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EN - Bewertung

Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 28. Juni 2011
Experte
Evba
69
27
22
5Speisen
3Ambiente
4Service
7 Fotos1 Check-In

Plötzlich aus heiterem Himmel überfiel mich eine unbändige Lust auf Natto (ihr wisst wahrscheinlich eh', die vergorenen Sojabohnen, die so Fäden ziehen, aussehen wie schon einmal Verdautes, trotzdem köstlich schmecken und bei denen sich die Geister scheiden, wie beim Kernöl - entweder man liebt sie oder man hasst sie). Also nichts wie auf ins En. Es zählt schon lange zu meinen wenigen japanischen Lieblingslokalen in Wien, obwohl ich es jetzt schon länger nur mehr im Sommer besuche (da Nichtraucherlokal geworden).

Es hat sich nichts verändert: innen ist das Ambiente sehr straight, eher einfach mit geraden Linien - japanisch halt. Der Schanigarten auf der ruhigen Strasse ist auch einfach, nicht gerade ein Highlight, aber wir sind ja zum Essen da und nicht wegen dem Schanigarten. Nett ist, dass innen im Schanigarten am Boden Balkonkistchen mit Shizo stehen (der ist in Österreich schwer zu bekommen, außer man baut ihn selbst an, für die japanische Küche aber nötig - allerdings möchte ich nicht wissen, wieviel Schwermetallbelastung er hat, da er am Boden steht - gottseidank isst man ja immer nicht mehr als ein paar Blättchen).

Die Speisekarte ist sehr authentisch, aber ich möchte sie jetzt nicht lange beschreiben, weil jede/r kann sie im Internet anschauen (und sie stimmt mit der Realität überein - was bei vielen Lokalen oft nicht der Fall ist).
Wir begannen mit Edamame (japanische Bohnenart, die man aus der Schale isst bzw. herausklaubt oder "zuzelt" und die in japanischen Biergärten zum Bier serviert werden - gibt einem ein Gefühl von Sommer). Dann hatten wir Tonshabu (dünn geschnittenes Bauchfleisch auf Salat mit Shabu-Shabu Sauce) und Ika Natto (Tintenfisch mit gegorenen Sojabohnen, auf dünn geschnittenen Rettichringen mit einem Blättchen Shizo, ein paar Streifen Nori mit Soja-Sauce übergossen) - beides köstlich. Dann bestellten wir Chirashi-Sushi, die außerordentlich gut belegt waren, sogar Amaebi (wird mit Süßgarnelen übersetzt und man bekommt sie in Wien eher selten) waren drauf und ich wie üblich Sushi a la carte: Tintenfisch, Lachskavier, Amaebi, Kani (Surimi), Ei, Thunfisch (in Österreich gibt es ja nur toro - also den mageren und nicht chu-toro, den edleren mit mehr Fett) und Natto-Temaki (handgerollte Stanizel mit Natto gefüllt). Ich suche mir die Sushi lieber immer selber aus, bevor ich welche dabei habe, die ich nicht mag, wie z.b. den unsäglichen Butterfisch (ich mag ihn nicht und auf Sushi muss das eine "ausländische" Erfindung sein, weil ich ihn in Japan nie darauf gesehen habe). Der Fisch war sehr gut und frisch - nur Lachskavier habe ich schon besseren gegessen; auch der Reis war sehr gut (in vielen Sushilokalen ist der Reis unterm Sushi grauslich) und auch der Ingwer dazu war ein hervorragender, nicht gefärbter.
Als Nachspeise (gibt es ja in Japan eigentlich nicht wirklich), teilten wir uns ein leckeres Daifukumochi (gefüllt mit Walnuß - was eigentlich unüblich ist - normalerweise sind sie mit süßer roter Bohmenpaste gefüllt).

Zu trinken gibt es neben grünem Tee, Calpis und Sake, Zipfer- und japanisches Asahi-, Kirin- und Sapporo-Bier. Die Flaschenweinauswahl ist klein aber fein und stammt vom Bründlmayer (23 - 58€).

Der Service ist flott und effizient.

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Hilfreich?Ja9Gefällt mir5Lesenswert1

Kommentare (9)

am 21. Februar 2013 um 10:29

Jägerschnitzel ist natürlich ein Naturschnitzel mit Rahm-Pilzsoße. Kann etwas sehr feines sein, hat aber als typisches Kantinenessen keinen besonderen Ruf. Und Marmelade zum Schnitzel ist mir das erstemal in meinem Leben in Österreich begegnet. Auch der halbe Pfirsich mit Marmelade zum "Holsteiner Schnitzel"ist eine urösterreichische Erfindung und auf der nördlichen Seite des Inn unbekannt.

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26
6
Unregistered am 30. Oktober 2012 um 23:39

Beim Thunfisch hat sich ein Übersetzungsfehler eingeschlichen: im Kommentar steht geschrieben: "...Thunfisch (in Österreich gibt es ja nur toro - also den mageren und nicht chu-toro, den edleren mit mehr Fett)..."
Toro ist nicht der magere, sondern der fette Thunfisch, meist unterschieden zwischen chuutoro (mittelfett) und ootoro (sehr fett). Der magere heißt "akami", oder ganz einfach "maguro"...

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Unregistered
Kein Tester
Matt am 26. November 2011 um 20:39

Was es hier in Wien gibt ist Maguro, nicht Toro.

Toro (genauer dann Chuu- oder Oo-toro) habe ich bisher nur im Daihachi bekommen. Schätze, dass es dies auch im Unkai gibt.

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Matt
Kein Tester
am 29. Juni 2011 um 17:50

Ach ja lieber Schlitzauge ... Preißelbeeren zum Schnitzel! Irgendwo haben auch wir Ösis Tendenzen zum Marmeladinger ;-)
I like it (auch wenn Evba davor graut)!

@seveso: nicht zu vergessen das auf dem Esbit-Kocher Link zubereitete "Insant-Fleischlaberl" - Inzersdorfer Fleischschmalz öffnen, Dose stark erhitzen, fertig. Hat ein zartes Lackaroma, da die beschichte Dose nicht wirklich als Kochgeschirr geeigent ist. Aber für etwas Warmes im Bauch ...

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34
44
am 29. Juni 2011 um 16:18

Was bin ich froh, dass Frauen nicht zum Bundesheer müssen *ggg*, ich kenne von Freunden ähnliche Berichte dazu mit Marmeldade aus der Tube

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Experte
69
27
am 29. Juni 2011 um 15:51

Leider kenn ich deutsches Jaegerschnitzel mit Pilzsosse (ist das wirklich ein paniertes Schnitzel) nicht, aber die Preiselbeermarmelade (womöglich noch mit Pfirsich) zum Wiener Schnitzel ist für mich ein *iigit* aus den 60ern (so wie Toast Hawaii), das gottseidank immer mehr verschwindet.

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Experte
69
27
am 29. Juni 2011 um 15:39

Das sogenannte Jaegerschnitzel mit Pilzsosse ist in Deutschland sehr verbreitet. Eines meiner Favoriten in der Mensa waehrend meiner Studienzeit in Piefkeland.
Bedauerlicherweise hier so gut wie unbekannt.
Und Schnitzel mit Preiselbeermarmelade ist hier in Wien auch nichts ungewoehnliches.

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Experte
152
83
am 29. Juni 2011 um 15:04

Tonkatsu gibts in Wien eher selten, wenn Du Glück hast ist es irgendwo bei den Mittagsmenüs mal dabei: im Yugetsu gabs das mal (ich war aber nicht mehr dort, seit es in die Kärntnerstr. umgezogen ist), auch im Unkai (früher - als das Grand Hotel noch japanisch war gab es da vergleichsweise günstige Mittagsmenüs um 10-15€) und Tenmaya.

Ich persönlich steh nicht so auf "Schnitzel mit Tunke" und versuche es immer ohne Sosu (Sauce) zu bestellen, aber in Japan liebt man es mit der süßlichen Tunke. (Ich habe mal in Japan ein echtes Wiener Schnitzel zubereitet, alle meinten es wäre sehr gut nur die Sosu fehle).
Aber ich habe gehört, dass man in Deutschland auch Schnitzel mit Tunke oder Marmelade isst.

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Experte
69
27
am 29. Juni 2011 um 12:32

Gibt es eigentlich auch Donkatsu in den "authentischen" japanischen Restaurants in Wien?

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Experte
152
83
EN
Werdertorgasse 8
1010 Wien
Speisen
Ambiente
Service
43
35
39
13 Bewertungen
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