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Speisen
Ambiente
Service
42
43
38
Gesamtrating
41
44 Bewertungen
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Das TurmDas TurmDas Turm
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Das Turm Info
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RESTOmeter Trend
Popularitätsrang
Österreich
Rang: 98
|
37
Wien
Rang: 71
Features
Gastgarten, Schanigarten
Ambiente
Vornehm
Preislage
Hochpreisig
Kreditkarten
Gängige Karten
Öffnungszeiten
Mo
12:00-14:00
18:00-22:00
Di
12:00-14:00
18:00-22:00
Mi
12:00-14:00
18:00-22:00
Do
12:00-14:00
18:00-22:00
Fr
12:00-14:00
18:00-22:00
Sa
geschlossen
So
geschlossen
Lokalinhaber:
DasTurm
Letztes Update von:
DasTurm

Das Turm

Wienerbergstraße 7
1100 Wien (10. Bezirk - Favoriten)
Business Park Vienna
Küche: International, Österreichisch
Lokaltyp: Restaurant, Bar, Cocktailbar
Tel: 01 60 76 500
Lokal teilen:

44 Bewertungen für: Das Turm

Rating Verteilung
Speisen
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Ambiente
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Bewertungsschlüssel
Rating Details
am 29. November 2016
TeaTime
1
1
-Speisen
5Ambiente
5Service

Habe gestern zum ersten Mal die Bar besucht (vor allem um die Gesellschaft und die Aussicht zu genießen) und mich überraschen lassen. Und das wurde ich auch!
Ich habe noch nie so leckere, liebevoll gestaltete und perfekt abgestimmte Cocktails getrunken wie von der bezaubernden, kreativen und ausgesprochen zuvorkommenden Barkeeperin Denise (ich hoffe richtig geschrieben). Ich kann jedem der Wert auf das gewisse Etwas in seinem Drink legt und sich einfach nur gut aufgehoben fühlen möchte, einen Abend in der Cocktailbar ans Herz legen. Denise weiß was tut und ist dabei sehr herzlich und charmant!
Das Ambiente der Bar trägt dann den Rest zu einem wunderschönen Abend bei :)

Wir kommen definitiv wieder!

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am 14. April 2016
karlo
11
1
3
3Speisen
4Ambiente
3Service

Gestern war ich zu einem Business-Lunch hier eingeladen. Das Ambiente ist aufgrund der Aussicht natürlich etwas Besonderes. Die Tische sind in einem angenehmen Abstand positioniert. Die Einrichtung ist kühl, aber ansprechend.
Für den Business Lunch gibt es eine kleine Karte mit 2 Vorspeisen, 1 Suppe, 4 Hauptspeisen und 2 Desserts zur Auswahl. Der Preis für 2 Gänge beträgt € 23,-, für 3 Gänge € 29,50 und ist somit günstig, die Portionen dem Preis angepasst. Im Normalfall bin mit Vor- und Hauptspeise satt, hier habe ich auch noch ein Dessert vertragen.
Der Service war teilweise aufmerksam, zwischendurch wieder nicht, obwohl das Lokal nicht sehr gut besucht war (es waren nur drei oder vier Tische besetzt). Das Kuvert wurde erst nach der Bitte um Gebäck zur Vorspeise serviert. Anfangs wurden die Wassergläser nachgefüllt, danach war Selbstbedienung angesagt.
Als ersten Gang hatte ich Reinanke mit Sauerrahm, roter Rübe und Knoblauch. Der Teller war nett angerichtet, die Speise war gut, aber nicht herausragend.
Zweiter Gang: Schweinsbackerl geschmort, Kalamata-Olive, Kohlrabi und Erdäpfel. Insgesamt recht schmackhaft und gut gewürzt, aber das Fleisch teilweise nicht so zart, wie es sein sollte.
Dessert: Topfenschnitte, Mispeln und Mohneis. Das interessanteste daran sind wohl die Mispeln, die ich seit meiner Kindheit nicht mehr gegessen habe. Das Eis und die Topfenschnitte geschmacklich sehr gut.
Ich war jetzt schon mehrmals in diesem Lokal, jeweils durch eine Einladung, und es hat mir gestern besser als bei den vorigen Besuchen geschmeckt. Für einen privaten Besuch mit meiner Frau würde ich es nicht unbedingt auswählen.

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am 28. April 2015
MarcoA
1
1
5Speisen
5Ambiente
5Service

Super Service. Super und ausgefallene Küche. Genialer Ausblick. Einfach Genial.

Aussergewöhnliches Arrangement der Speisen: zb wird zwischendurch ein Sorbet in einem High Heel Schuh serviert. :)

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Letzter Kommentar von am 5. Mai 2015 um 11:43

@tomtom: Erstens -> Ich bin zwar auch nicht der Bewertungskönig, aber ich glaube der Verlust "deinereiner" ist bei einem Schnitt von 1,2 Bewertungen pro Jahr durchaus verkraftbar ;) ... Zweitens -> Zwar hast du recht, das der Ton sehr schnell in böses Gestichel umschlägt, wenn einer so eine Schundbewertung abgibt, allerdings betrifft das nicht nur die Neulinge. Sorry, aber das hier ist ein Bewertungsportal, was habe ich denn von einer Bewertung wo steht "Lokal schön, Essen gut, Kellner nett" ?? Da fehlen mir dann doch ein paar Infos und ein klein wenig Objektivität. Menschen die ein Problem damit haben, mehr als 150 Zeichen zu schreiben, sollten vllt. eher auf Bewertungen bei E-Bay oder Twitternachrichten umsteigen.

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am 18. Februar 2015
sandra007
22
1
4
4Speisen
4Ambiente
4Service

Gestern hat es uns mit einem Daily Deal Gutschein in das Turm verschlagen. Der Ausblick ist wie man sich vorstellen kann wirklich wunderschön- perfekt stellen wir uns es jedoch im Sommer vor, wenn man den Sonnenuntergang sehen kann. Das Ambiente ist sehr schlicht, aber schön, die Tische in der Mitte könnte man sich meiner Meinung nach sparen, da es in einem solchen Lokal ja doch um den Ausblick geht.
Durch den Wind hieß das 6-Gang-Menü:
1.Beef Tatare: einfach perfekt gewürzt und eine überraschend große Portion in einem 6 Gang Menü.
2. Kartoffel-Curry Suppe: ja, also die hat mich jetzt nicht vom Hocker gehauen. Bei einem einfachen Inder wäre ich wohl begeistert gewesen- aber dort hat mir einfach die Raffinesse gefehelt.
3. Hausgemachte gefüllte Gnocchi, irgendwas mit Trüffel- keine Ahnung- das Rumgenuschel des Kellners war für mich nicht interpretierbar. Der Gang war auf jeden Fall wirklich toll. Der Teig flaumig, die Füllung und Sauce ganz genial zueinander passend.
4. Fruchtzwerg: zuerst dachte ich HÄ? Aber dann war dieses Mango/Maracuja Pürree doch sehr erfrischend.
5. Maishuhn auf gut gewürztem Couscous - perfekt am Punkt, mehr kann man aus nem Hühnchen nicht rausholen glaub ich.
6. Kokoseis mit Schokolade und tausend anderen Aromen und Früchten und weiss der Geier :D War auch tadellos und hat uns sehr zusagt.

Wir würden wieder hingehen. Nur dieses Menü kostet normal 110 Euro pro Person und DAS war es wiederum nicht wert. Und das ist SO schade. Würden sie einfach normal nur ca. 60 pro Person verlangen wäre das ja hundert mal klüger und das Lokal wahrscheinlich immer voll- wobei ich sagen muss, dass auch so nur 2 Tische frei waren, was an einem Dienstag Abend ja ganz ok ist.

Achja: ich hatte noch eine Weinbegleitung um 35 Euro, das finde ich gar nicht teuer. und die Weine waren erstklassig! Am Schluss bekam ich sogar bei der Nachspeise gleich zwei Süßweine zum kosten- weil einer schon offen war ( eine 12 jahre alte ganz besondere Auslese ) und das hat mir sehr gefallen.

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am 19. November 2014
cestmoi
14
1
2
4Speisen
5Ambiente
4Service

Auch wenn die Qualität der verwendeten Produkte zu schmecken war, habe ich mir vom Preis-Leistungsverhältnis und meinem persönlichen Geschmackserlebnis mehr erwartet.
Das Ambiente ist sehr gepflegt und die Besonderheit einen Blick über die Stadt zu haben ein Genuß.

Gesamt war ich nun schon 4x dort, hatte jedoch von der Geschmackskomposition jedes Mal das gleiche Gefühl - wie oben beschrieben.
Insofern für den Preis für mich kein Grund wieder hinzugehen.

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am 20. September 2014
Experte
uc0gr
215
47
28
4Speisen
3Ambiente
4Service
74 Fotos2 Check-Ins

„Das Turm“ ist ein Restaurant, das anscheinend an einem „verfluchten“ Ort ansässig ist, wiewohl es sich sowieso um keine ideale Lage (im 10. Bezirk) für ein hochpreisiges Restaurant handelt. Aber zu viele Köche, echte Könner, haben sich hier schon die Klinke in die Hand geben müssen. Chronologisch betrachtet stellt sich folgende Entwicklung des Restaurants-Standortes dar:

— 1. „Windows of Vienna““
— 2. „Brunners“ (Küchenchef Harald Brunner)
— 3. „das Turm 1“ (Küchenchef Bernie Rieder, erkochte auf Anhieb zwei Hauben!)
— 4. „das Turm 2“ (Küchenchef Jörg Domansky)
— 5. „das Turm 3“ (Küchenchef Heinz Perschan)

Erinnert irgendwie an die „Herr der Ringe“-Trilogie, die Turm-Trilogie von „das Turm“. Erschwerend zur sowieso nicht optimalen Lage kommt sicher auch noch dazu, dass sich „das Turm“ in einem Büroturm, dem Immofinanz-Tower des Wienerberg-„Business Park Vienna“, angesiedelt hat und sich große oder teurere Geschäftsessen, die früher durchaus sehr gängig waren, nunmehr sehr in Grenzen halten. Drei Gründe hierfür, die ich selbst auch aus meinem Berufsleben voll bestätigen kann, sind sicher das „Anti-Korruptionsgesetz“, das in Konzernen recht rigoros Bewirtungen von Kunden einschränkt, ganz besonders streng bei Kunden des öffentlichen Bereiches (Beamte, Bundesheer, etc.), das in Konzernen sehr übliche, konzerninterne „Compliance-Reglement“ und natürlich die Wirtschaftskrise im Allgemeinen. Große Unternehmen, auch das kann ich aus meiner früheren Tätigkeit unterschreiben, streichen längst schon exzessiv die Budgets für Geschäftsessen.

Über das Parkhaus „P2“, mit direktem Zugang zum Aufzug in „das Turm“, wird man durch ein sehr gutes Leitsystem bereits vom Parkplatz weg geführt. Zu Mittag kann man 2 Stunden und am Abend (ab 17:30h) sogar 4 Stunden lang gratis parken – Entwertung der Parkkarte im Restaurant. Im 21. Stock befindet sich die Bar-Lounge und im obersten Stockwerk, dem 21. Stockwerk, das Restaurant. Eines ist klar, bereits die Liftfahrt mit recht freier Sicht nach unten ist ein echtes Erlebnis, außer man leidet unter schwerer Klaustrophobie, dann wird es sehr sportlich.

Die Bar im 21. Stock ist im Inneren eine ganz „normale“ Cocktailbar bzw. Lounge. Auch der Außenbereich gestaltet sich nicht irgendwie besonders, im Gegenteil, wirkt der hintere, mit Baugitter abgesperrte, Außenbereich sogar wie eine Baustelle. Der „Freiluftblick“ über Wien ist natürlich imposant und beeindruckend, aber sonst ist die Bar-Lounge nicht sehr außergewöhnlich.

Das Restaurant in der 22. Etage, ohne Freiluftbereich und ein Nichtraucher-Lokal, wirkt da schon deutlich heimeliger. Einem netten, kleinen Empfang, an dem die unbedingt empfehlenswerte Reservierung abgefragt wird, folgen eine halbrunde Schank sowie ein halbrunder Speisesaal. Mahagonifarbene Vertäfelungen und gleichfarbiges Mobiliar, dazu passend der Fußboden, vermitteln dem Gast eine angenehme und stimmige Atmosphäre. Bei näherer Betrachtung muss man jedoch leider feststellen, dass eigentlich das gesamte Interieur schon deutliche Abnützungsspuren hat – es ist eben nicht mehr ganz „taufrisch“, wenn auch gepflegt und sauber. Besonders eines „2-Hauben“-Restaurants unwürdig sind die Sesselbezüge aus hellem Leder, diese sind bereits sehr offensichtlich verschmutzt und sogar teilweise unappetitlich.

Umso positiver fällt aber auf, dass man die Tischanordnung im „das Turm“ endlich wieder einmal angenehm luftig gestaltete, sodass man für ein romantisches Dinner intimer ist und bei Bedarf auch ohne Störung anderer Gäste den Tisch verlassen kann. Die Hintergrundmusik war übrigens auch stets in sehr angenehmer Lautstärke. Die hier angebotene Küchenrichtung in „ein Eck“ zu drängen fällt absolut nicht leicht, ich würde sie mit teilweise regional, traditionell neu interpretiert, modern und sehr detailliert bezeichnen. Wir waren bisher schon zweimal im „das Turm“, wobei ich von unserem ersten Besuch nur die Fotos inkl. Beschreibung hochgeladen habe.

Beide Besuche waren sehr spannend, man hatte auch keinerlei Information im Vorfeld, was überhaupt serviert wird, recht kreativ, manchmal gewagt und teilweise mit einer Unmenge an Zutaten und Aromen auf nur einem Teller. Abermals hatten wir uns per Internet auf der Seite von „das Turm“ einen Gutschein für ein „6-Gänge Candle-Light-Dinner inkl. Couvert & Aperitif“ unter dem Motto „Verliebt in Wien“ (EUR 69,00 / Person) besorgt, den es nun schon seit 2013 zu erwerben gibt. Wir wurden von einer „alten“ Bekannten, einer irrsinnig netten und legeren Tirolerin aus dem Inntal begrüßt und zu unserem Tisch, ein wunderschöner Fensterplatz wurde für uns gerichtet, geführt. Der Ausblick, jetzt über das südliche Wien, war natürlich herrlich. Unser Tisch, sehr bequem und großzügig Platz bietend, war sehr nett und herzlich eingedeckt – das Besteck und die Gläser sehr korrekt, aber doch auch nicht strengstens nach Vorschrift.

Den Aperitif hatten wir im Vorfeld in der Bar-Lounge im Freien, einen Stock tiefer, zu uns genommen.

Einmal den „Ipanema“: ein alkoholfreier Cocktail bestehend aus einem ausgezeichneten Thomas Henry-Ginger Ale (Link), Limetten und braunem Zucker wurde serviert – sehr guter Geschmack, wunderbar gekühlt und sehr erfrischend.

Einmal einen „Strawberry-Wodka“ bestehend aus Wodka, Erdbeerpürée, Limetten und Braunem Zucker, der ebenso gut gekühlt und schmackhaft serviert wurde.

Unsere sonstigen Getränke bestanden aus einem „Beck's Blue Alkoholfrei“ (EUR 3,90 / 0,33l), einem „Apfel-Himbeer-Prosecco“ (EUR 6,50 / 0,1l) sowie einem für die beste Ehefrau von allen sehr gut empfohlenen „Weißen Riesling Federspiel Domäne Wachau“ (EUR 5,40 / 1/8l), einem ausgezeichneten „Espresso Doppio“ (EUR 4,30) sowie einem „Grappa Riserva dell’Ornellaia“ (EUR 9,40 / 0,02l), der mindestens drei Jahre in gebrauchten Ornellaia-Fässern gelagert wird. Tolle Aromen, herrliche Nase, aber nicht ganz so samtig weich im Abgang, wie erwartet.

Derzeit hat „das Turm“ folgende Auszeichnungen:
„À la carte“ — „Sehr gute Küche; einfallsreiche, kreative Leistungen,…“ – 76/100 Pkt.
„Falstaff“ — eine Gabel, 83/100 Pkt.
„Gault Millau“ — zwei Hauben bei 15/20 Pkt.

Unter diesen Bedingungen und auf diesem zu erwartenden Niveau wird „das Turm“ daher von mir bewertet.

Das Gedeck bestand aus Roggenbrot, Nussbrot & Französischem Weißbrot, dazu französische Salzbutter und Paradeiserbutter. Die absolut ausgezeichneten Brotsorten stammten allesamt von „Steinerbrot“ in Tulln (Link). Da die beiden Butter jetzt kein besonderes innovatives Highlight waren, wenn auch sehr gut, gibt es für das Gedeck nur ein „SEHR GUT“ (4).

Als Gruß aus der Küche servierte man „Gebratene Jakobsmuschel mit Avocado-Crème & Blutorange“ – eine absolut toll gelungene Komposition, die Muschel nicht durchgebraten, genau auf den Punkt, sehr harmonisch. Ein glattes „AUSGEZEICHNET“ (5) hierfür – auch für die kreative Präsentation auf zusammengedrückten Konservendosen.

1. Gang: „Beef Tartare mit blauem Himbeersenf und Papadam“
Der Hauptdarsteller, das Beef Tartare, war ausgezeichnet abgeschmeckt, da fehlte von den erforderlichen Hauptaromen absolut nichts, wenn es auch jedermann etwas anders würzt. Was man aber bemängeln muss, ist die Verarbeitung von so gutem Rindfleisch zu Mett, einfach viel zu fein faschiert und nicht gehackt - schade. Der Himbeersenf dazu war großartig, die unterschiedlichen Papadam aus hellem und dunklem Linsenmehl waren ausgezeichnet, das gelbe Kurkuma-Olivenöl ein netter Gag. Für diesen Gang gebe ich gerne ein glattes „SEHR GUT“ (4), die Höchstnote wurde mit der Fleischkonsistenz verhindert.

2. Gang: „Die Suppe Blubb - Crème-Suppe von der Topinambur“
Ein sehr schön aufgeschäumtes, leichtes Sommersüppchen wurde in einem auf dem Suppenteller gestürzten Glas serviert, und bei Heben des Glases machte es eben „Blubb“ und die Suppe ergoss sich in den Suppenteller. Ausreichend heiß, jedoch auch relativ mild, und der so typische Geschmack der Topinambur war nicht intensiv bzw. kräftig genug. Daher gibt es für diesen Gang auch nur ein „GUT“ (3) – da hätte man etwas mehr herausholen können.

3. Gang: „Das "Stunden-Ei" auf Kräuter-Polenta und Milchschaum“
Die Kräuter-Polenta war sehr gut und cremig gelungen, aber jetzt nicht unbedingt ein Highlight, weil doch recht einfaches Küchenhandwerk. Für das servierte „Stunden-Ei“, das wir auch schon bei unserem ersten Besuch im „das Turm“ hatten, fehlt mir der kulinarische Zugang, außer dass es halt ein Gag ist, ein Ei bei exakt 62°C eine Stunde lang weich zu garen. Aber geschmacklich und in der Konsistenz macht es keinerlei Unterschied zu einem „normalen“, gut pochierten Ei. Den Sinn darin finde ich insofern etwas fragwürdig, als man lobenswerterweise zwar ein BIO-Ei nimmt, dann aber wiederum dafür eine Stunde Energie zur Garung verschwendet. Und das lediglich für ein Ergebnis, dass man auch in etwa 2,5 Minuten erreichen könnte. In Summe gebe ich diesem Gang, der im „das Turm“ anscheinend einen Fixpunkt darstellt, leider nur ein „MÄSSIG“ (2), schon alleine wegen des sinnlos hohen „CO2-Footprints“.

4. Gang: „Sorbet von der Passionsfrucht“
An diesem Gang, der zu Neutralisierung dienen sollte, gibt es absolut nichts auszusetzen. Ein fruchtig-cremiges, erfrischendes und handwerklich sehr gut gemachtes Sorbet, weil keinerlei große Kristalle vorhanden waren. Ein glattes „SEHR GUT“ (4) für einen intensiven Passionsfruchtgeschmack.

5. Gang: „Gebratene Maishendlbrust, Liebstöckel-Püree, Zuckerschoten und Milchschaum“
Die Maishendlbrust war wunderbar saftig gebraten und noch zart rosa im Kern. Teilweise war die Haut richtig schön knusprig, das dazu gereichte Liebstöckel-Pürée ohne Fehl und Tadel. Ausgarniert mit einer wunderbar kräftigen Jus und sautierten Brunoise vom Kürbis. Ein toller und sehr gelungener Gang, bei dem man nicht viel besser machen kann, außer dass die Zuckerschoten geschmacklich untergingen. Daher gibt es für diesen Gang ein sehr gutes „SEHR GUT“ (4).

6. Gang: „Ein Traum von der Kokosnuss und der Schokolade“
Das war nicht nur ein krönender Abschluss, das war ein echtes Highlight – eine Geschmacksexplosion aus verschiedensten Aromen und Texturen. Das Kokos-Eis in der Schokoladen-Schale war intensiver als so manche Kokosnuss selbst und hatte einen wunderbaren Schmelz. Intensiv schokoladige Krokants, bestes Nougat-Parfait, frisches Ananasragout und knusprig schmelzende Kokos-Baisers-Chips machten diesen Gang zu einem wahren Traum der Genüsse. Ein glattes „AUSGEZEICHNET“ (5) für diesen sehr aufwändig produzierten und äußerst kreativen Gang.

In Summe gibt es für die Speisen, bei 31 Gesamtpunkten für 8 Speisenbewertungen, im Durchschnitt 3,875 Punkte und daher ein glattes „SEHR GUT“ (4). Wir erlebten bei beiden Besuchen einen lukullisch sehr gelungenen und kulinarisch nicht alltäglichen Abend, wenn auch mit einigen Schwankungen in den einzelnen Gängen.

Für das Ambiente, es tut mir in der Seele weh, kann ich nur ein „GUT“ (3) geben. Natürlich ist die Aussicht beeindruckend, aber es gibt eben auch, wie eingangs erwähnt, einige Punkte, die einem „2-Hauben“-Restaurant absolut nicht würdig sind – sowohl im Restaurant als auch in der Bar-Lounge. Die Tischeindeckung war bei beiden Besuchen tadellos, herzlich und stimmig, die Sanitäranlagen waren völlig in Ordnung.

Für den Service, der sicherlich etwas legerer als in anderen Restaurants mit zwei Hauben agiert, gebe ich gerne ein „SEHR GUT“ (4), weil uns Herzlichkeit und Plauderei deutlich besser gefallen als stocksteifes, stoisches Servieren. Man war stets sehr aufmerksam beim Nachschenken der Getränke bzw. dem Wasser und gab eine kompetente und gute Weinempfehlung. Gebäck wurde unauffällig und unaufgefordert nachgereicht – man versicherte sich nur, ob wir überhaupt noch Gebäck wollten, wird es doch frisch aufgeschnitten. Auch die noch nicht so sattelfesten Lehrlinge im Service waren durch die Bank aufmerksam und bemüht, was uns sehr gefiel, ist doch „Training on the Job“ noch immer die beste Methode. Wir fühlten uns bei beiden Besuchen als sehr willkommene Gäste.

Fazit: für „das Turm“ gibt es von mir eine glatte, ehrliche Empfehlung mit ruhigem Gewissen. Nicht alltägliche, aber kreative und teilweise sogar recht mutige Geschmackskompositionen können hier erlebt werden. Das Ambiente ist ebenfalls ein „Höhenerlebnis“ und die Preise der angebotenen Gutscheine (siehe Homepage) sind absolut angemessen und gerechtfertigt. Täglich, von Montag bis Freitag, wird ein zwei- oder dreigängiger Business Lunch angeboten. Wir kommen sicher wieder in „das Turm“.

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Letzter Kommentar von am 23. Sep 2014 um 11:33

Gerry - bitte korrigieren: "Der Herr der Zwiebelringe: die Drei Türme"

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am 1. September 2014
Blooper
24
1
8
5Speisen
5Ambiente
4Service

Man gönnt sich ja sonst nichts ...

Die Aussicht über das spätsommerliche abendliche Wien ist einfach spektakulär ...

... und die Küche hält durchaus mit.

Man muss halt die Geschmacksexplosionen vom Preschern aushalten. Das geht meistens (sehr) gut, manchmal geht's halt auch ein bisserl daneben, aber das macht das Essen im Turm gerade so spannend.

Handwerklich ist das Ganze pico bello, und ja, zum Tartar gibt's wirklich Kartoffelbrot (weiß nicht, was der Nörgler von Ribeye gekriegt hat, der erkennt das wahrscheinlich eh nicht ...), aber da würd mir schlichtes Toastbrot fast noch besser schmecken. Das Kalb ist schlicht perfekt rosa gebraten und die gaaaaanz leicht glasige Dorade geht kaum besser. Dazwischen grelle Farben und intensive Geschmäcker. Das Subtile ist nicht die Stärke vom Küchenchef, aber er trifft recht oft ins Schwarze mit seinen wilden Kreationen.

Für Mutige, aber dann wirklich gut.

Die Lage am Stadtrand ist nicht ideal, aber wenn man das Außergewöhnliche sucht, zu verschmerzen.

Service ist sehr und ehrlich bemüht, nicht Innenstadt-abgeschleckt, einfach sympathisch (also nix für die Ungustlfraktion ...). Gerne wieder!

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am 24. August 2014
Tasha
1
1
5Speisen
5Ambiente
5Service

Mein Lebendsgefährte und ich waren am Donnerstag dank eines Groupon-Gutscheines im Restaurant "Das Turm". Mir ist gleich zu Beginn aufgefallen, dass wir genauso zuvorkommend wie jeder andere Gast behandelt wurden und dies ist mit Gutscheinen wie Groupon oder Daily Deal nicht immer der Fall. Ich spreche aus Erfahrung. Wir konnten uns einen Tisch in der Mitte oder am Fenster aussuchen. Wir haben den Fensterplatz gewählt und hatten eine wunderschöne Aussicht. Sogar ein kleiner Teppich für die Frauenhandtaschen wurde zur Verfügung gestellt.

Der Service war hervorragend. Jede einzelne Servicekraft war ausgesprochen höflich und man hatte das Gefühl die Mitarbeiter arbeiten gerne in "Das Turm". Das 6 Gang Candlelight-Dinner "Wo die Liebe am höchsten isst" war köstlich als auch spektakulär. Die Speisen wurden auf spezielle Weise angerichtet. Gleich am Anfang der Gruss aus der Küche, welche auf einer flach gedrückten und in Form gebrachten Dose serviert wurde.

Wenn man unbedingt etwas Bemängeln möchte, dann nur dass die Toilette sich nur im
21. Stock, also einen Stock darunter befindet. Allerdings gibt es eine Treppe als auch einen Aufzug und somit war es nicht wirklich ein Problem.

Die Servicekräfte haben sich auch über unsere Komplinte gefreut welche absolut ehrlich waren. Weder mein Partner noch ich haben jemals so gut gespeist wie an diesem Abend.
Das Highlight hatte allerdings mein Partner für mich als ich einen Heiratsantrag bekam :-)
Es war nicht zu überhören wie sehr ich mich darüber gefreut habe und eine Dame vom Servicepersonal brachte uns mit den Worten: "Ich habe gehört hier gibt es etwas zu Feiern" 2 Gläser Sekt auf Kosten des Hauses.

Es war ein perfekter Abend und wir werden definitiv wieder kommen, auch ohne Gutschein.

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Letzter Kommentar von am 25. Aug 2014 um 09:05

Das sollte auch kein RomantikChat werden, DamgarS. Ich wollte nur dem Restaurant aufgrund des ausgezeichnetem Service nicht unerwähnt lassen. Das Menü kann man auch auf deren Homepage nachlesen. Für mich ist das Service sogar noch wichtiger. Ich werde hier jetzt nicht jeden einfachen Gang auflisten. Kurz: Ob Vorspeise, Nachspeise oder Dessert es hatte alles die richtig Konsistenz (Beef Tartare) sowie es perfekt gegart war (Hühnerfilet). Die Portionen waren für ein 6-Gang Menü genau richtig.

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am 21. Juli 2014
DeniseR
1
1
5Speisen
5Ambiente
5Service

Ich hatte letztens einen Wahnsinnsabend in "Das Turm".
Toller Service, Spannende Gänge, mit mehreren Zwischengängen. Kreative Präsentation der Gerichte und Geschmacksexplosionen der besonderen Art. Ich empfehle die Weinbegleitung. Bei jedem Gang ein passender Wein, der, wenn er nicht schmeckt, auch getauscht werden kann.

Wir werden auf jeden Fall wieder hingehen.

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Letzter Kommentar von am 21. Okt 2014 um 10:49

Ich glaube, die Denise wollte uns nur mitteilen, dass sie einen "Wahnsinnsabend" hatte. Das Lokal war ihr dabei anscheinend recht Wurscht, vielleicht lag´s ja an der Begleitung?

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am 5. Mai 2014
bagmo
1
1
5Speisen
5Ambiente
5Service

Ein genialer Abend auf höchstem Niveau und das nicht nur wegen der Aussicht - ausgefallene Lebensmittel werden gesucht, gefunden und sehr creativ zubereitet - es schmeckte uns hervorragend - das Service ist ausgesprochen bemüht, superfreundlich und für jede Frage mit einer kompetenten Auskunft zur Stelle. Das junge Team von Küche und Service stellt Einiges auf die Beine... es ist "a little bit crazy" und genau wegen dem werden wir wieder hingehen - sich darauf einlassen und genießen, wir haben das gemacht und werden es wieder tun :-)

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Letzter Kommentar von am 5. Mai 2014 um 15:42

Verstehe, danke!

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am 3. Mai 2014
karing
2
2
4Speisen
4Ambiente
4Service

Waren wie schon sehr oft dort essen!
Service und Essen sehr gut !
Das Ambiente ist sehr nett und die Qualität der Speisen sehr gut.
Immer wieder neue Ideen und die Weinbegleitung ist ein Hit .

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Letzter Kommentar von am 3. Mai 2014 um 23:52

Ein bisschen Halsgymnastik am Computer tut uns allen gut.

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am 23. April 2014
gabelexperte
32
7
3
3Speisen
4Ambiente
2Service

Die Küche haben wir uns für ein 2 Hauben Lokal anspruchsvoller vorgestellt, der Service war im Zuge der restaurantwoche etwas unbeholfen und unaufmerksam. Die Portionen waren zu klein und auf einen Sonderwunsch wurde auch nicht eingegangen (wortwörtlich: es gibt keine Alternative!) Schade, die Aussicht ist ein Traum, aber das kann den Magen auch nicht füllen!

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Diese Review zählt nicht für die Gesamtwertung des Lokals, da dieser Tester dieses Lokal bereits neuerlich bewertet hat.
am 20. April 2014
karing
2
2
5Speisen
5Ambiente
4Service

Mein Mann und ich waren bis jetzt schon 6x dort . Es ist einfach sehr schön, in einer angemessenen Atmosphäre und Stimmung einen schönen Abend zu verbringen. Das Personal sehr freundlich und bemüht. Wir nehmen immer die Weinbegleitung dazu und es sind ausgezeichnete Weine dabei ! Wenn einmal einer nicht schmeckt dann kann man gerne einen anderen probieren! Alles kein Problem!
Wir sind sehr begeistert davon und können nur gutes über das Lokal sagen .

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Kommentar von am 20. Apr 2014 um 09:21

Vielleicht kannst du ja bei deinen nächsten Bewertungen die einzelnen Gänge etwas näher beschreiben (vllt. sogar mit Bildern). Wie meiner Meinung nach eine sehr gute Bewertung aussieht, siehe bubafants neuerste Bewertung. Es muss ja nicht so ausführlich sein, aber vllt kannst du dir davon eine kleine Scheibe abschneiden :) LG

Gefällt mir4
am 23. März 2014
plt
11
1
2
3Speisen
4Ambiente
3Service

Wir waren Mitte Jänner im "Das Turm". Leider war letztendlich das Gesamtpaket enttäuschend.

Bei der Ankunft mussten wir am Eingang sehr lange stehen und darauf warten, dass uns jemand wahr nimmt.

Das Personal war sehr freundlich. Der Hauptkellner leider sehr kühl und schon wieder etwas ruppig. Die zwei jungen Servicemitglieder waren sehr nervös, aber dafür sehr freundlich und hilfsbereit.

Die Küche war sehr unflexibel. Außer dem fixen Menü war es nicht möglich etwas anderes zu bestellen. Das geht meiner Meinung gar nicht. Aktion hin oder her. Wenn mir mehr als die Hälfte des Menüs nicht zusagt und ich nur eine Alternative geboten bekomme, die ich ebenfalls nie wählen würde, vergeht einem die Freude. Der Preis dafür sehr hoch.

Die Tischdekoration war nicht passend.(Verpackungsstyroporkugeln) Aber über das kann man noch ganz gut hinweg sehen.

Das Ambiente mit der Aussicht ist natürlich ein Highlight. Aber auf dem sollte man sich nicht ausruhen. Das rechtfertigt nicht den Preis.

Ich werde höchstwahrscheinlich nicht wieder hingehen. Falls du angedacht hast hinzugehen, dann möchte ich dir nicht direkt abraten, mach dir selber ein Bild, aber steck dir viel Geld ein.

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Letzter Kommentar von am 24. Mär 2014 um 09:31

@Laurent ... alles klar, so könnte man es wohl sehen ... war aber nicht so gedacht ... versuche konstruktiv zu bleiben.

Gefällt mir
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am 17. Februar 2014
Pyro
1
2
3Speisen
3Ambiente
2Service

Da wir gerne neue Restaurants ausprobieren und wir bisher "Das Turm" nicht besucht hatten freuten wir uns, dass es bei der Restaurantwoche mitmachte.
Ein 3-Gänge Menü schien für den Abend genau richtig, 40€ pro Person für ein 2 Hauben Lokal angemessen.
Als wir dann im Restaurant eintrafen wurden wir von wenig einladenden, unmotiviert am Gang herumstehenden, Kleiderständern begrüßt als wir aus dem Aufzug stiegen. Da das Wohl als Garderobe gemeint war ließen wir unsere Mäntel dort. Am Eingang empfing uns - eine bereits zitierte - sehr freundliche Tirolerin, die uns auch unseren Tisch am Fenster zuwies. Wir entschieden uns zum Menü für einen Aperitif und ein Glas Wein zum Hauptgang.
Sehr rasch kam darauf auch schon der Gruß aus der Küche - Jakobsmuscheln auf einem Gewürzrisotto. Gut aber selbst mit einer Dessertgabel in 3 Bissen weg.
Das Beef Tartar als Vorspeise war ebenfalls gut gewürzt und abgeschmeckt, jedoch bereits die Portionsgröße bereits eine Ansage, dass man hier nur mit ausreichend Brot satt werden könnte. Als Hauptspeise wurde ein Huftsteak mit Süßkartoffelpürree serviert - ebenfalls in Ordnung, aber für eine erwachsene Person bestenfalls zum Aufwärmen. Den Abschluß bildete das hier ebenfalls schon beschriebene Kokoseis auf eine Schokoladenschale mit Ananastücken.

Zusammenfassend lässt sich festhalten - 120€ für 2 Personen (als Aktion!), bei einer guten, aber dem angestrebten Niveau keinesfalls angemessenen, Qualität. In keinem Hauben-Lokal wollte ich bisher jemals danach unbedingt noch zu McDonalds um nicht hungernd ins Bett zu müssen - aber wie eingangs erwähnt, wie probieren eben gerne Mal etwas Neues aus ;-)

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Letzter Kommentar von am 18. Feb 2014 um 14:30

Also wir essen NUR wenn wir hunger haben, dann auch nur wirklich gut Genieszbares und ja wir haben den Anspruch, dabei satt zu werden. Dort funktioniert das eher schlecht.

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am 30. Jänner 2014
andy
1
1
5Speisen
5Ambiente
4Service

'In der Kürze liegt die Würze'... daher eine rasche u kurze Bewertung ohne viel Schnickschnack.

Waren heute im Turm zum Abendessen und es hat uns ausgezeichnet gemundet. Man muss sich auf die verspielt präsentierten Menügänge halt auch einlassen. Einem gefällt's, dem Anderen ist es lästig, oder wird für unnötig empfunden. Uns hat's sehr gut gefallen. Mal etwas anders!

Wunderbares Ambiente! Von wegen ungemütlich. Wir bekamen einen Fensterplatz in der Ecke zugewiesen und fühlten uns im Lokal sehr wohl. Angenehme Beleuchtung und die Lautstärke der Hintergrundmusik sehr gut dosiert.

Sehr guter Service eines jungen bemühten ambitionierten Teams, denen der Job spürbar noch Freude bereitet. Zumindest wird es dem Gast so vermittelt. Keine muffigen Kellner, die einem das gute Essen und die angenehme Atmosphäre gleich wieder vergessen lassen.

Kurzum: kein Billiglokal, aber allemal einen Besuch wert! :) Wir kommen bestimmt wieder...

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am 19. Jänner 2014
Experte
dieBrotvernichter
67
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3Speisen
3Ambiente
3Service

Ganz großes Kino haben wir uns sowieso nicht erwartet - denn das ist ja im Erdgeschoss und wir waren im 22. Stock. Doch bei einem Menü im Wert von knapp € 220,00 (exkl. Getränke) für uns beide, waren unsere Erwartungen ungefähr kongruent mit dem Stockwerk. Nur leider konnte "Das Turm" da nicht mithalten.

Parkgarage auf dem neuesten Stand. Alles gut beschildert, damit man auch den Weg zum Restaurant gut findet. Die "Anfahrt" mit dem Lift, ist gleich ein kleines Erlebnis und schindet Eindruck. Oben angekommen können sich die beiden vom Service noch nicht so recht entscheiden, wer uns die Jacken abnimmt und wer uns den Tisch zeigt. Aber wir waren auch ziemlich früh am Abend dran - also muss sich hier jeder erst aklimatisieren und einspielen.

Die charmante Tirolerin mit sympathischem Akzent bringt uns zu unserem Tisch an der Fensterfront mit Blickrichtung "Innenstadt", sagt sie. Es war dunkel, wir nahmen es zur Kenntnis und fanden aber keine Orientierung - unserer beider Schwachstelle. Egal, weil den Ausblick vergisst man schnell - der spielt dann im Laufe des Abends nur noch eine kaum wahrnehmbare Nebenrolle. Der große Restaurantbereich ist weitläufig, die Anordnung der Tische in angenehmen Abständen zu den Mitessern. Trotzdem fühlt man sich hier - wie in einem standardisierten Hotelbetrieb. Die Möbel erinnern an eine viel besuchte Hotellobby. Alles leicht austauschbar, leicht unterkühlt, vorrangig dunkle Holzfronten. Kein individueller Stil. Den Stil versucht man hier vergeblich zu finden, denn selbst die Tische sind mit Verpackungsstyropor "dekoriert". Die Sitzflächen der Sessel - fleckig und abgesessen. Und das ist kein gewollter Used-Look. In einem Restaurant dieser Preisklasse ist das einfach unpassend. Die Leselampen an den Glasfronten und die große Version davon in der Mitte, wären schon die richtige Fährte in Richtung stilvolle Wohnlichkeit - aber die wird anscheinend nicht weiter verfolgt. Gemütlichkeit will bei uns nicht aufkommen.

Ein biss'l angeekelt setzen wir uns nun auf die Sessel. Unser Tisch für zwei ist groß bemessen. Wir können uns gut ausbreiten und sind bereit für die Weinkarte. Da es ein Überraschungsmenü ist, wissen wir ja nicht genau wo's hingehen soll mit dem Wein. Aber wir bestellen: Chardonnay Reserve 2011 Tattendorf in der Halbflasche (€ 28,00) und ebenso Blaufränkisch Reserve 2010 Deutsch Schützen (€ 29,00). Beide Rebsorten zählen zu unseren Favoriten – vor allem den Roten vom Scheiblhofer (auch Bgld.) haben wir zu Haus‘ besonders gern. Daher kann ja nix schief gehen.

Der Weiße wird mit Leitungswasserbegleitung gebracht und souverän eingeschenkt zum Vorkosten. Ja, der ist exzellent. Brot und 2 Scheiben Butter kommen auch gleich mit. Steiner-Brot aus Tulln. Geschmacklich gut – Butter belanglos. Dazu aber - ein klein wenig von dehydrierten Oliven. Und die waren winzige Geschmacksbomben. Leider zu wenig davon.

Wenig und winzig scheint das Motto in dem Restaurant zu sein – aber ok, es sollten ja sieben Portionen werden – mit Brotuntermalung kriegen wir das mit dem Sattwerden hin. Eine offene (ehemals) Sardinendose wird serviert mit kleiner Gabel. In 3 kleinen Gabelbissen war der Gruß aus der Küche auch schon wieder weg: geräucherte Makrele (trocken), Quinoa (schön körnig aber ungewürzt fad) und Ingwergel (nur dezent schmeckbar).

Als Vorspeise bekommen wir ein Beef Tartar. Serviert wird uns das von 2 unbeteiligten jungen Herrn. Beide installieren den Nebel in der Mitte. Hätten wir nicht gebraucht – gehört anscheinend zum originellen Menü-Motto. Und beide murmeln uns vor, was sich da auf dem Teller befindet. Da sind nämlich noch Punkte von der Nussbutter und violettem Senf zu sehen. Und so schnell wie wir unser Brot vernichten sind auch die zwei jungen Herrn wieder weg. Aber wir brauchen doch Brot zum Beef Tartar. Und überhaupt. Auch will die Wissenshungrige wissen, was den Senf denn lila macht? Wir winken einen Burschen zurück – Kurzauskunft: eingelegte Himbeeren – und weg ist er. Da hatte er natürlich auch beim zweiten Mal keine Zeit zu bemerken, dass wir auf Bröseln sitzen. Wir winken, dann der freundlichen Tirolerin und die nimmt sich sogar Zeit zu fragen, ob es denn ein bestimmtes sein darf oder wieder eine Mischung? Wir wollen natürlich alles noch einmal.

Das kleine Beef Tartar, geschmacklich zaghaft gewürzt, das Fleisch zur Paste zermahlen (wir mögen die vielen kleinen Stücke lieber im Mund) aber die Nussbutter- und lila Senfpünktchen waren wirklich gut. Mehr davon hätte dem Beef Tartar auch auf die Sprünge geholfen.

Bevor der nächste Gang kommt, muss die Damentoilette aufgesucht werden. Leider nur mit Aufzug einen Stock tiefer in der Bar zu erreichen. Ok, also auf den Aufzug warten und runter. An der Bar befindet sich eine geschlossene Herrengesellschaft. Eigentlich irrelevant aber: die Damentoilette ist verschlossen – nur der Türgriff lässt sich ablösen. Also um Öffnung bittend durch die Herrn hin zur Bardame. Auch sie kann die Türe nicht öffnen und hat den lockeren Griff der Tür in der Hand. Sie müsste hoch und den Restaurantleiter holen. Ja, gut. Wieder Wartezeit. Da kommt sie dann, ohne Restaurantleiter und ohne Schlüssel. Der kommt aber gleich. Wartezeit zu lang, kann als Dame ausnahmsweise die leere Herrentoilette besucht werden? Ja, klar. Beim Verlassen steht er dann da, der Herr am Pissoir – auch kein schöner Anblick für die Dame, aber sie wollte es ja so. Aufmerksam von der Bardame wär‘ gewesen, wenn sie den Herrn noch um eine Minute Geduld gebeten hätte aber das ist wohl zu viel verlangt.

Danach kam das Ei. Bio! Macht uns schon mal zufrieden. Lange Zeit bei 62 Grad gegart – wir konnten’s geschmacklich nicht fest machen. Dazu kleine Nudelkugerl (wie Torhonya), ein paar Blätter Rauke mit ein paar Patzen von einem bräunlichen sehr würzigen Dressing darauf verteilt. Parmesan war da in kleinen Fäden zu erkennen und braun war vermutlich der Balsamico. Nur leider hat das Dressing eben nicht alle Blätter ummantelt sondern die Patzen waren einfach darauf verteilt und daher nur punktuell schmeckbar. Die Blätter trocken und insgesamt ein sehr simpler Gang. Aber geschmacklich in Ordnung.

Die Gänge kommen zügig, das Brot reicht auch noch ein bisschen für die Spinatcremesuppe, die wird serviert im umgedrehten heißen Glas. Die aufmerksame Tirolerin hilft beim Blubben aber der starke Mann braucht keine Hilfe und will den Blubb selbst erledigen. Hat ohne Unfall funktioniert. Suppe im Riesenteller serviert, wo mehr Rand als Vertiefung zu finden ist. Dementsprechend klein die Portion. Farblich aber schön grün, am Rand weißer Schaum und Cayennepfeffer. Leicht scharf. Die Art Schärfe passt aber nicht zum feinen Spinat. Trotzdem ok.

Den roten wollen wir erst nach der Suppe. Die Tirolerin lässt ihn für uns schon mal ein bisschen atmen in der Karaffe, da wird der sicher noch besser. Da dieses Menü pro Person ja um € 110,00 verkauft wird, sollte da jetzt was ganz Besonderes kommen. Weil bisher war alles essbar, aber von einem Genuss in der Preisklasse noch weit entfernt. Dessert und Hauptgang werden’s jetzt doch rausreißen oder? Vorher kommt noch schnell der „Fruchtzwerg“ (Betonung liegt auf Zwerg): Apfelschaum im Glas mit Aluabziehdeckel. Zwei Löfferl und weg ist die Apfelluft. Erinnert an das giftgrüne Apfeleis, das man im Sommer in den namhaften Salons der Stadt haben kann – die Sorte lassen wir aber immer aus.

So aber jetzt: Der Rotwein wird aus der Karaffe eingeschenkt. Diesmal darf der Herr vorkosten. Und das Gesicht schlägt Falten, wo sonst keine sind. Sauer – richtig sauer. Die Tirolerin erkennt’s nicht aber sein Gegenüber kennt diesen Gesichtsausdruck. Wir schweigen und sagen: zum Essen wird er dann schon passen. Wir sind überzeugt, der Hauptgang wird alles noch retten.
Um genau zu sein: Lammfilet(chen) mit Semmelknödelscheibe(rl) und Kürbiwürfe(r)ln. Dazu ein feiner Jus. Das Scheiberl Semmelknödel geschmacklich wirklich gut, aber zu trocken gebraten. Aber sonst: Naja, eh gut eben. Aber wir zweifeln schon an der Wertigkeit des Menüs. Die Nachspeise wird doch nicht vergoldet sein oder? Der Service macht’s nicht wett, weil die jungen Herrn versuchen halt ihren Dienst hinter sich zu bringen. Die Tirolerin im Sologang schafft’s selbstverständlich nicht allein, den fehlenden Einsatz ihrer Kollegen wieder gut zu machen. Nur damit keine Missverständnisse aufkommen: wir essen hier auch nicht mit Silberbesteck – im Gegenteil, das ist schweres altes zerkratztes Kantinenbesteck. Also warum dieser hohe Preis für 6 Gänge durchschnittliches Essen?

Wir wollten den Wein zum Lamm nicht trinken, der hätte uns den guten Geschmack des Lammfilets nur verdorben. Mit unserem gewohnten Blaufränkischen hat der nicht einmal annähernde Geschmacksähnlichkeiten. Verzögerung bis hin zum Dessert – aber nein, auch da wollen wir ihn nicht trinken. Die aufmerksame Tirolerin bemerkt unseren versiegten Durst. Sie bietet uns sogar zum Dessert-Abschluss ein Wiedergutmachungsachterl von einem angeblich besseren Blaufränkischen an – aber auch der ein Einfahrer. Lieb gemeint aber lieber nicht.

Das Dessert: aufgebrochene dunkle Schokoladenstückerl die in kleinen Halbschälchen am Teller liegen und mit ein bisschen Kokoseis bestückt sind. Ein paar Caramelstückerl und Schokokeksbröserl. Kleine Spuren von Ananaskompott. Aber bitte nicht für die Schokoholikerin, da darf nix Saures an die cremig süße Schokolade. Für die unkomplizierte Tirolerin gar kein Problem, sie bringt auch gleich ein neues Teller und diesmal kommen dehydrierte grüne Apfelscheiben mit. Der Obstliebhaber freut sich. Und die strenge Schokoliebhaberin ist auch zufrieden. Nur noch nicht satt. Aber zu Haus‘ gibt’s Lindor-Kugeln.

Das Turm: ungemütlich, unspannend (bis auf die Aussicht), stillos und unaufmerksam (bis auf die Tirolerin). Wär‘ ja alles halb so schlimm, wenn’s denn nicht den Anspruch erheben würde, in einer Preiskategorie mit den Sternerestaurants zu spielen.

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Letzter Kommentar von am 21. Jän 2014 um 12:49

dieWeinvernichter: ja, das Thema Wein wird in gefühlt 99% der Lokale stiefmütterlich behandelt. Man irrt, wenn man glaubt, man braucht nur Flaschen aus dem Liebherrschrank holen, entkorken und hübsch einschenken. Das ist zu wenig.

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am 23. Dezember 2013
kaberger
3
1
1
5Speisen
5Ambiente
4Service

Zuerst waren wir etwas skeptisch, in einem solchen Bürohochhaus in diesem Stadtteil ein gutes Restaurant.....
Aber doch: Das "Durch den Wind" Menü war super! Ziemlich originell gedeckt, aber konventionell gute Speisen! Praktisch jeder Gang kann als gelungen bezeichnet werden.
Die Aussicht ist super, der Preis hoch, aber gerechtfertigt!

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am 25. September 2013
Update am 22. November 2013
Experte
amarone1977
315
75
30
4Speisen
4Ambiente
4Service
13 Fotos1 Check-In

amarona1978 bittet zu Tisch – amarone1977 kann nicht Nein sagen. Die Idee, „in’s“ Turm zu gehen, kam nicht von mir.

Jede Menge interessante Berichte über „das Turm“ gibt es ja schon, und das seit etwa vier Jahren bestehende Gourmetlokal in luftiger Höhe hat seit geraumer Zeit einen neuen Küchenchef.
Und der sollte nicht nur in puncto Küchenkunst eigene Wege gehen, sondern auch was die Präsentation der leiblichen Genüsse betrifft.

Bis zum Betreten des feinen Lokals im 22. Stock des Immofinanz-Towers wusste ich davon allerdings nichts.
Ich war schon wieder einmal zu spät, allerdings auch nur, weil ich am Schedifkaplatz ein gerade eintrudelndes SMS lesen musste, anstatt dem Fahrer des 7B zuzuschauen, wie er gerade den 1. Gang einlegt…
Der 7B fährt direkt zu den Towers, zu jener Zeit um 20 Uhr allerdings nur alle 15 Minuten. Sollte man wissen – und sich vorher schlau machen, Signor amarone!

Meine bezaubernde Gastgeberin sitzt schon am Tisch, welcher wiederum elegant gedeckt, mit einer Begrüßung der ganz neuen Art aufwartet: eine geöffnete Holzschatulle, mit der Karte der beiden Abendmenüs im Deckel, darin zwei Glasflakons. Einer flüssig (war‘s Granatapfel oder doch eine Kombucha-Spielart?), einer fest gefüllt (locker-zarte Miniatur-„Snips“, aber nicht aus Erdnüssen).

Dahinter auf einem Drahtgestell à la Kleiderbügel tierisches Popcorn im Plastiksackerl:
Schweinehaut als Rohmaterial, speziell in Form gebracht und frittiert. Die genaue Zubereitung erinnere ich jetzt nicht, das Ergebnis kann man allerdings tatsächlich mit Popcorn vergleichen. Für die experimentierfreudigen Köche unter uns mal ein Versuch wert.

Zu meiner Schande muss ich gestehen, nicht alle Gänge 1:1 zu erinnern, für die vielen ausgefallenen Kreationen hätte ich wohl ein Notizbuch gebraucht, um sie mir alle zu merken. Dafür ist mir aber der Abend zu schade, noch dazu bei solch charmanter Einladung.

Jetzt raucht’s: die lustige Servicedame aus dem Tiroler Inntal bringt einen Hauch Wellness in das Lokal: wabernde Schwaden einer Aromatherapie quellen aus einem Gefäß, daneben für jeden ein dunkler Vulkanstein. Der Stein ist sehr warm und anschmiegsam, soll wohl die nötige Entspannung vor dem großen Festmahl bringen und ist noch nicht der Gruß aus der Küche, nicht essen also!
Bis dato sind mir allerdings keine Zahnverluste, Kieferbrüche o.ä. aus dem Turm zugetragen geworden.

Damit wir aber nicht schon vor dem Essen einschlafen, kühlt der Stein nach einer guten Minute auch schon wieder ab, die Nebelschwaden der Aromatherapie lichten sich – und der erste Gruß aus der Küche kommt daher: kleine Häppchen mit, wenn ich mich recht erinnere, Fisch, Kaffee, marinierter Sellerie und – man lese und staune – ein Sanostol-Gelee.
Ja! Sofort werde ich an Lukas Resetarits‘ geniales Zitat erinnert:

„Statt Sex and Drugs and Rock'n Roll nur Butterkeks und Sanostol!“ Danke Lukas für die Wortspende: Link
Hat’s geschmeckt? – Wir antworten artig. Schmeckt – interessant!

Ebenfalls interessant der zweite Gruß: in der Sardinenbüchse samt Deckel grüßt der kreative Koch mit einer Erdbeercreme samt Oliven, obendrauf Schneckeneier.
Handwerklich ist alles feinst zubereitet, die Aromen wollen allerdings nicht so recht zusammenspielen. Erdbeeren ja, Oliven hm, Schneckeneier ok. Jetzt weiß ich, wie sie schmecken. Nach - ja was?
Ach ja – ich vergaß: die Deko-Schnecke verbirgt ein kleines Knäuel duftende Watte. Die Nase riecht mit!

Der Brotkorb wird gereicht – wir suchen aus, was uns gefällt. Hier vertraut das Haus einem Bäcker aus Tullnerbach, wenn ich mich recht erinnere. Das ist auf alle Fälle eine gute Idee, das Brot versetzt uns beide in freudiges Entzücken. Erstklassig, nicht nur das unglaubliche Nussbrot.

Mittlerweile wird unser zuerst unerfüllbare Wusch nach einem spektakulären Fensterplatz erfüllt, ein Tisch mit Blick auf Tangente, Triester Straße und Südautobahn wird frei.

Jetzt legt Herr Küchenchef richtig los: hier heißt die Suppe nicht Suppe, nicht Consommé, auch nicht Crème, sondern:
„Blubb No.1“ oder „Blubb No.2“.
Das erklärt sich von selbst: Die beiden Varianten werden in einem umgedrehten Glas serviert. Entfernt man das Glas, ergießt sich die Suppe mit einem -- blubb -- auf den Teller.
Einerseits ein Gag, andererseits macht’s Sinn, weil sich die Zutaten nicht schon in der Küche mit der Garnitur verbinden, sondern erst bei Tisch. Ein unschönes Häutchen könnte sich also auch gar nicht erst bilden.

Und so schmeckt’s: dort die „Blubb No.1“ mit dem Thema „Pfirsich“, zusammen mit Wiener Schnecke, Wilder Spargel und „Staub“.
Hier die „Blubb No.2“ mit dem Thema „Selleriesuppe“, zusammen mit Erdbeere, Aloe vera, Jakobsmuschel und Tasmanischem Bergpfeffer.

Nun – die Pfirsichcreme war wirklich eine feine Angelegenheit, sehr ausgewogen, meine Selleriesuppe wurde aber von der Erdbeere geschmacklich gnadenlos erschlagen, der Sellerie musste klein beigeben - die sonst so geschmacksgewaltige Wurzel hat gegen das Rosengewächs nicht den Funken einer Chance.
Bei einer aromatisch also dermaßen dominanten Note hätte auch der Tasmanische Bergpfeffer ein südwalisischer Talpfeffer sein können, ich hätt’s wohl nicht gemerkt…

Ein Erfrischung zwischendurch: ein Passionsfrucht-Sorbet. Serviert im hohen Schüsserl, welches – ja – in einem knallroten High-heel thront.
What tha freak is goin‘ on?

Bei all den ausgefallenen Ideen des Kochs trau ich sogar dem „edlen“ Schuhwerk am Tisch zu, Geruch zu verbreiten – doch ich werde enttäuscht: der Schuh riecht nach Schuhgeschäft, auch nicht nach zartem Angstschweiß einer südostchinesischen Tänzerin.
Schrei vor Glück? Noch nicht ganz.

Doch das Sorbet ist aller erster Güte – der Koch kitzelt das Beste aus der Frucht, zusammen mit idealer Konsistenz .

Die Schuhe gingen übrigens retour, meine Gastgeberin hat sie nicht gegen die ihren getauscht. Wir haben’s nicht versucht – wir wissen auch bis heute nicht, ob einem möglichen unerwünschten Abhandenkommen der edlen Fußbekleidungen durch das gezielte Servieren zweier linker Exemplare entgegengewirkt wird.

Wir fragten uns bereits, wie wohl der Hauptgang daher kommt: der Fisch im rollenden Fischerboot? Das Rind im dahertuckernden Playmobil-Traktor?
Weder noch, ganz banal, ja fast schon „langweilig“ klassisch ohne viel Aufhebens, aber trotzdem hübsch anzusehen:
Steinbeißer mit Nudelbällchen, Tonic-Espuma (!), Marille, weißem Curry.
Gegenüber ein dry aged Beiried mit Süßkartoffelpüree, Kirsche und Nussstaub.

Der Fisch ist nicht alltäglich, muss man mögen, Konsistenz wie Geschmack etwas eigen, die grundelnden Fische wie etwa auch der Wels scheinen eben ganz anders zu sein als etwa Goldbrasse oder Saibling.
Interessant aber die Kombi mit dem Tonic-Espuma, die anfangs ungläubiges Staunen auslöst. Aber warum eigentlich nicht? Ungewohnt ja, aber ganz daneben sind die Experimente auch mit dem Currystaub und der Marille nicht.
Spielerei schon eher die Nudelbällchen – manchmal tun’s auch einfache Bandnudeln bester Qualität, oder?

Viel handfester meiner Meinung nach das dry aged „Höllerschmid“-Rind. Schön zartes Fleisch, cremig-samtiges Püree mit der erwarteten Süße, genial kombiniert mit den sehr gut marinierten Kirschen. Anstelle des Nuss-Staubs hätte man aber vielleicht doch zart geröstete Nuss-Splitterchen machen können, irgendwann wird einem das „Geschmacks-Suchspiel“ doch zu viel.

Dessert: ganz konträr auch wieder hier – meinerseits eine Mascarpone-Tarte mit Apfel, Petersilie und Kokos. Intelligente wie fast „logische“ Kombination (aber man muss erst mal darauf kommen!), jeder „Mitspieler“ am Teller mit dem richtigen „Gaumenspiel“ von cremig, zart, bissfest und saftig.

Andererseits ein „Snickers“ nach Art des Hauses – mit den „Teilnehmern“ Erdnuss, Schokolade, Mango und Banane. Auch wenn mir die Kombinaton von Schokolade und Erdnüssen des Masterfoods-Vorbilds weniger zusagen, ist die Umsetzung am Teller sicher gelungen – und amarona1978 schwelgt unüberhörbar.

Die Schlusspointe: wir hatten es ja schon am Nebentisch zuvor grinsend-tuschelnd beobachten können.
Petit-fours – das Arrangement hierfür: ein Vogelkäfig, die „Vögel“ sind in den Käfig hinein gehängte Pralinen.
Am Tisch wird dann ein im Käfig-Boden versteckter Soundchip gestartet - Vogelgezwitscher.
Welche Art? Keine Ahnung - Tasmanischer Bergpirol? Oder ein südchilenischer Andenzeisig?
Wir wissen es nicht – die Pralinen sind aber allererste Sahne: schön gekühlt, knackig, ihnen weich, kleine Hochgenüsse.

Bei all der Inszenierung fast ein wenig im Hintergrund:
das Ambiente hält sich vornehm zurück, weiß, dass es Platz lassen muss für romantische Abendessen, zusammen mit dem prächtigen Ausblick über die Stadt.
Tipp: einen Stock tiefer fahren, die Bar verfügt über eine Terrasse.

Service und Wein: Glasweis-Angebot eher überschaubar, Weinpräsentation aber in Ordnung.
Das Präsentieren und Erklären der einzelnen Gänge wirkt zuweilen etwas „eingelernt“, man wünscht sich fast den Koch selbst dabei, zusammen mit der Idee, der Eingebung, dem Hintergedanken.
Fairerweise muss man aber sagen, dass sich im Haus niemand wirklich eine Schwäche leistet, vor allem die Inntalerin zeigt Humor und Esprit, man plaudert später auch noch in der Bar.

Fazit: nicht einfach. Auf alle Fälle ein Erlebnis, ein sehr schöner Abend. Die Präsentationen und Geschmacksexperimente sind manchmal mutig und gelungen (Fisch und Tonic), manchmal bleibt das große Fragezeichen auf den Haarwurzeln picken (Sanostol, Schneckenei, Erdbeer?).
Zubereitung und Präsentation sind aber über alle Zweifel erhaben, manchmal muss man sich aber fast schon fragen, ob bei allem Pi-Pa-Po rund um Aromatherapie, Damenschuh und zoologischen Klängen nicht das Essen fast ein wenig in den Hintergrund gedrängt werden könnte.

Beim Essen sind mir oft die bodenständigeren Dinge letztendlich doch ein wenig lieber, weil sie den Blick unverfälscht auf das Wesentliche lenken, auch wenn das Auge mitisst, zweifelsohne.
Die Speisekarten werden aber im Auge behalten, die Neugierde bleibt ja erhalten, auch ohne Sardinenbüchse und Vogelkäfig.

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Letzter Kommentar von am 26. Sep 2013 um 11:37

SSW: schau, das ist ganz einfach - ich seh das aus meiner Perspektive, schreibe so, wie ich schreibe, also auch so, wie mir der Schnabel gewachsen ist. Ich seh aber auch die anderen Schnäbel - da gibt's eben einige, die mir besser gefallen, sorgt aber nicht dafür, dass ich meinen Schnabel verändern werde :) Das ist auch gut so!

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am 30. August 2013
Experte
Dr4ch3
34
2
17
4Speisen
5Ambiente
3Service

Hatten heute zu unserem 5. jährigen ein "Verliebt in Wien" Dinner mit 6 Gängen. Das positive zuerst: statt 220 Euro nur 130 Euro für 2 Personen, wobei die Frage ist,wie gut es dem Turm wirklich geht, da ich nach einem kurzen Blick auf dem Reservierungsmonitor gesehen habe, das hauptsächlich DailyDeal und Gesamtpackage-Kunden da waren.

Zum Ambiente, brauch ich glaub ich nicht beschreiben, mit einem verglasten Lift gehts in den 22 Stock und dann ab in ein modernes, edles Lokal mit grandiosem Ausblick. Die beschilderung in der Garage könnte besser sein, ich war an 4 falschen Ausgängen bis ich den korrekten hatte.

Zur begrüßung gabs gleich einen Prosecco und die 4 Sorten Brot mit der genialen französischen Butter (hat bereits ein vorposter erwähnt) wurde serviert. Alles in allem war das Personal recht freundlich, allerdings gabs hier ein paar Abzüge.

-) Einer der Kellner hatte doch schon einen intensiven Schweißgeruch an sich, und das obwohl wir um 18:30 reserviert hatten
-) Manchmal kommt es einem so vor das die Kellner nur das auswenig gelernte runterratschen (beim Speisenbeschreiben) und manche schwierigen Worte nur nuscheln weil sie die nicht aussprechen können.
-) Das man am Anfang gefragt wurde ob man irgendwas nicht gerne isst oder nicht verträgt, ist zwar sehr nett, bringt aber nix wenn man sich nicht dran hält.
-) Ich persönlich finds blöd das alle Kellner alle Tische betreuuen. Ein oder zwei fixe kellner wären besser, zumal wir zB 3x von 3 verschiedenen Kellnern gefragt wurden ob wir noch Wein wollen.
-) Zwischen dem 2 und dem 3. Gang kamen relativ viele Leute ins Lokal, daraufhin mussten wir auf den nächsten Gang gute 15 Minuten warten.

Zu den Speisen. Alles in allem sehr gut und immer eine neue Erfahrung. Schade war eben wie oben beschrieben das die Wünsche nicht ganz erhöhrt werden, auf die Frage ob wir was nicht vertragen oder nicht gern essen habe ich gesagt das ich Meeresfrüchte wie Schrimps, Scampi, Muscheln etc. und Pilze eigentlich nicht mag. Gegeben hat uA Garnelen und Pilze ;C Abgesehen davon war das Essen jedoch vorzüglich.

Das Menü bestand aus:
-) 1 Dose irgendwas, glaub Schalotte mit Tomate und Currymayonaise, seeeehr lecker aber im wahrsten Sinne des Wortes ein Gabelbissen.
-) Garnelen mit Muschelsauce und irgendwas geschäumten (hab die Kellnerin nicht verstanden).
-) Artischockencremesuppe mit Milchschaum
-) Stundenei mit Pilzen und Nudelbällchen
-) Kirschsorbet mit Apfelkren (ich mag auch keinen Kren)
-) Maishuhn mit gelben Rüben auf Kartoffelpürree
-) Dessert -> Bananenschnitte, Schokoeis mit Ananasstücken

Wie gesagt, die Speisen sehr lecker, leider nicht alles zwingend mein Geschmack.

Das der Wein in 1/16 abgerechnet wird war mir nicht bewusst, sonst hätten wir bestimmt nicht 2x 1/8 getrunken bei einem Preis von 6,50! Waren unterm strich also 26 Euro für 2 Achterl Süßwein ... naja trink sonst nie Wein von daher wars doppelt besonders xD.

Alles in allem: Von den Speisen her (wers gern isst) und vom Ambiente echt toll, Personal ist OK, die Creme della Creme der Gastronomie darf man sich halt nicht erwarten. Für einen Besonderen Anlass durchaus OK, jedoch auch vom Preis her (gesamtrechnung war dann 170 Euro für 2 Leute) sicher nix für jeden Tag.

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Letzter Kommentar von am 31. Aug 2013 um 01:30

Ja wie gesagt, das wusste ich nicht da ich kein Weintrinker bin. Kleiner Hinweis in der Karte wäre schon nett gewesen, auch wenn ich mir wegen den paar Euros jetzt nicht ins Hemd machen will, allerdings ist ja für 5 Schluck Wein die Summe eines normalen Wirtshausbesuches für 2 auch ned wenig ;)

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am 16. Juli 2013
PhilippK
1
1
5Speisen
5Ambiente
5Service

Haben im Turm unsere absolute Traumhochzeit feiern dürfen.
Traumaussicht, Top Küche, super engagiertes und freundliches Serviceteam. Hat einfach alles gepasst.
Hatten vorher auch schon ein Candle Light Dinner, welches uns ebenfalls total begeistert hat.

Wirklich empfehlenswert!

Lg Die Knollis

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Letzter Kommentar von am 17. Jul 2013 um 00:40

Als Ergänzung zu Radlers wahren Worten: Wir wüßten auf jeden Fall gerne, *was* es zu essen gab. Das ist schon einmal der erste Schritt.

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am 27. Juni 2013
mp79
1
1
5Speisen
5Ambiente
5Service

Super Lokal mit traumhafter Aussicht und tollem Ambiente, sehr nettes und gut geschultes Personal und hervorragende Küche.

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Letzter Kommentar von am 28. Jun 2013 um 00:01

@Unregistered: Falsch, - die Devise lautet informativ. Egal, ob mit wenigen Zeilen oder mit den von Dir erwähnten 1000 Zeilen, es zählt lediglich die vermittelte Information. Unter "hervorragender Küche" kann ich mir leider nicht sehr viel vorstellen, - ist's Gulasch, sind's Sushi, - wir werden's leider (von Dir) nicht erfahren. Manchmal ist mehr - einfach mehr.

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am 19. Mai 2013
Experte
bubafant
283
71
29
5Speisen
4Ambiente
4Service
62 Fotos6 Check-Ins

Super Aussicht, lecker Essen, gerne wieder.
:-)
Nein, Spaß.
Das/Der Turm thront prominent am Wienerberg und gehört schon von weitem zu einem vertrauten Anblick, wenn man sich Wien vom Süden nähert. Vier Stunden Parken in der Tiefgarage … - kein Plagiat. Lage und Ambiente nachzulesen in der Bewertung vom Jänner. Wir sind Wiederholungstäter und haben bei einem Angebot für ein 6-Gänge-Candle-Light-Dinner zugeschlagen. Anfang Mai scheint die Sonne schon während unseres ganzen Aufenthalts, und die Aussicht Richtung Wiener Innenstadt ist sensationell. Wir haben beim Reservieren via ‚bookatable‘ wieder als Wunsch einen Platz an der Fensterfront angegeben, der wird erfüllt und wir können einen Stock unter uns weitere Gäste auf der Terrasse beim Liquid Dinner beobachten. Die einzelnen Tische haben reichlich Abstand zueinander, sehr angenehm.

Ein Wiedersehen gibt es mit dem Restaurantleiter und der Tiroler Kellnerin. Ebenso gewohnt die Frage nach allfälligen Unverträglichkeiten. Diesmal ist der Tisch gefälliger eingedeckt, und zwar mit roten Herzen aus Dekosteinchen. Das Brot des Gedecks wird diesmal in einem Leinenbeutel eingestellt, dazu französische Butter mit Pfeffer. Die Gläser liegen abermals schräg über den Tisch, die Serviette hineingestopft. Als inkludierten Aperitif nehmen wir einmal Bier und ein Kombucha-Getränk.

Das Dinner beginnt mit dem Gruß aus der Küche – schon bekannt, in der 'Sardinendose', und zwar:
Paprikafrischkäsenockerl
Fast verloren wirkt es im Doserl, sehr fein abgeschmeckt, frische Paprikawürferl und Grünzeug außen dran.

Gerade, als der Gedanke an Wein aufkommt, bringt uns Frau Tirol die Weinkarte und wir entscheiden uns für einen St. Laurent 2010 von Heinrich (EUR 5,50). Eine Karaffe Leitungswasser (ohne Berechnung) wird eingestellt und im Laufe des Abends bei Bedarf nachgebracht. Die Servicecrew ist angehalten, die Speisen, die sie einstellen bekanntzugeben und das ist manchmal fast peinlich, denn die jungen Kräfte verhaspeln sich nahezu bei jedem Gang. Gut, das ist die Philosophie des Hauses und deswegen wissen wir, dass wir
Prosciutto, Parmesanmousse, Schalotten, lila Senf als Vorspeise bekommen.
Der Schinken, die Schalotten und die Deko zusammen ergeben eine gute Kombination im Mund. Das (frühe) Highlight ist aber die Parmesanmousse. Sehr geschmackvoll, cremig, nicht geil, einfach eine Geschmacksplosion. Einerseits schade, dass es davon nicht mehr gibt, allerdings ist es sicher ein Kalorienbömbchen.

Weiter geht es mit einer Spargelcremesuppe
Serviert in einer seitlich hochgezogenen Schale. Obenauf aufgeschlagener Schaum. Die Suppe selbst nicht dickcremig, sondern dünnflüssig, guter Spargelgeschmack mit einigen kleinen Stückchen.

Es gibt auch ein Wiedersehen mit einem 'alten Bekannten', und zwar einem
Stundenei mit Babyspinat und Bärlauch
Selbe Schale wie bei der Suppe. Das Ei, eine Stunde bei ca. 65 Grad gegart, thront diesmal auf cremigen Bärlauch, der super knofelt, ein paar Spinatblätter bedecken die Komposition.

Als kleiner Zwischengang wird
Ribiselsorbet mit Apfelkren serviert.
Das Schälchen schaut im ersten Moment aus, als könnte man es auch mitessen, es ist allerdings nur eine täuschende Eisschicht außen drauf, also nur das Sorbet; leicht säuerliche Ribisel, die auf Kren trifft. Neue Erfahrung, nicht uninteressant.

Nun wird es spannend. Kann diesmal der Hauptgang das hohe Niveau halten?
Ein Schulterscherzel vom Kalb mit Püree und Gemüse.
Was heißt halten? Ich bin begeistert von diesem Stück Fleisch. Laut Kellner rund 19 Stunden bei Niedertemperatur gegart. So zart, dass das Messer nur so durchgleitet. Das Püree und das Gemüse, hauptsächlich Spargel, sind die perfekte Ergänzung neben dem äußerst gschmackigen Safterl. Seufz. So macht essen Spaß.

Das Dessert kann jetzt nur mehr ein Ausklingen sein. Gerade wieder rechtzeitig werden wir nach Kaffee-Wünschen gefragt (Cappuccino, EUR 3,50).
Auf einer länglichen Platte serviert man uns
Himbeercheesecake, Passionsfruchtsorbet, Zitronen- und Himbeergelee, Pistazienmousse.
Das Himbeerküchlein ist in Ordnung, aber nichts Außergewöhnliches. Das Sorbet zerrinnt leider schon etwas, ist geschmacklich aber top, genauso wie das Gelee. Die Pistazienmousse hat es mir bei diesem abschließenden Gang angetan. Sehr cremig und purer Geschmack nach der Nuss. Danke.

Was mir persönlich im Service sehr gut gefällt: sämtlichen Gästen wird im Eingangsbereich beim Reservierungscomputer ein allfälliger Gutschein abgenommen, sowie der Parkschein sogleich entwertet. Dadurch sind in weiterer Folge alle Gäste 'gleich' gestellt, es gibt keine 'peinlichen' Situationen. An den Abenden, die wir beurteilen können, hat niemand a la carte gegessen.
Zu den einzelnen Dinner-Themen (wie durch den Wind, CandleLight, Liquid etc.) gibt es jeweils eine eigene Dekoration, abgestimmt Menüteile bis hin zur Präsentation der Rechnung. Zugegeben, der reguläre Menüpreis von über EUR 100,- pro Person ist nicht gerade eine Mezzie, aber es gibt laufend Aktionen, die es dann doch leistbar machen. Ich warte schon gespannt auf die nächste Gelegenheit.

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am 2. Februar 2013
RuthS
1
1
5Speisen
5Ambiente
5Service

Eindrucksvoller Ausblick, elegantes Ambiente, freundliches, charmantes Service, das gerade durch Natürlichkeit und Herzlichkeit punktet und nicht in kalkulierter kalter Routine erstarrt ist. Kreative wohlschmeckende Küche mit durchdachter Speisenfolge, die ein angenehm sattes Gefühl ohne jede Schwere hinterlässt. Wein: schöne Auswahl, richtige Temperatur. Die Tischdekoration inspirierend. Es bleibt ganz sicher nicht unser einziger Besuch im "Das Turm".

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Diese Review zählt nicht für die Gesamtwertung des Lokals, da dieser Tester dieses Lokal bereits neuerlich bewertet hat.
am 28. Jänner 2013
Experte
bubafant
283
71
29
4Speisen
4Ambiente
4Service
62 Fotos6 Check-Ins

Exklusiv-Genuss über den Dächern Wiens.
Genieße ein kulinarisches Sinnesfest, dein 6-Gänge-Dinner "Durch den Wind" in luftiger Höhe im 22. Stock mit einem atemberaubenden Blick auf Wien.
Der Deal um EUR 49,- (statt EUR 102,-) pro Person.
Da ich immer schon mal ins Restaurant Das Turm wollte – eine perfekte Gelegenheit. Auch wenn es im Winter ist. Problemlose Online-Reservierung über die Restaurant-Plattform mit professioneller mail-Bestätigung.

Das/Der Turm thront prominent am Wienerberg und gehört schon von weitem zu einem vertrauten Anblick, wenn man sich Wien vom Süden nähert. Vier Stunden Parken in der Tiefgarage gehören dazu (bei jedem Restaurantbesuch, mittags zwei Stunden) und deswegen reisen wir ohne Stress an. Ab der Einfahrt in die Garage, über die Rampe hinauf, das Geschlängel innerhalb des Turmes – immer wird man von perfekten Hinweisen auf Boden und Wand geleitet. Bis zum Lift und damit direkt in den 22. Stock.

Nach dem Ausstieg aus dem Lift befindet man sich in einem kleinen Vorraum, durch die Schwingtür anschließend betritt man das Lokal. Die Jacken werden abgenommen und verstaut. Linker Hand der Platz mit dem Reservierungsbuch in elektronischer Form und meinem Wunsch nach einem Platz am Fenster wird Folge geleistet und wir werden zum Tisch gebracht. Rechts schmiegt sich eine elegante Bar ins Rund. Dahinter befindet sich die Küche. Die geätzten Schiebetüren lassen hin und wieder einen Blick hinein werfen. Die Tische an der Fensterfront entlang sind jeweils für zwei Personen gedeckt, der zweite Tisch ins Innere dient nur der Dekoration. Daran anschließend noch ein kleines Tischchen mit Kerzendeko und die Getränkeflaschen werden darauf abgestellt.

Die Aussicht im Dunkeln ist natürlich nur halb so atemberaubend. Man sollte Wien schon etwas kennen, um im Dunkeln Zuordnungen treffen zu können. Einzig der Wasserturm wird noch etwas beleuchtet und ist gut erkennbar. Ein Grund, in der helleren Jahreszeit nochmals zu kommen.

Obwohl im Deal steht, dass das Menü nicht für Allergiker geeignet ist und für eine rein vegetarische Variante ein Unkostenbeitrag erhoben wird, fragt der Kellner nach, ob wir Unverträglichkeiten oder Ekel gegenüber Speisen haben. Die Tiroler Kellnerin fragt nach Getränkewünschen und rasselt auf die Nachfrage nach offenen Weinen erstmals die Weißweine runter. Der Hauswein/Cuvèe aus dem Burgenland (EUR 5,-) ist leider keine Offenbarung und bringt für den nächsten Tag Kopfschmerzen. Die Flasche Römerquelle (EUR 5,50) ist quasi fast eine Zwangsbeglückung.

Der Tisch ist eigenwillig eingedeckt. Weiße Stofftischdecke und –serviette. Die Gläser liegen auf dem Tisch, zum Teil übereinander. Ob das etwas mit dem Motto zu tun hat erschließt sich mir nicht. Am DekoTisch liegen weiße Styroporschnipsel und ein paar silberne Irgendwas. Schön ist anders. Auf einigen anderen Tischen ist mit roten Blüten ein Herz gelegt. Aber bei uns ist offensichtlich alles ‚durch den Wind‘. Auch das Besteck. Die wechselnde Richtungsabfolge ist noch ok. Allerdings liegt es Seitenverkehrt.

Das Couvert wird gebracht.
In einem großen Glas stapelt sich das Brot in den Sorten Weiß, Roggen, Oliven und Kürbiskern und auf einem Extrateller etwas leicht gesalzene französische Butter in Stangenform. Das Roggenbrot erinnert optisch an einen Schokokuchen und ist das fadeste. Die anderen Sorten sind sehr gut und allesamt frisch.

Der Gruß aus der Küche wird im Duo serviert.
In einer Art 'Sardinendose', umnebelt von Watte auf Schieferteller hat sich die Küche eine Gänseleberespuma auf Toastbrot an Blutorange und Gel von Cola ausgedacht. Wirklich nur ein Minihappen, aber sehr gut. Jede einzelne Geschmackskomponente zerschmilzt auf der Zunge.

Weiter geht es mit dem ersten Gang und zwar dem "Geheimnisvoller Nebel im 22. Stock". Recht routiniert werden von der Kellnerin die Zutaten der einzelnen Gänge beschrieben. Nach dem Hinstellen der Teller (Servieren funktioniert eben nur bei ausreichend Platz) wird zwischen den Tellern der Nebel aus dem Trockeneis herausgeholt. Nette Idee. Nach dem Verwabbern der Wolken können wir uns dem Hühnerfarcenockerl mit Kürbis und lila Senf widmen. Die drei Verarbeitungsarten des Kürbisses bringen jeweils neue Geschmacksrichtungen hervor, das Nockerl ist ein Highlight auf dem Teller. Die 'Brösel'des lila Senfs hätte ich niemals zuordnen können.

Das Menü setzt sich mit der "Suppe aus der Wolke" fort.
Wieder eine ausgefallene Serviermethode. Der tiefe Teller fast leer, darauf eine Plastikkugel (wie die Verschlusskappe eines Weichspülers), darin befindet sich offensichtlich die Suppe. Man überlegt schon, wie man das essen soll, hört kaum hin, was da kommen wird und schon wird vom Servierpersonal die Kugel angehoben und weggetragen. Im Teller bleibt eine Mirabellencremesuppe mit Zitronenschaum. Die Suppe von perfekter Konsistenz und ziemlich säuerlich. Nicht nur vom Zitronenschaum, sondern von der Frucht. Sehr gut. Die Brocken am Rand kann ich nicht zuordnen, unter die Suppe gemischt zergehen sie fast komplett.

Wir wollen zum Rotwein übergehen und Frau Tirol 'ratscht' das Repertoire wieder runter. Diesmal treffe ich besser und zwar einen Zweigelt/Reumann (EUR 4,70). Vom Mineral wird laufend aus der Flasche nachgeschenkt. Das Lokal hat sich mittlerweile etwas mehr gefüllt, zumindest sind alles Tische an der Außenfront entlang besetzt. Niemand isst a al carte, und die Küche liefert routiniert die jeweiligen Speisenfolgen aus. Beim Abservieren wird jedes Mal gefragt, ob alles in Ordnung ist, bzw. ob die 'Wolke' geschmeckt hat. Der Geräuschpegel hält sich in Grenzen, da vermutlich die schräg nach außen verbauten Gläser den Schall nach oben reflektieren. Ein leichter Zug weht fast den ganzen Abend, meiner Meinung nach aber aus der Lüftung.

Weiter geht es mit "Das KlimaEi". Ein Stundenei mit Quinoa, Zuckererbsenschoten, Käsechips und einer Blüte. Das Ei war eine neue Erfahrung, außen weich und der Dotter perfekt. Aber wer würde sich das zu Hause antun, eine Stunde bei einer bestimmten Temperatur pochieren? Die Zuckererbsen sind perfekt, gemeinsam mit dem Käsechips. Allerdings ist die/der Quinoa gar nicht, bzw. stellenweise versalzen. Oder später gesalzen und schlecht verrührt?

Als nächster Zwischengang folgt "Der sTurm-Zwerg macht was er will"
Vorgestellt als 'Fruchtzwerg' zur Erfrischung im kleinen Gläschen mit Aludeckel :-) darin ein Grapefruitschaum mit Cranberries. Wirklich nur ein Schaum. Die Grapefruit passt dafür perfekt. Für mich ist es zu viel gezuckert.
Nach so vielem Schaum, Espuma und Wolken hat man wirklich Lust mal etwas zum Beißen zwischen die Zähne zu bekommen und wir schließen eine kleine Wette ab, ob ein Vogel oder ein Paarhufer daherkommen wird.

Zumindest kommt es auf "Auf Wolke 22".
Ein gebratenes Maishendl auf Graupen und Pak Choi. Eindeutig der schwächste Gang. Das Fleisch ist kaum gewürzt und kaum gebraten. Die Graupen fad. Die Gemüsestücke sehr englisch. Der Schaum und Pak Choi können da nicht mehr viel retten.

Das Service fragt nach, ob wir mit dem Dessert warten wollen, oder ob es weitergehen kann. Wir wollen weitermachen (man ist zu diesem Zeitpunkt noch nicht 'angepampft') und es folgt die Frage nach Kaffee und ob wir es zu oder nach dem Dessert haben wollen. Sehr gut. Bitte einen Cappuccino (EUR 3,50 mit Milchschaum).
Und es folgen die "Schneebrocken". Ein Potpourri aus kleinen Dessertleins, wie Mousse von weißer Schokolade, Kokosbaiser, Weißbier Nocke, Schokoladekuchen, Beeren-Spiegel und Beeren in Reinkultur. Der Schokoladekuchen ist mächtig und geil und obwohl er nur die Größe eines Ildefonsos hat, überlasse ich die Hälfte meiner Begleitung. Die Mousse von weißer Schokolade und die Kokosbaiser sind zusammen ein Traum, der im Mund zergeht. Die Weißbier Nocke bleibt sicher ein einmaliges Vergnügen, denn diesen Geschmack mag ich nicht in einem Dessert haben.

Die Rechnung wird in einem Weinglas mit Wattewolken und den unsäglichen Styroporteilen gebracht. Gleichzeitig mit einem Gutschein für Cocktails, den wir einen Stock tiefer in der Bar einlösen können, was wir aber ausfallen lassen. Und unser Parkticket wird noch entwertet. Beim Gehen bekommen wir unsere Jacken wieder ausgehändigt und mit dem Lift entschweben wir den Wolken.

Fazit: Meine Neugier war berechtigt. Einzelne Teile des Menüs haben sensationell geschmeckt. Ich werde das Gefühl nicht los, dass die Küche neben der Perfektion der Molekularküche vergisst, die einfachen Dinge mit wirklich guten Grundzutaten ordentlich auf den Teller zu bringen. Auf alle Fälle ist es ein Erlebnis gewesen. Vielleicht ergibt sich wieder einmal eine Gelegenheit. Ausprobieren lohnt sich auf jeden Fall.

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Letzter Kommentar von muttikochtambesten am 7. Mär 2013 um 16:06

Am Montag das gleiche Menü, mit kleinen Abweichungen, wie Bubafant genossen. War schön Ihre Review nachzulesen, da kam die Erinnerung wieder, mein kulinarisches Gedächtnis ist leider nicht sehr dauerhaft. Was am Klima-Ei so besonderes sein soll haben wir nicht verstanden. Kommt wie ein pochiertes Ei daher bei uns mit cremiger Kräuterpolenta (sehr gut), aber Eier EINE Stunde zu garen ist fürs Klima sicher nicht förderlich. Die Tischdeco mit Styropor-Verpackungsfuzerln und kitischen Silberblümchen fanden wir unnötig, schaut nach Sparmaßnahme aus. Watte gehört ins Badezimmer und net unter den Teller, ist zumindest meine Meinung. Alles in allem ein nettes Menü mit kreativen Anflügen zum wohlfeilen Preis. Weißweinbegleitung war stimmig, Service höflich und stets zur Hand, und die Aussicht ist halt wunderbar.

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am 21. Jänner 2013
muecke
1
1
4Speisen
4Ambiente
5Service

Die Speisen waren ausgezeichnet - mit 2 Ausnahmen: das Kalbsschulterscherzel war exzellent und meiner Ansicht nach nicht zu toppen - ohne Übertreibung das beste Stück Fleisch, das ich je in einem Restaurant gegessen habe (und ich war auch schon in 4-Hauben-Lokalen unterwegs)! Der Käseteller war dafür absolut belanglos - jede der gereichten Sorten hätte man auch in einem gut sortierten Supermarkt kaufen können. Der Ausblick sucht seinesgleichen, das Lokal ist sehr geschmackvoll eingerichtet, der Service außergewöhnlich gut, sehr freundlich und bemüht. Insgesamt ist "das Turm" unbedingt einen Besuch wert!!

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Letzter Kommentar von am 10. Sep 2013 um 00:53

Also "exzellent" ist per definitionem besser als "ausgezeichnet" - man lernt immer noch was dazu...

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am 16. Jänner 2013
Experte
laurent
301
58
27
5Speisen
4Ambiente
4Service
1 Check-In

Komfortabel, übersichtlich und mit einer Prise moderner Eleganz ausgestattet präsentiert sich „das Turm“ im 22. Stock des Immofinanz-Towers im Business Park Vienna am Wienerberg. Spektakulär garniert der atemberaubende Rundumblick über Wien- den Dauerstau auf der Triester Straße in Augenwinkel- das angenehme Ambiente. Neben dem exklusiven Standort kann man auch die exquisiten Kochkünste vom genialen Küchenchef Heinz Preschan anzubieten- so zumindest die Eigendefinition in der Homepage.

Das Turm, welches sich schon unter Namen wie Windows of Vienna, Brunners mit Küchen-Zampanos wie Harald Brunner, Bernie Rieder und Jörg Domansky probierte, scheint mit Herrn Preschan einen sehr guten Griff gemacht zu haben.
Palais Coburg, Post in Lech, Hans Haas ins Münchner Tantris, Joachim Wisslers Vendôme, Juan Amador, Hangar 7, Aiola City in Graz und Stainzerhof – sind ja nicht gerade unbekannte Adressen die den Werdegang des Küchenmaestros zeichnen. Wobei Herrn Preschan gleich im ersten Turm-Jahr böse mitgespielt wurde: Ein kleiner Fehlerteufel schlich sich des Nächtens in die Redaktion des Gault Millau und machte in der jüngsten Ausgabe des Guide aus den verdienten 15 Punkten für das Restaurant "Das Turm" 14 Punkte: Faktum ist: 2 Hauben.

Gratisstellplatz in der Tiefgarage, hinauf in den 22. Stock und genießen. Freundlich begrüßt, herzlich willkommen geheißen, eine hervorragenden Fensterplatz zugewiesen bekommen- und das trotz kurzfristiger Link- Reservierung; was da heißt: Minus 30% auf die Gesamtkonsumation: .. hab ja nichts zu verschenken….

Das namenlose kleine Bier (lt. Rechnung war es Ottakringer pur, 0,3 lt 3,70) perfekt gezapft, die Speisenkarte in ungewöhnlicher Form schon am elegant gedeckten Tisch. In einer kleinen Box sind die beiden je fünfgängigen Menüs nachzulesen (kann man aber auch in Einzelgängen bestellen) in einer Glaseprouvette knackig-luftiges aus Kartoffeln und.. keine Ahnung- schmeckte nach Schwartl vom Schwein. Crispy mit einem Hauch Süße- ist das die vielbesagte Molekularküche?
Umgehend wurde der Brotwagen herangerollt: 3-erlei lauwarmes Brot (dunkles mit Pumpernickel-Geschmack, helles mit Käse und welches mit Rucola und Kürbiskernen), dazu wurde gesalzene Butter gereicht. Die Küche grüßte gleich zweimal /Gedeck € 4.--: Zuerst sehr originell präsentiert (zwei metallene, dünne Spießchen auf Schilcherrebholz als Hommage auf den steirischen Küchenchef) in Miniportionsgröße: Gewürzgelee, Rote Rüben. Gruß zwei: Entenlebermus- vielleicht keine optimale Wahl, denn danach folgte:

Die Gans (Kombucha-Quitte) Leber I Powidl I Brioche I Topfen I Blutorange 18,90: Herrlich zart schmelzendes Gansleberterrine mit Powidl on the top, dazu eine Leberpraline in dunklem Zartbittermantel. Die feine Säure der Orange ein wunderbarer Kontrast, die Kombuchareduktion eine perfekte Unterstützung: Topfen molekular als Bonsaimozzarella präsentiert wollte sich geschmacklich nicht so ganz perfekt dazufügen.

Blubb No. I - Pastinakensuppe I Kaninchen I Granatapfel I Haselnuss 9,50: Pastinaken mit ihrem leicht süßlich, würzig-nussartigen Geschmack kombiniert mit der zarten Herbe des Granatapfels, Haselnuss fein pulvrig gemahlen- großartig. Auch das Kaninchen war nicht nur ein Stück gebratenes Fleisch sondern einzelne Muskelfasern welche in der Suppe aufquollen. Keine Ahnung wie man das macht- das Gesamtgeschmackserlebnis war großartig

Cook &. Shake - Grapefruit I Estragon I Cranberry I Grüner Apfel I Lebkuchen I Ginger Beer 7,90 Wieder etwas das nicht besonders originell präsentiert wurde, sondern auch den Gaumen perfekt erfrischte. Grapefruit als Fruchtzwerg-Espuma mit getrockneten Cranberrys, Apfel mit zarter Wasabischärfe

>Zwischendurch erlebte ich gleich zwei geschmackliche Premieren: Ein grünes Blättchen, welche total intensiv nach frischen Austern schmeckte, dann gab es auch noch trockeneisumwallte Energie mit heißem Stein und eine geviertelte Blüte von ???- welche eine wunderbare Schärfe im Gaumenraum verbreitete.

Das Reh: Rücken I Rotkraut I Grießknödel I Fichte 34,90 : Perfekt-Grandios-Genial- Dry aged in mürbster Perfektion gebraten, das Kraut mit dezenter Süße und knackigem Biss, die Grießknödel luftig gebacken, das Ganze mit Fichtenwipferlsüße optimal umrahmt.

Schoko Strauch Kumquats I Staub 11,80: Eigentlich war es nur Schokolademus- aber ein geniales Mus. Mit dunklem kakaoigem bestäubt, dazu wieder was Helles und Dunkles aus Schokolade, gezogene Schokolade.

Diese geschmackliche und optische Zauberei gibt’s es für 5-Gänge: € 73,00 Preis pro Person

Getränke: Das 0,7 lt. Römerquelle um 5,50, 1/16 lt. Beerenauslese Cuvée 2007, Pasler 6,50- eine perfekte Empfehlung zur Ganslebervorspeise, die großartige Cuvée Imperial 2007, Schloss Halbturn (Cs,Bf,Me,Cf,) – dunkel-rauchig attraktives Bukett, schwarze Beeren, Schokolade, stoffig-massiv, seidig-präsente Tannine, tiefdunkle Schwarzbeerenfrucht- ganz, ganz großer österreichischer Rotwein- serviert im Burgunderglas( warum?) um 13,50 das Achterl. Die Weinauswahl nicht überbordend aber gut sortiert, einzig bei den glasweise ausgeschenkten Weine fehlte der eine oder andere große, gereifte Wein- im Vergleich zu anderen Lokalen in der 2-Hauben-Liga. Das Thema Kaffee wird etwas stiefmütterlich behandelt. Der Franco Caffe macchiato zwar gut, die Beigabe ( Zuckerbriefchen und Hellma-Kakaomandel) fast schon berührend pein-kleinlich

Ambiente: Toller Ausblick, sehr gepflegtes Restaurant, angenehme Musikberieselung, hochwertige Besteck- und Porzellankultur, mittelmäßige Glaskultur. Die Toiletten –einen Stock tiefer in der das Turm-Bar zu finden- hinterließen einen weniger guten Eindruck.
Service: Technisch perfekt, perfekte Speisenerklärungen, gute Weinempfehlungen, wenn auch ein wenig zurückhaltend und sachlich. Besonders aufmerksam beim nachschenken, Gebäck nachreichen; war immer da wenn man meinte etwas zu brauchen. Man traf den Geschmack, diente perfekt, traf aber nicht Herz und Seele.
Mit Trinkgeld nach Abzug der 30-delinsky-% € 90.--; absolut angemessen und in Ordnung für die Qualität dieses Abends.

 dadurch bewegt sich was in meiner Hall-of-taste (© amarone 1977) Best of "Feine Restaurants" in Österreich, Veränderung in den Top 10
• NichtraucherInnenrestaurant

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Kommentar von am 16. Jän 2013 um 22:26

;-))))

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am 22. November 2012
schilchers
24
1
4
2Speisen
4Ambiente
3Service

leider bin ich zeitlich unter druck, möchte aber meinen besuch des Turm hier durch eine bewertung festhalten. genaue beschreibung des speziell georderten 5gängigen mittagsmenü schaffe ich leider nicht.
nachdem das lokal ja in regelmäßigen abständen den besitzer wechselt hatte ich schonmal nicht die größten erwartungen. bei meinem letzten besuch wurde die molekularküche gepflegt. nun sind die portionen leider auch ned viel größer aber noch viel weniger kreativ. anstatt die mangelnde fantasie der küche mit etwas größeren portionen zu kaschieren wird um vergleichsweise teures geld eine minimale menüvariation und durchschnittskreationen verkauft.

die bedienung ist noch immer sehr jung, lieb aber halt ned sonderlich versiert und für den selbstgesteckten anspruch einfach noch ned reif genug.

das ambiente lebt einzig vom blick über die stadt, vorsicht allerdings in der kalten jahreszeit dass man nicht auch den letzten mehrwert durch nebel verliert. der standort is sowieso ein witz, realistisch nur mit auto zu erreichen. ein witz, dass es diese immobilien an der schlecht erschlossenen lage überhaupt gibt.

schauma mal wie lange das noch gut geht - die vielen gutscheine zeugen von handlungsbedarf...

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Letzter Kommentar von am 24. Mär 2014 um 15:04

Die Schilderung von Schilchers ist total richtig, der Meinung sind wir, weil wir wahrscheinlich keine Ahnung von Gastronomie haben!

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am 1. Oktober 2012
Dax77
15
1
4
4Speisen
4Ambiente
3Service

Anlässlich unseres Jahrestages, habe ich meine Freundin in dieses Restaurant entführt mit anschließendem Liquid-Dinner in der Bar einen Stock darunter.
Man hat uns nett begrüßt und wir bekamen einen Tisch zugewiesen der schön dekoriert war. Rote Steinchen in Herzform waren dezent aufgelegt mit netter Kerzenuntermalung.
Die Info, dass man als Pärchen auftaucht reicht, dass man sich hierzu Gedanken macht.

Wie ich jedoch meinem Vor-Poster Recht geben muss, kommt einem bald das Gefühl es handle sich um die Abschlussprüfung von jungen Knödel-HAK Absolventen. ("So und jetzt zeigt mal was ihr gelernt habt") Zudem wirken die Erklärungen zum Wein, dem Gruß aus der Küche und den Speisen wie auswendig heruntergelernte Texte, die per Knopfdruck aufgesagt werden.

Auf dem Menüplan stehen sonderbare Gaumenfreuden. Der Fisch und auch das Kalb (die einzigen zwei Hauptspeisen) waren perfekt gewürzt und angebraten. Auch die Beilagen reizen Geschmacksnerven die sich sonst wohl meist im Tiefschlaf befinden. Außergewöhnlich, aber sehr köstlich! Dennoch haben wir für Vorspeise, Hauptspeise, Apperetiv und ein Glas Wein (alles mal 2 natürlich) 112 Euro bezahlt.
Und es sei erwähnt, dass man nun wirklich nicht satt wird, bei diesen Mini-Portionen.

Fazit:
-Die junge Bedienung ist sehr bemüht, wirkt jedoch etwas unbeholfen, sobald sie ihr eingespieltes Programm ein bisschen verlassen (müssen).
-Das Essen ist sehr köstlich, jedoch eindeutig zu teuer und zu wenig.
-Das Ambiente ist ruhig und nett. Der Blick über die Stadt ist aufgrund der Beleuchtung des Restaurants aber nur bedingt wahrnehmbar.

Die Bar:
Die Bar einen Stock darunter ist ausgestattet mit einer schönen, gemütlichen Terrasse, die einem echt einen netten Blick über die Stadt bietet. Temperaturbedingt mussten wir aber drin bleiben. Innen bot sich eine angenehme Lounge-Atmosphäre mit passender Lounge-Music. Das Liquid-Dinner wurde uns serviert. Interessante Gedanken hat man sich hierzu gemacht. Jeder Cocktail wird in eine kleine nette Geschichte verpackt. Man fragt uns jedoch bei leeren Gläsern (die sichtlich wahrgenommen wurden) nicht über den nächsten Gang. Erst nach längerer Wartezeit musste man selber zur Bar und dort den nächsten Gang bestellen, das Gleiche einen Gang später. Bei so einer hochpreisigen Bar kann man sich schon ein bisschen Service erwarten. Zudem wurde der zweite und dritte Gang zusammengelegt. Einmal ein mango-betonter Cocktail und einmal ein minze-betonter Cocktail. ("Wer möchte was?")
Ok, auch eine Möglichkeit zu sparen.

Immer noch freudig des Anlasses überkam mich die Größzügigkeit und ich gab dem Kellner, trotz der schwachen Serviceleistung ein paar Euro Trinkgeld. Mit einem leisen aber ebenso zynischen "Danke" wurde der Abend in der Bar beendet.
Auch im Beisl ums Eck kriegt man zumeist ein "schönen Abend noch" oder wenigstens ein lächelndes Dankeschön für so viel Trinkgeld.
Nicht in Ordnung.

Fazit:
Ausnahmslos so junges Personal hinzustellen sowohl im Restaurant als auch in der Bar halte ich in diesem hochpreisigen Segment nicht für vorteilhaft.
Preis-/Leistungsverhältnis ist im Allgemeinen zu überdenken.

Die Bar ist im Sommer/bei warmen Temperaturen sicher etwas besonderes wenn man auf der Terrasse sitzen kann. Allein das Ambiente und der Blick über die Stadt ist ein Besuch wert.

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am 15. September 2012
trueffelschaf
4
1
2
3Speisen
5Ambiente
3Service

Im Rahmen der Restaurantwoche habe ich gestern das Turm besucht. Kurzfassung: Ich hatte um einiges mehr erwartet - so gewinnt man keine neuen Gäste...

Positiv hervorzuheben: das Ambiente. Wären Essen und Service genauso gut, würde sich die eher weite Anreise aus der Wiener Innenstadt durchaus lohnen. Wir hatten einen Tisch am Fenster und konnten den tollen Blick über Wien genießen, auch das Design des Restaurants war geschmackvoll und einladend.

Der Service: bemüht, aber vor allem Mitleid erweckend. Das Servicepersonal war durchwegs sehr jung und unsicher. Schon beim Hinstellen des wirklich platzsparenden Gruß aus der Küche gab es Probleme ("Hm... Wo soll ich das jetzt hinstellen? Da ist so wenig Platz." - Sie hat es dann doch nach mehreren Anläufen geschafft.) Speisen und Wein wurden bemüht präsentiert, ganz gesessen hat das jeweilige Gsatzerl aber nicht - und selbstbewusst überzeugend war es schon gar nicht. Schlecht betreut fühlten wir uns nicht, aber alles in allem hatte man doch eher das Gefühl, man wäre Testesser/in bei der Servierprüfung einer - wie sagt man so schön - "Knödel-HAK" als Gast in einem Nobel-Lokal.

Die Speisen: naja.
Brot und Butter zu Beginn. Ja, gut. Das hat man schon einfallsreicher gesehen, aber tragisch ist es auch nicht.
Der Gruß aus der Küche: großartig. Ein Aprikosenschaumsüppchen. Etwas Neues, wunderbar interessant im Geschmack.
Die Vorspeise: ein Beef Tartar mit lila Senf - also ansatzweise kreativ. Geschmeckt hat es gut, aber nicht wirklich anders also anderswo.
Die Hauptspeise: "Gegrilltes Zanderfilet - Schwarze Quinoa - Mango - Rotes Curry" - eine Enttäuschung. Der Zander schmeckte nach - Überraschung - Zander. Wo war die Würze? Ich weiß es nicht. Das Quinoa war mit Sepiatinte gefärbt und schmeckte hauptsächlich trocken. Die 2 ml Mango-Sauce versuchte ich vergeblich aus der Pampe herauszuschmecken. Das lila Currystaubhäufchen am Tellerrand konnte der ansonsten geschmacklosen Kombination auch nicht die nötige Würze verleihen. Gut, ganz geschmacklos war sie dann doch nicht: Fleckchenweise war sie versalzen - der Grund dafür ist mir ein Rätsel. Vielleicht kam das Salz zum Schluss darüber. Aber halt nicht überall.
Meine Unzufriedenheit habe ich auch der uns zugeteilten Servicekraft mitgeteilt. Es täte ihr Leid, grundsätzlich essen die Leute lieber das Fleisch. Ähm, aha. Muss man sich deshalb beim Fisch nicht bemühen?
Das einzig Gute an der Hauptspeise: der Wein. Ein ausgezeichneter Grüner Veltliner von einem Weingut, das ich leider bereits vergessen habe.
Flugs wurde dann die Nachspeise gereicht (ich schätze kurze Pausen zwischen den Gängen, aber gut...): "3 mal Schokolade (cremig / luftig / eisig)". Eigentlich hätte es heißen müssen: 4 mal Schokolade. Denn alles wurde samt Schokosauce serviert. Auch als großer Schokoladenfan muss ich dazu sagen: Was zu viel ist, ist zu viel. Wo waren die Früchte, die zwangsläufig zu einem solchen Dessert gehören, um ihm ein wenig von der Schwere zu nehmen und Frische zu verleihen? Versteckt unter dem Schokoladenhaufen waren eine Himbeere und 6 Ribiseln auf kaum nachweisbarer Fruchtsauce zu finden. Das Dessert hätte wunderbar sein können, hätte man sich nicht so eisern auf die Schokolade (die grundsätzlich gut zubereitet war) konzentriert und dabei den Rest vergessen.

Schade. Einmal und nie wieder. Dafür sind der Weg zu weit und die (üblichen) Preise zu hoch.

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am 9. September 2012
UweK
1
1
5Speisen
5Ambiente
4Service

Anlässlich unserer Hochzeit bekamen wir einen Gutschein für das 6-Gang Menü "Verliebt in Wien" geschenkt. Diesen haben wir dann Mitte August eingelöst. Das Ambiente war durch den Blick über Wien beeindruckend und das Restaurant punktete mit seinem stilvollen Design. Besonders positiv zu bewerten ist, dass wir nicht lange auf die Gänge warten mussten. Mein Mann war vom Stundenei an Kartoffelpüree besonders angetan. Mich hat das Dessert aus einer Variation der Schokolade geschmacklich überzeugt. Der Service hat uns an diesem Abend besonders gut gefallen. Die weibliche Bedienungen waren sehr aufmerksam und überaus professionell. Leichte Kritik geht an den Restaurantleiter, der mir in meinen benutztes Weinglas einen neuen Wein einschenkte. Desweiteren sahen die Esslöffel überdurchschnittlich benutzt aus. Leider wurde uns auch keine Weinbegleitung, wie es bei unserem Nachbartisch erfolgte, angeboten.
Zur Abrundung des Abends durften wir das Liquid-Dinner in der Cocktailbar geniessen, welches uns sehr gut gefallen hat. Besonderes Lob geht an die Barkeeperin Julia, die sich für Gäste viel Zeit zum erklären der Cocktails nahm.
Fazit: Sehr empfehlenswert um einen Besuch in Wien ausklingen zu lassen.

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am 29. Mai 2012
hkm
3
1
1
2Speisen
4Ambiente
4Service

Wir, 4 Personen, hatten über Deal LX Gutscheine im Wert von
€ 99 für "Das Turm" erworben.
Am 24 Mai wars soweit.
Vorher ein kurzer Blick ins Internet, Karte angesehen, festgestellt
zwei Menus, ein viergängiges und ein fünfgängiges um € 63.
Große Spannung was der sechste Gang sein könnte, der ja doch (€ 99 - € 63) € 36 wert sein sollte.
Wir vieSpaß gemacht die Speisenfolge zu bewerten, jeder hatte pro Gang 10 Punkte (Maximum) zur Verfügung, somit gabs pro Speise maximal 40 Punkte.

Gruß aus der Küche 17
Lachs konfiert, Rohschinken mit Kräutern 14
Süßkartoffelcremesuppe mit Popcorn 19
Stundenei mit Perlgraupen 26
Passionsfruchtsorbet 30
Geschmortes Backerl vom Rind
mit Kartoffelpüree 38
Schokoterrine, Kokosschaum,
Schokoladenstaub 26

Die Portionsgrößen sind allerliebst klein, sehr dekorativ angerichtet, man könnte sicherlich den einen oder anderen Gang noch vertragen.
Der Service ist bemüht und aufmerksam, abgesehen das ich mir die gewünschte Pfeffermühle selbst holen musste, sehr nett fanden wir dass auf Nachfrage noch ein "Nachschlag" des Hauptgerichtes serviert wurde.
Das Geheimnis warum der sechste Gang € 36 wert sein sollte konnte von uns nicht gelüftet werden.
Fazit: für mich ist der Gutschein im Wert von € 99 eine ziemlich ausgebuffte Marketingidee, die Kalkulation dazu wäre interessant zu sehen, kein Beef Tartar, keine Gänseleberterinne oder Dry Aged Beef wie auf der Tageskarte.
Kurz gesagt: dieses 6 Gang Überraschungsmenü war für uns keine € 50 wert.

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Letzter Kommentar von am 14. Jun 2012 um 20:20

wir hatten aber nicht 99 euronen für zwei für zwei berappt sondern pro person und es gibt sehr wohl ein 5 gang menü um € 63. also mit alleine umbennen wirds nicht getan sein, sondern das preis- leistungsverhältnis anpassen!!

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am 22. Mai 2012
hscheele
3
1
1
5Speisen
5Ambiente
4Service

Besondere Anlässe soll man in besonderen Lokalen feiern! So "entführte" ich meine Frau zu unserem 1. Hochzeitstag in "Das Turm". Wir genossen mit tollem Blick auf das abendliche Wien ein 5gängiges Menü um 63 Euro.

Gestartet wurde mit einem Beef Tartar "Das Turm" mit violetter Senfpofese, Nussbutter und hausgemachtem Kartoffelbrot. Gefolgt von einer cremigen Brunnenkresse Essenz mit einem köstlichen Stück Lamm, Sauerrahm und Kluwak. Nach dem Zwischengang (Nummer 3) - mit dem lustigen Namen Fruchtzwerg (Karotte, Guanabana und Pecerino) gab es als Hauptgang einen Zander "Citrustouch" mit Softgnocchi, Limette-Kefir, Purple und Mango. Beim Dessert versuchten wir beide Varianten. "Die Birne" mit Safran, Fenchel Mousse sowie "Die Schokolade" mit Rhabarber, Süße Erde.

Dazwischen gab es immer wieder "kleine Grüße" aus der Küche - die ich mir aber leider nicht gemerkt habe.

An Getränken gab es als Aperitif ein Glas Champagner, während des Menüs verkosteten wir einen Blaufränkischen Hochäcker "DAC" 2009 vom Rotweinhof Amminger und zum Fisch hatten wir einen Sauvignon Blanc 2011 vom Weingut Tement.

Alles in allem ein perfekter Abend in sehr ansprechendem Ambiente. Sehr guter und kompetenter Service und ein absolut gutes Preis/Leistungsverhältnis.

Aus unserer Sicht ist "Das Turm" für besondere Anlässe absolut empfehlenswert!

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Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 13. Mai 2012
Gourmette
27
3
9
4Speisen
5Ambiente
5Service

Das "Das Turm" stand schon länger auf unserer To-Do-Liste u. dank Daily Deal konnten wir Freitagabend ein 7-Gänge-Menü zum "kleinen" (49€ statt 109€) Preis genießen.
Im 22. Stock des Vienna Twin Towers angekommen sind wir freundlich empfangen u. darauf hingewiesen worden, dass wir den Aperitif einen Stock tiefer in der Bar einnehmen könnten, bevor das eigentliche Dinner im Restaurant beginnt.
Gesagt getan. Ich wäre ohne diesen Gutschein nie auf die Idee gekommen einfach so auf einen Drink hierher zu fahren, aber jetzt wissen wir, dass es sich auch ohne einen Restaurantbesuch auszahlt. Der Ausblick ist wirklich beeindruckend u. die Sitz- u. Liegegruppen laden zum Verweilen ein. Der Innenbereich der Bar ist zwar auch recht ansprechend, nur der Rauch hat sich schon so in das Mobilar "gefressen", dass es auch ohne, dass jemand raucht muffig riecht.
Der Aperitif-Cocktail war sehr lecker, leider weiß ich die genauen Zutaten nicht. Cognac-Likör war auf jeden Fall drin.
Mit dem Lift gings dann wieder in den 22.Stock. Wir hatten erfreulicherweise einen Tisch direkt an der Glasfront.
Einer der Kellner hat uns nach unseren Getränkewünschen gefragt, geworden sind es dann ein Achterl Gelber Muskateller vom Strauss à 4,50€ u. ein Achterl Cuvee Equinox vom Reumann à 6€. 1 Flasche Mineral kostet 5,50€.
Gleich nach den Getränken wurde uns ein Brotkörberl oder besser gesagt Säckchen gebracht mit verschiedenen Sorten (Olive, mediterranes Baguette mit Käse überbacken, dunkles Brot u. normales Baguette) u. ein Teller mit gesalzener u. Limetten- oder war es Zitronenbutter.
Eine Kellnerin servierte uns dann das Amuse gueule in einer Blechkonserve, sehr kreativ das Ganze. Was es genau war kann ich nicht sagen. Räucherfisch mit Mango u. Chili ist mir in Erinnerung geblieben.
Der 1. u. für uns beste Gang folgte danach, nämlich Lachs mit Wiesenkräutersalat u. Senfschaum wenn ich mich nicht täusche. Das war wirklich ein Geschmackshighlight! Wir hätten lieber hiervon eine doppelte Portion gehabt u. auf den nächsten Gang verzichtet.
Dieser war eine grüne Spargelcremesuppe wieder mit ein bisschen Chili oben drauf u. einem weißen Schaum. Die Konsistenz der Suppe war uns ein wenig zu dick, was aber nicht weiter gestört hätte, wenn der Geschmack perfekt gewesen wäre. War er aber leider nicht. Die Suppe schmeckte sehr intensiv u. leider sehr säuerlich. Diese starke Säure verdeckte den ganzen Spargelgeschmack. Sehr schade.
Der 3. Gang war ein Stundenein. Sprich ein 60 Minuten lang pochiertes Ei. Pochierte Eier sind für mich eher Neuland u. ein pochiertes Stundenei sowieso, deswegen kann ich diesen Gang nicht so sehr wertschätzen. Vom Geschmack her war es sehr gut, die Konsistenz ist einfach wenn man so etwas noch nie zuvor gegessen hat ein wenig eigenwillig.
Als nächstes folgte ein Forellenfilet auf Perlgraupen. Der Fisch hätte ein bisschen glasiger gebraten gehört, war aber sonst sehr gut u. die Perlgraupen (So ein blödes Wort!) ebenfalls.
Als Zwichengericht sollte uns ein Johannisbeersorbet erfrischen. Das tat es auch, man musste sich nur sehr schnell erfrischen, da das Sorbet schnell in seinem weißen (schöner Farbkontrast!) Marmorschüsselchen dahinschmolz.
Der Hauptgang war ein Schulterscherzl auf Rote Rüben-Risotto. Das Risotto war für den Italogaumen meines Freundes einen Hauch zu al dente, aber nicht weiter störend u. geschmacklich sehr gut. Schulterscherzl ist nicht unbedingt unser Fall, zubereitet war es aber top, sehr zart.
Zwischendurch wurden wir noch gefragt, ob wir irgendwelche Getränkewünsche hätten. Natürlich wurde auch beim Abservieren immer brav gefragt, ob wir zufrieden waren.
Witzigerweise sahen wir immer schon bei den anderen Tischen was beim nächsten Gang auf uns zu kommt, da an diesem Abend wohl die meisten Gäste Daily Deal Gutschein-Käufer waren. Zu Anfang war ich auch noch unschlüssig, ob man in so einem Lokal einfach sein Handy zücken darf, um die Speisen abzufotografieren. Ich war aber bei weitem nicht die einzige. Die Tiroler Kellnerin erkundigte sich dann bei den Damen am Nebentisch, ob sie eh schöne Fotos gemacht haben.
Zurück zu den Speisen: Der letzte Gang war ein Schokomousse mit einer Art Erdbeerkompott u. Birnenschaum. Können wir nur empfehlen!

Zum Ambiente braucht man nicht mehr viel hinzufügen. Das Restaurant an sich ist eher klein, aber sehr gemütlich, sofern man nicht gerade an einem der großen runden Tische in der Mitte des Restaurants sitzt. Die Tische an der Glasfront haben für mich einfach mehr Flair u. einen höheren Wohlfühlfaktor.

Der Service war durchgehend einwandfrei, alle sehr freundlich u. zuvorkommend. Das Mineral haben wir uns selber eingeschenkt, aber das ist auch gut so, alles andere finde ich eigentlich ziemlich affig, aber das ist nur meine Meinung.

Zum Schluss ließen wir den Abend noch bei einem Cocktail auf der Terrasse ausklingen. Mit 8,60€ sind die Cocktails überraschenderweise eher unter dem Wiener Durchschnitt. Nüsschen gab es natürlich auch.

Alles in allem war es ein gelungener Abend! Die 50€ waren es definitiv wert. 110€ hätte ich für dieses Menü aber nicht ausgeben wollen. Das Menü hat uns vom geschmacklichen Gesamteindruck nicht 100%ig überzeugt (z.b. die Suppe), obwohl manche Speisen (z.B. der Lachs) wirklich sehr toll waren. Dennoch werden wir dem "Das Turm" bestimmt wieder einen Besuch abstatten, seis nur, um bei einem Cocktail die wunderschöne Aussicht zu genießen.

Was ich noch vergessen habe: Im Prinzip sollte man dies nicht extra hervorheben müssen, aber da viele Leute mit Daily Deal- u. Groupon-Gutscheinen schlechte Erfahrungen gemacht haben, möchte ich nur sagen, dass man im Das Turm als Gutschein-Einlöser freundlichst behandelt wird. Vielleicht werden "normale" Gäste noch freundlicher behandelt.. ;) Somit kann ich eine klare Kaufempfehlung aussprechen was Das Turm-Gutscheine betrifft.

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am 22. Februar 2012
Donna
25
6
8
4Speisen
3Ambiente
3Service

Am 25.01. besuchte ich anläßlich eines Geburtstags das Turm.
Bei der Reservierung wies ich natürlich auf den Geburtstag hin. Man fragte sogar, ob ich selbst oder meine Begleitung Geburtstag hätte. Meine Bedenken wegen des Postings von amani74 waren an dieser Stelle sofort weggeblasen.
Man versprach mir eine Candlelight-Dinner-Tischdekoration sowie ein Tischfeuerwerk zusammen mit dem Dessert; nicht die originellste Idee, aber gut.

Bei Ankunft im Restaurant dachte ich, man hätte uns zum falschen Tisch geführt, denn die angekündigte Deko bestand aus einer EINZIGEN (!) Kerze. Eine Candlelight-Deko stelle ich mir wahrlich anders vor!!!

Wir entschieden uns für eine 5-gängige Speisenfolge mit Weinbegleitung.
Das Essen war sehr gut, der Service anfangs sehr freundlich und bemüht, zwischendurch schien man allerdings immer wieder auf uns zu "vergessen".
Das Dessert fand ich allerdings etwas einfallslos, die Mini-Kuchenstücke eher trocken. Waren die vom Vortag?

Der Gipfel der Fehlleistung: selbst auf das Tischfeuerwerk wurde einfach VERGESSEN!!!

Somit geriet das Geburtstagsessen zu einem ganz normalen Abendessen ohne highlights um gar nicht mehr so wohlfeile € 150,--.

Um den Abend nicht gänzlich zu verderben, beschwerte ich mich nicht vor Ort sondern sachlich und freundlich per mail.

Die Antwort liest sich wie folgt:
Sehr geehrte Frau ....,

recht herzlichen Dank für Ihr Feedback und Ihre Email.

Meinem Team und mir tut es wahnsinnig leid, dass wir Sie mit unseren Leistungen nicht zufrieden stellen konnten.

Regulär reicht es auch bei uns aus, zu sagen dass es sich um einen Geburtstag handelt.

Aber wir sind alle nur Menschen und machen halt manchmal auch Fehler.

Ich bitte Sie hiermit vielmals um Verzeihung und hoffe, dass Sie uns in naher Zukunft noch einmal die Chance zur Wiedergutmachung geben.

Mit freundlichen Grüßen,

Nicole Guelle
Assistenz der Geschäftsführung

Aus meiner Sicht fehlen hier die Grundregeln für professionellen Umgang mit zu Recht unzufriedenen Kunden.
Frau Guelle müßte doch Wiedergutmachung ANBIETEN!!! Z.B. in Form einer Einladung zu einem Drink in der Bar.
Das kostet so gut wie nichts und würde echtes Bemühen um den Gast erkennen lassen.
So kann ich nur sagen, lapidarer geht's wohl kaum!

Zu bemerken ist noch, daß bei Ankunft im Turm um 19.30h lediglich ein einziger Tisch mit 2 Personen besetzt war. Im Laufe des Abends kamen etwa 12 Personen dazu, was sich sofort negativ auf den Service auswirkte. Siehe oben!

Die mäßige Frequenz wundert mich nicht, denn selbstverständlich werde auch ich das Turm unter dieser Leitung KÜNFTIG MEIDEN!!!

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Letzter Kommentar von am 11. Sep 2012 um 16:30

Ich war noch nicht im Lokal, hatte aber ein ähnliches Erlebnis: Ich wollte während der Öffnungszeiten telefonisch einen Tisch für Samstag-Abend bestellen (wusste nicht und ging auch nicht davon aus, dass das Restaurant samstags geschlossen hat). Das Telefon wurde nicht abgehoben. Ich versuchte es dann per mail und bekam eine saufreche Rückanwort mit dem sinngemäßen Inhalt: Wenn wir was zu tun haben, dann können wir eben nicht abheben und außerdem nachdem Sie wahrscheinlich lesen können, steht auf der Homepage eh, dass samstags geschlossen ist. Ich werd wohl die Aussicht vom 22. Stock nie genießen können, denn denen bring ich keinen Cent!

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am 6. Dezember 2011
Hartaberfair
55
7
11
4Speisen
5Ambiente
4Service
1 Check-In

DasTurm ist mein absolutes Lieblingsrestaurant in Wien. Die Qualität des Essens ist phantastisch und entspricht dem, was ich mir unter einem Haubenlokal vorstelle. Der Service ist ausgezeichnet, es wird aber auf lästiges Schischi verzichtet. Besonders empfehlenswert ist ein Besuch im (Spät)Sommer, wenn man den tollen Blick vom 21. Stock über Wien zunächst von der Terrasse genießen und dann in der Dunkelheit die beleuchtete Stadt bewundern kann. Auch die Einrichtung des Restaurants ist nach meinem Empfinden äußerst geschmackvoll und stilsicher. Mein Lieblingsessen ist die glacierte Kalbsleber. Der Koch versteht sein Handwerk. Die Preise sind gehoben und wenn man zu zweit ein Schönes 4-Gänge Menü inkl. Weinbegleitung genießen möchte, sollte man 150 Euro einplanen. Ein Nachteil ist allerdings die Lage im Business Park Vienna am Wienerberg. Um mal ebenso vorbeizuschauen bietet sich dasTurm daher nicht unbedingt an. Wer sich aber Zeit für einen wunderschönen Abend nehmen möchte, der ist hier genau richtig aufgehoben.
Wir waren vom dasTurm so begeistert, dass wir sogar unsere Hochzeit hier ausgerichtet haben. Im Großen und Ganzen war es ein wunderschönes Fest. Die Atmosphäre auf der Terrasse und der Ausblick waren gigantisch. Lediglich der Koch scheint bei größeren Gesellschaften leider etwas überfordert zu sein, was zu inakzeptablen Wartezeiten bei der Speisenfolge führte. Sollte jemand eine größere Gesellschaft planen, wenden Sie sich unbedingt an Herrn Lang, den Restaurantleiter, der einen super Job macht.

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am 7. Oktober 2011
lexxal
62
7
12
5Speisen
5Ambiente
5Service

Alles SEHR lecker, tolles ambiente über den dächern wiens, alle 7 gänge waren ausgezeichnet, das fleisch auf den punkt, nichts zu kalt, nichts brennheiß das man sich verletzten würde, und alles optisch absolut anspruchsvoll.
Service war auch super, auch als wir nach dem 5. gang einen Spaziergang auf die Terrasse darunter einlegten, war das überhaupt kein Problem.
Natürlich zahlt man dafür - allerdings angemessen wie ich finde!

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am 19. September 2011
Gilly
2
1
5Speisen
5Ambiente
5Service

liebes Team,

Service und Betreuung sowie Küche waren hervorragend,
dass das alles seinen Preis hat versteht sich auch ......

liebe Grüße

Claudia Gilly

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Kommentar von am 19. Sep 2011 um 14:51

Liebe Claudia Gilly sowas wuerde ich direkt auf die Homepage des lokals schreiben. liebe Gruesse SSW

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am 18. September 2011
NadjaA
22
2
3
4Speisen
4Ambiente
4Service

Am Freitag haben wir zum wiederholten mal "Das Turm" besucht. Das 8-gängige Menü stand unter dem Motto "...durch den Wind" und war von Anfang bis zum Schluß sehr gut. Einzig die "Mozarellaluftballons" waren nciht so außergewöhnlich, aber das Kalbsfilet war eine absolute Gaumenfreude, ich behaupte, dass dieses Gericht das bisherige highlight dort war, allerdings knapp gefolgt von den restlichen Gerichten. Die Nachspeise - Kokosbälle mit Eisfüllung- ist auf der Zunge zergangen.
Der Blick über Wien und das überaus zuvorkommende Service sowohl im Restaurant als auch in der Bar (ich habe einen Hustenanfall bekommen und der Barkeeper hat mir sofort ein Glas Wasser zum Tsch gebracht) hat den Abend zu einem schönen Erlebnis gemacht.
Dieses Restaurant gehört zu meinen Lieblingen.

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am 31. August 2011
CAH
55
11
14
4Speisen
5Ambiente
3Service

Besuch von 4 Personen am 16.8.11 (1. Tag nach Sommersperre, unsere telefonische Reservierung während der Sperre hat im Vergleich zur vorigen Posterin Amani74 problemlos geklappt). Lokal war relativ gut besucht. Verwirrend war übrigens, dass wir sowohl bei der Reservierung als auch im Lokal (dort 2x) nach "Gutscheinen" gefragt wurden?

Ambiente: Wie immer herrlich, es zahlt sich aus bei der Reservierung einen Tisch an der Front zu bestellen. Kleiner Wermutstropfen: Bar im Stock darunter hatte (noch) nicht offen, daher konnten wir den Aperitiv nicht wie geplant dort auf der Terrasse einnehmen (Beginn der Hitzewelle in Wien).

Service: Grundsätzlich gut, aber es war im Vergleich zu früheren Besuchen nicht möglich, im Restaurant ein Bargetränk serviert zu erhalten obwohl die Bar in der Zwischenzeit geöffnet hatte. Einer der glasweise ausgeschenkten Weine, den wir als Aperitiv nahmen war zu warm, restliche Weine waren dann genau richtig. Service war gut, aber nicht sehr aufmerksam - wir mussten uns meist selber nachschenken, oder es wurde einmal einer Person (während diese sich erfrischen war und wir anderen unaufmerksam) aus einer neuen Flasche Wein nachgeschenkt, obwohl im Glas noch der Aperitivwein war! Bei mehr Aufmerksamkeit hätten wir sicher noch eine Flasche Wein mehr geschafft.

Speisen:
Ein Pluspunkt ist, dass das Brotkörberl (3 Sorten) ungefragt nachgefüllte wurde, nachdem wir es verspeist hatten. Das sollte eigentlich Standard sein, ist es aber häufig nicht, daher definitiv eine Aufwertung.

Amuse Gueule: Gebratene Garnele auf ErdbeerWodka (vgl. Foto) - sehr fein und erfrischend, auch passend zum Wetter. Wir waren nur wg. des Alkohols verwundert, der sozusagen ungefragt serviert wurde - es gibt ja auch unfreiwillige Abstinenzler / Ex-Alkoholiker: Wie reagieren diese z.B., wenn ihre KollegInnen dabei sitzen die nichts vom ehemaligen Alkoholismus wissen.
Wir dachten dann: Okay, der Service hat gesehen, dass wir alle am Tisch Alkohol als Aperitiv geordert hatten und daher gab es keine "Vorwarnung". Ein Bekannter war aber am nächsten Tag (17.8) im Das Turm und seine Begleiterin, die keinen alkholischen Aperitiv bestellt hatte, erhielt den Erdbeerwodka ebenfalls.

Vorspeise: Rehfiletcarpaccio (vgl. Foto, wirklich gut und ausbalanziert präsentiert) bzw. Eidotterravioli auf Spinat (eig. ein Zwischengericht, nicht sonderlich bemerkenswert)
Suppe: Kohlrabisuppe (exzellent, feine Nuancen) bzw. eine Consommé mit Langustenravioli (gut, aber etwas fade).
Hauptspeisen: Haben alle sehr gut geschmeckt. Erwähnenswert ist der rosa gebratene Kalbsrücken mit Niernderl und Salbeisafterl, das Zweierlei Schwein auch schmackhaft (aber an Beilagen kann ich mich schon gar nicht mehr erinnern), der Fisch auch sehr gut aber im Vergleich eine kleinere Portion.
Nachspeise: Wenn ich mich richtig erinnere eine Art Pfirsich Melba (hat allen super geschmeckt) und ein mit Wartezeit angekündigtes Soufflé mit weißer Schokolade das wirklich fantastisch war. Positiv ist auch, dass die Wartezeit trotz relativ vollem Lokal nicht wie angegeben 20 Minuten sondern deutlich kürzer war.
Fazit: Eine gute Alternative für Gäste, mit denen man/frau angenehm speisen und denen man doch auch die Stadt zeigen möchten (im Vergleich jetzt z.B. zum Donauturm)

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am 1. August 2011
Amani74
1
1
-Speisen
-Ambiente
0Service

Wir waren sehr enttäuscht - wir wollten am 30.07.11 unseren 4. Hochzeitstag feieren und es sollte eine Überraschung für meinen Mann werden. Siehe da es war eine sehr große Überraschung AUCH für mich. Den das Lokal hat trotz Bestätigung GESCHLOSSEN gehabt. SO EINE FRECHHEIT !!! Gerade in der heutigen Zeit darf so etwas nicht passieren !!! Bin gespannt wie die Restaurantleiterin das wieder gut machen will, einen verpatzte Überraschung zum Hochzeitstag !!!
-------- Original-Nachricht --------
Datum: Mon, 24 Jan 2011 14:54:01 +0100
Von: "Office - Das Turm"
An: Amani.Draeger@gmx.at
Betreff: AW: Tischreservierung für den 30.07.2011 ....

Sehr geehrte Frau Draeger,

vielen Dank für Ihre Reservierung und Ihr Interesse an unserem Restaurant „das Turm“.

Hiermit bestätige ich Ihre Reservierung für 2 Personen am 30.07. um 19:00 Uhr.

Mit freundlichen Grüßen,

Nicole Guelle
Restaurantleitung
_________________________
dasTURM Restaurant-Bar-Lounge
Turm D1, 22. Stock
Wienerbergstrasse 7,
1100 Wien

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Letzter Kommentar von am 6. Apr 2013 um 23:01

Deutschlehrer, jeder geschriebene Satz sollte mit einem Großbuchstaben beginnen und mit einem Satzzeichen (!, ?, :, ., etc.) beendet werden.

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am 29. Juni 2011
Anahita
1
1
5Speisen
5Ambiente
4Service

War bei einer Hochzeitsfeier, das Essen, Ambiente - alles war wirklich sehr gelungen. Die Qalität dieses Lokals wird leider unterschätzt. Es ist meiner Meinung jedoch immer einen Besuch und auch eine private Veranstaltung wert. Kompliment an das Lokal und die Mannschaft!

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am 31. Oktober 2010
yliben
1
1
-Speisen
0Ambiente
0Service

Haben Tisch reservieren lassen, waren zu viert; Tel.-Nr. war bekannt - d-h man hätte uns verständigen können, wenn sich etwas ändert.
Gleich beim Aperitiv startete ein Schwall von Reden, den eine Gruppe anderer Gäste abließ. Diese waren Repräsentanten einer Fa. die Nahrungsmittelzusätze vertreibt und dort eine Tagung auf dem NIveau von Heizdeckenverkaufsveranstaltungen abhielt.
Nach 15 min lautstarker Brandreden ersuchten wir den Kellner, dem störenden Treiben ein Ende zu setzen - leider ohne Erfolg. Nach wiederholtem Ersuchen bot er an den GF zu holen, der sich ebenfalls dazu ausser Stande sah.
Also stand ich auf und ersuchte die Rädelsführer der Gruppe anderer Gäste, dem Stören ein Ende zu setzen. Dabei erfuhr ich, dass diese angeblich eine geschlossene Gesellschaft gebucht hatten, was es definitiv nicht war, denn nicht nur wir - auch an anderen Tischen saßen Gäste, die nicht zur "Heizdecken-Partie" gehörten. Wir gaben dem GF noch 5 min. (immerhin war es insg. schon eine halbe Stunde !!)- dann gingen wird. FRECHHEIT !!!
Wir hoffen, dass die nächsten Betreiber (ist ja wohl anzunehmen, dass es SO wieder Schiffbruch erleiden wird...) es besser machen und freuen uns dann (sicher erst dann wieder !!) auf einen Besuch.

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Kommentar von am 31. Okt 2010 um 17:49

Ganz oben ist zu lesen:....Das Turm hat vor kurzem wieder eröffnet. Das sollte aktualisiert werden, denn das " seit Kurzem" ist mittlerweile ein Jahr her

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am 3. September 2010
Klee
32
1
4
5Speisen
5Ambiente
4Service

Nach der Neuübernahme erstmals im Turm.
Konnte voll überzeugen.
Speisen einfallsreich und raffiniert (vielfältige Auswahl, auch Buness-Lunchmenu um 22 €, gute Weinkarte (einige offene Weine, wer nicht so viel mag) und aufmerksamer Service.
Lediglich zwischen den Gängen hat es ein bissi zu lang gedauert (daher Punkteabzug), bedenkt man, dass das Lokal halb leer war.
Ambiente ein Traum (Aussicht)!
Eine klare Empfehlung, auch wenn nicht grade billig.

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am 28. Februar 2010
schimi
1
1
2Speisen
4Ambiente
2Service

RESTAURANTLEITERIN macht alles kaputt! Der Abend war eigentlich sehr nett, die Vorspeise ein wenig sehr klein und eindeutig mehrere Stunden vorbereitet, die Hauptspeise sehr gut und die Kellner sehr bemüht. Als ich dann allerdings - nach Nachfrage - die Nachspeise Tauschen wolle, erlebte ich Inkompetenz, Patzigkeit und Arroganz in Reinkultur. Es sei nicht möglich, die Nachspeise zu tauschen, da diese vorportioniert seien, wurde mir von der Restaurantleiterin Frau Stauber mitgeteilt. Mit diesen Worten stelle sie mir eine ANDERE, jedoch weder die zum Menü gehörige, noch die von mir bestellte Nachspeise hin. Nachzufragen, ob ich denn gerne aufzahlen würde, hätte sie keine Zeit gehabt (dennoch war Zeit genug IRGENDEINE Nachspeise aus der Küche zu holen)... Die Nachspeise wurde schlußendlich auf etwas anderes getauscht, was von ihr mit schnippischen Worten serviert wurde. Leid tun mir eigentlich nur die Kellner, die sich um eine Deeskalation der Situation bemühten...und sich für ihre "Chefin" entschuldigen mussten. Sollten sie im TURM etwas bestellen, wünsche ich Ihnen also, dass sie es auch bekommen - anscheinend entscheidet dort nämlich Frau Stauber was man heute essen darf und was nicht... Schade eigentlich, dass die Dame keine Ahnung hat, wie sehr sie dem Lokal damit schadet!

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am 21. November 2009
loewe76
9
1
1
5Speisen
5Ambiente
4Service

War seit der innoffiziellen Eröffnung bereits drei Mal im das Turm Essen. Das Ambiente mit dem Blick über Wien ist einzigartig. Das Service ist für die Anfangsphase bereits gut eingespielt und sehr aufmerksam. Von der Qualität der Speisen war ich bis dato begeistert. Die Kalbsbackerln waren hauchzart, das Beef-Tatare ausgezeichnet abgeschmeckt. Über die Rahmfisolen zum Lamm kann man streiten. Alles in allem ein sehr empfehlenswertes Lokal der gehobenen Kategorie. Nicht zu vergessen ist natürlich Gottfried Krasser, der wie immer einen ausgezeichneten Gastgeber gibt.

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Kommentar von h.t. am 22. Sep 2010 um 11:17

ich war bereits mehrmals im Restaurant essen und jedesmal hoch zufrieden! Herr Krasser ist der perfekte Gastgeber und macht seine Sache genau so gut und ambitioniert wie seinerzeit in der Cantinetta Antinori, die seitdem sehr gelitten hat. Alles andere wie Ambiente, Aussicht etc ist ohnehin einzigartig. Eine eindeutige Empfehlung!!

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