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Duspara - Bewertung

Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 9. April 2015
Experte
Evba
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27
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5Speisen
3Ambiente
4Service
7 Fotos2 Check-Ins

Wenn in einem Umkreis von weniger als 100m in den letzten 1-1 1/2 Jahren 5 Lokale geschlossen haben – vom gehobenen Gasthaus (Steirer Stub'n), über ein österreichisch-italienisches Lokal (goldener Löwe), einem dalmatinischen Restaurant (SüdLänder, der sich jetzt in seine zweite Dependance auf den Rilkeplatz zurückgezogen hat) bis hin zu einem eher tiefen Café und dem Eissalon, der auch italienische Snacks servierte – bekommt man Angst, dass sich die Gegend in eine kulinarische Einöde verwandelt.

Umso erfreulicher ist es, wenn dort wieder ein neues, gutes Lokal aufmacht. An der Stelle des ehemaligen SüdLänders hat das Duspara aufgesperrt, benannt nach dem aus Bosnien stammenden Koch, der schon in mehreren guten Lokalen gekocht hat, unter anderem im Steirereck.

Das Ambiente hat sich nicht so sehr verändert, außer dass das Lokal (Nichtraucher) durch einen hellen Anstrich und 2 türkisen Wänden noch freundlicher wirkt.
Im Moment ist es ratsam zu reservieren, weil das Lokal in der kurzen Zeit seiner Existenz (seit etwa 1-2 Monaten) schon ziemlich ausgebucht ist. Das liegt daran, dass einerseits der Koch und auch (scheinbar) der Kellner (Salzamt) bekannt sind, schon mehrere Zeitungen (Standard, Presse, Kurier) darüber berichtet haben und es in der Nähe viele Büros gibt, die sich – siehe unten – wieder auf ein gutes Mittagessen zu günstigen Preisen freuen. Wartezeit derzeit ca. 1-2 Wochen.

Die Speisekarte ist klein und wechselt angeblich jede Woche, so wie die Beilagen zu den Stammspeisen (den Highlights sozusagen).
An Vorspeisen gibt es: Entenleberparfait, Thunfisch-Tartar, rosa gebratener Kalbstafelspitz auf Bärlauchpesto und eine Kohlrabi-Aniscremesuppe.
Hauptspeisen: kleines Kalbs-Rieslingsbeuschel, überbackene Schinkenfleckerl, Lauch-Ricotta Quiche mit Bärlauch, Maishenderlfilet, Kalbsleber aus dem Ofen, Rumpsteak (Bio-Beiried) mit Schalotten und Erdäpfelgratin und in brauner Butter gebratenes Saiblingsfilet mit Pastinakencreme und roten Rüben.
An Nachspeisen gibt es: Zweierlei von der Callebaut-Schokolade, Haselnuss-Soufflee mit eingelegten Weichseln und Käseteller (AT und FRA).
Die wirklich wohlfeilen Preise sind alle unter 10 € - bis auf das Bio-Beiried (19,80) und den Steinbutt (17,80).

Es gibt auch ein 3-,4- oder 7-gängiges Menü, zusammengestellt aus der Speisekarte, aber da kann man sich (laut Kellner) nicht aussuchen was man bekommt. Preise weiß ich nicht (die Internetpräsenz ist noch nicht fertig).

Wir wählten das Entenleberparfait mit Birnen und Brioche: einfach köstlich und angenehm in der Konsistenz, dafür lasse ich jede Foie gras stehen; das Brioche herrlich fluffig und nicht zu süß, wie auch die Birnen, die einen guten Kontrapunkt bildeten (dazu eine Beerenauslese vom Tschida, aber die Weinauswahl ist ein eigenes Kapitel, s.u.). Und das Thunfisch-Tartar auf Fenchel: es kam etwas verspielt in einer Thunfischdose daher, schmeckte sehr frisch, war gut gewürzt und der Fenchelsalat dazu hatte ein limettiges Aroma.
Als Hauptspeisen hatten wir das Maishenderlfilet auf Oliven-Chili-Linsen, das Hendl zart und die Chili-Linsen hatten ein ausgeprägtes Chili-Aroma aber waren nicht scharf; und die Kalbsleber aus dem Ofen mit Zwiebelmarmelade und Erdäpfelpüree war ein Gedicht, ganz weich und harmonierte gut mit der Zwiebelmarmelade (winziger Kritikpunkt: sie war ungleich gesalzen – zuerst glaubte ich, ich brauche noch Salz, aber an einer anderen Stelle war es fast zu viel).
Und zum Schluss den Käseteller mit Käsen aus Frankreich und Österreich, der aber nur guter Durchschnitt war.

Das Service ist sehr gut und alles was man braucht oder auch nur brauchen könnte wird sofort gebracht oder getan. Allerdings hat der Kellner die Ausstrahlung eines Justizwachebeamten aus der Josefstadt und ist auch kein sehr charismatischer Sommelier. Auf die Frage: "Können Sie mir zur Ofenleber ein gutes Achtel empfehlen?" kam die Antwort: "Wir haben 6 offene Rotweine".

Fazit insgesamt: es war alles köstlich und wir kommen sicher bald wieder.

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Kommentare (2)

am 9. April 2015 um 18:00

Naja, er hat dann aber einen Wein empfohlen. Und das tun die Justizwachebeamten sonst eher selten :)

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am 9. April 2015 um 17:43

Ist wirklich beruhigend, daß es dort wieder ein ordentliches Lokal gibt.

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Experte
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Duspara
Wiedner Hauptstraße 115
1050 Wien
Speisen
Ambiente
Service
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