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Burgtaverne Kreuzenstein - Bewertung

Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 23. Mai 2015
rickheri
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2Speisen
4Ambiente
1Service

Etwas Besonderes sollte es sein, wenn ich meine Familie mit Freunden zu mir nach Leobendorf einlade. So habe ich als Ort unserer kleinen Feier die Burgtaverne bei der Burg Kreuzenstein gewählt - bei einem Besuch zuvor hat mich insbesondere das rustikale Ambiente sowie das Auftreten der Bedienungen in mittelalterlich nachempfundener Kleidung beeindruckt. Von genau diesem Ambiente waren unsere Familienmitglieder und Freunde (12 Personen) sofort überzeugt und sie waren einhellig der Meinung, dass es sich jedenfalls auszahlen werde, mit weiteren Freunden wiederzukommen und eventuell auch weitere persönliche Feiern in diesem Lokal auszurichten.
Die negative Bewertung des "Service" betrifft die Organisation, nicht jedoch die Freundlichkeit des Personals. Das Personal an den Tischen war sehr bemüht, jedoch überfordert. Das besondere Erlebnis zu Beginn dieses Lokalbesuchs wandelte sich schlussendlich in Frust bei jedem Teilnehmer unserer kleinen Gesellschaft um. Dafür verantwortlich waren 1,5 Stunden Wartezeit auf das Essen (12.00 Uhr im Lokal eingetroffen; um 13. 40 Uhr wurde serviert); weiter führte eine mangelnde Organisation des Restaurantbetriebes zu doppelt servierten Getränken bzw. sehr verspätet servierten Getränken; die Frage nach gebackenem Huhn führte zu dem Hinweis, dass es diese Speise lediglich als Kinderportion gebe/ die Speise als Portion für Erwachsene zu bereiten geht nicht; dem Wunsch auf Tausch des Risottos als Beilage auf einen Salat wurde nicht nachgekommen und musste nachträglich urgiert werden. Zur Qualität der Speisen besteht geteilte Meinung: Während der Linseneintopf, das Schnitzel, der gebackene Käse und das Hirschragout den Erwartungen entsprachen, verdiente das „Spargel-Risotto“ seinen Namen keinesfalls da der Spargel, wenn überhaupt lediglich in feinfaseriger Form wahrnehmbar war. Interessant erwiesen sich die Filetspitzen mit Reis und Gemüse: Serviert wurde das Gericht in Form eines Ragout. Wobei sich ein Stückchen „Fleisch“ gegen Ende der Mahlzeit als Thunfisch erwiesen hat. Die Größe der Portionen – insb. Hirschragout und Filetspitzen – ließ noch Wünsche nach oben offen.
Bei Rechnungslegung wurde der für unseren Tisch zuständige Kellner auf den Umstand der sehr langen Wartezeit angesprochen und auf den sich daraus entwickelten Frust hingewiesen wenn man beobachten muss, dass während der Wartezeit an zwei zwischenzeitlich freiwerdenden Tischen neue Gäste Platz nehmen, deren Bestellung entgegengenommen, serviert und kassiert wird während man selbst die Zeit mit seinen Gästen hungrig am Tisch sitzt. Dem Kellner schien es offensichtlich selbst unangenehm zu sein und versuchte mit dem großen Ansturm eine Erklärung abzugeben. Er entschuldigte sich auch und sprach die Hoffnung aus, uns vielleicht doch wieder als Gäste begrüßen zu dürfen. Auch hier liegt ein großer Mangel in der Gesamtorganisation der Burgtaverne: Wenn es schon nicht in seiner Entscheidungskompetenz liegt, in diesem Fall eine Geste der Entschuldigung anzubieten (nicht wegen des Wertes, sondern als Wertschätzung des Gastes und seiner erlebten Unannehmlichkeiten), sollte in diesem Fall unverzüglich ein Verantwortlicher des Lokals verständigt werden, um den mitgeteilten Missstand zur „Chefsache“ zu machen.
Resümee dieses als Besonderheit geplanten Lokalbesuches ist, dass 12 Personen welche nach den ersten Eindrücken wirklich begeistert waren, dieses Lokal künftig sicher nicht mehr besuchen werden und entgegen der ursprünglichen Absicht, mit weiteren Freunden wieder zu kommen im Bekanntenkreis eher von einem Besuch abraten werden.

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Kommentare (1)

am 28. Mai 2015 um 09:50

Lieber Gast!
Danke für ihre offene Bewertung, wenngleich ich mich bei Ihnen für die lange Wartezeit und Ihre dadurch entstandene Unzufriedenheit entschuldigen muss. Ich habe mit ihrem zuständigen Kellner gesprochen, der glaubt sich an Sie erinnern zu können. Er war über ihre negative Bewertung sehr bestürzt, da er den Eindruck hatte, dass Sie und ihre Gäste die Wartezeit in gemütlicher und geselliger Stimmung überbrückt haben. Üblicher Weise servieren wir das Essen in einem Zeitfenster von max. einer halben Stunde. An diesem Feiertag ist es leider aufgrund des übermäßigen Besucheransturms temporär zu einer maximalen Wartezeit von einer Stunde gekommen, wobei wir unsere Gäste aber immer auch darüber informieren. Sollte diese Information vor Ort nicht an Sie weitergeleitet worden sein, möchten wir uns hierfür entschuldigen.
Wir haben Ihren Tisch mit dazugehörigem Bestellungsverlauf aus unserem Kassensystem noch einmal angesehen: Sie haben um 12:05 ihre ersten Getränke bestellt. Die Essensbestellung wurde um 12.43 in die Küche geschickt. Daraufhin hatten einige Gäste als Vorspeise eine Suppe. Um 13:40 wurde eine Sauce nachgeordert, was uns zeigt, dass das Essen zu diesem Zeitpunkt bereits im Gange war. Um 14:01 wurde die Rechnung beglichen. Warum Sie erst um 12:43 bestellt haben, können wir leider nicht mehr herausfinden. Aufgrund dessen war ihre Bestellung leider eine der letzten des „Mittagsschwungs um 12:00“ und führte ausgerechnet an ihrem Tisch zu einer längeren Wartezeit.
Da wir ein Ausflugslokal neben einer Sehenswürdigkeit sind, sind wir nicht davor gefeit, dass an manch beliebten Ausflugstagen sehr viele Gäste spontan zu uns kommen, was bei den letzten Bestellungen zu längeren Wartezeiten führen kann. Wir bemühen uns aber jedem Gaste durch ein besonders gemütliches Ambiente und freundliches Service einen angenehmen Aufenthalt zu bieten. Ihr zuständiger Kellner bedauert, dass Sie ihm Ihre Unzufriedenheit erst bei Rechnungslegung mitgeteilt haben während Sie bereits im Begriff waren zu gehen und er somit nicht mehr rechtzeitig einlenken konnte. Auch er möchte sich für die Fehleinschätzung der Situation entschuldigen. Er war besonders über Ihre anonyme Kritik in diesem Forum verwundert, da er Sie als sehr freundlichen Gast beschrieb, der vor Ort Verständnis für die Situation zeigte und Sie die vielen Besucher ja auch bemerkt haben. Ich möchte es mir dennoch nicht nehmen lassen, dies zumindest nun als „Chefsache“ zu erklären und möchte Sie hiermit gerne auf Kaffee und Kuchen oder vielleicht ein Gläschen Wein zu mir in die Taverne einladen, wo wir unsere Kommunikation gerne auf ein freundliches Gespräch verlegen können. Ich würde mich freuen, wenn Sie meine Einladung annehmen: bitte schicken Sie mir eine kurze E-Mail an kontakt@burgtaverne-kreuzenstein.at
Liebe Grüße aus der Burgtaverne
Katharina Lukas

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Burgtaverne Kreuzenstein
Burg Kreuzenstein 2
2100 Leobendorf
Niederösterreich
Speisen
Ambiente
Service
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16 Bewertungen
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