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Reinthaler - Bewertung

Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 25. November 2015
Experte
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4Speisen
3Ambiente
4Service
12 Fotos1 Check-In

Ein Termin im ersten Bezirk wurde mit einem Besuch beim Reinthaler in der Gluckgasse verbunden. Die Anreise erfolgte mit der U-Bahn bis zur Station Stephansplatz. Die Kärntnerstraße hinauf rechts zum Neuen Markt und am Ende vom Neuen Markt befindet sich die Gluckgasse. Das Lokal selbst ist ein Souterrainlokal, welche über mehrere Stufen erreichbar ist. Damit hat sich die Barrierefreiheit erledigt. Als erstes fiel mir gleich nach dem Eintreten auf das hier nicht geraucht werden darf. Das zweite war das für den ersten Bezirk eher untypische Ambiente eines Alt Wiener Gasthauses.

Der Schankraum wird von der einer alten Schank mit dem eingebauten Kühlschrank alles mit hellem Holz verkleidet dominiert. Abgegrenzt mittels Gusseisengitter auf der einen Seite zum Gastraum. In diesem mehrere größere Tische bis auf einen kleinen neben dem Stiegen Abgang neben dem Eingang. Alle fertig eingedeckt, mit kompletter Menage plus einem Maggiflascherl am Tisch. Passend zum Ambiente auf den Tischen über den Stofftischtüchern noch eines aus Plastik. Irgendwie fühlte ich mich in meine Kindheit zurückversetzt. Angrenzend an den Schankraum befindet sich noch ein mittels Trennwand abgegrenzter Raum. Türe gibt es keine ist auch nicht nötig da sowieso kein Raucherbereich vorhanden ist. Der Zugang zu den Toiletten ist neben der Schank. Diese passen so gar nicht zu Lokalambiente. Modern, sehr hell beleuchtet und mit hellem Holz verkleidet. Hier wurde erst vor nicht allzu langer Zeit renoviert. Ich nahm nach Rücksprache mit einem der Kellner im Schankraum an einem Tisch Platz der von der Größe für mindestens sechs Personen ausgelegt war.

Die Speisekarte wurde mit einiger Verzögerung, da sich keiner der zwei männlichen Kellner für mich zuständig sah, gebracht. Die beiden weiblichen Servicedamen waren für den zweiten Raum zuständig. Personal war also zur Genüge vorhanden. Mit dem übergeben der Karte wurde auch gleich die Getränkefrage gestellt. Der große Apfelsaft gespritzt(€ 3,80) wurde bestellt und dieser, ein Standardprodukt, auch unverzüglich serviert. Die Karte umfasst alles was man sich speisentechnisch von einem Wiener Gasthaus erwartet. Zusätzlich zur Standardkarte gibt es eine sehr umfangreiche Tageskarte(Foto) mit zum Teil eher selten angebotenen Speisen wie Bruckfleisch, Augsburger, Blunzen(Blutwurst), Reisfleisch usw. Meine Wahl fiel, aus der Standardkarte, auf eine Leberknödelsuppe(€ 3,20) und einem gebackenen Kotelett mit gemischtem Salat(€ 10,20).

Die Suppe wurde rasch serviert. In einem klassischen Suppenteller. Etwas hell und mit Schnittlauch verfeinert. Der Knödel mittelgroß und der Form nach hausgemacht. Die Suppe war, was sehr angenehm war, nicht so heiß so dass man sich nicht gleich beim ersten Löffel den Mund verbrennt. Geschmacklich in Ordnung, jedoch doch einiges entfernt von einer kräftigen Rindsuppe. Der Leberknödel machte jedoch einiges wieder gut was der Suppe an typischen Rindsuppen Geschmack fehlte. Sehr fein püriert was nicht unbedingt zu meinem geschmacklichen Favoriten zählt. Trotzdem war der Knödel sehr flaumig und keine Spur von matschig. Auch der Geschmack war tadellos. Der Knödel absolut top.

Da zu meiner Besuchszeit des Lokals die meisten Gäste schon ihr Mittagessen beendet hatten war auch die Wartezeit auf die Hauptspeise nicht lang. Serviert wurde auf einem mittelgroßen Salatteller eine recht beachtliche Menge an gemischten Salat. Gurken-, Erdäpfel-, Grüner-, Paradeis- und Krautsalat. Lobenderweise war der Salat nicht extrem kalt, sodass man ihn ohne Probleme gleich verzehren konnte. Mariniert eher säuerlich, was für mich persönlich leider geschmackstechnisch nicht ideal war. Ist jedoch kein Bewertungskriterium da es hier um rein persönliche Vorlieben geht. Positiv war das die Salatblätter nicht zu groß, und in mundgerechte Stücke geschnitten waren. Der Erdäpfelsalat war mit reichlich Zwiebel verfeinert. Für jemanden der säuerlichen Salat liebt wäre der Salat ideal gewesen, jedoch wurde er auch von mir aufgegessen da ich in diesen Punkt nicht sehr heikel bin.

Die in der Karte angeführten zwei Kotelette wurde gemeinsam mit einem großen Stück Zitrone auf einen flachen Teller serviert. Der Porzellanteller, optisch älterer Generation, passend zum Lokal. Größenmäßig waren die beiden Stück Fleisch gerade ideal um in Kombination mit der Suppe richtig satt zu werden ohne sich zu überfre…., was sehr angenehm ist in Zeiten wo die Portionen immer größer werden. Die Qualität der beiden Kotelette war absolut in Ordnung. Befreit von allen Fettspuren war das Fleisch äußerst saftig. Dazu weich und ohne jede Spur von irgendwelchen störenden Fleischteilen wie Flachsen oder ähnlichem. Die Panier schloss sich dem sehr guten Eindruck nahtlos an. Tadellos gewürzt und außen leicht knusprig jedoch ohne beim Zerschneiden in kleine Stücke zu zerspringen. Der Zitronensaft reichte problemlos für die beiden Stück Fleisch um sie reichlich mit dem Saft zu beträufeln.

Das Service bis auf die anfänglicher Revierprobleme lief ohne Makel oder Fehler ab. Beim Abservieren wurde nachgefragt ob es in Ordnung war. Der Zahlwunsch wurde prompt erfüllt, und die Rechnung die vorgelegt war hat den Namen Rechnung wirklich verdient. Eine komplette Mehrwertsteuerrechnung ohne diese jetzt extra verlangt zu haben. Sollte eigentlich selbstverständlich sein.

Mein Fazit – Ein Alt Wiener Gasthaus wie man es in dieser Gegend von Wien nicht unbedingt erwartet. Altes, aber sauberes und gepflegtes Ambiente mit Servicepersonal welches nach leichten Anlaufschwierigkeiten ihren Job in Ordnung erledigte. Wer abseits von den bekannten Innerstädtischen Lokalen auf gute Wiener Küche zu vernünftigen Preisen Lust hat ist hier gut aufgehoben.

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Kommentare (1)

am 25. November 2015 um 16:21

Streng genommen geht die Gluckgasse von der Tegetthoffstraße und nicht vom Neuen Markt ab. (Ich schreibe das für Leute, die den 1. Bezirk kaum kennen.)

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Reinthaler
Gluckgasse 5
1010 Wien
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