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Speisen
Ambiente
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38
41
40
Gesamtrating
40
9 Bewertungen
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Das SchickDas SchickDas Schick
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Das Schick Info
Features
Frühstück
Brunch
WLAN, WiFi
Ambiente
Stylish
Preislage
Gehoben
Kreditkarten
Gängige Karten
Öffnungszeiten
Mo
12:00-15:00
18:00-22:30
Di
12:00-15:00
18:00-22:30
Mi
12:00-15:00
18:00-22:30
Do
12:00-15:00
18:00-22:30
Fr
12:00-15:00
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Sa
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So
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Das Schick

Parkring 12
1010 Wien (1. Bezirk - Innere Stadt)
Schick- Hotel am Parkring
Küche: International, Wiener Küche, Österreichisch
Lokaltyp: Restaurant
Tel: 01 51480-417Fax: 01 51480-40
Lokal teilen:

9 Bewertungen für: Das Schick

Rating Verteilung
Speisen
5
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1
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Ambiente
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Service
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Bewertungsschlüssel
Rating Details
Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 2. April 2016
josi99
7
1
3
3Speisen
4Ambiente
5Service

Am 1.4. 2016 habe ich mit meinem Mann, Geschenkgutscheine für's Schick-Menü incl. Weinbegleitung eingelöst.Wir wussten nicht, dass es sich um spanisch angehauchte Küche handelt. Das störte uns auch gar nicht, ganz im Gegenteil, wir lieben spanische Küche. Das Ambiente des Restaurants ist heimelig, edel und modern. Der freundliche Empfang unterstrich den guten Eindruck, war aber zu erwarten. Atemberaubend der Ausblick über Wien. Die Zeit bis zum Servieren des Aperitivs (nicht im Preis inbegriffen) und des Spezialgebäcks mit verschiedenen Buttervarianten wie Bärlauch und Petersilie (3 kleine Kügelchen für 2 Personen), kann man sich mit Erraten der Gebäude Wiens verkürzen. Die Antwort ist in einem Heftchen am Tisch zu finden. Originell dann das mit Sepia gefärbte Baguett mit eingebackenen Beeren zu dem Schälchen Olivenöl. Soweit noch alles gut. Ebenso der Gruß der Küche, ein kleines Gläschen Gazpacho. Erfrischend und sehr gut.Der erste Gang: Avocado, Chorizo, Melone,Essigkirsche,Kerbel. Die Portion auf dem futuristischen Schrägteller war sehr übersichtlich. 3 fingernagelgroße Häufchen gehackte Chorizo auf Avovadopüree, mit kleinen Melonenkugeln und einer gebratenen Cocktailtomate. Dazu zwei kleine Kegel einer weißen Wurzel (Schwarzwurz?). Bis auf die Chorizo war alles eher geschmacklos. Die nette Kellnerin bemühte sich die Bestandteile ausführlich zu beschreiben. Was eher amüsierte, da die Portionen winzig klein waren. Ebenso die Tatsache, dass die Chorizo als spanische Blutwurst vorgestellt wurde. Der dazu servierte trockene Weißwein aus der Wachau, war nicht sehr überzeugend. Der zweite Gang: Erbsencreme, Iberischer Speck, Ravioli gefüllt mit faschiertem Rippenfleich vom Iberico. Die Erbsencreme unterschied sich geschmacklich nicht sehr von der vorangegangenen Avocadocreme und man konnte mit Hilfe des Dessertlöffels (auch nur zwei halbe Löffel davon) vom Teller lösen. Die Ravioli waren hart von der Konsistenz . Oder war das Absicht? Wenn ja, nicht gelungen. Die Füllung ungewürzt und fad. Der Speckstreifen, knusprig aber nichtssagend. Der spanische Rotwein war in Ordnung und erinnerte an einen leichten Rioja. Der Hauptgang, mit einem fruchtigen Weißen serviert: Meerbarbe, Bärlauch, Weinbergschnecke, Kartoffel, Gemüsedistel. Der Fisch war gut gebraten, roch aber sehr intensiv, um nicht zu sagen fast schon nicht mehr in Ordnung. Die 3 Kartoffelwürfelchen schmeckten nach altem Frittierfett. Die 3 schwarzen Klümpchen Weinbergschnecken (auf die wir gerne verzichtet hätten, aber sie trotzdem kosteten), waren nichtsagend fad. Der Bärlauch entpuppte sich als 2 Tupfen Schaum am Tellerrand. Die Distel war originell in 2 Schichten unter dem Fisch drapiert. Es war wahrlich kein Geschmackserlebnis. Der Nachtisch: Nüchterner Kapuziner, Schokolade, Frucht, Limette: Ein kleiner Biskuittkuchen mit 2 hauchdünnen Scheiben Schokolade (weiß/dunkel) und eine Art Schokokeks als Scheibe. Der Fruchtspiegel hauchdünn auf dem Tellerboden, 2 Tupfer Limmettenmus. Fazit: Das Preis-Leistungsverhältnis stimmt überhaupt nicht. Die Zutaten waren (bis auf den Fisch) allesamt nicht teuer. Wohl nur die aufwendige Aufmachung der Speisen, die aber letztendlich nichtsagend geschmeckt haben. Die 3 (nicht ganz) Achterln Wein zum Preis pro Glas um € 7,30, sind weit überzahlt. Ebenso das Menü um € 52. Ich wurde satt, mein Mann leider nicht. Auch die Tatsache, dass sich außer uns nur noch zwei Paare (ebenfalls mit Schick-Menügutscheinen) im Restaurant befanden, stimmt doch etwas nachdenklich, wundert aber nicht.

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Kommentar von am 2. Apr 2016 um 11:31

Eine ganz toll geschriebene Bewertung, aber Absätze würden das Lesen erleichtern. :)

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Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 3. Dezember 2015
Experte
bluesky73
258
31
29
4Speisen
5Ambiente
4Service
13 Fotos1 Check-In

Es war gar nicht so einfach zu entscheiden, wo wir den Samstagabend in Wien verbringen werden – viel zu viele Möglichkeiten standen zur Auswahl. Letztendlich haben wir doch einen Kompromiss zwischen Nähe zu unserem Hotel, Ambiente und kulinarischer Ausrichtung gefunden und die Wahl fällt auf „Das Schick“. Die telefonische Tischreservierung gut eine Woche vorher funktioniert problemlos, man freue sich auf uns.

Das Schick liegt fast im obersten Stock des Hotels am Parkring, die Dame an der Rezeption erkennt uns wohl sofort als Restaurantgäste und schickt uns ohne weitere Umschweife in Richtung Aufzüge. Die sind eher von der kleinen Sorte, bringen uns aber ohne Probleme ins gewünschte Stockwerk. Aufgrund der sehr detaillierten Beschreibung der Gegebenheiten in vorangegangenen Reviews (Dank gilt an dieser Stelle den wie immer sehr guten Ausführungen der sehr geschätzten bubafant), ersparen wir uns das Suchen und steuern zielstrebig auf die Rauchglastüre zu, die den Weg ins Lokal freigibt.

Wir werden vom jüngeren der beiden Herren aus dem Service freundlich in Empfang genommen und nach kurzem Check unserer Reservierung nimmt man uns die Mäntel ab. Ein Platz an der Glasfront bleibt uns leider verwehrt – ich hatte allerdings aus Unwissenheit auch nicht dezidiert bei der Reservierung danach gefragt. Der Ausblick vom leicht erhöhten Podest, auf dem sich unser Tisch findet ist auch nicht schlecht. Der erfahrenere der beiden Servicekräfte begrüßt uns nochmal freundlich und reicht die Karten. Der Nachbartisch bleibt unbesetzt und wird an unseren angedockt – das ist auch gut so, denn ohne die zusätzliche Fläche wäre es etwas eng am Tisch geworden.

Die Karte liest sich spannend, wir wussten bereits im Vorhinein, dass österreichische Küche mit spanischem Einschlag auf uns zukommt. Am Verlockendsten erscheint uns das regelmäßig wechselnde Schick Menü, für das wir uns beide entscheiden (je Euro 48), ich wähle zusätzlich die Weinbegleitung (Euro 20).

Das Ambiente ist durch den Ausblick auf Wien außergewöhnlich. Im Lokal fühlt man sich recht wohl, gedämpftes Licht, bequeme Sessel, lediglich die etwas zu kleinen und eng stehenden Tische könnten an stärker besuchten Abenden zu Lasten der Privatsphäre gehen.

Wir bekommen das Gedeck (Euro 3) serviert und erklärt. Der Brotkorb ist abwechslungsreich gefüllt, Butter, Spezialsalz und beim Portionieren zelebriertes, spanisches Olivenöl haben sich seit der Bewertung von bubafant nicht geändert. Auch der Gruß aus der Küche war vor eineinhalb Jahren schon aktuell: Wiener Erdäpfelgulasch mit Chorizo. Viel Porzellan für den kleinen Happen denkt man sich – geschmacklich gibt’s aber keine Kritik.

Nach einer kurzen Wartezeit geht’s schon los mit der Vorspeise: Gebratene Jakobsmuschel, Kokos-Paprikaragout, Krebsenschaum. Nein, das ist kein 2. Gruß aus der Küche, das ist wirklich schon die Vorspeise. Die Jakobsmuschel war noch sehr jung, als sie geerntet wurde, trotzdem hat man es geschafft, sie nochmal längs zu halbieren. Die weiteren Komponenten harmonieren sehr gut miteinander, man hätte sich ein wenig mehr davon gewünscht.

Steinpilzschaumsuppe, Wurzelspeck, Grammelknödel. Hier wird an der Menge nicht gespart. Der große Teller ist mit einer anständigen Portion gut aufgeschäumter, eine Spur zu würziger Suppe gefüllt. Der Grammelknödel schmeckt interessant, ist aber auch sehr gehaltvoll und ein wenig patzig. Der dazu gereichte Grüne Veltliner passt perfekt. Beim Abservieren erkundigt man sich nach jedem Gang, ob alles zu unserer Zufriedenheit war und ob man eine kleine Pause einlegen möchte – vor dem Hauptgang passt uns das ganz gut um einerseits den Weißwein fertig genießen zu können und danach dem Pinot Noir für die Hauptspeise Zeit zum Atmen zu lassen.

Die beiden Herren aus dem Service agieren sehr gut aufeinander abgestimmt und souverän. Gerichte werden beim Servieren erklärt, nichts bleibt länger am Tisch stehen als notwendig.

Nach guten 20 Minuten geht es weiter mit dem Hauptgang: Steak vom Hirschrücken, Dulce de membrillo, Preiselbeerchutney, Wasabirauke, Püree von der Petersilwurzel, marinierte rote Rüben. Der Teller kommt sehr nett angerichtet auf den Tisch. Das Fleisch ist durchgängig rosa und sehr schmackhaft, wenn auch ein wenig dünn tranchiert. Die restlichen Komponenten ergeben ein sehr interessantes geschmackliches Zusammenspiel zwischen süßlich uns säuerlich mit einer leichten pfeffrigen Note. Der Pinot Noir begleitet die Speise wiederum hervorragend, auch Fr. bluesky wünscht sich nach dem Kostschluck ein Glas (Euro 5,50).

Vor der Nachspeise gönnen wir uns wieder eine kleine Pause, bis wir zum Finale schreiten. Quintett vom Kürbis (Magdalenas, Terrine, Creme Catalane , Eis, Schokolade-Kürbiskrokant-Mousse). Es ist spannend, wie viele verschiedene Zubereitungsarten eines Desserts mit Bezug zu Kürbis die Küche hervorbringt. Die Creme Catalane bleibt mir ebenso wie die Terrine am Besten in Erinnerung, bei den Magdalenas vermisst man die sonst typische Muschelform. Der gereichte Wein (ich habe mir leider weder Sorte, noch Produzent gemerkt) ist kräftig und so süß, dass er für sich genommen schon fast als Nachspeise durchgeht.

Trotz der kleinen Portionen sorgt die Anzahl der Gänge für ein angenehmes Sättigungsgefühl. Als wirklichen Abschluss bekommen wir noch je drei „süße Kleine“ von der Traditionsconfiserie Altmann & Kühne serviert. Der Bitte nach der Rechnung wird rasch nachgekommen, in Summe sind für Speisen und Getränke knapp über 127 Euro angefallen – nicht günstig, aber für das Gebotene und den Ausblick ok.
Nach dem Bezahlen bekommen wir von einem der beiden Kellner noch den Tipp, dass einen Stock über dem Lokal ein kleiner Raucherbalkon liegt, von dem aus man einen noch schöneren Ausblick über die Stadt genießen kann – das schauen wir uns natürlich noch an. Davor gilt es die Mäntel selbst zu suchen (auch das hat sich in den letzten Jahren offenbar nicht geändert) – wir werden nach der Eingangstüre links am Weg zum WC fündig.

Zum Fazit: „Das Schick“ ist ein gehobenes Restaurant in prominenter Lage am Wiener Parkring. Das Ambiente ist sehr angenehm, die Aussicht über die Stadt ist ausgesprochen sehenswert. Das Service vertreten durch die beiden Herren agierte bei unserem Besuch tadellos und aufmerksam. Die von uns gegessenen Speisen waren durchwegs sehr gut, die Komponenten teilweise ungewöhnlich, aber stets passend kombiniert. Wir haben es nicht bereut, uns für das Schick entschieden zu haben und behalten einen netten Abend mit gutem Essen in Erinnerung.

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Letzter Kommentar von am 16. Jän 2016 um 13:46

Danke für die detaillierte Bewertung!

Gefällt mir1
am 8. Oktober 2015
Kopenhagen
13
1
2
5Speisen
4Ambiente
5Service

Im Rahmen des Kurier Club Angebotes wurde ein ausgezeichnetes 3-gängiges Menü serviert. Alle Speisen waren auf den Punkt und genau so gewürzt wie wir es gerne haben. Die Getränke richtig gekühlt. Freundlicher, aufmerksamer Service bei herrlichem Ausblick auf Wien. Wir kommen auch zum "Normalpreis" wieder.

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Kommentar von am 8. Okt 2015 um 17:58

Was wurde serviert?

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am 30. Mai 2014
CMP
5
1
1
5Speisen
4Ambiente
5Service

Das Restaurant Schick liegt im 13. Stock des gleichnamigen Hotels am Parkring und bietet demnach einen wunderbaren Blick in Richtung Stadtpark, Karlskirche, TU und Transdanubien. Wir haben über Delinski im Schick reserviert, dennoch wurde uns ein Platz am Fenster, d.h. mit dem schönen Ausblick, zugewiesen. Der Empfang im Lokal war sehr freundlich, der Kellner brachte uns sofort zu unserem Platz und bot zahlreiche Aperitifs an.

Die Speisen sind allesamt teuer, lohnen sich geschmacklich aber jedenfalls. In regelmäßigen Abständen wechselt das aus 4 Gängen bestehende "Schick-Menü", das zusammen mit Weinbegleitung (3 Gläser Wein und eine Flasche Mineralwasser) etwa 70-80 Euro kostet. Vor dem eigentlich ersten Gang gab es noch ein Amuse-Guele aus der Küche. Die vier Gänge des Menüs waren jeder für sich Weltklasse - die Spargelcremesuppe inklusive etwas Schaum aus grünem Spargel darauf war hervorragend, der Maibock butterzart, die dazu servierte Granatapfelsauce eine perfekte Abrundung. Auch das Kirscheis zur Nachspeise war eine besondere Freude. Der Wein, insb. der Sauvignon Blanc vom Weingut Nigl, passten ausgezeichnet dazu und haben sogar mir - ich trinke Wein immer nur anlässlich solcher gehobeneren Dinner - geschmeckt.

Das Service war sehr bemüht, sehr freundlich und ließ uns nicht spüren, dass wir über Delinski und somit mit 30% Rabatt reserviert haben. Anders als in vergleichbaren Lokalen bestand auch insofern kein Zeitdruck, als der Tisch nur bis zu einer bestimmten Uhrzeit gebucht werden konnte.

Der einzige kleine Minuspunkt ist die Beleuchtung, meines Erachtens könnte es im Lokal etwas dünkler sein. Die Stimmung wäre dann noch eine Spur besser. Aber das ist Meckern auf hohem Niveau.

Aufgrund des tollen Ausblicks, des freundlichen Service, des sehr angenehmen und ruhigen Ambiente sowie des ausgezeichneten Essens hatten wir einen wirklich sehr schönen Abend und werden mit Sicherheit einmal wieder ins Schick gehen.

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Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 7. März 2014
Experte
bubafant
283
71
29
4Speisen
4Ambiente
3Service
23 Fotos1 Check-In

Dining City geht in die nächste Frühjahrsrunde. Das Schick befindet sich am Ring, in Marriott-Nähe, der Eingang in der Seitengasse, die auch gleichzeitig die Einfahrt in eine Tiefgarage ist. Bereits der Eingangsbereich ist gefällig und mit Werbung für das Hotel und das Restaurant gestaltet, über ein paar Stufen betritt man die Hotellobby. An der Rezeption vorbei geht es zum Lift, der einen in den 12. Stock befördert. Hier wird's dann lustig, denn man steht quasi im Flur des Hotels, ein wunderschön gestaltetes Stiegenhaus mit großem Lüster. Man fühlt es fast körperlich, dass das Restaurant in greifbarer Nähe ist, aber erst durch etwas empirisches Herumirren geht dann plötzlich Sesam-öffne-dich-gleich die Schiebetür aus Rauchglas auf und offenbart den ersten Einblick. Gut, wenn man es weiß, ist es fast lächerlich. Ich unterhalte mich allerdings den Abend über köstlich, weil ich erste Reihe fußfrei beinahe sämtliche Gäste mehr oder weniger ratlos herumirren sehe (wir haben einen Tisch genau gegenüber dem Eingang).

Die Reservierung wird im Buch gefunden, man nimmt uns die Jacken ab und verschwindet dann damit. Zufällig sehe ich beim Gang zu den Sanitärräumen, wo sich die offen zugängige Garderobe befindet. Im gesamten Lokal ist das Licht etwas gedimmt, man hat daher auch einen wunderschönen Ausblick auf die erleuchtete Stadt, z.B. den Kursalon Hübner. Weiße Tischdecke versteht sich hier von selbst, eingedeckt mit Gedeck Teller, Stoffserviette, Besteck, Gläser und sehr stylischer Glasöllampe. Das dreigängige Abendmenü wird hier, da zwei Hauben, um EUR 29,50 angeboten. Die einzelnen Gänge sind aus jeweils zwei Angeboten zu wählen (eine Woche vorab im Internet einsehbar gewesen); Gleich zu Beginn werden die Speisenwünsche bekannt gegeben, es war möglich für EUR 4,50 eine Consommé vom ALMO.Schinkenstrudel zusätzlich zu bestellen, es wurde aber überhaupt nicht nachgefragt. Aperitif gibt es für meine Begleitung einen Cava Rose Giro Ribbot (EUR 5,40).

Ein Brotkörbchen mit Ajour Gebäck wird eingestellt, sowie gesalzene Butter und ein rosafarbenes Spezialsalz, vom Kellner wird ein kleines Porzellanpfännchen frisch mit Olivenöl gefüllt. Abgesehen von der Weinbegleitung zum Menü gibt es keine Getränkekarte, nach offenen Weinen müssen wir nachfragen. Der Blaufränkische von Umathum schlägt sich mit EUR 6,00 zu Buche. Als Gruß aus der Küche wird ein Chorizo-Erdäpfelgulasch serviert, alle Zutaten sehr klein geschnitten, leicht mollig, kaum gewürzt aber sehr wärmend.

Gänseleberbondiga & geräucherte Gänsebrust.Quittenrahm.Mohnpesto.Friséesalat
Die Scheiben von der Gänsebrust sind in Form von Aidsschleifen gelegt, nicht aufregend, kaum Räuchergeschmack, nebenbei allerdings ein Wahnsinns-Nuss Pesto, sehr geschmackvoll und gut in der Konsistenz. Die Leber in Form eines Kugerls, paniert, zart, leicht und locker. Die dazu gezeichnete Mango Sauce sehr fruchtig und gschmackig. Der Salat weigert sich, formvollendet in den Mund zu gelangen, ist aber, wenn es gelungen ist, gut mariniert und frisch.
Terrine vom Zackelschaf-Camembert.geröstete Pinienkerne.Feigencarpaccio
Ich durfte kosten – die Terrine äußerst cremig, leicht schmierig, starker, fast dunkler Geschmack des Käses. Die Feigen naturbedingt etwas dicker geschnitten.

Nach und nach kommen weitere Dining City-Gäste und das Lokal füllt sich. Der Abend dürfte ausreserviert sein, denn Laufkundschaft muss abgewiesen werden. Die Tischreihen am Fenster entlang, sie stehen sehr eng beieinander, gleich neben der Eingangsschiebetür gibt es einen Tisch auf einem Podest, an dem kann man überhaupt nur an zwei Seiten des Tisches auf Bänken sitzen, beengt ist es auch hier. Und die Unart der letzten Jahre kommt noch dazu: Teller wie Wagenräder. Dem Service ist das allerdings egal, die Teller werden rücksichtslos beim Servieren links und rechts auf das eingedeckte Besteck gestellt.

Filet vom 'Iberico'-Schwein.Schalotten & Dörrzwetschken in Málaga.Püree von Wiener Karotten.Korianderschaum
Die Filets sind im Inneren noch rosa, außen schützt eine gut angebratene Kruste. Die homöopathischen Spuren der auseinanderfallenden Schalotte sehr gut, die Dörrzwetschgen extrem gut. Das Püree hat eine etwas eigenartige Farbe, gute Konsistenz, aber durch Aufspritzen mit dem Dressiersack vor der Zeit ganz leicht angetrocknet in den Tälern der Furchen. Der Chip vom violetten Erdäpfel ein Highlight (leider nur einer). Korianderschaum war für mich weder erkennbar noch -schmeckbar. Grün, wie es war, hätte ich von der Optik auf Erbsen getippt.

Topfenmousse.Marzipan-Magdalena.Granatapfel-Sorbet
Das Nockerl vom Mousse ist das Highlight auf diesem Teller. Mollig, mit luftigen Einschlüssen und gutem Eigengeschmack. Das Marzipan-Teilchen in der Mitte auf der scho(c)kigen Welle eigenartig, ohne hervorragende Geschmackseigenschaften, auch in der Konsistenz verzichtbar, das Sorbet allerdings wieder hervorragend fruchtig und gleichzeitig Durststillend. Mandarinenspalten, Erdbeerfächer etc. … sind nett, aber nicht unbedingt notwendig.

Fazit: Beginnen wir mit dem Lästigen: der Service. Die junge Dame ist anfangs bei wenigen Gästen überpräsent und fast nervend im unbedingten Aufdrängen eines Aperitifs. Weitere Getränke, wie Wasser, Weinangebote, Kaffee etc. werden uns nicht angeboten, beim Abservieren wird nicht nachgefragt, ob es geschmeckt hat und die Standardantwort 'sehr gerne' nutzt sich nach mehrmaligem Gebrauch auch sehr ab. Beim Verlassen des Lokals werden wir nicht darauf hingewiesen, wo die entgegengenommenen Jacken sich befinden, geschweige denn wird einem die Kleidung wiedergebracht.
Die Speisen sind völlig in Ordnung, an diesem Abend war das Motto Spanien und es wurde bei einzelnen Komponenten bis zur Weinbegleitung darauf Bezug genommen. Einige Kombinationen waren uns noch unbekannt und gut ausgewählt. Das Ambiente wurde bereits erschöpfend beschrieben, bis auf die Enge in Ordnung, der Ausblick ist ja nicht der Verdienst des Restaurants.

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Kommentar von am 7. Mär 2014 um 20:48

Danke für den schönen und informativen Bericht! Da bekommt man Lust auf einen Besuch. Einzig... "Beim Verlassen des Lokals werden wir nicht darauf hingewiesen, wo die entgegengenommenen Jacken sich befinden, geschweige denn wird einem die Kleidung wiedergebracht." ...das geht ja überhaupt nicht!

Gefällt mir5
am 1. Dezember 2013
halali
1
1
5Speisen
4Ambiente
4Service

Ausgezeichnete Küche, die Haube ist mehr als verdient!

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am 30. August 2012
testeron
1
1
2Speisen
3Ambiente
3Service

Wir hatten am 29.8.2012 die Gelegenheit das Restaurant Schick zu testen, da wir einen Gutschein für das "Schick Menü" geschenkt bekommen hatten.

Die Reservierung war problemlos, die Bedienung freundlich und professionell.

Die 'Vorspeíse war in Ordnung (Albondigas von Bonito del Norte = warme Thunfischbällchen auf spanische Art) ebenso die Schaumsuppe und das Dessert, jedoch die Qualität der Hauptspeise war meher als fragwürdig.

Die Rouladen vom Kalb gingen noch, allerdings rochen und schmeckten die "frischen Steinpilze" richtig schimmlig, die Trüffelnudel waren klebrig verkocht und ungesalzen.

Das ganze Restaurant lebt offenbar vom Gutscheinverkauf, da ausser den "Gutscheingästen" nur eine andere Gruppe von spanischen Touristen im Lokal war, und auch die das Standardmenü bekamen.

Die Weinbegleitung war eine Enttäuschung, da alle gereichten Weine (von Riesling bis Chardonay) an Frische und Fruchtigkeit vermissen ließen und nur Varianten eines schweren, erdigen Geschmackes waren, aber vielleicht mag man das ja manchmal und es lag an unserem Geschmack.

Positiv war, dass man unaufgefordert Minaralwasser, unbeschränkt bekam und nicht versucht wurde Zusatzleistungen zu verrechnen.

Alles in allem, eher gut präsentierte Mittelmäßigkeit, die vom Blick über die Dächer Wiens lebt.

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Letzter Kommentar von am 5. Nov 2012 um 07:28

@kleiner Gast: Falls es lustig sein soll - es ist es nicht. Schreib selber was und machs besser!

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am 18. Juli 2012
Update am 6. November 2012
Experte
hautschi
107
33
24
4Speisen
4Ambiente
3Service
5 Check-Ins

Wir hatten am Samstag, 14.7.12 einen Tisch direkt am Fenster reserviert. Reservierung hat hervorragend geklappt. Ambiente und Aussicht über die Dächer Wiens (Restaurant befindet sich im 12. Stock des Hotels am Parkring) sind wirklich einzigartig.
Das Lokal war zu max. 50% besetzt, 2 Servicekräfte im Dienst, die laufend zu tun hatten (ich glaube bei voller Belegung wäre man geschwommen).
Speisenqualität und Präsentation hervorragend, Portionen für ein Restaurant dieser Preisklasse normal. Wir hatten: Vorspeisen: Carpaccio und mit Bärlauch gefüllte Teigtaschen auf Eierschwammerl ala creme. Suppen: Cremesuppe von Eierschwammerln und Schaumsuppe von Wiesenkräutern. Hauptspeise 2 Mal Filet vom Almo-Ochsen mit allerlei Garnierung. Dessert: Kleine Käseauswahl und Schokomus von Zotterschokolade.
Vorab wird Gebäck mit Butter und ein Gruß aus der Küche gereicht (Gedeck € 3,-- pro Person).
Getränke: 2 große Flaschen Mineral, 1 Flasche St. Laurent (Klosterkeller Klosterneuburg), 1 großer Brauner.
Rechnung € 156,-- inklusive Gedeck.
Das Personal war dezent freundlich, 2 Begebenheiten haben allerdings meinen Unwillen erregt:
1)Meine Frau wollte als Aperitiv Sekt-Orange. Antwort des Kellners: "Sowas haben wir nicht". Die Karte ist wohl auf spanische Einflüsse aufgebaut, jedoch eine Flasche Sekt sollte ein Lokal auf diesem Niveau und in dieser Preiskategorie wohl verfügbar haben.
2) Gerade in Wien sollte man die Kaffeekultur hochhalten. Einen großen Braunen mit bereits vom Servicepersonla zugefügter und noch dazu aufgeschäumter Milch geht wohl gar nicht!
Alle Fehler sind meiner Meinung jedoch verzeihbar und nachdem wir mehrmals pro Jahr im Hotel am Parkring übernachten, werden wir das Schick sicher auch wieder mal aufsuchen.

Update 6.11.2012:
Nachdem wir auch Hotelgäste waren, bat uns das Hotel im Nachhinein per mail um eine Bewertung. Auch dort gab ich die unten beschiebenen Kritikpunkte an.
Am Samstag, 3.11.12 waren wir wieder im Schick zum Dinner. Siehe da, es gab Sekt Orange und auch der große Braune wurde so wie in Wien üblich zubereitet.
Es freut mich sehr, dass Gastronomen konstruktive Kritik ihrer Gäste umsetzen und so die Kundenzufriedenheit steigern - eine glatte 5 für die Geschäftsleitung!
PS: Das Essen hat uns diesmal sogar noch einen Tick besser geschmeckt als im Juli.

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am 14. September 2010
Experte
Gastronaut
428
45
29
3Speisen
4Ambiente
5Service

Um das ganze hin und her um die Himmelstube zu beenden, reden wir doch am besten vom neuen Lokal in dieser Lokation! Die Karte verspricht das Aufeinandertreffen von Spanien und Österreich. An sich spannend...Als Vorspeise hatten wir Gänseleber auf Trüffelbrioche. Die Leber war gut, das Brioche war es nicht. Zum Hauptgang hatten wir eine Auswahl an Speisen, zum Beispiel das Almochesenfilet gefüllt mit Kichererbsen und Liebstöckl. Auch hier war das Fleisch gut, wurde aber von der unspannenden Creme erdrückt! Die Schnecken sollen gut gewesen sein - ich selber bekommen sie ommer noch nicht runter - der Angler war in Ordnung! Der Kremstaler Milchkalbsrücken war zu sehr durch und zu wenig gewürzt, aber von guter Qualität. Die Nachspeisen sind durch die Bank zu empfehlen. Das Service im Lokal war wirklich ausgezeichnet, die Weinbegleitungen perfekt abgestimmt und die Location überraschend klein aber mit tollen Ausblick. Einzig die Tatsache, dass sich 12 cm neben unserem Zweiertisch ein weiterer Zweiertisch befunden hat, hat un richtig gestört! Wenn der Koch es in Zukunft schaffen sollte etwas raffinierter zu Würzen dann wird jeder Besuch hier zu einem echten Erlebnis werden!

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Letzter Kommentar von am 17. Aug 2012 um 00:38

Interessantes Feature: Frühstück (ab 12:30 ?) ist wohl das Hotel gemeint - oder?

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Das Schick - Karte
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Bewertet am 14.09.2010
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