Liebharting bei Linz - Bewertung

Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 9. März 2020
Experte
laurent
338 Bewertungen
58 Kontakte
Tester-Level 27
3Speisen
3Ambiente
3Service
3 Check-Ins

Das „Liebhart“ erfindet sich (wieder einmal) neu; Nun versucht´s sich der vierte Betreiber innerhalb von 6 Jahren……

Anfang 2014 wurde aus der Ottakringer Lokalinstitution ein schickes Gasthaus; Betreiber Adam Gortvai hielt sich in dem vom Stararchitekten Giorgio Gullotta entworfenen Lokal drei Jahre……
Dann wurde vom Betreiber Stefan Svoboda aus "Liebhart Restauration“ das „das neue Liebhart", unter seiner Ägide gab´s sogar 80 Falstaff-Punkte im Restaurantguide 2018 für das Restaurant in Thaliastraße 63; im Dezember musste Insolvenz angemeldet werden.

Dann gab´s wieder einen neuen Betreiber: Tomas Vojtko - Tapp Gastro, welcher zuvor das „zweiRaum“ im 22. Bezirk betrieb. Dieser verabschiedete sich zum Jahresende 2019 um die Lokalität an die Meixner-Rieger KB weiterzugeben

Viel Erfolg, das müsste doch gehen; wenn man bedenkt, dass im weiten Umkreis, auf einer Länge von über 2 Kilometer, kein einziges österreichisches Lokal im Stile eines Restaurant/Wirtshaus zu finden ist.

Die Homepage schon mal sehr Oberösterreichisch-Regional-Selbstsicher: ......Was da Weana ned kennt das kriagt er endlich beim Liebhartinger.
(© Homepage) ....Angeführt von Gründungsmutter Christl haben die Liebhartinger ihre oberösterreichische Heimat verlassen und die ehemalige Restauration Liebhart zur oberösterreichischen Kolonie in Wien erklärt. Jetzt gibt es dort Innviertler Knödel, Mühlviertler Mostbraten, Hausruckviertler Apfelradeln und vieles mehr, was man sonst nur ob der Enns bekommt.
Vor allem aber wird im Liebharting bei Linz oberösterreichische Gastfreundlichkeit und Gemütlichkeit gelebt. Huckt's eich her, dann samma... Eine Kolonie oberösterreichischer Gastfreundlichkeit und Gemütlichkeit mitten in Wien.

Genießen soll man kreative Küche mit regionalem Fokus - herzhaft wie hausgemacht, traditionell und doch zeitgemäß. Essen und Trinken wie in Oberösterreich - damit sich Gaumen und Gemüt wie dahoam fühlen mit Zutaten aus der Umgebung und Rezepten

Optisch präsentiert sich die Lokalität von außen unverändert; das Ottakringer-Liebhartschild leuchtet nach wie vor in sattem Gelb. Auch Innen fast unverändert; einzig die Tische sind jetzt mit roten Papierservietten und Besteck eingedeckt.
Erst beim überreichen der Speisekarte wurde die Veränderung deutlich: Neuer Name, neues Konzept, neue Küchen- und Servicecrew und viel laute Musik.

Der erste Eindruck: Naja.
Ein kaugummikauender Kellner, kaum der österreichischen Sprache mächtig, hat bei der Bestellungsaufnahme so seine Probleme... Das Bierangebot unverändert: 6x Ottakringer aber nichts da mit Oberösterreichischem Bier. Mit dem Thema Wein setzt man sich erst gar nicht auseinander: 1/8 Grüner Veltliner oder Zweigelt „anonym“ - und beim Most ist´s nicht besser: Ein einziges Produkt ist im Angebot
Ansonsten: Pepsi, Red Bull, Almdudler und Co. Aperol- Kaiser- Himbeerspritzer und Hugo...... oh du armes Oberösterreich.
Wie war das mit „und vieles das man sonst nur oberhalb der Enns kennt“.

Das Essen: Naja, ganz ok.
Die recht scharfe, gemüselastige Rindsuppe mit dick-festen und recht breit geschnittenen (aber zumindest hausgemachten) Frittaten ist die 3,10 wert

Pöstlingberger Filet-Steak, 180g, mit Bratkartofferl, Speckfisolen und leichtem Pfeffersaucerl
Auch nur: Naja. Die Bratkartoffeln aus der Friteuse, das Steak zwar richtig gebraten aber anscheinend ohne „Rastzeit“ direkt aus dem Pfandl serviert: Somit innen bleu und kalt und doch ziemlich bißfest. Die Speckfisolen recht herzhaft mit reichlich Knoblauch und Zwiebeln waren dann schon gut.
Dass das extra georderte Spiegelei vergessen wurde; kann sein; sollte bei eh nur einem Tisch mit „speisenden“ Gästen nicht sein.

Pofesen - is wia a French Toast, oba mid Powidlmarmelade, Zimtzucker und Vanilleeis 5,90. Jo eh, naja: leider richtig fetttriefend und mit Haltbarschlagobers.

Anständiger Kaffe, wenn man noch den Unterschied zwischen Latte macchiato, Cappucino und Erspresso macchiato kennen würde........

Schaun ma mal beim nächsten Ma(h)l; es gibt ja noch Einiges zu erkosten: Pusztalaberl á la Woama Hans, Altausseer Backhendlsalat, Resches Blunzengröstl, Upper Austro-Burger - 100% Bio Rind aus dem Mühlviertel mit BBQ Saucerl, Cole Slaw und Pommes

Woas da Liebhartinger ned kennt ißt er trotzdem, nua laungsama

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"Pöstlingberger Filet-Steak", "Altausseer Backhendlsalat" da weiß man eigentlich schon alles. Dass sich heutzutage mit so einem schwachen Konzept noch jemand ein Lokal aufsperren traut, da kannst dich nur wundern. Nur irgendeinen oberösterreichischen Ortsnamen vor ein x-beliebiges Gericht klatschen und fertig ist das Oberösterreich Lokal. Für so einen Schas krieg man einen Kredit von einer Bank?

13. Mär 2020, 19:02·Gefällt mir·Antworten

Da kriegt man im ersten Teil Lust aufs schöne Oberösterreich und dann? Keine erwähnenswerte Weinauswahl, 6 mal Ottakringer, Ernsthaft? Na und die Service/Speisenbewertung klingt auch nicht berauschend...sehr schade, ich denke nämlich das ein solides, (Ober-)österreichisches Lokal dort auf jeden Fall funktionieren könnte. Der Neustart klingt für mich leider eher halbherzig und inkonsequent...

10. Mär 2020, 13:17·Gefällt mir4·Antworten

Angesichts der vielen Küchenfehler eine wohlwollende Bewertung, Laurent.

10. Mär 2020, 11:02·Gefällt mir1·Antworten
Liebharting bei Linz
Thaliastraße 63
1160 Wien
Liebharting bei Linz - Karte
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