gastgarten.
Da wir im Gastgarten gesessen sind, kann ich nicht sagen, ob es eine Raucher- Nichtrauchertrennung gibt, eine bauliche Trennung zwischen den einzelnen Räumen wäre mir jedenfalls nicht aufgefallen.
Die WC-Anlagen sind alt aber in hygienisch einwandfreiem Zustand.

Als wir kurz nach 11 Uhr den Gastgarten betraten, waren die meisten Tische bereits vorreserviert, wir bekamen aber noch einen sehr schönen, sonnigen Tisch zugeteilt.

Der sehr nette und die ganze Zeit über aufmerksame Kellner brachte uns sofort die Karte und auch die Getränkewünsche wurden abgefragt.

Die Karte gliedert sich in eine umfangreiche Tageskarte mit saisonalem Schwerpunkt und eine Standardkarte. Diese deckt die üblichen Verdächtigen der Wiener Wiener Wirtshausküche und einiges mehr ab. Zusätzlich wird ein täglich wechselndes Mittagsmenü angeboten.

Bedient wurden wir von einem wirklich professionell agierenden Kellner, er war immer zur Stelle, es wurde flott abserviert, weitere Getränke wurden aktiv angeboten, auch bei vollem Gastgarten kam keine Hektik auf - eine wirklich solide Serviceleistung!

Wir entschlossen uns zu folgenden Speisen:

Tirolerknödelsuppe und Bouillon mit Ei (je 3,50): Es kommen 2 brennheisse kräftige Rindsuppen in Rekordzeit daher. Das Tirolerknödel flaumig, gut gewürzt, wirklich 1A. Beide Suppen verdienen sich eine ehrliche 4.

Die meisten Hauptspeisen werden ohne inkludierte Beilagen angeboten, diese sind extra zu bestellen und natürlich auch zu bezahlen.

Diavolo-Rostbraten 10,50 mit Serviettenknödel 3,50: Ein ausreichend großes, nicht zu dünn geschnittenes Stück Rostbraten kommt in einer Chilli-Knoblauchsauce daher. Sehr gute Fleischqualität mit dem leicht scharfen, wirklich gschmackigen Safterl und einem flaumigen Serviettenknödel machen richtig Spaß! Eine 4 mit Tendenz nach oben.

Champignonschnitzel vom Schwein (9,80) mit Seviettenknödel (3,50): Auch hier ausreichende Portion, gutes Fleisch und frische Champignons in einem wohlschmeckenden Saft. Für meine Frau auch hier eine glatte 4. Den mit der Beilage entstehenden Gesamtpreis von über 13,-- Euro finde ich für diese Lokalart allerdings schon sehr an der Schmerzgrenze kratzend.


Die konsumierten alkoholfreien Getränke gut gekühlt, in Markenqualität, einfach in Ordnung.
Die Melange und auch der große Braune im guten Mittelfeld einreihbar.

Fazit: Entgegen der bisherigen Bewertungen waren wir sehr zufrieden, und werden bei Gelegenheit gerne wieder einkehren.

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Letzter Kommentar von am 21. Apr 2013 um 18:05

Danke adn, ich hoffe die halten dann auch, was ich versprochen habe ;-)

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am 7. Februar 2013
tester123
1
1
1Speisen
4Ambiente
3Service

Waren 2x dort. Das Wirtshausambiente ist recht nett und man fühlt sich wohl. Auch das Service ist gut. Leider jedoch ist das Essen eine Zumutung.

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Hilfreich?Ja1Gefällt mirLesenswert
Letzter Kommentar von Unregistered am 7. Nov 2013 um 08:52
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am 24. Juni 2012
octylacetat
2
1
1Speisen
2Ambiente
4Service

Triefend vor Fett! Hier wird eher auf Quantität und raschen Service Wert gelegt als auf Qualität. Ich werde dort sicher nicht mehr hingehen und kann diese Restaurant daher nicht weiterempfehlen!

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Letzter Kommentar von Unregistered am 7. Nov 2013 um 08:53
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Gastwirtschaft zum alten Heller - Karte
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Bewertet am 24.06.2012

Master

1 Check-In
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