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Kristians Monastiri - Bewertung

Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 22. Dezember 2015
Experte
laurent
301
58
27
4Speisen
4Ambiente
3Service
1 Foto2 Check-Ins

Mein Erst- und einziger Besuch war vor fast 3 Jahren, meine damalige Bewertung hat sich kaum geändert, wie sich auch im Lokal kaum was geändert hat. Zwar ein Minus von einem Punkt bei Gault Millau, ist aber noch immer eine Haube, auch bei Falstaff mit leicht sinkender Tendenz.

Wieder einmal unter dem Geiz ist geil-Motto „hab ja nichts zu verschenken“ -30% bei Reservierung über www.delinski.at einen Tisch last minute gebucht und auch umgehend eine Reservierungsbestätigung bekommen. Etwas verwundern war, dass dann der Tisch nicht vorbereitet war, irgendwie stand man wie nicht abgeholt im- am frühen Abend- fast leeren Restaurant und wartete dass der für 4 Personen gedeckte Tisch umgedeckt wurde.
Legeres Ambiente einer Lounge-Bar, nett eingedeckte dunkle Tische mit Kerze und hellem Läufer, Stoffserviette, frische Rose. Dezente Musik-Bigbandsound bis Klaviersolo-, gedimmtes Licht; einzig das zu laute Telefon im Lokal stört.

Das Körberl mit zweierlei warmem Gebäck und einer geschmacklich diffusen, weil eiskalten Kürbiskern „schmier“ kam umgehend, ebenso wie das Schleppe-Bier bei dem sich der grobporige Schaum in Minutenschnelle auflöste.

Die Küche grüßte mich Garnelencarpaccio und Süßkartoffelcreme mit Forellenfilet: Optisch hübsch wenn auch geschmacklich nicht wirklich Eindruck hinterlassend
Das 4-Gang (Fisch od. Fleisch; Dessert od. Käse) wurde gegenüber vor 3 Jahren um 2€ erhöht, beim 6-Gang-Menü würde kräftig draufgelegt: Von 61.-- auf 73,50

Parfait von der Gänseleber mit Traube, & Granny Smith Graniteé, Brioche: Das Parfait in der Konsistenz eher grobkörnig, vom Geschmack sehr fein. Karamellisierte Trauben und das fein-säuerliche Graniteé bildeten eine sehr harmonische Einheit, auch die dazu empfohlene Beerenauslese von Esterhazy sehr passend weil süß aber nicht zu süß. Wenn der Wein dann noch bei Tisch eingeschenkt worden wäre wüsste ich mehr darüber.
Nur Dekorationscharakter hatten die zwei, 1x1 cm großen Briochewürferl. Leider war mittlerweile der Gebäckkorb leer…. und blieb leer. Etwas „moosartiges“ als Garnitur kannte ich nicht, Herr Ober auch nicht. Nett dass er in der Küche nachfragen wollte; auf die Antwort warte ich noch immer.

Tagliolini mit Kürbiskernpesto, Birne& Räucheraal : Ganz großartig! Die Teigwaren mit perfektem Biss lagen auf der Pesto, zarte Süße von der Birne, rauchig-fischige Aromen vom Aal- perfektes Gericht. Nicht wirklich begeisternd die Harmonie des dazu empfohlenen Sauvignons 2014 Klassik aus dem Hause Skoff. Knackige 14-er Säure, extrem vegetabil-laut- von der Aromatik passend allerdings mit der überpräsenten Säure und dem sehr schlanken Körper tat sich das Gericht schwer damit.

Riesling Urgestein 2014 vom Langenloiser Hiedler hatte wie ich seine Freude mit Weißer Heilbutt mit glasiertem Ingwer-Wurzelwerk, Verjus& Erdäpfel-Cashew-Mousseline: Die Süße der Karotten, das leicht spicy-Gemüse und die Säure des Verjus, ja das war perfektes Foodpairing zum etwas zu lange gebratenen Heilbutt.

Als kleine Erfrischung für zwischendurch wurde ein herb-zartsüßes Hagebuttensorbet serviert.

Weiter ging´s mit Hirschrücken mit Rotkraut-Plunder& getrüffeltem Orangen-Spitzkraut: Schon wieder ein Wooh-Gericht! Ok; für einen Haubenkoch sollte es keine große Kunst sein ein Stück Hirschrücken perfekt zu braten aber die süß-pikant-cremige Würzung des Kraut dazu; perfekt. Originell und gut auch die optische Zimtschnecke, der saftige aber doch knusprige Rotkrautplunder.
Die Weinempfehlung: Heideboden 2014 von Judith Beck, Gols: Geballte Blaufränkischkraft trifft auf saftige Kirschfrucht um dann vom noch zu vordergründigen Holz begleitet zu werden. Dich koste ich in 5 Jahren wieder, ja du wirst ! Nach einem Drittel der wirklich sehr großen Hauptspeise war das Glas Wein schon leer; was für den Wein, nicht aber für den Service spricht: Das Glas blieb leer.
Rote Alternative: 3 Rotweine glasweise zumeist aus der Kategorie „Klein von Namenswinzer“ in einem Haubenlokal, da hätte ich mir mehr erwartet, vor allem etwas trinkbares, reifes….

Der Abschluss: Süße Variation von der Esskastanie& Kaffee: Ein Würdiger! Dazu wurde wieder – phantasielos- selbige Beerenauslese wie zur Gänseleber empfohlen, mit meiner Wahl, Eiswein vom Kracher war ich dann, na no na ned, zufrieden, ebenso wie mit dem hornig-macchiato.

Dank www.delinsky.at 85 Euro für 5 sehr gute Gänge, 5 Weine, Bier, Kaffee und Mineralwasser: Nicht günstig aber den Preis wert.

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Kommentare (1)

am 23. Dezember 2015 um 19:11

Sehr informativ, vielen Dank!

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Experte
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22
Kristians Monastiri
Neustiftgasse 16
1070 Wien
Speisen
Ambiente
Service
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25 Bewertungen
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