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Ethiopian Restaurant / Äthiopisches Restaurant - Bewertung

Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 11. März 2011
Experte
Evba
69
27
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4Speisen
3Ambiente
4Service
5 Fotos8 Check-Ins

Da ich schon mal in Äthiopien war und wir hin und wieder auch zu Hause Doro Wot (siehe unten) kochen, war ich sehr erstaunt und erfreut, beim Vorbeifahren plötzlich ein äthiopisches Restaurant auf der Währingerstraße zu entdecken, das es bis vor kurzem noch nicht gab (Eröffnung: 1. Februar 2011). Also nichts wie hinein. An dieser Stelle war früher ein Kaffehaus, was man im Inneren noch sieht. Das Ambiente ist – bis auf äthiopische Bilder an den Wänden und grüne Tischdecken – unverändert, die Trennung Raucher – Nichtraucher wurde gut mittels 2 Glastüren geregelt.

Meines Wissens nach ist es das Einzige äthiopische Lokal in Wien (vielleicht sogar in Österreich?) – afrikanische gibt es mehrere, aber die äthiopische Küche unterscheidet sich ziemlich vom Rest Afrikas.

Im Inneren, neben anderen, mehrere Afrikaner, was wie ich finde ein gutes Zeichen für Authentizität ist. Das Service war sehr nett und freundlich.

Die Speisekarte ist sehr klein (was aber eher an der äthiopischen Küche als am Restaurant liegt). In Äthiopien isst man im Wesentlichen Injera (eine Art Sauerteig-Fladenbrot, das aussieht wie ein nasses Wettex) und Wot (diverse Saucen). Angeboten wurde Doro Wot (mit Huhn), Begg Wot (mit Lamm), Key Wot (mit Rindfleisch) und Kifto (ein Tartare mit geklärter Butter und Chilli) – welches es nicht nur roh, sondern auch halbdurch oder durchgebraten gibt. Weiters 3 gemischte Platten für 1,2 oder 3 Personen, 2 Salate (u.a. scharfer Tomatensalat) und 5 Speisen für Vegetarier (hsl. Linseneintopf und Gemüse) – da ja die Äthiopisch-Orthodoxe Kirche viele Fasttage kennt, an denen kein Fleisch gegessen werden darf.

Das Doro Wot und Kifto gibt es nur Freitags und Samstags und auf Vorbestellung, aber wir hatten Glück (da Donnerstag war) und das Doro Wot schon für Freitag vorbereitet war. Als zweites wählten wir eine Platte mit Rind und gebratenem Kifto.

Beides wurde auf Injera serviert, mit Ayib (eine Art Frischkäse) – wichtig, da das äthiopische Essen sehr scharf ist (allerdings hatte ich das Gefühl, dass hier auf Europäer Rücksicht genommen wird, weil ich es viel schärfer in Erinnerung habe) und Grünkohl und div. Gemüsen. Alles war gut gewürzt und schmeckte sehr gut.

Als unsere Bestellung kam wurden wir gefragt, ob wir ein Besteck bräuchten (in Äthiopien wird mit den Fingern gegessen, indem man ein Stück Injera abbricht und damit Sauce und Fleisch aufnimmt). Wir probierten es ohne, aber so manierlich, wie bei den Leuten am Nachbartisch sah es bei uns nicht aus.
Als wir fertig waren, wurde einige Zeit nicht abserviert, was ich zuerst schon als nicht so gutes Service deuten wollte, bis ich darauf kam, dass man nicht wusste, ob wir schon fertig waren oder nicht (bei uns blieb am Teller viel Injera übrig und es gibt ja kein Besteck, das man quer über den Teller legen kann zum Zeichen, dass man fertig ist).

Die Getränkeauswahl ist nicht groß, neben Murauerbier, weißem und rotem G'spritzen gibt es Flaschenweise Welschriesling vom Skoff und Merlot – und Tej (Honigwein).

Das teuerste Gericht ist das Kifto Spezial (11€), sonst ist alles unter 10€.

Wir erfuhren auch, dass es jeden Tag um 19h die äthiopische Kaffeezeremonie gibt –das werden wir uns nächstes Mal nicht entgehen lassen.

Man darf sich kein Haubenlokal erwarten, aber das Restaurant ist sehr authentisch und auf jeden Fall einen Besuch wert.

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Kommentare (10)

am 22. Juli 2012 um 17:15

so wird das wohl mit der mehrheit der hier ausländischen lokale sein. Nichts ist authentischer als vor Ort zu essen.leider ist dies aber nicht vielen Menschen vergönnt. Insofern sollte ein bisschen Nachsicht gegeben werden.

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Experte
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Unregistered am 22. Juli 2012 um 17:02

Wer schonmal in Äthiopien gegessen hat wird mit diesem Restaurant nicht zufrieden sein. Hat nix mit äthiopischem essen zutun außer das es auf der Karte steht. Wirklich nicht zum empfehlen, war ne Riesen enttäuschung für mich da ich äthiopisches essen über alles liebe.

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Unregistered
Kein Tester
am 6. Juli 2011 um 13:45

viel Spass dabei!

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am 5. Juli 2011 um 22:28

GB hat recht, wenn es inzwischen nicht sehr viel teurer geworden ist, ist es eigentlich unmöglich um 60€ zu zweit dort zu essen. Schon 29€ ist eher viel (Keine Ahnung was Groupon kassiert).

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GB am 5. Juli 2011 um 19:21

Bzgl. Groupon: Gibt es dort wirklich eine Platte für zwei zum regulären Preis von 60,-- Euro?? Da muss sich ja dann der Tisch biegen...

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GB
Kein Tester
am 5. Juli 2011 um 12:46

Danke für den Tipp.

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69
27
Lall am 9. April 2011 um 17:34

"ein Stück Injera abbricht" - da mußte ich grinsen, weil Injera ja recht labbrig ist und man es runterreißt;).
Werde das Lokal nächste Woche selber besuchen und freu mich schon auf die hoffentlich gute Fastenspeise (Bayenetu).

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Lall
Kein Tester
am 12. März 2011 um 11:54

hab vergessen: eigentlich gehören original noch Sachen, wie Ajowan und Weinraute dazu, die bei uns schwer zu bekommen sind, aber nach obigem Rezept schmeckt es auch gut

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27
am 12. März 2011 um 11:43

@christian: Das Gewürz bzw. die -mischung, die man braucht ist Berbere. Gibt es glaub ich am Naschmarkt fertig.
Wir machen sie meist selbst:
Rezept:
1 Tl Ingwerpulver,
1/2 Tl Kardamom, Koriander, Bockshornklee, Muskat
1 Prise Nelkenpulver langsam in trockener Pfanne rösten.
Mit 1 Zwiebel, 2 Knoblauchzehen, 1 El Rotwein
in der Küchenmaschine zu einer Paste verarbeiten.
225 g Paprika, 2 El Cayenne und 1/2 Tl gemahlener Pfeffer
vorsichtig anrösten, Zwiebelmischung dazu, langsam
310 ml Wassser dazu, 10 min köcheln. In ein Glas,
mit viel Öl bedecken. Hält sich 6 Monate.

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Experte
69
27
am 12. März 2011 um 10:47

Vielen Dank für die gute Review. Das hört sich sehr interessant an. Ich mag Abwechslung und authentische Küche aus anderen Ländern. :-)

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Ethiopian Restaurant / Äthiopisches Restaurant
Währingerstraße 15
1090 Wien
Speisen
Ambiente
Service
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