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Fasanl WirtFasanl WirtFasanl Wirt
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Fasanl Wirt Info
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Frühstück
Ambiente
Gemütlich
Urig
Preislage
Günstig
Kreditkarten
VISA MC
Öffnungszeiten
Mo
09:30-23:00
Di
09:30-23:00
Mi
09:30-23:00
Do
09:30-23:00
Fr
09:30-23:00
Sa
11:00-15:00
So
10:00-23:00
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Fasanl Wirt

Rennweg 24
1030 Wien (3. Bezirk - Landstraße)
Küche: Wiener Küche, Österreichisch
Lokaltyp: Gasthaus, Gasthof, Restaurant
Tel: 01 798 45 51Fax: 01 798 45 51
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1 Bewertung für: Fasanl Wirt

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Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 13. Mai 2012
Experte
adn1966
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3 Fotos1 Check-In

Am Heimweg im Dritten, grad so in der Gegend Ungargasse/Fasangasse verspürte ich einen kleinen Hunger und dachte mir, na schaust einmal beim Fasanlwirt vorbei, der ja prominent an der Ecke Rennweg/Fasangasse zu finden ist.

Das Fazit vorweg: „eh brav“ comes to mind, viel mehr ist es allerdings nicht.

Der Fasanlwirt ist wohl am Besten als typisches Wiener Gasthaus zu beschreiben, man betritt das Lokal und ist in einem großzügig angelegten Gastraum (Raucherbereich) mit einer opulenten Schank. Einen Nichtraucherbereich gibt’s auch, den ich allerdings nicht in Augenschein genommen habe. Das Lokal wird von viel dunklem Holz dominiert, auch an der Decke, der Boden ist verfliest. Die Tische sind nett mit Stoff gedeckt, alles ein bißchen rustikal und auch ein wenig 70er. Irgendwie wird man den Eindruck nicht los, der Fasanlwirt hätte seine beste Zeit schon hinter sich, er ist zu modern eingerichtet, um ganz klassisch Wiener Wirtshaus zu sein, in Wien gibt es mittlerweile ja viele Lokale, die das ursprüngliche, alte Wirtshaus mit neuem Leben wieder auferstehen haben lassen, und zu alt und hausbacken, um als schickes und modernes Gasthaus durchzugehen.

Alles wirkt auf den ersten Blick ein wenig „nicht Fisch, nicht Fleisch“, ein Eindruck, der sich durch meinen Besuch wie ein roter Faden gezogen hat.

An der Schank waren zwei Kellner, einer brachte mir sehr bald die umfangreiche weil mehrsprachige Speisekarte. Ich eröffnete mit einem Glas Zweigelt (€ 3,00) und widmete mich der Karte.

Die Spargelsaison geht auch am Fasanlwirt nicht spurlos vorüber, wie ein Menüblatt auf jedem Tisch einerseits, und eine Seite in der Karte andererseits zeigt. Die üblichen Varianten, von Hollandaise, Vinaigrette bis Polonaise, als Suppe und immer brav in Begleitung von Heurigen. Der Rest der Karte bietet brave Wiener Küche, Überraschungen finden sich allerdings keine. Vom Naturschnitzel mit Reis, Wiener Schnitzel (Kalb und Schwein), Scholle, Zander, Bachsaibling, bis hin zu zwei Steakvarianten findet sich alles, es gibt eine Frühstückskarte (bis 11:00) mit den üblichen Verdächtigen: Ham & Eggs, Bacon & Eggs, Buttersemmel, Würstel mit Saft. Vegetarier haben die Wahl zwischen Gemüselaibchen und gebackenen Champignons.

Auch ein Wochenmenü gibt es, täglich variieren Gerichte wie Leberkäse, Linsen, Gulasch und Spaghetti Bolognese, die es erstaunlicherweise immer wieder auf die Karte eines Wiener Wirtshauses schaffen.

Aber ja, alles eh sehr brav.

Als kalte Vorspeise gibt’s eine Salatschüssel mit Schinken und Käse, bei den warmen Vorspeisen kann man immerhin zwischen Hühnerbrust mit Speck auf Blattsalat und Weinbergschnecken wählen.

Weil mein Hunger eher klein war, wählte ich eine Frittatensuppe (€ 2,20) und ein kleines Gulasch (€ 5,00), rühmt sich der Fasanlwirt auf seiner Webseite doch, zu den 5 besten Gulaschwirten von Wien zu gehören.

Der Kellner brachte mir Wein, Wasser und Aschenbecher und nahm höflich meine Bestellung entgegen. Auch hier wieder: nicht sehr schnell, aber schnell genug. Höflich, aber distanziert. Die typische Gemütlichkeit oder Freundlichkeit, ja selbst das gewöhnungsbedürftige, aber doch irgendwie charmante Granteln, das die Persönlichkeit mancher Wiener Wirtshäuser so sehr ausmacht, gab’s hier nicht. Alles halt ein bisschen „not here, not there“, keine Ecken und Kanten, ganz brav.

Nach kurzer Zeit kam meine Suppe. Die Frittaten sind ganz offensichtlich hausgemacht, was schon allein an der unterschiedlichen Breite, rangierend von wenigen Millimetern, bis hin zur Tagliatelle – Breite ersichtlich war. Geschmacklich waren sie allerdings sehr gut. Die Suppe wiederum war eine Enttäuschung. Sehr, sehr, sehr wässrig. Gerade, wenn man ein typisches, klassisches Wiener Wirtshaus besucht, erwartet man eine kräftige, richtige Rindsuppe. Wie halt das Schnitzerl oder der Kartoffelsalat zur Visitenkarte eines typischen Wiener Wirtshauses gehören, ist auch die klassische Rindsuppe ein Aushängeschild.

Die Suppe, die bei mir ankam, war zwar in sehr schwachen Geschmacksnuancen als hausgemacht zu erahnen, (es gilt jedenfalls die Unschuldsvermutung), geschmacklich war sie allerdings weit davon entfernt, als kräftige Rindsuppe tituliert werden zu können. Verloren schwammen zwei ganze Petersilienblätter herum, die konnten den Geschmack allerdings auch nicht mehr retten. Ein wenig frischer Schnittlauch, dafür aber weniger Wasser, wäre hier vielleicht die bessere Strategie der Küche gewesen.

Ein wenig später kam dann das Gulasch. Auf einem kleinen Teller serviert, eine kleine, aber auch nicht zu kleine Portion. Begleitet von einem Körbchen mit zwei knusprigen Handsemmeln und garniert mit zwei sehr wohlschmeckenden Erdäpfeln hält das Gulasch, was der Wirt verspricht. So ein Gulasch erwarte ich in einem typischen Gasthaus. Großes Kompliment. Die Fleischstücke mürbe und nicht zu mager, schließlich hat das echte Rindsgulasch konträr zum Zeitgeist nicht fettfrei zu sein, der Saft dick und dunkel wie die Nacht, würzig und mit diesem typischen Gulaschgeschmack, den nur herbekommt, wer einem Gulasch reichlich Zwiebel und reichlich Zeit zum vor-sich-hinköcheln gibt. Meine Welt war (fast) wieder in Ordnung, meine Erwartungshaltung zumindest gulaschteschnisch erfüllt.

In Summe kann ich mir durchaus gut vorstellen, dass auch die anderen Gerichte brav und gut sind. Die Suppe war vielleicht nur ein Ausreißer im negativen Sinne.

Und doch, man vermisst das Raffinierte, Pfiffige, und wenn man dies schon nicht in der Einrichtung, dem Service oder dem Ambiente findet, dann wär’s halt schön, es in der Karte finden zu können. Etwas mehr Mut bei der Erstellung der Karte wäre hier angesagt, ohne den Boden der traditionellen Wiener Küche verlassen zu müssen. Ein paar Akzente bei den Vorspeisen, vielleicht die eine oder andere Innerei bei den Hauptspeisen, eine kreativere Weinkarte, and Bob’s your uncle.

Die Kellner sind genauso brav wie die Karte und das Interieur, Erinnerungswert durch besondere Freundlichkeit oder Aufmerksamkeit stellt sich keiner ein.

Mastercard und Visa werden brav akzeptiert, der Webauftritt vom Fasanlwirt ist (eh klar) brav, aber immerhin sechssprachig. Den Fasanlwirt gibt’s nun schon seit 1904, es wäre wirklich schade, wenn er mangels Mut und Kreativität durch „zu brav sein“ irgendwann unterginge.

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Fasanl Wirt - Karte
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Erst-Tester

Bewertet am 13.05.2012

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