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Rinderwahn - Bewertung

Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 19. August 2016
Experte
Gastronaut
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29
4Speisen
3Ambiente
4Service

Als Vorspeise teilten wir uns etwas, das bereits auf der Karte den Namen „Kalorien Wahnsinn“ trägt und dieser Name ist tatsächlich keine Untertreibung, handelt es sich dabei doch um panierte und frittierte Bällchen, deren Inneres nichts anderes als Cheddar-Makkaroni ist. Natürlich wird Mayonnaise dazu serviert und damit das schlechte Gewissen etwas beruhigt wird, noch einige eingelegte Gurken. Nachdem aber nach der Konsumation dieser wirklich köstlichen, aber auch bleischweren Bällchen kaum Platz mehr für das schlechte Gewissen ist, löst sich dieses Problem somit von selbst.

In Sachen Kuh entschied ich mich für einen Burger namens „Scharfe Resi“, der neben 250 Gramm Rindfleisch auch noch Cheddar, grüne Chilis, Pfefferoni, saure Gurkerln, Tomate und Salat beinhaltet. Selbstverständlich habe ich diesen Burger medium bestellt und auch auf den Punkt so bekommen. Diese wunderbare Mischung aus Röstaromen und intensivem Fleischgeschmack in einem flaumigen, aber nicht zu süßen Brioche-Brötchen war genau das, was für mich einen echten Traumburger ausmacht. Alleine beim Gedanken daran läuft mir jetzt schon wieder das Wasser im Mund zusammen..,
Auf der vegetarischen Seite des Tisches wurde der „Veggie-Wahn“ geordert. Hier wird die Brioche mit einem mit mehreren Sorten Käse gefüllten und gebackenen Portobello-Pilz und Avocados gereicht. Die Kombination ist in den USA längst ein Klassiker und wird auch hier bei sämtlichen Vegeteusen einschlagen. Und das zu Recht, denn die Huth’sche Version des „Shroom Burgers“ so köstlich wie sie einfach ist. Puristen würde ich sogar empfehlen, die Avocado abzubestellen. So kommt der Pilzgeschmack in Kombination mit der rauchigen Barbecue-Sauce noch besser zur Geltung.

In Sachen Beilagen hatten wir sowohl Pommes frites (gut wie immer bei den Huths), Süßkartoffelpommes (überraschend gut) und einen eher mauen Coleslaw. Der Krautsalat war viel zu wässrig und damit vollkommen lätschert. Die sonst so gute Mayonnaise ist fast vollkommen untergegangen und insgesamt glaube ich, dass das geschnittene Kraut nicht richtig „gebrochen“ also vor der Weiterverarbeitung eingesalzen wurde. Was hier auf alle Fälle aber positiv auffällt, ist, dass auf sämtlichen Tischen Flaschen mit Ketchup und Senf stehen. Das ist insofern bemerkenswert, weil andere Mitspieler im Kampf um die Gourmet Burger mitunter gleich einen ganzen Euro für ein kleines Gläschen Ketchup verlangen, was oft am Rande der Dreistigkeit vorbeischrammt.

Der allergrößte Burger im „Rinderwahn“ heißt auch genauso und kommt mit gleich zweimal Fleisch daher. So sehr ich auch gerne meine Männlichkeit unter Beweis stelle, ich denke, dieses Teil hätte ich nur dann bewältigen können, wenn ich die Vorspeise, die Beilagen und leider auch das Bier weggelassen hätte…Beim nächsten Mal vielleicht.

Was ich sehr wohl noch versucht habe, ist der „Eitle Gockel“, ein Hühnerfleisch-Burger aus Brustfleisch, Tomaten, Salat, Gurken, Mayonnaise und Erdnussbutter. Vor allem Letztere war für den Geschmack ausschlaggebend. Ich mochte die Kombination, dachte mir aber auch, dass hier eine grobe Erdnussbutter vielleicht besser wäre als die verwendete feine. Gleichzeitig war mir aber klar, dass ich hier im „Rinderwahr“ zukünftig weiter der Kuh zugetan sein werde.
Insgesamt sind Gabi und Robert Huth mit ihrem „Rinderwahn“ zwar nur auf einen fahrenden Zug aufgesprungen. Aber ihre Erfahrung in Sachen Logistik, Qualität, Gastfreundschaft und vor allem ihrem klaren Bestreben alles so einfach wie möglich zu halten, wird dafür sorgen, dass sich dieser Rinderwahn sehr schnell ausbreiten wird. Und nachdem ich mich bei meinem Besuch definitiv damit angesteckt habe, scheint eine Heilung davon eher unwahrscheinlich…

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Kommentare (1)

am 19. August 2016 um 13:35

Ich stimme Dir zu, Gastronaut, mit einer Ergänzung: 1 € für Ketchup bei einem Burger zu verrechnen, schrammt an der falschen Seite der Dreistigkeit vorbei.

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