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Haas Beisl - Bewertung

Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 30. Dezember 2015
Experte
Stammersdorfer
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3Speisen
3Ambiente
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Gelistet in: INNEREIEN

Seit 1935 gibt es im 5ten in der Margaretenstraße 74 bereits einen Wirten. Früher war es das Anton Karall Wein- und Bierhaus, 1968 wurde es in HAAS BEISL umbenamst, wie mir die HP verriet.

Wir haben einen Tag zuvor den Tisch für den 29.12.2015 reserviert und das war gut so, denn die Hütte hat nur 40 Sitzplätze und war voll. Einige die auf Glücksritter machten, sind enttäuscht wieder abgezogen. Was auffiel, die meisten Gäste an diesem Abend, waren aus unserem Lieblingsnachbarland, a ja und es ist (noch) ein Raucherlokal. Nachdem die aber bei sich ohnehin schon länger nicht mehr dürfen, taten sie es bei uns auch nicht.

Die Parkplatzsituation ist bekannt schwierig in 1050, die Anreise daher mit der grünen Untergrundbahn, Station Kettenbrückengasse, von da einige Hundert Meter zu Fuß.

Das Lokal wie gesagt klein, dennoch zwei Räume, einer bei der Schank und ein weiterer am Weg zu den Häusln. Da hatten wir unseren kleinen, feinen Zweiertisch. Recht urig ist es da, wenn auch schon etwas in die Jahre gekommen. Viel dunkles Holz überall, die Wandvertäfelungen, Tische, Sessel und Bänke. An den Wänden unzählige alte Bilder, teils vom früheren Lokal, teils von Prominenten die wahrscheinlich irgendwann einmal da waren und vieles mehr. Der Boden, so einer aus rotem Stein und ziemlich abgelatscht. Was auf den Toiletten aufgefallen ist, da wurde über die 70iger Jahre Fliesen teilweise kreativ? drüber gefliest. Schaut irgendwie schräg aus und passt nicht wirklich zusammen. Alles in allem macht das Lokal aber einen sauberen und recht gepflegten Eindruck. Wir haben uns wohl gefühlt.

Das Personal bestand aus zwei sehr routinierten männlichen Kellnern, die ihren Job sicher irgendwann gelernt haben. Beide sehr freundlich, recht flott und mit Schmäh, auch beim Abservieren rasch zur Stelle. Nur fällt ihnen leider nicht auf, wenn man vor leeren Gläsern sitzt. Alles in allem aber eine anständige Serviceleistung.

Der Start in den kulinarischen Abend, für meine Frau ein Glas Frizzante Rose von der Winzer Genossenschaft Krems, sehr spritzig und fruchtig und für mich ein Glas „Muscato“. Der auch ein Frizzante, aus Muskateller und Muskat Ottonel, von wem weiß ich leider nicht. Er schmeckte sortentypisch, süßlich, sehr fruchtig und beide waren ordentlich gekühlt.
Danach hatten wir je 1/8 Frühroten Veltliner aus 2014 vom Weingut Direder, Mitterstockstall/NÖ. Ein jugendlicher, leicht zu trinkender Weißer und ebenfalls sehr fruchtig. Weiters den Grünen Veltliner „Spiegel“ von Josef Bauer aus Feuersbrunn am Wagram in NÖ. Ein sehr runder Wein, Jahrgang 2014, der durch seine kräftige Farbe aufgefallen ist. Auf der Flucht wurden wir von einem sehr guten, weichen und harmonischen Pinot Noir 2012 begleitet. Der war vom Weingut Epp-Krottendorfer aus Hohenruppersdorf, Bezirk Gänserndorf. Schon wieder einer aus dem Pröll Land :-)
Der kleine schwarze Naber zum Schluss woa a gschloda :-))

Die Vorspeisen, für die liebste Gattin ein Beef Tartar, die 100 Gramm Version, vom Rindsfilet (fein) gehackt. Was uns vorgesetzt wurde war gschmackig und ordentlich gewürzt, separat dazu noch Gurkerln, Kapern und Zwiebel klein geschnitten. Dazu 4 halbe Toastscheiben, (zu) viel Butter, ein rote würzige Sauce, scharf wäre übertrieben, sowie als Deko Grünfutter.
Ich hatte zuerst ein kleines Kalbsbries auf „Pariser Art“ (gibt’s auch als Hauptspeise) die Panier also ohne Brösln, auf Erdäpfel- Vogerlsalat und 4 kleine halbe Paradeiser. Das Bries bissfest, von der Farbe her fast weiß, etwas wenig gewürzt vielleicht, aber dem Innereienfan hat‘s geschmeckt. Hervorzuheben auch die leicht süßlich Salatmarinade.
Die Hauptspeisen waren ein Zwiebelrostbraten nach alt Wiener Art, sowie Hirn mit Ei für mich. Der Rostbraten zart und sehr weich, einer mit ganz wenig Fett. Der Saft bekömmlich, etwas eingedickt, wenn auch recht wenig. Teilweise war da Röstzwiebel UND glacierter Zwiebel, dazu gute Braterdäpfel und natürlich das Fächergurkerl. Das Hirn von der Zubereitung her ähnlich einer Eierspeis, mit viel Zwiebel und sehr gut abgeschmeckt. Dazu hatte ich speckige, sehr gschmackige Petersilerdäpfel. Der extra dazu bestellte Grüne aus Lollo Rosso und Eisberg, war gut mit steirischem Gold mariniert.

Das Fazit der kulinarischen Geschichte, wir haben in gemütlichem Beislambiente GUT gegessen und wurden von zwei Serviceprofis ordentlich betreut. Die 3er für Futter und Service gehen Richtung 4. Das HAAS BEISL bekam mit Trinkgeld 90 Euro von uns und wir sind zufrieden von dannen gezogen.

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Kommentare (1)

am 30. Dezember 2015 um 23:10

Viel näher als die U-Bahn ist die 13A-Station Ziegelofengasse.
Gehacktes (d.h. nicht faschiertes) Tatar ist sehr verdienstvoll.

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Haas Beisl
Margaretenstraße 74
1050 Wien
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