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Restaurant Tulpe - Bewertung

Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 19. August 2016
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4Speisen
2Ambiente
2Service
15 Fotos1 Check-In

Das Gasthaus Tulpe ist auch wenn es der Name nicht vermuten lässt, ein türkisches Lokal. Direkt vor dem Lokal befindet sich die Autobushaltestelle der Linie 57A. Ich benutzte allerdings die U4 bis Meidlinger Hauptstraße, da ich in dieser einen Termin hatte, und im Anschluss daran nahm ich einen nicht zu langen Fußweg zum Lokal in Kauf. Vor dem Lokal abgegrenzt mit einigen Koniferen wobei einige auch schon das zeitliche gesegnet haben befindet sich ein kleiner Gastgarten. Nicht unbedingt einladend wenn der Autobus in unbedingter Tischnähe hält. Darum begab ich mich über eine kleine Stufe in das Lokalinnere. Etwas verwundert war ich schon, denn ich war der einzige Gast und das knapp vor 12 Uhr mittags. Vielleicht hängt es aber damit zusammen das im Lokal keine alkoholischen Getränke erhältlich sind. Das Lokal wird streng nach den Richtlinien, wie in der Karte angeführt, des Helal geführt.

Das Lokal besteht aus einem großen Raum welcher der Nichtraucherbereich ist. Ein kleiner Extraraum für die Raucher ist auch vorhanden. Des Weiteren gibt es auch noch den schon erwähnten Gebetsraum. Im vorderen Lokalbereich befindet sich ein nicht in Betrieb befindlicher Kebapverkauf. Auch ein Pizzaofen ist in diesem Bereich vorhanden. Beides verwaist. Nach Rücksprache mit einer weiblichen Servicekraft nahm ich an einen kleineren Tisch Platz. Tische von drei bis acht Personen sind verfügbar. Die Holztische mit Menage, Servietten und einer Dessert- und Cocktailkarte (alle alkoholfrei). An den Wänden viele Bilder mit Wahrzeichen und Sehenswürdigkeiten von orientalischen Ländern. Alles sauber und gepflegt, aber trotzdem kam nicht der gewisse Wohlfühlfaktor auf. Vielleicht lag es auch an den fehlenden Gästen.

Die Speiskarte wurde nach leichten sprachlichen Problemen gebracht. Diese etwas lieblos zusammengestellt. Immer wieder leere Folien dazwischen und nicht so ausführlich wie jenen auf der Homepage (Link). Zum Glück hatte ich diese schon genau inspiziert und so wusste ich im Großen und Ganzen was ich zu bestellen habe. Der große Apfelsaft gespritzt mit Sodawasser (€ 2,60) den ich bestellte, war sehr großzügig gespritzt und zusätzlich mit Eiswürfel bestückt. Das Mischverhältnis eindeutig zu Gunsten des Apfelsafts. Zum Essen wurde das „Tulpe Izgara“ bestellt (€ 12,90). Ein Grillteller für eine Person den es aber auch für zwei gibt.

Die doch recht lange Wartezeit auf mein Essen verkürzte ich mit einem Besuch der Toilettenanlagen. Sehr gepflegt und mit großzügigem Platzangebot. Ausgestattet mit Starklufthändetrockner. Was im Vergleich zu mitteleuropäischen Herrentoiletten auffiel war das fehlenden Urinal.

Auch nach meiner Rückkehr zum Tisch war das Lokal noch immer ohne Gäste. Ich musste noch etwas warten bis mein Essen serviert wurde. Gegrilltes dauert halt eine gewisse Zeit. Als der Koch, welcher perfekt deutsch sprach und von der Servicedame zur Unterstützung bei Sprachproblemen zwischen ihr und mir herbeigerufen wurde, den Teller mit meinen Essen servierte war das Hungergefühl schon recht stark ausgeprägt. Der Teller recht üppig mit Fleisch belegt. Ein Lammkotelett, Kalbspieß, Hühnerspieß, Adana Kebap (faschiertes Lamm und Kalbfleisch und ein Stück Kalbfleisch. Dazu reichlich Reis und Salat mit Sauce und ein gegrillten Paradeiser und gegrillten Pfefferoni. Dazu auf einen Extraholzteller ein Fladenbrot.

Das Fleisch ohne Ausnahme sehr gut. Weich, saftig sehr gut mariniert, ohne zu scharf zu sein. Diesen Part erledigte der Pfefferoni, dieser hatte es schärfenmäßig in sich. Hier war das Brot gefragt um die Schärfe zu lindern. Das Lammkotelett ließ sich sehr leicht vom Knochen lösen. Auch an dieser Seite war es gut gegrillt und nicht noch roh. Der Kalbspieß leicht rosa. Der Salat fast unmariniert wurde jedoch von mir mit der Knoblauchsauce vermischt. Das Fladenbrot leider nicht etwas erwärmt und auch nicht mit Öl bestrichen. Eine etwas trockene Angelegenheit. Das Fleisch entschädigte mich geschmacklich.

Das Service der Dame bestand eigentlich nur aus dem servieren des Getränkes und des Kassierens. Den Rest übernahm der Koch, auch servicetechnisch. Dieser fragte mich auch ob ich ein Dessert wolle. Dies war aber leider infolge meiner Sättigung nicht mehr möglich.

Mein Fazit – Ein Lokal welches mich optisch nicht unbedingt überzeugte. Auch Servicetechnisch etwas eigenwillig und von den fehlenden Gästen gar nicht zu reden. Dafür wusste der Grillteller zu überzeugen. Dieser war ein sehr gut gelungenes Gericht. Wenn man in der Nähe ist und Gusto und Hunger hat ist das Lokal durchaus einen Besuch wert. Extra einen Besuch planen würde ich allerdings nicht.

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Kommentare (4)

am 20. August 2016 um 10:31

Danke für die Informationen.

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Experte
388
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am 20. August 2016 um 09:38

Nicht umsonst ziert eine Tulpe die Maschinen der Turkish Airlines. Link

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80
48
am 20. August 2016 um 09:00

Tulpen haben sehr viel mit der Türkei zu tun: Die Gartentulpe kam von dort nach Europa, es gab eine Tulpen - Ära (18. Jh), und die Tulpen - Moschee ist eine der bedeutenden in Istanbul. Link

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38
am 19. August 2016 um 19:27

Tulpe heißt in der türkischen Sprache Lale. Und im 1. Bezirk gibt es bereits ein türkisches Lokal mit dem Namen Lale. Vielleicht ist das der Grund für diesen Lokalnamen hier.

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50
Restaurant Tulpe
Sechshauser Straße 76
1150 Wien
Speisen
Ambiente
Service
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