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Riesenrad - Candlelight Dinner for Two - Bewertung

Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 24. Juli 2016
Experte
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5Speisen
5Ambiente
5Service
18 Fotos1 Check-In

Das Wiener Riesenrad bietet mehr als nur die Stadt aus luftiger Höhe anzusehen. Was aber sehr begehrt ist wie die Menschenschlange vor der Kasse bewies. Das bei einem Fahrpreis für knapp € 10, --. Uns führte ein Candle-Light-Dinner (Link) zu einem runden Geburtstag hierher. Die Anreise erfolgt problemlos mit den U-Bahnlinien U1, U2 oder den S-Bahnen. Auch die Straßenbahnlinie 5, O und diverse Autobuslinien halten am naheliegenden Praterstern. Ein kurzer Fußweg und man befindet sich vor dem Riesenrad eines der Wahrzeichen von Wien.

Noch eine Anmerkung zur Reservierung. Hier wird Service noch wirklich großgeschrieben. Nicht nur dass wir bei der Reservierung, auf Wunsch drei unterschiedliche Menüs bestellen konnten, obwohl in der Karte hingewiesen wird, dass diese einheitlich gewählt werden sollen, wurden uns auch sonst noch einige Wünsche erfüllt. Da meine Frau aus ethischen Gründen kein Kalbfleisch ist bekam sie ein Schweinsschnitzel. Die Suppe wurde einheitlich mit der Rindsuppe mit dreierlei Einlage serviert. Die Nachspeise wurde ebenfalls einheitlich mit der Sachertorte mit Schlagobers serviert.

Dank der Reservierung eines der Spezialwagons wurden wir an der Menscheschlange von unserem Kellner vorbeigeschleust und mussten nur wenige Minuten warten bis wir unseren Wagon betreten konnten. Sehr angenehm war, dass dieser klimatisiert war. Zentral der sehr schön gestaltete Tisch. Groß genug für uns drei. Dazu ein Blumenstrauß darauf. Der Tisch, die Stühle und das komplette Interieur im Swarovski Look gestylt. Jedoch dezent ohne dass das Glitzern zu viel war. Zuerst wurde uns der Ablauf des Diners erklärt.
Es wird pro Runde ein Speisengang serviert. Dieser wir in einer frei einsehbaren Küche gegenüber der Einstiegstelle zubereitet. Eine kleine Filiale vom in unmittelbarer Nähe gelegenen Restaurant Eisvogel. Auch der Ober ist von diesem Restaurant abgestellt. Nach ca. 18 -19 Minuten ist die Runde vorbei und es wird der nächste gang serviert. Bei der Hauptspeise wird nach einer Runde nicht gestoppt und man fährt zwei Runden durch. Durchaus mehr als ausreichend Zeit zur Verfügung um stressfrei das Essen zu genießen. So kommt man mit der Vorspeise und dem abschließenden Kaffee auf sechs Runden. Bei den Stopps wird ab- und neuserviert. Getränke werden nachgeschenkt oder können bei Bedarf, während der Fahrt, aus dem mit Eiswürfeln gefüllten Sektkübel selbst nachgeschenkt werden. Beim Essen ist man Ungestört unter sich.

Als erstes wurden für die Damen jeweils ein Glas Sekt und für mich ein Glas frischgepresster Orangensaft serviert. Dazu gab es als Vorspeise Butter und drei verschiedene Sorten Brot. Die Butter streichfähig und nicht frisch aus dem Eiskasten. Die Brotsorten konnte ich bis auf ein Zwiebelbrot nicht zuordnen. Jedoch alle drei Sorten frisch, saftig, weich und sehr wohlschmeckend.

Der zweite Gang war für alle drei gleich. Rindsuppe mit dreierlei Einlage. Serviert wurde in einer mittelgroßen Suppenschüssel eine dunkle sehr kräftige Rindsuppe. Als Einlagen gab es ein Stück Griesnockerl, ein Stück Leberknödel und eine Schnitte vom Fleischstrudel. Die Suppe nicht zu heiß sodass man sie sofort genießen konnte. Genießen ist hier noch untertrieben. Die Rindsuppe perfekt. So soll eine kräftige Rindsuppe schmecken. Sogar die beiden Damen kamen ins Schwärmen, obwohl beide keine Rindfleischfreunde. Die Einlagen schlossen sich der Suppe geschmacklich nahtlos an. Das Griesnockerl und der Leberknödel nicht zu weich mit richtigen Biss. Auch der Strudel war etwas fester und die Verarbeitung der Fülle nicht zu fein. Eine perfekte Suppe.

Als nächstes folgte die Hauptspeise. Hier trennten sich unsere Geschmacksrichtungen. Meine Mutter die, wenn es sich irgendwie einrichten lässt kein Fleisch isst, bekam eine Butternusskürbislasagne mit Tomaten-Mozzarella-Fond. Auch dieses Gericht wusste geschmacklich zu begeistern. Auch meine Frau die ein Stück, infolge Sättigung meiner Mutter, davon übernehmen musste war ebenfalls voll des Lobes. Auch wenn ich kein Lasagne Esser bin, optisch gefiel mir das Gericht.

Meine Frau bekam das extra gewünschte Schweinsschnitzel mit gemischtem Salat. Für sie als passionierte Schnitzelesserin die ideale Speise. Optisch auch hier eins a. Goldbraun gebacken, ein recht großes Stück Fleisch garniert mit einem Stück Zitrone und als essbare Dekoration zwei große Salatblätter und ein Paradeiserstück. Die Fleischstärke nicht auf Papierstärke reduziert, sondern in der gängigen Gasthausstärke. Die Panier perfekt souffliert und sehr gut gewürzt. Hier konnte ich mich vom Geschmack überzeugen, denn infolge der Unterstützung bei der Lasagne war die Schnitzelportion für meine Frau doch zu viel. Der gemischte Salat der ohne Erdäpfelsalat, was in Wien eher selten ist, serviert wurde war gut temperiert. Sehr gut abgeschmeckt. Auch hier kann man sagen das wir schon sehr viele weit schlechtere Schweinsschnitzel gegessen haben und dieses mit den sehr guten auf einer Stufe war.

Zu guter Letzt mein Filetsteak mit Erdäpfelpüree und grünen Bohnen. Auch hier optisch eins a. Das Fleisch nicht zu groß was aber in Anbetracht der Üppigkeit der restlichen Speisen nicht störte. Um das Fleisch, die grünen Bohnen und das Püree. Übergossen wurde das Fleisch mit einer Sauce die ich geschmacklich, außer dass sie sehr gut war, nicht zuordnen konnte. Garniert mit einer gegrillten Cocktailtomate. Da ich nicht nach meinen Garwunsch gefragt wurde, was an diesem Abend eigentlich der einzige Schwachpunkt oder Fehler war, und dieser, war in Anbetracht der Qualität zu vernachlässigen, war ich gespannt wie das Fleisch ist. Es war nur zart rosa, allerdings glitt das Messer trotzdem durch das Fleisch. Keine Spur von zu Tode gegrillt oder zäh. Es machte nichts aus, dass das Steak nicht wie sonst nach meiner Vorliebe noch etwas blutig serviert wurde. Auch wenn ich nicht unbedingt der Filetsteak Fan bin so konnte mich dieses hier doch begeistern. Saftig, mürb, perfekt gewürzt. Dazu das sehr gute Püree und die noch leicht knackigen Bohnen, und als i-Tüpfelchen die hervorragende Sauce. Herz was willst du mehr.

Als Nachspeise wurde eine hervorragende Sachertorte serviert. Verfeinert mit frischem Schlagobers, einer Physalis und einem Windgebäck als Dekoration am Schlagobers. Die Torte hatte Raumtemperatur und war ausgesprochen luftig. Die Größe, keine Miniportion wie sie in manchen Konditoreien angeboten wird. Die Bedeutung des Windgebäcks konnte ich nicht zuordnen, jedoch war auch diese absolut in Ordnung und tat dem Geschmack keinen Abbruch.

Die Abschlussrunde wurde mit einem Kaffee nach Wunsch eingeleitet. Für die Damen gab es eine Melange und ich nahm meine geliebten Großen Braunen. Der Kaffee von Julius Meinl. Stark und hervorragend.

Das Service. Auch wenn der Kellner nicht immer vor Ort war so hatte man das Gefühl man ist in guten Händen und sehr gut betreut. Schon der Beginn wo er sich versicherte das es stimmt das ich keinen Alkohol trinke, und er mir zur Wahl stellte ob ich alkoholfreies Bier, Orangen- oder Apfelsaft wolle. Auch wurde der Speisenwunsch noch einmal abgeklärt. Bei jeder Pause wurde nachgefragt ob alle in Ordnung sein und ob es geschmeckt hat. Dazu ein gewisser Schmäh wie man ihn von einem Wiener Kellner erwartet. So soll für mich ein Service sein. Perfekt wie der ganze Abend.

Mein(unser) Fazit – Ein äußerst gelungener Abend mit hervorragenden Essen und perfekten Service. Kein Schwachpunkt zu entdecken. Dazu das ungewöhnliche aber nichts desto trotz sehr schöne Ambiente. Dass das Wetter auch noch mitgespielt und wir einen schönen Blick auf Wien hatten machte den Abend perfekt. Ich(wir) könne dieses Location nur empfehlen. Für diverse Feiern oder besondere Anlässe in kleinen Rahmen ideal.

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Kommentare (5)

am 25. Juli 2016 um 18:23

Magic deine Rechnung stimmt. Hat aber zum Glück Mutter bezahlt. :-)

Gefällt mir3
Experte
388
56
am 25. Juli 2016 um 18:08

Ich hab das so verstanden, wenn es für 2 Personen 345,00 kostet, dann kostet es für 3 Personen ca. 517,00 incl. der Fahrten.

Gefällt mir1
Experte
63
50
am 25. Juli 2016 um 08:43

Ach so, das war der Preis auf dem Link. Mea culpa.

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Experte
92
38
am 25. Juli 2016 um 08:40

Sie waren zu dritt. 180 € gehen schon fürs Fahren drauf, wenn man den Normalpreis von Einzelfahrten zugrunde legt.

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Experte
92
38
am 24. Juli 2016 um 18:12

Hui €345,-- für 2 Personen bei einer Dauer von 1,5 Stunden ist aber auch ganz tapfer

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Experte
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33
Riesenrad - Candlelight Dinner for Two
Riesenradplatz 1
1020 Wien
Speisen
Ambiente
Service
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50
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1 Bewertung
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