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Prinz Ferdinand - Bewertung

Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 1. Juli 2016
Experte
Stammersdorfer
235
28
27
3Speisen
4Ambiente
3Service
10 Fotos1 Check-In

Seit langem wieder einmal beim PRINZ FERDINAND am schönen Bennoplatz im 8ten gewesen. Die „Anreise“ am Mittwoch den 29.6.2016 erfolgte zu Fuß, wohnen wir doch seit vielen Jahren quasi in Schlagdistanz.

Wenige Stunden zuvor, telefonisch einen Tisch im sehr schönen Gastgarten, unter den alten Kastanien reserviert und gut wars, sind doch einige meiner Freunde, von der Gilde der Glücksritter, hungrig und griesgrämig wieder abgezogen. Nein nein man hört da keine Schadenfreude heraus. :-)

Im ruhigen Garten finden gut 60 Personen Platz und wie gesagt sie waren fast alle da. Unser Tisch ein feiner, etwas zu kleiner, ganz am Rande.

Steinboden gibt’s da, die Sessel aus Metall, mit Sitzflächen und Lehnen aus Holz. Wir hatten sogar welche mit Armlehnen, da gibt’s aber nur wenige davon, aber alle mit Sitzpolster, fürs mehr oder weniger zarte Popschal :-) Die Tische ebenso aus Metall und Holz(brettln). Auf jedem steht eine Petroleumlampe, die stinken allerdings fürchterlich und so wurden sie von vielen der Gäste abgedreht. Da wäre an genussvolles Essen nicht zu denken gewesen......

Das Personal vorgestern Abend bestand aus zwei Herrn, ein Zahl- ein Hilfskellner, sporadisch war ein dritter zu sehen, der Speisen brachte und aus. Beide freundlich, weitgehend aufmerksam, es geht nicht immer alles flott vor sich, manchmal wartet man etwas länger, allerdings nicht so beim abservieren. Wein wird nachgeschenkt, dann wieder nicht und je später der Abend, desto unaufmerksamer wurden sie. Einer war dann, na sagen wir, missmutig. Zahlen mit Plastik, ist dann wieder sehr schnell gegangen. Mir fällt nur durchwachsen ein.

Zu Beginn Prosecco, nein man hat uns wieder einmal für dumm verkaufen wollen, gesagt wurde nichts, taten wir übrigens auch nicht. Die Bestätigung, mit zwei Sekt vom Szigeti, fand sich später auf der Rechnung.
Ich versteh's nicht, wenn ich keinen hab, dann sag ichs und basta.

Weiters hatten wir ein Flascherl Weinviertel DAC animo, Grüner Veltliner 2015, vom Weingut Zissler, aus Sierndorf in NÖ, der Haus und Hofwinzer wie wir erfuhren. Ein sehr fruchtiger, leicht zu trinkender Weißer, mit sehr angenehmem Geruch. Auf der Flucht noch je ein Achterl Zweigelt, auch 2015, ebenso von ihm und dafür dass er von der Schank war, richtig gut. Wasser in der Karaffe kam unaufgefordert.
Den Abschluss macht India Caffe, vom Campo Santa Margherita, Venezia, Italia. Das klingt nicht nur schön, er schmeckte auch. Wenig bitter, (sehr) stark, schwarz wie die Nacht und mit schöner Creme.

Gemeinsam hatten wir eine Vorspeise und zwar gebratene Eierschwammerln auf knackigen Salatherzen? (Eisberg) samt frischem Weißbrot und als Deko je zwei kleine Paradeiserhälften gelb und rot. Der Kellner dachte mit und hatte beim servieren zwei Teller bei der Hand. Die Marinade süßlich, perfekt für uns, die Schwammerln angebraten? ja waren sie, wir sind zufrieden.

Ich hatte als Hauptgang eine geschnetzelte Kalbsleber, in einem Majoran Saftl mit viel Zwiebel. Was auffiel, der war zwar gut, aber auch sehr dunkel, keine Ahnung warum. Die Leber nicht hart, dennoch hatte ich den Eindruck, dass sie etwas zulange gebraten wurde, auch einige recht dunkle Stellen fanden sich, jedoch nicht verbrannt. War deswegen der Saft dunkler als sonst? Der Butterreis und ich liebe Reis, nicht zerkocht, sehr gut getroffen. Alles in allem hat’s dann doch gut geschmeckt, weil auch die Würzung gepasst hat.

Meine Frau entschied sich für einen Schwammerlrostbraten mit Tagliatelle. Der Rostbraten war mit etwas Fett durchzogen, weich und schön angebraten. Für die sehr gschmackige Sauce oben drüber, wurden Eierschwammerl und einiges an Zwiebel verwendet und ja, der da draußen in der Küche versteht was von gut würzen. Ein sehr gelungenes Gericht, da waren wir einer Meinung, einzig die Nudeln waren uns etwas zu weich.

Auf der Karte stand Schokomousse auf Sauerkirschen, ja bitte einmal. Was da in Form von zwei recht großen Nocken daher kam, war sehr cremig, fein und hat intensive nach Schokolade geschmeckt. Die Kirschen nicht sonderlich sauer, dadurch wars die nahezu perfekte Harmonie auf meinem Gaumen. Als Deko gabs Minzeblätter und ein Stück Sternfrucht. (Karambole)

Das Fazit, mit dem Essen waren wir (sehr) zufrieden, das Ambiente, mitten in der Großstadt im Grünen zu sitzen, ist sowieso der Hit. Leider war von der Servicedame, von der meine beiden Testerkollegen laurent und Zap1501 so schwärmten, keine Spur..... :-(
Die Note fürs Essen ab-, die fürs Personal aufgerundet. Mit Maut waren es 88 Euro die auf der Rechnung standen.

Es wird wahrscheinlich etwas dauern, bis uns der PRINZ FERDINAND wieder sieht, 100%ig überzeugen konnte er uns leider nicht.

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Kommentare (1)

am 2. Juli 2016 um 00:59

Bei mir war eine Dame im Service und kein Gastgartenbetrieb, vielleicht lag es daran!?

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22
Prinz Ferdinand
Bennoplatz 2
1080 Wien
Speisen
Ambiente
Service
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