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Gasthaus zur Grünen Laterne - Bewertung

Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 6. Oktober 2016
Experte
hbg338
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3Speisen
2Ambiente
3Service
11 Fotos1 Check-In

Nach der äußerst positiven Bewertung von Stammersdorfer machte ich einen Umweg um das Gasthaus zur Grünen Laterne zu besuchen. Ich kam mit dem Auto und dank der Parkpickerlregelung fand ich gegenüber vom Lokal einen Parkplatz. Für die Anreise mit den öffentlichen Verkehrsmitteln empfiehlt sich die Autobuslinie 10A die in der Wattgasse hält. Die Straßenbahnlinie 43 und die Autobuslinie 42A halten etwas entfernt in der Hernalser Hauptstraße.

Vor dem Lokal die schon beschriebene Weinlaube, allerding bei Regen und knapp unter 10 Grad war hier nicht mehr geöffnet. Also über die zwei Stufen hinein in das Lokal. Der erste Eindruck im Schankraum. Rauch. Hier wurde gebofelt was das Zeug hält. Das war selbst mir als äußerst toleranter Exraucher zu viel und ich fragte, ob ich im, an den Raucherbereich anschließenden, Nichtraucherbereich Platz nehmen kann. Die schon beschrieben freundliche Servicedame begleitete mich in diesen. Am Tisch die Menage mit Hügli Fläschchen. Die nicht so verbreitete Alternative vom Maggi. Die Servicedame zählte mir die drei Angebotenen Menüs auf. Ich wollte jedoch die, wie ich schon auf der Webseite feststellenkonnte, sehr umfangreiche Karte (Link) genauer inspizieren. Als Getränk bestellte ich wie meistens in Ermangelung geeigneter Alternativen einen großen gespritzten Apfelsaft (€ 3,50). Dieser wurde rasch serviert, war allerdings wie so oft ein industrielles Standardprodukt. Als Suppe wählte ich die Leberknödelsuppe (€ 2,90) und als Hauptspeise das gegrillte Beiried mit Braterdäpfel, Gemüse und Kräuterbutter (€ 12,90). Bei der Bestellung wurde auch nach der Garstufe gefragt. Sehr gut. Für die Nachspeise hatte ich Palatschinken ins Auge gefasst. Jedoch noch nicht bestellt, da ich nicht wusste wie groß die Portionen hier sind.

Die Suppe wurde rasch serviert. In einer sehr tiefen Suppenschüssel, die sehr gut gefüllt war. Obenauf mit Kräutern die jedoch nicht die sehr helle Farbe der Suppe kaschieren konnte. Der Geschmack der Suppe entsprach leider den optischen Eindruck. Eine sehr dünne, eher geschmacksneutrale Suppe. Darinnen ein optisch wie gezeichneter Leberknödel. Nicht groß und sehr gleichmäßig geformt. Für meinen Geschmack zu gleichmäßig. Dazu sehr hart sodass ich mir beim teilen Mühe geben musste. Das Innere des Knödels wirkte allerdings schon hausgemacht. Geschmacklich war es auch recht gut. Nur ziemlich hart.

Die Wartezeit auf meine Hauptspeise nutzte ich um mir das Ambiente näher anzusehen. Viel helles Holz. Dekoriert mit diversen Gegenständen die an die Seefahrt erinnern. Kleiner Leuchtturm, Steuerrad, Segelboot usw. Dazu in einer Ecke ein Weinheber. Nicht ganz zusammenpassend. Die Toiletten im Raucherbereich über eine Stufe durch eine enge Tür zu betreten. Alles sehr eng und schon älter, jedoch in sehr guten Zustand und sauber. Die bestätigte auch der Reinigungsplan der neben der Toilettentür hing.

Kurz nachdem ich wieder Platz genommen hatte kam der Kellner und brachte meinen Teller mit dem Fleisch. Ein mittelgroßes, nicht zu dickes Stück Fleisch. Darauf eine Portion Kräuterbutter, diese nicht tiefgefroren. Als Beilage das gemischte Gemüse und etwas Salat mit einem Spritzer Dressing darauf. Der Tellerrand mit Gewürzen bestreut. Wem es gefällt. Mir ist es egal und wichtiger ist was in der Mitte des Tellers ist. Noch bevor ich die Braterdäpfel urgieren konnte wurde mir mitgeteilt das diese gleich serviert werden.

Das Fleisch entpuppte sich als sehr gut, weich und leicht mit Fettspuren durchzogen. Dadurch auch sehr saftig. Auch sehr gut gewürzt. Weit besser als die Suppe. Auch das Gemüse und der Salat war sehr gut. Die nachträglich, jedoch nicht zu spät servierten Braterdäpfel, welche wie fast immer in der Fritteuse zubereitet waren, schmeckten ebenfalls. Außen knusprig und innen weich wie sie sein sollen.

Das Service war aufmerksam und korrekt. Rechnung wurde bei mir, im Gegensatz zum Nachbartisch, ausgestellt, und es wurde auch nachgefragt ob ich noch einen Wunsch hätte. Auf die Palatschinken verzichte ich jedoch, da am Gegenüberliegenden Tisch zwei Damen anmerkten das diesen nicht frisch, sondern in der Mikrowelle aufgewärmt wurden. Dieses auch nicht richtig, da sie den Damen nicht warm genug waren.

Mein Fazit – Das Fleisch hat den Besuch gerettet. Die Euphorie von meinen sehr geschätzten Tester Kollegen Stammersdorfer kann ich nicht teilen. Der Gesamteindruck war nicht so als dass ich das Lokal zu meinen Favoriten hinzufügen kann. Für mich hat sich der Umweg nicht unbedingt gelohnt.

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Kommentare (17)

am 7. Oktober 2016 um 15:55

Ohje, da steht ja noch der Smodics drinnen. Der hat auch schon zugesperrt. Achja und der letzte Fleischhauer in Simmering hört auch mit Ende des Jahres auf. Naja mit 80 darf man wohl in Pension gehen. Trotzdem schade.

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197
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am 7. Oktober 2016 um 15:36

@Meidlinger (dein Link) ganz rechts der Fleischer Fischer das ist mein Fleischhauer. Der übt seinen Beruf mit Liebe aus, macht noch viele Würste, Leberkäse, etc. selbst.

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63
50
am 7. Oktober 2016 um 15:12

Radatz wäre jetzt auch mein Tip. Und ja, Meidlinger, da sind wir absolut einer Meinung: rettet die Fleischhauer!

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80
48
am 7. Oktober 2016 um 14:58

Schau doch mal hier rein: Link
Dann ruf einfach dort an bei einem Fleischer in deiner Nähe oder der am Weg liegt. Rettet die letzten Fleischhauer!

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197
51
am 7. Oktober 2016 um 14:50

Ochsenmaulsalat? Mir scheint, ich habe das beim Radatz gekauft als Imbiss für die Heimreise, letztens. Ein schöner Laden.

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38
8
am 7. Oktober 2016 um 13:49

Wenn wir schon dabei sind: Gibt es irgendwo in Wien Ochsenmaulsalat? Eventuell Fleischhauer mit Imbiss.

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92
38
am 7. Oktober 2016 um 10:09

@cmling das mit dem ;head cheese' ist schon richtig aber umgangssprachlich bezeichnet man damit noch etwas anderes daher würde man es so sicher nicht auf die Speisekarte schreiben :-)

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67
22
am 7. Oktober 2016 um 09:55

Saure Presswurst, kriegt man gar nicht mehr so leicht. Eher noch beim Heurigen. Bei der Karte steigt dem Rach die Grausbirn auf. Er hätte ja ein paar gute Gerichte, aber er wills wohl jedem Recht machen und alles abdecken.

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197
51
am 7. Oktober 2016 um 09:49

"Head cheese" könnte sogar stimmen: Link

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48
22
am 7. Oktober 2016 um 09:45

Jemand der ,head cheese' und ,sour sausage' auf der Speisekarte hat braucht keine Hauptwörter'!

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67
22
am 7. Oktober 2016 um 09:35

Wobei "baked miscellaneous" noch ein Hauptwort braucht.

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48
22
am 7. Oktober 2016 um 08:44

Wird wohl ,gebackenes Allerlei' gemeint sein und statt ,miscellaneous' ist ,mischievous' draus geworden !

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67
22
am 7. Oktober 2016 um 08:34

War mir neu Link ;-) Baked mischievous allerdings kennt auch Mr. Google nicht.

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92
38
am 6. Oktober 2016 um 17:56

Lt. Speisekarte verwenden sie Bibb lettuce (steht so in der engl. Übersetzung) - naja wer glaubt das?

Und bitte was soll "baked mischievous" sein? *lach*

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63
50
am 6. Oktober 2016 um 17:31

331: Dafür hast im Dstrikt die A....karte....:-)

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388
56
am 6. Oktober 2016 um 17:22

Die Karte ist eindeutig zu groß. Bifteki, Burger, Garnelen, Ciabata, was hat das auf einer Wirtshauskarte zu suchen?

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197
51
am 6. Oktober 2016 um 17:15

Ich habe den Eindruck, wir hatten da einen echten Glückstag erwischt...... :-)

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28
Gasthaus zur Grünen Laterne
Paletzgasse 10
1160 Wien
Speisen
Ambiente
Service
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3 Bewertungen
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