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Federico llFederico llFederico ll
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Federico ll Info
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laurent
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Stammersdor.
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Federico ll

Krieglergasse 14
1030 Wien (3. Bezirk - Landstraße)
Küche: Italienisch
Lokaltyp: Restaurant, Pizzeria
Tel: 0676 581 05 54
Lokal teilen:

10 Bewertungen für: Federico ll

Rating Verteilung
Speisen
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Bewertungsschlüssel
Rating Details
Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 5. August 2016
Experte
hbg338
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5Speisen
4Ambiente
4Service
10 Fotos1 Check-In

Nach den hervorragenden Kritiken von Großteils sehr fachkundigen und von mir geschätzten Rete Testern war es an der Zeit dem Federico II einen Besuch abzustatten. Tisch hatte ich keinen reserviert da ich kurz nach dem Öffnen des Lokals vorhatte dieses zu besuchen. Die Anreise erfolgte vom Praterstern mit der Straßenbahnlinie O bis Radetzkyplatz. Von dort sind es nur wenige Minuten zu Fuß bis zum Lokal. Parkplätze wären jedoch auch genügend in unmittelbarer Lokalnähe frei gewesen.

Vor dem Lokal befindet sich der Unteren Weißgerberstraße ein netter Gastgarten. Abgetrennt mit einem Holzzaun von der Straße und dieser mit Pflanzen verschönert. Große Sonnenschirme spenden genügend Schatten für die kleinen Klapptische welche mit Tischtüchern bedeckt waren. Aschenbecher stehen auf jeden Tisch. Ich begab mich jedoch ins Lokalinnere.

Über eine Stufe erreicht man das Nichtraucherlokal. Man befindet sich im sehr netten Schankraum. Nach Rücksprache mit dem jungen Kellner nahm ich gegenüber der Schank Platz. Vorherrschend sind Tische für zwei Personen, nett gedeckt mit rot/weißen Tischtüchern. Etwas abgetrennt befindet sich der Pizzaofen. Durch eine Glastür gelangt man noch in einen weiteren Raum. Vielleicht gab es früher eine Raucher-, Nichtrauchertrennung. Über der Eingangstür befindet sich ein Fernseher. Auf diesem lief zwar Rai aber ohne Ton. Ich werde es nie verstehen warum man in Restaurants einen Fernseher hat der in Betrieb ist aber ohne Ton. Mit Ton wäre aber noch störender. Sportübertragung ohne Ton verstehe ich, aber einen Spielfilm? Ist aber nicht nur in diesen Lokal so.

Die Speisekarte wird kommentarlos überreicht und ich bekomme genügend Zeit diese zu lesen. Da die Karte zweisprachig angeschrieben ist habe ich keine Probleme den gespritzten Apfelsaft mit Sodawasser (€ 4,20) zu finden. Obwohl auf Italienisch klingt dieses Getränk weit schöner. Als Pizza wählte ich die Prosciutto e Funghi (€ 9,00). Die leidige Frage „Mit Knoblauch?“, gibt es hier zum Glück nicht. Der Apfelsaft war leider ein gängiges Standardprodukt.

Meine Pizza wurde vom Chef zubereitet. Nach kurzer Wartezeit wurde diese serviert. Die Größe, Gott sei Dank im gängigen Rahmen. Optisch zwar nicht meinem Idealbild entsprechend. Dafür war der Rand zu gering ausgeprägt, geschweige denn aufgegangen. Die war mir aber nach dem ersten Bissen egal. Noch nie eine so gute Pizza gegessen. Geschmacksintensiv. Der Schinken, ein Traum. Ein geniales Gewürz muss hier verwendet werden. Vom Pizzateig über die Paradeissauce zu dem Champignon und dem Schinken eine göttliche Speise. Der Boden dünn, weich aber nicht matschig. Einfach genial.

Einerseits war es schade das es nicht mehr von der Pizza gab, aber so hatte ich die Chance auf ein Dessert. In der Hoffnung g dass dies qualitativ an die Pizza anschloss. Also verlangte ich die Karte. Profiteroles oder Tiramisu und dazu einen Cappuccino (€ 3,20). Ich fragte den Kellner was er nehmen würde, und der wählte für mich das Tiramisu (€ 6,00).

Der Toilettenbesuch verkürzte die Wartezeit. Zwischen Schank und Kasse durch geht es zur Tür. Über eine Stufe hinein in den sauberen, tadellos in Schuss gehaltenen sehr kleinen Toilettenbereich. Abgesehen von der Stufe scheitert man schon platztechnisch mit einem Rollstuhl.

Der Kaffee aus der Rösterei Foschi aus Montecchio in Umbrien. Bis dato unbekannt aber der Kaffee hat überzeugt. Sehr gut mit reichlich Milchschaum. Kurz darauf kam das Tiramisu. Liebevoll angerichtet mit einem Minze Blatt und Marmeladeverzierungen am Teller. Die Empfehlung vom Kellner hat gepasst und das Tiramisu stand geschmacklich der Pizza um nichts nach. Ebenfalls ein sehr wohlschmeckendes Gericht.

Das Service – Mit der Tiramisu Empfehlung hatte er bei mir schon gewonnen. Sehr freundlich, aufmerksam und flott. Rechnung wurde selbstverständlich ausgestellt.

Mein Fazit – Zu meiner Frau sagte ich als sie mich fragte wie es war, „Vergiss alles was du bisher an Pizzen und Tiramisu gegessen hast“. Sagt eigentlich alles. Ich habe zwar noch drei/vier Pizzerien auf meiner To-Do Liste aber diese sind wahrscheinlich chancenlos im Vergleich zur Federico II. Meiner Frau habe ich schon gesagt, wenn sie Gusto auf Pizza hat soll sie es mich wissen lassen. Dann geht’s nicht nur zum Arbeiten in den dritten Bezirk.

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Letzter Kommentar von am 5. Aug 2016 um 20:58

adn1966, hab gelesen das der Schwiegersohn für die Pizzen zuständig ist. Ist aber erst etwas später gekommen so musste der Senior zum Ofen. Werde aufjedenfall auf deinen Tip zurückkommen.

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Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 24. November 2015
Experte
Stammersdorfer
234
28
27
5Speisen
4Ambiente
5Service
36 Fotos5 Check-Ins

Schon viel gelesen und auch einiges gehört über das FEDERICO II, die Erwartungen wurden aber noch bei weitem übertroffen, einfach genial was uns da geboten wurde……. :-))

Die „Anreise“ vom 8ten in den 3ten mit der 1er Bim, Station Radetzkyplatz. Dann ein Stück zu Fuß die Löwengasse entlang, bis zur Krieglergasse. Das Lokal am Eck mit der Unteren Weißgerberstraße, auf Hausnummer 14, gleich in der Nähe auch das Kunsthaus Wien.

Wir haben auf Verdacht etwa 45 Minuten vorher einen Tisch reserviert, was zumindest an diesem Abend nicht notwendig gewesen wäre, da (leider) außer uns nur noch 6 weitere Gäste anwesend waren, Platz ist für etwa 50 Leut würde ich meine und es handelt sich um ein Nichtraucher Lokal.

Ob das Ambiente typisch italienisch ist, haben wir uns gefragt? Wahrscheinlich ja, da die Betreiberfamilie aus Foggia, der Hauptstadt Apuliens kommt, wie mir deren HP verriet. Im Lokal roter Steinboden, ein großer Pizzaofen und eine Vielzahl an Bildern hängt herum. Ein sehr großes, mit der Spaghetti essenden Sophia Loren, blieb mir in Erinnerung. Die Tische recht nah beieinander, mit rot karierten Tischtüchern eingedeckt. Die dunklen Holzsessel laden nicht lange zum Verweilen ein, aber es war dann doch sehr gemütlich. A ja und so eine schöne große Speckschneidemaschine haben die auch und im Hintergrund läuft dezent, italienische Musik.

Das Servicepersonal bestand aus einem Zahlkellner und einem der auf Zuruf einschenkt und die Getränke zum Tisch bringt. Beide ausgesprochen freundlich, der „Wichtigere“ der beiden hat seinen Job sicher auch gelernt. Es geht alles sehr flott, die Wünsche werden einem quasi von den Augen abgelesen, ohne dabei aber aufdringlich zu sein. Es wird regelmäßig, unauffällig nachgefragt und es steht nichts zu lange am Tisch. Sehr souverän, unaufgeregt, dem Italienischen mächtig und man hat den Eindruck die Arbeit macht Spaß. Genau so stellen wir uns Service vor! Beim Gehen wurden wir mit Handschlag verabschiedet, wie wenn wir schon unzählige Male das gewesen wären. NEIN, aber das wird sich sicher ändern!

Der Prosecco zu Beginn top, der konnte Alles! :-) Wiener Hochquelle kam gleich unaufgefordert mit. Dann hatten wir einige Glas Sauvi, aus unserem südlichen Nachbarland, der war schlicht der Hammer. Grasig, stachelbeerig, phantastischer Geruch, fruchtig, einfach grandios. Woher genau? Jahrgang? leider keine Ahnung. Den Abschluss machte Foschi, Espresso vom Feinsten, sehr stark, schwarz wie die Nacht, wenn es was auszusetzen gab, dann vielleicht dass er eine Spur zu bitter war. Und dann war da noch der Grappa aufs Haus, so einen habe wir noch nie getrunken, leicht gekühlt, mit leicht süßlicher Note, einfach grenzgenial wie wir beide fanden!!

Die Vorspeise, eine gemeinsam und zwar Burrata mit kleinen Paradeisern und Rohschinken aus Faeto. Die Burratina, so stand‘s später auf der Rechnung, 2 an der Zahl, oben noch mit einem grünen Bandl zu einem Sackerl zugebunden, damit der herrliche, nahezu flüssige Kern, nicht raus kann. Der Prosciutto crudo, mit dem typischen, leicht salzigen Geschmack, ein Traum, ist sehr ähnlich einem Parmaschinken, wie der Kellner meinte. Die Paradeiser, trotz der Jahreszeit mit Geschmack und etwas getrocknetem Oregano. Dazu gabs herrliches Olivenöl, das man sich selbst drüber leert und auf Bestellung Focaccina, eine Empfehlung. Das war dünn, ähnlich einer Flade, mit Rosmarin und leicht salzig, hat ausgezeichnet dazu gepasst.

Meine Hauptspeisen eine Pizza Napoletana, zubereitet vom Schwiegersohn und Pizzameister des Hauses. Die kam dünn, sehr dünn und mit knusprigem Rand auf den Tisch, der hatte zwar einige etwas (zu) dunkle Stellen, hat aber überhaupt nicht gestört. Belegt war sie mit halben, schwarzen Oliven, Sardellen, Mozzarella und Tomaten. (ausnahmsweise heute keine Paradeiser) Was soll ich sagen, selten so eine gute Pizza gegessen, nein noch nie!
Meine liebste Gattin hatte eine Fischsuppe mit dem was der Fischmarkt anbietet, stand in der Karte. Der bot Mies- und Venusmuscheln, vom Tintenfisch sowohl Körper als auch Arme, alles schön weich, ein großes Stück Seeteufel (Angler) mit seinem festen weißen Fleisch und eine große Garnele. Weiters war da eher nicht vom Fischmarkt, Paradeiser, verschiedenste Kräuter und dazu getoastetes Weißbrot. Die Zuppa war dünn, leicht papriziert, sehr harmonisch und perfekt gewürzt. Irgendwie hatte die so einen leicht provencalischen Einschlag, ich weiß nicht wie ich das anders beschreiben soll? Einfach phantastisch! Und wie unser Kellern sah, dass ein Teller für die leeren Muschelschalen nicht ausreicht, war flugs ein zweiter da.
Den Abschluss machten Profiteroles, mit Schlagobers, etwas Schokosauce, unnötigen Ribiseln und einem Minzeblatt als Deko. Die drei kleinen Brandteigdinger waren gefüllt mit etwas puddingähnlichem, nur dünner, mit Vanillegeschmack. Der perfekte Abschluss!

Die Zusammenfassung der Geschicht, man glaubt man is(s)t in Italien. Die Rechnung 103,-- Euro mit. A ja der Koch ist Herr Esposto, das Familienoberhaupt selbst und der macht das sensationell!

Herzlichen Dank an die verschiedenen Vortester hier im Forum, für eure ausführlichen Bewertungen, ohne euch wäre ich wohl kaum ins FEDERICO II gekommen.

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Letzter Kommentar von am 25. Nov 2015 um 15:44

"Paesano radicale" ist großartig!

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Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 10. November 2015
Experte
HrMann
39
18
20
5Speisen
3Ambiente
4Service

Nachdem mir mein Vater die Trattoria Federico II empfohlen hatte und auf ReTe diverse TesterInnen, deren Urteil ich sehr schätze, nur Positives zu berichten wussten, war meine Entscheidung einen Tisch für drei Personen hier zu reservieren, eine leichte. Ich rief also schon drei Wochen vor meinem Besuch an, da ich bei meiner Tischreservierung – es handelte sich um einen Freitagabend – auf Nummer sicher gehen wollte. Hierbei erfuhr ich, dass das Lokal mittlerweile komplett rauchfrei ist (adn1966 hat noch von einer Trennung berichtet).

Genauso freundlich wie bei der Reservierung ging es dann weiter, als wir das Lokal betraten. Wir hatten die Auswahl zwischen drei Tischen und entschieden uns für den letzten Tisch des ersten Raumes, der sich unmittelbar am Kücheneingang befand und einen schönen Blick auf die Künste des Pizzabäckers bot. Über das Ambiente wurde schon genug berichtet. Ich möchte hier nur erwähnen, dass ich dieses für eine Trattoria als passend empfand. Einzig ein leicht kühler Luftzug viel mir anfangs etwas Negativ auf, der uns jedoch nicht davon abhielt, einen längeren Abend im Federico II zu verbringen.

Die Zugluft verflog sofort als die Vorspeisen kamen, denn die war optisch schon Erstklasse und bedurfte demnach ungeteilter Aufmerksamkeit. Meine Melanzane alla Parmigiana wurden in einem Tongefäß serviert. Die Tomatensauce war angenehm fruchtig. Mit dem Käse wurde nicht gegeizt, der durch die Hitze schön gebräunt wurde. Das Highlight am Tisch war allerdings die Antipasti di Mare. Vor allem der hauchdünn geschnittene Lachs war außergewöhnlich schmackhaft, denn dieser wurde mit einer Orangen-Aceto-Olivenöl Mischung beträufelt. Die Tomatensuppe ging hierbei völlig zu Unrecht fast unter, denn sie bestach durch ihre leichte süß-säuerliche Note ebenso. Gleich drei Mal wurde eine herrliche Focaccia bestellt, die so wunderbar nach Olivenöl und Rosamarin duftete und schmeckte.

Zur Hauptspeise bestellten wir eine Flasche Cantalupi Rosso. Diese ließ noch etwas auf sich warten. In der Zwischenzeit widmete ich dem Pizzabäcker einige Blicke, der augenscheinlich nur hochwertige Zutaten zu appetitanregenden Pizze verarbeitete. Viele Pizzen wurden an diesem Abend abgeholt. Ein gutes Zeichen. Ich bekam allerdings etwas anderes, nämlich Ravioli Tartufo gefüllt mit Ricotta, Parmesan und mit Trüffel verfeinert. Diese befanden sich auf einer cremigen Rahmsauce. Ich will hierzu nicht mehr sagen als perfekt!

Neben mir wurde ein mir bislang unbekanntes, typisch apulisches Pasta-Gericht bestellt: Cavatelli Ceci, also eine Pasta-Variante mit Kichererbsen, die mit ordentlich Knoblauch und leicht scharfem Chilli-Öl garniert wurden. Eine ungewöhnliche, sehr schmackhafte Kombination. Besser geht es nicht, so versicherte mir mein Sitznachbar. Ich war hier ganz seiner Meinung. Auch das dritte Pasta-Gericht – Tagliatelle Gamberi e Vongole war eine Klasse für sich.

Profiteroles, wie lange habe ich sie nicht mehr gehabt! Umso mehr freute ich mich, als ich sie auf der Karte fand, und schließlich nur wenige Augenblicke später in Natura auf einem Teller vor mir. Eine üppige Nachspeise, die mir einfach gefällt: Eine süße Cremefüllung, eine Schokoladehülle, etwas Teig, das Ganze noch zusätzlich mit Schokosauce beträufelt. Kindheitserinnerungen an die ersten Italienurlaube wurden wieder wach. Auch das Tiramisu zog im wahrsten Sinne des Wortes die Lippen meines Sitznachbars zu einem Grinsen hoch.

Es war noch etwas vom Wein übrig, den wir zu Ende tranken. Schön langsam kehrte etwas mehr Ruhe in das Lokal ein, was die beiden Kellner zu einer kleinen Verschnaufpause veranlasste. Von diesen wurde in den letzten drei Stunden einiges abverlangt, aber sie meisterten ihre Aufgabe gekonnt. Der dritte Limoncello, in einem hohen, dicken Schnapsglas serviert, rundete den Abend schließlich ideal ab.

Fazit: Um diesen Italiener beneide ich die Wiener Rete-KollegInnen!

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Letzter Kommentar von am 16. Nov 2015 um 02:51

Ihr Prohibitionisten seid's manchmal schon ein bisserl mühsam... Grundlage der Behauptung mag existieren, ist hier nicht zu lesen. Massensterben der Lokale wurde von mir nicht behauptet. " Es gibt in ihrer Aussage kein Indiz für Sucht": Nun das ist wohl falsch. Der Umstand, lieber in ein Raucherlokal zu gehen, ist ganz klar ein Indiz dafür Raucherin zu sein. Und als Raucher ist man nunmal suchtkrank - da lässt die WHO keinen Zweifel daran." Dies ist natürlich erheiternd, wenn man's fröhlich betrachtet;: beängstigend, wenn man sich vorstellt, jemand hätte überlegt, was da geschrieben wurde, bevor es abgeschickt wurde. Aber wir haben dieser Tage natürlich ganz andere Ängste.

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am 23. November 2014
Experte
Evba
69
27
22
4Speisen
3Ambiente
5Service
6 Fotos1 Check-In

Unser rete-Treffen: nachdem adn vorher schon alles von Ambiente bis Service, etc. so gut beschrieben hat, bleibt mir nur übrig über unsere Speisen zu scheiben.

Es gab zwar eine Karte und auch eine Tageskarte, aber während wir einen guten Campari Orange tranken lauschten wir den mit viel Pathos und Lebensfreude vorgetragenen Vorschlägen eines der Söhne, allora abbiamo….

Wir wählten als Vorspeise die "Antipasto di Mare" mit gepresstem und dann in dünne Scheiben geschnittenen Oktopus - köstlich, Lachs und Garnelen am Lavastein gebraten in nie da gewesener Qualität. Der Fisch wird ca. dreimal in der Woche von einem Fischhändler direkt aus Italien geliefert und wenn irgendwas nicht gefällt wird es nicht genommen, so dass Fische und Meeresgetier immer nur von allerbester Qualität ist.
Und die "Burrata con Pomodorini e Prosciutto del Faeto" (ich ohne Pomodorini, weil ich keine rohen Paradeiser mag). Die Burrata, eigentlich eine Art Mozzarella aus Kuhmilch, die mit einer Creme aus Schlagobers gefüllt ist, war zartschmelzend, so wie sie sein soll und der selbstgemachte Prosciutto bildete einen wunderbaren Kontrast dazu.

Als Hauptspeisen hatten wir "Misto die Carne alla brace", also gemischtes Gegrilltes Fleisch, bestehend aus einer Salsiccia, einem Stück Lamm und einem Stück Rindfleisch (soll sehr gut gewesen sein, hab ich aber nicht gekostet).
Und dünne von der Mama selbstgemachte Bandnudeln (heißen Guitalini oder Gitarini oder so ähnlich), die mit dem Nudelwalker über ein Brett gerollt werden (siehe Bild), das entfernt an eine Gitarre erinnert. Sie sind rau und werden in Hühnerbrühe gekocht, um so das Aroma besser aufzunehmen. Drüber waren 2g Albatrüffel gehobelt (ja jetzt ist Trüffelzeit). Es entspann sich eine Diskussion, dass die Nudeln an Chow Mein (die chinesisch Amerikanischen Nudeln) erinnern, allerdings werden sie hier nicht aus Mehl, sondern aus Hartweizengries und Eiern gemacht.

Der vorgeschlagene Wein ein Nero di Troia (autochthone rote Traubensorte aus dem Süden Italiens) aus dem Castel del Monte passte hervorragend zu den Speisen.

Leider mussten wir früher gehen und konnten die Desserts (die auf ssws Fotos köstlich ausschauen) und vor allem den Käse nicht mehr kosten – schade, werden wir aber bald nachholen.

Fast hätte ich noch den selbstangesetzten Grappa mit Honig und Misteln aufs Haus vergessen - eine nette Geste (mir allerdings etwas zu süß).

Alles in allem in wunderbarer Abend – ein wunderbares Lokal mit anregenden Gesprächen und allem was dazugehört (danke adn fürs Organisieren).

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Kommentar von am 23. Nov 2014 um 19:52

Ja schade, aber ich hab das WE woanders auch genossen. Evba, ihr müsst die Dolci nachholen, ti prego...! ;-)

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Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 25. September 2014
Experte
adn1966
80
48
22
4Speisen
3Ambiente
5Service
7 Fotos19 Check-Ins

Das Federico II tauchte kürzlich zweimal auf meinem Radar auf: Testerkollege SSW schlug vor, das nächste ReTe Treffen eventuell dort zu veranstalten (Meine Reaktion: „Federi ... – was?“). Natürlich hab ich sofort auf ReTe nachgesehen und, siehe da, Testerkollege amarone1977 war a) zweimal dort und b) offenbar hochzufrieden, judging by his review. Auch der Rest der Berichte verspricht durchwegs Gutes.

Dio mio, ein authentischer Vertreter der apulischen Küche, zwei Steinwürfe von unserem zu Hause entfernt, und wir waren noch nicht dort? Dieser Lapsus muss sofort rektifiziert werden, bin ich doch ständig auf der Suche nach dem für mich „perfekten Italiener“, der für meinen Geschmack „perfekten Pizza“ in Wien. Allora, andiamo.

Die Liebste weilt endlich wieder einmal in Wien, ein windiger, frischer Herbsttag schreit förmlich danach, sich stundenlang dem Verkosten diverser Schmankerl der apulischen Küche, möglicherweise einer guten Pizza, und gutem Wein zu widmen.

Schon beim Betreten des Lokals wird man nach Italien transferiert. Typisch italienisch, bis hin zu den rot-weiß-rot karierten Tischdecken. Gemütlich, wie viele Familien-Restaurants in Italien eben sind, und doch, trotz der Nähe zur Attraktion Hundertwasserhaus kein kitschiger Touristentempel. Stilvoll und dezent, greifbar italienisch, bis hin zur dezenten, italienischen Musik, die im Hintergrund läuft.

Wir werden freundlich von einer sympathischen Kellnerin begrüßt und in den Teil des Restaurants geführt, der den Rauchern vorbehalten ist. Brav durch eine Glastür vom Rest des Lokals getrennt und noch braver mit einer ausgezeichneten, unaufdringlichen Lüftung ausgestattet. Weniger brav ist die Tatsache, dass die oben erwähnte Glastür während der Dauer unseres Besuchs offen stand. Sollte nicht sein. Fairerweise sei allerdings erwähnt, dass das Lokal bei unserem Besuch quasi leer war, belästigt hat die Raucherei auch ob der tadellosen Lüftung also niemanden. But still.

Amarone1977 schreibt in seiner Bewertung: „Doch der Ragazzo ist authentisch – denn seine Begeisterung für seine Identità und seine Familie ist nicht gespielt" – das kann ich als Vorab-Fazit vollinhaltlich unterschreiben. Es ist ein echter Familienbetrieb, das Lokal ist zu 100% in apulischer Hand, Mama, Papa, Sohn, Bruder, Schwiegersohn arbeiten hier (wurde uns erklärt, ich hoffe, ich hab die Familienzusammensetzung einigermaßen richtig im Kopf) – einzig die Kellnerin ist aus der Toskana.

Die Karte, gleichwohl simpel gestaltet, verspricht einiges. Oktopus, diverse Antipasti, Pasta mit z.B. Lammragout und Pecorino, Fisch (Branzino oder Orata), Manzo, Lasagne und eine gute Auswahl an Pizze. Desserts, Caffè und eine solide Grappa-Auswahl. Bodenständig, und doch sieht man auf den ersten Blick bereits, dass man es hier mit authentischer Küche zu tun hat.

Allora: Wir entscheiden uns einmal für eine Flasche Lambrusco, um uns auf die apulischen Gaumenfreuden, die da harren, einzustimmen. Die Liebste eröffnet mit einem Carpaccio di Manzo mit Rucola und Grana, ich entscheide mich für die Burrata con Prosciutto Faeta e pomodorini. (die Pomodorini überantworte ich der Liebsten, rohe Tomaten sind nichts für mich, auch nicht in Mini-Form).

Die Vorspeisen kommen nach kurzer Wartezeit und sind sehr ansprechend angerichtet. Der Prosciutto ist herrlich zart, der Mozzarella „Burrata“ sehr angenehm und cremig, für die Liebste etwas zu „milchig“ im Geschmack. Sie wiederum zeigt sich von Geschmack und Konsistenz ihres Carpaccios nachgerade begeistert.

Zweite Runde: Einmal „Sciatelli allo Scoglio“, eine Pasta mit Meeresfrüchten für die Liebste, mir wird auf meine Nachfrage, wo ich denn besser aufgehoben wäre – Lasagne al forno oder Pizza - beschieden, ich möge mich definitiv den Künsten des Pizzaiolo anvertrauen. Die Lasagne sei wohl ausgezeichnet, die Pizze wären allerdings schlichtweg unbeschreiblich. Nun, das braucht man mir, dem Suchenden in Punkto gute Pizza in Wien, nicht zweimal sagen. La Pizza it is, let it be a „Capriciosa“ mit Schinken, Champignons und Artischocken.

Die Pasta kommt mit reichlich Meeresgetier daher, ein großer Scampo, Miesmuscheln, Vongole, auf einem Pasta-Bett. Geschmacklich laut Liebster sehr gut, die Pasta, wenn gleich al dente, etwas zu dick für ihren Geschmack, aber so sind Sciatelli offenbar.

La mia Pizza: ein tadellos dünner Boden, wie es sich für eine süditalienische Pizza gehört. Knusprig und geschmacklich ein tadelloser Teig. Der Pizzaiolo versteht sein Handwerk, - die Pizza ist knusprig, ohne auf der Unterseite verbrannt zu sein, ein leider sehr oft beobachteter Fehler.

Der Belag: ebenso tadellos. Guter Schinken, nicht vom Quadratblock, frische Champignons und hervorragend zarte Artischocken. Dazu gab’s in einem Glasschüsserl ein angenehm scharfes olio peperoncino gereicht, um der Pizza den gewissen Kick geben zu können.

Zum Abschluss bestellte ich meine zwei obligatorischen Ristretti, natürlich in Begleitung eines Grappa Nonino Barrique. Hervorragend. Caffè, wie ihn eben nur Italiener servieren. Die Marke war (zumindest versprach dies die Aufschrift auf der Tasse) „Caffè Foschi“, mir bis dato unbekannt, seit heute auf meiner Favoritenliste.

Das Federiko wird uns noch des öfteren wiedersehen, ein authentischer Italiener, noch dazu aus dem von uns kulinarisch favorisierten Süden, so nahe bei uns, hat Stammlokal-Potential. Wir wurden von der gesamten „Federiko – Crew“, die sich nach dem Mittagsgeschäft an einem Tisch zum gemeinsamen Essen versammelt hatte, sehr freundlich verabschiedet, wir freuen uns auf die nächsten Besuche, die Karte verspricht noch viele authentische Genüsse aus Apulien.

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Letzter Kommentar von am 26. Sep 2014 um 12:02

Von mir aus sehr gerne!!

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am 15. Mai 2014
Blooper
24
1
8
5Speisen
4Ambiente
5Service

Endlich ein Italiener um's Eck (am Eck, um genau zu sein), der Top-Qualität bei unprätentiösem Ambiente bietet.

Hervorragende regionaltypische (Apulien) Speisen, dafür durchaus faire Preise (wenn auch nicht billig) und sehr nette und aufmerksame Bedienung. Für zwischendurch gibt's eminent essbare Pizza (mit sehr dünnem Teig, aber das ist halt der Stil des Hauses) aber die Karte gibt auch drei volle Gänge her und wird regelmäßig durch Tagesempfehlungen ergänzt, wenn der Mamma danach ist.

Ein echter Familienbetrieb, sehr empfehlenswert für einen entspannten Abend mit gutem süditalienischem Essen.

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Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 5. November 2013
Update am 27. August 2014
Experte
amarone1977
315
75
30
4Speisen
3Ambiente
4Service
7 Fotos1 Check-In

[Bericht vom 5.11.13, Update vom 27.8.14 unter der Sternderllinie]

Pinky has the brain! Vielen Dank unserer Userin mit dem rosa Profilköpfchen (der lesenswerte Bericht gleich darunter) – denn sonst hätte ich mich wohl nie in die totenstille Gasse im 3. Bezirk verirrt.

Ich hetze von Italiener zu Italiener, auf der Suche nach authentisch zubereiteter „cucina casalinga“ und frage mich schon, wie man da in Wien nicht fündig werden kann.

Ich komme viel zu spät in die Krieglergasse, der 3. Bezirk zwischen Löwengasse und Weißgerbergrätzel ist ohne Bankomat, „Federico II“ hat 2013 noch keine Kartenzahlung, beim zweiten Besuch im August 2014 allerdings sehr wohl, auch Maestro.

Aber am ersten Tag nach dem Ruhetag sind im Nichtraucherbereich (der vordere samt Schank und Pizzaofen) ohnehin gerade mal drei Tische besetzt, mehrere Kleintische mit beinahe Hautkontakt zum Nachbartisch sind noch frei.
Wer also bei voller Hütte mehr Privatspähre wünscht, dem sind die größeren Tische ans Herz gelegt, Reservieren schadet also nicht.

Pugliesi.
Also wieder Ragazzi vom Stiefelabsatz Italiens. Bari, Lecce, Foggia, Troia (nein, das ist eine Stadt!!), i Trulli, il Salento, Gallipoli - eingemachtes Pferdefleisch – und Primitivo, einer meistangebauten Rotweinsorten Italiens.

Federico II ist übrigens keine Filiale von Federico I, der Name geht auf Stauferkaiser Friedrich II. zurück, römisch-deutscher König im 13. Jahrhundert, der sich im Süden Italiens mit jeder Menge prächtiger Bauten verewigte, das wohl berühmteste steht südlich von Foggia, das Castello di Monte.
Wer's nicht kennt, einfach mal eine italienische 1-Cent-Münze umdrehen.

Was gibt’s noch in Apulien? Lustige Leute, ich erinnere mich bestens an ein Fressgelage im Weinkeller des Bürgermeisters von Troia, samt Gitarren-Schrummschrumm und „Oh, sole mio!“

Hier geht’s ein wenig ruhiger zu, aber der Kellner kommt beim Kapitel „La Passione“ dem originale pugliese verdammt nahe: er ist nicht nur irgendein Kellner, sondern der Sohn des Hauses, und darauf ist er stolz, unübersehbar stolz: perfekt gekleidet, perfekt frisiert, Augenbrauen gezupft (ma sì, lascialo stare!).

Doch der Ragazzo ist authentisch – denn seine Begeisterung für seine Identità und seine Familie ist nicht gespielt – und was er dann auf den Tisch stellt, hat Hand und Fuß.

Spaghetti Carbonara – Pinky hat sie mir empfohlen – jetzt will ich sie auch haben. Ohne Schlagobers natürlich. Für Federico selbstverständlich.
Sie kommt, wie sie kommen muss. Die Speckwürfel könnten zwar nach meinem Geschmack noch kleiner sein, doch das Grundprodukt passt absolut. Die Ei-Parmesansauce wurde im richtigen Moment mit der frischen Pasta al dente vermischt, ohne das Ei krümelig ausstocken zu lassen. Die Sauce ist so homogen, dass mir im ersten Moment Zweifel aufkommen, ob überhaupt Parmesan dabei ist. Man kann aber auch, wenn man schnell ist, ein wenig Parmesan hinzugeben. Das tue ich auch, denn ein bisschen mehr kann nie schaden.

Filetto vom Grill, grüner Salat.
Schöne Fleischqualität, puristisch italienisch umgesetzt. Leider vergesse ich auf das „medium-rare, bitte!“, was aber nicht der große Beinbruch ist, das Fleisch ist trotzdem erstaunlich zart und nicht trocken.

Dolce.
Die Qual der Wahl, das Tiramisu wird mir empfohlen, doch Mamma tritt auf die Bühne. „Buona sera!“
„Das ist meine Mamma. – Mamma, hai ancora ‘na torta?“
Die Torta Caprese (also eigentlich von Capri, andere Seite des Stiefels) ist eine Besonderheit unter den Schokoladentorten, deren Freund ich ja eigentlich nicht so bin.

„Dai, provane un pezzo!“
Der Ragazzo insistiert, erinnert an die Tatsache, dass die echte Torta Caprese ohne Mehl, dafür aber mit Mandelmehl (farina di mandorla) hergestellt wird. Das sind also nicht bloß geriebene Mandeln, sondern extrem fein gemahlene Mandeln, die schon das Prädikat Mehl (farina) tragen dürfen.
„Oggi è veramente bbona!“ - Frau Mamma kommt auch zum Tisch und wir einigen uns auf ein kleines Stück Torta und ein kleines Stück Tiramisu.

Das Tiramisu, eigentlich eine Trevigianer Spezialität, wird auch hier feinst umgesetzt, die Crema ist zwar sparsam eingesetzt, aber ideal, die Schnittfeste perfekt.
Die Torta ist zart, das Mandelmehl hat den Vorteil, dass die sonst so typisch „kompakte“ Schokotorte mit der Gabel butterweich zerteilt werden kann, ganz nebenbei kommt die nussige Komponente der Mandeln hinzu. Natürlich ohne Schlag bestellen!

Caffè: kräftig, intensiv. Crema.
Grappa artigianale: ein Ungetüm mit 50%, brennt dezent, und trotzdem ist er mild, hat aber endlich diese lästige Süße nicht.

Fazit: ich bin überzeugt. Der Ragazzo verabschiedet die Gäste mit Händedruck, bei der nächsten Riunione wird dann der Pizzaofen inspiziert.
Grazie Ragazzo, grazie Mamma, grazie Pinky! Ci vediamo.

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Update: neuerlicher Besuch im August 2014.

Zu zweit werden verspeist: ein etwas grobkörniges, aber ordentliches Vitello tonnato, mit Kapern und -beeren wird nicht gegeizt, mit Salz könnte man sparsamer sein.

Lasagna: puristisch, aromatisch. Fruchtige Tomaten, schöner Basilkumeinsatz, nicht bergeweise Béchamelgatsch. Heiß!!

Tagliatelle con salsiccia, tartufo nero.
Beste hausgemachte Ware, die auch nach gemütlichem Essen immer noch in Form bleibt, die Salsiccia würzig, gehaltvoll, perfekt, tartufo dezent präsent, nicht zuviel Parmigiano. Ganz eigen gewürzt, neben frischer Petersilie war da noch ein anderes Kraut mit von der Partie, ich vergaß zu fragen.
Exzellente Pasta, die kriegt einen würdigen "ReTe-5er".

Nachspeisenvariation.
Drei Sorten, vier?
"Du kannste auck sieben Sorte 'aben!"
Gut, wir entscheiden uns für vier.

Tipp: allein die Nachspeisen sind es hier wert, nur dafür einzukehren. Incredibile....
Alles hausgemacht, kein Convenience-Surgelato-Schmarren, tutto fatto in casa, porca zozza!!

Da wären: die eher cremigen Profiteroles, also nicht mit Schlagobers gefüllt. Mir persönlich zu schokolastig, aber das liegt in der Natur der Sache. Da bleibt was übrig.

Weiters: Mille foglie - perfekter Blätterteig mit der typischen crema pasticcera, der Beerenspiegel ergänzt sehr gut, auch wenn ich auf Ribiseln verzichten könnte.

Außerdem: Semifreddo di noci - mit Karamellsauce. Ich mag eigentlich keine Karamellsauce, aber die war eben nicht aus der umfunktionierten Ketschupflasche.
Semifreddo auch wirklich SEMIfreddo. Also kein eisiger Steinklotz, der eine halbe Stunde am Teller liegen muss, um außen zu zerfließen und innen immer noch hart zu sein.
Wenig süß, also volles Nussaroma.
Der Favorit für meine charmante Frau Gegenüber.
Der Ragazzo della casa ist stolz, seine Tante, seit kurzem auch im familiären Team, soll ihn damit schon als Kind verwöhnt haben. Che viziato! Aber er hat Recht.

Mein Favorit aber: das Semifreddo di pesche, jenes mit Pfirsich.
Wiederum butterzart, die Konsistenz ist wie schon beim Walnuss-Bruder perfekt, auch hier sehr zurückhaltende Süße, die alle nötigen Aromen freisetzt wie eine Bombe.
Die Sauce drüber - "die ist gerade frisch aus der Küche" - wie unser Ragazzo wieder stolz präsentiert.

Wir waren begeistert und kommen wieder - sollte das wieder so glatt gehen, könnte eine Speisen-5 drin sein.

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Letzter Kommentar von am 6. Nov 2013 um 17:02

Toll,dann freue ich mich auch auf deinen kommenden Bericht.

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Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 21. Juli 2013
Pinky
17
6
9
5Speisen
3Ambiente
4Service
4 Check-Ins

Meine Erstbewertung fällt auf: Federico II

Einen warmen Samstag Abend im Juli war ich mit Freunden in der Trattoria direkt beim Kunsthaus Wien zum Abendessen verabredet. Ich empfehle zu reservieren. Wir bekamen einen schönen Tisch im Gastgarten mit schön dekorierten grün-weissen Tischdecken.

Unsere Vorspeisen:

- feines saftiges Riner Carpaccio mit Rucola und Grana Padano. Geschmacklich sehr frisch und lecker. Auf die Frage ob wir Pfeffer wollten, kam der Kellner gleich mit einer Pfeffermühle und ,,pfefferte" auf die Vorspeise. Sehr lieb.

- cremige Burrata mit kleinen Kirschtomaten und Olivenöl. Die beste Mozzarella die ich je probiert habe.Im Kern butterweich.

-Antipasto di Mare: reichlich garniert mit Oktopuscarpaccio, Lachs, Garnelen und Calamari. Alles in einem : Tip Top. Am besten das Oktopuscarpaccio.

Dazu gab es Foccacia. Dünnes Fladenbrot mit Olivenöl und Rosmarin. Wird a la minute vorbereitet da es noch warm war.

Der Kellner empfahl uns das Bistecca Fiorentina. Ein saftiges T-Bone Steak für 3-4 Personen. 1,3 KG Fleisch. Soewtas Wir entschieden uns dafür ohne es zu bereuen. Soeine brilliante Show habe ich bisher in keinen anderen Restaurant gesehen. Der Kellner kam mit einer Holzplatte und schnitt dieses saftig gut riechende T-Bone Steak in 3 Stücke. Er tranchierete es perfekt vor unseren Augen. Da kam Appetit auf. Auch andere Gäste sahen zu. Als jeder etwas am Teller hatte fragte er ob es gewürzt werden darf. Er goss feines Olivenöl, saltze und pfefferte. Als Beilage gab es frisches und ausreichendes Gemüse. Na dann : Buon Appetito.
Das Fleisch war perfekt zubereitet: Medium. Wunderbar saftig lecker. Wirklich zu empfehlen.
Unsere Weinbegleitung beschränkte sich auf 3-4 Gläser Primitivo.
Alle Speisen waren wirklich hervorragend. Es gibt nichts auszusetzen.

Das Ambiente: Draussen ist es sehr schön und gemütlich. Vielleicht etwas eng. Drinnen ist ein langer Gang mit Tischen. Schön ist der Raucherraum.

Service: aufmerksam, lustig und italienisch. Dass die Kellner auf italienisch kommunizieren stört uns nicht, wir sind ja auch in einem italienischen Restaurant. Meine Freunde waren ebenso begeistert wie ich.

Das nächste Mal probieren wir die Pizza und die Pasta, hausgemacht von der Mamma, ebenso wie die Nachspeisen.

Fazit: Es war ein herrlicher Abend in einem netten Restaurant. Preis Leistung war in Ordnung. Das Fleisch war natürlich etwas teurer aber die Qualität steht im Vordergrund.

Wir kommen wieder.

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Letzter Kommentar von am 24. Dez 2013 um 22:35

Bin selber auf die Lösung gekommen (Rindercarpaccio).

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am 2. Juli 2013
antonella
1
1
5Speisen
5Ambiente
5Service

Wunderbares italienisches Essen! Es wird mit viel AMORE und Leidenschaft gekocht! Man schmeckt es!!!
Ein herausragender, wunderbarer, netter, freundlicher Service (Super Kellner mit Brille!!!)! Danke für so viel Italien in Wien und für den liebenswerten, menschlichen Umgang!!! Sehr empfehlenswert!!!

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Letzter Kommentar von am 12. Jul 2013 um 17:33

Für manche Menschen ist die Wahrheit unzumutbar! ;-)

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am 29. Dezember 2011
Hondapeter
4
1
1
3Speisen
4Ambiente
4Service

Echte Italienische Pizzeria. Die Pizza ist dementsprechend - nicht so wie wir sie kennen - aber trotzdem gut. Reservierung ist oft problematisch und chaotisch. Vorsicht bei den spez. Weinpreisen.

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Letzter Kommentar von Unregistered am 6. Mai 2013 um 19:42

Pizza gut aber sehr, sehr klein. Kellner sind komisch.

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Federico ll - Karte
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Bewertet am 29.12.2011

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