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Gasthaus zum Mährischen Spatzen - Bewertung

Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 24. Mai 2015
Experte
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3Speisen
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3Service
22 Fotos1 Check-In

Das Gasthaus zum mährischen Spatzen befindet sich im 2ten Bezirk zwischen Praterstern und Reichsbrücke im Stuwerviertel in der Nähe des Vorgartenmarktes. Das Lokal ist am besten mit der U1 erreichbar. Die Station Vorgartenstraße befindet sich nur wenige Schritte entfernt. Die Parkplatzsituation ist dank der Parkpickerlregelung nicht so schlecht. Bei unseren Besuch am Pfingstsonntag zu Mittag waren ausreichend Parkplätze vorhanden.

Das Lokal welches ein Ecklokal ist betritt man über eine kleine Stufe. Mit etwas Unterstützung auch für Menschen mit Gehbeeinträchtigung oder Rollstuhl zu bewältigen. Das Lokalinnere ist auf einem Niveau. Der Schankraum welcher unmittelbar nach dem Eingang ist vermittelt den Eindruck eines alten Wiener Gasthauses, hier darf geraucht werden. Von hier aus teilt sich das Lokal in zwei Nebenräume auf. Links geht es in den großen zweigeteilten Raucherbereich, wobei der hintere Bereich sich perfekt für kleinere Feiern anbietet. Rechts von der Schank ist der kleine Nichtraucherbereich. Hier wurde uns auch nach Rückfrage bei der Servicedame ein Platz zugewiesen. Reserviert hatten wir nicht. Der Raucherbereich war jedoch sehr gut besucht.

Der Raum ist mit sehr viel Liebe zum Detail gestaltet. Dunkle Holztische in verschiedene Größen mit schönen dazu passenden Holzstühlen. An den Wänden Naturziegel über den Banklehen. Als Wandabschluß eine Art Regal mit verschiedensten Dekorgegenständen wie Puppen, Bierkrügen, altes Porzellangeschirr. An den Wänden unter der Decke noch Wandbemalung die perfekt zum restlichen Interieur passt. Die Servicedame brachte unverzüglich zwei Speisekarten und es wurde sogleich nach den Getränken gefragt. Für meine Frau ein Achtel vom roten Schankwien(€ 1,50) und für mich der obligatorische große Apfelsaft gespritzt mit Sodawasser(€ 3,20). Die Karte umfasst alle gängigen Speisen der Wiener Gasthausküche. An einem Einlageblatt werden noch einige Speisen angeboten die nicht immer in der Karte angeführt sind. Zum Beispiel ein Olmützer Schnitzel, welches ein mit Quargel gefülltes Schnitzel ist, gebackene oder geröstete Leber usw. Meine Frau wählte die gebackene Schweinsleber mit Erdäpfel- statt gemischten Salat und ich eine Frittatensuppe(€ 2,80) und ich den Rostbraten vom Grill mit Schinken, Spiegelei und Pommes Frites(€ 12,50).

Meine Suppe wurde flott serviert. In einer klassischen Suppenschüssel. Reichlich mit Frittaten gefüllt. Die klare Suppe war jedoch eher enttäuschend. Farblich ziemlich blass und auch im Geschmack wurde reichlich mit dem Zauberpulver nachgeholfen. Die Frittaten dürften auch dank der extrem gleichmäßigen Form vom Band sein. Schade.

Die Wartezeit auf die Hauptspeisen hielt sich auch im normalen Rahmen. Am Teller von meiner Frau befanden sich zwei größere Leberstücke und eine kleine Zitronenspalte. Dazu eine mittelgroße Schüssel Erdäpfelsalat bei dem mit Zwiebel eher sparsam umgegangen wurde. Glück für meine frau die sowieso keine Zwiebelfreundin ist. Für mich wäre es eindeutig zu wenig gewesen. Ebenso das Salz und Pfeffer Verhältnis hätte ich nachgebessert. Die Leber war allerdings butterweich, sehr gut gewürzt und perfekt paniert. Fettfrei am Teller angerichtet. Meiner Frau schmeckte ihre ausgesuchte Speise sehr gut.

Mein gegrillter Rostbraten war ein mittelgroßes Stück Fleisch. Schön weich was aber dank der Fleischstärke die als eher dünn beschrieben werden kann, nicht sehr schwer zustande zu bringen ist. Garniert mit einem perfekt gebratenen Spiegelei. Das Eigelb noch flüssig. So liebe ich es. Die Pommes für ein Fertigprodukt geschmacklich und von der Konsistenz sehr gut. Leider war der Schinken ein o8/15 Toastblockprodukt. Im Gesamten hat es geschmeckt und ich war satt, jedoch einen bleibenden Eindruck hat das Gericht nicht hinterlassen.

Mein Fazit- Ein Gasthaus mit einer Küchenleistung welches es sicher massenweise in Wien gibt. Für uns war es auch nicht erste Wahl aber an einem Pfingstsonntag ein Lokal mit freiem Platz zu finden war nicht so einfach. Geplant war ein Besuch im Häuserl am Stoan wo aber unsere Reservierung zeitmäßig falsch aufgenommen war und der Tisch schon weitergegeben wurde. Da wir zu der Zeit als die Schwiegergroßmutter noch lebte, und hier gegenüber wohnte, zu ihren Geburtstag immer hier waren, ergab sich ein Spontanbesuch. Extra herfahren würde ich nicht mehr. Ein typisches zwar optisch schönes Wiener Gasthaus mit durchschnittlicher Küche. Das Service ebenfalls im durchschnittlichen Bereich. Erwähnenswert ist die vollständig ausgefolgte Rechnung. Mit Rechnungs Bon und kompletter Rechnung.

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Kommentare (1)

am 30. Juni 2016 um 13:57

Uriges Gasthaus in der Nähe meiner Wohnung. Tolles Bier (Starobrno) und klassische tschechische Küche mit österreichischen Klassikern. Den Schweinsbraten bekommt man in Tschechien nicht besser, absolut empfehlenswert für Freunde der böhmischen Knödel. Habe einen Artikel über das Restaurant geschrieben, falls wer Lust hat unter Link zu finden.

mfG

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Gasthaus zum Mährischen Spatzen
Ybbsstraße 25
1020 Wien
Speisen
Ambiente
Service
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Gasthaus zum Mährischen Spatzen - Karte
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