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Margareta - Bewertung

Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 30. April 2011
Experte
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3Speisen
4Ambiente
3Service
11 Fotos14 Check-Ins

In der Pizzeria / Trattoria „Margareta“ waren wir nun schon öfters. Das wunderschöne Schlossquadrat – eine Traum-Immobilie für die Gastronomie. Ein wunderschöner, lauschiger, durch alte Bäume beschatteter Garten – im Lokal selbst würde ich nicht so gerne sitzen, Tisch an Tisch, alles schön in einer Reihe, nicht so ganz meins. Aber der Innenhof hat schon wirklich etwas! Diesmal auch mit unserer Tochter (welche Ehre, dass der Teenager mit uns „Oldies“ mitgeht!)
Bequeme Sessel und sehr nett, das gesamte Besteck und die Servietten (hier nicht aus Stoff) gut geschützt in einer schmucken Holzbox zum selber nehmen – unbedingt bei Pizza die „Steakmesser“ auswählen! Am Tisch bereits Salz, Pfeffer und besonders die Flaschen mit Balsamico (dunkel) und Olivenöl – sehr positiv, denn das gibt es in Italien IMMER und ÜBERALL (oft auch Rotweinessig statt Balsamico)!
Auch hier hatten wir als Einsteiger einmal einen Campari-Orange – brav und gut gekühlt mit einer Scheibe frischer Orange (á 4,90 EUR) – ident mit dem „Gergely’s“ – man merkt, es gehört hier einfach alles irgendwie zusammen.
Zur Vorspeise hatten wir Folgendes (meine Tochter gar nichts, denn sie schlägt immer erst bei der Nachspeise zu!):
Antipasti Verdure (7,40 EUR): gegrilltes Gemüse, bestehend aus gegrilltem Paprika, gegrillter Zucchini, Balsamicozwieberl & Oliven - brav gemacht, aber leider bemerkte meine Frau (meine Bürde, aber auch immer mein Lob zugleich, wo immer wir hingehen!), „du machst das aber besser“. Ich mache das immer das ganze Jahr über und lege es dann ein, für „schlechtere“ Zeiten als Vorrat, wenn die Saison vorbei ist. O.K. sie waren etwas sauer, aber in Summe gar nicht schlecht, hat auch meine beste Ehefrau von allen bemerkt und goutiert. Dazu gab es geröstetes Toskana-Brot. Fazit: wirklich O.K., wenn man nicht selber nach eigenem Geschmack alles auch selber macht (immer diese Erwartungs-
haltung ;-) ).

Ich hatte die Crostini (5,60 EUR), drei geröstete Toskana-Brötchen mit folgenden Aufstrichen (Buscetta):
Oliven-Sardellen:
• Würde ich so nicht machen, denn die Oliven sind salzig genug, es war aber gut, es war aber natürlich etwas salzig, aber nicht schlecht.
Hühnerleberpaste:
• Das habe ich auch schon (nach einem Toskanaufenthalt, wo das eigentlich herkommt) oft gemacht, ja sie war brav, aber man schmeckte (das ist GRUNDVORAUSSETZUNG in der Toskana), die Hühnerleber war NICHT über Nacht in gutem Rotwein eingelegt. Das muss aber sein! Das gibt Geschmack, man glaubt es kaum…ja, ich selbst koche zu viel…wer ein Rezept (mein eigenes auf „toskanische Art“ haben will…kein Problem)
Pomodori é Basilico:
• Ja, das hat echt gepasst, einfach gute frische Paradeiser, Basilikum, etwas vom guten Olivenöl und sonst nichts. Sehr fruchtige Paradeiser, waren echt gut! Kann man aber nicht so viel falsch machen…
Alles wurde angerichtet auf einem Bett Rucola – in Summe (kocht man nicht selbst) gut, wenn auch nicht sehr gut.

Hauptspeisen waren alles Pizze:
Es gilt für alle Pizze, ein sehr guter Teig und sie wurden so gemacht, wie man sie im Adriaraum überall bekommt, kleiner und nur schmaler Rand, sehr dünn ausgerollt, in der Mitte sehr saftig.
1. Pizza Salami mit extra Knoblauch (7,40 EUR, meine Tochter): die Salami ist „gewöhnungsbedürftig“ (für mich super, meine Tochter fand sie nicht so toll), es ist die gröbere Sorte (in Richtung pikante Felino der Region Parma, oder nach der französischen Saucisson), aber wirklich g’schmackig. Und die gröbere Salami ist in Italien eigentlich eher der Standard. Ich fand sie gut.
2. Pizza Primavera mit extra Knoblauch (8,20 EUR, meine Frau): frische Cocktailtomaten (sehr gut), Mozzarella, Parmesan, viel frischer Rucola. Leider war einiges vom Rucola eher gelb, welk bis verdorben. Der Kellner versuchte noch alles zu retten, indem er sagte „bei Hitze fällt eben alles zusammen und dann ist der Rucola dunkel“, aber (ich mache auch sehr viel Pizza, auch mit Rucola, selbst im Holzofen) nachdem ich ihm die echt verdorbenen und auch gelben Blätter zeigte, meinte er auch, das dürfe nicht sein. Genau meine Meinung – das müsste echt nicht sein, denn was erspart man sich? 0,05 EUR gegen einen unzufriedenen Gast – sinnlos. Das kostete für mich den "Vierer" bei den Speisen, weil es so was von dämlich und unprofessionell ist!
3. Ich hatte die Pizza Bufala (9,80 EUR) mit echtem Büffel-Mozzarella. Ich kann nur sagen, ein Gedicht, nichts geht über echten Büffelmozzarella. Super cremig und doch mit Geschmack (hat eben Kuh-Mozzarella nicht so). War wirklich super! Ich war in Italien angelangt! Empfehlenswert! Dazu noch einige frische Cocktailtomaten und frischer Basilikum. Urlaub ist mitten in Wien!

Meine Tochter hatte als Nachspeise Profiteroles, gefüllt mit Vanillecreme, Schlagobers und Schokosauce (6,00 EUR) – sie schmolz dahin. Sehr nett angerichtet (Früchte und Fruchtmus), einfach wunderbar. So soll es sein!

Über das Bier brauche ich nicht viel berichten, denn wir hatten wieder das „Margaretner“ (Eigenmarke) wie im Gergely’s und das ist eben wirklich super süffig, etwas malzig und sehr gut!

Der Service könnte etwas besser sein, der übermüdete Kellner hätte mir um 10,00 EUR mehr herausgegeben – er bedankte sich aber sehr, dass ich seinen Fauxpas „ausbügelte“ und wir erhielten dafür je einen Grappa aufs Haus.

Auch hier gilt: die Sanitäranlagen, sie sind aus einer anderen Welt und erfrischend sauber! Traurig, traurig, dass man das immer erwähnen muss…aber sie sind hier auch bemerkens-wert super!

Ein Hingehen kann ich wirklich empfehlen, denn die Pizze sind sehr italienisch authentisch – kleine Fauxpas müssen in Kauf genommen aber nicht kommentarlos hingenommen werden!
Immerhin habe ich auch für alles 63,90 (+2 Krügel und einen Apfelsaft gespritzt, ohne Trinkgeld) gezahlt!

Bemerkenswert ist auch, dass es einen kleinen Kräutergärten (ein riesiger Topf oder besser gesagt eine riesige Ton-Tonne) im Hof gibt, aus dem die Köche Basilikum, Oregano und Rosmarin zupfen, aber man darf auch nach Rückfrage selbst „zulangen“!

Einfach hingehen und ausprobieren, eine Urlaubserinnerung bringt es in jedem Fall zurück und alles in wirklich schönem Ambiente (= Garten). Perfekt ist es nicht, aber eben fast sehr gut. Wie jeder Urlaub eben auch nie perfekt ist!

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Kommentare (3)

Unregistered am 4. Juli 2012 um 18:40

pizza hat mir nicht sonderlich geschmackt. eine richtige sogenannte systemküche, mehr optik als klasse.

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Unregistered
Kein Tester
Unregistered am 1. Mai 2011 um 12:06

Die beste Pizzeria in Wien! Nur der Raucherbereich ist zu klein.

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Unregistered
Kein Tester
am 30. April 2011 um 13:32

Wieder einmal eine tolle Beschreibung von dir. Danke

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Margareta
Margaretenplatz 2
1050 Wien
Schlossquadrat
Speisen
Ambiente
Service
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21 Bewertungen
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