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TO Ellinikon - Bewertung

Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 23. Dezember 2015
Update am 3. September 2016
seinegottheit
6
3
8
4Speisen
3Ambiente
3Service
19 Fotos5 Check-Ins

Da wo sich früher 2 Bierlokale vis-à-vis die direkte Konkurrenz am Stadtpark geliefert haben, und meiner Meinung nach zurecht das eine (StadtParkBräu) über die Zeit hinweg also den kürzeren gezogen hat, eröffnete Mitte 2015 ein neuer Grieche seine Pforten. Der Betreiber dürfte bereits länger mit dem Akropolis in Baden im Geschäft sein, dies kenne ich allerdings nicht.

Erreichbar mittels U4 Stadtpark, aber auch von Wien Mitte und vom Ring nur maximal 10 Gehminuten. Trotz eher schlechter Parkplatzsituation zieht es uns allerdings bei beiden Besuchen mit dem Auto an, nach kurzem kreisen ist aber auch das kein Problem.

Das Lokal insgesamt sehr groß, beim betreten landet man im Barbereich, geradeaus weiter geht's zu den Rauchern. Wir werden bei beiden Besuchen sehr nett vom Chef begrüßt und direkt nach rechts weiter in den Nichtraucherbereich geleitet. Am Interieur hat man grundsätzlich nicht allzuviel zum Vorgänger verändert, die alten Backsteinwände geben schon was her. Viel dunkles Holz, bequeme Sessel und von der Größe sehr gut bemessene Tische. So hat man alles wirklich gut aufgepeppt, es wirkt modern, hat aber seinen Stil wirklich gut bewahrt.
So richtig Griechenland kommt für mich allerdings nicht durch, ich liebe die schlichten kleinen Tavernen in Griechenland mit ihren blauen Sesseln und unbequemen Strohsitzen, aber das ist eben mehr persönliche Präferenz.

Der erste Besuch an einem Samstag spätmittag, wir sind die einzigen Gäste. Auch im Zuge unseres knapp 2-stündigen Aufenthalt ändert sich daran nicht viel. Gut das Lokal braucht wohl noch Zeit um sich herumzusprechen.
Ganz anders unser Besuch dann 3 Monate später an einem Dienstag zu Mittag, das Lokal ist von Beginn an gut besucht und füllt sich immer wieder.

Nachdem wir also zu unserem Tisch begleitet werden steht Sekunden später auch schon ein Ouzo am Tisch, den lassen wir noch ein wenig stehen, auf nüchternen Magen besser noch nicht :)
Die Karte bietet die Klassiker der griechischen Küche, diverse gegrillte Spezialität über Moussaka, Zaziki, Dolmades etc. bis hin zu diversen Fischgerichten, für jeden Geschmack etwas dabei.
Zu Mittag gibt es zusätzlich eine Mittagskarte mit einem Auszug diverser Speisen der Standardkarte zu günstigeren Preisen, ob hier dann die Portionsgrößen unterschiedlich sind kann Ich allerdings noch nicht beurteilen.

Ich wähle bei beiden Besuchen als Vorspeise Feta-Saganaki, das von mir geliebte Skordalia, das ich beim Griechen für gewöhnlich dazu bestelle, gibt es hier leider nicht. Für meine Gattin sollen es ebenfalls beide Male die Riesenbohnen aus dem Backofen sein.
Rasch befindet sich ein Korb sehr frisches Weißbrot am Tisch und nur wenige Minuten später kommen auch schon unsere Vorspeisen.
Der Käse von sehr guter Qualität, schön cremig, gut herausgebacken und perfekt abgetropft, mit einer ordentlichen Portion Zaziki....genau so mag ich ihn!
Die Riesenbohnen eine sehr große Portion, gut abgeschmeckt und würzig die Sauce, ebenfalls sehr gut.
Als Hauptspeise für mich beim ersten Besuch der Akropolis-Teller und für meine bessere Hälfte das Moussaka.
Auch hier die Wartezeit perfekt, mit schöner Pause nach der Vorspeise, aber eben nicht zu lange, das soll auch beim zweiten Besuch so bleiben, obwohl das Lokal eben weit besser besucht ist, man dürfte also ein sehr eingespieltes Team mit gutem Time Management haben.
Am Akropolis-Teller Suflaki, sehr gut gegrillt, Fleisch von guter Qualität, Suzuki gut gewürzt und ebenfalls sehr gut, das Gyros etwas sehr fettes Fleisch, aber das ist auch in Griechenland durchaus so üblich, ich mag es nicht so ganz. Dazu Reis und ein ordentlicher großen Beilagensalat.
Das Moussaka ebenfalls eine stattliche Größe, mit Salat am Teller serviert. Geschmacklich hatten wir schon bessere, aber durchaus gut!
Beim zweiten Besuch für meine Frau Suzuki von der Mittagskarte, die waren genau so gut wie jene am Akropolis-Teller. Was auffiel, es war eine wirklich große Portion mit Reis und Salat, für 6,90€ ein wahrliches Schnäppchen. Für mich gab es von der Standardkarte den Spezialspieß von der Lende, ebenfalls mit Reis und Salat. Spitzen Fleischqualität, perfekt gegrillt, ausgezeichnet!
Jeweils extra ein Pita, das beim zweiten Besuch etwas trocken daher kam und extra Zaziki, das trifft hier wirklich genau meinen Geschmack, so manchem wäre es allerdings etwas zu wenig "gurkig".

Beim ersten Besuch zu voll für eine Nachspeise, teilten wir uns beim letzten mal dann Lukumades, Hefeteigbällchen mit Honigsirup. Naja für Desserts waren die Griechen noch nie berühmt, extrem viel Zimt, kaum Honiggeschmack, eher wenig spannend.

Als Draufgabe beide Male Metaxa aufs Haus, nach dem bereits am Anfang Ouzu gereicht wurde eine zusätzliche Nette Gäste, dem Alkohol abgeneigt sollte man nur nicht sein:)
Zu trinken gabs für mich beide Male Mythos Bier, das gehört für mich zum Griechen-Besuch irgendwie dazu, wenngleich es seine 3,30€ für die 0,3 natürlich nicht wert ist.
Der Makedonikos weiß, als auch der Imiglikos weiß sehr gut und wohltemperiert.

Insgesamt durften wir bei unseren Besuchen 5 verschieden Kellner kennenlernen, alle sehr freundlich und gut aufeinander abgestimmt, die Nachfrage nach Getränken etc. zwar etwas schleppend, aber bei Bedarf jederzeit jemand zur Stelle.

Fazit: ordentlicher Grieche der zu wirklich vernünftigen Preisen gut und frisch kocht. Urlaubsflair kommt vielleicht nicht so ganz auf, aber definitiv eine Bereicherung für den 3.Bezirk!


***********update August 2016*****************

nach 2 weiteren Besuchen ein kleines update:
es hat sich eigentlich nichts geändert, Qualität und Zubereitung der Speisen nach wie vor sehr gut.
Kolokithakiakeftedes sehr gut abgeschmeckt, die gebackenen Vorspeisen (Zucchini und Auberginen) sehr gut, fein knusprig, nicht fettig.
Nach wie vor gut die Riesenbohnen aus dem Ofen und auch der Feta Saganaki.
Auch Fisch jetzt getestet, sehr feine Goldbrasse, gut gegrillt, ordentlich gewürzt.

Service zuvorkommend wie eh und je, alles in allem nach wie vor eine Empfehlung!

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Kommentare (4)

am 28. Oktober 2016 um 15:31

Wenn es ihn wo gibt, dann bevorzuge ich Tsipouro ohne Anisaroma.

Gefällt mir
197
51
am 24. Dezember 2015 um 11:57

ich kenne es aus Griechenland auch zwischendurch und danach eben zb metaxa, wie gesagt ohne unterlage fährt Ouzo bei mir zu stark ein, daher habe ich ich jeweils nach der Vorspeise konsumiert, aber da kann wohl jeder wie er möchte ;)

Gefällt mir1
6
3
am 24. Dezember 2015 um 10:47

Ouzo wird weder vor noch nach dem Essen getrunken. Griechen trinken Ouzo zwischendurch zum Essen.

Gefällt mir
21
3
am 24. Dezember 2015 um 09:58

Zur Reihenfolge des Gebotenen: Ouzo ist ein Aperitif.

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