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Federico ll - Bewertung

Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 5. August 2016
Experte
hbg338
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5Speisen
4Ambiente
4Service
10 Fotos1 Check-In

Nach den hervorragenden Kritiken von Großteils sehr fachkundigen und von mir geschätzten Rete Testern war es an der Zeit dem Federico II einen Besuch abzustatten. Tisch hatte ich keinen reserviert da ich kurz nach dem Öffnen des Lokals vorhatte dieses zu besuchen. Die Anreise erfolgte vom Praterstern mit der Straßenbahnlinie O bis Radetzkyplatz. Von dort sind es nur wenige Minuten zu Fuß bis zum Lokal. Parkplätze wären jedoch auch genügend in unmittelbarer Lokalnähe frei gewesen.

Vor dem Lokal befindet sich der Unteren Weißgerberstraße ein netter Gastgarten. Abgetrennt mit einem Holzzaun von der Straße und dieser mit Pflanzen verschönert. Große Sonnenschirme spenden genügend Schatten für die kleinen Klapptische welche mit Tischtüchern bedeckt waren. Aschenbecher stehen auf jeden Tisch. Ich begab mich jedoch ins Lokalinnere.

Über eine Stufe erreicht man das Nichtraucherlokal. Man befindet sich im sehr netten Schankraum. Nach Rücksprache mit dem jungen Kellner nahm ich gegenüber der Schank Platz. Vorherrschend sind Tische für zwei Personen, nett gedeckt mit rot/weißen Tischtüchern. Etwas abgetrennt befindet sich der Pizzaofen. Durch eine Glastür gelangt man noch in einen weiteren Raum. Vielleicht gab es früher eine Raucher-, Nichtrauchertrennung. Über der Eingangstür befindet sich ein Fernseher. Auf diesem lief zwar Rai aber ohne Ton. Ich werde es nie verstehen warum man in Restaurants einen Fernseher hat der in Betrieb ist aber ohne Ton. Mit Ton wäre aber noch störender. Sportübertragung ohne Ton verstehe ich, aber einen Spielfilm? Ist aber nicht nur in diesen Lokal so.

Die Speisekarte wird kommentarlos überreicht und ich bekomme genügend Zeit diese zu lesen. Da die Karte zweisprachig angeschrieben ist habe ich keine Probleme den gespritzten Apfelsaft mit Sodawasser (€ 4,20) zu finden. Obwohl auf Italienisch klingt dieses Getränk weit schöner. Als Pizza wählte ich die Prosciutto e Funghi (€ 9,00). Die leidige Frage „Mit Knoblauch?“, gibt es hier zum Glück nicht. Der Apfelsaft war leider ein gängiges Standardprodukt.

Meine Pizza wurde vom Chef zubereitet. Nach kurzer Wartezeit wurde diese serviert. Die Größe, Gott sei Dank im gängigen Rahmen. Optisch zwar nicht meinem Idealbild entsprechend. Dafür war der Rand zu gering ausgeprägt, geschweige denn aufgegangen. Die war mir aber nach dem ersten Bissen egal. Noch nie eine so gute Pizza gegessen. Geschmacksintensiv. Der Schinken, ein Traum. Ein geniales Gewürz muss hier verwendet werden. Vom Pizzateig über die Paradeissauce zu dem Champignon und dem Schinken eine göttliche Speise. Der Boden dünn, weich aber nicht matschig. Einfach genial.

Einerseits war es schade das es nicht mehr von der Pizza gab, aber so hatte ich die Chance auf ein Dessert. In der Hoffnung g dass dies qualitativ an die Pizza anschloss. Also verlangte ich die Karte. Profiteroles oder Tiramisu und dazu einen Cappuccino (€ 3,20). Ich fragte den Kellner was er nehmen würde, und der wählte für mich das Tiramisu (€ 6,00).

Der Toilettenbesuch verkürzte die Wartezeit. Zwischen Schank und Kasse durch geht es zur Tür. Über eine Stufe hinein in den sauberen, tadellos in Schuss gehaltenen sehr kleinen Toilettenbereich. Abgesehen von der Stufe scheitert man schon platztechnisch mit einem Rollstuhl.

Der Kaffee aus der Rösterei Foschi aus Montecchio in Umbrien. Bis dato unbekannt aber der Kaffee hat überzeugt. Sehr gut mit reichlich Milchschaum. Kurz darauf kam das Tiramisu. Liebevoll angerichtet mit einem Minze Blatt und Marmeladeverzierungen am Teller. Die Empfehlung vom Kellner hat gepasst und das Tiramisu stand geschmacklich der Pizza um nichts nach. Ebenfalls ein sehr wohlschmeckendes Gericht.

Das Service – Mit der Tiramisu Empfehlung hatte er bei mir schon gewonnen. Sehr freundlich, aufmerksam und flott. Rechnung wurde selbstverständlich ausgestellt.

Mein Fazit – Zu meiner Frau sagte ich als sie mich fragte wie es war, „Vergiss alles was du bisher an Pizzen und Tiramisu gegessen hast“. Sagt eigentlich alles. Ich habe zwar noch drei/vier Pizzerien auf meiner To-Do Liste aber diese sind wahrscheinlich chancenlos im Vergleich zur Federico II. Meiner Frau habe ich schon gesagt, wenn sie Gusto auf Pizza hat soll sie es mich wissen lassen. Dann geht’s nicht nur zum Arbeiten in den dritten Bezirk.

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Kommentare (2)

am 5. August 2016 um 20:58

adn1966, hab gelesen das der Schwiegersohn für die Pizzen zuständig ist. Ist aber erst etwas später gekommen so musste der Senior zum Ofen. Werde aufjedenfall auf deinen Tip zurückkommen.

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Experte
388
56
am 5. August 2016 um 20:44

Schöne und informative Bewertung, danke hbg338. Das Federico wird von einer Familie aus Kalabrien betrieben, daher die dünne Pizza, ist dort so üblich und für mich auch im Gegensatz zur Pizza Romana oder Milanese die "Pizza of Choice".

Was mir abseits des netten, familiären Ambiente dort so gut gefällt ist die Tatsache, dass wirklich hochwertige Produkte verwendet werden. Probier' das nächste Mal die Burrata mit Prosciutto, - zum Niederknien.

Der Pizzaiolo ist der Schwiegersohn und mach seine Sache wirklich gut. Schön, dass es Dir gefallen hat.

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Experte
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48
Federico ll
Krieglergasse 14
1030 Wien
Speisen
Ambiente
Service
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45
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