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Wirtshaus zum Nepomuk - Bewertung

Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 26. August 2015
Experte
hbg338
388
56
29
3Speisen
3Ambiente
3Service
11 Fotos1 Check-In

Nach den recht ausführlichen älteren Bewertungen und der noch nicht sehr alten Bewertung von bubafant erspare ich mir die genaue Beschreibung des Lokalambientes, nur so viel zur Lage. Zwischen Laxenburger Straße und Neilreichgasse befindet sich das Lokal. Erreichbar mit der Straßenbahnlinie 67 oder Linie O und bei der Station Laxenburger Straße aussteigen. Von der Haltestelle sind es nur noch wenige Schritte zum Lokal. Die Parkplatzsituation war bei meinem Besuch nicht so schlecht. Wie es am Wochenende oder am Abend ist entzieht sich allerdings meinen Kenntnissen.

Da mein Besuch am Nachmittag zu einer eher ungewöhnlichen Zeit für einen Gasthausbesuch fiel war das Lokal nicht sehr stark besucht. Nach dem auch für Rollstuhlfahrer problemlos zu bewältigenden Eingang, da dieser abgeschrägt ist, befindet man sich vor der Schank. Nach meiner Rückfrage ob es durchgehenden Küchenbetrieb gäbe und dieser bejaht wurde begab ich mich in den am Ende des Lokals befindlichen recht kleinen Nichtraucherbereich. Das Licht wurde da ich der einzige Gast im Nichtraucherbereich war erst aufgedreht. Auch die den Raucher- mit dem Nichtraucherbereich abtrennende Glastür war und blieb die ganze Zeit verschlossen. Kein Nikotingeruch im Nichtraucherbereich dadurch vorhanden. Der Ober kam unverzüglich zu mir und überreichte mir die Karte mit der Frage nach dem Getränkewunsch. Der große Apfelsaft mit Soda gespritzt um sehr schmerzhafte € 4,40, welcher preislich unter den Top 5 meiner konsumierten gespritzten Apfelsäfte war, wurde gleich bestellt und umgehend serviert.

Die Speisekarte bietet einen Querschnitt durch die Wiener Gasthausküche passend zur Art des Lokals. Ich wählte trotz einer negativen Kritik von früher eine Leberknödelsuppe(€ 3,60), des Weiteren ein Beef Tatar welches in zwei Varianten zu 120 Gramm oder 70 Gramm angeboten wird. Ich entschied mich für die Version mit 70 Gramm(€ 9,90). Als Hauptspeise wählte ich den Zwiebelrostbraten(€ 15,50).
Ein Besuch auf den sehr gepflegten und sauberen Toiletten die platzmäßig durchaus auch mit Rollstuhl zu benutzen sind verkürzte die Wartezeit.

Die Suppe wurde recht flott in einer Suppenschüssel serviert. Sehr heiß und eine großzügige Portion. Der Knödel recht groß und von gröberer Konsistenz. Vereinzelt waren noch kleine Reste der verarbeitenden Semmeln zu sehen. Der Knödel nicht zu weich aber auch weit entfernt von zu hart. Für meinen Geschmack ein Knödel wie er sein soll. Ganz klare Handarbeit und auch gut gewürzt. Die Suppe hatte durchaus Geschmack, ob mit Pulver etwas getunt oder nicht entzieht sich meiner Kenntnis. Das Gesamtpaket der Suppe hat auf jeden Fall gepasst.

Nach einer etwas längeren Pause wurde die Vorspeise serviert. Auf einem rechteckigen Teller das Beef Tatar in Fleischlaibchen ähnlicher Form. Dazu grüner Salat mit Cocktailtomaten, frisch geschnittener roter Zwiebel und einem Stück Butter. In einem Brotkorb sechs halbe Toastbrotschnitten. Mehr als reichlich.
Da ich nicht der große Beef Tatar Spezialist bin kann ich nicht beurteilen wie es zubereitet wurde. Meine Vermutung liegt bei faschiert. Geschmacklich war es jedoch sehr gut. Sehr gut abgeschmeckt und wenn man am Tellerrand etwas von der Dekoration aus gemahlenen Pfeffer aufnahm konnte man den Geschmack noch verstärken. Der Zwiebel nicht zu scharf und der Salat dezent mariniert. Die Butter perfekt zu streichen und nicht aus dem Kühlschrank. Für mich gab es keinen Kritikpunkt.

Der Zwiebelrostbraten wurde nach einer kurzen Pause serviert. Zwei Stück Fleisch nicht zu dünn geschnitten. In der Mitte noch zartrosa. Das Rindfleisch weich mit dezenten Fettspuren am Rand. Reichlich frittierte Zwiebeln befanden sich auf dem Fleisch. Diese waren sehr knusprig. Zusätzlich eine Salzgurke in Fächerform geschnitten und eine Cocktailtomate als Dekoration. Die Bratkartoffeln nicht zu dünn geschnitten und ebenfalls aus dem Fritter. Außen knusprig und innen weich genug um den Bratensaft aufzunehmen. Der Bratensaft sehr gut gewürzt und nicht zu dickflüssig. In Kombination mit den zerteilten Bratkartoffeln vorzüglich.

Ein paar Worte zum Service. Unauffällig, jedoch kontrollierte der Ober immer wieder durch die geschlossene Glastür ob ich schon fertig war. Das Abservieren erfolgte dadurch auch prompt. Nachgefragt ob es geschmeckt hat wurde nicht, was aber in Anbetracht der leeren Teller ohnehin dafür sprach. Ein Nachspeisenwunsch erübrigte sich nach den recht großzügigen Portionen sowieso.

Mein Fazit- Ein Vorstadtgasthaus welches optisch zwar nicht den Eindruck einen alten Wiener Gasthauses erfüllt, jedoch überzeugt das Ambiente und hebt sich vom Einheitslook diverser Gasthäuser der 80er Jahre wohlwollend ab. Barrierefrei von der Eingangstür bis zu den Toiletten. Die Speisenqualität hat mich durchaus positiv überrascht. Das Service zwar etwas distanziert jedoch auch hier kein negativer Eindruck. Ich für meine Person kann mir durchaus ein Wiederkommen vorstellen.

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Kommentare (4)

am 23. September 2015 um 17:08

Werter hbg338!

Vielen Dank für Ihre Bewertung, die ja durchwegs positiv ausfällt.
Dankenswerterweise haben Sie auch die Barrierfreiheit unseres Lokals aufgezeigt. Wir haben neben unserem Nichtraucherstüberl auch noch einen Nichtrauchersaal für bis zu 90 Personen, der aber nur nach Bedarf(etwa am Wochenende) geöffnet wird.Wir versuchen gute (Österreichische) Qualität in angemessenen Portionen zu normalen Preisen anzubieten, was uns bei Ihnen anscheinend auch gelungen ist, Noch einmal Danke für die Bewertung, hoffentlich besuchen Sie uns bald wieder.
Dominik Schachinger(der Junior)

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1
am 30. August 2015 um 16:36

Schließe mich deine Meinung an. Extra hinfahren würde ich auch nicht. Solche Lokale gibt es in mit ziemlicher Sicherheit in jeden Bezirk. Hier habe ich einen Arztbesuch mir einem Essen verbunden.

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Experte
388
56
am 30. August 2015 um 16:16

Ich finde ebenfalls, dass das Lokal "normal" gut ist. Extra hinfahren täte ich nicht, aber im Umfeld sicher das beste Lokal.
PS: Die Kakteen im Raucherbreich bei den Fenstern haben es mir wirklich angetan!
Hat mit dem Futter zwar nichts zu tun, aber ich bin eben Kakteenliebhaberin.

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Experte
63
50
am 30. August 2015 um 16:16

Ich finde ebenfalls, dass das Lokal "normal" gut ist. Extra hinfahren täte ich nicht, aber im Umfeld sicher das beste Lokal.
PS: Die Kakteen im Raucherbreich bei den Fenstern haben es mir wirklich angetan!
Hat mit dem Futter zwar nichts zu tun, aber ich bin eben Kakteenliebhaberin.

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Wirtshaus zum Nepomuk
Troststraße 60
1100 Wien
Speisen
Ambiente
Service
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12 Bewertungen
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