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Zum Inder - Bewertung

Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 10. März 2016
hppr
2
2
5Speisen
3Ambiente
4Service

Viele Jahre war ich nicht beim Inder in der Praterstraße, weil ich das Essen als eher mäßig in Erinnerung hatte. Dann habe ich doch wieder einmal vorbeigeschaut und festgestellt, dass sich die Karte komplett geändert hatte. Ich hoffte auf einen neuen Koch und wurde sehr positiv überrascht.

Die Küche im Zum Inder hatte sich zu einer der besten in Wien gewandelt! Chicken Masala in einer Sauce mit Chili-Ingwer-Note über einem zarten Tomatenaroma, Beef Chili unglaublich würzig, extrem scharf mit leichtem Zimt-/Nelkenaroma, Murgh Hyderabadi vollmundig mit feiner Joghurtsäure, unglaublich vielschichtig gewürzt; nur das Murgh Makhani fiel aus der Reihe, es wirkte eher unentschlossen und hat mich nicht wirklich überzeugt. Bei den vegetarischen Speisen enttäuschten die Kichererbsen ein wenig, dafür waren die Bombay Aloo wundervoll fruchtig und die Okra kompromisslos - unglaublich gut!

Auch die Vorspeisen überzeugen: die Samosas sind zwar winzig, aber sehr gut, das Chicken Tikka ist traumhaft mariniert und wundervoll saftig zart.

Schwachpunkte gibt es maximal beim Ambiente des Lokals. Das wurde zwar ein wenig renoviert, strahlt aber immer noch ein wenig die Atmosphäre eines Vorstadtbeisls aus den 1970er Jahren aus - trotz der makellos weißen Tischtücher.

Und preislich ist es auch eher gehoben, wenngleich immer noch deutlich günstiger als die Inder auf der anderen Seite des Donaukanals. Vegetarisch ist man zwar ab 8 Euro für eine Hauptspeise ohne Beilage dabei, mit Fleisch aber erst ab 11 Euro. Die Portionsgrößen sind so, dass man definitiv nicht übersättigt ist; eine Vorspeise und eine Hauptspeise sind anzuraten, wenn man hungrig ist. Andererseits ist es geschmacklich doch viel besser als das, wofür man anderswo knapp weniger oder gar mehr ablegt, da geht der Preis dann schon in Ordnung.

Laut Karte kostet das Gedeck einen Euro, es wurde mir aber bei keinem meiner inzwischen zahlreichen Besuche verrechnet.

Der Kellner, der gleichzeitig auch der Besitzer ist, übt sich in Zurückhaltung und redet nicht viel, bedient mit leichtem Stoizismus, aber freundlich und professionell. Das Essen wird frisch zubereitet, also kann es ein wenig dauern, wenn man in einer größeren Gruppe hingeht und jeder etwas anderes bestellt.

Insgesamt hat sich hier ein ehemals sehr durchschnittliches Lokal sehr positiv entwickelt. Das Ambiente muss man mögen, und wer gerne ausgiebig mit dem Kellner plaudert, wird hier enttäuscht werden, aber wer wirklich gut indisch essen will, der sollte hier vorbeischauen.

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Kommentare (9)

am 14. März 2016 um 07:44

"Schluckauf" im Sinne von "Schnackerlstoßen" oder im Sinne von rülpsen (habe es schon in dieser Bedeutung gelesen)?

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92
38
am 13. März 2016 um 19:35

@hppr: Bitte LESEN!

Die Schluckauf-Probleme hatten wir nach unserem allerletzten Besuch (hab ich doch geschrieben)! Vielleicht hatten wir zu wenig konsumiert und daher der "Hinauswurf"? (ca. 22:00 h)
Der vorletzte Besuch in diesem Lokal mit meiner Freundin (hab ich geschrieben) fand statt so ca. ab 19:30, je einmal Essen + Fladenbrot, jeweils ein Getränk und Bezahlung, ich schätze es wird ca. kurz vor 21:00 h gewesen sein. Da waren wir ebenfalls die einzigen Gäste, wir wurden aber auch nicht hinauskomplimentiert so wie bei meinem allerletzten Besuch.

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Experte
63
50
am 12. März 2016 um 23:06

Da sind wir offensichtlich sehr unterschiedlich gestrickt. Ich würde z.B. nie als einziger Gast den ganzen Abend in einem Lokal sitzen, sondern zahlen und gehen, sobald ich mit dem Essen fertig bin und nicht bleiben, bis ich hinauskomplimentiert werde, was bei leerem Haus auch anderswo schon vor der Sperrstunde vorkommen kann. Und wenn ich in einem Lokal die Küche unappetitlich finde, dann gehe ich dort sicher kein zweites Mal hin.

Ich meine, ernsthaft: Ihnen graust vor der Küche, Sie bekommen Verdauungsbeschwerden und gehen trotzdem wieder hin? So viel Leidensfähigkeit hätte ich nicht.

Ich habe beim Inder jedenfalls noch nichts Inakzeptables erlebt, hatte auch schon Gespräche mit dem Chef, den ich bislang nur als sehr freundlich beschreiben könnte, und wir wurden auch nicht rausgeschmissen, als wir einmal die Sperrstunde übersehen haben und nach 23 Uhr noch im Lokal gesessen sind.

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2
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am 11. März 2016 um 15:05

Um etwas genauer auf unsere Besuche einzugehen:
Chef ist zwar vermutlich nicht stumm, aber es kam bei mehreren Besuchen kein einziges Wort über seine Lippen.
Dreckige Küche habe ich bereits erwähnt.
Einen einzigen einmaligen Lichtblick in den Jahren unserer Besuche: Eine total hübsche junge Inderin war im Service (vermutlich die Tochter), sehr nett und freundlich. So wie man es vermutlich immer gerne hätte.
Einmal war ich mit einer Freundin dort, Essen kam super schnell, extrem schnell - für den restlichen Abend, den wir in einem anderen Lokal verbrachten hatten wir stundenlang unangenehmes Schluckauf (samt Geruch!).
Und der letzte Besuch war so: Arbeitskollegeund ich waren dort - übrigens den ganzen Abend die einzigen Gäste - kam so ca. gegen 22:00 h eine etwas festere Inderin, stellte sich vor uns hin und sagte "Ihr jetzt gehen."
Also ein wirklich empfehlenswertes Lokal.
Einmal kann ja etwas schief gehen, aber dermaßen oft?
Wie bereits geschrieben, wir haben das Lokal aus unserem Gedächtnis gelöscht.
Soll jeder für sich selbst entscheiden, was akzeptabel ist und was nicht!

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63
50
am 11. März 2016 um 14:53

Ein gut gemachter Curry ist ipso facto steril ;-) Tatar, Sushi, Carpaccio etc. sind in der indischen Küche ja eher nicht vertreten.

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Experte
92
38
am 11. März 2016 um 14:43

Bist halt ein "Härtling"!

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Experte
63
50
am 11. März 2016 um 13:56

"Soviel Dreck" ist mir beim Blick in die Küche bisher eigentlich nicht aufgefallen. Im Gegensatz zu ein paar anderen Indern (inklusive einem sehr hochpreisigen im 1. Bezirk) hatte ich auch noch nie irgendwelche Beschwerden nach dem Essen dort.

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2
2
am 10. März 2016 um 19:39

Von meiner Seite weht dem Inder auf der Praterstraße scharfer Wind entgegen.
Auf dem Weg zum WC (langsam gehen hat Vorteile!) kann man einen Blick in die Küche werfen. Soviel Dreck entsteht nicht an einem Tag, pfui Teufel!

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Experte
63
50
am 10. März 2016 um 19:09

Oh, die Inder scheinen im Moment günstigen Wind zu haben.

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Experte
38
8
Zum Inder
Praterstraße 57
1020 WIEN
Speisen
Ambiente
Service
38
22
30
8 Bewertungen
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