Vienna 1st - Bewertung

Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 10. August 2019
Experte
BiancaC
83 Bewertungen
75 Kontakte
Tester-Level 22
2Speisen
4Ambiente
4Service
7 Fotos1 Check-In

Vor Kurzem waren wir beim Muscheldinner im Vienna 1st, welches jeden Freitag von 16 bis 22 Uhr stattfindet und derzeit 22.50 Euro kostet.
Man reserviert online per Plattform, problemlos, und es ist nicht schwierig, unterzukommen. Massig Plätze frei.
Das Menü besteht aus einer Pannonischen Fischsuppe als Vorspeise und anschließend kann man so viel man möchte an Muscheln essen. Drei Varianten gibt es: Weißwein-Knoblauch, Wurzelrahm und Pomodoro. Serviert wird mit Pommes und Baguette mit Kräuterbutter - so steht es auf der Karte.

Wir ordern ein Weizen und einen Radler, normales Bier gibt es leider nur in der Seiterl-Flasche, großes Manko. Ein g'scheites Bier vom Fass im Krügerlglas sollte halt schon drin sein. Aber gut.

Der Kellner war den ganzen Abend lang sehr freundlich und flott, zuvorkommend und nicht aufdringlich. Dennoch etwas wenig am Gast, und phasenweise nicht zu erblicken.

Die Suppe kommt und war eine herbe Enttäuschung. Sie hat nach einer Tomatensuppe mit Suppenwürze geschmeckt, Fisch hat die nie einen gesehen, zwei Muscheln und Flankerl von Surimi waren neben Fizzerl von Zwiebel und Wurzelgemüse die Einlage. Oben drauf viel frischer Petersil, aber der konnte auch nichts mehr gutmachen. Diese Suppe war weder pannonisch, noch hat sie nah Fisch geschmeckt. Leider ein Reinfall.

Die Muscheln haben wir einmal mit Weißwein-Knoblauchsauce und einmal mit Wurzelrahm genommen. Beides war flott da, Beilagen ebenso. Die Pommes waren exzellent, knackig und frisch, heiß. Ketchup 0815, aber immerhin Ketchup. Das Baguette war halbiert, weder frisch aufgebacken, noch stimmte das mit der Kräuterbutter. Die Aufstrichschicht stellte sich als billige Pflanzenmargarine heraus, die mit ein Paar Kräutern vermischt war, welche aber nicht zu schmecken waren. Das Baguette schmeckte nicht frisch, mit der Margarine essbar aber kein Highlight.

Nun zum eigentlichen Star: den Muscheln. Auch diese - gleich vorweg - passend zum Rest (außer den guten Pommes) eine herbe Enttäuschung. Die Saucen waren quasi gleich (trübe Brühwürfel Suppe, einmal mit Wurzelgemüsewürfel versehen, einmal mit Knoblauchpaste oben drauf gekleckst). Leider hatte beides nicht mit der angegeben Speise zu tun, denn es handelte sich weder um Wurzelrahm (nicht cremig, sondern ganz dünn und geschmackslau- die Instantwürze war das einzig schmeckbare), noch um eine Weißwein-Knoblauchsauce (Weißwein war vlt im Koch, aber nicht in der Sauce). Ich vermute auch, dass die Muscheln in Wasser gekocht werden, warmgehalten und die Saucen werden kurz vor sem Servieren drübergegossen, denn das Muschelfleisxh hat auch nach nichts geschmeckt. Gut, der Hunger treibts dennoch rein und wir versuchen noch die Variante mit der Tomatensauce. Diese hatte Wiedererkennungswert - schmeckte sie doch genau so wie die Suppe zur Vorspeise. Auch das war nix.

Ach ja, ein Ungeschickt ist dem Kellner passiert: trotz Ankündigung hat er uns den Kübel für die leeren Muschelschalen erst sehr spät gebracht, was angesichts der Muschelleichen etwas unangenehm war. Aber er hat sich vielmals entschuldigt und es war ihm anzusehen, dass es ihm unangenehm war. Haben wir natürlich verziehen. Deshalb auch kein Punktabzug im Service.

Ich kann diesen Muschelabend gar nicht empfehlen, war aber schonmal im Vienna 1st und habe da sehr gut gegessen (aus der Speisekarte) und war eigentlich zufrieden. Das Service ist wirklich gut, und das Ambiente passt auch. Mir gefällt das Lokal von innen gut und sie haben auch ein paar Tische zum heraußen sitzen. Das ist schon ein Vorteil an lauen Sommerabenden.

Das Lokal sollte definitiv bei den Speisen à la carte bleiben und diese Special-Aktionen lassen, denn wenn man wenig verlangt und deshalb auch nur schlechte Qualität auf den Tisch bringt, schreckt das mehr ab, als dass man Gäste gewinnt.

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Kommentare (2)

am 10. August 2019 um 16:00

Ja, da hast du Recht. Aber der Preis fürs Muscheldinner ist kürzlich noch höher gewesen (über 30 Euro) und würde dann bald herabgesetzt auf 22.50 Euro. Wir hatten nämlich noch einen ausgedruckten Gutschein von gastronews.wien wo es eben um 22.50 Euro zu haben war statt über 30. Aber für über 30 Euro hätte ich mich vermutlich noch mehr geärgert und die Qualität wäre deshalb sicher auch nicht besser gewesen.

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75
am 10. August 2019 um 15:55

22.50 für Muscheln der billigsten Sorte so viel man will, Pommes so viel man will, nichtssagendes Brot mit Aufstrich, nichtssagende Suppe? So viel kann man gar nicht essen, wie es kostet, bei dieser Qualität. Nicht ausgeschlossen, dass die Muscheln schon ab Packung geschmacksfrei waren, habe ich selber schon erlebt und kaufe sie seither nie mehr im Supermarkt.

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