RestaurantTester.at
Freitag, 18. August 2017
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Speisen
Ambiente
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41
38
39
Gesamtrating
39
25 Bewertungen
Alle Ratings 0 - 50
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Eisvogel Info
Features
Gastgarten, Schanigarten
Preislage
Gehoben
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Öffnungszeiten
Mo
11:00-24:00
Di
11:00-24:00
Mi
11:00-24:00
Do
11:00-24:00
Fr
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Sa
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So
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Letztes Update von:
Stammersdor.
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Eisvogel

Riesenradplatz 5
1020 Wien (2. Bezirk - Leopoldstadt)
Prater
Küche: Wiener Küche, International
Lokaltyp: Gasthaus, Gasthof, Restaurant
Tel: 01 908 11 87
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Lokal teilen:

25 Bewertungen für: Eisvogel

Rating Verteilung
Speisen
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Bewertungsschlüssel
Rating Details
Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 1. Mai 2017
Experte
adn1966
87 Bewertungen
49 Kontakte
Tester-Level 23
4Speisen
4Ambiente
5Service
5 Fotos1 Check-In

Heute Mittag beschlossen die Liebste und ich herauszufinden, was Oliver Hoffinger im Restaurant Eisvogel so kocht. Die Bewertungen, seit er den Kochlöffel dort schwingt, sind ja allesamt sehr vielversprechend. Wir wollen es jetzt auch wissen. Eine Reservierung im Garten wurde höflich aufgenommen, mit dem Versprechen, wenn es doch zu kalt/windig wäre, gäbe es auch die Alternative drinnen oder draußen mit Heizschwammerl, was wir rauchertechnisch natürlich bevorzugten.

Überraschung eins war natürlich der Mordsverkehr um den Praterstern. Den 1. Mai hatten wir vollkommen vergessen, Wahnsinn, was da um und im Prater los war. Nun, ich hatte es ja nie so mit dem ersten Mai, Aufmärsche und rote Nelken oder Fahnen an den Fenstern waren mir immer schon etwas suspekt, ebenso Maiansprachen eines verhaltensoriginellen Oppositionspolitikers.

Außerdem war für mich seit Geburt immer der nächste Tag mehr im Fokus, mein Geburtstag, daher konnte ich der ganzen Erster-Mai-Aufregung noch nie so wirklich viel abgewinnen.

Ein Wunder eigentlich, dass im Eisvogel noch Plätze frei waren, wobei wir etwas außerhalb der Prime Time (14:15) dort waren. Gut besucht war es allemal. Als ich von unterwegs anrief, um unsere verkehrsbedingte Verspätung anzukündigen, wurde dies ebenfalls sehr höflich und effizient bestätigt. Soweit tadelloser Service.

Wir wurden höflich empfangen und zu einem sehr schönen Tisch, windgeschützt in einer Ecke der Terrasse und flankiert von einem E-Heizschwammerl, geführt. Für ganz Erfrorene wie z.B. die Liebste gibt’s auch orange Decken mit dem Logo einer namhaften französischen Champagnermanufaktur (Witwe ...), très chic.

Der Service fiel den ganzen Nachmittag über sehr positiv auf. Insgesamt drei Kellner kümmerten sich sehr aufmerksam um uns, mit gerade der richtigen Portion Schmäh, aber auch mit erkennbarer Professionalität, z.B. bei der Weinberatung. Unser „Hauptkellner“, Herr Simon, lieferte jedenfalls eine wirklich tolle Leistung ab. Wir fühlten uns sehr gut betreut.

Oliver Hoffingers Linie im Eisvogel ist traditionelle österreichische Küche auf hohem Niveau. Keine wirklichen Überraschungen auf der Karte, alle Klassiker von Wiener Schnitzel (Milchkalb), Beuschel, geröstete Leber, Zwiebelrostbraten, etc. sind vorhanden, Spargel- und Rindsuppe mit dreierlei Einlagen und einige Desserts. Eine meiner Meinung nach gute Entscheidung, weder wäre der Vorplatz beim Riesenrad eine geeignete Location für einen Haubentempel, noch ließe sich das Lokal, in dem hauptsächlich Praterbesucher, darunter natürlich viele Touristen, einkehren, wahrscheinlich ökonomisch sinnvoll betreiben, legte man den Fokus nicht auf die bekanntesten Speisen der Wiener Küche.

Ich mag den Herrn Hoffinger und seine unprätentiöse Art und sehe in ab und zu in seiner Sendung auf Puls4 oder bei seinen kurzen Beiträgen im Café Puls. Er ist, glaube ich, ein wirklich versierter und auch kreativer Koch und ein sympathischer Mensch dazu.

Es gefällt außerdem, dass das „Stadtgasthaus Eisvogel“ sich qualitativ hochwertige, Wiener Gasthausküche auf die Fahnen geheftet hat und dieses Motto auch sehr authentisch und gut umsetzt.

Inspiriert durch die Decken und quasi zum Vorfeiern meines Geburtstages musste es erst einmal ein Glas Champagner sein. Der kam auch sehr flott, gut eingeschenkt in recht großen Gläsern, was ich sehr angenehm fand. Auch die Liebste mag dies lieber als die klassischen Champagnerflöten, wir haben uns das in Italien angewöhnt, dort gibt’s den Prosecco fast immer in breiten Weißweingläsern.

Vorab gab’s einmal frisches Gebäck mit Bärlauchbutter als Gedeck, fein und gut abgeschmeckt.

Essen bestellen (wie Testerkollege Gastronaut treffend schrieb: „wir sind ja nicht zum Spaß hier“): einmal die Spargelsuppe mit Morchelraviolo für uns beide, danach den Zwiebelrostbraten medium für die Liebste, dazu einen gemischten Salat, das Salonbeuschl (klein, gibt’s erfreulicherweise in zwei Größen) für mich.

Der ZRB scheint so etwas wie der Signature - dish des Eisvogel zu sein, er wird in der nicht ganz klassischen, kurz gebratenen Variante angeboten. Man kann auch den Garpunkt wählen (rare, medium, well done, ....), was ich durchaus charmant finde. Das Beuschl musste ich angesichts der kürzlich erlebten Beuschl-Niederlage im Schmitzberger einfach wählen, um meine Beuschlwelt wieder ins Lot zu rücken.

Als Begleitung wählten wir eine Flasche 2013 Haideboden (Umathum), als hommage an den 1. Mai. Wenn wir schon mit keinen roten Nelken aufwarten können (obwohl, die gab’s tatsächlich als Deko am Tisch), dann soll’s wenigstens in den Gläsern rot sein.

Die Speisen kamen recht flott. Auftritt der Spargelsuppe. Kurz: herrlich. Ein sehr, sehr geschmackvolles Süppchen, mit zwei schönen, knusprigen und doch zarten Spargeln und einem Morchelraviolo als Einlage, darüber hinaus viele kleine, sehr gut schmeckende Spargelstückchen der grünen Variante. Selten eine so gute Spargelsuppe gegessen, wäre da nicht ein kleines Manko: ich hab’s ja gerne salzig, für mich war die Suppe just right, die Liebste konnte sie nicht essen, zu salzig. Das sollte eigentlich nicht sein. Nicht jeder mag’s so salzig. Aber möglicherweise ist Herr Hoffinger oder jemand aus seiner Brigade verliebt. Frühlingsgefühle und so. Aber abgesehen davon eine echt tolle Suppe.

Auftritt ZRB und SB (Salonbeuscherl, Anm.)

Der Zwiebelrostbraten war, wie ihn auch schon Tester vor mir beschrieben hatten, ein Traum. Das Fleisch zart, gut im Geschmack, perfekt medium gegart, mit einem g’schmackigen Safterl, reichlich Zwiebeln, einer aufgeschnittenen Salzgurke und mit sehr guten Bratkartoffeln. Volle Punktezahl, das kann man nicht wirklich besser machen.

Das Beuschel ebenso eine Sensation. Eine echte Annäherung an meinen Favoriten, das Beuschel, das Herr Hohensinn kredenzte, nur Millimeter davon entfernt. Jedenfalls all das, was mir im Schmitzberger gefehlt hat. Feine Textur, feiner Geschmack, leichte, aber doch spürbare Säure, nicht zu viel Rahm, zwei Scheiben eines feinen, leicht angebratenen Semmelknödels und ein Kleks Gulaschsaft obenauf. Keine schwere Pampe, au contraire, ein echt feines Beuscherl. Comme il faut. Auch der Liebsten, die eigentlich so gut wie noch nie ein echtes Wiener Beusch’l gegessen hat, gefiel’s. Auch der Salat der Liebsten war gut, klassisch, nichts aufgeregtes, Erdäpfel-, Kraut-, Tomaten- und grüner Salat, gut abgeschmeckt, passt.

Für ein Dessert war letztlich kein Platz mehr, obwohl es eine durchaus attraktive Auswahl gab (Link).

Meine zwei obligatorischen Caffè ristretto mussten natürlich schon sein, feine Sache, nichts auszusetzen.

Die Rechnung von € 147 + Trinkgeld ist angesichts Champagner, Haideboden, sowie der guten Speisen absolut in Ordnung. Danke an Simon und seine Kollegen, wir haben uns sehr gut aufgehoben gefühlt und den Nachmittag im Eisvogel sehr genossen.

Den Pratertrubel etwas geschützt von der Restaurantterrasse mit Decke und Heizschwammerl zu beobachten, dabei gutes Essen und guten Wein zu genießen, war durchaus kurzweilig und kulinarisch eine feine Sache, danke dafür.

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Letzter Kommentar von am 4. Mai 2017 um 12:34

Danke!

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Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 12. April 2017
Experte
Stammersdorfer
267 Bewertungen
30 Kontakte
Tester-Level 28
4Speisen
3Ambiente
4Service
23 Fotos2 Check-Ins

Am Riesenradplatz 5 im Prater befindet sich das Stadtgasthaus EISVOGEL, wir sind im 2. Wiener Gemeindebezirk. Hier schwingt seit Jahresanfang Fernsehkoch Oliver Hoffinger den Löffel und das ganz ausgezeichnet, wovon wir uns am Abend des 10.4.2017 überzeugen konnten.

Die Tischreservierung über Delinski, für 18:00, hat perfekt geklappt. Zu dem Zeitpunkt waren wir außer einigen wenigen Touristen, im Gastgarten, die einzigen Gäste. Das sollte sich auch nicht wesentlich ändern, gezählte 11 waren es schlussendlich mit uns, im Lokalinneren.

Das Ambiente ist uns im wahrsten Sinne des Wortes zu bunt. Die Holzsessel mit grünem, braunem, gelbem Stoff bezogen, sehr gemütlich und mit Armlehne. Viel Holz überall, aber auch das in den verschiedensten Farbschattierungen. Dazu viele Gelbtöne, von den Leuchten über die Wände und den mehr oder weniger geschmackvollen Vorhängen, die auch noch ein komisches Muster zieren. Man fühlt sich zwar zu keiner Zeit unwohl, aber zumindest für uns, wäre etwas weniger Farbe mehr. Positiv zu erwähnen der Beistelltisch, zu unserem ohnehin schon recht großen Zweiertisch. Auch sehr angenehm ist, dass sämtliche Tische recht weit auseinander stehen, perfekt für die ungestörte Unterhaltung. Diese sind sehr schön eingedeckt, mit wenig Schnickschnack, Top!

Der für uns zuständige Servicemitarbeiter war aus unserem Lieblingsnachbarland. Einer der seinen Job sicher einmal gelernt hat, er ist freundlich und aufmerksam, fragt nach, räumt flott ab und ist (fast) immer da, wenn man was braucht. Allerdings war er auch ziemlich spaßbefreit, ich will damit sagen, lächeln war Fehlanzeige.

Wir starteten in Ermangelung eines Prosecco, mit zwei Glas Hochriegl Cuvee Sophie. Der war sehr angenehm zu trinken, ideal gekühlt und man hatte nicht den Eindruck einen trockenen Sekt vor sich zu haben.
Zum Essen gab's den 2016ener GV „Piri“ vom Nigl aus Senftenberg, nahe Krems, in NÖ. Der war schlicht großartig, sehr fruchtig in der Nase und am Gaumen, mineralisch, eine Freude diesen Wein zu trinken. Und dann war da noch der kleine Fauxpas mit den Weingläsern, meine Frau hatte Cristallo, ich eines vom Meister Riedl. Das sollte auf dem Niveau nicht unbedingt passieren.
Der Espresso danach, vom Julius, war leider besseres Abwaschwasser.

Die Kulinarik, zuerst das Gedeck, es kam ein köstlicher Bärlauchaufstrich, dazu das Körberl mit kleinem knusprigem Gebäck.
Der Gruß aus der Küche wurde uns als Feldsalat mit Garnelen verkauft, Garnelen ja, wir waren aber eher der Meinung das es Chinakohl war, egal, guat woas und leicht säuerlich mariniert.

Dann hatten wir zwei Vorspeisen, Beef Tatar für die Liebste, mit idealer Konsistenz, nicht zu grob, nicht zu fein und top gewürzt. Dazu ein halbiertes Blümchenweckerl, die Schnittflächen mit etwas Öl (oder was auch immer) angeröstet, so erspart man sich die Butter, eine riesige Kapernbeere, Röstzwiebel und etwas von einer Knoblauchmayo, oder ähnlichem. Wir waren jedenfalls ob des gebotenen sehr angetan.
Meine war ein Alt Wiener Salon Beuschel vom feinsten, in der Version klein. Da war viel Lunge, vermutlich auch etwas Herz? so einiges an Wurzelwerk, die Sauce nicht zu flüssig, auch diese Vorspeise war perfekt gewürzt, einfach genial. Drüber war etwas Gulaschsaft, für mich nicht nötig, gehört aber meines Wissens zum Salonbeuschel. 2 Scheiben recht feste und angeröstete Serviettenknödel wurden auf einem separaten Teller serviert. Das macht Sinn!

Als Hauptspeise hatte meine Gattin Bärlauch Ravioli, sicherlich (von irgendjemand) selbst gemacht. :-) Die großen Teigtaschen waren nicht totgekocht, sondern mit Biss, die Fülle ganz fein knofelig. Dazu war am Teller, außer Safranschaum noch einiges an Grünfutter und darüber war geräucherter Käse gerieben. Auch hier kann man der Küche ob der Zubereitung und Würzung nur ein Kompliment machen. Zitat Frau, ur gut :-)
Und dann kam ER, der Zwiebelrostbraten. Rostbraten nein, Beiried nein, „irgendein“ mageres (Filet)Steak, das auf der Zunge zerging, unglaublich gut. Dazu ein dickes, dunkles Zwiebelsafterl, einfach nur grandios, einzig etwas mehr davon hätte es sein können. Der Röstzwiebel ware top und auch Braterdäpfel können nach was schmecken. Man hat die Möglichkeit den ZRB in drei Garstufen zu bestellen, mein Wunsch nach medium wurde perfekt getroffen, es gibt ihn auch medium rare und gedünstet. Ich hatte bis dato noch keinen besseren!

Wie schrieb Tester Kollege Gastronaut vor kurzem, stünde er eines Tages vor der Wahl, das wäre seine Henkersmahlzeit, ja auch, ich würde mich wahrscheinlich aber für die weißen Nierndln vom Gasthaus Stern entscheiden. :-))

Das Fazit der Geschichte über den EISVOGEL, die Kulinarik ist überdurchschnittlich gut, das Lokal nicht ganz unseres und das Service sehr in Ordnung. Allerdings hatte ich auch, wie schon bei den letzten Buchungen über Delinski, den Eindruck, die Kellner sind „überfreundlich“ weil sie könnten ja am nächsten Tag was über sich im Netz lesen, oder ihre Chefs. Aber besser so als anders. (Man bekommt am nächsten Tag ein Mail, mit der Bitte seine Meinung über den Besuch abzugeben)

Der reduzierte Preis für das Vergnügen waren € 83,86 und dazu anständiges Trinkgeld, mit Plastik bezahlt. Das war dann schon überaus fair und wir zogen zufrieden von dannen um noch im Neuzeit und später im Schweizerhaus einzukehren, aber das ist wie immer eine andere Geschichte. :-))

Wiederholungsgefahr übrigens sehr hoch, der ZRB hat Suchtpotential und der 4er für die Kulinarik tendiert stark nach oben.

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Kommentar von am 12. Apr 2017 um 18:29

Ich freue mich, daß der Eisvogel anscheinend auf dem Weg zu seinem anfänglichen fulminanten Niveau ist.

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Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 6. März 2017
Experte
Gastronaut
450 Bewertungen
46 Kontakte
Tester-Level 29
4Speisen
4Ambiente
4Service

Noch bevor man die neue Speisekarte des Stadtgasthauses „Eisvogel“ in Händen hält, bekommt man einen Eindruck davon, wie sehr hier am Riesenradplatz die guten alten Service-Traditionen hochgehalten werden. Mäntel und Schirme werden höflichst abgenommen, und den Gästen werden entspannt und unaufdringlich die Aperitif-Möglichkeiten offeriert.

Ein Blick in die neue Karte zeigt gleich mehreres: Zum einen wird hier auf ständig wechselnde Saisonalität gesetzt - konkret durch Zusatzgerichte, die den wechselnden Sternzeichen angepasst sind, also ein Fische- oder Schützen-Menü. Andererseits wird aber sichergestellt, dass auch sämtliche Gasthaus-Klassiker auf der Karte vertreten sind, damit sich die Gäste nicht automatisch durch zu viel Innovation überfahren fühlen und auf Bekanntes zurückgreifen können. Aber innerhalb dieses Altbewährten hat Oliver Hoffinger immer noch seine typischen Twists eingebaut, damit das „Altbewährte“ auf keinen Fall „gewöhnlich“ und damit auswechselbar wird. Außerdem geht die Karte auch auf „Fleischverzichtler“ ein, was in den Wiener Gasthäusern noch längst nicht selbstverständlich ist.

Der „Gruß aus der Küche“ bestand aus einem kleinen Rindfleischsalat, dessen Fleischwürfel so herrlich mit einem Kernöldressing abgeschmeckt waren, dass es dieses sogar verdient hatte, mit dem hauseigenen Gebäck aufgetunkt zu werden.
Das erste Gericht aus der Küche war ein Orangen-Perlhuhn mit Fenchel-Erdnuss- Salat. Bei der Perlhuhn-Brust ist das Kunststück gelungen, die Haut und Oberseite knusprig zu grillen, während der Fleischmittelpunkt wunderbar saftig geblieben ist. Der Orangen-Touch bleibt spürbar im Hintergrund, während auf der Kräuterseite Thymian dominiert. Der Fenchelsalat dazu ist ein fast ebenbürtiges Highlight, wird doch die bittere Note des Fenchels vollkommen von den gerösteten Erdnüssen abgefangen. Auf diese Kombination muss man erst einmal kommen…

Auf der vegetarischen Seite bildete ein „Rote Rüben Tascherl“ den Einstand. Das Teigtascherl selbst hatte die Roten Rüben sowohl in der Teighülle, als auch in der flüssigen Fülle und wurde mit Zitronenthymian-Sauerrahm serviert. Traumhaft war hier die Kombination mit frittiertem Kraut, das den süß-sauer-teigig-flaumigen Gesamteindruck um die Komponente „knusprig“ erweitert hat.
Suppentechnisch könnte man hier natürlich auch sehr konservativ bestellen. Haben wir aber nicht, denn zum einen klang eine „Rucola-Cremesuppe mit Parmesantascherln“ interessant und zum anderen gab es eine Bouillabaisse! Bei Letzterer hat es sich Oliver Hoffinger tatsächlich nicht leicht gemacht. Denn während die Suppe und deren Einlage normalerweise im Ganzen gekocht und serviert werden, besteht die Bouillabaisse im „Eisvogel“ aus zwei separaten Komponenten. Da ist zum einen die ausgekochte Basis-Fischsuppe. Diese wird am Tisch über ein Arrangement aus gegrillten Filets, Muscheln und Gemüseeinlage gegossen. Der finale Geschmack der Suppe entsteht somit direkt vor dem Gast. Meine Glanzlichter beim Meeresgetier in der Suppe waren ein Rotbarben-Filet und ein ausgelöster Kaisergranat.
Bei der Cremesuppe konnte die Rucola beweisen, dass sie viel mehr bieten kann, als nur ein Dasein als Salat. Die Pfeffrigkeit und die Zitrus-Noten machen dieses Süppchen schon ohne Einlage zum Hinschmecker, und die Parmesantascherln sind definitiv beide Tüpfelchen auf dem Ü.

Ein weiterer vegetarischer Genuss ist Hoffingers Zugang zu Südtiroler Schlutzkrapfen. Beim Teig und der Füllung ist man hier mit Dinkel-Roggen-Teig und Spinat fast schon konservativ unterwegs. Aber statt Salbeibutter und Parmesan setzt man im „Eisvogel“ auf Kernöl und gehacktes Ei. Dass diese Annäherung von Südtirol und der Steiermark funktionieren würde, hätte ich vorher nicht geglaubt, aber das Ergebnis überzeugt.

Mein neues Lieblings-Fischgericht in Wien - abgesehen von gutem rohem Fisch - ist ab jetzt eindeutig die gebratene Lachsforelle im „Eisvogel“. Das Filet war zwar innen nicht mehr leicht glasig, aber immer noch so unglaublich saftig, was ja der eigentliche Grund wäre, Fische glasig zu garen. Die knusprige Haut als Kontrast war dann ebenso ein Genuss, wie die überraschend köstliche Schnittlauch-Polenta. Überraschend köstlich deswegen, weil ich nicht von der Existenz dieser Kombination gewusst habe …
Sollte man in den „Eisvogel“ kommen und nur eine einzige Speise probieren wollen, dann muss es der Zwiebelrostbraten sein. Dieser lebt von zwei Bestandteilen: zum einen ist das der unwiderstehliche Zwiebel-Braten-Jus in dem man am liebsten baden möchte, zum anderen ist es aber der eigentliche Rostbraten, der genaugenommen ja gar keiner ist. Denn dieses wundervolle Stück Fleisch mit einem gemeinen Rostbraten, der in irgendeinem Gasthof zu Tode gedünstet wurde, gleichzusetzten, wäre eine Beleidigung dem Tier und dem Koch gegenüber. Der vorliegende Rostbraten ist vielmehr ein Steak von einer so hohen Güte, dass man es am liebsten roh essen möchte. Und das kann man fast auch, denn bei der Bestellung wird man nach der gewünschten Garstufe gefragt. Wer’s unbedingt will, bekommt den Zwiebelrostbraten im „Eisvogel“ auch plattiert und gedünstet. Aber das Rind ist echt zu Höherem berufen. In meinem Fall sollte es natürlich medium rare sein, und das war es auch. Als hätten ein perfekter Zwiebelrostbraten und ein blutiges Steak ein Kind bekommen. Gesetzt den Fall, ich stünde eines Tages vor der Wahl: Das sollte meine Henkersmahlzeit sein!

Rind kann man im „Eisvogel“ auch anders. Um nicht „nur“ ein beliebiges Filetsteak vom Simmentaler Rind anzubieten, bereitet es Oliver Hoffinger hier gebettet auf ein Erbsen-Brokkoli-Risotto und gekrönt mit selbst geräucherten Zwiebeln zu. Aromentechnisch würde mir das schon reichen. Aber als Vollendung wird zu dem medium rare gebratenen Filet eine Sauce serviert, die in der Karte nur bescheiden als „Gewürzsauce“ bezeichnet wird. Besagte Sauce ist aber eine auf Sojasauce und Zitruszesten basierte Mischung, die in Kombination mit dem Steak stark an Bulgogi erinnert.

Wer noch Platz für eine Nachspeise hat, dem sei der Käse ans Herz zu legen. Ich hatte keinen Platz mehr, aber die bessere Hälfte sehr wohl und war vom Milchrahmstrudel samt Heidelbeerkoch und Vanilleeis mehr als begeistert!

Ich werde wohl bald zurückkehren!

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am 20. April 2016|Update 21. Apr 2016
karlo
11 Bewertungen
1 Kontakt
Tester-Level 3
5Speisen
5Ambiente
5Service

Wir waren gestern zu dritt zum Dinner im Eisvogel und waren, wie bereits mehrmals zuvor, wieder sehr zufrieden. Wir hatten als Vorspeisen das Tartar, die Rindsuppe und die Frühlingskräutersuppe. Hauptspeisen waren die Lammkotelett, das Wiener Schnitzerl und "Das Schwein". Dessert: Bellini Sorbet und Blütenzauber. Über die ausgezeichnete Qualität der Speisen wurde bereits ausführlich gesprochen, ebenso über den stets sehr freundlichen und kompetenten Service. Es wird auch gerne auf Sonderwünsche eingegangen, z.B. als unsere Freundin als Dessert nur das Bellini Sorbet aus dem Schmarr'n für 2 wollte, war das natürlich kein Problem. Aus der Weinkarte haben wir einen ausgezeichneten Roija (Muga) genossen. Wir kommen immer wieder gerne hierher und können das Restaurant unbedingt weiterempfehlen.

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Diese Review zählt nicht für die Gesamtwertung des Lokals, da dieser Tester dieses Lokal bereits neuerlich bewertet hat.
am 9. März 2015
karlo
11 Bewertungen
1 Kontakt
Tester-Level 3
5Speisen
5Ambiente
5Service

Ausgezeichnet! Wir waren im Zuge der Restaurantwoche im Eisvogel. Wir wurden sehr nett empfangen und zu unserem Tisch geführt. Insgesamt muss man das nette und aufmerksame Personal hervorheben. Wir durften aus der Speisekarte frei wählen. Als Gruß aus der Küche gab es Oktopusgelee. Das war so schmackhaft, dass wir gerne mehr davon gehabt hätten. Als ersten Gang gab es Beef Tartare für meine Frau und Kalbskopf und -Bries für mich. Beides eine Wucht. Als Hauptgang wählten wir gedämpften Wels auf Belugalinsen und Mangalizaschwein. Beides sehr gut gewürzt und ausgezeichnet. Zum Desert hatten wir eine Variation (wie der Ober sagte für Untentschlossene) und ein Kokos-Mangoparfait. Auch hier gab es nichts auszusetzen. Positiv erwähnen möchten wir auch die gut sortierte Weinkarte, aus der wir einen vollmundigen Grauburgunder von Bründlmayer genossen. Sehr positiv ist auch, dass die Tische angenehm weit auseinander stehen und somit eine zwanglose Unterhaltung möglich ist. Das Lokal hat mit Sicherheit 2 neue Stammgäste dazu gewonnen. Österreichische Küche auf höchstem Niveau.

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Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 11. September 2014
Experte
uc0gr
215 Bewertungen
47 Kontakte
Tester-Level 28
4Speisen
4Ambiente
4Service
39 Fotos4 Check-Ins

Das „Stadtgasthaus Eisvogel“ ist definitiv zu einer Institution für gehobene, gutbürgerliche Wiener Küche geworden. Bereits im Jahr 1805 gegründet, während des zweiten Weltkrieges dann völlig vernichtet, erwachte es 2008 wieder aus dem „Dornröschenschlaf“ - mit besonderer Unterstützung des ehemaligen „Steirereck“-Mitarbeiters, Herbert Schmid, der im „Eisvogel“ bis 2013 als Patron tätig war und dann zu den Artners wechselte. Dem Inhaber des „Eisvogel“, Peter Petritsch, gehört nicht nur das Restaurant sondern auch das Riesenrad selbst – daher auch die gemeinsamen Angebote mit Candle-Light-Dinner im Riesenrad oder, gegen Vorbestellung, Menüs in einer der Gondeln des Riesenrades zu genießen. Für die Küche zeichnet nach wie vor Anton Schrei verantwortlich.

Seit 2009 schon erhält der „Eisvogel“ stets diverse Auszeichnungen. Derzeit sind es:

„À la carte“: „Empfehlenswerte Küche“ – 55 Punkte von 100
„Falstaff“: eine Gabel, 83 Punkte von 100
„Tafelspitz“: 81 Punkte von 100
„Gault Millau“: konstant zwei Hauben bei 15 Punkten von 20

Zu bemerken ist aber, dass es im Vergleich zu den Vorjahren eine klare Tendenz nach unten gibt, was möglicherweise mit dem Abgang des Vollprofis, Herbert Schmid, übrigens auch ein Käseexperte, zusammenhängen könnte.

Man darf durchaus über die Neugestaltung des Riesenradplatzes, hat er doch eine Ausstrahlung ähnlich „Klein Las Vegas“ verpasst bekommen, streiten, nicht aber über die Einzigartigkeit der Lage des „Eisvogel“. Der Gastgarten bietet einen wunderbaren Blick über den Platz bis hin zum Riesenrad, und man sitzt in einer absolut autofreien Zone. Auch im Gastgarten, eigentlich eher eine Terrasse, sind die Tische sauber und adrett mit Stofftischtüchern eingedeckt, Stoffservietten sind natürlich ebenfalls vorhanden – Platz für etwa 110 Personen und ausreichend beschattet.

Im Lokal dominieren eine große, mächtige Schank sowie viel dunkles Holz. Selbstverständlich ist auch hier alles bestens und tadellos eingedeckt. Besonders auffallend natürlich das immens große Weinangebot aus vorwiegend österreichischen Weinen, die üppig gefüllte Käsevitrine mit echten Schmankerln und ein Karussell, gefüllt mit allerlei Destillaten. Platz hat man im Lokal für etwa 100 Personen im Nichtraucher- und etwa 50 Personen im Raucherbereich. Zusätzlich gibt es auch noch einen separaten Raum für diverse Anlässe zu mieten – Platz für etwa 100 Personen.

Nachdem wir schon länger nicht mehr im „Eisvogel“ waren, nutzen wir das Angebot aus der Aktion „Fine Dining City-Wochen“ für ein Mittags-Menü in drei Gängen um EUR 29,00 pro Person. Natürlich hatten wir reserviert, und wir wurden bei Eintreffen im Lokal herzlich und sehr professionell empfangen. Der Service ist im „Eisvogel“ natürlich fein gekleidet, agiert aber definitiv nicht steif oder gar „gelackt“ – einfach angenehm, zuvorkommend und am Gast interessiert.

Zu trinken hatten wir drei „Null Komma Josef – Alkoholfreies Bier“ (EUR 3,10 / 0,33l), einen „Pinot Noir von J. Reinisch 2011“ (EUR 6,00 / 1/8l), ein „Vöslauer still“ (EUR 3,30 / 0,33l) sowie einen ausgezeichneten „Doppelten Espresso“ (EUR 4,00 – Julius Meinl).

Wir konnten im Prinzip unsere drei Gänge frei aus der Speisekarte oder aus diversen Menü-Vorschlägen wählen. Für manche Gerichte war jedoch ein geringer Aufpreis zu zahlen, was ich für völlig gerechtfertigt halte - zum Beispiel für das Filetsteak = EUR 3,00.

Für das Gedeck (EUR 3,00 pro Person) erhielten wir ein Buttertöpfchen und einen Gebäckkorb mit Standardgebäck – das war doch sehr enttäuschend, lieblos und unkreativ für ein Zwei-Hauben-Lokal – „MÄSSIG“ (2).

1. Gang – „Flusskrebse, Gurke und Paradeiser“
Drei große Stücke vom Flusskrebs wurden appetitlich angerichtet serviert. Dazu Gurkenbällchen, einige dünn geschnittene Scheiben vom Paradeiser, etwas Zitronen-Mayonnaise und mit einer ausgezeichneten Marinade vollendet wurde dieser Gang zu einem tollen Geschmackserlebnis – ein glattes „AUSGEZEICHNET“ (5).

1. Gang – „Beinschinken, Semmelkren und Kohlrabi“
Der Beinschinken wunderbar zart und geschmackvoll, vom biologisch im Freiland gehaltenen Johann-Schwein von Richard Rauch / Trautmannsdorf, mit leichtem Raucharoma wurde auf einem Bett aus Semmelkren serviert. Der Kohlrabi wurde in dünne Scheiben geschnitten, ebenfalls mit etwas Semmelkren gefüllt und mit frisch gerissenem Kren, einer Essblüte und Kresse angerichtet - ein glattes „AUSGEZEICHNET“ (5).

2. Gang – „Pfeffersteak in Madeirasauce mit Gemüse im Speckmantel und Babykartoffeln“
Bei der Bestellung des Steaks wurde die beste Ehefrau von allen sofort nach dem gewünschten Gargrad gefragt, so muss das sein. Das Rinderfilet wurde, wie gewünscht, genau auf den Punkt „medium“ gebraten. Die Fleischqualität war ausgezeichnet, ein tolles Stück Fleisch mit einer schönen Kruste und herrlichen Röstaromen. Die Madeirasauce war eine geschmackliche Wucht, hat man hier wohl sehr guten, kräftigen Fond zu einem tadellosen Jus reduziert. Die Babykartoffeln waren sehr knusprig und vor allem nach Erdäpfel schmeckend, das Gemüse konnte nicht so überzeugen, war es doch noch etwas zu bissfest, der sparsam verwendete Speck aber von sehr guter Qualität. In Summe gibt es für diesen Gang ein sehr gutes „SEHR GUT“ (4).

2. Gang – „Mit Risotto gefülltes Backhendl und hausgemachter Sauce Tartare“
„Hut ab“ vor dieser Küchenleistung! Das Risotto war in der Konsistenz noch immer genau so, wie es sein muss – saftig aber mit Biss, geschmacklich TOP. Das gelang trotzdem das mit dem Risotto gefüllte Huhn nachher noch herausgebacken wurde – Bravo. Das Hühnerfilet wunderbar saftig, die Panier knusprig, sehr gut abgetropft, die Sauce Tartare dunkelgelb, also tatsächlich mit gutem Ei hausgemacht, das Gurkenbett sehr gut mariniert – auch hier wieder gerne ein glattes „AUSGEZEICHNET“ (5).

3. Gang – „Erdbeerknödel auf Vanillesauce“
Immerhin zwei Erdbeerknödel in flaumigem Topfenteig wurden serviert. Die Vanillesauce, natürlich hausgemacht, mit zahlreichen Punkten von der echten Vanille schmeckte sehr gut, die Erdbeerknödel waren relativ „unauffällig“, die Brösel hätten mehr Butter vertragen. In Summe glattes „GUT“ (3) in diesem Rahmen und auf diesem Lokalniveau, da es sich doch um ein relativ schlichtes Dessert handelte, das außerdem recht nüchtern präsentiert wurde.

3. Gang – „Sommerliche Sorbetvariation“
Die Variation bestand aus fünf verschiedenen Sorbets, die allesamt handwerklich ausgezeichnet gefertigt wurden. Jedes einzelne Sorbet schmeckte intensiv genau nach der Frucht, aus der es gefertigt wurde: Sauerkirsche (Weichsel), Limette-Minze, Erdbeere, Kumquat und Marille. Lediglich das Marillen-Sorbet überzeugte mich geschmacklich nicht so sehr, ist aber sicher auch eine Geschmacksfrage. In Summe gebe ich dem Dessert, das doch recht aufwändig produziert und ansprechend nett arrangiert wurde, ein glattes „AUSGEZEICHNET“ (5).


Für die Speisen gibt es von mir ein gutes „SEHR GUT“ (4). 29 Gesamtpunkte ergeben im Durchschnitt 4,14 und somit das „Sehr gut“, wobei man das „Ausgezeichnet“ vor allem durch das nicht des Hauses würdige Gedeck verspielt hat. Da der „Eisvogel“ zwei Hauben hat, darf man auch beim Gedeck etwas mehr Inspiration und Kreativität erwarten.

Für das teilweise durchaus auch sehr gediegene Ambiente, die stilvolle Eindeckung auch im Gastgarten und das sympathische Erscheinungsbild gebe ich gerne ein glattes „SEHR GUT“ (4) für den „Eisvogel“. Die Sanitäranlagen sind TOP gepflegt und sauber, außerdem ist das Lokal behindertengerecht samt separatem Behinderten-WC.

Der Service agierte stets sehr professionell, freundlich und korrekt, ließ sich aber manchmal auch über längere Zeit nicht im Gastgarten blicken, was bei Getränkenachbestellungen unangenehm war. Andererseits wurde tatsächlich nach jedem Gang gefragt, ob es geschmeckt hätte, und man war darüber hinaus bei jeglicher Frage zu den Speisen absolut sattelfest. Daher gebe ich für den Service ebenfalls noch ein „SEHR GUT“ (4).

Fazit: im „Eisvogel“ kann man als Gast tatsächlich sehr gut, wenn auch preislich gehoben, speisen. Bedingt durch die Küchenleistung und die Verwendung von hochwertigen Produkten ist das Preis-/Leistungsverhältnis aber völlig in Ordnung. Man kann eine durchaus sehr große Auswahl an Destillaten und Weinen vorweisen, und auch die Käsevitrine, mit sehr hochwertigen Produkten befüllt, kann sich sehen lassen. Fast schon, wie erwartet, führt der „Eisvogel“ das „AMA-Gastrosiegel für Kulinarisches Erbe“. Die Speisekarte wechselt ständig zu gewissen Themen, daher ist immer für Abwechslung gesorgt. Selbstverständlich aber offeriert man auch eine klassische Standardkarte. Derzeit gibt es die Themen „Wiener Wirtshaus Wochen“ sowie „Wiener Wies’n Wochen“. Von mir gibt es eine glatte Empfehlung, den „Eisvogel“ einmal zu besuchen.

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am 5. Juni 2014
Experte
laurent
317 Bewertungen
59 Kontakte
Tester-Level 27
4Speisen
4Ambiente
3Service
5 Fotos2 Check-Ins

Nach mehr als einem Jahr wieder einmal Eisvogel. Hat sich ja einiges getan im Eisvogel, man liest und hört so einiges. ….
Die Eisvogelcrew ist da um Wünsche zu erfüllen, wie zB. das beste Schnitzel Wiens , man verwendet keine Fertigprodukte und bietet traditionelle Wiener Küche modern interpretiert und Service auf höchstem Niveau ausgezeichnet mit 2 Hauben von Gault Millau- so verspricht es zumindest die Homepage.
Die Lage am Riesenradplatz hat schon was, das Ambiente ziemlich stilvoll, blütenweiße Tischtücher, gestärkte Stoffservietten. Die Herren Ober in feinem Zwirn, sehr vornehm, manchmal ein bisserl steif, beflissentlich dienlich mit Distanz.
Die Preise für ein Zwei-Haubenlokal angepasst, das3-Gänge / Vorspeise, Hauptspeise & Dessert/ € 49.00, das Gedeck zu Mittag gibt’s um 2 € ( schaumige Butter, Aufstrich, gutes Gebäck wenn auch mit vielen harten Anschnittstücken.

Service auf höchstem Niveau; naja diesmal nicht so ganz: Leeren Gebäckkork übersehen, fehlende Serviette, fehlender Brotteller mit fehlendem Messer, bei jeder Speise nachfragen zu müssen wer den was bekommt…; naja.

Die Speisen: ein wunderbar perfekter Solo Spargel / Hollandaisse / ( schreibt man zwar anders…) Vinaigrette, eine hervorragend gebeizte Bachforelle/ Avocado/ Tomaten-romesco 12.90.

Gebratener Zander / Kohlrabi / Sauerrahm-Schnittlauch-Creme 14.90: Knusprige Haut, sehr saftiges Inneres; optisch wunderschön präsentiert.

Der Kalbsrücken punktgenau rosa gebraten & die Flußkrebse eine stimmige Ergänzung / Spargel wiederum top, einzig die sehr intesnsive Sauce war zu mächtig für die Feinheit von Kalb und Krebserln.

Auch die Desserts, Triologie von der Valrhona—Schokolade und
Rhabarbercrumble / Tannenhonigeis konnten nicht nur geschmacklich überzeugen, auch beim Kaffee gibt man sich keine Blöße.

Tolles Weinangebot- auch glasweise, erfreulich große Auswahl an Halbflaschen.

Wirklich sehr gute Speisen, preislich manchmal schon ziemlich schmerzend ( Rindsgulasch mit Nockerl um 14,90), der Service diesmal mit Luft nach oben

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Kommentar von am 5. Jun 2014 um 21:42

Danke für den schönen Bericht, der mir in Erinnerung rief, dort wieder einmal einzukehren. Gerry

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am 11. April 2014
AngelaN
2 Bewertungen
1 Kontakt
4Speisen
3Ambiente
3Service

Als es bei Groupon Gutscheine gab, dachte ich mir das muß man als Wiener doch mal ausprobieren dort zu essen. Leider hatte ich erst zwei Tage vor Ablauf des Gutscheins wieder daran gedacht einen zu haben (bzw zwei, da es nur Gutscheine 3 Gänge für EINE Person gab) und im Lokal angerufen und gefragt ob ich für eine Woche später reservieren dürfte. Der Kellner am anderen Ende war zwar sehr freundlich, doch leider konnte ich die Antwort des Restaurantleiters hören, der nicht besonders freundlich war. Es wurde mir nicht gestattet den Gutschein später einzulösen.
Wir mußten somit noch am selben Abend zum Essen in den Prater.
Das Essen war sehr gut und ausreichend, das Lokal war nur sehr spärlich besucht, die Bedienung war in Ordnung.
Alles in allem fanden wir den spontanen Besuch nicht schlecht, doch die Vorgeschichte hat uns das Lokal für die Zukunft doch verleidet. Wenn jemand keine Gäste mit Gutschein will, dann soll er keine verkaufen!

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Letzter Kommentar von am 11. Aug 2014 um 16:42

Das erklärt, warum man sich nicht ärgern sollte.

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am 9. Oktober 2013
Zwetschke07
4 Bewertungen
1 Kontakt
Tester-Level 2
3Speisen
3Ambiente
4Service

Mein Freund lud mich anlässlich meines Geburtstages in den Eisvogel ein. 2 Hauben - wir waren gespannt. Zur Lage sage ich nichts, da ja ohnehin bekannt. Im Lokal angekommen wurde uns freundlich die Garderobe abgenommen. Wir wurden an unseren Tisch gebracht, der uns aber gänzlich missfiel. Um den runden Tisch waren zwei Stühle eher nebeneinander als gegenüber platziert, was uns beiden eigentlich nicht zusagte. Ein Tischwechsel war kein Problem. Endlich zu unserer Zufriedenheit platziert erhielten wir die Speisekarte. Nach einem Aperitif wurden wir nicht gefragt und auch die Weinkarte wurde erst nach Aufforderung gebracht.

Bestellt wurde: eine Flasche Gelber Muskateller vom Weingut Christ, zweimal Beef Tartare als Vorspeise, einmal glacierte Kalbsleber mit Püree sowie einmal Saibling mit roten Rüben und Kartoffeln. Das Gedeck bestehend aus Butter und diversen Brotsorten (zB Nussbrot) war in Ordnung, aber auch nichts was man nicht schon zur Genüge kennt.
Der Wein wurde zügig gebracht und eingeschenkt.

Zur Vorspeise: Beef Tartare geschmacklich absolut in Ordnung. Mir persönlich zu milde gewürzt (eine Art Chilipaste die dazugereicht wurde konnte dem allerdings Abhilfe schaffen). Der hausgemachte Senf oben auf erinnerte im Geschmack stark an Mayonnaise. Die Portion für den Preis (€ 14,20) ausreichend, nur Toastbrot musste nachgeordert werden.

Zu den Hauptspeisen: Der Saibling kam als Filet. Ich hatte, da Saibling in der Karte stand, doch stark mit einem ganzen Saibling gerechnet. Nun gut, halb so wild. Die Haut war abgezogen und als Deko am Filet drapiert. Die roten Rüben als Beilage entpuppten sich als eine Art Saft/ dünne Sauce, die dem Fisch leider gänzlichen Geschmack nahmen. Die Kartoffeln als Beilage waren kleine runde Kügelchen, die leider steinhart waren. Einziges Highlight war der Kaviar und das pochierte Wachtelei auf dem Saiblingsfilet. Leider ein Reinfall.
Die glacierte Kalbsleber jedoch war ausgezeichnet. Butterweich, richtig gewürzt und auch die Beilagen (Püree mit Kräutern, eine Art Bratapfelscheibe sowie Saft mit Röstzwiebeln) stimmig. Selbst ich als Leber-Verweigerer war begeistert.

Mein Fisch wanderte nach 3 Bissen zu meiner Begleitung, der sich, noch hungrig, dem im roten Rübensaft ersoffenem Fischerl annahm. Ich sagte der Kellnerin was an der Hauptspeise (meiner Meinung nach) nicht in Ordnung war, sie entschuldigte sich zwar kurz, aber wirklich interessiert dürfte es sie nicht haben. Auf ein Dessert verzichteten wir.

Der Service ist zwar höflich und routiniert, aber für meinen Geschmack viel zu distanziert. Mehr Präsenz in Reichweite des Gastes wäre vielleicht auch wünschenswert (besonders wenn so wenig los ist, wie an besagtem Abend). Das Ambiente wirkte ein wenig kühl und kahl. Mir fehlte ein wenig die persönliche Note.

Fazit: man kann, für durchaus weniger Geld, weitaus besser essen. Die 2 Hauben ließen mich mehr erwarten. In Summe ein netter Abend (dies lag an der Begleitung) mit sehr gutem Wein, die Speisen (bis auf die Kalbsleber) im durchschnittlichen Bereich.
Wir werden nicht mehr kommen!

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Letzter Kommentar von am 10. Okt 2013 um 08:50

Vielen Dank für das positive Feedback! :)

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am 21. August 2013
naturalis
10 Bewertungen
1 Kontakt
Tester-Level 3
3Speisen
2Ambiente
2Service

Die Begrüßung war Anfangs sehr freundlich. Allerdings wurde durch unser Einlösen eines Gutscheins für ein Glas Hochriegel-Sekt die Behandlung merklich distanzierter.

Sehr gut gefallen hat die Herkunftsangaben der verwendeten Produkte.

Für ein zwei Haubenlokal hätten wir uns mehr als Butter zum Gebäck erwartet. Das Gebäck war auch leider nur zum Teil frisch. Wenn auch nicht unbedingt notwendig so war es für ein zwei Haubenlokal dennoch enttäuschend, dass kein Gruß aus der Küche kam - hatte ich so bisher bei so hoch ausgezeichneten Lokalen biser noch nie erlebt.

Die Vorspeisen waren alle super - sowohl geschmacklich als auch für das Auge. Wir hatten Gänseleber, Jakobsmuscheln & Schwertfisch und die Gurkenkaltschale.

Die Hauptspeisen hielten durchaus das hohe Niveau. Steinbutt & Pulpo waren ausgezeichnet. Das Lamm mit dem Schafskäsetörtchen und dem Bohnen-Paprika-Kompott war eine Sensation. Der Alpenlachs war herrlich - hier war die Zubereitung des Ei eine Überraschung. Mit viel Aufwand wurde Eiklar und Dotter getrennt zubereitet um dieses dann doch wieder gemeinsam zu präsentieren. Auch das Wienerschnitzel vom Kalb war bestens zubereitet.

Beim Dessert gab es dann leider eine herbe Enttäuschung. Alle hatten sich auf die Wachauer Mariellenknödel gefreut. Diese waren aber mehr als mittelmäßig. Die verwendeten Marillen erweckten den Eindruck, noch zu wenig reif zu sein. Der Teig war langweilig. Irgendwie waren die Knödel auch ein wenig wässrig.

Wir haben den Kellner beim Abservieren unsere Kritik über den Marillenknödel mitgeteilt - auch wenn er uns genau bei diesen nicht nach unserer Meinung gefragt hat. Die Reaktion war leider auch enttäuschend - wir wären die ersten die so eine Kritik über die Marillenknödel geäußert hätten. Tja, und das war es auch schon - keine Entschuldigung, vielmehr komische Blicke vom gesamten Personal. Ob da nicht auch wieder die Gutscheine für unser Glas Hochriegel-Sekt mitgespielt hat...

Für uns war das jedenfalls der letzte Besuch in diesem Lokal. Unseres Erachtens sind die zwei Hauben nicht gerechtfertigt.

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am 9. August 2013
misenplace
54 Bewertungen
20 Kontakte
Tester-Level 15
4Speisen
1Ambiente
3Service
20 Fotos1 Check-In

Wieder mal wird der heisseste Tag des Sommers 2013 vorausgesagt (was dann auch stimmte), weswegen eine nettes Abendessen im Familienkreis, das urspünglich in einem schattigen Gastgarten geplant hatten dann ebendort stornierten und in den Eisvogel wechselten - weil dort mit funktionierender Klimaanlage geworben wird.

Ambiente (1):
Dort angekommen wollen wir dann nicht den vorgesehenen Platz im Gastgarten - sondern bestehen auf einem Tisch im klimatisierten Inneren. Tja, der Tisch wird dann auch rasch hergerichtet - nicht zuletzt ist unsere eher formelle Kleidung ja auch dem Lokal und der Klimaanlage angepasst gewählt worden.
Womit wir nicht gerechte haben ist dann allerdings, dass uns zwar das Vorhandensein der Air-Condition bestätigt wird - deren geringe Wirkung aber mit den geöffneten Türen auf die Terasse begründet wird. Auf die Idee, die Türen dann vielleicht zu schließen kam man leider nicht.
Und aus diesem Grund hat sich das Lokal dann auch im Verlauf des Abends (der kulinarisch erfreulich war) von einer satten Start-Null beim Ambiente kaum noch erholen können. Eine derartige Ignoranz des Gästewunsches hätte ich mir zu Zeiten, als Hr. Schmid noch der Patron war nicht vorstellen können. Ach ja: unsere Garderobe (trotz Hitze waren wir doch formeller gekleidet) hat uns auch niemand abgenommen.

Speisen (4):
Auch die Speisekarte überraschte insoferne unangenehm, als sie extra als "neu ab 31.7." bezeichnet wird - und dann jeglichen sommerlichen Schwerpunkt vermissen lässt. Was dann einigermaßen "leicht" zu interpretiere war, haben wir auch bestellt.
Als Vorspeise gab es die Gurkenkaltschale mit Lachs und Ginger-Ale Pralinen (€5,90) deren zarter Geschmack durch die eingelegten Pralinen schön konterkariert wurde - sehr erfrischend. Das Beef Tatar (€14,20) ist recht gering dimensioniert, weswegen die 3 halbierten Toastbrotscheiben auch tatsächlich dafür ausreichen. Auszusetzen gibt es daran nichts, optional gibt es auch eine Chilisauce dazu - diese sollte man dann besser auch tatsächlich nur gering dosieren. Getrunken habe ich dazu einen hervorrragenden Kappa Rosso (€7,50) vom besten Winzer unter den Fotografen-Manfred Klimek.
Als Hauptgang gab es dann einerseits den Alpenlachs mit Erdäpfel, Spinat und Ei (€22,50) der ebenfalls zart schmeckte und mit dem pochierten Eidotter hübsch angerichtet war, das Schwammergulasch mit Polentaauflauf (€ 19,90) war ebenfalls gelungen, das Lamm mit Schafskäse-Törtchen und Bohnen-Paprika Kompott (€24,90) war aber sowohl von der Präsentation her als auch geschmacklich (das Fleisch extrem zart, das Schafskäse-Törtchen auch leicht getrüffelt) ein absoluter Traum. Blöderweise hatte ich das gar nicht bestellt und es wurde mir versehentlich an Stelle der lackierten Rehkeule gebracht... aber ich habe es sehr gerne behalten. Ob des Versehens gab es dann auch ein Glas "Sails Red" vom Weingut Bayer aus Neckenmarkt aufs Haus.
Als Dessert gab es dann einerseits die Sorbet-Variation, sowie die Panna-cotta mit Beerenragout und Erdbeereis und die Schokotarte mit Weinbergpfirsich.
Jedes Dessert kostet das Geiche (€9,80), geschmacklich unterliegt das Sorbet natürlich den anderen Speisen, allerdings ist es der Temperatur angemessen erfrischt herrlich. Die Panna Cotta erfüllt die Erwartungen, unter der Schokotarte muss man sich einen kernweichen Schokokuchen auf Mürbteigboden vorstellen - schmeckt ausgezeichnet.

Service (3):
Nach der unfreundlichen Begrüßung (Thema: Klimaanlage) wurden wir durchwegs umsorgt, der Kellner hat sich Besonderheiten der einzelnen Gäste am Tisch von Anfang an gut gemerkt und stets umsichtig dafür gesorgt, dass die Gläser gefüllt waren. Der Fauxpas mit der verwechselten Speise wurde sofort gut gemacht - und letztendlich war ich über den getauschten Gang durchaus erfreut.
Es war natürlich auch auch für die Kellner unglaublich heiß an diesem Tag - trotzdem haben die Kellner nach Anfangsschwierigkeiten eine gute Performance geliefert.

FAZIT:
An einem heissen Tag ist der Eisvogel keinen Besuch wert - weiss der Himmel, weshalb die eine Klimaanlage besitzen. Im Gastgarten hatte es an diesem Abend noch 37 Grad - im (teilweise gekühlten) Innenraum am Anfang wenigstens nur 30 Grad.

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Kommentar von am 9. Aug 2013 um 15:57

Da fängt jeder Eisvogel zu schwitzen an!

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am 15. Juli 2013
selina
21 Bewertungen
1 Kontakt
Tester-Level 3
5Speisen
5Ambiente
4Service

Wir waren schon einige male im Eisvogel essen .Mittags mit den Kindern oder am Abend zum gemütlichen Abendessen zu zweit.Jedesmal hat das Essen hervorragend geschmeckt ,das Service war sehr freundlich,auch Kinderfreundlich.Es gab nichts zum Aussetzen es ist uns jedesmal ein Besuch wert.

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Diese Review zählt nicht für die Gesamtwertung des Lokals, da dieser Tester dieses Lokal bereits neuerlich bewertet hat.
am 10. Februar 2013
Experte
laurent
317 Bewertungen
59 Kontakte
Tester-Level 27
4Speisen
4Ambiente
4Service
5 Fotos2 Check-Ins

Nachdem Frau laurents „faschingsamstagsballern“ bis early in the morning andauerte, somit kein warmes Essen zu erwarten war, meine Kochkünste nicht vorhanden sind, stellte sich die Frage: Was tun gegen das aufkommende Mittagsmagenknurren?
Seit geraumer Zeit ist ein von mir nicht wirklich berauschend bewertetes Lokal neu übernommen worden, .eine expertenbewertung nach neuübernahme wär interessant... steht da zu lesen, die Speisenkarte im Net angeschaut (Tomate& Mozzarella warm auf Salatnest, Pangasius, Hendl im Bananenblatt) und den Gedanken sofort wieder verworfen.

Also dann wieder einmal www.delinski.at– Minus 30 % ist angesagt.
Eisvogel im Prater- das sollte das Richtige sein.

In der Homepage zu lesen: ..echte Wiener Küche ohne Kompromisse ….typische Wiener Spezialitäten auf höchstem Niveau..in jeder Hinsicht verwöhnen…sind da um Ihre Wünsche zu erfüllen…….liest jeden Wunsch von den Augen ab…

2 Hauben, 71 Punkte bei A la Carte, 81 Punkte bei Tafelspitz, 41 RestaurantTester-Punkte.. ..was soll da noch schiefgehen?

Gediegenes Ambiente, an den Fensterbänken zeigt man was hier so weiniges getrunken wird, ansonsten sind die Einrichtung und das Tischinventar eher sachlich-nüchtern bis spartanisch.

Das Angebot: Menü von 3-Gänge € 49,00 bis 5-Gänge / € 69,00, dazu ausreichend Auswahl an A la Carte-Gerichten: Beuscherl, Kalbsgulasch, Kalbsleber, Wienerschnitzel…..
Zum Innstadt, herrliches mahagonifarbenes Weizenbier 0,3 lt. 3,50, wurde das Gedeck3. — serviert. Butter, dreierlei Gebäck, kein Gruß der Küche

Wachtel / Blunze / Spitzkraut 16,90. Sehr gewagte Kombination, welche überzeugte. Die Wachtel saftig und zart gebraten, die Blunz´n gut gewürzt und zart cremig, das Kraut mit Biss und Hauch Kümmel- war dieses Speise auch optisch ein Hochgenuss!

Rindfleischsuppe / „Alt Wiener“-Einlagen 4,90
(Grießnockerl, Lungenstrudel & Kaiserschöberl) Eine kräftig, goldfarbene Kraftsuppe mit frischem Schnittlauch, flaumigen Schöberl, intensiver Fülle des Strudels und geschmacksneutralem, wässrig schmeckendem Nockerl

T-Bonesteak / Rosmarinerdäpfel / eingelegtes Gemüse 24,90. Fantastisch mürbes Fleisch, welches auch die fast durchgebratene Garart ( obwohl medium bestellt) vertrug. Kartoffeln mit frischem Knusperrosmarin, das eingelegte Gemüse mit Biss und Geschmack. Einzig die dazu gereichte Sauce erinnerte mehr an Gemüse als zum Rind passend.

Weißer Schokogugelhupf / Kakaoschaum / Eis 9,80 Toll cremiges Nougateis, Kakaoschaum ok, das Bonsai-Gugelgupferl sehr flaumig ließ allerdings den Schokoladengeschmack vermissen.

Durchaus sehr gut gegessen, grundsolide Zubereitung aus hochwertigen Produkten. Vielleicht hat etwas der 2-Hauben-Kick gefehlt, welchen ich mir erwartet hätte….

Ein sehr guter Meinl Macchiato 2,90, eine tolle Empfehlung der „Kappa Rosso“ 1/8 7,10- ein toskanischer Cabernet-Blend. Wobei man beim Thema Wein hier Allerbesten aufgehoben ist: Von der Bouteille ab € 21. —bis hin zu 2000 Grange Penfolds 330,00, 1994 Chateau Margaux 475,00, 1986 Chateau Latour 599, 2003 Chateau Kirwan 9 Liter 1,100,00…..

Service: Sehr präzise, routiniert, sehr individuell beratend; man merkt da werkt ein eingespieltes Profi-Herrenteam. Ich mag es nicht wenn dauernd wer um einen herumwuselt, allerdings ein wenig mehr Präsenz beim Gast wäre wünschenswert; ein zweites Glas Wein wäre fein gewesen- wenn jemand greifbar gewesen wäre. Greifbar war der Aschenbecher sowie Salz&Pfeffer- zum selbstholen.

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Kommentar von am 10. Feb 2013 um 16:57

Man braucht nicht immer Kochkünste. Wichtig sind vor allem die Esskünste!

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am 21. November 2012
lexxal
64 Bewertungen
7 Kontakte
Tester-Level 12
4Speisen
5Ambiente
4Service

Ich war gestern das erste Mal im Eisvogel, mit einer Gruppe von 6 Personen.
Vorab, die Umgebung an sich bietet schon einen guten Eindruck. Sind abends hin, alles schön beleuchtet am Riesenradplatz, und dieser neugemachte Kreis wo auch Eisvogel wie zb., Madamme t. platziert sind, finde ich sehr geschmackvoll. Ebenfalls bietet sich einem ein herrlicher Blick auf das Pratertreiben, was besonders im Sommer für tolle Stimmung sorgen kann.
Uns wurden sofort alle Jacken abgenommen und irgendwo verstaut – habe Sie bis zum Gehen nicht mehr gesehen – sie rochen auch normal nachher, nicht nach Küche oder so.
Wir wurden zu einem äußerst netten Platz begleitet, ein großer Rundtisch mit 5 Sesseln und eine bequeme Rundbank wo wir 2 Mädels Platz nahmen. Als Aperitif wurde und Sekt und div. Wein angeboten, ich entschied mich für einen äußerst hervorragenden gelben Muskateller aus dem Weingut Tement aus der Südsteiermark. (0,375l 32€-korrektur)
Blieb bei diesem auch den restlichen Abend :)
Auch die Kellner waren den ganzen Abend sehr aufmerksam und uns fehlte es an nichts.
Die Entscheidung der Speisen fiel extrem schwer, da es hier echt viel gibt was einladend klingt.
Ich entschied mich für ein 4 Gänge Menü aus der „Eisvogel Menü“ Variation und einer Suppe davor.
Bis zur Suppe steht einem noch verschiedenes Brot am Tisch zur Verfügung, mit leider nur Butter, ich hätte mich über einen Frischkäse oder auch frisch gemahlenen Pfeffer gefreut.
Die Rindfleischsuppe war ein hervorragender Start, sie war kräftig, würzig heiß und überraschend große Einlage. Ein flaumiges Griesnockerl, ein mildes Kaiser Schöberl und ein kleines Stück Lungenstrudel. (4,9€)
Danach gab es Jakobs - & Miesmuscheln mit Algen und Bandnudeln in Soße. Für mich gab es nur Jakobsmuscheln, 6 Stück. Die Algen trafen meinen persönlichen Geschmack nicht, da ich sie sehr bitter und viel zu hart fand. Die Nudeln dürften nicht selbst gemacht gewesen sein. Die Soße war äußert gut, es dürfte sich um ein erfrischendes Rezept gehandelt haben, evtl. mit kokos, zitrone, kurkuma? es war säuerlich, würzig, aber cremig und tiefgelb.
Danach gab es gebratenes Stubenküken mit Süßkartoffelauflauf und ich glaube einer Paprikapastete, welche absolut super würzig und geschmacksintensiv war. Das Stubenküken an sich, der Brustteil war bissfest, saftig etwas zu mild für mich. Das Haxerl war mir viel zu fettig, das liegt aber offenbar an dem Küken, es gab nur sehr wenig Fleisch was ich hier fand. Ebenfalls war die Haut nicht knusprig. Das Pürre war mild aber schmeckte nach Süßkartoffel und passte gut zum Küken und der Pastete. Darüber gab es noch eine Soße, die sehr dick war aber definitiv selbst gemacht und kein Glutamatspender.
Als Hauptgang gab es für mich Steinbutt in Haselnusskruste mit Cocosbohnen, Artischocken und Tomaten. Die Beilagen trafen meinen Geschmack leider überhaupt nicht. Es schmeckte alles etwas fad und gleich. Der Fisch war dafür gut, frisch, saftig und mit der Haselnusskruste ein ganz neues Geschmackserlebnis.
Ich probierte von meinem Tischnachbarn das Wiener Schnitzel vom Milchkalb um 19,90 (Riesenportion) und hätte am liebsten getauscht. Dieses Schnitzel war das Beste was ich je gegessen hatte. Dünnes Fleisch und super fluffige Panade, welche überhaupt nicht fettig schmeckte. Der Bröselgeschmack war ziemlich intensiv was ich besonders gern habe, mit den paar Spritzern Zitrone bekam das Ganze den letzten Kick, werde bald hingehen Schnitzel essen!!
Dreierlei Österreichische & Böhmische Mehlspeisen gab es für mich zum Dessert. Der Grießschmarrn war ok, etwas zu trocken aber dafür war die Marillenmarmelade besonders gut. Der Schokoknödel war 1. So groß wie ein Tennisball und 2. Waren die Brösel mit einem Hauch Kokosflocken verfeinert, was dem Ganzen eine besondere Note verlieh, für mich leider, war in der Mitte eine eher bittere Schokolade. Mein Highlight: das Powidltascherl. Unbeschreiblich gut, flockiger luftiger Teig mit echtem geschmacksintensiven Powidl, perfekt !
Kostenpunkt des 4 Gangmenüs (ohne Suppe): 57€
Insgesamt haben wir zu 6. Rund 400€ ausgegeben, wobei ich das nächste Mal definitiv zum Milchkalbsschnitzel greifen werde!!!

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Letzter Kommentar von am 21. Nov 2012 um 21:26

schon erledigt :)

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am 5. März 2012|Update 31. Okt 2012
MartinP
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3 Kontakte
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4Ambiente
4Service

Sonntag Mittag waren wir mal wieder im Eisvogel, dieses mal im Zug der "Dining City Vienna".

Bevor ich auf die Speisen zu sprechen komme, ein kurzes Blick auf das Lokal: die Lage ist genial, quasi im Herzen von Wien gegenüber vom Riesenrad (bei wärmeren Temperaturen, wenn man draußen sitzen kann, bekommt man auch das ganze Treiben im Prater besser mit). Das Lokal selbst ist dem Anlass und der Lage gerecht eingerichtet, die 2-Hauben-Auszeichnung steht "versteckt" in einer Ecke, so wird auch die Laufkundschaft nicht davon "abgeschreckt" ...

Die Hauptkellner sind gut, zuvorkommend und auch bei Sonderwünschen oder Reklamationen gibts keine Troubels, im Gegenteil, es wird quasi alles irgendwie möglich gemacht.

Ich hatte dieses mal als Vorspeise die gebratenen Jakobsmuscheln mit zweierlei von der Cocosbohne (eines davon war eine kleine sehr schmackhafte Kokossuppe mit einer gebackenen Hühnerauster), als Hauptspeise Saibling und Scampi in Weißbrot gebraten auf Sellerie und als Dessert die gebackenen Mäuse. Das ganze war sehr stimmig, alles perfekt auf den Punkt gebraten und das Weinchateau bei den "Mäusen" schlichtweg der Hammer.

Wir hatten außerdem noch den Seeteufel (2 mittlere Stücke) auf einer dünnen Scheibe roter Rübe sowie Gnocchi (sehr zum Empfehlen, der Seeteufel kommt bei mir sogar noch vor Hummer), den Tafelspitz mit Schnittlauchsoße und Apfelkren (das Fleisch hatte vielleicht einen Tick zuviel Fettrand, sonst aber auch ausgezeichnet, auch der Apfelkren hatte richtig schöne Schärfe) und auch das Rindsfilet mit Ochsenschwanzpralinen (beides genau nach Wunsch etwas mehr als medium gebraten).

Die Speisekarte wechselt ca. monatlich (kann man vorab im Internet begutachten), auch der Schnaps- und der Käsewagen haben ein sehr breites Sortiment.

Kurz um, ich wurde auch dieses mal nicht im Eisvogel enttäuscht, ein paar Kleinigkeiten (wie zB das Schuhwerk einzelner jüngerer Kellner) könnte man ändern, dies tut dem ganzen Erlebnis Eisvogel jedoch keinen Abschlag und ich kann es jedem nur wärmstens empfehlen, der mal eine (leistbare) 2-Haubenküche mit teils neu interpretierten lokalen Speisen genießen möchte.


Update: ich hab gesehen, dass meine Bewertung vom Jänner dJ nicht online ist, dürfte da irgendwas mit der Speicherung "verhundst" haben. Jedenfalls habe ich dort quasi den "Super-GAU" erlebt: meine erste Vorspeise, gebackener Karpfen, kam und war roh. Wurde natürlich anstandslos zurückgenommen und einige Zeit später durch eine neue Portion, diesmal perfekt auf den Punkt gebracht, ersetzt. Die zweite Vorspeise wurde verwechselt, dürfte dieses mal der Fehler der Kellnerin gewesen sein, wurde natürlich ebenfalls ohne darüber zu diskutieren richtig gestellt.

Als Entschädigung bekamen wir dann - zusätzlich zu unseren Nachspeisen - noch eine Sorbetvariation aufs Haus.

Kurz um: das Essen war wieder mal wirklich ausgezeichnet, der Service auch nicht durch die Reklamationen aus der Fassung zu bringen, ihr war es jedoch um einiges peinlicher, als es mich gestört hatte (ich hatte einfach einen tollen Tag und wollte diesen mit einem tollen Essen abschließen, da kann mich sowas nicht aus der Ruhe bringen *g*).

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am 18. Februar 2012
trueffelschaf
4 Bewertungen
1 Kontakt
Tester-Level 2
4Speisen
4Ambiente
4Service

Am Donnerstag war ich - spontan - mit Begleitung zum zweiten Mal im Eisvogel. Das erste Mal ist ein, zwei Jahre her und hat mich persönlich etwas mehr überzeugt. Aber auch dieses Mal war ein wirklicher Genuss.

Ambiente: Nicht überladen, stilvoll, ausreichend Abstand zu den Nachbartischen, man genießt den Aufenthalt und fühlt sich wohl.

Service: Schon beim Ankommen wird man sehr freundlich empfangen, die Garderobe wird abgenommen und man wird zum Tisch geleitet. (Beim letzten Mal wurden auch die Stühle zurecht gerückt - diesmal nicht. Muss natürlich nicht sein, war aber zuletzt ein "Zusatzplus.) Auch sonst ist der Service sehr aufmerksam, gießt (fast immer rechtzeitig) Wasser nach, ist präsent, aber niemals aufdringlich - man fühlt sich nicht "beobachtet", und trotzdem gut umsorgt. Und mir persönlich auch wichtig: Der Service ist weder "überkandidelt", noch "ober-cool", sondern einfach professionell und freundlich.

Speisen & Getränke: Wir haben diesmal hauptsächlich Wasser getrunken und auf Weinbegeleitung verzichtet (war beim letzten Mal ausgezeichnet), nur als Aperitif ein Glas Muskateller getrunken - wunderbar.
Zu Beginn gibt es klassisch Brot mit Butter - Brot ist frisch, Butter für meinen Geschmack etwas zu salzig. Mehr gibt es dazu nicht zu sagen. Das Brot wird bis zum Hauptgang auch immer nachgereicht, wenn es zum Leerwerden neigt.
Meine Speisenwahl:
- Die Vorspeise - Roastbeef und Pulpo mit Avocado und Paradeiser süß-sauer - hat absolut ausgezeichnet geschmeckt und war kreativ und liebevoll mit vielen Details angerichtet. Das Fleisch war wunderbar zart, eine Gaumenfreude.
- Die Hauptspeise - Gefüllter Kalbsrücken mit Topinambur und Broccoliflan - hat mir persönlich ein bisschen zu "kohlig" (Fleisch mit Kohl gefüllt) geschmeckt. Alles in allem aber trotzdem ein wunderbares Gericht, butterweiches Fleisch, zart-schaumiger Broccoliflan, liebevoll angerichtet, etwas Bratensaft wird erst beim Servieren darübergeträufelt.
Die Nachspeise - Geeistes Nougat mit Banane und Passionsfrucht - hat mich etwas enttäuscht. Die Portion Nougat war riesig und geschmacklich sehr gut, die winzigen Bananenwürfel und die wenigen Tröpfchen Passionsfrucht sind im Vergleich dazu untergegangen und so fehlte es der Nachspeise eindeutig an Frische.
Im Allgemeinen sind die Portionen relativ groß - was kein Nachteil ist, wenn man gern viel isst. Ich selbst kann leider nicht alles aufessen und selbst dann bin ich zum Bersten überfüllt. Aber für jene, die meinen, dass in Haubenlokalen immer nur winzige Portionen serviert werden (ich habe die Erfahrung ohnehin nie gemacht - es war bisher immer mehr als genug), sei gesagt: Im Eisvogel werdet ihr sicher satt.

Ein bisschen schade fand ich, dass zu Beginn kein Gruß aus der Küche und am Ende keine hausgemachten Pralinen serviert wurden. Das war beim letzten Mal und ganz ausgezeichnet. Aber wie gesagt - voll war ich ohnehin.

Preislich für die Qualität absolut fair: z.B. für meine drei Gänge 47 €.

Fazit: Der Eisvogel wird uns wieder sehen.

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Letzter Kommentar von am 5. Mär 2012 um 16:22

Gruß aus der Küche hatte ich überhaupt noch nie bekommen, hausgemachte Pralinen auch nicht, da hattest Du richtig Glück :) Aber sonst geb ich Dir recht: nach 3 Gängen ist man gerade richtig satt, der Preis ist daher - auch wenn man die ausgezeichnete Qualität hernimmt - wirklich gerechtfertigt. Schau mal die Karten von vergleichbaren Häusern an, die sind meist teurer und die Speisen dafür kleiner ;)

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am 11. November 2011
naterl77
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Mittagslunch im Eisvogel.
Ich war noch nie zuvor dort, wollte aber immer schon mal in diesem Inlokal im Prater essen. Mein Glück, dass mein Geschäftspartner dieses Lokal vorgeschlagen hat.
Wir trafen uns Punt 12:00, wo das Lokal schon sehr gut besucht war. Ich wurde beim Eintreten sofort wargenommen, und zu dem Tisch gebracht, an dem mein Begleiter schon auf mich wartete.
Wir entschieden uns beide, da wir nach unserem Termin noch einiges zu arbeiten hatten, Weinlos zu bleiben, obwohl ich schon viel über die hervorragende Weinkarte gehört habe.
Wir bestellten beide die Griesnockerlsuppe, mit herrlich selbstgemachten Nockerln, Suppe war leider für meine Verhältnisse etwas zu stark, danach entschied ich mich für den Klassiker, das Wiener Schnitzel, mein Geschäftspartner für das Rinderfilet. Beides herrlich geschmeckt. Anschließend guten Caffe und die Rechnung.
Alles in Allem, sehr proffesionell und ein Ambiente in dem man sich sehr wohl fühlt.
Sicher auch mal einen Abendbesuch mit Weinbegleitung und privatem Essenspartner wert!!

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Kommentar von dr. duden am 17. Nov 2011 um 11:10

Bitte Nachsitzen in Deutsch

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am 22. August 2011
Kitchenqueen67
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Letzte Woche haben mein Mann und ich mit unseren beiden Söhnen bei einem Ausflug das Restaurant im Prater besucht. Das Essen ist dort zwar sehr lecker aber das Personal war äußerst hochnäsig und arrogant. Wir fühlten uns alles andere als willkommen. Da das Restaurant im Prater liegt sollte man doch auch damit rechnen, dass dieses Restaurant durch Familien mit Kindern besucht wird. Unsere Kinder haben auch ein Alter (12 + 14 Jahre) was ein Restaurantbesuch möglich macht. Wir sind sehr enttäuscht.

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Kommentar von Gastrostaberl am 22. Aug 2011 um 18:35

Sorry, aber das Lokal hat sehr professionelle und kompetente Mitarbeiter. Verwechseln sie das bitte nicht mit Unfreundlichkeit! Wenn sie einen Kasperl und lustige Kellner suchen - bitte gehen sie ins Schweizerhaus! LG

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am 14. Dezember 2010
SarastroCulinario
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4Speisen
5Ambiente
5Service

Prater - Genuss - Erlebnis - tja dann kann nix schiefgehen dachte ich - und besuchte in Begleitung - DEN EISVOGEL - der ja nach Höherem strebt... - und ich muss vorab sagen - die haben das Zeug dazu - nach Höherem zu streben....

1. Ambiente:
Gediegener Luxus nicht zu überladen ein Augenschmaus - und eine Wohlfühl Atmosphäre wurde hier am Praterplatz verwirklicht... GELUNGEN!!!

2. Personal:
Toll, man fühlt sich wohl nicht überserviciert - der Kellner ist Mensch und nicht Übermensch, und um das Wohl der Gäste besorgt.... dezent - aber omnipräsent......

3. Entree....
Das Umsorgen beginnt beim Betreten des Eisvogels, mit angenehmem Abnehmen der Garderobe und zum Tisch geleiten - man fühlt sich als Mann sofort wohl, weil Mann weiß für Frau die richtige Wahl getroffen zu haben - DIE WAHL... um zu beeindrucken....

4. Vorab....
Die nennen sich Stadtgasthaus- - Tiefstapelei - in Reinkultur....
Karte ist überschaubar, daher mir willkommen - die machen was sie gut können und den Rest lassen sie links liegen - Guter Gastro-Ansatz.... - hier werken Köche, Maitres, Gastronomen, die sich auskennen.!!!!

5. Zum Essen....
Dunkles Brot und Weissgebäck, wie vom Vorpioster geschrieben mit Butter, kenn ich mag ich - ist GUT - Gedekc kostet extra zum Menue - soll mir recht sein.... machen andere auch....

Getränke:
2005 „Opus Eximium No. 18“ (Bf,Zw,St.L) Gesellmann/Deutschkreuz 52,00 dazu an NonAlcoholics... Wasser (0€), Vöslauer 0,75l 4,90

Unser Meue zum Preis von € 54 für 4 Gänge war....

ER: Gebratene Gänseleber mit Schaumrolle & Zwetschke
SIE: Wiener Schnecken in Ungarischem Letscho
dazu süße Knoblauch–Mandel Milch (wie kann sie das blos essen???)

BEIDE: Geeiste Paradeisersuppe mit marinierten Garnelen

SIE: GerollterWildschafrücken auf Kürbiskraut mit Marille & Rosmarin
ER: Gebratenes Filet vom Rind & Ochsenschlepp, mit Kohlrabi & Trauben
(warum muss man Trauben rantun um kreativ zu sein???)

Nachsprese:
ER: Affinierte Käse vom Wagen (EHER RAffinierte Käse vom Wagen)
SIE: Schoko–Feige mit Eis

Natürlich gibt es eine a-la carte Karte - aber das Menue schien uns angemessen - und ganz ehrlich..... besser machte es nur Bocuse (dem geb ich 5 Punkte - warum hier nur 4...)

Lady hatte ein wenig an der Zartheit des Gerollten Wildschafrücken auszusetzen - zu hart.... und meiner Einer war mit der Vorspeise: Gebratene Gänseleber mit Schaumrolle & Zwetschke nicht so zufrieden - weil die Schaumrolle mich nicht wirklich überzeugen konnte, was sie an/in dem Gericht zu suchen hatte....

Fazit zum EisVogel: Gehobene Gastronomie, die weiß was sie kann, sich nit verzettelt und (m)einen Besuch sicher wieder erwarten kann - Daumen hoch - Service,ambiente,kulinarische Note 1....

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am 7. Dezember 2010
Hibiskus8
102 Bewertungen
15 Kontakte
Tester-Level 7
5Speisen
4Ambiente
5Service

Gestern besuchten wir anlässlich eines runden Geburtstages zu viert den Eisvogel und waren schwer begeistert. Ein Restaurant mit diesem Niveau würde man im Prater gar nicht vermuten.
Gleich nach dem Betreten des Lokals wurden uns von zwei Kellnern die Jacken abgenommen und wir wurden zu unserem reservierten Tisch geführt. Das Ambiente ist in creme/braun gehalten mit Parkettboden, alles wirkt sehr edel und angenehm.
Im ersten Moment kam mir die Auswahl der Speisen eher klein vor, aber vieles klang interessant und ich entschied mich für ein 3-gängiges Menü zu 44 Euro.

Als Gedeck gab es frisches knuspriges weißes Gebäck und dunkles Brot, dazu allerdings nur Butter – keine Aufstriche.

Die Ganselleber mit Gewürzkuchen & Dirndlsauce sah optisch wunderbar aus mit den diversen Schichten und schmeckte vorzüglich und wunderbar cremig.
Das dazu gereichte hausgemachtes Brioche war ein wenig fad vom Geschmack aber als Beilage zur eh sehr intensiven Ganslleber durchaus passend.

Der rosa gebratener Rehrücken mit Erdäpfelbisquit dazu Belugalinsen & Fasanbeeren waren ebenfalls ausgezeichnet, das Fleisch absolut zart und saftig.

Bei der Nachspeise entschied ich mich dann für die süße Variation und mein Partner für die dreierlei böhmischen Mehlspeisen.
Leider unterlief dem Kellner dabei ein Fehler und er brachte statt den böhmischen Mehlspeisen die Mohnnudel. Er entschuldigte sich, kam allerdings ein paar Minuten später wieder und meinte ob es ok ist, wenn mein Partner inzwischen mit den Mohnnudel anfängt und er tauscht das Dessert dann gegen das richtige aus, damit er nicht ohne dasitzt, es war ja sein Fehler. Über soviel Aufmerksamkeit waren wir wirklich erstaunt.
Als dann das richtige Dessert kam, meinte der Kellner er stellt die Mohnnudel in die Mitte, vielleicht wollen wir sie ja noch.
Sie waren übrigens von Teig sehr gut, aber mir persönlich war etwas zuwenig Mohn drauf.
Die anderen Desserts waren traumhaft, vor allem die flaumigen Schokoladeknödel, die auf der Zunge zergingen.
Bei der Dessertvariation gab es in 5 kleinen Schüsselchen eingelegte Orangen, eine Zimtcreme, Punschgelee, ein Sorbet und das 5. hab ich leider vergessen.
Alles war wunderbar aufeinander abgestimmt und auch optisch ein Genuß.

Das Service war – obwohl 3 größere Tische mit Weihnachtsfeiern besetzt waren – sehr schnell, aufmerksam aber trotzdem unaufdringlich. Die gratis Mohnnudel für das falsche Dessert finde ich sehr großzügig, denn im Normalfall gibt’s da maximal eine Entschuldigung.

Beim gehen wurden uns rasch unsere Jacken gebracht und heineingeholfen. Alles wirkt dort sehr gut organisiert und wir fühlten uns sehr wohl. Ein sehr empfehlenswertes gehobenes Restaurant, ideal für Anlässe geeignet.

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am 28. Juni 2010
loghlin
5 Bewertungen
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Tester-Level 1
4Speisen
4Ambiente
5Service

Muss mich dem Vorposter anschliessen, der Käsewagen (vor allem die Laden testen!!) ist großartig - unbedingt Kluppen für die Nichtkäse-Esser mitnehmen :D
Das Essen ist seit unserem ersten Besuch vor 2 jahren stetig wunderbar geblieben, beim Service gibts nichts zu meckern.

Nette Weinauswahl, man findet immer den passenden.

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am 7. Dezember 2009
geniesser13
3 Bewertungen
1 Kontakt
Tester-Level 1
5Speisen
3Ambiente
4Service

Mein Besuch in diesem Lokal ist schon einige Zeit her, es war im Juli. Ich war wirklich positiv überrascht, dieses Lokal hat nichts mit anderen Praterlokalen gemeinsam. Die Speisen sind vorzüglich ausgewählt, phantastisch angerichtet und qualitativ hochwertig. Einzigartig der Käsewagen, ich bekomme heute noch einen wassrigen Mund. Die Preisgestaltung äußerst fair, 3 Gänge um € 38,-- oder € 48,--.
Die Weine sind gut ausgesucht, einzig manche sind im Preis etwas hochgegriffen.

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am 26. Oktober 2009
marvelous
19 Bewertungen
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5Speisen
3Ambiente
5Service

Nach mittlerweile gut 10 Besuchen ist der Eisvogel zu einem meiner Lieblingslokale geworden. Die Karte ist zwar nicht sehr umfangreich, dafür orientiert sie sich aber immer an saisonalen, heimischen Produkten hoher Qualität. Vor allem die traditionellen österreichischen Gerichte (Wiener Schnitzel, Stefaniebraten, Kalbsgulasch) gelingen meist wunderbar.
Es gibt aber auch immer wieder neue Kreationen, die wirklich toll sind (hoffentlich gibt es den knusprig gebratenen Zander mit Krautfleckerl wieder einmal). Mein persönliches Highlight sind aber die dreierlei böhmischen Mehlspeisen. (Powidltascherl und Schokoknöderl sind dabei sensationell).
Was den Service angeht muss ich sagen, dass es wohl besser nicht geht. Selbst wenn der Chef nicht anwesend ist ( was ich aber erst einmal erlebt habe) funktioniert alles bestens. Genial auch die Möglichkeit aus der Karte eigene Menüs zusammenzustellen. Und das zu überaus fairen Preisen (3 Gänge um 38 Euro).
Einziges Manko bei diesem Lokal ist wohl die Inneneinrichtung, die mit dem dunklen, etwas altmodischen Holz wohl nicht jedermanns Sache ist.
Im Sommer gibt es aber eine sehr schöne Terrasse mit Blick auf das Treiben vor dem Riesenrad.

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am 16. September 2009
fimbles2003
8 Bewertungen
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5Speisen
5Ambiente
5Service

Wunderbares Restaurant .. das Ambiente ist ein Traum die Bedienung aufmerksam und unaufdringlich - die Speisen sehr gut und die Weinkarte perfekt ... wir kommen gerne wieder

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am 4. August 2009
hermannschwarz
2 Bewertungen
1 Kontakt
3Speisen
4Ambiente
0Service

wenn mann 2 kleine Vorspeisen und eine Nachspeise bestellt, wird ein Menüpreis von € 34,0 verrechnet, um € 1,40 beschissen

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Letzter Kommentar von Hansibub am 15. Aug 2009 um 23:57

man kann da ein 3 gang Menü bestellen um 34 Euro und dann aus der ganzen karte wählen, man könnte auch Vorspeiße, Hauptspeise und dessert nehmen. Also wenn man sich aufregt sollte man echt zu erst überlegen was man selber macht

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am 16. November 2008
hanussen
6 Bewertungen
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4Speisen
5Ambiente
5Service

Wunderbares Essen, ausgezeichneter Service und dazu eine geniale Weinkarte. Dieses Lokal ist eine absolute Bereicherung in Wien

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am 1. Juni 2008
AntonEgo
40 Bewertungen
3 Kontakte
Tester-Level 4
4Speisen
4Ambiente
4Service

Man sitzt hier sehr bequem mit einer Aussicht auf das Lichtermeer direkt vor dem Riesenrad. Haben Rindssuppe, Flusskrebse, Spargel und das Mayonaise-ei probiert. Alles schmeckte wirklich sehr gut. Ansonsten sind hauptsächlich bodenständige Gerichte der Wiener Küche auf der Karte (zb. Rindsroulade mit Bandnudeln). Das Service war kompetent und schnell. Dieses Lokal sollte man bei einem Praterbesuch einplanen, wenn man nicht immer ins Schweitzerhaus gehen will.

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Kommentar von Gisela am 6. Aug 2012 um 14:53

Wie immer wunderbares Essen, liebevoll zubereitet und für´s Auge toll präsentiert. Leider fehlte der Gruß aus der Küche.Dieser ist aber in gehobenen Lokalen durchaus üblich. Das Gedeck mit knusprigen Schwarzbrot u.frischem Gebäck sowie nur Butter -- etwas mager ausgefallen. Aber dieses kleine Manko wäre rasch zu beheben. Das Personal bemüht und freundlich, der Restaurantleiter begrüßt nur seine Stammgäste -- da wir erst 9x im Eisvogel gegessen haben gehören wir nicht dazu. Noch stimmt das Preis/Leistungsverhältnis !!!

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Bewertet am 01.06.2008

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