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Gastwirtschaft zum alten Heller - Bewertung

Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 22. Jänner 2016
Experte
Stammersdorfer
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4Speisen
3Ambiente
4Service
13 Fotos1 Check-In

Schon ewige Zeiten nicht mehr im Restaurant ZUM ALTEN HELLER gewesen. Am 21.1.2016 des Abends war es endlich wieder einmal soweit. Seit 1962 heißt er so, davor war es einmal die Kaiserkrone, wie mir die etwas unübersichtliche Homepage verriet.

Wir haben wie fast immer und überall, am Tag zuvor, telefonisch einen Tisch für zwei reserviert, hat übrigens ganz problemlos geklappt.

Der O Wagen (Bim) hat eine Station, Sechskrügelgasse fast vor der Tür. Wir sind allerdings mit dem 2er nur bis Stubentor gefahren und dann die etwa 15 Minuten zu Fuß bis zu Ungargasse 34 im Dritten gegangen. Es warad wegen da Bewegung :-))

Man kommt hinein und steht in einem kleinen Gastraum vor der Schank, drei Tische gibt’s da. Wir hatten unseren im hinteren Teil des Lokals, da sind es gezählte 7. Man bringt mit viel Phantasie 50 Gäste unter, etwa halb so viele waren gestern da, was mich etwas verwundert hat.

Das NR Lokal schon etwas abgewohnt, ein Wiener Gasthaus im Stil der 70er Jahre, auf urig fehlt mir persönlich aber ein wenig. Viel dunkles Holz überall, von den Sesseln über die Bänke, der Wandvertäfelung und den Teilern zwischen den Tischen bis zur Garderobe. Der Boden etwas heller, mit dunkelgrauen Teppichen drüber. Die Wände mit einem ganz hellen grün bemalt, da wäre neue Farbe wieder mal nicht schlecht und überall hängen viele mehr oder weniger geschmackvolle Bilder. Es ist alles weitgehend sauber und man fühlt sich wohl.

Einen sehr schönen Hinterhof Gastgarten soll es auch irgendwo geben, wie mir der Internetauftritt und einige geschätzte Vortester verrieten.

Das Service an diesem Donnerstagabend ein Zahl- und ein Hilfskellner und die waren beide wirklich freundlich, ein wenig gespielt vielleicht, aber das passt schon. Sie haben ihren Job gelernt, waren sehr flott und aufmerksam. Es wird regelmäßig unauffällig nachgefragt und nichts steht länger als nötig am Tisch. Das sind Profis am Werk.
Als wir kamen und gingen stand auch an älterer Herr an der Schank der (Senior)Chef, er hat uns jedenfalls freundlich begrüßt und verabschiedet.

Zu Beginn hatten wir 2 Glas Sekt, sehr fruchtig und angenehm zu trinken. Gefolgt von 2 Achtln Grüner Weltliner DAC vom Weingut Gmeinböck aus Poysdorf, Weinviertel, NÖ. Ein sehr fruchtiger Weißer mit wenig Geruch und Säure. Etwas später dann den Wiener Gemischten Satz vom Mayer am Pfarrplatz in 1190 Wien. Auch der hat uns mit einem sehr harmonischen Abgang überzeugt. Das Fluchtachterl kam vom Weingut Markowitsch aus Göttlesbrunn, NÖ, und zwar sein Primus Carnuntum, ein Cuvee aus ZW und ME. Der war ein Traum, sehr weich und samtig, lange, sehr lange am Gaumen und für einen vor kurzem abgefüllten Roten schon sehr reif. Wiener Hochquelle gabs unaufgefordert glasweise dazu.
Der kleine Julius zum Schluss sah zwar sehr gut aus, meine Frau meinte noch, den haben sie richtig kurz gemacht, er war aber leider recht dünn, dafür kaum bitter. Naja.

Das Mahl begannen wir mit einem Matjesfilet, drauf Apfelscheiben, drüber Sauerrahm und roter Zwiebel, als Deko eine Paradeiserscheibe und ein Salatblattl. Dazu, aus dem Körberl, ein noch recht knuspriges Salzstangerl. Der Fisch mit diesem feinen salzigen Geschmack, es hat alles sehr gut harmoniert.
Ich hatte gleichzeitig eine schon ewig nicht mehr gegessene Leberreissuppe. Die Einlage mit viel Leber und wenig Semmelbrösel, noch bissfest, einfach herrlich, in einer Suppe die zwar optisch dünn aussah, aber eine sehr gute, kräftige Rindssuppe war.

Meine liebe Gattin hatte weiters das Rumpsteak a l’Anglaise (auf englische Art) mit sehr gschmackigem, gebratenen Speck, etwas zu lange gekochten Fisolen, aber sonst in Ordnung und Pommes. Das Fleisch kam wie gewünscht, fast durchgebraten und war ausgesprochen weich, mit kaum Fett am Rand. Der leicht sämige Saft drüber, sehr gelungen und überaus harmonisch wie wir fanden. Ja und die länglichen blassen Erdäpfelstäbchen :-) die haben zwar nix gleich gschaut, waren aber einigermaßen knusprig und haben gut geschmeckt.
Meine Hauptspeise Rindslungenbraten gebacken mit Reis und Mayonnaissalat, wobei das Fleisch grundsätzlich alleine serviert wird, die Beilagen sucht man sich selbst dazu. Die Panier war schön goldbraun, hätte aber noch etwas knuspriger sein können, der Lungenbraten aber zart und butterweich. Ich weiß nicht, ob ich den schon jemals so gegessen habe, er hat mich überzeugt. Als Deko die üblichen Verdächtigen, Paradeiser, Gurke, Salatblatt und für mich überflüssige Zitrone.

Fazit vom ALTEN HELLER, der Weg vom Achten in den Dritten hat sich gelohnt, wir haben sehr gut gegessen. Was das Ambiente betrifft, da gibt es urigere Wiener Wirtshäuser, mit Personal das einen nahezu perfekten Job macht. Wir haben mit Maut 95,-- Euro gezahlt und sind mit Essensgeruch im Gewand zufrieden von dannen gezogen.

A ja auf unserer Rechnung standen auch noch zusätzlich vier Pivo, der Fehler wurde vom Kellner sehr souverän und mit einer Entschuldigung behandelt. Bravo!

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Kommentare (2)

am 22. Jänner 2016 um 21:31

Interessant Zap1501, bei uns wurde nicht geraucht, es war kein einziger Aschenbecher auf den Tischen und es roch auch nicht nach Rauch.......

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Experte
234
28
am 22. Jänner 2016 um 21:17

Ich war am 15.1. dort, der hintere Teil des Lokals ist für Raucher.

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Experte
48
22
Gastwirtschaft zum alten Heller
Ungargasse 34
1030 Wien
Speisen
Ambiente
Service
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8 Bewertungen
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