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Brückenwirt - Bewertung

Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 1. Mai 2015
Experte
hbg338
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3Speisen
4Ambiente
4Service
9 Fotos1 Check-In

Der Brückenwirt. Habe schon viel darüber gehört und hier bei Rete viel gelesen. Bei diversen Radausflügen oft vorbei gefahren und immer standen immens viele Autos am Parkplatz nebenan. Auch der Gastgarten war immer sehr gut besucht. Sollte für das Lokal sprechen, aber der Wiener geht halt gerne in Lokale wo es große Portionen zu günstigen Preisen gibt. Trotzdem machten mich die unterschiedlichen Meinungen neugierig sodass ich mit meiner Frau ans andere Ende von Wien fuhr. Reserviert hatte ich zur Sicherheit den die Wettervorhersage versprach kein unbedingtes Gartenwetter und da es für mich ein Erstbesuch ist weiß ich nichts über die Lokalgröße.

Informationen bezüglich des Lokals, des Lokals Ambientes, der Anreisemöglichkeit usw. erspare ich mir, die wurden im Bericht von uc0gr schon ausführlich und perfekt erklärt oder sie findet man auf der Homepage.

Ausreichende Parkplätze waren zu unseren Besuch noch verfügbar und beim Eingang zum Lokal wurden wir in Empfang genommen und nach der Bekanntgabe des Reservierungsnamens zu unseren Tisch geführt. Am Ende des Nichtraucherbereich mit Sicht auf den Liesing Bach mit dem angrenzenden Liesing Radweg. Dank des Radweges bin ich bei unzähligen vorbeiführenden Radfahrten auf dieses Lokal gestoßen.
Die Speiskarten lagen auf den Tisch und das der Kellner nicht sofort herbeikam hatte ich die Möglichkeit auch die Getränkeseite zu lesen und im Anschluss einen großen naturtrüben Apfelsaft gespritzt(€ 3,60) und ein Viertel vom roten Schankwein(€ 2,80) für meine Frau zu bestellen. Das einzig negative was uns sofort auffiel war der extrem hohe Lärmpegel in diesem Raum obwohl dieser nicht einmal voll besetzt war. Unterhaltung war auch mit seinem Gegenüber nur mit lauter Stimme möglich. Irgendwie eine schlechte Akustik in einem an sich sehr schönen Raum.

Die Speiskarte überraschte mich etwas. Ich hatte erwartet hier werden unzählige Speisen angeboten, davon jedoch keine Spur. Überschaubar aber für jeden Geschmack etwas. Äußerst positiv, denn ich hasse nichts mehr als Speisenkarten die die Stärke von Telefonbüchern(für die jüngeren ist das der Herold in Buchform) haben. Hauptaugenmerk natürlich auf Wiener und Österreichischen Speisen. Ich setzte meinen Vorsatz in die Tat um und bestellte die fast schon obligate Leberknödelsuppe(€ 2,80) und das Wiener Schnitzel vom Schwein mit gemischten Salat(€ 9,00). Meine Frau entschied sich für ein Jagdherrenschnitzel(Schweinschnitzel mit Nüssen paniert) mit gemischten Salat(€ 9,90).

Der naturtrübe Apfelsaft war äußerst geschmackvoll. Nicht zu süß aber trotzdem schmeckte man den Apfelgeschmack deutlich heraus. Der Rotwein meiner Frau war leider sehr schlecht temperiert. Fast könnte man meinen er kam aus dem Eiskasten. War mit ziemlicher Sicherheit mit dem Weißwein kühl gelagert.

Die Suppe wurde nach extrem kurzer Zeit zum Tisch gebracht. Die Optik der klaren Suppe etwas enttäuschend. Der Knödel mittelgroß und mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit kein industrielles Fertigprodukt, aber die Suppe ziemlich blass und hell mit ein paar Schnittlauchspuren. Weit entfernt von einer kräftigen Rindsuppenoptik. Aber die Optik kann täuschen, und das tat sie hier. Geschmacklich entpuppte sich das Suppenwasserl als sehr geschmackvolle Rindsuppe. So wurde die Menage mit Salz, Pfeffer und Maggi gleich wieder beiseitegeschoben. Der Knödel mittelgrob passiert, nicht zu weich, für meinen Geschmack die richtige Mischung.

Gleichzeitig mit dem abservieren wurden die beiden Salatteller gebracht. Gurken-, Erdäpfel-, Mais-, Kraut- und grünem Salat mengenmäßig sehr großzügig vertreten und das wichtigste die Marinade war auch sehr gut.

Trotzdem sich das Lokal mittlerweile gut gefüllt hatte und auch immer mehr Gäste im Garten Platz nahmen arbeitete die Küche auf Hochtouren. Nur so ist die kurze Wartezeit auf unsere Schnitzel zu erklären. Ok. man kann die Schnitzel, Cordon und Co. vorpanieren aber trotzdem bei der Gästeanzahl eine tadellose Küchenleistung, auch die Kellner leisteten das ihre dazu. Für meine Frau wurde das mit Nüssen panierte Jagdherrenschnitzel serviert, welches ein größeres nicht zu dickes Stück Fleisch war. Garniert mit drei Portionen Preiselbeeren und einem kleinen Stück Zitrone. Mein Schweinswiener größenmäßig ähnlich und klassisch mit Zitronenstück(sehr klein) und einem Salatblatt und Gurkenscheibe dekoriert. Das Schnitzel meiner Frau war geschmacklich einwandfrei und natürlich anders als ein gängiges Schnitzel, jedoch die in der Karte angeführte Nusspanier war als solche nicht herauszuschmecken. Das Fleisch selbst fett- und flachsenfrei. Die Panier ebenfalls ohne Fettspuren und perfekt abgetropft. Das gleich gilt für mein klassisches Schnitzel. Der einzige Unterschied bestand darin das mein Schnitzel so schmeckte wie man es sich erwartete. Einfach auf einen Nenner gebracht. Ein gutes Schweinswiener wie es sein soll.

Der abschließende Besuch der Toiletten wobei mich der Weg durch das Lokal führte und ich mir von der Optik des Lokals einen Eindruck machen konnte. Ein schönes gepflegtes und tadellos in Schuss gehaltenes Gasthaus am Rande von Wien. Auch der Eindruck von den Toiletteanlagen bestätigte mich in meinen Eindruck.

Mein Fazit. Ein schönes Lokal mit guter Küche ohne irgendwelchen Firlefanzen. Klassisches gepflegtes Wiener Gasthaus mit sehr gutem und vor allem flottem Service. Die immer wieder erwähnten Riesenportionen fand ich allerdings nicht vor. Für mich spricht das aber für den positiven Eindruck des Lokals, denn mir ist es lieber es schmeckt und ich kann alles aufessen ohne irgendein aufgewärmtes Resteessen am nächsten Tag. Auf jeden Fall empfehlenswert.

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Kommentare (2)

am 1. Mai 2015 um 19:50

Bei den Speisen bei denen Pommes dabei sind, fällt es extrem auf, dass die Portionen riesig sind.
Früher waren wir sehr oft dort, speziell im Sommer, aber seit hier derart viel dazu und umgebaut wurde eher nur noch ganz selten.
Über die Speisen kann man nicht meckern, aber ichkann mir mit all meiner Phantasie nicht vorstellen wie es funktionieren soll, dass frisch gekocht wird, wenn ein Lokal ca. 200 Sitzplätze hat und alles sehr zügig serviert wird.
Das Personal dort war immer schon 1A!

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Experte
63
50
am 1. Mai 2015 um 17:57

Ist schon lustig: In Bewertungen durch Stamm - User wird das Lokal besser beurteilt als in den Kommentaren zu Franz Josefs Bewertung (auch von Stamm - Usern, wenn auch nicht unbedingt denselben).

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Brückenwirt
Unter-Laaer Straße 27
1100 Wien
Speisen
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Service
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