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Indus - Bewertung

Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 25. Jänner 2011
guteseele
15
10
5
5Speisen
4Ambiente
4Service

Ich war heute bereits zum dritten Mal innerhalb von etwa 2 Monaten im Indus, und das obwohl die indische Küche und ich bis dahin ein eher unterkühltes Verhältnis zueinander hatten.

Ich hatte beim ersten und dritten Mal ein Murgh Tikka Masala um 11.50 Euro, beim zweiten Mal nicht. Das Dumme an der Sache ist, dass ich mich bei den Besuchen zwei und drei einfach nicht erinnern konnte, was ich die Male davor bestellt habe, denn die Speisen haben lustigere Namen als IKEA-Möbel und vor allem längere. Unmöglich zu merken, wenn man kein Kenner ist, auch weil sich die eigene Vorstellung der Speisen aufgrund der Beschreibung in der Karte überhaupt nicht mit dem tatsächlichen Aussehen der Gerichte deckt. Beim dritten Mal war es also reines Glück, das ich wieder das Huhn in Joghurtsauce vom ersten Besuch bekommen habe, denn das ist wirklich ein wahrer Gaumenschmaus. Das Fleisch ist zart, die Sauce weich aber fest, die Würze einfach O-P-T-I-M-A-L! Der Reis, der dazu ohne Aufpreis serviert wurde, verdient die Bezeichnung "perfekt" ohne Zweifel, denn sowohl geschmacklich als auch von der Bissfestigkeit und Konsistenz her war das bislang der beste Reis, den ich je gegessen habe. Das Fladenbrot (Nan?), das es dazu gibt, ist zwar etwas trocken aber dennoch weich genug, um damit die Sauce aufzunehmen. Geschmacklich gibt es auch an dieser Beilage nichts auszusetzen. Das Gericht, das ich beim zweiten Besuche hatte, war unmöglich wieder in der Karte zu finden (ich habe es heute probiert) und daher leider unmöglich zu benennen, aber auch das war sagenhaft gut (irgendwas mit Huhn in einer hellen Sauce). Im Indus kann man scheinbar zu jeder Speise den Schärfegrad wählen (leicht, mittel, scharf, extra scharf). Für ungeübte Geschmacksknospen wie meine ist mittelscharf zwar schon spürbar, aber nicht zu aufdringlich.

Der Service im Indus ist mitunter ein Grund, warum ich immer wieder gerne herkommen werde. Die Kellner arbeiten sehr rasch und unauffällig, wobei ich letzteres persönlich sehr schätze. Die Freundlichkeit des gesamten Personals wirkt immer authentisch und nicht aufgesetzt, und auch wenn einmal alle Tische besetzt sind kommt keine merkbare Hektik auf. Zu erwähnen ist an dieser Stelle, dass meine Begleitung beim ersten Mal länger auf das letzte Getränk warten musste, wir aber im Gegenzug unverzüglich eine kostenlose und mit jeder Menge Entschuldigungen garnierte Nachspeise (Mango-Mousse) bekommen habe. Die habe sogar ich als Mango-Gegner ganz aufgegessen, war geschmacklich demnach nicht der Renner für mich, aber dafür absolut in Ordnung.

Das Ambiente passt in meinen Augen perfekt zum gesamten Konzept des Lokals. Wenn ich das Lokal betrete, überkommt mich immer ein Gefühl vielleicht nicht unbedingt zuhause, aber zumindest äußerst willkommen zu sein. Die Einrichtung wirkt stylisch und modern, aber zugleich nicht abgehoben oder künstlich. Ich kann nicht mal sagen, ob in der Regal Musik im Hintergrund läuft, denn man kommt und ist da - mit Körper und Geist. Alles wirkt im Indus locker und unbeschwert, als würde man beim Eingang seine Sorgen einfach an der Garderobe aufhängen. Das einzige, was ich seit heute bemängeln muss ist die Bestuhlung im Lokal. Bisher haben wir immer auf den Bänken gesessen, was sehr zu empfehlen ist, denn die Stühle sind nicht für längeres Sitzen geeignet. In die fällt man regelrecht hinein. Im Laufe des Abends bin ich immer weiter eingesunken und habe jede Feder und jede Holzstrebe gespürt. Außerdem sind sie für zart gebaute Damen einfach zu schwer. Ein leichtes Herumrücken auf ohnehin eher engem Raum ist da ohne fremde Hilfe nur schwer möglich. Ein bisschen ungeschickt, aber doch liebenswert charmant finde ich persönlich die Deko, die vom Kerzenhalter bis zum Tischläufer ohne Ausnahme - sogar für Verweigerer schwedischer Einrichtungsketten erkennbar - von IKEA kommt (es kleben teilweise noch die EAN Sticker mit Firmenlogo drauf).

Alles in allem ist das Indus aber eines meiner Lieblingslokale geworden, und vielleicht merke ich mir bis zum nächsten Mal, wie das rote Hühnchen mit den weißen Gemüsestreifen oder Grashalmen darin heißt.

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Kommentare (3)

am 19. Juli 2011 um 22:59

Ah danke, da ist sogar erklärt dass es oft als Lamm übersetzt wird:

When Indian dishes are translated and adapted for Western audiences, lamb is the meat most often used in the adaptation. This has led to a common misconception that gosht means "lamb".

Danke!

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102
15
am 19. Juli 2011 um 20:24

ok danke, falls es mir aber mal wieder als Lamm in einer indischen Speisekarte auffällt, werde ich es mal fotografieren und dann können wir ev. weiterdiskutieren ;-)

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102
15
am 19. Juli 2011 um 12:16

Bist du dir bei Goasht sicher?
Ich kenn das eigentlich nur ohne a also gosht und hätt es auf bisherigen Speisekarten immer als Lammfleisch übersetzt. Aber vielleicht irre ich mich ;-)

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102
15
Indus
Radetzkystraße 20
1030 WIEN
Speisen
Ambiente
Service
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