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Restaurant Donaudelta - Bewertung

Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 16. März 2016
Experte
BruderBernhard
38
8
19
2Speisen
3Ambiente
3Service

Nachdem ich jetzt seit drei Tagen nicht mehr richtig essen konnte, weil ich mir irgend einen Käfer geholt hatte, habe ich mich nun mit einigen Schluck Schwedenbitter wieder kampfbereit gemacht. Der Sinn steht mir im Grunde nach libanesischer Küche, aber hier in der Umgebung spricht mich nichts zweifelsfrei an. Am Nachmittag hatte ich schon mal die Region Gumpersdorfer- Sechshauser Strasse auskundschaftet, die Lammkebap interessierten mich.

Bis ich auf die trunkenen Berichte einiger Nachtschwärmer stosse, die das Donaudelta über den grünen Klee loben. Vor allem die Schnäpse... Danach steht mir der Sinn jetzt zwar nicht, aber irgend etwas zieht mich magisch an, ich steige bei der Gumpersdorfer aus und mache die paar Schritte den Gürtel runter, wo das Ziel hell erleuchtet gemütlich winkt. Es ist 19 Uhr. Für dieses Lokal offenbar noch früh, ich scheine der erste Gast zu sein.

Alles weiss gedeckt in dem geräumigen Lokal, Flachbildschirm, Beamer, Eurodisco läuft, mir gefällt's auf jeden Fall. Sofort werde ich bedient, im Eilzugstempo sogar, ich komme gar nicht dazu, zu den Donausardellen und den hausgemachten Pommes einen Salat zu bestellen, schon rennt der Kellner in die Küche. Nun denn.

Zuerst kommt in einem Riesenglas der Achtel roter Hauswein. Schwamm drüber. Hauptsache kräftig, damit ich etwas schmecke. Dann dauert es eine ganze Weile, da wird wirklich frisch gekocht.

Aus der Küche beginnt es zu duften, nach fritiertem Fisch. Und dann kommt alles auf einem Teller, zuerst sehe ich die echt hausgemachten Pommes, breit und dünn geschnitten, ölschwitzend - huch, kennt man hier das Krepppapier nicht? Auf den ersten Blick ist ersichtlich, dass sie letschert sind, so sagt man glaub' ich in Wien. Nach Fisch scheinen sie auch zu riechen. Traurig. Die Sardellen, gut fritiert, die Innereien entfernt und geköpft, sind hingegen ziemlich kross, dank der sie zum Teil verhüllenden Panade. Alles muss nachgesalzen werden, das ist kein Problem. Eine helle Flüssigkeit in einem Schälchen entpuppt sich als sehr intensive Knoblauchsauce, dazu noch ein Zitronenschnitz.

Da passt der Wein hervorragend dazu, der löst das Fett praktischerweise sofort auf. Fast hätte ich einen weiteren Achtel bestellt. Aber nur fast.

13 € inklusive würde angehen, wäre die Zubereitung sorgfältiger. Die Pommes abtropfen, beispielsweise. Oder das dazu servierte Fladenbrot kurz in den Ofen rein, damit es nicht so gummig daher kommt.

Nichtsdestotrotz hat das Lokal seinen Charme. Der rumänische Schnaps (2 €) wird sehr gelobt von anderen Kritikern, wie schon gesagt. Vielleicht brauchts den nötig?

Beim Rauskommen stosse ich fast mit einer grossen chinesischen Reisegruppe zusammen, holländische Secondhandbusse mit Warschauer Nummern, die Touristen werden durch ein Souvenirgeschäft gescheucht, schon werden die Koffer verladen, weiter muss es gehen. Das Buddha ist ja nur etwa 100 Meter weiter oben. Hoffentlich ist das nicht die Zukunft des Tourismus in Wien.

Bei der Rückfahrt fällt mir ein, dass ich morgen früh zum Zahnarzt muss. Der Knoblauch....

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Kommentare (5)

am 17. März 2016 um 18:38

Einen Käfer geholt: Link :-)

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Experte
92
38
am 17. März 2016 um 06:36

die Frau Doktor trägt eh ein Visier :-)

Gefällt mir1
11
7
am 16. März 2016 um 23:42

ICH bin nur einmal beim Zahnarzt eingeschlafen, beim Zahnziehen.
Nachher hab ich gelesen, dass dieser Zahnarzt auch über andere Fähigkeiten herrscht, nämlich dass der Patient ohne es zu merken einschläft und sich nachher gar nicht mehr daran erinnern kann.
Ich bin Angstpatient und wenn ich auch nur einen Weißkittel sehe brauche ich eine Spritze. Diese Hypnose hat mich nichts gekostet, der war vermutlich froh, dass ich "hinüber" war.
Trotzdem: Alles, alles Gute ... und dass du einschlafen kannst!

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Experte
63
50
am 16. März 2016 um 22:23

jaja magic, salz in die wunde... aber vielleicht sind die da ja auch so modern wie in der schweiz und arbeiten mit gesichtsmaske? sonst atme ich halt nur durch die poren. vor den schmerzen habe ich nie angst, ich hab da einen trick: auf dem stuhl einschlafen. wirkt wunder.

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Experte
38
8
am 16. März 2016 um 22:19

Ganz viel gurgeln!!!!!!!!!!!!
Der arme Zahnarzt.
Bevor ich zum Zahnderldoktor geh esse ich trotz Zähneputzen & Co nichts mit Zwiebel/Knoblauch.
Ich hoffe, dass der Zahnarztbesuch nicht weh tut!!!!!!!! Toi, toi, toi!

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Experte
63
50
Restaurant Donaudelta
Sechshauser Gürtel 7
1150 Wien
Speisen
Ambiente
Service
20
30
30
1 Bewertung
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