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Winisan - Bewertung

Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 5. März 2016
Experte
PrinzessinisstdieErbse
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3Speisen
4Ambiente
2Service

O.k., Prinzessin ist schon sehr kritisch auf ihre alten Tage geworden und manchmal überlege ich mir, ob ich nicht langsam meinen Zicken- Freundinnen Schneewittchen und Dornröschen zu ähnlich werde…. Naja, zumindest weiß ich, dass ich gegen Äpfel allergisch bin und von einem Rosenstachel nicht in einen hundertjährigen Schlaf verfallen muss….

Aber kritisch hat ja nix mit zickig zu tun… von daher erzähl ich euch jetzt ganz frei von der Leber weg, was wir im Winisan erlebten…. Apropos Leber, das war noch eine feine Überraschung des Abends, aber dazu später mehr.

Im Dezember ist der Herr Wini Brugger ja wieder in der Gastroszene Wiens aufgetaucht und dieses Mal klang das Konzept auch wirklich spannend und wurde entsprechend in allen Medien hoch höchst und am Höchsten gelobt… ein altes Gasthaus übernommen, das Inventar bei belassen…. von einem japanischen Heurigen wurde ebenso geschrieben, wie auch von dem Ort in Wien, wo man im Moment sicher am skurillsten und gleichzeitig am besten essen könne…
Alles Voraussetzungen die quasi „Prinzessin komm“ hinaus posaunten und so folgten wir dem Ruf.

Der erste Eindruck um es neumodisch zu formulieren: sehr cool, was hier aus einem Altwiener-Gasthaus mit ein paar pinken Anstrichen an Stühlen und ein paar Graffiti an den Wänden gemacht wurde.

Der Charme überzeugte auf jeden Fall vorab. Nettes Service, ein wenig ungewohnt, dass mein Frizzante aus einem Kännchen in ein Stil-loses, bereits am Tisch stehendes Glas gefüllt wurde… Quasi der Weinglas Ersatz, wie wir im Laufe des Abends noch feststellten bzw. selbst herausfanden… Ist ja auch nett, wenn anscheinend das „Heurigen“-Konzept nachempfunden werden soll… weil auch die Flasche Wein, ein sehr guter Riesling vom Loimer wurde uns einfach kommentarlos am Tisch gestellt…. Wasser kam erst nach Bitte, aja, die Weinbestellung übrigens auch erst nach dem zweiten Mal urgieren.

Spannend zu beobachten, dass am Nachbartisch sehr wohl lieber aus konventionellen Weingläsern getrunken werden wollte, die Kellnerin aber kleinlaut zurückkam und meinte, sie hat leider im Moment nur EIN sauberes Weinglas……..????

Wir bestellten uns vorab die Vorspeisenplatte und waren schon beim Servieren angetan, sehr gutes Sashimi auf einem schönen und abwechslungsreichen Salat und ein wirklich sehr guter Ceasar Salad mit knusprig paniertem Hähnchen und feinen Salatherzen… Super Dressing… machte wirklich Spaß.

Zur Hauptspeise bestellte sich der Herr Prinzgemahl einen Chili-Hot-Pot, leider fehlte es hier an Würze, nein nicht an Schärfe, sondern einfach an dem gewissen etwas… erinnerte doch eher an heißes Wasser mit Chili und ein paar Garnelen, die vielleicht besser um ihr Leben geschwommen wären.

Prinzchen und ich entschieden uns für diverse Yakitori-Spieß- Variationen vom Huhn, sind ja auch quasi die Signature-Dishes des Restaurantkonzeptes. Also einmal her mit:
Filet – Meersalz – Curry – Sesam
Meatballs – süss & sauer – WinGin
Leber – Ingwer – Mirin – Soja
Haut – Currysalz – Japan Whisky

Filet- und Fleischbällchen sehr gut, fein abgeschmeckt und die Gewürze auch ausreichend.
Ebenso die Leber, für mich eine Überraschung, wirklich fein im Geschmack, sehr guter Gar-Punkt und auch wenn gebratene Hühnerleber sonst nicht so zu meinen Favoriten gehört, hier würde ich sie nochmals bestellen.
Ganz im Gegenteil zu der vielgerühmten Hühnerhaut… Ich dachte ja an diesen wunderbaren Geschmack von knusprig gerillter Henderlhaut, den wir sicher alle so lieben und wo es jedes Mal ärgerlich ist, dass so ein Federvieh nur so wenig Haut besitzt.
Aber nein, dies erinnerte im Geschmack eher an das Frittieröl, nur ganz zaghafter Geflügeleigengeschmack, eine kleine Prise Asia-Gewürze, kein Salz merkbar… schade, eine Enttäuschung.

Ebenso mehr erwartet hatten wir uns dann noch vom Dessert… die Winisan-Schokoladenträne, eine kleine Patisserie-Kreation von Schokobiskuit, Schokomousse auf Schokopudding… da passte das Preis-Leistungs-Verhältnis (€ 6,00) gar nicht… wie leider im Ganzen gesehen bei einigen Positionen nicht… die Vorspeisenplatte wie beschrieben ausgezeichnet, doch um diesen Preis (€ 38,00 für 2 Personen)…. Ebenso der Chili-Hot-Pot....

Ihr wisst normalerweise schweigt Prinzessin lieber über finanzielle Details, doch hier muss ich kurz näher darauf eingehen, da ich es doch mehr als verwunderlich finde, dass die Preise gegenüber der Speisekarte auf der Homepage doch um einiges nach oben optimiert wurden…. Und wenn drei Monate nach der Eröffnung schon eine Neukalkulation stattfinden muss, dann bitte zumindest so, dass es der Gast nicht mitbekommt. Angefangen von dem Krügerlpreis von € 4,20 statt € 3,90, über den Frizzante € 4,30 statt € 3,50, bei den Speisen war der höchste Unterschied bei der Haut von € 9,00 statt € 6,00, Leber ebenso um € 2,00 teurer…….

Aber wirklich befremdlich war dann die Verrechnung des „Josefstädter Wassers“ um € 1,50, wie erwähnt, hatte ich zu unserer Flasche Wein um ein Glas Wasser gebeten….. Dass bei einer Gesamtkonsumation von € 149,70 dann auch noch das Wasser verrechnet wird, ich weiß die ewige Diskussion, aber so habe ich es noch nicht erlebt!

Wenn ich schon auf der einen Seite ein gepimptes Gasthaus/Heurigen-Konzept beim Service durchziehe, wobei bei meiner Prinzessinnen-Ehre ich ein paar Originale kenne, wo das Service um einiges aufmerksamer ist, dann wäre es doch fein, das Gesamtkonzept auch in der Preisgestaltung durchzuziehen, oder wieder anders rum… ich verlange meinen Preis, dann muss aber auch alles perfekt sein….

Ja Prinzessin kritisiert gerade den Herrn Brugger…. Ich oute mich jetzt und muss leider sagen, dass ich auch damals im Indochine nicht das gelobte Land fand, dass so viele zum Pilgern animierte.
Aber das macht ja nix, in meiner Märchenstadt darf ja jeder seine Meinung vertreten, ob es andere interessiert oder nicht, ist dann eine andere Geschichte…. Deshalb höre ich auch nicht auf, euch immer wieder neue zu erzählen....

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Kommentare (1)

am 17. Juli 2016 um 12:31

Leitungswasser wurde bei unserem Besuch am 15.7.2016 nicht (mehr) verrechnet......

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Winisan
Lange Gasse 34
1080 Wien
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