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Gasthaus Herlitschka - Bewertung

Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 18. März 2015
Experte
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4Speisen
4Ambiente
3Service
11 Fotos1 Check-In

Das Gasthaus Herlitschka befindet sich im sogenannten Botschaftsviertel des dritten Bezirks. Am besten erreichbar mit der U4 bis zur Station Stadtpark, von dort sind es einige Gehminuten zum Lokal. Freie Parkplätze sind trotz Parkpickerl eher selten. Der Herlitschka ist kein Lokal wo man zufällig hineinschneit, dazu ist es zu versteckt, und nicht unbedingt in einer stark frequentierten Gasse.

In der warmen Jahreszeit befindet sich vor dem Lokal unter den Arkadengang ein Schanigarten. Leider war dieser bei meinen Besuch noch nicht in benutzbar. Darum hinein in das Lokal, wo man gleich in den Schankraum gelangt. Hier darf auch geraucht werden. Das Lokal selbst vermittelt optisch den Eindruck von einem gepflegten typischen Wiener Gasthaus. Gewölbeähnliche hohe Räume, helle Wandfarbe. Im vorderen Lokalbereich die alte Holzschank mit dem Zugang für das Servicepersonal zur Küche. Die Tische in verschiedenen Größen, gedeckt mit Tischtüchern. Salz, Pfeffer und das Maggiflascherl stehen auf den Tischenbereit. Am Ende des Schankraums gelangt man durch einen Gang zu den Toiletten, diese befinden sich in einem tadellosen und sauberen Zustand, und des Weitern in zwei unterschiedlich große Gasträume. Hier ist der schönere Lokalbereich welche geschmückt mit diversen Grünpflanzen und diversen Bildern ist. Dieser Bereich bietet sich für diverse Feiern oder Feste an. Ich hatte nach Rücksprache mit dem Kellner frei Platzwahl und wählte einen Tisch im Raucherbereich nahe der Schank.

Die Speisekarte wurde, nachdem ich meinen Wunsch geäußert hatte etwas essen zu wollen, prompt überreicht. Leider wurde gleichzeitig nach dem Getränkewunsch gefragt. Es wurde jedoch meine Frage nach den angebotenen Fruchtsäften geduldig beantwortet sodass ich die Möglichkeit nutzte mir einen großen naturtrüben Apfelsaft(€ 2,80) zu bestellen. Geschmacklich und auch preislich tadellos.

Die Speisekarte bietet ein recht vielfältiges Angebot. Suppen, Vorspeisen, Vegetarisch, überbackene Brote, Fisch, Wiener Küche und Nachspeisen. Meine Wahl fiel auf eine Leberknödelsuppe(€ 3,5) und nach dem ich mir die Speise von Kellner beschreiben ließ auf ein Elefantenohr mit Braterdäpfel, Röstzwiebel und Cocktailsauce(€ 14,50). Das Elefantenohr ist ein sehr dünn geklopfter Rostbraten welcher ohne Saft serviert wird. Eine Speise die ich noch nie in einer Speiskarte gelesen, geschweige denn irgendwo gegessen habe. Aber da ich Rostbraten liebe weckte es meine Neugier.


Sie Suppe wurde umgehen serviert. Klassisch in einer von den alten tiefen Suppenschüsseln. Darinnen befand sich ein Leberknödel in einer optisch hellen nicht sehr kräftig wirkenden Rindsuppe. Die Optik täuschte jedoch diesmal. Das Maggiflascherl, Salz und Pfeffer blieben unbenutzt. Die Suppe war sehr heiß, durchaus kräftig aber sie schmeckte nicht verfälscht. Der Leberknödel war perfekt püriert. Von der Konsistenz auch nahezu perfekt. Genauso wie ich sie mir erhofft hatte. Einzuordnen zu den sehr guten Suppen die ich bisher gegessen hatte. Während des Suppengenusses waren aus der Küche die recht heftigen Klopfgeräusche auf meinen Rostbraten hörbar. Hier wird frisch gekocht und nicht vorbereitet.

Die Wartezeit auf mein Elefantenohr war durchaus im gängigen Rahmen. Serviert wurde auf einen rechteckigen, modernen Teller ein recht großes Stück Fleisch. Formmäßig wenn natürlich auch kleiner einem Elefantenohr nicht unähnlich. Dazu gab es länglich in Spalten geschnittene Braterdäpfel(frittiert). Eine Portion grünen Salat aus verschiedensten Sorten garniert mit Pardeiserstücke. In einem kleinen Schälchen die Cocktailsauce und auf dem Fleisch obenauf drapiert die melierten, knusprig frittierten Zwiebel. Optisch tadellos.

Das Fleisch stark, jedoch nicht überwürzt. Trotz fehlendes Saftes und trotz der Dünne, keine Spur von trocken. Sehr leichte Fettspuren an einigen Stellen. Sehr gute Fleischqualität. Die Braterdäpfel außen leicht knusprig und im Kern jedoch schön weich. Der Salat sortenreich und fein geschnitten. Auch die großen Salatblätter in mundgerechte Stücke. Die Cocktailsauce zählte für mich zu den besten die ich bisher konsumiert hatte. Ob hausgemacht oder Fertigprodukt, einfach sehr gut. Das Gesamtpaket war sehr überzeugend.

Das Service unauffällig, jedoch trotzdem aufmerksam während meines Besuchs. Die Getränkeinformation und die Erklärung der Speise waren ohne Fehler. Ein Gasthauskellner wie man ihn sich vorstellt.

Mein Fazit: Ein gelungener Besuch in einem schönen Lokal. Zum positiven Ambiente noch ein sehr gutes Essen. Für Freunde der Wiener Gasthäuser durchaus einen Besuch wert.

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Kommentare (3)

am 19. März 2015 um 01:42

In meinem längst verblichenen damaligen Stammbeisl, wenn zeitweise der Vater den Wirt vertrat, war die erste Frage, "Zum Trinken?". Ein sophistizierter (oder sich so gebender) Gast, vielleicht war es Dieter Dorner, sagte darauf, "Des sog I Ihna dann scho", worauf sich eine Debatte entspann und Wirt und Gast sich darauf einigten, dass man das zumindest zivilisiert ausdrücken kann. Es war damals so, dass man sowieso die Wahl zwischen einem Krügerl, einem Vierterl und irgendeinem Soachwasser hatte.

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38
am 19. März 2015 um 00:07

warum eigentlich "leider gleichzeitig nach dem Getränkewunsch gefragt"? Ich finde nix schlimmeres als ewig auf ein Getränk zu warten...

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8
1
am 18. März 2015 um 18:32

Helmuth, nehmen wir doch lieber 2 angeröstete Zwiebelhälften!

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50
Gasthaus Herlitschka
Traungasse 1
1030 Wien
Speisen
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Service
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