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Wok on Fire - Bewertung

Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 25. März 2015
Experte
bubafant
283
71
29
3Speisen
3Ambiente
3Service
14 Fotos1 Check-In

Wok on Fire - reloaded.
Anderes Einkaufszentrum, aber sichtlich erkennbar - aus einer Feder. Und dabei auch gleich wieder ganz anders. Die verbindenden Elemente sind optischer Natur, nämlich die Einrichtung, zumindest Teile davon erinnern frappant an das Lokal im Multiplex, vor allem die Kunststoff-Deko, die Elementen aus der Natur nach empfunden sind, wie z.B. Blättern. Und natürlich das Logo.
Was ist dann anders ? Es gibt kein Buffet, sondern nur Speisen a la carte. Es ist ein relativ kleines Lokal, das aber sehr großzügig in Bezug auf die Beinfreiheit zum Nebentisch eingerichtet ist. Es gibt keine lange Bank, wo man Legehennenbatteriemäßig nebeneinander Platz nimmt, sondern fast durchgehend Vierertische.

Das Wok on Fire befindet sich mitten im neuen Food-Bereich des Donauzentrums. Eigentlich schon fast etwas abseits der Trampelpfade, ich habe es erst nach einem Besuch der Toiletten erspäht. Schon beim Gustieren an der Front des Ecklokals wird man vom netten Personal angesprochen, dass man gerne weiter kommen möchte, es gäbe in der Speisekarte noch so viel mehr zu entdecken.

Der einfache rechteckige Schnitt teilt sich in drei Zonen, gleich beim Eingang hinein der Nichtraucherbereich, darin eingebettet die offene Schauküche und letzten Endes mit Glasfronten abgetrennt der Rauchbereich. Das leidige Aquarium-Feeling hat man hier geschickt umgangen, denn die gut geputzten Scheiben vermitteln die Illusion eines durchgehenden Gastbereichs. Ausgestattet mit Rattanmöbeln, vielen Bänken dazwischen, auch solche mit extra hoher Lehne, sodass ein richtiges Alkoven-Ambiente entsteht.
Nach außen hin zum Nachbarn amerikanischer Herkunft gibt es eine Abtrennung mit den bereits angesprochenen Blattmusterelementen, die sich auch an der Decke als Basis für die Beleuchtung wiederfinden.

Die Tische sind eingedeckt mit einer Bastmatte, darauf eine Menage aus blau bemalten Porzellan, ein kombinierter Werbe/Filzdeckel-Steher, sowie ein hübsches Mosaikwindlicht.
Gemeinsam mit den Speisekarten (einmal a la carte inklusive Getränken, sowie eine kleinere Ausgabe für die Mittagsmenüs) wird das Besteck gebracht. So schön verpacktes Werkzeug habe ich noch selten gesehen. Optisch wie Brokat in lila und gold, die Rolle mit einem Schnürchen zusammengehalten, darin das Besteck mit einer Papierserviette, geöffnet sieht es wie eine kleine Kuvert-Abendtasche aus.

Das Mango-Lassi wird im Rotweinglas serviert. Gewöhnungsbedürftig, ist mir in letzter Zeit aber schön öfters so passiert. Geschmacklich sehr gut, die darüber gestreuten Mandelblättchen müssen angeröstet gewesen sein, ein harmonisches Gesamtes.
Zu den Mittagsmenüs wird eine Tagessuppe serviert. Lustiger weise hat die Suppenschale den Aufdruck Wok'N'Roll (kenne ich aus dem Multiplex bei der SCS). Es handelt sich um eine Linsensuppe, mit sehr viel Curry und Kurkuma, sowie einer Zitronenscheibe darin. Dampfend heiß serviert mit dem typischen, aber so unsäglichem Porzellanlöffel. Die Suppe ist relativ dünnflüssig, nur vereinzelt sind noch Fragmente von Linsen als ganze Stücke drinnen. Eine Tagessuppe eben, nichts aufregendes, aber ordentlich gemacht, womöglich sogar etwas mit Wasser gestreckt.

Als Hauptgang serviert man mir Fisch-Thali.
Auf dem typischen Metalltablett (Bento auf Alu, sozusagen …) Im größten Abteil eine herrliche, dicksämige Sauce, ganz leicht kurkuma-lastig mit drei Stücken Fisch darin. Ich kann nicht sagen, welcher, denn leider ist er doch etwas zerkocht und zerfällt beim Ansetzen der Gabel. Drei dreifarbige, leicht trockene, Reis mit einem Förmchen in ein Abteil bugsiert, ist der perfekte 'Auftunker' für die restliche Sauce. Auf einem Extrateller (mit Abplatzungen) wird ein Löffel eingestellt. Er soll wohl zum Auflöffeln der Flüssigkeit sein, aber lediglich ein Breitmaulfrosch kann dieses Wagenrad bedienen. Noch dazu blinken mich sowohl vom bambusartigen Stiel, als auch von der Schaufel Fingerabdrücke an. Also wird die Sauce mit dem Reis einfach mit der Gabel verputzt.

Die Salatgarnitur lasse ich unberührt (Blattsalat, Karotte und Gurke im Rohzustand) – der echte Burner liegt heute auf genau zwei Uhr. Ein Gemenge aus in Gewürzen (die man mir auf Nachfrage natürlich nicht verraten hat ), eingelegte Tomaten, Zwiebel, sehr prall-weichen Rosinen und Erdnüssen. Ein harmonisches Nebeneinander von extremer Süße und gleichzeitiger Schärfe, von der Konsistenz wie ein Kürbis-Chutney. Wäre ich eine Katze (pruuuaahahaha …) würde ich mir das Gesicht danach abschlecken.
😼

Fazit: Wenn man im Shopping-Fieber ist, kann ich das Wok'on'Fire empfehlen, vor allem gegenüber den Gerichten auf den diversen Laufbändern. Ich war heute indisch unterwegs, auf der Front und auch in der Speisekarte gibt es noch weiter Gerichte, wie z.B. aus Japan, Taiwan, Indonesien usw.
Einziger Wermutstropfen im Service – wenn man mal 'abgefertigt' ist, kann man ganz schön lange auf die Rechnung warten und hat zu tun, sich bemerkbar zu machen, und das alles bei einer Auslastung, die nicht zum Überleben des Lokals ausreichen würde. Die Verweildauer der meisten Gäste war auch meist nur sehr kurz – auf ein Mittagessen eben.

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Kommentare (3)

am 26. März 2015 um 06:45

Ah so, der zur Suppe war "nur" unsäglich (was in einem Rilke - Gedicht ja auch ein Kompliment sein kann).

Gefällt mir1
Experte
92
38
am 26. März 2015 um 06:37

Bertl2,
keine Ahnung welcher Nationalität der Löffel war (... :-)),
der übliche Porzellanlöffel zur Suppe war eh in Ordnung,
meine Kritik bezog sich auf den da unten ...

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Experte
283
71
am 26. März 2015 um 06:20

Also, ich mag die chinesischen Löffel. Zugegeben, vielleicht ist es stillos, eine indische Suppe damit zu essen. :-)

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Experte
92
38
Wok on Fire
Wagramerstraße 79
1220 Wien
Donauplex
Speisen
Ambiente
Service
32
37
37
6 Bewertungen
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