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Gasthaus Woracziczky - Bewertung

Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 23. März 2016
Experte
hbg338
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4Speisen
4Ambiente
4Service
7 Fotos1 Check-In

Das Gasthaus Woracziczky befindet sich an der Ecke Spengergasse/Bräuhausgasse. Parkplätze sind hier trotz Parkpickerl Mangelware. Am besten man kommt mit den öffentlichen Verkehrsmitteln. Die Autobuslinien 12A, 14A halten nicht weit vom Lokal entfernt. Einen etwas weiteren Fußweg muss man so wie ich mit der U4 von der Station Pilgramgasse in Kauf nehmen.

Der Gastgarten ist schon an der ruhigeren Lokalseite in der Bräuhausgasse vorbereitet. Dieser Abschnitt der Gasse ist nur sehr kurz und endet als Sackgasse dadurch ist es hier weit ruhiger als in der Spengergasse. Nach dem ich durch den Eckeingang das Nichtraucherlokal betreten hatte gelangt man in den Schankraum. Hell. Sehr hell ist es hier. Nicht nur dank der Fenster, sondern das Lokal ist komplett weiß eingefärbt. Außer den Stühlen und einigen alten Anrichten, Schränke oder Kästen die gleichzeitig dem eher modernen Lokal einen alten Touch verpassen. Normalerweise ist dieser Stil nicht so mein Fall, aber hier ist der Mix aus alt und modern sehr gut gelungen. Das Lokal gefiel mir ausgesprochen gut und ist auch für Gäste mit Gehbeeinträchtigung besuch bar.

Das Service besteht eigentlich nur aus zwei Personen. Ein davon, die Servicedame kam sofort zu mir und nach meiner Bitte um einen freien Sitzplatz führte sie mich in den nächsten Raum an den sie mir einen kleinen Tisch für zwei Personen anbot. Für mich größenmäßig ausreichend. Außerdem war dieser der einzige freie Tisch im Lokal, da kann man keine Ansprüche stellen wenn man Hunger hat. Einen kleinen Extraraum mit vier Tischen gibt es auch noch. Hierhin verirrten sich alle Besucher die noch nicht wussten dass der Zugang zu den Toiletten neben der Schank ist.

Die Speiskarte wurde mit dem Hinweis auf das Mittagsmenü und auch auf die Fleischlaberln die nicht in der Karte angeführt waren am Tisch abgelegt. Was mir als erstes auffiel war das alte kleine Nähkästchen auf meinen Tisch. Noch dazu da dies offen mitten am Tisch stand. In einer kurzen Pause von der Servicedame hier abgestellt und vergessen? Egal ich stellte es auf das Fensterbrett, denn das Rätsel mit dem Nähkästchen löste ich erst später. Die Mittagkarte war handgeschrieben, klein aber fein und mit dem Hinweis das hier nur Bargeld und keine Karten angenommen wird. Vorspeisen, Suppe, Hauptspeisen und Nachspeise. Jedoch in jeder Kategorie eine überschaubare Speisenauswahl. So gab es z.B. in der Karte nur eine Suppe, abgesehen von der Menüsuppe.

Die Servicedame kam nach kurzer Zeit und nahm meine Bestellung auf. Einen großen Apfelsaft gespritzt mit Sodawasser(€ 3,80), die Frittatensuppe(€ 3,50) und das Backhendl mit Vogerl-Erdäpfelsalat(€ 11,50). Der nach kurzer Zeit in einem Glas Krug servierte gespritzte Apfelsaft entpuppte sich als naturtrüb. Hervorragender Geschmack und perfekt gemischt.

Die Frittatensuppe ließ auch nicht lange auf sich warten. In einer Porzellanschale wurde eine recht beachtliche Menge Suppe serviert. Verfeinert mit Schnittlauch. Nicht minder groß die Portion der Einlage. Allerding verlangte die sehr heiße Suppe einige Geduld bis es ans verzehren dieser ging. Umrühren und Blasen um sie zu kühlen war vorerst angesagt. Doch das Warten hatte sich ausgezahlt. Eine geschmackvolle Suppe mit perfekten Frittaten. Nicht zu dünn geschnitten dadurch weichten sich diese nicht so schnell in der Suppe auf. Eine ausgezeichnete Suppe wurde hier serviert.

Während der Wartezeit auf meine Hauptspeise besuchte ich die Toilettenanlagen. Nachdem auch ich mich in das Extrazimmer verirrte und erst danach den Weg an der Schank vorbei gefunden hatte wurde ich fündig. Ohne jetzt ins Detail zu gehen die Toiletten sind wirklich alt. Zwei Waschbecken im Vorraum von Weiblein und Männlein zu benutzen. Trotz des Alters waren die Toiletten gepflegt und sauber. Am Weg zurück durch den Schankraum vielen mir die eigenwilligen Bilder an den Wänden auf. Passten irgendwie zum Lokal. Auch das Rätsel mit dem Nähkästchen löste ich. Die war ein Dekorationsgegenstand am Tisch. Im Schankraum stand auf einem Tisch ein altes Wahlscheibentelefon, auf einem anderen eine Metallkanne oder aber auch ein altes Tastentelefon. Ungewöhnlich, eigenwillig, so etwas hatte ich noch nie gesehen.

Auch der Raum wo sich mein Tisch befand leerte sich zusehends, und mein Backhuhn wurde serviert. Drei Stück Fleisch befanden sich neben einem dicken Stück Zitrone am Teller. Das größte Stück war das Bruststück. Das Mittelgroße die Keule und das kleinste war ein Stück gebacken Hühnerleber. Dazu wurde in einer Schüssel eine große Portion Salat serviert. An der Oberseite der Vogerlsalat und darunter der Erdäpfelsalat. Ich begann mit der Leber. Zart und butterweich mit einer ausgezeichneten Panier. Nachsalzen war hier nicht nötig. Die Brust, trotzdem sie recht dick war keine Spur von trocken. Ebenso die Keule. Bei dieser war auch der einzige Knochen vorhanden. Für mich der nichts mit den Fingern ist ideal. Brust und Keule waren beide von der Haut befreit, dies war aber für mich nicht unbedingt von Bedeutung. Auf jeden Fall könnte ich, wenn alle Backhühner so schmecken würden, zum Fan dieser Speise werden. Der Salat war sehr gut abgeschmeckt. Nicht zu süß. Der Erdäpfelsalat war mit reichlich Zwiebel verfeinert was den hervorragenden Geschmack noch intensivierte. Die Stücke vom Vogerlsalat waren in mundgerechter Größe.

Das Service lief wie am Schnürchen. Vom Empfang bis zum Bezahlvorgang. Das Service am Tisch wurde zur vollsten Zufriedenheit erledigt. Die Servicedame nahm sich auch für einen kurzen Smalltalk Zeit. Die Rechnung wurde in einer Holzschale mit Firnbonbon serviert. Zusammenfassend ein Lokal welches trotz eher minimalistischer Karte zu überzeugen wusste. Schade dass es am Wochenende geschlossen hat.

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Kommentare (3)

am 24. März 2016 um 15:49

@anita47: Das glaube ich dir

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Experte
389
56
am 24. März 2016 um 14:30

Wir beginnen das Wochenende am Freitag Abend oft im Woracziczky, wurden noch nie enttäuscht!

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67
22
am 24. März 2016 um 00:56

Ja, echt schade, SA und SO geschlossen -> kommt leider nicht auf meine ToDo Liste

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Gasthaus Woracziczky
Spengergasse 52
1050 Wien
Speisen
Ambiente
Service
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7 Bewertungen
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